DE553790C - Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen

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DE553790C
DE553790C DES70043D DES0070043D DE553790C DE 553790 C DE553790 C DE 553790C DE S70043 D DES70043 D DE S70043D DE S0070043 D DES0070043 D DE S0070043D DE 553790 C DE553790 C DE 553790C
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DE
Germany
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contact
relay
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switching
connection
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Expired
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DES70043D
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English (en)
Inventor
Erich Spittler
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AH 30. JUNI 1932
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a3 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1925 ab
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen und bezweckt, im besonderen durch Verringerung der zur Beeinflussung des Zählers der anrufenden Stelle erforderlichen Schaltelemente eine Vereinfachung und Verbilligung der Anlagen zu erzielen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine
ίο die Fortschaltung des Zählers beeinflussende Schalteinrichtung mehrere voneinander verschiedene Schaltvorgänge ausführt, indem eine Schalteinrichtung bei Herstellung einer Verbindung zur Bestimmung der Wertigkeit dieser Verbindung Schaltmittel steuert und nach Vollendung der Verbindung unter dem Einfluß dieser Schaltmittel den Zähler der anrufenden Stelle in einer durch die Wertigkeit der Verbindung bestimmten Weise (z. B.
durch Aussendung einer bestimmten Anzahl von Stromstößen) steuert. Diese Schalteinrichtung kann ferner auch die Trennung der Sprechverbindung nach einer der Wertigkeit der Verbindung entsprechenden Gesprächszeit veranlassen.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Anordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb dargestellt. Nach der in an sich bekannter Weise erfolgten Einstellung eines Vorwählers VW auf einen nachgeordneten Gruppenwähler (J. GW) sind die Relais A1 C und Tr erregt. Das Reist das Speisebrückenrelais des anrufenden Teilnehmers. Sein Stromkreis verläuft über beide Adern der Teilnehmerleitung. An die Wicklung II des Relais Tr vom Vorwähler VW wird bei der Erregung dieses Relais Batterie über den Kontakt 1 tr angeschaltet. Der parallel zur Wicklung II des Relais Tr liegende Zähler Z kann durch den über die Wicklung I des Relais C bzw. über den parallel hierzu liegenden Widerstand 2 fließenden, verhältnismäßig schwachen Strom nicht erregt werden.
Da die Relais C und A erregt sind, ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakt 3 c, Wicklung II des Relais C, Kontakt 4 a, Wicklung I des Relais V1, Batterie, Erde. Das Relais V1 ist in diesem Stromkreis erregt worden und hat u. a. den Kontakt 5W1 geöffnet und den Kontakt Ov1 geschlossen. Das Relais C hatte bei seinem Ansprechen die Kontakte yc und 8 c geöffnet und die Kontakte 9 c und ioc geschlossen.
Die Einstellung des Gruppenwählers (/. GW) auf eine bestimmte Kontaktgruppe und die Auswahl einer freien, weiterführenden Leitung in dieser Gruppe erfolgt in irgendeiner beliebigen, hier nicht näher interessierenden Weise. Beim Auffinden einer freien, weiterführenden Leitung, beispielsweise der Verbindungsleitung FL1, wird folgender Stromkreis wirksam: Erde, Wicklungen I und II des Relais P, Kontakt 6^1, Prüf arm 11, Kontakt 12, Relais C1, Kontakt 13 i, Widerstand 14, Batterie, Erde. Das Relais P
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Erich Spittler in Berlin-Charlottenburg.
schaltet an den Kontakten 15 p und 16ρ die Sprechadern durch und sperrt durch Kurz-
' schluß seiner hochohmigen Wicklung I am Kontakt 17 p die gefundene Verbindungsleitung FL1 gegen Belegung durch einen anderen Gruppenwähler.
Der vom Gruppenwähler belegten Verbindungsleitung FL1 sind die die Fortschaltung des Gesprächszählers der anrufenden Teilnehmerleitung herbeiführenden Zählerfortschalteinrichtungen zugeordnet. Diese Zählerfortschalteinrichtungen bestehen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in der Hauptsache aus der Schalteinrichtung MS, welche, wie später erläutert wird, beim Aufbau von Verbindungen als Mitlaufschaltwerk arbeitet, indem es durch die zur Einstellung weiterer Nummernstromstoßempfänger dienenden Stromstöße eingestellt wird, und hierdurch zwecks Bestimmung der Wertigkeit der herzustellenden Verbindung eine der gewünschten Verkehrszone entsprechende Stellung einnimmt.
Nach Herstellung einer Verbindung bestimmter Wertigkeit wird dieses Schaltwerk beim Melden des verlangten Teilnehmers von neuem in Tätigkeit gesetzt und bestimmt dann die Zahl der auf den Gesprächszähler der anrufenden Teilnehmerstelle wirkenden Zähl-Stromstöße und außerdem auch die Gesprächszeit.
Es sei erwähnt, daß hinter den Ziffernbezeichnungen der von den Schaltarmen 65 und 82 von MS bestrichenen Kontakte die Kontaktstellungen, in denen die Schaltarme auf den betreffenden Kontakten stehen, durch in Klammern gesetzte arabische Ziffern angegeben sind, während an den vom Schaltarm 39 bestrichenen Kontakten durch in Klammern gesetzte römische Ziffern die Verkehrszonen bezeichnet sind, die durch "diese Kontakte gekennzeichnet werden.
Herstellung einer Sprechver- +5 bindung in die erste Verkehrszone
Durch die von der anrufenden Teilnehmerstelle zwecks weiteren Aufbaues der Sprechverbindung auszusendenden Nummernstromstoße wird in an sich bekannter Weise das Brückenrelais A beeinflußt, indem es bei jedem Stromstoß vorübergehend abfällt. Beim ersten Abfallen des Relais A wird der Kontakt 4α geöffnet und der Kontakt 18 α geschlossen.
Durch Öffnen des Kontaktes 4a wird der Kurzschluß um das Relais F2 aufgehoben. Dieses spricht an, öffnet seinen Kontakt 19^2 und schließt seinen Kontakt 20 V2, so daß folgender Stromkreis wirksam wird: Erde, Batterie, Kontakt 10 c. Widerstand 21, Kontakte 2OV.,, 16p, Schaltarm 22, Kontakte 23 und 24Z)1, Wicklung I des Relais S, Erde. Das Relais 5" spricht an und legt Batterie über den Widerstand 25 und die Kontakte 26 j sowie 271 an die zum nächsten Nummernstromstoßempfänger führende Ader 28 an. Die Relais F2 und S bleiben während der Stromstoßreihe erregt, da die vorübergehenden Kurzschließungen des Relais V2 durch den Kontakt 4 α zwischen den einlaufenden Stromstoßen ein Abfallen des Relais V2 nicht herbeiführen können. Gleichzeitig mit der Öffnung des Kontaktes 4 a erfolgt auch eine Schließung des Kontaktes 29 α, wodurch ein Stromstoß einerseits zu der der Verbindungsleitung FL1 zugeordneten Schalteinrichtung MS und andererseits zu dem nachgeordneten nächsten Nummernstromstoßempfänger ausgesandt wird. Dieser Nummernstromstoß verläuft wie folgt: Erde, Kontakte 29a, ge, 15 ρ, Schaltarm 30, Kontakt 31, von hier einmal über Kontakt 32 V3, Wicklung I des Relais A1, _ Kontakt 33 blt Widerstand 34, Batterie, Erde, und das andere Mal über Kontakt 35 blt Ader 36 zum nicht dargestellten Strom-Stoßempfangsrelais des nächsten Nummernstromstoßempfängers.
Für die Erläuterung der erfindungsgemäßen Anordnung kann die Einstellung der über die Verbindungsleitung FL1 erreichbaren und einzustellenden Verbindungseinrichtungen außer acht gelassen werden. Bei jeder Schließung des Kontaktes 29 α erhält auf dem angegebenen Wege das Relais A1 einen Stromstoß und überträgt diesen auf den Drehmagneten D der Schalteinrichtung MS durch die Schließung des Kontaktes 37%. Der Stromkreis des Antriebsmagneten verläuft wie folgt: Erde, Kontakte 37O1, 38^3, Magnet D, Batterie, Erde.
Es wird angenommen, daß Verbindungsleitungen in die erste Verkehrszone an dem über die Verbindungsleitung VL1 erreichbaren Nummernstromstoßempfänger in der zweiten Kontaktgruppe angeschlossen sind. Die nach Einstellung des Gruppenwählers (L GW) auszusendende Stromstoßreihe besteht demnach aus zwei Stromstößen, wodurch der Schaltarm 39 der als Mitlaufschaltwerk wirkenden Schalteinrichtung MS auf den der Verkehrszone I entsprechenden Kontakt 40 eingestellt wird. Nach Beendigung dieser Stromstoßreihe fällt das Relais 6" ab, da der Kontakt 2oz'2 durch dauernde Kurzschließung des Relais F2 am Kontakt 4 α geöffnet wird. Das Relais S schließt seinen Kontakt 41 s, wodurch folgender Stromkreis zur Wirkung kommt: Erde, Kontakte 42 W8, 41 s, Schaltarm 39, Kontakt 40, Wicklung II des Relais R1, Wicklung I des Relais R2, Batterie, Erde. Die Relais R1 und R2 gehören zu einem aus einer Gruppe Relais bestehenden Speicher, welcher nach seiner Beeinflussung durch das Mitlaufschalt-
werk MS unabhängig von diesem für die Folge die Wertigkeit der Verbindung kennzeichnet. Die genannten Relais R1 und R2 sprechen an und schließen u. a. ihre Kontakte 43 rt sowie 441\ und 45 f2 sowie 4Or2. Über die parallel liegenden Kontakte 43 rx und 45 r 2 wird ein Relais V3 eingeschaltet, während über die Kontakte 44^1 und 4Or2 Haltestromkreise über die Wicklungen I der Relais R1 und R2 geschlossen werden, die bei Erregung des Relais C1 durch den Kontakt 47 C1 vorbereitet wurden.
Das Relais V3 trennt am Kontakt 32^3 das Relais A1 von der oberen Sprechader ab und verhindert dadurch die Beeinflussung dieses Relais durch weitere von der anrufenden Stelle auszusendende Stromstoßreihen. Durch Offnen des Kontaktes 42 v3 wird der Erregerstromkreis für die ReIaISA1 und R2 unterbrachen. Das Relais V3 schließt auch seinen Kontakt 481^3, wodurch der Drehmagnet D Stromstöße auf folgendem Wege erhält: Erde, Batterie, Magnet D, Kontakt 482/3, Kopf kontakt 4gkms, Kontakte 5Oc1, 51^1, Unterbrecher SU, Erde. Der Drehmagnet D bewegt die Schaltarme 39, 65 und 82 des Mitlaufwerkes MS in die Ruhelage, in welcher der genannte Stromkreis unterbrochen wird, da der Kontakt 49 kms geöffnet wird.
Erwähnt sei noch, daß während oder nach der Einstellung der Schalteinrichtung MS durch eine Stromstoßreihe seitens der anrufenden Stelle über die Schaltarme 65 und 82 Schaltvorgänge nicht eingeleitet werden, da der mit dem Schaltarm 65 in Verbindung stehende Kontakt 64 O1 offen ist, während in bezug auf Schaltarm 82 der Kontakt 81V3 erst nach beendigter Einstellung geschlossen wird, dann der Kontakt 184O1 aber offen ist.
Beim Melden des verlangten Teilnehmers wird in irgendeiner beliebigen Weise an einer nachgeordneten Verbindungseinrichtung, beispielsweise am Leitungswähler, Batterie an die Sprechader 28 angelegt und hierdurch das Relais B1 auf folgendem Wege erregt: Batterie an einer nachgeordneten, nicht dargestellten Verbindungseinrichtung, Ader 28, Kontakte 271, 52 s, Wicklung I des ReIaIsJS1, Erde. Das Relais B1 öffnet seinen Kontakt 24 O1 und schließt seine Kontakte 53 b1 und 54&1· Die Schließung des Kontaktes 54 bx hat bei einer in die erste Verkehrszone hergestellten Sprechverbindung auf die Schalteinrichtung MS keinen Einfluß, da die Relais R1 und R2 des Speichers erregt und demnach die parallel liegenden Kontakte 55 Y1 und 5Or2 in dem Anreizstromkreis für MS geöffnet sind. Bei einer Verbindung in die erste Verkehrszone, also beispielsweise mit Teilnehmern der eigenen Vermittlungsstelle, ist der Zähler der anrufenden Stelle nur einmal zu betätigen, demnach nur ein Zählstromstoß auszusenden. Dieser Zählstromstoß kann unabhängig von der Schalteinrichtung MS erzeugt werden. Da außerdem bei Verbindungen in die erste Verkehrszone eine Begrenzung der Sprechzeit nicht erfolgt, die Teilnehmer demnach beliebig lange miteinander sprechen können, ist eine erneute Anreizung der Schalteinrichtung MS auch zwecks Begrenzung der Sprechzeit nicht erforderlich.
Am Kontakt 57 It1 wird das Relais A1 unabhängig vom Kontakt 32W3 an die vom vorgeordneten Nummernstromstoßempfänger (7. GW) kommende Ader angeschaltet. Eine Erregung des Relais A1 erfolgt während der Sprechverbindung nicht, da am /. GW kein Potential angeschaltet ist (Kontakt 29 ο ist offen). Während der Sprechverbindung sind demnach die Relais C1, B1, R1, R2 und V3 an der Verbindungsleitung erregt.
Am Schluß der Sprechverbindung hängt der anrufende Teilnehmer den Hörer an und öffnet dadurch den Stromkreis für das Speisebrückenrelais A, welches abfällt und am Kontakt 18a die Wicklung II des Relais C kurzschließt. Das Relais C fällt ab. Nunmehr kommt folgender Stromkreis zur Wirkung: Erde, Batterie, Widerstand 58, Wicklung II des ReIaIsF1, Kontakte je, ι Sp, Schaltarm 30, Kontakte 31, 57 bv Wicklung I des Relais ^1, Kontakt 59 O1, Erde. In diesem Stromkreis wird das Relais V1 über seine Wicklung II auch nach Unterbrechung des Stromkreises über seine Wicklung I durch öffnen des Kontaktes 3 c erregt gehalten, während das Relais A1 anspricht, und das Relais T1 auf folgende Weise erregt: Erde, Kontakt 64Z)1, Schaltarm 65 der Schalteinrichtung MS, Kontakte 66, 6yals Wicklung II des Relais T1, Batterie, Erde. Das Relais T1 schließt u. a. seinen Kontakt 62^1, wodurch folgender Stromkreis geschlossen wird: Erde, Kopfkontakt des I. GW 60 k, Relais Zr, Kontakte 8 c, igv2, 16p, Schaltarm 22, Kontakte 23, 53O1, i°5 61Zr1, 6211, Widerstand 63, Batterie, Erde. Das Relais Zr schließt am Kontakt 68 sr den Widerstand 2 kurz und verstärkt dadurch den über den Schaltarm 69 des Vorwählers VW und den Zähler Z fließenden Strom derart, daß »» der Zähler Z ansprechen und das Gespräch registrieren kann. Gleichzeitig wird am Kontakt 70 sr die Wicklung II des Relais V1 kurzgeschlossen.
Da eine Einschaltung des Relais Xr1 nicht erfolgen kann, bleibt der eben geschilderte Stromkreis über das Relais Zr längere Zeit bestehen. Das Relais V1 kann infolgedessen abfallen und öffnet am Kontakt Ov1 den Stromkreis über die Wicklung II, das Relais P und das Relais C1. Das Relais P wird stromlos und unterbricht durch Öffnen der Kon-
takte 15 p und 16 p die Stromkreise für die Relais Zr am /, GW und A1 an der Verbindungsleitung VL1.
Am ersten Gruppenwähler (J. GW) leitet das durch Öffnen des Kontaktes Ov1 ausgeschaltete Relais P die Auslösung ein, indem es den nicht dargestellten Auslösemagneten des Gruppenwählers erregt. Dieser Auslösemagnet öffnet an seinem Kontakt 71m den Stromkreis über die Wicklung II des Relais Tr und den Zähler Z. Das Relais Tr fällt ab, und der Vorwähler geht in bekannter Weise in seine Ruhelage weiter.
An der Verbindungsleitung VL1 veranlaßt das nach öffnen des Kontaktes 6 V1 abfallende Relais C1 die Ausschaltung aller erregten Relais, indem es durch Öffnen des Kontaktes 47C1 die Haltestromkreise über die Wicklungen I der Relais R1 und R2 des Speichers öffnet. Das Abfallen dieser Relais bewirkt die Ausschaltung des Relais V3.
Nach Öffnung des Stromkreises über das Relais C1 wurde auch in irgendeiner hier nicht weiter interessierenden Weise von der nachgeordneten Verbindungseinrichtung aus der Stromkreis über die Ader 28 und das Relais B1 unterbrochen, so daß auch dieses abfällt. Alle benutzten Verbindungseinrichtungen sowie die Schaltmittel an der Verbindungsleitung VL1 befinden sich j etzt in der Ruhelage.
Herstellung einer Sprechverbindung in die fünfte Verkehrszone
Es sei jetzt angenommen, daß der anrufende Teilnehmer eine Verbindung mit einem Teilnehmer herstellen will, der an eine in der fünften Verkehrszone liegende Vermittlungsstelle angeschlossen ist. Es sei ferner angenommen, daß die fünfte Verkehrszone über die fünfte Kontaktgruppe des ersten im Verbindungsaufbau hinter der Verbindungsleitung VL1 liegenden Nummernstromstoßempfängers erreicht werden kann.
In der bereits geschilderten Weise erfolgt nach Belegung des ersten Gruppenwählers dessen Einstellung auf eine Verbindungsleitung FL1 und die Einstellung der dieser Verbindungsleitung zugeordneten Schalteinrichtung MS durch eine vom anrufenden Teilnehmer ausgesandte Stromstoßreihe. Da die fünfte Verkehrszone über die fünfte Kontaktgruppe eines Nummernstromstoßempfängers erreicht wird, sendet die anrufende Stelle eine aus fünf Stromstößen bestehende Stromstoßreihe aus, durch welche der Schaltarm 39 der wieder als Mitlauf werk dienenden Schalteinrichtung MS auf den Kontakt 72 eingestellt wird. Nach Beendigung dieser Stromstoßreihe erfolgt eine Erregung des Relais R3 vom Speicher: Erde, Kontakte 42V3, 41 s, Schaltarm 39, Kontakt 72, Relais R3, Batterie, Erde. Das Relais R3 schließt an seinen Kontakt 73 rs einen Haltestromkreis über seine Wicklung, welcher vom Kontakt 47C1 abhängig ist. Ferner schließt das Relais R3 seine Kontakte 74r3, 7Sr3 und 76 T3. Die Schließung der erstgenannten beiden Kontakte dient zur Bestimmung der von der Schalteinrichtung MS auszusendenden Zählerstromstöße. Da die Verbindung in die fünfte Verkehrszone hergestellt wurde, hat die Schließung des Kontaktes 74r3 keine Wirkung, und nur über den Kontakt75?-3 wird nach Beendigung der Sprachverbindung ein Stromkreis hergestellt.
Über den Kontakt 7Or3 wird das Relais V3 erregt, welches den Kontakt 32 V3 öffnet und dadurch das Relais A1 dem Einfluß weiterer von der anrufenden Stelle auszusendender Stromstoßreihen entzieht. Durch Schließung des Kontaktes 48^3 wird in der bereits geschilderten Weise der Drehmagnet D über den Kopf kontakt 49 kms mit dem Unterbrecher SU in Verbindung gebracht und die Schalteinrichtung MS in die Ruhelage weitergeschaltet.
Die Gebühr für Verbindungen in eine der Verkehrszonen II bis V wird durch eine mehrmalige Fortschaltung des Zählers Z angerechnet. Die Aussendung der entsprechenden Zahl von Zählerstromstößen (bei Verbindungen in die Zone V gleich fünf Stromstöße) erfolgt durch die Schalteinrichtung MS. Die Gesprächszeit bei Verbindungen in die Verkehrszone II bis V ist ferner auch begrenzt. Diese Begrenzung geschieht ebenfalls unter dem Einfluß der Schalteinrichtung MS.
Nach Herstellung der Sprechverbindung und Melden des gewählten Teilnehmers spricht wieder das Relais B1 über seine Wicklung I an und schließt seinen Kontakt 54O1. Hierdurch ist folgender Anreizstromkreis für die Schalteinrichtung MS geschlossen: Erde, Batterie, Magneto, Kontakte48vs, 54bu 55T1 bzw. 5Or2, 7Oi1, 77uk, Erde. Der Kontakt 77 uk, der von einem Zeitschalter oder einer Uhr betätigt wird, wird beispielsweise alle 10 Sekunden geschlossen.
Es können jetzt drei Fälle eintreten:
1. Die Teilnehmer stellen fest, daß eine Falschverbindung vorliegt. Die Schlußzeichengabe erfolgt innerhalb einer Karenzzeit.
2. Die Sprechverbindung wird vor Ablauf der zulässigen Gesprächszeit durch Anhängen des Hörers beendet.
3. Die Teilnehmer sprechen bis zum Ablauf der zugelassenen Gesprächszeit. Es erfolgt eine zwangsweise Trennung der Verbindung.
i. Schlußzeichengabe innerhalb einer
Karenzzeit
Geben die Teilnehmer das Schlußzeichen innerhalb der Karenzzeit von 10 oder 20 Se-
künden, so ist, unabhängig von dem Wert der hergestellten Verbindung, der Zähler des anrufenden Teilnehmers nur um eine Einheit fortzuschalten.
Während der Karenzzeit steht der Schaltarm 65 der Schalteinrichtung MS entweder auf dem Kontakt 66 oder auf dem Kontakt 78. Wird in diesen Kontaktstellungen der Schalteinrichtung MS das Relais A1 infolge Schlußzeichengabe der anrufenden Stelle und Schließung des Kontaktes 7 c am ersten Gruppenwähler nach Abfallen des Relais C erregt, so wird in der bereits früher beschriebenen Weise das Relais T1 durch die am Kontakt 67O1 erfolgte Stromkreisschließung entweder über den Kontakt 66 oder den Kontakt 78 erregt. Das Relais T1 veranlaßt, wie bei der Verbindung in die erste Verkehrszone beschrieben, die Aussendung eines Zählstromstoßes. Ferner öffnet es den Stromkreis für den Magneten D am Kontakt 7Oi1 und verhindert dadurch die weitere Beeinflussung des Magneten!) durch den Kontakt 772/fe.
Wird nach Abfallen des Relais V1 der Stromkreis des Relais C1 durch Öffnen des Kontaktes Or1 unterbrochen, so fällt dieses ab und schließt seinen Kontakt 79 C1, wodurch der Stromkreis für den MagnetenD, wenn die Schalteinrichtung MS bereits in der 1. Kontaktstellung (Schaltarm 65 auf Kontakt 78) steht, wiefolgtgeschlossenwird: Erde, Batterie, Magnet D, Kontakte 79C1, 49 kms, 80C1, Wicklung II des Relais T1 Unterbrecher SU, Erde. Die Schaltarme des Schaltwerkes MS werden durch den Drehmagneten D in die Ruhelage weitergeschaltet. Beim Erreichen dieser wird der Kopfkontakt 49 kms geöffnet und dadurch der eben genannte Stromkreis unterbrochen.
Um eine Belegung der Verbindungsleitung VL1 während der Auslösebewegung der Schalteinrichtung MS zu verhindern, trennt das Relais T1 dessen Wicklung II, wie beschrieben, in Reihe mit dem Drehmagneten D liegt, den Widerstand 14 und damit die Batterie von dem Relais C1 ab, indem es den Kontakt ißi öffnet. Ein prüfender Gruppenwähler kann sich demnach auf die Verbindungsleitung VL1 nicht einstellen, solange der Kontakt 131 geöffnet ist. Erst wenn das Schaltwerk MS seine Ruhelage erreicht und durch Öffnen des Kontaktes49 kms der Stromkreis über den Magneten D und die Wicklung II des Relais T unterbrochen und somit der Kontakt 13^ geschlossen wird, ist die Verbindungsleitung VL1 wieder belegungsbereit.
Befindet sich bei Schließung des Kontaktes 7Qc1 das Schaltwerk noch in der Ruhelage (Schaltarm 65 auf Kontakt 66), so ist der Kontakt 49^iMi noch offen, und der geschilderte Stromkreis kommt nicht zustande.
2. Sprechverbindung wird vor Ablauf der zugelassenen Gesprächszeit beendet
Es wird angenommen, daß die Schlußzeichengabe erfolgt, wenn sich die Schaltarme der Schalteinrichtung MS in der 12. Kontaktstellungbefinden. Die Erregung des Relais^ nach Abfallen des Relais C am vorgeordneten Gruppenwähler hat die Anschaltung des schnell arbeitenden Unterbrechers SU an dem Drehmagneten D zur Folge. Der Stromkreis des Drehmagneten DM verläuft wie folgt: Erde, Batterie, Magnet D1 Kontakt 8iz'3, Schaltarm 82, Kontakt 63 (auf diesem befindet sich 82 in den Kontaktstellungen 1 bis 16 und 24), Kontakt 184^1, Unterbrecher SU1 Erde. Wenn der Schaltarm 82 die 16. Kontaktstellung (Kontakt 83) verläßt, gelangt er auf den Kontakt 84 (Kontaktstellungen 17 bis 23). In dieser Kontaktstellung ist anstatt des Unterbrechers SU der Unterbrecher LU angeschaltet. In der Kontaktstellung 24 erhält der Magnet DM wieder einen Stromstoß vom Unterbrecher SU und gelangt auf den Kontakt 85 (Kontaktstellungen 25 bis 30). ^
In der 25. Kontaktstellung der Schalteinrichtung MS ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakt 64^1, Schaltarm 65, Kontakt 86, Wicklung I des Relais T1 Batterie, Erde. Das parallel zum Relais T liegende Relais Zr1 kann Schaltvorgänge nicht ansprechen, da es sofort durch das vom Relais T über den Kontakt 881 eingeschaltete 95* Relais T1 am Kontakt 9011 abgetrennt wird. Über den genannten Kontakt 881 schaltet sich das Relais T auch in folgenden Haltestromkreis ein: Erde, Kontakte 87C1, 88t, Wicklung I des Relais T, Batterie, Erde. Das Relais T öffnet ferner die Kontakte 13* und 27*, wodurch die Auslösung der nachgeordneten Verbindungseinrichtung eingeleitet wird. Ein Abfallen des Relais C1 sowie des Prüfrelais P am Gruppenwähler (I. GW) findet aber nicht statt, da der Stromkreis der Relais C1 und P nach Öffnen des Kontaktes 131 über die Kontakte 92 i, 93C1 sowie den Widerstand 25 zur Batterie und Erde verläuft. Trotz Öffnens des Kontaktes 271 ist ein vorzeitiges Abfallen des Relais B1 verhindert, denn dieses Relais wird bis zur später zu erläuternden Erregung des Relais S in folgendem Stromkreis weiter erregt gehalten: Erde, Wicklungl des ReIaIsS1, Kontakte 52s, 94 i, 921, 93C1, Widerstand 25, Batterie, Erde.
Die Aussendung der Zählstromstöße und die Weiterschaltung des Schaltwerkes MS erfolgt durch das Zusammenarbeiten der Relais A1, T1, Zr1 mit dem Magneten D. Die Erregung des Relais T1 über den Kontakt 881 hat die Aussendung des ersten Zählstrom-
Stoßes zur Folge: Erde, Batterie, Widerstand 63, Kontakte 62I1, 6isrv 53^1, 23, Schaltarm 22, Kontakte i6p, igv2, 8c, Relais Zr, Kopfkontakt 60 £, Erde. Das Relais Zr beeinflußt in der beschriebenen Weise durch Schließung des Kontaktes 68 sr den Stromkreis des Zählers Z der anrufenden Teilnehmerleitung. Gleichzeitig erhält der Magnet D einen Stromstoß: Erde, Batterie, Magnet D, Kontakt 81V3, Schaltarm 82, Kontakt 37Ct1, Erde. Die Schalteinrichtung MS geht in die Kontaktstellung 26. Der Magnet D schließt ferner seinen Kontakt 95 d, wodurch das Relais T1 kurzgeschlossen wird, welches abfällt und am Kontakt 9Oi1 das Relais Zr1 einschaltet. Dieses Relais spricht an und beendet durch Öffnen des Kontaktes 61^r1 den Zählstromstoß. Am Kontakt 91 Sr1 wird die Wicklung I des Relais A1 kurzgeschlossen.
Das Relais A1 fällt ab und öffnet den Kontakt 37O1. Dadurch fällt der Magneto ab und öffnet den Kontakt 95J. Nunmehr spricht das Relais T1 wieder an, da der Kurzschluß seiner Wicklung I aufgehoben ist.
Das Spiel beginnt jetzt wieder von neuem. Die Erregung des Relais T1 hat die Ausschaltung des Relais Zrx am Kontakt 90^1 zur Folge, welches abfällt und den zweiten Zählstromstoß aussendet. Die Öffnung des Kontaktesgi^-j bewirkt die Erregung des Relais A1, wodurch der Drehmagnet D einen Stromstoß über den Kontakt 37% erhält. Die Schalteinrichtung gelangt in die 2J. Kontaktstellung. Der Drehmagnet D schließt an seinen Kontakt 95 d das Relais T1 kurz, so daß dieses abfällt, seinen Kontakt 6211 öffnet und den Kontakt 90 tx schließt. Das Relais Zr1 spricht jetzt wieder an (Erde 87C1, 881, 9Oi1, Zr1, Batterie, Erde), öffnet den Kontakt 61Sr1 und schließt den Kontakt 91 Sr1 usw. In der beschriebenen Weise werden die weiteren drei Zählstromstöße hervorgerufen.
Der Aussendung des fünften Zählstromstoßes folgt die Weiterschaltung der Schalteinrichtung MS in die Kontaktstellung 30. Erreicht der Schaltarm 65 die Kontaktstellung 30, also den Kontakt 97, so wird das Relais 6" über seine Wicklung II wie folgt erregt: .Erde, Kontakt 64O1, Schaltarm 65, Kontakte 97 und 75r8) Wicklung II des Relais S, Batterie, Erde.' Das Relais S spricht an und unterbricht den Stromkreis für das ReIaISiJ1 durch Öffnen des Kontaktes 52 s. Das Relais B1 fällt ab, öffnet u. a. die Kontakte 53J)1 sowie 59&J und schließt die Kontakte 24O1 und 33 bv Das Relais A1 ist jetzt über den Widerstand 34 an denselben Batteriepol angeschaltet wie die Wicklung II des Relais V1. - Die Relais A1 und V1 können demnach abfallen. Auch eine Erregung des Relais Zr kann nicht mehr erfolgen, da die WicklungI des Relais5",
welche über den Kontakt 24 bx angeschaltet ist, ebenso wie das Relais Zr an Erde liegt. Der Abfall des Relais A1 hat die vorläufige Stillsetzung der Schalteinrichtung MS zur Folge, während der Abfall des Relais V1 am ersten Gruppenwähler in der beschriebenen Weise die Auslösung des ersten Gruppenwählers (/. QW) und des vorgeordneten Vorwählers VW einleitet. Beim Abfallen des Relais V1 erfolgt auch eine Unterbrechung des Stromkreises für das Relais C1 an der Verbindungsleitung FL1 durch Öffnen des Kontaktes Ov1, so daß auch dieses Relais abfällt. Es öffnet den Kontakt 47 C1 und unterbricht hierdurch den Haltestromkreis für das erregte Relais R3 des Speichers. Das Relais Ra öffnet den Stromkreis über das Relais V3 am Kontakt 76r3. Ferner schließt das Relais C1 seine Kontakte 79 q und 8Oc1, wodurch in der bereits geschilderten Weise der Weiterlauf der Schalteinrichtung MS in die Ruhelage herbeigeführt wird. In dem Stromkreis des Magneten D liegt wieder die Wicklung II des Relais T, so daß auch dieses Relais trotz Öffnens des Kontaktes 87C1 erregt bleibt und die Batterie über den Widerstand 14 von dem Prüf kontakt 12 so lange abgeschaltet hält, bis die Schalteinrichtung MS ihre Ruhelage erreicht hat. go
Aus vorstehendem ist zu ersehen, daß die Schalteinrichtung MS während des zweiten Teiles des beim Melden des verlangten Teilnehmers begonnenen Arbeitsganges (Kontaktstellungen 25 bis 30) die Aussendung der Zählstromstöße veranlaßt.
3. Die Teilnehmer sprechen bis zum Ablauf der zugelassenen Gesprächszeit, worauf zwangsweise die Trennung der Verbindung
erfolgt
Kurz vor Ablauf der Gesprächszeit wird durch die Schalteinrichtung MS ein Summer angeschaltet, durch welchen die sprechenden Teilnehmer auf die zwangsweise Trennung der Verbindung aufmerksam gemacht werden können. Wenn der Schaltarm 65 die 17. Kontaktstellung, also den Kontakt 100, erreicht, ist folgender Stromkreis über die zur Übertragung des Summerzeichens dienenden Wicklungen II der Relais A1 und B1 geschlossen: Summer 101, Wicklungen II der Relais^ und B1, Kontakt 100, Schaltarm 65, Kontakt 6O1, Erde. Durch die induktive Übertragung des Summerzeichens auf den Stromkreis der Wicklungen I der Relais A1 und S1 wird dieses in den Hörern der miteinander sprechenden Teilnehmerstelle vernehmbar.
Wenn jetzt trotz des empfangenen Summerzeichens die sprechenden Teilnehmer ihre Hörer noch nicht aufhängen, erfolgt beim Erreichen der 25. Kontaktstellung, wenn also
der Schaltarm 65 auf den Kontakt 86 gelangt, eine zwangsweise Trennung der Verbindung, da dann in der beschriebenen Weise das Relais T anspricht, den Kontakt 27 ί öffnet und das Relais B1 in den Ortsstromkreis Erde, B1, 52s, 94t, 92t, 93C1, 25, Batterie, Erde einschaltet. Das Relais T schaltet wieder das Relais T1 ein, welches die Kontakte 7611 und 90 tx öffnet sowie den Kontakt 6211 schließt.
Da das Relais^ noch nicht angesprochen hat, demnach der Kontakt 37% noch offen ist, bleibt die Schalteinrichtung MS in der Kontaktstellung 25 stehen, bis die Schlußzeichengabe durch Ansprechen des Relais A1 nach
'5 Anhängen des Hörers an der anrufenden Teilnehmerstelle an den Schalteinrichtungen der Verbindungsleitung VL1 gekennzeichnet wird. Bis zur Schlußzeichengabe erhält der anrufende Teilnehmer das Summerzeichen, da der Stromkreis für die Wicklungen II der Relais ^i1 und B1 über den Kontakt 103J1 geschlossen ist.
Spricht das Relais A1 nach Schlußzeichengabe an, so beginnt die Übertragung der Zählstromstöße und die Auslösung der benutzten Verbindungseinrichtung in der bereits beschriebenen Weise.
Aus vorstehendem geht hervor, daß die Schalteinrichtung MS während des ersten Teiles ihres zweiten, nach Meldung des verlangten Teilnehmers begonnenen Arbeitsganges die zulässige Gesprächszeit bestimmt und während des zweiten Teiles dieses Arbeitsganges die Aussendung der Zählstromstoße veranlaßt.
Herstellung von Verbindungen indieVerkehrszonenll, III u η d IV
Verbindungsleitungen, welche zu einer Vermittlungsstelle in der Verkehrszone II führen, sind an dem über die Verbindungsleitung FL1 erreichbaren Nummernstromstoßempfänger in der vierten Kontaktgruppe angeschlossen. Demnach sind die die zweite Verkehrszone kennzeichnenden Schaltglieder des Speichers, nämlich die Relais R1 und R3, an dem Kontakt 11 ο der vom Schaltarm 39 zu bestreichenden Kontaktbank der Schalteinrichtung MS angeschlossen. Nach Erregung dieser beiden Relais werden die Kontakte 74T3 und nir2 geschlossen. Die Wicklung II des Relais 5" ist demnach an den Kontakt 112 in der vom Schaltarm 65 zu bestreichenden Kontaktbank angelegt. Der Kontakt 112 ist die 27. Kontaktstellung der Schalteinrichtung. Das Relais 5* spricht demnach nach Aussendung von zwei Zählstromstößen an. Durch diese zwei . Zählstromstöße wird der Zähler der anrufenden Stelle um den dem Werte der Verbindung in die Verkehrszone II entsprechenden Betrag fortgeschaltet. Die Erregung des Relais S über den Kontakt 112 verhindert die Aussendung weiterer Zählstromstöße, da am Kontakt 52ί das Relais B1 ausgeschaltet und demnach durch Öffnen des Kontaktes 53O1 die Kontakte 61 Sr1 und 6211 von der unteren Sprechader abgetrennt werden.
Die Verkehrszone III wird am Speicher dadurch gekennzeichnet, daß lediglich das Relais R1 erregt wird. Dieses geschieht, wenn die die Schalteinrichtung MS beeinflussende Stromstoßreihe aus nur einem einzigen Stromstoß besteht und der Schaltarm 39 auf den Kontakt 115 eingestellt wird.
Wenn nur das Relais R2 erregt wird, welches nach Einstellen des Schaltarmes 39 auf den Kontakt 116 erfolgt, so wird das Kennzeichen dafür gegeben, daß der gewünschte Teilnehmer an einer in der IV. Verkehrszone liegenden Vermittlungsstelle angeschlossen ist.
Aus vorstehender Beschreibung ist - zu ersehen, daß nur bei Verbindungen in die Verkehrszone I die Schalteinrichtung MS dem Einfluß des bei Beginn des Sprechverkehrs wirksam werdenden Schaltmittels B1 entzogen ist, da bei allen Verbindungen anderer Wertigkeit entweder der Kontakt 55T1 oder der parallel hierzu liegende Kontakt 56r2 im Anreizstromkreis für die Schalteinrichtung MS geschlossen ist.
In dem Ausführungsbeispiel ist angenommen worden, daß der Zähler ein elektromagnetisch zu betätigendes Schrittschaltwerk ist, die Beeinflussung demnach durch Aussendung einer bestimmten Zahl von Stromstößen erfolgt. Es können jedoch auch Zähler anderer Bauart angewendet werden, beispielsweise elektrolytische Zähler oder Zähler nach Art von Strommessern. In diesen Fällen würde die Betätigung des Zählers in einer der Wertigkeit der Verbindung entsprechenden Weise durch Einschaltung eines Stromes bestimmter Stärke erfolgen. Die Anordnung würde alsdann derart getroffen werden, daß durch den Speicher, je nach seiner Betätigung, ein auf den Zähler wirkender Stromkreis über niedere oder höhere Widerstände vorbereitet wird, der durch die Schalteinrichtung MS beim Eintreten des Zeitpunktes für die Zählung geschlossen wird.
In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Zählerfortschalteinrichtungen an einer über den ersten Gruppenwähler erreichbaren Verbindungsleitung angeordnet sind. Es ist selbstverständlich, daß die Zählerfortschalteinrichtungen auch an einer anderen Stelle im System eingebaut werden können. So können sie beispielsweise dem ersten Gruppenwähler selbst zugeordnet sein, sie können bei Netzen mit Haupt- und Unterämtern den über Vor-
wählerorganen erreichbaren abgehenden Enden der Verbindungsleitungen zugeordnet sein, sie können aber auch hinter irgendeiner anderen Verbindungsstufe, beispielsweise hinter einem zweiten oder dritten Gruppenwähler vorgesehen werden.

Claims (11)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung zur Zählung ίο verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalteinrichtung (MS) bei Herstellung einer Verbindung zur Bestimmung der Wertigkeit dieser Verbindung Schaltmittel (Relaisgruppei?,bis R3) steuert und nach Vollendung der Verbindung unter dem Einfluß dieser Schaltmittel den Zähler (Z) der anrufenden Stelle in einer durch die Wertigkeit der Verbindung bestimmten Weise (z.B. durch Aussendung einer bestimmten Anzahl von Stromstößen) steuert.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
    Schalteinrichtung (MS) nach einer durch die Wertigkeit der Verbindung bestimmten Zeit (z. B. 3 Minuten) die Trennung der Sprechverbindung veranlaßt (z. B. durch Erregen von Γ).
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (MS) bei Bestimmung der Wertigkeit der Verbindung auf einen die Zahl der abzugebenden Zählstromstoße kennzeichnenden Speicher (R1 bis R3) einwirkt und die Übertragung dieser Zählstromstöße durch die Schalteinrichtung (MS) von einem bei Beginn des Zeitpunktes für die Zählung (Schlußzeichengabe seitens des anrufenden Teilnehmers) zur Wirkung kommenden Schaltglied (A1) eingeleitet wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Anlagen, bei denen für Ver-
    *5 bindungen verschiedener Wertigkeit verschiedene Gesprächszeiten festgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung der Schalteinrichtung (MS) zwecks Trennung der Verbindung nach Ablauf einer bestimmten Zeit nur bei Verbindungen bestimmter Wertigkeit (z. B. in die Verkehrszone II bis V) erfolgt.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch den entsprechend der Wertigkeit der Verbindung beeinflußten Speicher (R1 bis R3) die Einschaltung oder Nichteinschaltung der Schalteinrichtung () zwecks Trennung der Verbindung erfolgt (mittels der Kontakte 5Sr1, 5Or2).
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher aus einer Relaisgruppe besteht, welche auf einen Anlaßstromkreis (7711k, 76h, SSr1, 56r2, 54O1, 79C1) für die Schalteinrichtung (MS) derart einwirkt, daß dieser nur bei Verbindungen in bestimmten Verkehrszonen (II bis V) geschlossen werden kann.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais (R1 bis R3) der Relaisgruppe bei ihrer Beeinflussung einen Stromkreis (über II von S) vorbereiten, der nach Aussendung der der Wertigkeit der Verbindung entsprechenden Zahl von Zählstromstößen durch die Schalteinrichtung geschlossen wird (über Schaltarm 65) und das hierbei zur Wirkung kommende Relais (S) die Abgabe weiterer Zählstromstoße verhindert.
  8. 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (MS) nach Kennzeichnung der Verkehrszone in die Ruhelage gebracht wird und bei Beginn des Sprechverkehrs durch das dann zur Wirkung kommende Schaltmittel (B1) von neuem angereizt wird.
  9. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung während des ersten Teiles (Kontaktstellungen 1 bis 23) des bei Beginn eines Sprechverkehrs eingeleiteten Arbeitsganges die Zeitdauer der Verbindungen bestimmt und während des zweiten Teiles dieses Arbeitsganges (Kontaktstellung 25 bis 30) die Übertragung der Zählstromstöße veranlaßt.
  10. 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (MS) bei oder vor Beendigung der für die Verbindung vorgesehenen Gesprächszeit die Einschaltung eines an sich bekannten Signals für die sprechenden Teilnehmer veranlaßt.
  11. 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung bei Ablauf der Gesprächszeit und zwangsweiser Trennung der Verbindung stillgesetzt wird und zwecks Übertragung der Zählstromstöße bei Schlußzeichengabe seitens der rufenden Stelle durch ein von dieser abhängiges Hilfsmittel (A1) von neuem angereizt wird.
    Hierzu t Blatt Zeichnungen
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