DE55477A - Gelenkartig in einander greifende Formsteine - Google Patents

Gelenkartig in einander greifende Formsteine

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Publication number
DE55477A
DE55477A DE1889H9218 DEH9218 DE55477A DE 55477 A DE55477 A DE 55477A DE 1889H9218 DE1889H9218 DE 1889H9218 DE H9218 DEH9218 DE H9218 DE 55477 A DE55477 A DE 55477A
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DE
Germany
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stones
iron
bricks
shaped stones
stone
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Application number
DE1889H9218
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English (en)
Original Assignee
E. HOFMANN in Prag-Karolinenthal, Jungmannplatz 5
Filing date
Publication of DE55477A publication Critical patent/DE55477A/de
Application filed by E. HOFMANN in Prag-Karolinenthal, Jungmannplatz 5 filed Critical E. HOFMANN in Prag-Karolinenthal, Jungmannplatz 5
Pending legal-status Critical Current

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 37: ^o
Auf der Zeichnung ist eine Anzahl verschiedenartiger Formsteine dargestellt, welche eine besondere Herstellung von Bautheilen, insbesondere Gewölben bezwecken. Bei allen dargestellten Formen ist die eine Stofsfugenfläche concav, die andere convex gestaltet, und zwar beide mit demselben Halbmesser, Somit pafst die convexe Seite des einen Steines genau in die concave des angrenzenden, so dafs ein scharnierartiges Ineinandergreifen zweier solcher Steine und ein Verstellen derselben unter verschiedenen Winkeln zu einander ermöglicht ist, ohne dafs eine offene Stofsfuge gebildet würde. Solche scharnierartig in einander greifenden Formsteine ergeben für runde Bautheile, Gewölbe u. dergl. eine bequeme und leichte Verwendung und ermöglichen eine dauerhafte, ' Ausführung. " .
Um die Festigkeit und Tragfähigkeit der aus den Formsteinen herzustellenden Baulheilev noch zu erhöhen, werden zwischen die Steine Eisenstäbe bezw. ganze ■ Metallgerippe eingebettet, worauf dann .die Zugspannungen insbesondere durch das Eisen, die Druckspannungen durch die Steine " aufgenommen werden. Je nach den Querschnittsformen der verwendeten Stäbe erhalten diejenigen Seiten der Formsteine, welche mit der Einlage in Berührung kommen, entsprechende Laschen, Schlitze, Falze oder Löcher, während die anderen Seiten concav bezw. convex ausgebildet sind. Letztere mögen mit »Längsseiten«, jene mit »Breitseiten«-bezeichnet werden.
Fig. ι zeigt ein Gewölbe aus Scharnierziegeln verschiedener Stärke, bei denen der Krümmungshalbmesser der Längsseiten A und B gleich der halben Steinstärke ist, weil hierdurch die weiteste Schiefstellung zweier Steine zu einander ermöglicht wird; für flache Gewölbe Oder gekrümmtes Mauerwerk kann dieser Halbmesser so grofs gemacht werden, wie es **die verlangte Schiefstellung der Steine zu einander zuläfst.
Fig. 2 bis 5 zeigen Längsschnitte durch solche ohne Eiseneinlagen zu einem Gewölbe an einander gereihte Steine, deren Breitseiten verschiedenartig begrenzt sind. Fig. 2 stellt Formsteine dar, welche auf einer Längsseite A und einer Breitseite C concav und auf einer Längsseite B und einer Breitseite D convex gestaltet sind (s. auch Fig. 8 b). Diese Ziegel eignen sich insbesondere zur Herstellung von kugelförmigem Mauerwerk (Kuppelgewölbe), da sich jeder Ziegel in zwei Richtungen zu seinem Nachbarstein beliebig schief stellen läfst, ohne dabei eine geöffnete Fuge zu zeigen. Fig. 3 zeigt Scharnierziegel mit geradlinig begrenzten Breitseiten C und D. ■'
Fig. 4 und 4 b zeigen Scharnierziegel, welche an ihren Breitseiten C und D Laschen α besitzen, welche sich beim wechselweisen Aneinanderreihen der Steine über einander legen. Fig. 5 und 5 b zeigen ähnliche Formsteine, bei denen die Lasche ay an der einen Kante einer Breitseite, a2 an der anderen Kante der zweiten Breitseite angesetzt ist, wodurch beim Aneinanderreihen der Steine ein Umdrehen derselben unnöthig wird und jeder Scharnierstein im Verbände des Gewölbes völlige Sicherung sowohl gegen auf- als abwärts gerichtete einzelne Kräfte P und P, erhält, weil immer eine Breitseitenlasche der Kräftewirkung entgegen ander
Su> &/* V» ^=SlJWi*
zugehörigen Lasche des Nachbarsteines sich stutzt. . '. ■
Fig. 6 zeigt . einen Scharnierziegel, dessen Laschen b{ und b2 zweitheilig und kreuzweise versetzt sind und beim Aneinanderreihen der Steine derart in einander greifen, dafs .jeder Stein nach allen Richtungen festgehalten und einer beliebigen Kräfterichtung durch irgend eine der Laschen entgegengewirkt wird. :
Fig. 7 zeigt ein Gewölbe aus Scharnier-' ziegeln verschiedener Art mit Eiseneinlagen n>, und zwar sind die mit α bezeichneten Steine solche, deren Breitseiten nach Fig. 4c oder 5c ; gestaltet sind, wobei die Laschen gegen die in Fig. 4 und 5 ohne .Eiseneinlagen um so viel dünner gehalten sind, als die Dicke des Eisenstabes w betragt, welcher sich zwischen die Ueberplattung legt. Die in Fig. 7 mit b bezeichneten Steine geben Vorderansichten der Verpkittungslaschen von Fig. 6, und die mit d bezeichneten sind nach Fig. 15 geformt und besitzen auf einer Breitseile einen Ansatz e, welcher beiderseits hohl ausgespart ist, und eine Nuth c-, während auf der zweiten Breitseite ein Ansatz e, mit einer Nuth c angebracht'ist, der entsprechend dem anderseitigen ' concav begrenzten Ansatz runde, convexe Seitenflächen besitzt. Beim Aneinander- und Hintereinanderreihen solcher Steine greift, wie Fig. 15 zeigt, je ein Ansatz ex zwischen die Ansalze e der Nachbarsteine, während die zusammentreffenden Nuthen c die Einlagerung des Eisenstabes ermöglichen.
Die nach Fig. 8 bis 14 gestalteten Ziegelsind solche, bei denen ein beliebiger Facorieisenstab in eine Nuth c der Breitseite eingebettet ist, gleichviel; ob diese Breitseite rund , oder hohl, gerade oder schief begrenzt ist.
Fig. 16 zeigt ein Gewölbe aus Scharnierziegeln nach einer der Formen Fig. 8 bis 13, 15 und 19 mit einem runden Schlufsstein im . Scheitel. ·.. ':■...'■'.
Fig. 17 zeigt ein Gewölbe aus Steinen, von denen der eine beide Längsseiten concav, der andere convex hat.
Die Formsteine nach Fig. 19 besitzen aiif einer Breitseite Z) einen hakenförmigen Ansatz /, welcher über einer Lasche g steht.
Auf der zweiten . Breitseite C dejs Ziegels fehlt die Lasche g. . Sobald nun zwbi solcher Ziegel· im Verbände sind, greift der Haken/ des einen Steines hinter den. des anderen, während die Platte g den Schlitz für die Auf-.
nähme des Eisenstabes begrenzt. Der Haken/ ·' kann auch schwalbenschwanzförmig gestaltet sein. .
Die Fig. 20 und 21 zeigen die Einlagen von ( + -•und I-Eisen; es gestalten sich hierbei die ' Breitseiten C und D der Steine nach der Form des Eisens. Fig. 22 zeigt die Einlage eines Rundeisenstabes, wobei zugleich ein hakenförmiges Uebergreifen der einen Lasche a2 über eine Erhöhung der Lasche a3 des Nachbar-' steines und den Eisenstab w angewendet ist. Das eingetragene Bindemittel überträgt dann -'.rf die Zugspannungen vom Stein auf den eingelegten Eisenstab, und umgekehrt. ,
Wenn das Gewölbe nicht nur die' Zugspannung aufnehmende einzelne Eisenstäbe, sondern zum Zwecke der vollständigen Sicherheit gegen Stöfse ein Gitter von solchen aufnehmen soll, so werden die Formsleine auch ; in ihrer Längsachse mit Löchern χ versehen, wie Fig. 11, 17 und 18 zeigen. Bei der allmiiligen Anreihung der Formsteine vor einander werden kurze, schwache Eisenstäbe^ ■>. durch diese Löcher χ geschoben, so dafs jeder Stab durch einen Ziegel geht und in einen oder, beide Nachbarsteine theilweise eingreift.
Die Einlage der Eisenstäbe in der Richtung -; der Gewölbeslützlinie ermöglicht die Verwendung sehr schwacher. Ziegel, weil bei ungleichmäfsiger Belastung einer Kappenhälfte das Eisen die Zugspannungen der Kappe aufnimmt. Aufserdem verhindert das eingebettete. Eisen jede Verdrehung der Scharnierziegel in ihren Gelenken und verbindet daher selbst bei Anwendung schlechter Bindemittel dieselben in der einmal gegebenen Lagerung vollständig steif mit einander. :'■■

Claims (1)

  1. -Patent-Anspruch: ■ ':■'<..".
    Gelenkartig in einander greifende* auf einer Seite (A) concav, auf der anderen (B) convex gestaltete Formsteine und Ziegel mit Laschen a oder a, a2 b b1 £>2 e/.zur Verbindung unter einander behufs Aufnahme der Zugspannungen in 'der Längsachse der Ziegel,; Und mit Nuthen und Falzen c und Löchern X zur Einlagerung von Eisenstaben w und y in der Richtung der ■ Stützlinie bei Gewölben ui Si f. und in rechtwinkliger Lage :zu ersterer,! zur Verstärkung * der Ziegel und zum Zwecke der Erhöhung der Fesligkeil der Bauthelle, wobei jedoch diese Formsteine auch ohne Eiseneinlagen vermauert werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1889H9218 1889-08-14 Gelenkartig in einander greifende Formsteine Pending DE55477A (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE55477A true DE55477A (de)

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1035597B (de) 1954-03-26 1958-08-07 Werner Eufinger Gelenkiger Betonkeilstein fuer den Grubenausbau, insbesondere Stollenausbau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1035597B (de) 1954-03-26 1958-08-07 Werner Eufinger Gelenkiger Betonkeilstein fuer den Grubenausbau, insbesondere Stollenausbau

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