DE554025C - Drahtglas mit sich nicht kreuzenden Einzeldraehten - Google Patents

Drahtglas mit sich nicht kreuzenden Einzeldraehten

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DE554025C
DE554025C DEB149324D DEB0149324D DE554025C DE 554025 C DE554025 C DE 554025C DE B149324 D DEB149324 D DE B149324D DE B0149324 D DEB0149324 D DE B0149324D DE 554025 C DE554025 C DE 554025C
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DE
Germany
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wire
glass
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cross
wired
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DEB149324D
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BAUINDUSTRIE AKT GES BIAG
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BAUINDUSTRIE AKT GES BIAG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B13/00Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
    • C03B13/12Rolling glass with enclosures, e.g. wire, bubbles, fibres, particles or asbestos

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

  • Drahtglas mit sich nicht kreuzenden Einzeldrähten Die Erfindung bezieht sich auf eine neue, besonders zweckmäßige Anordnung der Drahteinlage bei sogenanntem Drahtglas, durch welche gegenüber gewöhnlichem Drahtglas mit rechteckiger oder sechseckiger Drahtgeflechteinlage und mit Drahteinlage in Form von geraden parallelen Drähten bedeutende Vorteile erreicht werden. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß die eingelegten Drähte sich nicht kreuzen, wie bei den Drahteinlagen aus, Drahtgeflecht herkömmlicher Art. Es, sind gewissermaßen nur Drähte verwendet, die in einer Hauptrichtung, also vorzugsweise in der Längs- oder Querrichtung, eingelegt sind, die aber wiederum nicht, wie bereits bekannt, geradlinig und parallel verlaufen, sondern in Wellenlinien angeordnet sind. In besonderen Fällen kann auch vorteilhaft an Stelle mehrerer wellenförmig eingelegter Drähte ein einziger fortlaufender wellenförmiger Draht verwendet werden, der nahe den Glastafelrändern entsprechend umgebogen ist.
  • In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele dargestellt. Abb. i ist ein Grundriß eines Ausschnitts aus einer Drahtglastafel mit wellenförmig eingelegten Drähten. Abb. 2 ist ein schematischer Querschnitt nach Linie A-B der in Abb. i dargestellten Drahtglasart. Abb. 3 ist ein Grundriß einer Drahtglastafel mit nur einem wellenförmigen Draht. Abb. q. ist ein Querschnitt nach Linie C-D der Abb.3. Abb.5 ist ein Grundriß einer anderen Ausführungsart des einzelnen wellenförmig eingelegten Drahtes. Abb.6 ist ein Querschnitt der Abb. 5 nach Linie F-F.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. i liegen in dem Glasa eingebettet mehrere Einzeldrähte b, in wellenförmiger Weise angeordnet. Zweckmäßig haben die einzelnen Wellenlinien immer gleichen Abstand voneinander. Die Wellen greifen so tief ineinander ein, d aß eine Tangente G an die eine Wellenlinie e die benachbarte Wellenlinie f schneidet. Auf diese Weise wird erreicht, daß, falls eine solche Glastafel zerbricht, die beiden Bruchteile stets durch mehrere Drahtquerschnitte zusammengehalten werden, einerlei, in welcher Richtung die Bruchlinie des Glases verläuft. Hierin besteht der Vorteil des Drahtglases mit wellenförmiger Drahteinlage gegenüber dem Drahtglas mit parallelen geradlinigen Einzeldrähten. Beim letzteren besteht die Möglichkeit, daß bei einem Riß parallel zu den Drähten die beiden Bruchteile vollständig voneinander getrennt werden, was, je nach Lage der .eingebauten Tafel, beispielsweise an der Windschutzscheibe, an, Trenn- oder Seitenwänden eines Personenautos oder im Glasdache einer Fabrik, das Herausfallen der beiden Hälften zur Folge haben kann, wodurch eine erhebliche Gefahr entsteht.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 und q. liegt ein wellenförmiger Einzeldraht rl im Glas a eingebettet. Die einzelnen Querstrekken des Drahtes d sind bei dieser Ausführungsform einander parallel angeordnet und haben zweckmäßig gleichleibenden Abstand voneinander. Nahe dem Glastafelrand ist der Draht umgebogen, so daß die eine der Parallelstrecken in die andere übergeführt wird.
  • Wenn eine solche Glastafel zerbricht, so werden die beiden Bruchteile stets durch mindestens einen Drahtquerschnitt noch zusammengehalten, selbst dann, wenn die Bruchstelle parallel der quer liegenden Drahtstrekken liegt. Dann muß nämlich die Bruchlinie immer noch durch die Umkehrstelle des Drahtes gehen.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 und 6 sind auch bei diesem ungünstigsten Bruch mindestens drei Drahtquerschnitte vorhanden, welche die Bruchstelle zusammenhalten, wie aus dem Querschnitt (Abb.6) ersichtlich.
  • So wenig es nötig ist, daß der Draht an den Wendestellen nach einem Halbkreis gebogen ist, so wenig ist es nötig, daß die quer liegenden Drahtstrecken gemäß Abb. 3 gerade gestreckt oder gemäß Abb.5 nur einmal abgewinkelt sind. Es können auch irgendwelche andere Formen gewählt werden; wesentlich ist nur, daß bei dieser Ausführungsform nur ein entsprechend langer, gewellter Draht im Glas untergebracht wird. Zweckmäßig wird man natürlich die Entfernung der einzelnen Bahnen des Drahtes voneinander gleichmäßig halten.
  • Die Vorteile des, neuen Drahtglasers, gegenüber dem gewöhnlichen Drahtglas mit Drahtgeflechteinlage sind ohne weiteres klar. Die Lichtdurchlässigkeit ist größer, der Drahtaufwand ist bei der Verwendung von Einzeldrähten geringer.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses Drahtglases liegt darin, daß die Tragfähigkeit der Glasplatten mit Einzeldrähten größer ist als diejenige von Glasplatten mit Drahtgeflechteinlagen. Die Verhältnisse liegen bei Glas gerade umgekehrt wie bei Eisenbeton. Die Tragfähigkeit des Glases wird nämlich durch die Einlagen des Drahtgewebes geschwächt; Glas ohne Drahteinlage hat größere Festigkeit als solches mit Drahteinlage, weshalb erstrebenswert ist, den Drahtquerschnitt auf einem Mindestmaß zu halten. Außer der größeren Querschnittschwächung, die das Drahtglas mit gefleckt- oder gewebeförmiger Einlage durch die Einlage selbst erfährt, ist zu beachten, daß dieses Drahtglas leichter zum Brechen neigt als z. B. Rohglas, d. h. Glas ohne Drahteinlage, weil an den Knoten- und Kreuzung stellen der eingebetteten Drahtgewebe sich immer Luftbläschen bilden werden, die eine Verminderung .des Glasquerschnittes zur Folge haben und die meist die Ausgangspunkte für Risse bilden. Zu diesem verminderten Glasquerschnitt, der sich rein mechanisch auswirken wird, kommt noch die physikalische Erscheinung hinzu, daß Glas und Eisen verschiedene Ausdehnungskoeffizienten besitzen, weshalb beim Einschmelzen der Drahteinlage im Glase selbst innere Spannungen hervorgerufen werden. Diese Spannungen sind um so größer., je größer die eingebetteten Eisenquerschnitte sind, und sind natürlicherweise besonders gefährlich an den Knoten- und Kreuzungsstellen der eingebetteten Drahtgewebe. Nach den Beobachtungen des Erfinders, die über eine Dauer von mehreren Jahren hindurch angestellt worden sind, zeigen sich die Glasrisse häufiger an diesen Knotenpunkten und springen von dort aus weiter.
  • Durch Vermeidung dieser Knotenpunkte wird somit eine der hauptsächlichsten Ursachen der Entstehung von Sprüngen in Drahtglas beseitigt und dadurch der Bruchschaden bedeutend vermindert, ohne daß die Aufgabe, welche die Drahteinlage im Glas zu erfüllen hat, weniger erfüllt wird.
  • Hierin aber liegt die fortschrittliche Wirkung des. erfindungsgemäßen Drahtglases gegenüber dem bisher üblichen Drahtglas mit geradlinigen parallelen Drahteinlagen. Dieses Drahtglas mit geraden und parallelen Drahteinlagen vermeidet wohl die Mängel des Drahtglases mit eingebiettetem Drahtgewebe, aber diese Verbesserung der Tragfähigkeit und der Lichtdurchlässigkeit sowie die Verbilligung durch den geringeren Aufwand an eingebettetem Draht muß auf Kosten der Bruchsä:cherheit erkauft werden. Bei dem Drahtglas mit geradlinigen parallelen Drahteinlagen bedeutet der Draht nur mehr eine beschränkte Sicherung gegen Bruch bei Rissen, die senkrecht zur Drahtrichtung verlaufen oder die Drahtrichtung in einem Winkel schneiden. Bei Rissen -aber, die parallel zu den Drähten oder in sehr spitzen Winkeln zu diesen verlaufen, besteht immer noch die Möglichkeit eines Durchbrechens der Glastafeln, da die Rißlinie hierbei keinen Drahtquerschnitt kreuzt.
  • Das erfindungsgemäße Drahtglas mit wellenförmiger Drahteinlage verbindet also die erhöhte Sicherheit des Drahtglases mit Gewebe- oder Geflechteinlage mit den Vorteilen, die das Drahtglas mit Einzeldrähten besitzt. Man erzielt dadurch eine fortschrittliche Wirkung, die durch Erreichung von erhöhtem Sicherheitsgrad bei größerer Tragfähigkeit auf den verschiedensten Gebieten, wie beispielsweise bei Automobilschutzscheiben, Wohnungs- und Fabriksverglasungen aller Art, kittlosen Glasdächern, von größter Bedeutung ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Drahtglas mit sich nicht kreuzenden Einzeldrähten, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Einzeldrähten oder einem einzigen fortlaufenden Draht bestehende Einlage in der Ebene der Glasplatte in Wellenlinien verlaufend so eingebettet ist, daß bei einem Zubruchgehen der Glasplatte, gleichgültig, in welcher Richtung der in der Regel sich geradlinig fortpflanzende Sprung verläuft, die Bruchstücke mindestens durch einen Draht zusammengehalten werden.
DEB149324D 1931-04-05 1931-04-05 Drahtglas mit sich nicht kreuzenden Einzeldraehten Expired DE554025C (de)

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DE (1) DE554025C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE845097C (de) * 1949-06-18 1952-07-28 Verreries De La Gare & A Belot Drahtglas

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE845097C (de) * 1949-06-18 1952-07-28 Verreries De La Gare & A Belot Drahtglas

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