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Es gibt verschiedene Offenbarungen,
die mehrere Arten von Techniken beschreiben, die für die Reinigung
von metallorganischen Verbindungen, wie Trimethylaluminium, eingesetzt
werden, einschließlich
der folgenden: Die Japanische Patentveröffentlichung Nr. 08/12,678
beschreibt die Verwendung eines Kühlrohrs zur Fällung der
gewünschten
metallorganischen Verbindung in gereinigter Form aus einer Schmelzzusammensetzung
einer metallorganischen Verbindung. Diese Technik behandelt eine
unverdünnte
Zusammensetzung der metallorganischen Verbindung, die gereinigt
werden soll.
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In Chemical Abstracts, Vol. 106,
84687 (1999), wird beschrieben, dass Apparaturen, die insbesondere für die gerichtete
Kristallisation vorgesehen sind, für die Reinigung einer metallorganischen
Verbindung geeignet sind.
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Das US-Patent Nr. 4,362,560 beschreibt
die Verwendung eines vakuumthermischen Zersetzungsverfahrens zur
Herstellung von hochreinem Gallium aus Gallium und Arsen enthaltendem
Abfall.
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Die Adduktbildung zwischen der metallorganischen
Verbindung und einem adduktbildenden Reagens mit anschließender späterer Dissoziation
mit thermischen Mitteln ist in den Internationalen PCT-Patentveröffentlichungen
Nr. WO 85/04405 und WO 93/10125, den Britischen Patenten Nr. 2,123,423
und 2,201,418 und in den US-Patenten Nr. 4,720,561 und 4,847,399
beschrieben.
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Das Britische Patent Nr. 1,051,830
beschreibt ein rohes Trennungsverfahren, das sich auf einen gemischten
Trialkylaluminiumstrom bezieht, wobei die Alkylgruppen ein höheres Molekulargewicht
haben als diejenigen, die in der vorliegenden Erfindung vorgesehen
sind. Ebenso ist das Produkt in diesem Britischen Patent ein Gemisch
von Verbindungen und keine reine Verbindung, wie es in der vorliegenden
Erfindung vorgesehen ist, die sich auf ein Reinigungsverfahren bezieht.
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Das US-Patent Nr. 3,627,808 bezieht
sich auf die Handhabung von Triphenylaluminium und nicht von Trialkylaluminium-Spezies.
Außerdem
zeigt die knappe Offenbarung in Spalte 3, Zeile 58-60 und 69-71,
der Umkristallisation ihrer unterschiedlichen Spezies aus Toluol
keine Anwesenheit eines Kühlschritts
oder legt einen solchen nahe.
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Kurzbeschreibung
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Umkristallisationstechnik für die Reinigung einer metallorganischen
Verbindung, wobei die metallorganische Verbindung unter Kühlungsbedingungen
aus einem Lösungsmittel,
das die metallorganische Verbindung enthält, umkristallisiert wird.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Die vorliegende Erfindung wird zwar
unter besonderer Bezugnahme auf die Reinigung von Trimethylaluminium
(TMAL) beschrieben, ist jedoch auch für andere metallorganische Verbindungen
geeignet, wie unter anderem die Trialkylverbindungen von Aluminium,
Gallium oder Indium, die ein bis vier Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen
enthalten.
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Eine übliche Methode, mit der zum
Beispiel TMAL hergestellt wird, beinhaltet die folgenden Reaktionen,
die diskontinuierlich durchgeführt
werden (wobei Me Methyl bedeutet und Et Ethyl bedeutet):
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Das TMAL-Produkt aus dem obigen Reaktionstyp
enthält
typischerweise zum Beispiel etwa 50 bis etwa 200 ppm Silicium als
Verunreinigung aufgrund der Anwesenheit einer solchen Verunreinigung
aus dem Triethylaluminium und den Methylaluminiumsesquichlorid-Reagentien,
die in diesem Verfahren eingesetzt werden. Die letztendliche Quelle
dieser Verunreinigung ist das Aluminiumpulver, das in den Verfahren
verwendet wird, die bei der Herstellung des Triethylaluminiums und
Methylaluminiumsesquichlorids eingesetzt werden.
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Es hat sich als möglich erwiesen, das TMAL-Produkt
aus einer solchen Verunreinigungskomponente zu reinigen, indem man
es zum Beispiel in einem geeigneten Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel,
wie Isopentan, Hexan oder Heptan, löst und die resultierende Lösung dann
auf eine Temperatur von etwa 0°C
oder darunter abkühlt,
um die Umkristallisation des TMAL aus der Lösung zu erzwingen. Das Umkristallisationsverfahren kann
vorteilhafterweise bei Drücken
im Bereich von Niedervakuum bis zu einem mäßigen Druck (zum Beispiel von
etwa 0 psia bis etwa 45 psia) durchgeführt werden. Es ist für die Verwendung
der vorliegenden Erfindung wesentlich, dass die Kristallisationstemperatur
der metallorganischen Verbindung (wie TMAL) höher sein muss als die Verfestigungstemperatur
des ausgewählten
Lösungsmittels.
Da die Siliciumverunreinigungen in dem TMAL zum Beispiel anscheinend
als nichtassoziierte und nichtkomplexierte Silane vorhanden sind,
bleiben diese Verunreinigungen zum Beispiel weitgehend in dem Lösungsmittel,
nachdem das TMAL daraus umkristallisiert ist. Die Lauge, die die
Verunreinigungen enthält,
wird dann entweder durch Dekantieren oder Filtration von den TMAL-Kristallen
abgetrennt, und die gewonnenen TMAL-Kristalle können mit frischem Lösungsmittel gewaschen
werden. Der endgültige
Schritt ist vorzugsweise das Schmelzen und Destillieren von TMAL,
um die letzten Spuren an Lösungsmittel
daraus zu entfernen.
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen
die vorliegende Erfindung näher.
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Beispiel 1
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In diesem Beispiel wird die Siliciumentfernung
aus TMAL durch Kristallisation aus einer Isopentanlösung (1
Cyclus) veranschaulicht. TMAL (393 g), das ungefähr 60 ppm Si enthielt, wurde
unter einer Stickstoffatmosphäre
in einen 1-Liter-Reaktor
mit Mantel gegeben. Dann wurde Isopentan (101 g) hinzugefügt, und
die Lösung
wurde gemischt. Der Mischer wurde abgeschaltet, und dann wurde der
Reaktor über
zwei Stunden hinweg auf eine Temperatur von –23,5°C gekühlt. Bei dieser Temperatur
wurde nur das TMAL gefroren. Die restliche Lösung (etwa 100 ml) wurde dann
aus dem Boden des Reaktors abgelassen. Der Reaktor wurde dann auf
Raumtemperatur erwärmt,
und aus dem TMAL in dem Reaktor wurde eine Probe entnommen. Bei einer
ICP-Analyse der Probe wurde bestimmt, dass der Siliciumgehalt auf
17,1 ppm reduziert worden war.
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Beispiel 2
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In diesem Beispiel wird die Siliciumentfernung
aus TMAL durch Kristallisation aus einer Isopentanlösung (2
Cyclen) gezeigt. TMAL (414 g), das ungefähr 60 ppm Si enthielt, wurde
unter einer Stickstoffatmosphäre
in einen 1-Liter-Reaktor mit Mantel gegeben. Dann wurde Isopentan
(190 g) hinzugefügt,
und die Lösung wurde
gemischt. Der Mischer wurde abgeschaltet, und dann wurde der Reaktor über zwei
Stunden hinweg auf eine Temperatur von –26°C gekühlt. Die restliche Lösung (etwa
90 ml) wurde dann aus dem Boden des Reaktors abgelassen. Der Reaktor
wurde mehrere Stunden lang bei tiefer Temperatur ruhen gelassen,
und die restliche Flüssigkeit
(etwa 200 ml) wurde wiederum ablaufen gelassen. Dann wurde der Reaktor
auf Raumtemperatur erwärmt,
und aus dem TMAL in dem Reaktor wurde eine Probe entnommen. Weiteres
Isopentan (220 g) wurde in den Reaktor gegeben, und die Lösung wurde
mehrere Minuten lang gemischt. Dann wurde der Reaktor über zwei
Stunden hinweg auf eine Temperatur von –28°C gekühlt. Die restliche Lösung (etwa
200 ml) wurde dann aus dem Boden des Reaktors abgelassen. Der Reaktor
wurde mehrere Stunden lang bei tiefer Temperatur ruhen gelassen,
und die restliche Flüssigkeit
(etwa 175 ml) wurde wiederum ablaufen gelassen. Dann wurde der Reaktor
auf Raumtemperatur erwärmt,
und aus dem TMAL in dem Reaktor wurde eine Probe entnommen. Bei
einer ICP-Analyse der Proben wurde bestimmt, dass der Siliciumgehalt
nach dem ersten Kristallisationscyclus auf 10,4 ppm und nach dem
zweiten Kristallisationscyclus weiter auf 3,4 ppm reduziert worden
war.
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Vergleichsbeispiel 3
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In diesem Beispiel wird TMAL (97,85
g), das ungefähr
60 ppm Si enthält,
unter einer Stickstoffatmosphäre
in ein dickwandiges 175-ml-Reagenzglas mit Stopfen übergeführt. Das
Reagenzglas wurde zu 80% in ein Trockeneis/Aceton-Bad abgesenkt.
Als 80-90% des TMAL gefroren zu sein schienen, wurde die restliche Flüssigkeit
(13,88 g) mit einer Kanüle
entfernt. Man ließ das
TMAL schmelzen und entnahm eine Probe daraus. Das Reagenzglas wurde
wiederum zu 80% in ein Trockeneis/Aceton-Bad abgesenkt. Als 80-90%
des TMAL gefroren zu sein schienen, wurde die restliche Flüssigkeit
(8,09 g) mit einer Kanüle
entfernt. Man ließ das
restliche TMAL schmelzen und entnahm eine Probe daraus. Bei einer
ICP-Analyse der Proben wurde bestimmt, dass der Siliciumgehalt nach
dem ersten Kristallisationscyclus nur auf 57,1 ppm und nach dem
zweiten Kristallisationscyclus weiter auf 42,6 ppm reduziert worden
war.
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Vergleichsbeispiel 4
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Dieses Beispiel veranschaulicht die
Entfernung von Silicium aus TMAL durch Destillation.
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TMAL (1868,2 g), das 60 ppm Si enthielt,
wurde in ein 1-gallon-Glasreaktionsgefäß gegeben, das Bestandteil
einer Destillationsapparatur war, die außerdem eine 51-inch-Füllkörper-Destillationskolonne
und einen Kühler
umfasste. Unter einer Stickstoffatmosphäre wurde das TMAL bei ungefähr 800 Torr
destilliert. Unter Verwendung eines Rückfluss-zu-Produkt-Verhältnisses
von 20:1 wurde ein 20%-Vorlauf entnommen, wobei die Überkopftemperatur
zwischen 102°C
und 126°C
lag. Dann wurde das Rückfluss-zu-Produkt-Verhältnis für den Rest
der Destillation auf 1:1 eingestellt, und bei 126°C–127°C wurden
ungefähr
1300 g Produkt (70%) erzeugt. Bei einer ICP-Analyse des Produkts
wurde bestimmt, dass der Siliciumgehalt auf 6,3 ppm reduziert worden
war.
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Beispiel 5
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Dieses Beispiel veranschaulicht ebenfalls
die Entfernung von Silicium aus TMAL durch Kristallisation.
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Unter Verwendung eines 1-gallon-Reaktionsgefäßes unter
einer Stickstoffatmosphäre
und bei Raumtemperatur (25°C)
wurde Hexan (992,0 g) zu einer Lösung
von TMAL (1308 g) gegeben, die 60 ppm Si enthielt. Nach fünf Minuten
Mischen der Lösung
wurde die Reaktionsaufschlämmung über einen
Zeitraum von ungefähr
zwei Stunden auf –46,6°C gekühlt, wobei
man ein Trockeneis-Aceton-Bad
verwendete. Bei dieser Temperatur enthielt das Reaktionsgefäß eine gefrorene
Masse von TMAL, die mit einer flüssigen
Hexanschicht bedeckt war. Dieser flüssige Teil (632,9 g) wurde
aus dem Gefäß entfernt
und verworfen. Dann wurde der Reaktor auf Raumtemperatur erwärmt, und
zu diesem Zeitpunkt wurde wiederum Hexan (911,0 g) hinzugefügt. Dann wurde
die Lösung
wie zuvor auf –45,2 °C gekühlt. Der
flüssige
Teil (1443,0 g) wurde wiederum von dem gefrorenen TMAL entfernt,
und das Reaktionsgefäß wurde
auf Raumtemperatur erwärmt,
und zu diesem Zeitpunkt wurde eine Probe des TMAL entnommen. Der
Kristallisationsvorgang wurde ein drittes Mal wiederholt. Hexan (604,0
g) wurde hinzugefügt,
und die Lösung
wurde auf –53,3°C gekühlt. Der
flüssige
Teil (586,7 g) wurde von dem gefrorenen TMAL entfernt. Die Aufschlämmung in
dem Reaktionsgefäß wurde
auf Raumtemperatur erwärmt,
und eine Probe wurde entnommen. Eine ICP-Analyse der Proben wies
darauf hin, dass der Siliciumgehalt nach dem zweiten bzw. dritten
Kristallisationscyclus auf 13,45 ppm bzw. 1,56 ppm gesenkt worden
war. Nach der Destillation des Kristallisationsprodukts wurde der
Siliciumgehalt auf 0,80 ppm gesenkt.
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Beispiel 6
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Dieses Beispiel veranschaulicht ebenfalls
die Entfernung von Silicium aus TMAL, wobei ein einfacher 1-gallon-Kristallisator
verwendet wurde, wie er in der Zeichnung gezeigt ist, welche einen
Bestandteil der vorliegenden Beschreibung bildet.
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Der 1-gallon-Kristallisator, der
in der Zeichnung gezeigt ist, umfasst: 1) einen offenen Trockeneis/Aceton-Mantel; 2)
ein inneres gerades Mittelrohr für
Heizöl;
3) eine Entlüftung;
4) einen Flüssigchargenanschluss; und 5)
ein Sumpfventil für
die Produktentnahme. Gemäß dem vorliegenden
Beispiel wurden TMAL (2200 g, 3000 ml), das 7 ppm Sienthielt, und
Isopentan (400 ml) in den Kristallisator übergeführt. Das TMAL und das Isopentan
wurden gut durchmischt, indem man Stickstoff durch das Bodenventil
(5) einleitete. Während
das temperierte Heizöl
(40°C) durch
das innere Rohr zirkulierte, wurde der äußere offene Mantel dann mit
Trockeneis und Aceton (–79°C) aufgefüllt. Man
ließ das
TMAL aus der TMAL/Isopentan-Lösung
ausfrieren. Nach einer Stunde Kühlen
wurde das nicht gefrorene TMAL/Isopentan (400 cm3)
aus dem Kristallisator entfernt. Dann wurde das kristallisierte
TMAL mit frischem Isopentan (200 cm3) gewaschen,
und die Isopentan-Waschflüssigkeit
wurde nach dreißig
Minuten Kühlen
entfernt. Das Waschen wird zweimal wiederholt. Nach dem Waschen ließ man das
kristallisierte TMAL über
Nacht schmelzen. Dann wurde das gereinigte TMAL (2900 cm3) fraktioniert destilliert, um Isopentanrückstand
zu entfernen. Nach der Destillation enthielt das zurückgewonnene TMAL
(2470 cm3) 0,6 ppm Si.
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Die obigen Beispiele veranschaulichen
lediglich bestimmte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung und sollten aus diesem Grund nicht als
einschränkend
angesehen werden. Der begehrte Schutzumfang ist in den folgenden
Ansprüchen
dargelegt.