-
Die
gegenwärtige
Erfindung bezieht sich auf Spannungssicherungsvorrichtungen und
insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf Vorrichtungen für den Gebrauch
mit einem Wafer aus Varistor-Material, um einen Überspannungsschutz bereitzustellen.
-
An
Hausanschlussleitungen, die an Wohnhäuser und kommerzielle und institutionelle
Einrichtungen Strom übertragen,
wird häufig
eine übermäßige Spannung
angelegt. Eine derartige übermäßige Spannung
oder derartige Spannungsspitzen können beispielsweise das Ergebnis
von Blitzen sein. Die Spannungsstöße sind bei Telekommunikationsverteilungszentren,
Krankenhäusern
und anderen Einrichtungen von besonderer Bedeutung, wo eine Beschädigung der
Einrichtung, die durch Spannungsstöße verursacht wird und zu Ausfallzeiten
führt,
sehr teuer sein kann.
-
Typischerweise
werden ein Varistor oder mehrere Varistoren (das heißt, spannungsabhängige Widerstände) verwendet,
um eine Einrichtung gegen Spannungsstöße zu schützen. Im Allgemeinen ist der Varistor
direkt über
einen AC-Eingang und parallel mit der Schutzschaltung verbunden.
Der Varistor hat eine derartige charakteristische Klemmspannung, dass
er, weil er auf einen Spannungsanstieg über eine vorgeschriebene Spannung
hinaus anspricht, eine Zweigleitung mit geringem Widerstand für den Überspannungsstrom
bildet, welche die Spannung für
eine Beschädigung
an den empfindlichen Bauteilen verringert. Typischerweise kann in
der Schutzschaltung eine Leitungssicherung vorgesehen sein, und
diese Leitungssicherung kann durch den im Wesentlichen Kurzschluss,
der durch die Zweigleitung verursacht wird, durchbrennen oder geschwächt werden.
-
Varistoren
wurden gemäß verschiedener Ausführungen
für unterschiedliche
Anwendungen hergestellt. Für
Hochleistungsanwendungen (zum Beispiel einer Stoßstromeignung in dem Bereich
von ungefähr
60 bis 100 kA), wie zum Beispiel der Sicherung von Telekommunikationseinrichtungen,
werden gewöhnlich
Blockvaristoren verwendet. Ein Blockvaristor weist typischerweise
ein scheibenförmiges
Varistor-Element auf, das in einem Kunststoffgehäuse eingekapselt ist. Die Varistor-Scheibe
wird durch Pressgießen
eines Metalloxidmaterials, wie zum Beispiel Zinkoxid, oder eines
anderen geeigneten Materials, wie zum Beispiel Siliziumkarbid, ausgeformt. Auf
die gegenüberliegenden
Oberflächen
der Scheibe wird Kupfer oder ein anderes elektrisch leitfähiges Material
flammgespritzt. An den beschichteten gegenüberliegenden Oberflächen werden
ringförmige Elektroden
befestigt, und die Scheiben- und Elektrodenanordnung wird in dem
Kunststoffgehäuse
untergebracht. Beispiele für
derartige Blockvaristoren sind in dem Produkt Nr. SIOV-B860K250,
das von der Siemens Matsushita Components GmbH & Co. KG erhältlich ist, und in dem Produkt
Nr. V271BA60, das von der Harris Corporation erhältlich ist, enthalten.
-
Die
US 4015228 sieht eine Stoßabsorptionsvorrichtung
vor, die einen Metalloxid-Varistor, der durch obere und untere elektrische
Anschlüsse
in einem hohlen Isolator eingeschlossen ist, und eine Leitstange,
die sich nach unten erstreckt und mit dem unteren Anschluss elektrisch
und mit dem Varistor thermisch verbunden ist, aufweist.
-
Eine
andere Varistor-Ausgestaltung weist eine Hochenergie-Varistor-Scheibe
auf, die in einem Scheibendiodengehäuse untergebracht ist. Das
Diodengehäuse
hat gegenüberliegende
Elektrodenplatten, und zwischen diesen ist die Varistor-Scheibe
angeordnet. Eine oder beide der E lektroden weist beziehungsweise
weisen ein Federbauteil auf, das zwischen der Elektrodenplatte und
der Varistor-Scheibe angeordnet
ist, um die Varistor-Scheibe ortsfest zu halten. Das Federbauteil
oder die Federbauteile schafft beziehungsweise schaffen nur einen
relativ kleinen Kontaktbereich mit der Varistor-Scheibe.
-
Die
oben beschriebenen Varistor-Aufbauten sind oft im Betrieb unzulänglich.
Oftmals überhitzen die
Varistoren und fangen Feuer. Das Überhitzen kann bewirken, dass
sich die Elektroden von der Varistor-Scheibe lösen, wodurch ein Elektrodenüberschlag
und ferner Feuergefahr verursacht werden. Es kann die Tendenz dazu
bestehen, dass bei der Varistor-Scheibe eine Luftbläschenbildung
auftritt, was wiederum bewirkt, dass der Varistor außerhalb seines
spezifischen Bereichs funktioniert. Bei Hochstromimpulsen können Varistor-Scheiben
aus dem Stand der Technik auf Grund des Piezoeffekts reißen, wodurch
die Leistung verschlechtert wird. Ein Ausfallen von derartigen Varistoren
hat zu neuen Regierungsvorschriften für Minimumsleistungsangaben geführt. Hersteller
von Varistoren stellten fest, dass diese neuen Vorschriften schwer
einzuhalten sind.
-
Es
ist Aufgabe der Ausführungsformen
der gegenwärtigen
Erfindung, die oben erwähnten
Probleme wenigstens teilweise zu verringern.
-
Gemäß einem
ersten Gesichtspunkt der gegenwärtigen
Erfindung ist eine Vorrichtung für
den Gebrauch mit einem Varistor-Wafer vorgesehen, der erste und
zweite gegenüberliegende,
im Wesentlichen ebene Waferoberflächen aufweist, um einen Überspannungsschutz
bereitzustellen, wobei die Vorrichtung das Folgende umfasst:
- a) ein Gehäuse,
das einen Hohlraum darin bildet und eine Öffnung hat, die mit dem Hohlraum
in Verbindung steht, wobei das Gehäuse das Folgende umfasst:
eine
Seitenwand; und
eine Bodenwand mit einer ersten im Wesentlichen ebenen
elektrischen Kontaktfläche
und einer daran angrenzenden vertieften Oberfläche, wobei die erste elektrische
Kontaktfläche
eine relativ zu der vertieften Oberfläche erhöhte Plattform bildet; und
- b) ein Elektrodenbauteil mit einer zweiten im Wesentlichen ebenen
elektrischen Kontaktfläche,
die der ersten Kontaktfläche
zugewandt und in dem Hohlraum angeordnet ist, wobei sich ein Teil
der Elektrode aus dem Hohlraum und durch die Öffnung erstreckt;
- c) worin das Gehäuse
und das Elektrodenbauteil relativ zueinander angeordnet und konfiguriert werden
können,
um einen Wafer in dem Hohlraum aufzunehmen, so dass der Wafer zwischen
der ersten und der zweiten elektrischen Kontaktfläche positioniert
wäre, wobei
die erste und die zweite elektrische Kontaktfläche mit der ersten beziehungsweise
der zweiten Waferoberfläche
in Eingriff stehen, und dass der Wafer nicht mit der vertieften
Oberfläche
in Eingriff stehen würde.
-
Vorzugsweise
umgibt die vertiefte Oberfläche
im Wesentlichen vollständig
die zweite elektrische Kontaktfläche.
-
Üblicherweise
weist die Vorrichtung ferner den Varistor-Wafer auf, der in dem
Gehäuse
zwischen der ersten und der zweiten elektrischen Kontaktfläche angeordnet
ist.
-
Vorteilhafterweise
beinhaltet das Elektrodenbauteil einen Schaft, der sich aus dem
Hohlraum und durch die Öffnung
erstreckt, wobei der Schaft eine darin gebildete Umfangsschaftnut
hat, und wobei die Vorrichtung weiter das Folgende beinhaltet:
- a) ein zwischen der zweiten elektrischen Kontaktfläche und
der Öffnung
angeordnetes Verschlussglied, wobei das Verschlussglied ein darin
gebildetes Loch hat; und
- b) einen in der Schaftnut angeordneten elastischen O-Ring;
- c) worin sich der Schaft durch die Öffnung erstreckt, der O-Ring
in dem Loch angeordnet ist und so positioniert ist, dass er für eine Dichtung zwischen
dem Schaft und dem Verschlussglied sorgt.
-
Der
O-Ring ist vorzugsweise zusammengedrückt.
-
Üblicherweise
ist der O-Ring aus einem Elastomermaterial geformt.
-
Vorteilhafterweise
beinhaltet das Verschlussglied ein elektrisch isolierendes Glied.
-
Vorzugsweise
umfasst das Verschlussglied eine Endkappe.
-
Üblicherweise
weist die Vorrichtung ferner das Folgende auf:
- a)
ein zwischen der zweiten elektrischen Kontaktfläche und der Öffnung angeordnetes
Verschlussglied, wobei das Verschlussglied eine darin gebildete
Umfangsnut hat; und
- b) einen in der Umfangsnut angeordneten elastischen O-Ring;
- c) worin der O-Ring so positioniert ist, dass er für eine Dichtung
zwischen dem Verschlussglied und der Seitenwand des Gehäuses sorgt.
-
Vorteilhafterweise
umfasst das Verschlussglied ein elektrisch isolierendes Glied.
-
Vorzugsweise
umfasst die Vorrichtung ferner eine Endkappe, die in der an das
Isolierglied angrenzenden Öffnung
positioniert ist und mit dem O-Ring in Eingriff steht.
-
Üblicherweise
weist die Nut eine sich radial erstreckende Wand und eine sich axial
erstreckende Wand auf, und der O-Ring steht mit der sich radial
erstreckenden Wand, mit der sich axial erstreckenden Wand, mit der
Seitenwand und mit der Endkappe in Eingriff.
-
Vorteilhafterweise
weist die Vorrichtung ferner das Folgende auf:
- a)
eine in der Öffnung
positionierte Endkappe; und
- b) einen Clip, der so positioniert ist, dass er die Verschiebung
zwischen der Endkappe und dem Gehäuse begrenzt, worin der Clip
eine gestutzte Ringform hat und das Folgende aufweist:
ein
Paar einander gegenüberliegender
Endabschnitte;
eine in jeden der einander gegenüberliegenden Endabschnitte
gebildete Öffnung;
und
in jeder der Öffnungen
angeordnetes Füllmaterial.
-
Vorzugsweise
weist die Vorrichtung ferner das Folgende auf:
- a)
eine in der Öffnung
positionierte Endkappe; und
- b) einen Clip, der so positioniert ist, dass er die Verschiebung
zwischen der Endkappe und dem Gehäuse begrenzt, worin der Clip
eine gestutzte Ringform hat und das Folgende umfasst:
ein Paar
einander gegenüberliegender
Endabschnitte; und
ein Paar offener Aussparungen, wobei jede
der offenen Aussparungen in einem jeweiligen der einander gegenüberliegenden
Endabschnitte gebildet ist und dem anderen der einander gegenüberliegenden
Endabschnitte im Allgemeinen zugewandt ist.
-
Üblicherweise
weist die Vorrichtung ferner das Folgende auf:
- a)
eine in der Öffnung
positionierte Endkappe; und
- b) einen Clip, der so positioniert ist, dass er die Verschiebung
zwischen der Endkappe und dem Gehäuse begrenzt, wobei der Clip
eine gestutzte Ringform und ein Paar einander gegenüberliegender
Endab schnitte hat, worin die beiden gegenüberliegenden Endabschnitte
jeweils frei von Öffnungen
sind.
-
Vorteilhafterweise
weist die Vorrichtung ferner das Folgende auf:
- a)
eine erste und eine zweite Belleville-Scheibe, welche die wenigstens
eine der ersten und zweiten Kontaktflächen zu der anderen hin drücken, wobei
jede der Scheiben entlang einer ihrer Achsen verjüngt ist;
- b) wobei die ersten und zweiten Belleville-Scheiben axial miteinander
fluchten und entgegengesetzt ausgerichtet sind.
-
Gemäß einem
zweiten Gesichtspunkt der gegenwärtigen
Erfindung, welcher durch die Merkmale von Anspruch 22 definiert
ist, ist ein Verfahren zum Installieren eines gestutzten ringförmigen Clips in
einem Gehäuse
vorgesehen, wobei der Clip ein Paar einander gegenüberliegender
Endabschnitte mit jeweils einer darin gebildeten Öffnung hat,
wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
Zusammendrücken des
Clips unter Verwendung der Öffnungen;
Positionieren
des Clips relativ zu dem Gehäuse;
Freigeben
des Clips, damit der Clip mit dem Gehäuse in Eingriff stehen kann;
und
anschließendes
Abtrennen der Endabschnitte des Clips.
-
Vorzugsweise
weist der Abtrennschritt ein vollständiges Entfernen der Öffnungen
auf.
-
Üblicherweise
beinhaltet der Abtrennschritt das Abtrennen durch die Öffnungen,
so dass Teile der Öffnungen
zurückbleiben.
-
Für einen
Fachmann werden Aufgaben der gegenwärtigen Erfindung bewusst, wenn
er die Figuren und die folgende detaillierte Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
liest, wobei die Beschreibung für
die gegenwärtige
Erfindung nur zur Veranschaulichung dient.
-
Die
beigefügte
Zeichnung, die einen Teil der Beschreibung bildet, stellen Schlüsselausführungsformen
der gegenwärtigen
Erfindung dar. Die Zeichnung und die Beschreibung dienen gemeinsam
der vollständigen
Erklärung
der Erfindung. In der Zeichnung zeigen die 1 bis 11 Vorrichtungen,
die nicht erfindungsgemäß sind,
wobei
-
1 eine
perspektivische Explosionsdarstellung einer Varistor-Vorrichtung
ist;
-
2 eine
perspektivische Draufsicht der Varistor-Vorrichtung von 1 ist;
-
3 eine
Querschnittsansicht der Varistor-Vorrichtung
von 1 entlang der Linie 3-3 von 2 ist;
-
4 eine
perspektivische Ansicht eines Varistor-Wafers ist;
-
5 eine
perspektivische Explosionsdarstellung einer Varistor-Vorrichtung
ist;
-
6 eine
perspektivische Draufsicht der Varistor-Vorrichtung von 5 ist;
-
7 eine
perspektivische Unteransicht der Varistor-Vorrichtung von 5 ist;
-
8 eine
Ansicht der Varistor-Vorrichtung von 5 ist, in
welcher die Varistor-Vorrichtung in einem Wohnungsstromanschlusskasten
angeordnet ist;
-
9 eine
perspektivische Explosionsdarstellung einer Varistor-Vorrichtung
ist;
-
10 eine
perspektivische Draufsicht der Varistor-Vorrichtung von 9 ist;
-
11 eine
Querschnittsansicht der Varistor-Vorrichtung
von 9 entlang der Linie 11-11 von 10 ist;
-
12 eine
perspektivische Explosionsdarstellung einer Vorrichtung gemäß der gegenwärtigen Erfindung
ist;
-
13 eine
Mittenquerschnittsansicht der Vorrichtung von 11 ist,
worin die Varistor-Vorrichtung in einer entspannten, teilweise zusammengebauten
Position ist;
-
14 eine
Mittenquerschnittsansicht der Vorrichtung von 12 in
einer belasteten, vollständig
zusammengebauten Position ist;
-
15 eine
perspektivische Draufsicht eines Isolatorrings der Vorrichtung von 12 ist;
-
16 eine
Seitenansicht des Isolatorrings von 15 ist;
-
17 eine
Draufsicht des Isolatorrings von 15 ist;
-
18 eine
perspektivische Draufsicht einer Elektrode der Vorrichtung von 12 ist;
-
19 eine
Mittenquerschnittsansicht eines Gehäuses der Vorrichtung von 12 ist;
-
20 eine
unvollständige
Teilquerschnittsansicht der Vorrichtung von 12 ist,
die einen ersten Ring davon zeigt;
-
21 eine
unvollständige
Teilquerschnittsansicht der Vorrichtung von 12 ist,
die einen zweiten O-Ring davon zeigt;
-
22 eine
perspektivische Draufsicht einer Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der
gegenwärtigen
Erfindung ist;
-
23 eine
perspektivische Draufsicht einer Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der
gegenwärtigen
Erfindung ist; und
-
24 eine
perspektivische Draufsicht einer Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der
gegenwärtigen
Erfindung ist.
-
Unter
Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung, in welcher Ausführungsformen
der Erfindung dargestellt sind, wird nachfolgend die gegenwärtige Erfindung
ausführlicher
beschrieben. Diese Erfindung kann jedoch in vielen unterschiedlichen
Formen ausgestaltet sein und sollte nicht so aufgefasst werden,
dass sie auf die hier dargelegten Ausführungsformen eingeschränkt ist.
Die Grundgedanken der Erfindung sind durch die beigefügten Ansprüche definiert.
In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugszeichen durchwegs die
gleichen Bauteile. Die Ausdrücke "nach oben", "nach unten", "vertikal", "horizontal" und ähnliches
werden hier nur zum Zwecke der Erläuterung verwendet.
-
Unter
Bezugnahme auf die 1 bis 3 ist eine Überspannungsschutzvorrichtung
gezeigt und mit 100 bezeichnet. Die Vorrichtung 100 weist ein
im Allgemeinen zylindrisches Gehäuse 120 auf. Das
Gehäuse
ist vorzugsweise aus Aluminium ausgeformt. Es kann jedoch jedes
geeignete leitfähige Material
verwendet werden. Das Gehäuse
hat eine Mittenwand 122 (siehe 3), zylindrische
Wandungen 124, die sich von der Mittenwand in entgegengesetzte
Richtungen erstrecken, und eine Gehäuseelektrodenlasche 129,
die sich von den Wänden 124 nach
Außen
erstreckt. Das Gehäuse
ist vorzugsweise einheitlich und axial symmetrisch, wie dargestellt ist.
Die zylindrischen Wände 124 und
die Mittenwand 122 bilden an jeder Seite der Mittenwand
Hohlräume 121,
wobei jeder Hohlraum mit einer jeweiligen Öffnung 126 in Verbindung
steht.
-
In
jedem der Hohlräume 121 ist
eine kolbenförmige
Elektrode 130 angeordnet. Durch die jeweiligen Öffnungen 126 erstrecken
sich Schäfte 134 der Elektroden 130 nach
Außen.
Die Elektroden 130 sind vorzugsweise aus Aluminium ausgeformt.
Es kann jedoch jedes geeignete leitfähige Material verwendet werden.
Darüber
Hinaus und wie im Folgenden genauer erläutert, sind in jedem Hohlraum 121 ein
Varistor-Wafer 110, Federscheiben 140, ein Isolatorring 150 und
eine Endkappe 160 angeordnet.
-
Im
Gebrauch kann die Vorrichtung 100 beispielsweise über einen
AC- oder DC-Eingang direkt in einem Wohnungsstromanschlusskasten
verbunden sein. Wohnungsanschlussleitungen sind mit den Elektrodenschäften 134 und
der Ge häuseelektrodenlasche 129 direkt
oder indirekt derart verbunden, dass durch die Elektroden 130,
die Varistor-Wafer 110,
die Gehäusemittenwand 122 und
die Gehäuseelektrodenlasche 129 ein
Weg für
eine elektrische Strömung
geschaffen wird. Ohne Überspannungszustand
stellen die Varistor-Wafer 110 hohe Widerstände bereit,
so dass durch die Vorrichtung 100 kein Strom fließt, wie
es elektrisch als Freileitung auftritt. Beim Auftreten eines Überspannungszustandes
(in Bezug auf die ausgelegte Spannung der Vorrichtung) verringern
sich die Widerstände
der Varistor-Wafer rapide, wodurch der Strom durch die Vorrichtung 100 fließen kann
und wodurch ein Umleitungsweg für
den Stromfluss erzeugt wird, um andere Bauteile eines zugehörigen elektrischen
Systems zu schützen.
Die allgemeine Verwendung und Anwendung von Überspannungsschutzvorrichtungen,
wie zum Beispiel Varistoren, ist einem Fachmann wohl bekannt und wird
hier demgemäß nicht
weiter näher
erläutert.
-
Wie
aus den Figuren erkannt wird, ist die Vorrichtung 100 axial
symmetrisch, wobei die oberen und unteren Hälften der Vorrichtung 100 auf
die gleiche Art und Weise hergestellt sind. Demgemäß wird die
Vorrichtung 100 im Folgenden nur in Bezug auf den oberen
Bereich beschrieben, wobei es selbstverständlich ist, dass eine derartige
Beschreibung genauso für
den unteren Bereich gilt.
-
Es
wird nun auf den Aufbau der Vorrichtung 100 genauer eingegangen.
Die Elektrode 130 hat einen Kopf 132 und einen
integral ausgeformten Schaft 134. Wie am Besten aus 3 ersichtlich
ist, hat der Kopf 132 eine im Wesentlichen ebene Kontaktfläche 132A,
die einer im Wesentlichen ebenen Kontaktfläche 122A der Gehäusemittenwand 122 zugewandt ist.
Der Varistor-Wafer 110 ist zwischen den Kontaktflächen 122 und 132 angeordnet.
Wie im Folgenden erörtert
wird, sind der Kopf 132 und die Mittenwand 122 mechanisch
gegen den Varistor-Wafer 110 gespannt, um zwischen den
Flächen 112 und 132A und zwischen
den Flächen 114 und 122A einen
festen und gleichförmigen
Eingriff sicherzustellen. In dem Ende des Schafts 134 ist
eine Gewindebohrung 136 zur Aufnahme eines Bolzens ausgeformt,
um eine Schiene oder einen anderen elektrischen Verbinder an der
Elektrode 130 zu befestigen.
-
Unter
Bezugnahme auf 4 hat der Varistor-Wafer 110 eine
erste, im Wesentlichen ebene Kontaktfläche 112 und eine zweite,
gegenüberliegende,
im Wesentlichen ebene Kontaktfläche 114.
Der Ausdruck "Wafer", so wie er hier
verwendet wird, hat die Bedeutung eines Substrats, das eine Dicke
aufweist, die im Vergleich zu seinem Durchmesser, seiner Länge oder
seiner Breitenabmessung relativ gering ist. Der Varistor-Wafer 110 ist
vorzugsweise scheibenförmig.
Der Varistor-Wafer kann jedoch auch andere Formen haben. Die Dicke
T und der Durchmesser D des Varistors 110 hängen von
den Varistor-Eigenschaften ab, die für die spezielle Anwendung erwünscht sind.
Vorzugsweise und wie dargestellt, beinhaltet der Varistor-Wafer 110 einen
Wafer 111 aus einem Varistor-Material, das an jeder Seite
mit einer leitfähigen
Beschichtung 112A, 114A versehen ist, so dass
die freigelegten Flächen
der Beschichtungen 112A und 114A als Kontaktflächen 112 und 114 dienen.
Vorzugsweise sind die Beschichtungen 112A, 114A aus
Aluminium, Kupfer oder Lot ausgeformt.
-
Das
Varistor-Material kann jedes geeignete Material, das herkömmlicherweise
für Varistoren
verwendet wird, sein, genauer gesagt, ein Material, das mit angelegter
Spannung die Eigenschaft eines nichtlinearen Widerstands aufweist.
Vorzugsweise wird der Widerstand sehr niedrig, wenn eine vorgeschriebene
Spannung überschritten
wird. Das Varistor-Material kann beispielsweise ein dotiertes Metalloxid
oder Siliziumkarbid sein. Geeignete Metalloxide beinhalten Zinkoxidbestandteile.
-
Der
Wafer 111 aus Varistor-Material wird vorzugsweise dadurch
ausgeformt, dass erst eine Stange oder ein (nicht gezeigter) Block
aus dem Varistor-Material ausgeformt wird, und dass anschließend der
Wafer 111 von der Stange in dünnen Lagen abgeschnitten wird,
wobei ein Diamantschneider oder eine andere geeignete Vorrichtung
verwendet wird. Die Stange kann dadurch ausgeformt werden, dass eine
Stange aus dem Varistor-Material stranggepresst oder gegossen wird,
und dass anschließend die
Stange mit hoher Temperatur in einer sauerstoffangereicherten Umgebung
gesintert wird. Dieses Herstellungsverfahren gestattet es, dass
ein Wafer mit ebeneren Flächen
und weniger Verformungen oder Profilschwankungen hergestellt wird,
als typischerweise erzielt werden würde, wenn ein Gießverfahren
verwendet wird. Die Beschichtungen 112A, 114A sind
vorzugsweise aus Aluminium oder Kupfer ausgeformt und können an
die gegenüberliegenden Seiten
des Wafers 111 flammgespritzt werden.
-
Während die
in 1 gezeigte Vorrichtung 100 zwei Federscheiben 140 aufweist,
können
mehr oder weniger verwendet werden. Jede Federscheibe 140 weist
ein Loch 142 auf, welches den Schaft 134 der Elektrode 130 aufnimmt.
Jede Federscheibe 140 umgibt einen Bereich des Schafts 134,
der unmittelbar an den Kopf 132 angrenzt, und sie gelangt
mit der Rückfläche des
Kopfs 132 oder der vorhergehenden Federscheibe 140 in
Anlage. Jedes Loch 142 hat vorzugsweise einen Durchmesser,
der zwischen ungefähr
0,308 und 0,381 mm (0,012 und 0,015) Inch größer ist als der entsprechende
Durchmesser der Welle 134. Die Federscheiben 140 sind
vorzugsweise aus einem elastischen Material hergestellt, und die
Federscheiben 140 sind vor zugsweise Belleville-Scheiben,
die aus Federstahl ausgeformt sind.
-
Der
Isolatorring 150 liegt über
der äußersten Federscheibe 140 und
gelangt mit dieser in Anlage. Der Isolatorring 150 hat
ein ausgeformtes Loch 152, welches den Schaft 134 aufnimmt.
Vorzugsweise ist der Durchmesser des Lochs 152 zwischen
ungefähr 0,127
und 0,1778 mm (0,005 und 0,007 Inch) größer als der entsprechende Durchmesser
der Welle 134. Der Isolatorring 150 ist vorzugsweise
aus einem elektrisch isolierenden Material ausgeformt, das hohe Schmelz-
und Verbrennungstemperaturen hat. Es ist besonders bevorzugt, dass
der Isolatorring 150 aus Polykarbonat, Keramik oder einem
Hochtemperaturpolymer ausgeformt ist.
-
Die
Endkappe 160 liegt über
dem Isolatorring 150 und gelangt mit diesem in Anlage.
Die Endkappe 160 hat ein Loch 162, das den Schaft 134 aufnimmt. Vorzugsweise
ist der Durchmesser des Lochs 162 zwischen ungefähr 1,27
und 1,2827 cm (0,500 und 0,505 Inch) größer als der entsprechende Durchmesser
des Schafts 134, um einen ausreichenden Zwischenraum 165 zu
schaffen (siehe 2), damit bei Nichtüberspannungszuständen zwischen
der Endkappe 160 und dem Elektrodenschaft 134 ein
Elektrodenüberschlag
vermieden wird. Gewinde 168 an der Umfangswand der Endkappe 160 stehen
mit Gegengewinden 128, die in dem Gehäuse 120 ausgeformt
sind, in Eingriff. In der Endkappe sind Löcher 163 zur Aufnahme
eines (nicht gezeigten) Werkzeugs ausgeformt, um die Endkappe 160 in
Bezug auf das Gehäuse 120 zu
drehen. Anstelle der Löcher 163 oder
zusätzlich
zu diesen können
andere Einrichtungen zur Aufnahme eines Werkzeugs, beispielsweise
ein sechseckiger Schlitz, vorgesehen sein. Die Endkappe 160 hat
einen ringförmigen
Rand 167, der in dem Innendurchmesser des Gehäuses 120 aufgenommen
ist. Das Gehäuse 120 beinhaltet eine
Rand 127, um eine übermäßige Einführung der Endkappe 150 zu
verhindern. Die Endkappe ist vorzugsweise aus Aluminium ausgeformt.
-
Wie
oben angemerkt und in 3 am Besten ersichtlich ist,
sind der Elektrodenkopf 132 und die Mittenwand 122 gegen
den Varistor-Wafer 110 gespannt, um zwischen den Flächen 112 und 132A und
zwischen den Flächen 114 und 122A einen
festen und gleichförmigen
Eingriff sicherzustellen. Diesen Gesichtspunkt der Vorrichtung 100 kann
man zu schätzen
wissen, wenn ein Verfahren gemäß der gegenwärtigen Erfindung
zum Zusammenbauen der Vorrichtung 100 in Erwägung gezogen
wird. Der Varistor-Wafer 100 wird in dem Hohlraum 121 derart
angeordnet, dass die Wafer-Fläche 114 mit
der Kontaktfläche 122A in
Eingriff steht. Die Elektrode 130 wird in den Hohlraum 121 derart
eingeführt,
dass die Kontaktfläche 132A mit
der Varistor-Wafer-Fläche 112 in Eingriff
steht. Die Federscheiben 140 werden entlang dem Schaft 134 nach
unten verschoben und über dem
Kopf 132 angeordnet. Der Isolatorring 150 wird entlang
dem Schaft 134 nach unter verschoben und über der äußersten
Federscheibe 140 angeordnet. Die Endkappe 160 wird
entlang dem Schaft 134 nach unten verschoben und in die Öffnung 126 eingeschraubt,
indem die Gewinde 168 mit den Gewinden 128 in
Eingriff gebracht und gedreht werden.
-
Wenn
die Vorrichtung 100 einmal zusammengebaut worden ist, wie
es eben beschrieben wurde, wird die Endkappe 160 selektiv
gedreht, um den Isolatorring 150 nach unten zu drücken, so
dass er die Federscheiben 140 teilweise durchbiegt. Die
Belastung der Endkappe 160 auf den Isolatorring 150 und
von dem Isolatorring auf die Federscheiben 140 wird wiederum
auf den Kopf 132 übertragen.
Auf diese Art und Weise wird der Varistor-Wafer 110 zwischen
dem Kopf 132 und der Mittenwand 132 angeordnet
(eingeklemmt).
-
Die
Vorrichtung 100 ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass
die gewünschte
Belastung dann erzielt wird, wenn die Federscheiben 150 nur
teilweise durchgebogen werden, und vorzugsweise dann, wenn die Federscheiben
zu fünfzig
Prozent (50%) durchgebogen werden. Auf diese Art und Weise können Schwankungen
bei den Herstellungstoleranzen der anderen Bauteile der Vorrichtung 100 angepasst werden.
-
Der
Betrag des auf die Endkappe 160 aufgebrachten Drehmoments
wird von dem Sollbetrag der Belastung zwischen dem Varistor-Wafer 110 und dem
Kopf 132 und der Mittenwand 122 abhängen. Vorzugsweise
beträgt
der Betrag der Belastung des Kopfs und der Mittenwand gegen den
Varistor-Wafer wenigstens 119,7 kg (264 lbs). Stärker bevorzugt liegt die Belastung
zwischen ungefähr
239,5 und 479 kg (528 und 1056 lbs). Vorzugsweise haben die Beschichtungen 112A und 114A ein
rauhes Anfangsprofil, und die Druckkraft der Belastung verformt
die Beschichtungen, um kontinuierlichere Eingriffe zwischen den
Beschichtungen und den Kontaktflächen 122A und 132A zu
schaffen.
-
Als
Alternative oder zusätzlich
kann der Sollbelastungsbetrag dadurch erzielt werden, dass eine geeignete
Anzahl und/oder geeignete Abmessungen von Federscheiben 140 ausgewählt werden.
Jede der Federscheiben erfordert einen vorgeschriebenen Belastungsbetrag,
um bis zu einem vorgeschriebenen Betrag durchgebogen zu werden,
und die Gesamtbelastung ist die Summe aus den Federdurchbiegungsbelastungen.
-
Der
Bereich des in Eingriff Stehens zwischen der Kontaktfläche 132A und
der Varistor-Wafer-Fläche 112 beträgt vorzugsweise
wenigstens 3,7 Quadratzentimeter (1,46 Quadratinch). Ebenso beträgt der Bereich
des in Eingriff Stehens zwischen der Kontaktfläche 122A und der Varistor-Wafer-Fläche 114 vorzugsweise
wenigstens 3,7 Quadratzentimeter (1,46 Quadratinch). Vorzugsweise
hat der Elektrodenkopf 132 eine Dicke H von wenigstens
1,27 cm (0,50 Inch). Die Mittenwand 122 hat vorzugsweise eine
Dicke W von wenigsten 0,635 cm (0,25 Inch).
-
Die
zusammengefasste thermisch wirksame Masse des Gehäuses 120 und
der Elektrode 130 sollte im Wesentlichen größer sein
als die thermisch wirksame Masse des Varistor-Wafers 110.
Der Ausdruck "thermisch
wirksame Masse",
wie er hier verwendet wird, bedeutet das Produkt aus der spezifischen
Wärme des
Materials oder der Materialien des Gegenstandes (wie zum Beispiel
dem Varistor-Wafer 110) multipliziert mit der Masse oder
den Massen des Materials oder der Materialien des Gegenstands. Das
heißt,
die thermisch wirksame Masse ist die Energiemenge, die notwendig
ist, um ein Gramm des Materials oder der Materialien des Gegenstands
um ein Grad Celsius mal der Masse oder Massen des Materials oder
der Materialien in dem Gegenstand zu erhöhen. vorzugsweise sind die
thermisch wirksamen Massen von sowohl dem Elektrodenkopf 132 als auch
der Mittenwand 122 im Wesentlichen größer als die thermisch wirksame
Masse des Varistor-Wafers 110. Vorzugsweise sind die thermisch
wirksamen Massen von sowohl dem Elektrodenkopf 132 als auch
der Mittenwand 122 im Wesentlichen zwei (2) mal die thermisch
wirksame Masse des Varistor-Wafers 110, und stärker bevorzugt
wenigstens zehn (10) mal so groß.
-
Die Überspannungsschutzvorrichtung 100 schafft
eine Anzahl von Vorteilen, um extreme und wiederholte Überspannungszustände sicher,
dauerhaft und gleichbleibend handzuhaben. Die relativ großen thermisch
wirksamen Massen des Gehäuses 120 und
der Elektrode 130 dienen dazu, um einen relativ großen Wärmebetrag
von dem Varistor- Wafer 100 zu
absorbieren, wodurch eine wärmeinduzierte Zerstörung oder
Verschlechterung des Varistor-Wafers, sowie jede Neigung des Varistor-Wafers,
Funken oder Flammen zu erzeugen, verringert werden. Die relativ
großen
thermisch wirksamen Massen und die beträchtlichen Kontaktflächen zwischen
der Elektrode und dem Gehäuse
und dem Varistor-Wafer schaffen in dem Varistor-Wafer eine gleichförmigere Temperaturverteilung,
wodurch überhitzte
Stellen und eine resultierende lokale Verarmung des Varistor-Materials minimiert
werden.
-
Die
Belastung der Elektrode und des Gehäuses gegen den Varistor-Wafer
sowie die relativ großen
Kontaktbereiche schaffen durch den Varistor-Wafer 10 eine
gleichmäßigere Stromverteilung. Als
ein Ergebnis hieraus spricht die Vorrichtung 100 auf Überspannungszustände effizienter
und besser vorhersagbar an, und es ist wahrscheinlicher, dass Hochstromstellen
vermieden werden können,
die eine Lufbläschenbildung
verursachen. Die Neigung des Varistor-Wafers 110, sich als Reaktion
auf Hochstromimpulse zu verziehen, wird durch die mechanische Verstärkung verringert,
die durch den belasteten Kopf 132 und die Mittenwand 122 geschaffen wird.
Die Federscheiben können
sich vorübergehend durchbiegen,
wenn sich der Varistor-Wafer ausdehnt, und sie können in ihren Zustand zurückkehren,
wenn der Varistor-Wafer sich wieder zusammenzieht, wodurch die Belastung
die ganze Zeit hindurch und zwischen den verschiedenen Überspannungsereignissen
beibehalten wird. Darüber
hinaus schafft die Vorrichtung 100 während eines Überspannungsereignisses
eine geringere Induktion und einen geringeren Widerstand auf Grund
der gleichförmigeren
und effizienteren Stromverteilung durch den Varistor-Wafer.
-
Die
Vorrichtung 100 dient auch dazu, das Entfernen von Flammen,
Funken und/oder von Varistor-Material bei einem Überspannungsausfall des Varistor-Wafers 100 zu
verhindern oder zu minimieren. Die Festigkeit des Metallgehäuses sowie
der Aufbau der Elektrode 130, des Isolatorrings 150 und
der Endkappe 160 dienen dazu, die Produkte eines Varistor-Wafer-Ausfalls
aufzunehmen. In dem Fall, dass die Zerstörung des Varistors so stark
ist, dass die Elektrode 130 von dem Varistor weggedrückt wird und
der Isolatorring 150 schmilzt, wird die Elektrode 130 in
direkten Kontakt zu der Endkappe 160 verschoben, wodurch
die Elektrode 130 und das Gehäuse 120 verkürzt werden
und wodurch ein (nicht dargestelltes) Schmelzen in der Leitung zum
Durchbrennen verursacht wird.
-
Während das
Gehäuse 120 zylinderförmig dargestellt
ist, kann es unterschiedlich ausgestaltet sein. Die untere Hälfte der
Vorrichtung 100 kann entfernt werden, so dass die Vorrichtung 100 nur
eine obere Gehäusewand 124 und
einen einzelnen Varistor-Wafer, eine Elektrode, eine Federscheibe
oder einen Satz von Federscheiben, einen Isolatorring und eine Endkappe
aufweist.
-
Für einen
Fachmann werden aus der vorhergehenden Beschreibung Verfahren zur
Herstellung der verschiedenen Bestandteile der Vorrichtung ersichtlich.
Es können
beispielsweise das Gehäuse 120,
die Elektrode 130 und die Endkappe 160 durch spanende
Formgebung, durch Gießen
oder durch Schlagpressen ausgeformt werden. Jedes dieser Bauteile
kann als Einheit oder aus mehreren Bestandteilen, die beispielsweise
durch Schweißen
fest verbunden sind, ausgeformt sein.
-
Unter
Bezugnahme auf die 5 bis 8 ist eine
Varistor-Vorrichtung 200 gezeigt. Die Varistor-Vorrichtung 200 beinhaltet
Bauteile 210, 230, 240 und 260,
die den Bauteilen 110, 130, 140 beziehungsweise 160 der
Varistor-Vorrichtung 100 entsprechen.
Die Varistor-Vorrichtung 200 unterscheidet sich von der
Varistor-Vorrichtung 100 darin, dass die Vorrichtung 200 nur
einen einzigen Varistor-Wafer 210 und
entsprechende Bauteile aufweist. Die Varistor-Vorrichtung 200 beinhaltet
ein Gehäuse 220,
welches das Gleiche ist, wie das Gehäuse 120, mit Ausnahme
dem Folgenden. Das Gehäuse 220 bildet
nur einen einzigen Hohlraum 221 und hat nur eine einzige
umgebende Wand 224, die sich von ihrer Mittenwand (oder
Endwand) 222 erstreckt. Das Gehäuse 220 hat eher auch
einen Gewindebolzen 229 (siehe 7), der
sich von der unteren Fläche
der Mittenwand (oder der Endwand) 222 erstreckt, als eine
sich seitwärts
erstreckende Elektrodenlasche, die der Elektrodenlasche 129 entspricht.
Der Bolzen 229 ist dafür
geeignet, dass er mit einer Gewindebohrung eines herkömmlichen
Wohnungsstromanschlusskastens in Eingriff steht.
-
Die
Varistor-Vorrichtung 200 unterscheidet sich außerdem von
der Varistor-Vorrichtung 100 dadurch, dass ein Isolatorring 251 vorgesehen
ist. Der Isolatorring 251 hat einen Hauptkörperring 252,
welcher dem Isolatorring 150 entspricht. Der Ring 251 weist
ferner eine Hülse 254 auf,
die sich von dem Hauptkörperring 252 nach
oben erstreckt. Der Innendurchmesser der Hülse 254 ist derart
bemessen, dass er die Welle 234 der Elektrode 230 vorzugsweise
in Spielpassung aufnimmt. Der Außendurchmesser der Hülse 254 ist
derart bemessen, dass er durch das Loch 262 der Endkappe 260 mit
einem vorgeschriebenen Zwischenraum 265 (siehe 6),
der die Hülse 254 umgibt,
hindurchgeht. Der Zwischenraum 265 erlaubt einen Zwischenraum
zum Einführen
des Schaftes 134 und kann weggelassen werden. Der Hauptkörperring 252 und
die Hülse 254 sind vorzugsweise
aus dem gleichen Material ausgeformt wie der Isolatorring 150.
Der Hauptkörperring 252 und
die Hülse 254 können geklebt
oder einstückig gegossen
werden.
-
Unter
Bezugnahme auf 8 ist die Varistor-Vorrichtung 200 gezeigt,
die in einem Wohnungsstromanschlusskasten 10 angebracht
ist. Die Varistor-Vorrichtung 200 ist auf einer Metallplattform 12 angebracht,
die mit der Erde elektrisch verbunden ist. Der Elektrodenbolzen 229 steht
mit der Gewindebohrung 12A in der Plattform 12 in
Eingriff und erstreckt sich durch diese. An dem Elektrodenschaft 234 ist eine
Schiene 16, die mit einem ersten Ende einer Sicherung 14 elektrisch
verbunden ist, durch einen Gewindebolzen 18 befestigt,
der in die Gewindebohrung 236 der Elektrode 230 eingeführt ist.
Ein zweites Ende der Sicherung kann mit einer elektrischen Wohnungsanschlussleitung
oder Ähnlichem
verbunden sein. Wie in 8 dargestellt ist, kann eine
Vielzahl von Varistor-Vorrichtungen parallel in einem Anschlusskasten 10 verbunden
sein.
-
Unter
Bezugnahme auf die 9 bis 11 ist
eine Varistor-Vorrichtung 300 gezeigt. Die Varistor-Vorrichtung 300 beinhaltet
Bauteile 310, 330, 340 und 351,
die den Bauteilen 210, 230, 240 beziehungsweise
251 entsprechen. Die Varistor-Vorrichtung 300 beinhaltet
auch eine flache Metallscheibe 345, die zwischen der obersten
Federscheibe 340 und dem Isolatorring 351 angeordnet
ist, wobei sich der Schaft 334 durch ein in der Scheibe 345 ausgeformtes
Loch 346 erstreckt. Die Scheibe 345, die in den
Vorrichtungen 100, 200 untergebracht werden kann,
dient dazu, die mechanische Belastung der obersten Federscheibe 340 zu
verteilen, um zu verhindern, dass die Federscheibe in den Isolatorring 351 schneidet.
Das Gehäuse 320 ist
das Gleiche wie das Gehäuse 220,
mit Ausnahme dem Folgenden.
-
Das
Gehäuse 320 der
Vorrichtung 300 hat weder einen Rand, der dem Rand 127 entspricht, noch
Gewinde, die den Gewinden 128 entsprechen. Das Gehäuse 320 hat
auch einen inneren ringförmigen
Schlitz 323, der in der umgebenden Seitenwand 324 ausgeformt
ist und sich in der Nachbarschaft der Öffnung 326 davon erstreckt.
-
Die
Varistor-Vorrichtung 300 unterscheidet sich auch von den
Varistor-Vorrichtungen 100, 200 darin, dass die
Elektrode 330 und die Mettenwand 322 gegen den
Varistor-Wafer 310 gespannt
sind. Anstelle der Endkappen 160, 260 hat die
Varistor-Vorrichtung 300 eine Endkappe 360 und
einen elastischen, gestutzten, ringförmigen Clip 370. Der Clip 370 wird
teilweise in dem Schlitz 323 aufgenommen, und er erstreckt
sich von der Innenwand des Gehäuses 320 teilweise
radial nach Innen, um eine Nachaußenverschiebung der Endkappe 360 zu
begrenzen. Der Clip 370 ist vorzugsweise aus Federstahl
ausgeformt. Die Endkappe 360 ist vorzugsweise aus Aluminium
ausgeformt.
-
Die
Varistor-Vorrichtung 300 kann auf die gleiche Art und Weise
wie die Varistor-Vorrichtungen 100, 200 zusammengebaut
werden, mit Ausnahme dem Folgenden. Die Endkappe 360 ist über dem Schaft 334 und
der Hülse 354 angeordnet,
die beide in einem Loch 362 aufgenommen sind. Die Scheibe 345 wird über dem
Schaft 334 angeordnet, bevor der Isolatorring 351 angeordnet
wird. Eine am Werkzeug befestigte Aufspannvorrichtung (die nicht
dargestellt ist) oder eine andere geeignete Vorrichtung wird dafür verwendet,
die Endkappe 360 nach unten zu drücken, wodurch wiederum die
Federscheiben 340 durchgebogen werden. Während sich
die Endkappe 360 noch unter der Belastung der Vorrichtung
befindet, wird der Clip 370 zusammengedrückt, vorzugsweise
dadurch, dass Öffnungen 372 mit
Zangen oder einem anderen geeigneten Werkzeug in Eingriff stehen,
und er wird in den Schlitz 323 eingeführt. Anschließend wird
der Clip 370 gelöst,
und er darf in seinem ursprünglichen
Durchmesser zurückkehren,
woraufhin er teilweise den Schlitz ausfüllt und sich von dem Schlitz 323 teilweise
radial nach Innen in den Hohlraum 321 er streckt. Der Clip 370 und
der Schlitz 323 dienen dadurch dazu, die Belastung an der
Endkappe 360 aufrechtzuerhalten.
-
Unter
Bezugnahme auf die 12 bis 21 ist
eine Varistor-Vorrichtung 400 gemäß der gegenwärtigen Erfindung
dargestellt. Die Varistor-Vorrichtung 400 beinhaltet die
Bauteile 410, 420, 422, 423, 424, 430, 440, 445, 451, 460 und 470,
wie sie allgemein unter Bezugnahme auf die Bauteile 310, 320, 322, 323, 324, 330, 340, 345, 351, 360 beziehungsweise 370 beschrieben
wurden, mit Ausnahme des im folgenden Erörterten. Die Vorrichtung 400 beinhaltet
ferner ein Paar zusätzlicher
Federscheiben 441 und O-Ringe 480 und 482.
-
Wie
am Besten in den 12 und 19 zu sehen
ist, bildet das Gehäuse 420 einen
Hohlraum 421, der mit der Seitenwand 424 und der
Elektrodenwand 422 verbunden ist. In der Innenfläche der
Seitenwand 424 ist eine ringförmige Nut 425 ausgeformt.
Die Nut 425 steht mit der Öffnung des Gehäuses 420 in
Verbindung. Vorzugsweise ist die Nut 425 in der Seitenwand 424 spanabhebend
gefertigt oder anderweitig ausgeformt, so dass entlang der vollen Höhe der Nut 425 eine
glatte und gleichförmige
vertikale Fläche
bereitgestellt wird. Vorzugsweise weicht der Durchmesser der Nut 425 nicht
um mehr als 0,127 mm (0,005 Inch) ab. Die Nut 425 ist derart
bemessen, dass sie die Endkappe 460 und den Isolatorring 451 aufnimmt,
so dass die Endkappe 460 und der Isolatorring 451 darin
zwar verschiebbar sind, aber dass sie, wie im Folgenden erläutert, einen
relativ kleinen Zwischenraum zeigen.
-
Die
Elektrodenwand 422 beinhaltet eine Kontaktfläche 422A mit
erhöhter
Plattform, die von einer ringförmigen
vertieften Fläche 422B umgeben ist.
Vorzugsweise hat die vertiefte Fläche eine Breite R (siehe 13),
die zwi schen ungefähr
1,085 und 1,105 cm (0,427 und 0,435 Inch) liegt, und eine Tiefe S,
die zwischen ungefähr
1,575 und 1,778 mm (0,062 und 0,070 Inch) liegt.
-
Wie
am Besten in 18 und 21 zu
sehen ist, beinhaltet die Elektrode 430 einen Kopf 432 und
einen Schaft 434. In dem Schaft 434 ist eine ringförmige Nut 433 ausgeformt.
Die Nut 433 ist vorzugsweise halbkreisförmig (siehe 21).
Vorzugsweise hat die Nut 433 eine Tiefe L, die zwischen
ungefähr 1,143
und 1,27 mm (0,045 und 0,050 Inch) liegt, und eine Höhe M (siehe 21),
die zwischen ungefähr 2,286
und 2,413 mm (0,090 und 0,095 Inch) liegt. Die Nut 433 kann
in der Elektrode 430 formgepresst, spanabhebend bearbeitet
oder anderweitig ausgeformt sein.
-
Wie
am Besten in den 15 bis 17 und 20 bis 21 zu
sehen ist, beinhaltet der Isolatorring 451 einen Hauptkörperring 452 und
eine Hülse 454.
Alternativ kann die Hülse 454,
weggelassen werden, wie in dem Isolatorring 150. Der Außendurchmesser
der Hülse 454 kann
entworfen sein, um die Herstellung zu erleichtern (vorzugsweise
sind die unteren 9,525 mm (3/8 Inch) nicht gezeichnet). Eine Innenfläche 451A des
Rings 451 umgibt einen Durchgang 451B (siehe 12),
der sich durch den Isolatorring 45 erstreckt. In dem Hauptringkörper 452 ist
eine ringförmige
Umfangsnut 453 ausgeformt. Es wird nun auf 20 Bezug
genommen. Die Nut 453 hat eine nach oben gerichtete (das
heißt,
eine sich radial erstreckende) Haltefläche 453B und eine
nach außen
gerichtete (das heißt,
sich axial erstreckende) Haltefläche 453A,
so dass die Nut 453 nach oben und nach außen offen
ist. Die Nut 453 kann in dem Körperring 452 formgepresst,
spanabhebend bearbeitet oder anderweitig ausgeformt sein. Die Haltefläche 453A hat
vorzugsweise eine Höhe
H, die zwischen ungefähr
2,0066 und 2,0574 mm (0,079 und 0,081 Inch) liegt, und die Haltefläche 453B hat
eine Tiefe I, die zwischen ungefähr
1,6764 und 1,7272 mm (0,066 und 0,068 Inch) liegt.
-
Wie
am Besten in den 13, 14 und 20 zu
sehen ist, ist der O-Ring 480 in der Nut 453 derart
positioniert, dass er zwischen der Haltefläche 453A, der Haltefläche 452B,
der unteren Fläche
der Endkappe 460 und der vertikalen Fläche der Nut 425 des
Gehäuses 420 aufgenommen
ist. Der O-Ring ist aus einem elastischen Material, vorzugsweise
aus einem Elastomer, ausgeformt. Es wird stärker bevorzugt, dass der O-Ring
aus Gummi hergestellt ist. Es wird am meisten bevorzugt, dass der
O-Ring aus einem Flurkarbon-Gummi hergestellt ist, wie zum Beispiel
VITONTM, der von DuPont erhältlich ist.
Es kann auch anderer Gummi verwendet werden, wie zum Beispiel Butylgummi.
Der Gummi hat vorzugsweise einen Härtemesser von zwischen 60 und
90.
-
Der
O-Ring 480 hat dann, wenn er entspannt ist (das heißt, unbelastet
ist), vorzugsweise einen kreisförmigen
Querschnitt und einen Durchmesser, der zwischen ungefähr 0,100
und 0,105 Inch liegt. Wie am Besten in 20 zu
sehen ist, ist der Abstand zwischen der unteren Fläche der
Endkappe 460 und der Haltefläche 453B (das heißt, die
Höhe H)
geringer als der entspannte Durchmesser des O-Rings 480. Als ein Ergebnis
hieraus wird der O-Ring 480 verformt, und indem er durch
die Haltefläche 453A begrenzt
ist, wird er nach außen
und mit der Fläche
der Nut 425 in Eingriff gedrückt. Vorzugsweise ist der Spalt
J zwischen der Umfangskante der Haltefläche 453B und der vertikalen
Fläche
der Nut 425 ausreichend gering, dass der O-Ring 480 zusammengedrückt wird.
Der Spalt J beträgt
vorzugsweise nicht mehr als 0,6096 mm (0,024 Inch).
-
Wie
am Besten in den 13, 14 und 21 zu
sehen ist, ist der O-Ring 482 in der Nut 433 derart
positioniert, dass er zwischen der Nut 433 und der Innenfläche 451A aufgenommen
wird. Der O-Ring 482 ist vorzugsweise aus dem gleichen
Material hergestellt, das die gleichen Eigenschaften hat, wie es
oben für
den O-Ring 480 beschrieben wurde.
-
Der
O-Ring 482 hat dann, wenn er entspannt ist (das heißt, wenn
er unbelastet ist), vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt und einen
Durchmesser, der zwischen ungefähr
1,651 und 1,905 mm (0,065 und 0,075 Inch) liegt. Wie am Besten in 21 zu
sehen ist, ist die Tiefe L der Nut 433 geringer als der
entspannte Durchmesser des O-Rings 482. Außerdem ist
der zusammengefasste Abstand aus der Tiefe L und dem Spalt N zwischen
dem Elektrodenschaft 434 und der Innenfläche 451A geringer als
der entspannte Querschnittsdurchmesser des O-Rings 482,
so dass der O-Ring 482 zusammengedrückt wird. Der Spalt N beträgt vorzugsweise
nicht mehr als 0,127 mm (0,005 Inch).
-
Es
wird auf die 13 und 14 Bezug genommen.
Die Varistor-Vorrichtung 400 kann auf die gleiche Art und
Weise wie die Vorrichtung 300 zusammengebaut werden, mit
Ausnahme dem folgend Beschriebenen. Es ist anzumerken, dass jede
Federscheibe 440, 441 in den dargestellten Ausführungsformen
eine Belleville-Scheibe ist, die sich entlang einer Mittelachse
davon verjüngt.
Bevor oder nachdem die Elektrode 430 über dem Wafer 410 angeordnet wird,
wird die erste Gruppe von Federscheiben 441 über dem
Kopf 432 angeordnet. Die Federscheiben 441 werden
derart ausgerichtet, dass ihre Außenumfänge 441B angrenzend
an die obere Fläche
des Kopfes 432 oder in Eingriff mit dieser angeordnet sind,
und dass ihre Innenumfänge 441A von
dem Kopf 432 beabstandet sind. Die zweite Gruppe von Federscheiben 440 wird
anschließend über den
Federscheiben 441 angeordnet. Die Federscheiben 440 werden
derart ausgerichtet, dass ihre Innenumfänge 440 angrenzend
an den Innenumfang 441A der obersten Federscheibe 441 oder
mit diesem in Eingriff stehend angeordnet sind, und dass ihre Außenumfänge 440B angrenzend
an die untere Fläche der
Scheibe 441 oder mit dieser in Eingriff stehend angeordnet
sind. Demgemäß sind die
Mittelachsen der Federscheiben 441, 442 entlang
der vertikalen Achse der Vorrichtung 400 zwar aufeinander
angepasst, aber die Scheiben 440 sind entgegengesetzt ausgerichtet.
Das heißt,
die Scheiben 440 verjüngen sich
nach unten und die Scheiben 441 verjüngen sich nach oben.
-
Bevor
der Isolatorring 451 über
der Elektrode 430 positioniert wird, wird der O-Ring 482 in
der Nut 433 angebracht. Vorzugsweise wird der Isolatorring 451 über der
Elektrode 430 und über
dem O-Ring 482 angeordnet (so dass der O-Ring 482 derart
aufgenommen wird, wie es in 21 gezeigt
ist), bevor die Elektrode 430 in dem Hohlraum 421 angeordnet wird.
-
Der
O-Ring 480 wird in der Nut 453 angeordnet, vorzugsweise
bevor der Isolatorring 451 in das Gehäuse 420 eingeführt wird.
Anschließend
wird die Endkappe 460 über
dem O-Ring 480 und dem Isolatorring 451 angeordnet,
auch vorzugsweise bevor der Isolatorring 451 in das Gehäuse 420 eingeführt wird.
-
Nachdem
die verschiedenen Bauteile so zusammengebaut sind, wie es in 13 dargestellt
ist, wird die Endkappe 460 mit Kraft nach unten gedrückt, wie
es in Bezug auf die Varistor-Vorrichtung 300 erläutert worden
ist. Auf diese Art und Weise werden die Endkappe 460, der
Isolatorring 451, die Scheibe 445 und der O-Ring 480 nach
unten verschoben, was bewirkt, dass die Federscheiben 440, 441 durchgebogen
werden und den Kopf 432 mit einer Last beaufschlagen. Die
Relativanordnung der Federscheiben 440, 441, wie
oben beschrieben, kann eine zweimal so starke vertikale Durchbiegung
(und daher eine Vertikalverschiebung zwischen der Scheibe 445 und dem
Kopf 432) mit dem gleichen Betrag der Federkraft gestatten,
wie wenn nur die zwei Federscheiben 440 oder die zwei Federscheiben 441 vorgesehen waren.
Dieser erhöhte
Durchbiegebetrag kann mildere Herstellungstoleranzen der Bauteile
in dem Stapel erlauben (das heißt,
der Bauteile 410, 422, 432, 445, 454 und 460),
wodurch die Herstellung der Varistor-Vorrichtung 400 erleichtert
wird. Anschließend wird
ein Schnappring oder Clip 470 angebracht, wie es oben unter
Bezugnahme auf den Clip 370 erläutert worden ist.
-
Wenn
der Wafer 410 zwischen dem Kopf 432 und der Plattform 422A mit
Last beaufschlagt wird, werden die Elektrodenbeschichtungen an den
gegenüberliegenden
Flächen
des Wafers 410 zerdrückt.
Die vertiefte Fläche 422B stellt
sicher, dass die Grenze der Elektrodenbeschichtung außerhalb der
Plattform 422 angeordnet ist, wodurch jegliche Neigung
verringert oder beseitigt werden kann, dass auf den Wafer 410 Biegebeanspruchungen
aufgebracht werden. Vorzugsweise ist die Peripherie der Plattform 422A im
Wesentlichen vom gleichen Umfang wie die Peripherie der Kontaktfläche des
Kopfes 432.
-
Wie
oben erläutert,
wird der O-Ring 482 von der Nut 433 und der Fläche 451A aufgenommen
und zusammengedrückt.
Auf diese Art und Weise wird der O-Ring 482 gegen die Fläche 451 und
den Schaft 434 vorgespannt, und er bildet dadurch zwischen
diesen eine Dichtung. Im Falle einer Überspannung können den
Hohlraum 421 Nebenprodukte, wie zum Beispiel heiße Gase
und Bruchstücke
von dem Wafer 410, füllen
oder sie können
in diesen streuen. Durch den O-Ring 482 kann begrenzt oder
verhindert werden, dass diese Nebenprodukte aus der Varistor-Vorrichtung 400 entlang
eines Weges zwischen dem Schaft 434 und dem Isolatorring 451 entkommen.
-
Als
Alternative kann der O-Ring 482 mit der Innenfläche der
Endkappe 460 in Eingriff stehen (was nicht gezeigt ist).
Diese Anordnung kann beispielsweise dann verwendet werden, wenn
der Isolatorring 451 weggelassen wird.
-
Wie
oben beschrieben, wird der O-Ring 480 in der Nut 453,
der unteren Fläche
der Endkappe 460 und der Nutfläche 425 aufgenommen
und von diesen zusammengedrückt.
Auf diese Art und Weise wird der O-Ring 480 gegen die Nutfläche 425,
die Endkappe 460 und den Isolatorring 451 vorgespannt,
und er formt dadurch zwischen diesen eine Dichtung. Durch den O-Ring 480 kann
begrenzt oder verhindert werden, dass Nebenprodukte von einem Überspannungsfall
aus der Varistor-Vorrichtung 400 entlang eines Weges zwischen
der Nutfläche 425 und
dem Isolatorring 451 und der Endkappe 460 entkommen.
Die spanabhebend gefertigte oder anderweitig geglättete Fläche der
Nut 425 kann einen beständigen
und effektiven Dichteingriff mit dem O-Ring 480 sicherstellen.
-
Unter
Bezugnahme auf 22 ist eine Varistor-Vorrichtung 500 gemäß weiteren
Ausführungsformen
der gegenwärtigen
Erfindung dargestellt. Die Varistor-Vorrichtung 500 kann jeder
der vorhergehenden Varistor-Vorrichtungen 300, 400 oder
dergleichen entsprechen, die einen Clip zur Sicherung ihrer Endkappe
beinhalten. Die Vorrichtung 500 beinhaltet einen Sprengring
oder Clip 570, der den Clips 370, 470 entspricht,
und sie hat Öffnungen 572,
um Zangen oder andere geeignete Presswerkzeuge aufzunehmen. Der
Clip 570 kann in der Art und Weise angebracht werden, wie
oben beschrieben ist.
-
Bei
der anschließenden
Installation wird ein geeignetes Füllmaterial 574, wie
zum Beispiel ein Epoxidharz (beispielsweise das Epoxidharz JB WeldTM) in jeder der Öffnungen 572 angeordnet.
Um die Vorrichtung 500 zu öffnen, wenn sie einmal geschlossen wurde,
muss der Clip 570 entspannt oder zerstört und anschließend entfernt
werden. Um den Clip 570 zu entspannen, muss das Füllmaterial 574 teilweise oder
vollständig
entfernt werden. Auf diese Art und Weise unterbindet das Füllmaterial 574 ein Öffnen der
Vorrichtung 500, und in dem Fall, dass die Vorrichtung 500 geöffnet ist,
schafft sie ein Merkmal für ein
offensichtliches Herumhantieren, indem sie sicherstellt, dass der
Beweis für
das Öffnen
der Vorrichtung 500 (das heißt für die Zerstörung des Clips 570 oder
des Füllmaterials 574)
während
einer späteren
Inspektion sogleich sichtbar ist.
-
Unter
Bezugnahme auf 23 ist eine Varistor-Vorrichtung 600 gemäß weiteren
Ausführungsformen
der gegenwärtigen
Erfindung dargestellt. Die Varistor-Vorrichtung 600 kann jeder
der vorhergehenden Varistor-Vorrichtungen 300, 400 oder ähnlichem entsprechen,
die einen Clip zur Sicherung ihrer Endkappe beinhalten. Die Vorrichtung 600 beinhaltet
einen Sprengring oder Clip 670. Am Anfang entspricht der
Clip 670 beispielsweise dem Clip 370 (siehe 10),
und er hat Öffnungen,
die den Öffnungen 372 entsprechen.
Diese Öffnungen
werden verwendet, um die Zangen oder andere Presswerkzeuge aufzunehmen,
um den Clip in der Nut anzubringen, wie es oben in Bezug auf die
Vorrichtung 300 beschrieben wurde.
-
Bei
der anschließenden
Installation werden die Enden des Clips abgeschnitten, um die Abschnitte
davon zu entfernen, die die Öffnungen
enthalten. Die Enden des Clips können
in der ursprünglichen Lage
abgeschnitten werden, wobei ein Meißel, ein Bohrer, ein Hochgeschwindigkeitsdrehwerkzeug
(wie zum ein DREMELTM-Werkzeug) oder ähnliches
verwendet wird. Auf diese Art und Weise wird der Clip 670 ausgeformt,
wobei er gekürzte
Endabschnitte 674 aufweist. Das Entfernen der Öffnungen
kann ein Entspannen des Clips 670 verhindern, so dass der Clip 670 zerstört werden
muss, um ihn zu entfernen. Auf diese Art und Weise unterbindet der
Clip 670 ein Öffnen
der Vorrichtung 600, und in dem Fall, dass die Vorrichtung 600 geöffnet worden
ist, kann er ein Merkmal für
ein offensichtliches Herumhantieren schaffen, indem sichergestellt
wird, dass der Beweis für
das Öffnen
der Vorrichtung 600 während
einer späteren
Inspektion ohne weiteres sichtbar ist.
-
Unter
Bezugnahme auf 24 ist eine Varistor-Vorrichtung 700 gemäß weiteren
Ausführungsformen
der gegenwärtigen
Erfindung dargestellt. Die Varistor-Vorrichtung 700 entspricht
der Varistor-Vorrichtung 600, mit Ausnahme, dass von den
Enden des Clips 770 weniger abgeschnitten worden ist. Vielmehr
ist ein Abschnitt 772A von jeder Öffnung an jedem gekürzten Ende 774 gelassen.
Auf eine Art und Weise, die der von Clip 670 ähnlich ist,
kann der Clip 770 verhindern, dass die Vorrichtung 700 geöffnet wird,
und er kann einen Beweis für
ein Herumhantieren schaffen.
-
Es
können
andere Einrichtungen als diese, die oben beschrieben wurden, verwendet
werden, um die Elektrode und das Gehäuse gegen den Varistor-Wafer
mit Last zu beaufschlagen. Beispielsweise können die Elektrode und die
Endkappe zusammengebaut und mit einer Last beaufschlagt werden,
und sie können
anschließend
unter Verwendung einer Stapelverbindung ortsfest angeordnet werden.
-
In
jeder der zuvor beschriebenen Varistor-Vorrichtungen (beispielsweise der Vorrichtungen 100, 200, 300, 400, 500, 600 und 700)
können
(nicht gezeigte) mehrere Varistor-Wafer gestapelt und zwischen dem
Elektrodenkopf und der Mittenwand angeordnet sein. Die Außenflächen der
obersten und untersten Varistor-Wafer würden als Waferkontaktflächen dienen.
Die Eigenschaften des Varistor-Wafers werden jedoch vorzugsweise
eher dadurch modifiziert, dass die Dicke eines einzelnen Varistor-Wafers geändert wird,
als dass mehrere Varistor-Wafer gestapelt werden.
-
Wie
oben erläutert,
sind die Federscheiben (zum Beispiel die Federscheiben 140, 440 und 441) vorzugsweise
Belleville-Scheiben. Belleville-Scheiben können verwendet werden, um eine
relativ hohe Belastung aufzubringen, ohne dass ein wesentlicher axialer
Raum erforderlich ist. Es können
jedoch andere Arten von Vorspaneinrichtungen zusätzlich oder an Stelle der Belleville-Scheibe
oder der Belleville-Scheiben verwendet werden. Geeignete alternative
Vorspaneinrichtungen beinhalten eine oder mehrere Schraubenfedern,
Wellenscheiben oder Spiralscheiben.
-
Das
Vorhergehende dient nur der Illustration der gegenwärtigen Erfindung
und ist nicht so aufzufassen, dass sie diese einschränkt. Obwohl
ein paar exemplarische Ausführungsformen
dieser Erfindung beschrieben worden sind, wird es für einen
Fachmann ohne weiteres bewusst, dass viele Modifikationen bei den
beispielhaften Ausführungsformen
möglich
sind, ohne dass materiell die neuen Lehren und Vorteile dieser Erfindung
verlassen werden.
-
Es
ist daher selbstverständlich,
dass das Vorhergehende zur Illustration der gegenwärtigen Erfindung
dient und nicht so aufgefasst werden soll, dass es auf die bestimmten
offenbarten Ausführungsformen
beschränkt
ist, und es ist beabsichtigt, dass Modifikationen zu den of fenbarten
Ausführungsformen
sowie anderen Ausführungsformen
im Umfang der beigefügten
Ansprüche
enthalten sind.