DE60133461T2 - Rohrverbindungsvorrichtung - Google Patents

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DE60133461T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden eines Rohres. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Rohrverbindungsvorrichtung, die Rohre mit einem Bereich der äußeren Durchmesser erfasst und abdichtet.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Der Ausdruck „Rohre", wie er hier verwendet wird, soll Rohre und Rohrleitungen als solche und auch rohrähnliche Teile und Fassungen zum Gebrauch bei Verrohrungsarbeiten wie z. B. Winkelstücke, Bogenstücke, T-Verbindungsstücke, Anschlussflansche und Teile und Vorrichtungen umfassen, die angepasst sind, für die Verrohrungsarbeiten geeignet zu sein, wie z. B. Ventile und Pumpen. Diese Rohre können eine Vielzahl an Endkonfigurationen aufweisen und werden ein Rohr mit einem glatten Ende sein im Gegensatz zu den Rohren mit einem Flanschstück.
  • Die Rohrverbindungsvorrichtungen weisen im allgemeinen eine ringförmige Verbindungsmuffe auf, die mit einem Rohr mit einem glatten Ende verbinden kann. Die Verbindung kann über ein Dichtungsteil oder ein Halteteil durchgeführt werden, wie z. B. einen Dichtungsflansch, der um das Rohr mit dem glatten Ende angeordnet ist, und ein ringförmiges Druckbauteil, das um das Ende der Muffe angebracht ist und das angeordnet ist, axial gegen das Dichtungsteil oder das Halteteil gezogen zu werden, um zu bewirken, dass das Teil radial nach innen in einen Abdichtungskontakt zwischen dem Muffenteil und der äußeren Umgebung des Rohres mit dem glatten Ende gezwungen wird, die innerhalb der Muffe angeordnet ist. Die Muffe und/oder das ringförmige Druckbauteil sind üblicherweise mit radial geneigten ringförmigen Oberflächen versehen, um die Verformung des Dichtungsteils oder des Halteteils in eine radial nach innen gerichtete Richtung zu unterstützen.
  • Solche Rohrverbindungen können z. B. aus schmiedbaren Eisen, Stahl oder Kunststoffmaterialien gebildet werden, wobei die Dichtungsflansche aus einem geeigneten dehnbaren Material gebildet werden.
  • Das Druckbauteil kann die Form eines Druckflansches aufweisen, wobei der Druckflansch mit Festspannmuttern und Festspannbolzen versehen ist, um den Druckflansch mit einem Flansch oder einer ähnlichen Vorrichtung auf oder zugeordnet mit der Verbindungsmuffe zu verbinden. Die Festspannbolzen gehen durch die Öffnungen, die um die äußeren Endpunkte der entsprechenden Flansche angeordnet sind, wobei diese Bolzen einen Kopf an dem einen Ende aufweisen und an dem anderen Ende eine Mutter tragen, so dass die Flansche angezogen werden, indem die Mütter und die Bolzen fest gespannt werden. Alternativ kann das Druckbauteil ein Gewinde aufweisen, um zu ermöglichen, dass es in oder auf die Enden der Muffe geschraubt wird.
  • Ein Problem, dass die Hersteller von Rohverbindungen betrifft, liegt darin, dass für Rohre, die einen gegebenen nominellen äußeren Durchmesser (O. D.) aufweisen, die Rohre in der Praxis äußere Durchmesser aufweisen können, die über einen ziemlich weiten Bereich variieren. Somit müssen die Verbindungen geeignet sein, für die Verbindung von Rohren verwendet zu werden, die einen Bereich der äußeren Durchmesser aufweisen.
  • Bei vielen bekannten Verbindungsvorrichtungen weisen das ringförmige Druckbauteil (z. B. der Druckflansch) und der gegenüberliegende Bereich der Muffe, gegen den das Dichtungsteil oder das Halteteil (z. B. der Dichtungsflansch) gedrückt wird, geneigte Oberflächen auf, wobei die Neigungswinkel dazu dienen, den Dichtungsflansch dabei zu unterstützen, radial nach innen verformt zu werden.
  • Bei den Verbindungsvorrichtungen hängt die Effizienz des Abdichtens oder des Haltens des Dichtungsflansches und/oder eines beliebigen Halteelementes, das dem zugeordnet ist, von den zugeführten Lasten ab, die ausgeübt werden, wenn die zwei geneigten Oberflächen der Muffe und des Halteteils zueinander gezogen werden, und von dem Winkel, in dem mindestens eine der geneigten Oberflächen mit dem Rohr steht.
  • Bei den Rohrverbindungen, die für Rohre mit bestimmten Abmessungen hergestellt werden, dass heißt Rohre, die auf sehr dichte Toleranzen mit geringen Variationen in dem äußeren Durchmessern hergestellt werden, weist die geneigte Oberfläche (s) normalerweise eine flache Abschrägung oder einen stumpfen Winkel auf. Wenn die axiale Last durch Zusammenziehen der zwei geneigten Oberflächen angelegt wird, das in den meisten Fällen das Festspannen einer Mutter und eines Bolzens umfasst, die ein Paar der Flansche verbinden, die sich radial nach außen von den geneigten Oberflächen erstrecken, bei einer der beiden Seiten eines Halterings oder eines Abdichtringes, hilft die flache Abschrägung, die Haltekraft zu verbessern.
  • Wenn allerdings solch ein stumpfer Winkel bei Rohrverbindungen verwendet wird, die für einen weiten Bereich der Rohrdurchmesser verwendet werden sollen, kann ein größerer Bereich der axialen Bewegung erforderlich sein, um die notwendige radial nach innen gerichtete Bewegung des Abdichtflansches zu erzeugen, und z. B. ist die Länge des Bolzens, die erforderlich ist, um Druck auf den Durchmesser des Abdichtungsflansches oder des Halteflansches und ihn zu verringern, beträchtlich, z. B. 35 mm.
  • Um diese Aufgabe zu lösen, kann die Abschrägung der Unterstützungsoberfläche steil ausgestaltet werden, aber ein Nachteil liegt hier in den Anfangsanforderungen für eine sehr viel stärkere Kraft, die von dem Bolzen übertragen werden muss, um einen wirksamen Halt zu erzeugen. Darüber hinaus wird die Haltekraft nicht signifikant weiter durch den Winkel verstärkt.
  • Eine bekannte Verbindungsvorrichtung, die für Rohre mit einem großen Bereich der äußeren Durchmesser verwendet werden soll, ist in EP-A-0 794 378 offenbart. In der EP-A-0 794 378 ist eine Vorrichtung offenbart, die ein Abdichtungsteil/ein Halteteil aufweist, das einen im wesentlichen geschlossenen Haltering mit einer Anzahl von verschiebbaren aneinander grenzenden Bauteilen und ein Paar an geneigten Oberflächen aufweist, die jeweils axial zueinander bewegt werden können, wodurch die Bauelemente radial nach innen gegen das Rohr gedrückt werden. Die verschiebbaren aneinander grenzenden Bauteile sind in einer radial nach innen gerichteten Richtung abgeschrägt und wirken in der Weise einer Kamerablende, wenn sie zusammengedrückt werden. Die radiale Kontraktion des Halteringes ist somit mittels der aneinander grenzenden Bauteile vorgesehen, die sich übereinander verschieben und so drehen, dass die abgeschrägten inneren Kanten der Bauteile stärker radial ausgerichtet werden.
  • Eine Entwicklung der Vorrichtung, die in der EP-A-0 794 378 gezeigt wurde, ist in der EP-A-0 974 780 offenbart. In der EP-A-0 974 780 wird die Haltewirkung durch einen separaten Haltering bereitgestellt, der innerhalb einer Aussparung auf der radialen inneren Oberfläche der verschiebbaren aneinander grenzenden Bauteile gehalten wird. Der Haltering, der hinsichtlich der verschiebbaren aneinander grenzenden Bauteile als axial nicht bewegbar erscheint, wird beschrieben, dass er aus einer Stahlfeder gebildet ist und Haltezähne aufweist, die aus der Ebene des Ringes gedrückt sind.
  • Eine weitere bekannte Verbindungsvorrichtung ist in der GB-A-2 227 067 offenbart. Diese Schrift offenbart eine Verbindung, bei der eine Halte- und Abdichtungsanordnung einen ringförmigen Abdichtungsflansch, einen kraftübertragenden Ring aus Metall und einen Haltering aufweist. Der Haltering ist aus einer Anordnung von im Umkreis verbundenen Bauteilen gebildet.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Rohrverbindungsvorrichtung bereitzustellen, die mit Rohren verwendet werden kann, die einen großen Bereich von äußeren Durchmessern für einen gegebenen nominalen äußeren Durchmesser aufweisen.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Rohrverbindungsvorrichtung bereitzustellen, bei der eine feste Haltekraft an einem Rohr über einen weiten Bereich der äußeren Durchmesser des Rohres angelegt werden kann, um ein Zurückziehen des Rohres aus der Verbindung unter Endlasten zu verhindern.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Dementsprechend stellt nach einem ersten Gesichtspunkt die Erfindung eine Rohrverbindungsvorrichtung bereit, die aufweist:
    eine Verbindungsmuffe mit einem Ende, das ausgestaltet ist, da drin ein flaches Ende eines Rohres aufzunehmen, und die eine ringförmige erste Widerlageroberfläche aufweist,
    ein Druckbauteil, das angeordnet ist, das Rohr zu umgeben, und das eine ringförmige zweite Widerlageroberfläche aufweist,
    eine Abdichtungs- und Haltevorrichtung, um gegen das Rohr abzudichten und es zu halten, und
    ein Mittel, um das Druckbauteil und die Verbindungsmuffe axial zuzuziehen, um die Abdichtungs- und Haltevorrichtung zwischen der ersten und der zweiten Widerlageroberfläche zusammenzudrücken, um dadurch in einen Abdichtungs- und Halteeingriff mit dem Rohr die Abdichtungs- und Haltevorrichtung zu verformen oder radial nach innen zu bewegen,
    wobei die Abdichtungs- und Haltevorrichtung ein Abdichtungsbauteil und ein Haltemittel aufweist, wobei das Haltemittel einen radial zusammenziehbaren ringförmigen Träger aufweist, wobei der radial zusammenziehbare ringförmige Träger eine ringförmige Aussparung an dessen radialer Innenseite aufweist, wobei ein Haltebauteil innerhalb der ringförmigen Aussparung angeordnet ist, wobei eine Halteoberfläche des Haltebauteiles und des ringförmigen Trägers für eine relative axiale Bewegung angeordnet sind, wobei das Haltebauteil und die ringförmige Aussparung so angeordnet sind, dass in Antwort auf eine axiale nach außen gerichtete Bewegung des Rohres die Halteoberfläche des Haltebauteiles radial nach innen und in einen festeren Haltekontakt mit dem Rohr bewegt wird.
  • Der ringförmige Träger wird vorzugsweise aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen gebildet.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel stellt die Erfindung eine Rohrverbindungsvorrichtung bereit, die aufweist:
    eine Verbindungsmuffe mit einem Ende, das ausgestaltet ist, da drin ein flaches Ende eines Rohres aufzunehmen, und die eine ringförmige erste Widerlageroberfläche aufweist,
    ein Druckbauteil, das angeordnet ist, das Rohr zu umgeben, und das eine ringförmige zweite Widerlageroberfläche aufweist,
    eine Abdichtungs- und Haltevorrichtung, um gegen das Rohr abzudichten und es zu halten, und
    ein Mittel, um das Druckbauteil und die Verbindungsmuffe axial zuzuziehen, um die Abdichtungs- und Haltevorrichtung zwischen der ersten und der zweiten Widerlageroberfläche zusammenzudrücken, um dadurch in einen Abdichtungs- und Halteeingriff die Abdichtungs- und Haltevorrichtung zu verformen oder radial nach innen zu bewegen,
    wobei die Abdichtungs- und Haltevorrichtung ein Abdichtungsbauteil und ein Halteteil aufweist, wobei das Halteteil einen radial zusammenziehbaren ringförmigen Träger aufweist, der aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen gebildet ist, die sich näher zusammen in Umfangsrichtung bewegen, wenn Sie einem radialen Druck unterworfen werden, wobei die Bauteile jeweils eine Aussparung auf einer deren radialen Innenoberflächen aufweisen und die Aussparungen zusammen die ringförmige Aussparung auf einer radialen inneren Seite des ringförmigen Trägers bestimmen, wobei ein Halteteil innerhalb der ringförmigen Aussparung angeordnet ist, wobei eine Halteoberfläche des Halteteils und der ringförmige Träger für eine relative axiale Bewegung angeordnet sind, wobei das Haltebauteil und die ringförmige Aussparung so angeordnet sind, dass in Antwort auf eine axiale nach außen gerichtete Bewegung des Rohres die Halteoberfläche des Haltebauteils radial nach innen und in einen festeren Haltekontakt mit dem Rohr bewegt wird.
  • Die Halteoberfläche des Haltebauteils und der ringförmige Träger sind für eine relative axiale Bewegung angeordnet, wobei das Haltebauteil und die ringförmige Aussparung so angeordnet sind, dass in Antwort auf eine axiale nach außen gerichtete Bewegung des Rohres die Halteoberfläche des Haltebauteils radial nach innen und in einen festeren Haltekontakt mit dem Rohr bewegt wird. Somit ist die Halteoberfläche des Haltebauteil angeordnet, dass Rohr fester in Antwort auf die Kräfte zu erfassen, die darauf wirken, dass Rohr aus der Verbindungsmuffe zu ziehen. Auf diese Weise kann die Verbindung der Erfindung Endlasten widerstehen und kann sie verhindern, dass das Rohr aus der Verbindung gezogen wird.
  • Der Mechanismus, durch den die Halteoberfläche radial nach innen gegen das Rohr gedrückt wird, wenn eine rückziehende Endlast an das Rohr angelegt ist, kann variieren. Z. B. kann das Halteteil die Gestalt eines Greifringes annehmen, z. B. eines kegelstumpfförmigen Greifringes, wobei eine radiale äußere Kante des Greifringes gegen die Bewegung durch die Ausgestaltung der Aussparung in dem ringförmigen Träger gehalten wird und eine radiale innere Kante gegen die äußere Kante schwenkbar ist, so dass sie weiter in in das Rohr einfährt, wenn das Rohr zurückziehenden Kräften unterworfen wird. Alerdings ist es vorzuziehen, dass die Aussparungen in dem ringförmigen Träger ausgestaltet ist, eine ringförmige Mitnehmeroberfläche bereitzustellen, die gegen eine radiale äußere Oberfläche des Haltebauteiles andrückt, um das Haltebauteil radial nach innen gegen das Rohr zu treiben. Bei einem tatsächlich am meisten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Haltebauteil im wesentlichen keilförmig und bildet die ringförmige Aussparung eine schiefe Oberfläche, die in entlang einer äußeren radial geneigten Oberfläche der Keilform des Haltebauteils andrückt, um das Haltebauteil radial nach innen gegen das Rohr zu treiben.
  • Das Haltebauteil ist üblicherweise aus einem Kunststoffmaterial gebildet, obwohl es auch aus anderen Materialien wie z. B. Metallen gebildet sein kann. Die Halteoberfläche weist vorzugsweise Kerbungen, Rillen oder andere halterhöhende Vorsprünge auf. Um weiter die Effektivität des Haltens zu erhöhen, das auf das Rohr ausgeübt wird, ist die Halteoberfläche vorzugsweise mit einem halterhöhenden Mittel versehen, das eine größere Härte als die Härte des Hauptkörpers des Haltebauteiles selber aufweist. Z. B. kann die Halteoberfläche einen oder mehrere metallische Haltebolzen oder Vorsprünge aufweisen oder können diese in deren Oberfläche eingebracht sein, oder kann die Oberfläche ein Schleifmittel aufweisen, z. B. ein Schleifmittel, das auf der Mohshärteskala eine Härte von mehr als 9,0 aufweist, vorzugsweise ein Material wie z. B. Karborund (Siliziumkarbit) mit einer Härte auf der Mohshärteskala von mindestens 9,5.
  • Das halterhöhende Mittel kann in die Haltebauteile während der Herstellung eingegossen werden oder sie können in der oder auf die Halteoberfläche nach der Herstellung befestigt werden. Z. B. können Sie mit einem Kleber mit der Halteoberfläche verbunden werden.
  • Das Haltebauteil kann einen ringförmigen oder einen teilweise ringförmigen Aufbau aufweisen und es kann kontinuierlich oder diskontinuierlich um das Rohr angeordnet sein. Z. B. kann das Haltebauteil eine Anzahl, z. B. zwei, drei, vier, fünf oder sechs Bauteile aufweisen, die im Umfang um das Rohr angeordnet sind. Die Haltebauteile können in Segmente unterteilt sein und sie können so angeordnet sein, dass jedes Segment mit einem aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen zusammenwirkt, die den ringförmigen Träger bilden. Die Segmente sind normalerweise schwenkbar miteinander verbunden, um zu ermöglichen, dass das Haltebauteil dem Radius des Rohres entspricht. Alternativ kann das Haltebauteil eine Anzahl von diskreten einzelnen Haltebauteilen aufweisen, die jeweils ausgestaltet sind, mit einem verbundenen Bauteil des ringförmigen Trägers zusammenzuwirken. Wenn einzelne Haltebauteile für jedes verbundene Bauteil vorgesehen sind, können die Haltebauteile auf solch eine Weise verbunden werden, dass die Lücken zwischen den Haltebauteilen variiert werden können, wenn der Umfang der ringförmigen Unterstützung während der Benutzung sich verändert. Somit können z. B. die Haltebauteile miteinander auf eine ähnliche Weise an die Bauteile verbunden werden.
  • Das Haltebauteil und die ringförmige Aussparung weisen vorzugsweise ein zusammenwirkendes Rückhaltemittel auf, um eine zufällige Entfernung des Haltebauteiles zu verhindern. Somit können z. B. das Haltebauteil oder die ringförmige Aussparung ausgestaltet sein, ein oder mehrere zusammenwirkende Vorsprünge und Aussparungen aufzuweisen. Die ringförmige Aussparung kann bevorzugt ausgestaltet sein, eine Rille aufzuweisen, um einen Vorsprung (z. B. einen stängelartigen oder einen zungenartigen Vorsprung) auf dem Haltebauteil aufzunehmen. Die Rille und der Vorsprung sind so ausgestaltet, dass das Haltebauteil fest in Stellung während des Fahrens und der Installation gehalten wird, aber der Widerstand gegenüber einer Freigabe hinreichend niedrig ist, um dem Haltebauteil zu erlauben, sich nach dem Anlegen der zurückziehenden Endlast auf das Rohr zu bewegen.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der ringförmige Träger des Haltemittels aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen gebildet und die verbundenen Bauteile sind so ausgestaltet, dass sie sich nicht in einer vollständig aneinander grenzenden Beziehung vor der Kompression befinden, sondern dass sie im Umkreis voneinander beabstandet sind. Üblicherweise können die Bauteile Oberflächen zwischen den radial inneren Kanten aufweisen, bei denen eine Lücke im Umfang von 10 mm und häufiger weniger als 8 mm, z. B. 4 bis 6 mm vor der Kompression auftritt. Nach der Kompression und der radialen Kontraktion können die Lücken zwischen den radialen inneren Kanten der Oberfläche der Bauteile auf bis zu 100%, z. B. bis zu 90%, in Abhängigkeit von dem tatsächlichen Durchmesser des Rohres in Bezug zu seiner nominalen Größe verringert werden. Um ein Verdrängen des Abdichtungsteils durch die Lücken im Umfang zwischen den Oberflächen der Bauteile zu vermeiden, sind die Bauteile vorzugsweise mit überlappenden oder ineinandergreifenden Vorsprüngen versehen, die dazu dienen, die Lücken abzudecken oder sie mindestens zu verringern. Z. B. kann ein Bauteil mit einem Vorsprung wie einer Zunge oder einem Stab auf einer Seite davon vorgesehen sein, das mit einer Gegenaussparung auf dem anderen Bauteil überlappt. In dem unkomprimierten Zustand reichen die Vorsprünge aus, um die Lücke zu verbergen, und die Vorsprünge und die Aussparungen auf den aneinander grenzenden Bauteilen gleiten in eine überlappende Beziehung, wenn der ringförmige Träger zusammengedrückt wird und die Lücken im Umfang verringert werden. Alternativ oder zusätzlich können die Bauteile mit ineinandergreifenden Vorsprüngen versehen werden, die die Lücken im Umfang verbergen und die in eine überlappende Beziehung getrieben werden, wenn der ringförmige Träger zusammengedrückt wird.
  • Die verbundenen Bauteile sind vorzugsweise mit einem Mittel versehen, um sie zusammen in einen unkomprimierten Zustand zu sichern. Insbesondere weisen die Bauteile eine erste und eine zweite Rastposition auf, wobei die erste Rastposition dazu dient, die Bauteile zusammenzuhalten, und sie ausreichend ist, um eine unbeabsichtigte Kompression während des Transportes oder einer üblichen Behandlung zu verhindern, und wobei bei der zweiten Rastposition die Bauteile während der Benutzung angedrückt werden können.
  • Die verbundenen Bauteile können in vorteilhafterweise durch die Verbindung einer männlichen und einer weiblichen Art zusammen verbunden werden, wie z. B. der Anordnung mit einer Büchse und einem Kugelkopf oder einer Zunge und einer Rille. Vorzugsweise weist jedes Bauteil ein männliches Bauteil und ein weibliches Bauteil auf, aber es ist für abwechselnde Bauteile möglich, dass sie nur männliche Bauteile oder nur weibliche Bauteile aufweisen, obwohl dies weniger bevorzugt ist. Wenn eine Anordnung mit männlichen und weiblichen Bauteilen vorgesehen ist, können das weibliche Bauteil und/oder das männliche Bauteil ineinandergreifende Rippen, Aussparungen oder andere Vorsprünge aufweisen, die als ein Rast dienen, um z. B. mindestens zwei Rastpositionen bereitzustellen, die vorhergehend bestimmt worden sind.
  • Die Bauteile sind üblicherweise drehbar miteinander verbunden, um zu ermöglichen, dass sie sich dem Durchmesser des Rohres anpassen. Wenn z. B. eine Anordnung mit einer Zunge und einer Rille oder einer Anordnung mit einem Kugelkopf und einer Büchse verwendet werden, können somit die Zunge oder der Kugelkopf so ausgestaltet sein, dass sie in der Rille oder in der Büchse drehbar sind. Dementsprechend kann die Zunge eine abgerundete zwiebelartige Kante aufweisen, damit sie sich frei drehen kann.
  • Das Abdichtungsteil ist üblicherweise aus einem geeignet dehnbaren Material gebildet, wie z. B. einem natürlichen oder einem synthetischen Gummi, für das viele Beispiele dem Fachmann bekannt sind und das hier keiner Erörterung bedarf. Das Abdichtungsteil weist vorzugsweise ein Mittel auf, um es an dem Halteteil zu sichern. Z. B. kann das Abdichtungsteil einen Ansatz oder einen anderen Vorsprung aufweisen, die in einer geeignet ausgestalteten Rille oder Aussparung in dem ringförmigen Träger gehalten werden können. Solch eine Aussparung oder eine Rille kann mit einem Rastmittel versehen sein, wie z. B. Rippen, um das Rückhalten des Ansatzes oder des Vorsprunges zu unterstützen.
  • Um dem Nutzer zu ermöglichen, einfach in Erfahrung zu bringen, ob das Halteteil in dem ringförmigen Träger eingebracht ist, kann es mit einem „Signalmittel" versehen sein, wie z. B. einem Streifen oder einem anderen visuell erkennbaren Element oder einem Mittel der Farbkodierung.
  • Nach einem weiteren Gesichtspunkt stellt die Erfindung eine Kombination einer Rohrverbindungsvorrichtung, wie sie vorhergehend beschrieben wurde, und einem Rohr bereit.
  • Nach einem weiteren Gesichtspunkt stellt die Erfindung ein Verfahren zum Verbinden des Endes von einem Rohr mit einer Rohrverbindungsvorrichtung bereit, wobei das Verfahren die Schritte aufweist
    (a) Anordnen der Muffe der Rohrverbindungsvorrichtung, wie sie vorhergehend beschrieben wurde, über das Ende eines Rohres,
    (b) axiales Zusammenziehen des Druckbauteiles und der ringförmigen Muffe, um das Haltemittel zwischen der ersten und der zweiten Widerlageoberfläche zu drücken, um es zu verformen oder das Haltemittel radial nach innen in einen Abdichtungs- und Halteeingriff mit dem Rohr zu bewegen.
  • Nach einem weiteren Gesichtspunkt stellt die Erfindung eine Abdichtungs- und Halteanordnung bereit, wie Sie vorhergehend definiert worden ist.
  • Die Erfindung wird nun dargestellt, aber nicht beschränkt durch Bezug auf die beiliegenden schematischen Zeichnungen, in denen:
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine partielle Querschnittsdarstellung durch eine Rohrverbindung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • 2 ist eine vergrößerte Darstellung von einem Ende der Anordnung, die in der 1 gezeigt ist.
  • 3 ist eine isometrische Darstellung eines einzelnen Bauteils, aus denen der ringförmige Träger des Haltemittels gebildet wird.
  • 4 ist eine isometrische Darstellung eines Halteteils.
  • 5 ist eine isometrische Darstellung eines Dichtungsflansches.
  • 6 ist eine Querschnittsdarstellung einer alternativen Ausgestaltung des Dichtungsflansches.
  • 7 ist eine teilweise unterteilte isometrische Darstellung des Abdichtungs- und Haltemittels im zusammengebauten Zustand.
  • 8 ist eine teilweise unterteilte isometrische Darstellung einer Rohverbindungsvorrichtung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • Unter Bezug auf die Zeichnungen umfasst eine Rohrverbindungsvorrichtung 2, nach einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung im allgemeinen eine zylindrische Muffe 4, die in diesem Ausführungsbeispiel aus duktilen Eisen gegossen worden ist, obwohl sie alternativ aus Stahl gefertigt werden kann, indem z. B. ein zylindrischer Rolling aus einem Formstreifen gebildet und dann der zylindrische Rolling auf die gewünschte Gestalt geformt wird.
  • An jedem Ende weist die Muffe 4 eine geneigte ringförmige Widerlageroberfläche 6 auf. Eine Abdichtungs- und Haltevorrichtung 8 ist zwischen der ersten Widerlageroberfläche 6 und einer zweiten Wiederlageroberfläche 10 eines Druckflansches 12 angeordnet. (Nicht gezeigte) Bolzen des Flansches gehen durch Öffnungen 12a in den Druckflanschen und stellen ein Mittel bereit, um die Druckflansche zusammenzuziehen.
  • Die Abdichtungs- und Haltevorrichtung 8 weist einem Dichtungsflansch 14, der aus einem geeignet dehnbaren Material gebildet ist, ein ringförmiges Bauteil 16 (das dem „ringförmigen Träger" der Ansprüche entspricht) und ein Halteteil 18 auf. Das ringförmige Bauteil 16 (ringförmiger Träger) ist aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen 20 gebildet, die aus einem gepressten Kunststoffmaterial gebildet werden. Die Struktur der Bauteile wird detailliert in den 3 bis 7 gezeigt.
  • Wie am besten in der 3 zu erkennen ist, weist jedes Bauteil 20 eine radial innere Seite 20a, eine radial äußere Seite 20b, eine axial innere Seite 20c, eine axial äußere Seite 20d und sich im Umkreis gegenüberstehende Seite 20e und 20f auf.
  • Die im Umkreis gegenüberstehende Seite 20e in diesem Ausführungsbeispiel weist eine im allgemeinen eine halbkugelförmige zylindrische Rille 22 auf, die sich von einer Zunge 24 erstreckt, die einen zwiebelförmigen Bereich 24a aufweist. Auf der gegenüberliegenden im Umkreis gegenüberstehenden Seite 20f bestimmt ein Paar von vorherstehenden Wänden 26 eine Rille 28 um die die Zunge 24 eines angrenzenden Bauteiles 20 eingepasst werden kann, um die zwei Bauteile miteinander zu verbinden. Rastrippen 30 und 32 stellen ein Mittel bereit, um die Zunge in der Rille zurückzuhalten, und zusammen mit dem zwiebelkopfförmigen Bereich der Zunge 24 bilden sie einen Verbindungsmechanismus eines Schnappverschlusses. Der zwiebelkopfförmige Bereich 24a der Zunge weist eine abgerundete Oberfläche (üblicherweise kreisförmig im Querschnitt) auf und dies ermöglicht der Zunge 24, sich in der Rille 28 zu drehen und somit die Krümmungen der verschiedenen Radien des Rohres Rechnung zu tragen.
  • Die axiale innere Oberfläche des Bauteiles 20 weist einen Streifenbereich 34 auf, der sich davon erstreckt. Hinter dem Streifenbereich 34 ist eine Aussparung angeordnet, die in der Tiefe der Dicke des Streifenbereiches 34 entspricht und die ausgestaltet ist, den Streifenbereich eines angrenzenden Bauteiles aufzunehmen. Die überlappenden Streifenbereiche 34 und die komplimentären Aussparungen dienen dazu, Lücken zwischen den Bauteilen abzudecken und damit zu verhindern, dass der Dichtungsflansch 14 zwischen der Bauteilen unter Druck herausgepresst wird.
  • Die radial innere Seite des Bauteiles weist im allgemeinen eine dreieckige Aussparung 36 auf, die darin ausgebildet ist, wobei die Aussparung sich bis zu einem Schlitz 38 erstreckt, wobei dessen Seitenwände mit Halterippen 40 versehen sind. Auch ist in der radial inneren Seite des Bauteils ein Schlitz 42 angeordnet, wobei dessen Seitenwände mit Halterippen 44 versehen sind.
  • Der Dichtungsflansch 14 weist einen geneigten Bereich 14a, der zwischen der ersten Widerlageroberfläche 6 der Muffe und den axial inneren Seiten des Bauteiles angeordnet ist, und einen im allgemeinen zylindrischen Bereich 14b auf, der zwischen der radial inneren Seite des Bauteiles 20 und dem Rohr angeordnet ist. Ein kurzer radial nach außen ausgerichteter Ansatz 14c wird innerhalb des Schlitzes 42 zurückgehalten, wobei die Halterippen 44 dazu dienen, den Dichtungsflansch sicher im Platz zu verankern.
  • Wie oben erläutert wurde, dienen die überlappenden Streifenbereiche 34 und die komplimentären Aussparungen auf der axial inneren Seite der Bauteile dazu, Lücken zwischen den Bauteilen zu bedecken und dadurch zu verhindern, dass der Dichtungsflansch 14 zwischen den Bauteilen unter Druck hervortritt. Um zu verhindern, dass der zylindrische Bereich 14b zwischen den Bauteilen unter Druck hervortritt, weisen die im Umkreis gegenüberstehenden Seiten der Bauteile Vorsprünge 46 und 50 und Rillen 48 und 52 auf, wodurch die Rillen und Vorsprünge auf einem Bauteil mit den Rillen oder Vorsprüngen auf einem angrenzenden Bauteil ineinandergreifen können, um die Lücke im Umkreis zwischen den Bauteilen abzudecken. Wobei die Lücken im Umkreis zwischen den Oberflächen im Umkreis von aneinander angrenzenden Bauteilen vor der Kompression 5 mm oder mehr betragen können, sind somit die Lücken im wesentlichen durch die überlappenden Zungen 34 und die Vorsprünge/Rillen 6652 abgedeckt, wodurch ein Austreten des Dichtungsringes verhindert wird. Es ist zu beachten, dass die Breite der Rillen niemals mehr als die Breite der Vorsprünge der Rillen beträgt, und somit im allgemeinen nicht mehr als 1 mm beträgt, wodurch die Lücke hinreichend klein ist, an ein Austreten des Dichtungsflansches unter normalen Gebrauchsbedingungen zu verhindern.
  • Das Halteteil 18 ist in der im allgemeinen dreieckigen Aussparung 36 in der radialen inneren Oberfläche des Bauteiles angeordnet. Das Halteteil 18 ist im allgemein kammförmig im Querschnitt und weist einen Rückhaltestängel auf, der sich von dem größeren Ende des Kammes erstreckt. Der Rückhaltestängel wird relativ leicht zwischen den Wänden und den Halterippen des Schlitzes 38 gehalten, wodurch eine unbeabsichtigte Entfernung des Halteteils verhindert wird, aber er andererseits in eine axiale Richtung entlang einer schiefen Oberfläche 56 der Aussparung 36 bewegt werden kann.
  • Das Halteteil kann aus einem Kunststoffmaterial oder einem Metall gebildet werden und weist eine Reihe von Kerbungen auf seiner radial inneren Halteoberfläche auf. Um die Halteeigenschaften der Halteoberfläche zu verbessern, insbesondere bei metallischen Rohren oder Rohren aus einem harten Kunststoffmaterial, wird die Halteoberfläche mit einer mit einem Kleber verbundenen Schicht aus Karobundpulver 54 beschichtet. Alternativ oder zusätzlich können gehärtete Metallhalterungen in die Haltteile eingelassen oder können sie auf deren Oberfläche angebracht werden.
  • Das Halteteil kann als ein einzelnes durchgehendes ringförmiges Teil mit einer Unterbrechung im Umfang vorgesehen sein, um eine radiale Kontraktion zu ermöglichen, oder es kann in der Form einer Anzahl von Haltesegmenten vorgesehen sein, die jeweils mit einer Anzahl von Bauteilen zusammenwirken. Alternativ können die Halteteile als einzelne Einheiten vorliegen, die jeweils einen Bauteil zugeordnet sind. Die Halteteile können in Längen geformt werden, um dann auf die Größe geschnitten zu werden, oder sie können auf die gewünschte Länge geformt werden. Wie in der 4 gezeigt, kann somit das Halteteil als eine Reihe von Segmenten 60 gebildet werden, die durch die Gelenkbereiche 62 verbunden sind. Die Gelenkbereiche 62 ermöglichen dem Halteteil, auf den erforderlichen Radius der Krümmung gebogen zu werden, und stellen auch ein Mittel bereit, um gegebenenfalls die einzelnen Segmente zu trennen. Das Halteteil kann farbkodiert werden oder eine vorherstehende Kennzeichnung aufweisen, um dem Nutzer zu ermöglichen, dass er erkennt, dass das Halteteil sich in der Position befindet, bevor die Verbindung zusammengebaut wird.
  • Bei einem, nicht gezeigten, alternativen bevorzugten Ausführungsbeispiel sind einzelne Halteteile vorgesehen, wobei jedes Halteteil einem einzelnen Bauteil zugeordnet ist. Die einzelnen Halteteile sind drehbar miteinander verbunden, vorzugsweise auf solch eine Art, dass unter Druck die Lücken im Umfang zwischen ihren variiert (dass heißt verringert) werden können. Somit können die Halteteile auf eine Weise verbunden werden, die ähnlich der der Bauteile 20 ist.
  • Um die Halte- und Abdichtungsanordnung zusammenzubauen, wird eine Anzahl der Bauteile 20 miteinander verbunden, indem sie miteinander gleitend eingebracht werden, um eine ringförmige „Armband"-Anordnung zu bilden, und die Halteteile werden in Stellung gebracht. Die Rastrippen 30 und 32 bestimmen eine dazwischen liegende oder eine erste Raststellung, die den zwiebelförmigen Bereich 24a der Zunge fest in Stellung während des Aufbaus und vor der Kompression hält. Diese erste Raststellung dient dazu, eine unbeabsichtigte Kompression oder eine Kontraktion des Haltemittels während des Fahrens und der üblichen Bearbeitung zu verhindern. Der Dichtungsflansch 14 wird dann an den ringförmigen Träger angebracht, wobei der innere Ansatz 14c innerhalb des Schlitzes 42 von jedem Bauteil gehalten wird. Die zusammengebaute Halte- und Abdichtungsanordnung kann dann innerhalb des aufgeweiteten Endes 6 der Muffe 4 und in der Stellung durch den Druckflansch 10 und die (nicht dargestellten) Druckbolzen gehalten werden.
  • Ein Rohr kann in ein Ende der zusammengebauten Verbindung eingeführt werden, wobei das Rohrende hinreichend weit eingeführt wird, so dass es hinter der Halte- und Abdichtungsanordnung vorsteht. Um die Verbindung zu vollenden, werden die Bolzen des Flansches festgezogen, wodurch die zwei Flansche zusammengezogen werden, was bewirkt, dass die Abdichtungs- und Halteanordnungen zwischen den Druckflanschen und dem geneigten Oberflächen der ausgeweiteten Enden der Muffe zusammengedrückt werden. Wenn die Abdichtungs- und Halteanordnungen zusammengedrückt werden, wird der ringförmige Träger der verbundenen Bauteile radial nach innen zu dem Rohr verlagert, so dass der zylindrische Bereich des Abdichtungsflansches 14 gegen das Rohr abdichtet und die Halteoberfläche des Halteteils in Haltekontakt mit dem Rohr kommt. Gleichzeitig wird der geneigte Bereich des Abdichtungsflansches zwischen der axial inneren Seite der Bauteile 20 und der geneigten Oberfläche 6 des ausgeweiteten Endes der Muffe zusammengedrückt, wodurch eine Abdichtung zwischen der Abdichtungs- und Halteanordnung und der Muffe gebildet wird.
  • Wenn die Abdichtungs- und Halteanordnung zusammengedrückt wird, werden die einzelnen Bauteile 20, die vor der Kompression im Umfang Lücken dazwischen aufweisen, mehr in einer Umfangsrichtung zusammengezwungen, wodurch sich ergibt, dass die Abdichtungs- und Halteanordnung einer radialen Kontraktion unterliegt. Wenn die Bauteile sich zusammenbewegen, werden die zwiebelartigen Bereiche 24a der Zungen 24, die sich zwischen den Rasten 30 und 32 in den Wänden der Rille 28 in der ersten Rastposition vor der Kompression befinden, in die zweite Rastposition nach dem Rast 32 zu den blinden Enden der Rille gezwungen.
  • Ein besonderer Vorteil der Verbindung der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass das Vorliegen des separaten axial bewegbaren kammartigen Halteteils eine effizientere und effektivere Haltewirkung auf das Rohr darstellt. Wenn eine axiale Endlast auf das Rohr in eine Richtung angelegt wird, die von der Verbindung wegweist, wird eine Rückstellung des Rohres aus der Verbindung durch den Haltering verhindert. Wie aus den Zeichnungen ersichtbar ist, wird, wenn das Rohr P in die Richtung D weg von der Verbindung gezogen wird, das Halteteil mit ihm bewegt, mit dem Ergebnis, dass die geneigte Oberfläche 58 des Halteteils dazu neigt, gegen die schiefe Oberfläche 56 der Aussparung anzuliegen, wodurch das Halteteil radial nach innen in eine noch festeren Halteeingriff mit dem Rohr gezwängt wird, wodurch eine weitere Bewegung verhindert wird.
  • Ein weiterer Vorteil der Verbindung und insbesondere des Abdichtungs- und Haltemittels liegt darin, dass das Haltemittel einfach ohne besondere Werkzeuge entfernt werden kann. Die Verbindung kann demzufolge in Situationen verwendet werden, bei denen ein Haltering als unnötig oder unerwünscht erachtet wird.
  • Die Rohrverbindungsvorrichtung, die in der 1 gezeigt ist, zeigt eine Verbindungsmuffe, in der die Bolzen des Flansches sich von einem Ende der Muffe zum anderen erstrecken, wobei die Bolzen durch Öffnungen 12a in beiden Flanschen gehen. Bei einem alternativen und bevorzugten Ausführungsbeispiel, das in der 8 gezeigt ist, weist allerdings die Muffe 102 ein angeflanschtes Ende 102a auf, das Öffnungen 102b aufweist, die mit Öffnungen 112a in dem Druckflansch 112 ausgerichtet sind. Bolzen 160 des Flansches gehen durch die Öffnungen und können mit Müttern 162 festgezogen werden, um den Druckflansch und die Muffe zusammenzuziehen, um die Abdichtungs- und Halteanordnung zusammenzudrücken.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Variation, die in der 6 gezeigt ist, weist der Dichtungsflansch 114 Rippen 114d, um ein verbessertes Abdichtungsvermögen bereitzustellen, und einen zwiebelförmigen Endansatz 114c auf, um den Rückhalt des Bauteiles 20 in der Rille 42 zu unterstützen.

Claims (20)

  1. Rohrverbindungsvorrichtung (2) mit: einer Verbindungsmuffe (4), die ein Ende aufweist, das ausgestaltet ist, da drin ein flaches Ende eines Rohres aufzunehmen, und die eine ringförmige erste Widerlageroberfläche (6) aufweist, einem Druckbauteil (12), das angeordnet ist, das Rohr zu umgeben, und das eine ringförmige zweite Widerlageroberfläche (10) aufweist, einer Abdichtungs- und Haltevorrichtung (8), um gegen das Rohr abzudichten und es zu halten, und einem Mittel, um das Druckbauteil (12) und die Verbindungsmuffe (4) axial zuzuziehen, um die Abdichtungs- und Haltevorrichtung (8) zwischen der ersten und der zweiten Widerlageroberfläche (6, 10) zusammen zu drücken, um dadurch in einen Abdichtungs- und Halteeingriff mit dem Rohr die Abdichtungs- und Haltevorrichtung (8) zu verformen oder radial nach innen zu bewegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtungs- und Haltevorrichtung (8) ein Abdichtungsbauteil (14) und ein Haltemittel (18) aufweist, dass das Haltemittel (18) einen radial zusammenziehbaren ringförmigen Träger (16) aufweist, dass der radial zusammenziehbare ringförmige Träger (16) eine ringförmige Aussparung (36) an dessen radialer Innenseite (20a) aufweist, dass ein Haltebauteil (18) innerhalb der ringförmigen Aussparung (36) angeordnet ist und dass eine Halteoberfläche (54) des Haltebauteiles (18) und der ringförmige Träger (16) für eine relative axiale Bewegung angeordnet sind, wobei das Haltebauteil (18) und die ringförmige Aussparung (36) so angeordnet sind, dass in Antwort auf eine axiale nach außen gerichtete Bewegung des Rohres die Halteoberfläche (54) des Haltebauteiles (18) radial nach innen und in einen festeren Haltekontakt mit dem Rohr bewegt wird.
  2. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der ringförmige Träger (16) aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen (20) gebildet ist.
  3. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei der ringförmige Träger (16) aus einer Anzahl von verbundenen Bauteilen (20) gebildet ist, die sich näher zusammen in Umfangsrichtung bewegen, wenn sie einem radialen Druck unterworfen werden, wobei die Bauteile jeweils eine Aussparung auf einer deren radialen Innenoberflächen aufweisen und die Aussparungen zusammen die ringförmige Aussparung bestimmen, in der das Haltebauteil (18) aufgenommen wird.
  4. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die ringförmige Aussparung ausgestaltet ist, eine ringförmige Mitnehmeroberfläche (56) bereit zu stellen, die gegen eine radiale äußere Oberfläche (58) des Haltebauteiles andrückt, um das Haltebauteil (18) radial nach innen gegen das Rohr zu treiben.
  5. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Haltebauteil (18) im Wesentlichen keilförmig ist und die ringförmige Aussparung (36) eine schiefe Oberfläche (56) bildet, die entlang einer äußeren radial geneigten Oberfläche (56) gegen die Keilform des Haltebauteils (18) andrückt, um das Haltebauteil radial nach innen gegen das Rohr zu treiben.
  6. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haltebauteil (18) aus einem Kunststoff gebildet ist.
  7. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Halteoberfläche (54) Kerbungen, Rillen oder andere halterhöhende Vorsprünge aufweist.
  8. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Halteoberfläche (54) mit einem halterhöhenden Mittel versehen ist, das eine größere Härte als die Härte des Hauptkörpers des Haltebauteiles (18) selber aufweist.
  9. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 8, wobei das halterhöhende Mittel ausgewählt wird aus: (i) einem oder mehreren metallischen Haltebolzen oder Vorsprüngen auf oder in der Halteoberfläche, (ii) einem Schleifmittel, zum Beispiel einem Schleifmittel, das auf der Mohshärteskale eine Härte von mehr als 9,0 aufweist, vorzugsweise ein Material wie zum Beispiel Karborund (Silizumkarbid) mit einer Härte auf der Mohshärteskale von mindestens 9,5, das auf der Halteoberfläche eingelassen oder darauf beschichtet ist und deren Kombinationen.
  10. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haltebauteil (18) eine Anzahl, zum Beispiel zwei, drei, vier, fünf oder sechs, von in Segmente aufgeteilten Bauteilen aufweist, die im Umfang um das Rohr angeordnet sind.
  11. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10 und jedem Anspruch, der von diesen abhängig ist, wobei jedes Bauteil (20) des ringförmigen Trägers (16) ein einzelnes, individuelles Haltebauteil (60) aufweist, das ihnen zugeordnet ist.
  12. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 11, wobei die individuellen Haltebauteile (60) aneinandergrenzender Bauteile schwenkbar miteinander verbunden (62) sind.
  13. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 12, wobei die individuellen Haltebauteile schwenkbar mit einer Verbindung verbunden sind, die ein Mittel (60, 62) aufweist, um die Umfangsdistanz zwischen den Haltebauteilen zu verändern.
  14. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haltebauteil und die ringförmige Aussparung ein zusammenwirkendes Rückhaltemittel aufweisen, um eine zufällige Entfernung des Haltebauteiles zu verhindern.
  15. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, wobei die Bauteile mit überlappenden oder ineinander greifenden Vorsprüngen (34) versehen sind, die dazu dienen, Lücken im Umfang zwischen den Bauteilen zu bedecken oder wenigstens zu verringern, um ein Verdrängen des Abdichtungsbauteils (14) durch die Lücken im Umfang zwischen den Oberflächen der Bauteile zu verhindern.
  16. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, wobei die Bauteile (20) eine erste und eine zweite Rastposition (30, 32) aufweisen, wobei die erste Rastposition (30) dazu dient, die Bauteile (20) zusammen zu halten und ausreichend zu sein, um eine unbeabsichtigte Kompression zu verhindern, und eine zweite Rastposition (32), an die die Bauteile während der Nutzung gedrückt werden können.
  17. Rohrverbindungsvorrichtung nach Anspruch 16, wobei die Bauteile (20) miteinander über eine Anordnung einer Zunge (22) und einer Rille (28) oder über eine Anordnung einer Kugel und einer Buchse verbunden sind.
  18. Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haltebauteil (18) ein „Signalmittel", wie zum Beispiel einen Streifen oder andere visuell erkennbare Elemente und/oder ein Mittel der Farbcodierung aufweist, um den Nutzer bei der Bestimmung zu unterstützen, ob das Haltebauteil sich in der Stellung befindet.
  19. Kombination einer Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Rohr.
  20. Verfahren zum Verbinden des Endes von einem Rohr mit einer Rohrverbindungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die Schritte aufweist: (a) Anordnen der Verbindungsmuffe der Rohrverbindungsvorrichtung über das Ende eines Rohres, (b) axiales Zusammenziehen des Druckbauteiles und der Verbindungsmuffe, um das Haltemittel zwischen der ersten und der zweiten Widerlageroberfläche zu drücken, um in einen Abdichtungs- und Halteeingriff die Haltemittel zu verformen oder radial nach innen zu bewegen.
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