DE56488C - Verticaler Coksofen - Google Patents

Verticaler Coksofen

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Publication number
DE56488C
DE56488C DENDAT56488D DE56488DA DE56488C DE 56488 C DE56488 C DE 56488C DE NDAT56488 D DENDAT56488 D DE NDAT56488D DE 56488D A DE56488D A DE 56488DA DE 56488 C DE56488 C DE 56488C
Authority
DE
Germany
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chambers
coke oven
openings
ducts
gases
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56488D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. KLEIST in Ober-Lagiewnik, O. S
Publication of DE56488C publication Critical patent/DE56488C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B3/00Coke ovens with vertical chambers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 33. Februar 1890 ab.
Der Gegenstand gegenwärtiger Erfindung ist ein verticaler Koksofen, bei welchem die Kohlen oben hineingeschüttet und die Koks unten herausfallen gelassen werden; hierbei werden die Destillationsproducte zur Heizung des Ofens benutzt und können noch Nebenproducte, wie Theer und Ammoniakwasser, gewonnen werden.
Es ist auf der Zeichnung: .
Fig. ι und 2 die Seiten- und Oberansicht des Koksofens,
Fig. 3 der Verticalschnitt durch die Gasführung und durch die Retorten eines doppelten Koksofens, ;
Fig. 4 der Horizontalschnitt nach W- W und X-X in Fig. 3,
Fig. 5 der Verticalschnitt nach F- Y in
Fig- 4, ' .
Fig. 6 der Verticalschnitt nach Z-Z in
Der verticale Koksofen steht auf Säulen mit einem Trägergerüst, welches mit gufseisernen Platten A überdeckt ist und in welchem unterhalb der Oefen Löcher mit Schiebern angebracht sind, um die Kammern entleeren zu können.
Die (je 1750 kg Kohlen fassenden) Kammern B sind von rechteckigem, unten sich erweiterndem Querschnitt in zwei Reihen parallel mit einem Zwischenraum C zu einander angeordnet. Die Räume G sind mit Züge bildenden Platten D und mit Bindesteinen E versehen (Fig. 3 und 4).
Die aus den Kammern B durch die Löcher F in die Sammelkanäle K und L und in die Räume C strömenden Gase erhalten durch die Oeffnungen G in der Stirnwand frische Luft zugeführt und verbrennen, während sie um die Platten D herumziehen, damit die Kammern B von beiden Seiten heisend, um schliefslich durch den Kanal H in den oder die Schornsteine "J abzuziehen.
Die Bindesteine E übertragen den von den Kohlen ausgeübten Druck auf das äufsere, den ganzen Ofen einschliefsende Mauerwerk. Um. einerseits den Verkokungsprocefs näher beobachten, andererseits die in den Kammerwänden befindlichen Gasaustrittsöffnungen F bei event. Verstopfung wieder reinigen zu können, sind über der obersten Deckschicht D Schauöffnungen M in dem Mauerwerk angebracht.
Kommt neben der Gewinnung von Koks auch die Gewinnung von Nebenproducten, wie Theer und Ammoniakwasser, in Anwendung, so werden die Gasausströmungsöffnungen F an den Kammern und die Sammelkanäle K an der Stirnwand des Ofens durch Schieber geschlossen. Alsdann werden die Gase durch die am oberen Ende der Kammern angebrachten Oeffnungen N abgesaugt, Fig. 5, condensirt und vermittelst der drei Oeffnungen O die übrig bleibenden Gase dem Ofen unter die erste Deckschicht D wieder zugeführt, welche wie vorher um die Platten D herumziehen, verbrennen und die Kammern heizen.
Die zur Verbrennung dieser Gase nöthige Luft wird nicht direct den Lufteinströmungsöffnungen G zugeführt, sondern tritt zunächst in den unter dem Kanal if angelegten Lufterwärmungskanal P und aus diesem durch die unten angebrachten Oeffnungen Q zu den
unter die erste Deckschicht D eingeführten Gasen.
Die Kohlen werden durch die Einschüttöffnungen 2? in die Kammern eingebracht und diese Oeffnungen mit gufscisernen Deckeln verschlossen und mit Lehm abgedichtet. '■
Nach beendetem Verkokungsprocefs werden Schieber, welche die unteren Oeffnungen der Kammern B verschliefsen,.zurückgezogen und die Kokskuchen fallen durch ihr Eigengewicht auf die unter dem Ofen befindliche doppelt schiefe Ebene V1, worauf die Oeffnungeh durch die Schieber wieder geschlossen und die Kammern von neuem wieder besetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung von besonderen Gassammeikanälen K oberhalb der mit den Kokskammern parallel laufenden Heizkanüle C und von die Kanäle K und C verbindenden Vorvcrbrennungskanä'len L an Stelle der bisher üblichen directen Abführung der Gase in den Heizraum oder deren Abführung aus jeder Kokskammer für sich durch je einen besonderen Kanal.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56488D Verticaler Coksofen Expired - Lifetime DE56488C (de)

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