-
GEBIET DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur bedarfsweisen Herstellung
von Chlordioxid und zu einem Chlordioxid-Generator, der bei dem Verfahren
verwendet werden kann. Die Erfindung eignet sich insbesondere zur
Verwendung in einer medizinischen Einrichtung zur Erzeugung eines Stroms
von wässrigem
Chlordioxid für
die Sterilisation von medizinischen und zahntechnischen Geräten oder
zur Wundspülung
oder Asepsis der Haut.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Chlordioxid
ist ein wichtiges Sterilisationsmittel in medizinischen Einrichtungen,
wie z. B. in Praxen und Krankenhäusern.
Es kann aus Gemischen verschiedener Reagenzien geformt werden, u.
a.: Chlorit und Säure;
Chlorat, Peroxid und Säure;
und Chlorit, Hypochlorit und einem geeigneten Puffer. Chlordioxid
verfügt über hervorragende
sterilisierende und bakterizide Eigenschaften und es ist bei oraler Einnahme
bei Menschen und Tieren relativ sicher.
-
-
Das
Mischen von Chargen von Chlordioxid-Lösungen zur Verwendung in Sterilisationsgeräten oder
anderen Anwendungen ist nicht immer einfach. Demnach besteht ein
Bedarf nach einem Gerät zur „bedarfsweisen" Herstellung von
Chlordioxid in einem medizinischen Umfeld.
-
Ein
Gerät zur
Herstellung von Chlordioxid ist aus
US
Patent Nummern 4,534,952 und
6,051,135 und
der Internationalen Patentveröffentlichung
Nummer
WO 03/000586 bekannt.
Diese Geräte
sind aber für
Anwendungen, wie z. B. Pulpebleichen, Fettbleichen und Wasseraufbereitung
bestimmt. Bei vielen dieser Anwendungen können Reagenzien wie z. B. Schwefelsäure sowie
die Anwesenheit von nicht umgesetzten Reagenzien und Nebenprodukten,
wie z. B. Schaum in der Chlordioxid-Lösung
toleriert werden.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Nach
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur Erzeugung eines Stroms von wässriger
Chlordioxid-Sterilisationsflüssigkeit
zur Verwendung bei der Sterilisierung von medizinischen und zahnärztlichen
Geräten
oder zur Wundspülung
oder aseptischen Hautbehandlung bereitgestellt, wobei das Verfahren
Folgendes umfasst:
Pumpen von Flüssigkeitsanteilen eines ersten
Reagenz und eines zweiten Reagenz in das proximale Ende einer länglichen
Reaktionskammer, wobei die Reagenzien so ausgewählt werden, dass sie zur Bildung
von wässrigem
Chlordioxid miteinander reagieren;
Bereitstellen eines Wasserstroms
um das oder neben dem distalen Ende der Reaktionskammer;
fortgesetztes
Pumpen von Flüssigkeitsanteilen
der Reagenzien, damit das Reagenzgemisch durch die Reaktionskammer
und dann in den Wasserstrom läuft,
um einen Strom aus wässriger
Chlordioxid-Sterilisationsflüssigkeit
zu bilden;
wobei die Pumpgeschwindigkeiten und die inneren Abmessungen
der länglichen
Reaktionskammer so gewählt
sind, dass die Reaktion zur Bildung von Chlordioxid im Wesentlichen
abgeschlossen ist, wenn das Reagenzgemisch aus der Reaktionskammer
austritt; und
wobei das Pumpen der Flüssigkeitsanteile der Reagenzien
fortgesetzt wird, bis eine gewünschte
Menge der Sterilisationsflüssigkeit
erzeugt ist;
wobei das Pumpen jedes Reagenz mithilfe einer Membranpumpe
oder einer Kolbenpumpe über
ein Druckregelventil durchgeführt
wird, so dass jeder Flüssigkeitsanteil
im Wesentlichen mit konstantem Druck gepumpt wird.
-
Durch
das Pumpen durch ein Druckregelventil können genau abgemessene Anteile
jedes Reagenz abgegeben werden. Das bedeutet wiederum, dass eine
genau abgemessene Menge Chlordioxid in den Wasserstrom gespritzt
werden kann, um eine Sterilisationsflüssigkeit mit einer Chlordioxidkonzentration
bereitzustellen, die für
den jeweiligen Anwendungszweck geeignet ist.
-
Der
Wasserstrom kann Druckwasser aus der Leitung sein oder er kann mit
einem anderen, für
den jeweiligen Verwendungszweck passenden Druck gepumpt werden.
Das Chlordioxid kann beispielsweise in Wasser gespritzt werden,
das mit niedrigem Druck aus einem Flaschenvorrat für Anwendungen
am Verwendungsort, wie z. B. Wundspülung bei einer Operation, gepumpt
wird.
-
Das
Verfahren ermöglicht
die Bereitstellung von Chlordioxid auf kontinuierlicher Basis zur
direkten Injektion in einen Wasservorrat mit einer Geschwindigkeit,
die durch die Anwendung vorgegeben ist. Bei Verwendung von Leitungswasser
werden nur zwei separate Pumpen benötigt, bei Anwendungen mit Wasser
in Flaschen werden drei Pumpen benötigt.
-
Die
Flüssigkeitsanteile
können
gleichzeitig oder nacheinander gepumpt werden. Vorzugsweise werden
die Flüssigkeitsanteile
gleichzeitig gepumpt. In einer Ausführungsform werden die Flüssigkeitsanteile
abwechselnd bei niedrigen Strömungsraten
und gleichzeitig bei höheren
Strömungsraten
gepumpt. Diese Anordnung erleichtert die Anpassung an eine Vielzahl
von Strömungsraten
innerhalb der Leistungsspezifikation der Pumpen. Für sehr niedrige Strömungsraten
können
minimale Volumen gepumpt werden, im Vergleich zu dem Volumen, das
bei einem vollständigen
Pumpenzyklus ausgegeben wird. Vorzugsweise wird jedes Reagenz mit
derselben Geschwindigkeit gepumpt, so dass gleiche Volumen gemischt
werden.
-
Es
ist wichtig, dass die Reagenzien so ausgewählt werden, dass die Sterilisationsflüssigkeit
für Anwendungen
wie z. B. Wundspülung
physiologisch annehmbar ist. Bevorzugte Reagenzien sind Chlorit (insbesondere
Natriumchlorit) und organische Säuren
(insbesondere ein Gemisch aus Zitronensäure, Sorbinsäure und
Borsäure).
Der Einfachheit halber wird die Erfindung hiernach mit Bezug auf
die Verwendung von Natriumchlorit-Lösung als erstes Reagenz (oder „Base") und ein Gemisch
aus Zitronensäure-,
Sorbinsäure-
und Borsäurelösungen als zweites
Reagenz (oder „Aktivator") beschrieben. Es versteht
sich jedoch, dass die Erfindung nicht auf diese bevorzugte Ausführungsform
beschränkt
ist. Für Anwendungen,
bei denen medizinische Geräte
sterilisiert werden, kann ein Korrosionshemmer zugefügt werden,
insbesondere zum Aktivator. Geeignete Korrosionshemmer sind in
EP 0 785 719 beschrieben. Diese
Hemmer werden für
die vorliegende Anwendung bevorzugt, aber es können auch andere geeignete
Korrosionshemmer verwendet werden.
-
Wir
haben gefunden, dass sowohl Kolbenpumpen als auch Membranpumpen
in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Der Pumpenkörper und
die Ventilbauteile, die mit ClO2 in Berührung kommen,
bestehen vorteilhaft aus Edelstahl, Keramik oder einer chemisch
widerstandsfähigen Sorte
eines Kunststoffmaterials, wie z. B. PVDF oder PTFE. Membranpumpen
werden aus Kostengründen besonders
bevorzugt und die Erfindung wird der Einfachheit halber hierin mit
Bezug auf die Verwendung von Membranpumpen beschrieben. Die Membranen sind
vorzugsweise mit PTFE beschichtet.
-
Jede
Pumpe ist vorzugsweise mit einem Entlüftungsventil versehen, damit
sie entlüftet
werden kann. In einer bevorzugten Ausführungsform werden Pumpen elektronisch
von einem Schrittmotor gesteuert. Der Schaft des Schrittmotors ist
besonders bevorzugt mit einem optischen Codierer zur präzisen Messung
der Schaftbewegung ausgestattet. Durch Weiterleitung der Messdaten
von optischen Codierern zum elektronischen Regler kann eine sehr
präzise
Messung und Kontrolle des Pumpenbetriebs erreicht werden. Dies gestattet
wiederum die Zufuhr von präzise
kontrollierten Mengen wässrigen
Chlordioxids in den Wasserstrom.
-
Neben
der präzisen
Kontrolle der Pumpen ist es auch wünschenswert, die Konzentration
von Chlordioxid in der Sterilisationsflüssigkeit zu messen, beispielsweise
durch Verwendung einer ionenselektiven Elektrode oder einer anderen
Sonde, um zu bestätigen,
dass sie innerhalb akzeptabler Grenzen liegt oder um Anpassungen
der Prozessparameter auszulösen.
Die Messung der Wasserströmungsrate und
die Durchführung
des Verfahrens unter einer geschlossenen Feedback-Reglungsanordnung
wird ebenfalls bevorzugt. Je nach gewünschter Chlordioxid-Konzentration
in der Sterilisationsflüssigkeit
und der Strömungsrate
werden die Pumpen so gesteuert, dass sie die Reagenzien mit der
erforderlichen Geschwindigkeit, die durch optische Codierer überwacht
und bei Bedarf dynamisch angepasst wird, in die Reaktionskammer
dosieren.
-
Die
Sonde kann mit einem Prozessor verbunden sein, der ein sicht- oder
hörbares
Signal abgibt, wenn die gemessene Chlordioxid-Konzentration innerhalb
der vorgegebenen Grenzen liegt. Beispielsweise könnten weiße, grüne und rote Lampen auf eine
zu niedrige Konzentration, eine akzeptable Konzentration bzw. eine
zu hohe Konzentration hinweisen.
-
Aufgrund
von räumlichen
Beschränkungen in
medizinischen Umfeldern, wie z. B. Operationssälen, ist die Reaktionskammer
vorzugsweise gekrümmt
oder gebogen, damit sie kompakter ist. Besonders bevorzugt ist die
Reaktionskammer eine Spule, insbesondere eine spiralförmige Spule.
Die Erfindung wird der Einfachheit halber mit Bezug auf die Verwendung
einer spiralförmigen
Spule beschrieben. Eine bevorzugte Verweilzeit in der Spule liegt
im Bereich von 20–40
Sekunden, insbesondere ca. 30 Sekunden. Um Pumpenraten von 20 ppm
ClO2 in Wasser bei einer Strömungsgeschwindigkeit
von 20 l/min zu erreichen, haben wir gefunden, dass eine Mischspule
mit einer Kapazität
von 20 ml mit einem Innendurchmesser von ca. 4 mm geeignet ist,
während
für größere Mischspulen
von 100 ml oder 200 ml Kapazität
(zum Erreichen von 100 ppm bzw. 200 ppm) ein Innendurchmesser von
ca. 8 mm geeignet ist. In jedem Fall wird die Kapazität der Spule
so gewählt,
dass eine Verweilzeit von ca. 30 Sekunden die gewünschte ClO2-Konzentration in der Sterilisationsflüssigkeit
ergibt.
-
Entlüftungsventile
können
vorgesehen werden, um Abführen
der Reagenzien und von Chlordioxid aus der Reaktionskammer zu ermöglichen.
Durch Entleeren der Reaktionskammer, wenn Chlordioxid nicht benötigt wird,
kann die Lebensdauer der Reaktionskammer und der zugehörigen Ventilelemente verlängert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform
gestattet die Ventilanordnung Spülen
der Reaktionskammer mit Wasser aus dem Wasservorrat, der den Wasserstrom
zur Bildung der Sterilisationsflüssigkeit
bereitstellt.
-
Produktvarianten
-
Der
ClO2-Generator muss ClO2 für eine Vielzahl
verschiedener Dosieranforderungen bereitstellen können.
-
Bei
einigen ist es erforderlich, dass ClO2 in einen
Leitungswasservorrat bis zu 400 kPa gespritzt wird, während bei
anderen ClO2 in Wasser gespritzt werden
muss, dass mit niedrigem Druck aus einem Flaschenvorrat für Anwendungen
am Einsatzort, wie z. B. Wundspülung
bei einer Operation, gepumpt wird. Die Konzentration von ClO2 und die Strömungsrate schwanken je nach
Anwendungszweck. In der Regel liegen die ClO2-Konzentrationen im
Bereich von 5 ppm bis 200 ppm, insbesondere 20 ppm bis 200 ppm,
während
die Strömungsgeschwindigkeiten von
dosiertem Wasser im Bereich von 0 bis 30 Liter pro Minute liegen.
-
Produktvariante
1 – Eine
Vorrichtung, die dem eingehenden Leitungswasservorrat ClO2 in einer Konzentration von 20 ppm zur Verwendung
im Spülzyklus
von Endoskop-Wasch-Desinfektionsmaschinen zufügt.
-
Produktvariante
2 – Eine
Vorrichtung, die dem eingehenden Leitungswasservorrat ClO2 in einer Konzentration von 20 ppm zur Verwendung
im Spülzyklus
von Endoskop-Wasch-Desinfektionsmaschinen zufügt und die dem eingehenden
Leitungswasservorrat ClO2 in einer Konzentration
von 80 ppm zur Verwendung im Dekontaminationszyklus zufügt.
-
Produktvariante
3 – Eine
Vorrichtung, die dem eingehenden Leitungswasservorrat ClO2 in einer Konzentration von 200 ppm zur
Verwendung im Dekontaminationszyklus von Endoskop-Wasch-Desinfektionsmaschinen
zufügt.
-
Produktvariante
4 – Eine
Vorrichtung, die automatisch ClO2 in einer
Verdünnung
von 20 ppm den Rückflussverhinderern
zufügt,
die an mehreren Stellen im Krankenhaus am Leitungswasser-Vorratskreislauf
angebracht sind. Vorlauftanks werden angebracht, um sicherzustellen,
dass am Anwendungsort im Krankenhaus keine Verunreinigungen in die
eingehende Hauptwasser leitung eingedrungen sind. ClO2 wird
zurzeit in einer Verdünnung
von 20 ppm manuell vom Wartungsteam in den Tank gegeben. Dieser
Vorgang könnte
auch automatisiert werden.
-
Produktvariante
5 – Eine
Vorrichtung, insbesondere zur Verwendung im Endoskop-Reinigungsraum
von Krankenhäusern,
die mit einem Waschprogramm mit 4 Abflussbecken arbeiten. Becken
1 ist für Waschmittel
bestimmt. Becken 2 ist für
die Wasserspülung
mit gefiltertem Wasser bestimmt. Becken 3 ist für Desinfektionsmittel bestimmt.
Becken 4 ist für die
Spülung
mit gefiltertem Wasser bestimmt. Jedes Becken hat einen an der Wand
befestigten Wasserhahn darüber.
-
Dieses
System findet man häufig
in Frankreich, wo zurzeit Glutaraldehyd verwendet wird. Neben den
gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Vorteilen von ClO2 besteht der Wunsch, Glutaraldehyd nicht
mehr zu verwenden, weil es die CJD-Prionen nicht wirksam vernichtet
und weil es für den
Menschen toxisch ist.
-
Bei
dieser Variante würde
eine Dosis von 400–2000
ppm in das Desinfektionswasser als Ersatz von Glutaraldehyd gelangen.
Das Gerät
kann unter dem Becken befestigt werden und ClO2 kann über Leitungen
zu dem an der Wand befestigten Wasserhahn geleitet werden.
-
Produktvariante
6 – Als
freistehende Spüleinheit,
die ClO2 in einer Konzentration von 20 ppm als
biozide Wascheinheit zuführt.
Typische Anwendungen wären
Wundspülung
bei einer Operation, Hüftersatzoperation,
im zahnmedizinischen Bereich und zum Waschen und Desinfizieren von
Füßen von Diabetikern,
die für
Fußinfektionen
anfällig
sind. Die mobilen Spüleinheiten
müssten
in der Regel Base und Aktivator sowie steriles Wasser aus 5-Liter-Flaschen
pumpen.
-
Für Produktvarianten
1 bis 3 wird ClO2 in einer Rate benötigt, die
von den Wasch-Desinfektionsmaschinen diktiert wird, während für Konfigurationen 4
und 5 ClO2 in einer Rate benötigt wird,
die von der Strömungsrate
des Leitungswasservorrats diktiert wird und Konfiguration 6 ClO2 in einer relativ langsamen Strömungsrate
benötigt,
die von der Geschwindigkeit der Pumpe diktiert wird, die für Anwendungen mit
Wasservorräten
in Flaschen angemessen ist.
-
Damit
der ClO2-Generator eine Vielzahl von Anwendungen
mit der Mindestmenge an gelagertem und chargenproduziertem ClO2 bedienen kann, diktiert die Rate, mit der
wir Base und Aktivator mischen und sie 30 Sekunden reagieren lassen,
die Rate, mit der wir kontinuierlich ClO2 dem
Wasservorrat zufügen
können.
-
Die
höchsten
Strömungsraten
zum Pumpen von gemischter Base und Aktivator finden sich bei Anwendungen,
bei denen ClO2 in den Leitungswasservorrat
in Konzentrationen von 200 ppm injiziert werden muss. Diese Konzentration
erfordert eine Dosisrate von 13,3 ml ClO2-Reagenzgemisch
pro Liter Wasser. Um eine Beschädigung
der Durchflussmesser und inneren Bauteile des ClO2-Generatorsystems zu
verhindern, wird die Strömungsrate
vorzugsweise auf 15–20
Liter pro Minute begrenzt. Die Dosierrate liegt daher im Bereich
von 202–270
ml/min für
diese Anwendungen.
-
Für Endoskop-Wasch-Desinfektionsmaschinen
wurde die erwartete maximale Rate, mit der ClO2 vom
Generator erzeugt werden muss, zu 40 ml ClO2-Lösung pro
Minute berechnet. Diese Dosierrate geht davon aus, dass für Wäscher 40
ml ClO2 Reaktionsgemisch in 30 Liter Wasser
in einer Minute für den
Spülzyklus
und 160 ml Reaktionsgemisch in 30 Liter Wasser in vier Minuten für den Dekontaminationszyklus
gespritzt werden müssen.
Diese Konzentrationen erfordern eine Dosisrate von 1,3 ml bzw. 5,3 ml
ClO2-Reaktionsgemisch pro Liter Wasser.
-
Diese
Dekontaminationsdosisrate geht von einer ClO2-Konzentration von
80 ppm anstelle von 200 ppm aus, basierend auf einem kombinierten Spül-Dosissystem
und einem Dekontaminations-Dosissystem, das den Wasch-Desinfektionsmaschinen eine
Mindestdosis von 20 ppm für
das gesamte in die Maschine eindringende Wasser zuführt. Es
ist wahrscheinlich, dass die Dekontamination mit einer niedrigeren
ClO2-Dosis von 80 ppm durchgeführt werden kann,
wenn man bedenkt, dass das Bakterienwachstum im Waschsystem mit
der niedrigen Dosis von 20 ppm Spülwasser bereits minimiert wurde.
-
Zusammenfassung:
-
Für Produktvarianten
1, 2, 4 und 6 wird eine niedrige Dosis (ca. 20 ppm) benötigt. Die
Dosiskonzentration liegt bei ca. 1,3 ml/Liter H2O
mit einer Strömungsrate
von 40 ml/Minute. Für
die Dosierung für die
Dekontaminationsphase mit einem kombinierten Spül/Dekontaminationsprodukt (Variante
2) wird eine Dosiskonzentration von 5,3 ml ClO2-Reaktionsgemisch
pro Liter H2O mit einer Strömungsrate
von 40 ml/Minute verwendet.
-
Eine
hohe Dosis (ca. 200 ppm) ist für
Produktvarianten 3 und 5 notwendig. Die Dosiskonzentration beträgt ca. 13,3
ml/Liter H2O mit einer Strömungsrate
von 40 ml/Minute für
Produktvariante 3 und maximal 270 ml/Minute für Produktvariante 5.
-
Anwendungen
wie z. B. die Verwendung in Dentalleitungen und für die Wundspülung oder
zur Verhinderung des Aufbaus von biologischen Filmen in Systemen
können
ClO2-Konzentrationen
unter 20 ppm, in der Regel von ca. 5 ppm erfordern.
-
Weitere
Aspekte und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung,
den Zeichnungen und den Ansprüchen
hervor.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Die
Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezug auf die folgenden schematischen
Zeichnungen weiter beschrieben.
-
In
den Zeichnungen zeigen:
-
1 ein
Fließdiagramm
eines Verfahrens zur Erzeugung eines Stroms wässriger ClO2-Sterilisationsflüssigkeit
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
2 und 3 Fließdiagramme
von Verfahren zur Messung der ClO2-Konzentration
in einer Sterilisationsflüssigkeit,
die gemäß den Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung erzeugt wurde;
-
4 ein
Fließdiagramm
eines Verfahrens zur Erzeugung eines Stroms wässriger ClO2-Sterilisationsflüssigkeit
gemäß einer
anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
5 ein
Fließdiagramm
eines Verfahrens gemäß einer
bestimmten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
-
6 eine
perspektivische Ansicht eines Geräts zur Erzeugung von wässrigem
Chlordioxid gemäß dem in 5 gezeigten
Verfahren;
-
7 eine
perspektivische Ansicht des Geräts
aus 6 mit abgenommener Abdeckung;
-
8 eine
perspektivische Ansicht des Geräts
aus 7 mit geöffnetem
Kontrollfeld und Elektronikfeld;
-
9 eine
perspektivische Ansicht des Geräts
aus 8 mit abgenommener unterer Abtrennung;
-
10 und 11 die
untere Verteileranordnung aus 8 als aufgerissene
Ansicht bzw. als perspektivische Ansicht;
-
12 und 13 die
obere Verteileranordnung aus 8 als aufgerissene
Ansicht bzw. als perspektivische Ansicht;
-
14 eine
aufgerissene Ansicht der Verteiler und Bügelanordnung aus 8;
-
15 eine
perspektivische Ansicht eines Sensors und einer Haltetankanordnung
zur Verwendung mit dem Gerät
aus 6;
-
16 die
elektrische Architektur einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
-
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
-
1 zeigt
ein Gerät
zur Erzeugung eines Stroms von wässrigem
Chlordioxid (ClO
2) als Sterilisationsflüssigkeit
zur Verwendung bei der Sterilisation von medizinischen und zahnmedizinischen
Instrumenten oder zur Wundspülung
oder Hautasepsis. Die Konzentration von ClO
2 schwankt
je nach beabsichtigtem Anwendungszweck. Das Gerät umfasst eine erste Pumpe
(Pumpe A), die mit einer Rasenquelle verbunden ist, und eine zweite
Pumpe (Pumpe B), die mit einer Aktivatorquelle verbunden ist. In
diesem Beispiel sind Base und Aktivator wie in Beispiel 3 von
EP 0 785 719 beschrieben
zusammengesetzt. Wenn Base und Aktivator vermischt werden, reagieren
sie und ergeben wässriges
ClO
2. Das Reaktionsgemisch hat vorzugsweise
einen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 6,5, insbesondere von 5,5 bis
6,5.
-
Der
Ausgang jeder Pumpe ist mit dem proximalen Ende einer röhrenförmigen Spiralspule (ClO2-Mischspule) verbunden, die als längliche
Reaktionskammer fungiert. Mit fortgesetztem Pumpvorgang wird Reaktionsgemisch
nacheinander durch die Mischspirale bis zum distalen Ende der Spule
gepumpt. Bei fortgesetztem Pumpen gelangt das Reaktionsgemisch in
ca. 30 Sekunden durch die Mischspule und während dieser Zeit ist die Reaktion
zur Bildung von ClO2 im Wesentlichen fertig.
Bei weiterem Pumpen wird das Reaktionsgemisch in eine Leitung gespritzt,
durch die ein Wasserstrom läuft.
Das Reaktionsgemisch mischt das Wasser zur Bildung eines Stroms
von wässriger
ClO2-Sterilisationsflüssigkeit. Je nach Pumpengeschwindigkeit
kann die Konzentration von ClO2 in der Sterilisationsflüssigkeit
in diesem Beispiel zwischen ca. 20 ppm und ca. 200 ppm verändert werden.
Konzentrationen über
oder unter diesem Bereich können
entweder durch Veränderung
der Pumpengeschwindigkeit, der Wasserströmungsrate oder der Reagenzien-Konzentration erzeugt
werden.
-
Jede
Pumpe ist eine Membranpumpe, die mithilfe einer elastomeren Membran
Flüssigkeit
einzieht und Flüssigkeit
aus der Pumpenkammer drückt. Beim
Abwärtshub
zieht die Membran Flüssigkeit
in die Kammer durch ein Einlassventil und beim Aufwärtshub drückt die
Membran Flüssigkeit
durch ein Auslassventil nach außen.
Die Pumpen entlüften
sich selbst. Sie können
Pumpendrücke
bis zu 600 kPa und Strömungsraten
im Bereich von 0 bis 300 ml/min liefern. Durch fortschrittliche
Motorkontrolltechnik wird der Motor beim Einlasshub beschleunigt,
um den Flüssigkeitsausgabepuls
zu minimieren. In diesem Beispiel bestehen der Pumpenkörper und
die Ventilbauteile aus Edelstahl und die Membranen sind mit PTFE
beschichtet. Zum Antreiben und Steuern des Betriebs der Pumpen gibt
es zahlreiche Motoren- und Codieroptionen. Im vorliegenden Beispiel
werden die Pumpen von einem Schrittmotor gesteuert betrieben und
mit optischen Codierern, die auf den Motorwellen befestigt sind, überwacht.
Die optischen Codierer messen beim Passieren des optischen Sensors
Fadenkreuze und ergeben so präzise
Messungen von Schaftdrehung und somit gepumptem Volumen. Das Verdrängungsvolumen
für jede
Pumpe pro Zyklus beträgt
ca. 0,5 ml.
-
Jede
Pumpe ist mit einem Druckregler (Druckregelventil) versehen, das
sicherstellt, dass der Pumpvorgang gegen einen im Wesentlichen konstanten
Gegendruck erfolgt. Das Druckregelventil umfasst einen federgespannten
Kolben, gegen den die Pumpe arbeitet. Diese Anordnung sorgt dafür, dass
die Pumpe unabhängig
vom Druck der Wasserversorgung mit konstantem Druck arbeitet. Zur
Verlängerung
der funktionstüchtigen
Lebensdauer der Druckregelventile sind die Ventilarmaturen vorzugsweise
mit PTFE oder einem fluorelastomeren Material mit guter Widerstandsfähigkeit
gegen chemischen Angriff beschichtet. Im vorliegenden Beispiel beträgt der Gegendruck
4 bar (400 kPa), d. h. er ist genauso hoch wie der Nenndruck der
Wasserversorgung in der Leitung. Alle Pumpen sind vom Gegendruck
betroffen, wodurch die Strömungsrate
verringert wird. Durch Einstellen eines konstanten Gegendrucks wird der
auf die Pumpen ausgeübte
Druck konstant gehalten, wodurch wiederum das bei jedem Pumpenzyklus ausgedrückte Volumen
im Wesentlichen konstant gehalten wird. Somit ermöglicht es
das Gerät,
dass präzise
kontrollierte Mengen von Reagenzien gemischt und in den Wasserstrom
gespritzt werden, so dass ein Strom von Sterilisationsflüssigkeit
erzeugt wird, dessen ClO2-Konzentration
innerhalb der Grenzen der jeweiligen Anwendung in einer medizinischen oder
chirurgischen Einrichtung kontrolliert wird. In einer bevorzugten
Ausführungsform
kann der Federdruck auf Wunsch eingestellt werden, so dass eine entsprechende
Einstellung auf das von der Pumpe gelieferte Bolusvolumen möglich ist.
-
PTFE-Schlauchverbindungen
werden zum Verbinden der Pumpenausgänge mit der Mischspule verwendet,
wobei Armaturen aus Edelstahl für
erhöhten
Widerstand gegen eine Beschädigung
durch ClO2 sorgen. Die Ventile sind Magnetventile
aus Edelstahl mit Armaturen aus Viton® Fluorelastomer. Geeignete
Ventile werden von Parker Hannifin und Cole Palmer verkauft.
-
Die
Mischspule ist ein vertikal montiertes Spiralrohr aus Edelstahl.
Die Volumenkapazität
der Spule wird je nach beabsichtigter Anwendung gewählt. Für die meisten
Anwendungen hat die Mischspule eine Kapazität von 20 ml. Für Produktvariante 5
kann die Spule aber eine Kapazität
von 100 ml aufweisen, basierend auf einer bevorzugten Mischzeit von
30 Sekunden. Das distale Ende der Spule ist über ein T-Verbindungsstück mit der
Wasserversorgungsleitung verbunden. Ein 3-Wege-Ventil (Ventil B) isoliert
die Oberseite der Spule vom T-Verbindungsstück. Ein
2-Wege-Ventil (Ventil A) gestattet die Einleitung von Wasser in
den Boden (proximales Ende) der Spule. Bedienung der Ventile A und
B ermöglicht die
Entlüftung
der Spule, um entleert und mit Wasser gespült zu werden. Ein Durchflussmesser
in der Leitung ermöglicht
die dynamische Berechnung der notwendigen Einspritzrate von ClO2 in das Wasser und die Einstellung unter
Software-Kontrolle (nicht gezeigt). In einer bevorzugten Ausführungsform
ist ein zweiter Durchflussmesser (FM2, wie in 4 zu
sehen) mit dem ersten Durchflussmesser in Reihe geschaltet, um zu
bestätigen,
dass der korrekte Wasserfluss gemessen wird. Wenn der von beiden
Messgeräten
gemessene Wasserfluss um mehr als einen vorbestimmten Betrag abweicht,
wird ein Alarm ausgelöst.
-
Beispiel 1:
-
Der
Wäscher
benötigt
40 ml ClO2-Lösung aus der Mischspule, um
das Spülwasser
aus dem 15-Liter-Becken mit einer Rate von 40 ml/Minute zu dosieren.
Base und Aktivator werden mit zwei Pumpen in den Boden der Mischspule
gespritzt. Das Innenvolumen der Spule beträgt 20 ml. Es dauert 30 Sekunden,
bis Base und Aktivator die Spule gefüllt haben. Während der
30 Sekunden werden Base und Aktivator gründlich miteinander gemischt
und ClO2 wird erzeugt. Durch Pumpen von
Base und Aktivator wird das 20-ml-Paket ClO2 weiterhin
aus der Mischspule in die Wasserleitung bei 400 kPa und der geforderten
Rate von 40 ml/Minute gedrückt.
Am Ende des Abgabezyklus ist die Mischspule noch voll mit ClO2. Mithilfe von Softwarekontrolle kann festgestellt
werden, ob dieses ClO2 in der Spule gehalten
werden soll, weil zu erwarten ist, dass eine andere Charge innerhalb
eines vorbestimmten Zeitraums benötigt wird, oder ob es mit Base
oder Wasser hinausgespült wird.
-
Beispiel 2:
-
Der
Wäscher
benötigt
160 ml ClO2-Lösung, um beide Kammern einer
Wasch-/Desinfektionsmaschine mit einer Rate von 40 ml/Minute zu
dosieren. Das Vorgehen ist genau wie in Beispiel 1 oben, aber ClO2 wird weiterhin mit einer Rate von 40 ml/Minute gemischt
und gepumpt, bis 160 ml ClO2 in die Wasserversorgung
ausgegeben wurden. Am Ende des Abgabezyklus kann die Mischspule
mit Base oder Wasser gespült
oder wenn nötig
das ClO2 zurückgehalten werden.
-
Überprüfung der
ClO2-Konzentration mit der Sondentechnik
-
Es
gibt Sonden zur Messung der ClO2-Konzentrationen
im Bereich von 1–20
ppm. Eine solche Sonde kann im Sterilisationsflüssigkeitsstrom angeordnet sein
und verwendet werden, um zu prüfen, dass
die korrekte ClO2-Konzentration für eine Anwendung, wie z. B.
Wundspülung,
erzeugt wird. Sonden zur Messung von ClO2 in
höheren
Konzentrationen, beispielsweise im Bereich von 100–200 ppm, neigen
aber zu geringeren Lebenszeiten. Als Alternative zu solchen Sonden
mit höheren
Konzentrationen kann eine 1–20
ppm Sonde zur Überprüfung der ClO2-Konzentrationen in allen Anwendungen verwendet
werden. Dies würde
erfordern, dass nominal höhere
Konzentrationen als 20 ppm vor der Messung verdünnt werden müssten, wodurch
ein „virtuelles" Ergebnis erhalten
wird anstatt eines absoluten Ergebnisses, das direkt an der ausgegebenen
Sterilisationsflüssigkeit
des Generators gemessen wird.
-
Zur
Messung von ClO2 in Konzentrationen bis
zu 20 ppm können
wir die Sonde direkt in den dosierten Wasserstrom einführen, wie
in 2 gezeigt.
-
Zur
Messung von ClO2 in Konzentrationen über 20 ppm
müsste
das dosierte Wasser genau vorverdünnt werden und es müsste ein
Algorithmus verwendet werden, um das Ergebnis auszuwerten. Eine geeignete
Anordnung ist in 3 gezeigt. Hier wird Sterilisationsflüssigkeit
in eine Verdünnungskammer gezogen
und im richtigen Verhältnis
mit reinem Wasser gemischt, um die ClO2-Konzentration in
den Messbereich der Sonde zu bringen. In einem unter Schwerkraft
gespeisten System wird die Verdünnung mithilfe
von Ventilen und einem Durchflussmesser kontrolliert. Alternativ
kann eine Pumpe verwendet werden, um Sterilisationsflüssigkeit
und reines Wasser in den richtigen Mengen in die Kammer zu geben.
-
Durch
Veränderung
der ClO2-Konzentration oder Spülen des
Systems mit Wasser von Zeit zu Zeit kann geprüft werden, dass die Sonde nicht
bei der geforderten Konzentration „stecken" bleibt.
-
In 4 ist
eine alternative Anordnung gezeigt, in diesem Beispiel zur Bereitstellung
einer ClO2-Sterilisationsflüssigkeit für eine Wasch-/Desinfektionsmaschine.
Base und Aktivator werden über ein
Rückschlagventil
und einen Filter zu ihren jeweiligen Pumpen (P1 und P2) geführt. Zur
Erleichterung des Primens der Pumpen und der optionalen Durchspülung des
Systems, beispielsweise zur Entfernung von Kristallen oder Sedimenten,
wird eine Leitung von der Hauptwasserversorgungsleitung geführt, um den
Pumpen über
die Ventile V gefiltertes Leitungswasser zuzuführen.
-
Somit
kann das gesamte System mit Leitungswasser gespült werden, einschließlich die
Pumpen.
-
Das
distale Ende der ClO2-Mischspule ist über ein
Ventil V mit einem ClO2-Injektor verbunden. Reagenzgemisch
wird mit dem Injektor in den Leitungswasserstrom gespritzt. Da Membranpumpen nicht
kontinuierlich pumpen, besteht eine Tendenz zu einer zyklischen
Variation in der ClO2-Menge, die in die Wasserversorgung gespritzt
wird, wenn die Pumpen in Phase laufen. Das Problem kann durch abwechselnden
Betrieb der Pumpen verringert oder eliminiert werden. Um zu vermeiden,
dass eine ClO2-Inlinesonde momentan eine Konzentration
misst, die nicht für
die tatsächliche
Konzentration in der Wasch-/Desinfektionsmaschine
charakteristisch ist, und ein Alarm ausgelöst wird, ist im vorliegenden
Beispiel die Sonde in einem kleinem Reservoir angeordnet, das über einen
T-Verbinder-Durchflussbegrenzer mit der Versorgungsleitung verbunden
ist. Der Begrenzer führt
den größten Teil
der Sterilisationsflüssigkeit
zur Wasch-/Desinfektionsmaschine, lenkt aber kontinuierlich eine
kleine Menge (beispielsweise 3–5%)
zu dem Reservoir um, an dem sich die Sonde befindet. Die ClO2-Konzentration
im Reservoir ist für die
in der Wasch-/Desinfektionsmaschine
repräsentativ.
Damit genügend
Zeit ist, dass sich eine ausreichende Menge im Reservoir sammeln
kann, kann die Sonde in der Nähe
der Oberseite des Reservoirs angeordnet werden, so dass sie nur
die ClO2-Konzentration in der Flüssigkeit
misst, die anfänglich
im Reservoir gemischt wurde. Flüssigkeit,
die durch die Sonde gelaufen ist, kann zum Abwasser (wie in 4 gezeigt)
oder zur Wasch-/Desinfektionsmaschine
geführt
werden.
-
Alternativ
könnte
das Sondenreservoir gleichzeitig mit dem Füllen des Waschbeckens vollständige gefüllt werden,
und die Sonde könnte
dann vor Durchführung
des Wasch-/Desinfektionsvorgangs aktiviert werden. Beispielsweise
können
ein 15-Liter-Waschbecken und ein 0,5-Liter-Sondenreservoir gleichzeitig
im Verhältnis
30:1 gefüllt
werden.
-
Die
ClO2-Konzentration wird erst gemessen, wenn
beide gefüllt
sind.
-
Eine
besonders bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung wird nun mit Bezug auf 5 bis 16 beschrieben.
Im Fließdiagramm
in 5 ist der Schlauch, der die Aktivator- und Baselösungen zu
den jeweiligen Pumpen führt,
mit einem 100μm-Filter
und einem Absperrventil versehen, um die Flüssigkeitsströmung in
nur einer Richtung sicherzustellen. Base und Aktivator werden dann
gegen einen Gegendruck von 350 kPa zur Mischspule gepumpt, wo sie
sich vermischen und wie bereits beschrieben durch die Mischspule
laufen. Das Reaktionsgemisch benötigt
für den
Durchlauf bis zur Oberseite der Spule ca. 30 Sekunden und nach dieser
Zeit ist die Reaktion zur Bildung von ClO2 im
Wesentlichen fertig. Die ClO2-Lösung wird über ein
Magnetventil in die Hauptwasserleitung gespritzt. Wenn sich zunächst noch
Luft im System befindet, kann sie über ein Abblasventil abgeblasen
werden.
-
In
dieser Ausführungsform
hat die Leitung für die
dosierte Wasserausgabe ein Absperrventil, das sicherstellt, dass
erst Wasser durchläuft,
wenn ein voreingestellter Druck von 100 kPa erreicht ist. Diese Anordnung
gewährleistet,
dass das System im Gebrauch immer unter Druck steht.
-
Das
System weist eine Anordnung zum Primen und Durchspülen des
Systems auf. Beim Primen des Systems werden zunächst die Membranpumpen mit
Wasser gefüllt,
so dass sie mit Flüssigkeiten,
die sie effizient pumpen, und nicht mit Luft arbeiten, die zu Problemen
mit den Membranpumpen führen könnte. Beim
Durchspülen
des Systems wird wässriges
ClO2 mit Wasser ausgespült, um langfristigen Kontakt
der Innenseiten mit ClO2 zu verhindern,
was zur Erhöhung
der Standzeit des Systems wünschenswert
ist. Zum Einleiten der Durchspülung
wird das Magnetventil geöffnet,
Wasser durch eine Durchspülleitung
zum Schlauch geführt,
der die Basen- und Aktivatorquellen
mit den Membranpumpen verbindet. Das Spülwasser läuft durch einen 100μm-Filter
und Absperrventile stellen sicher, dass das Spülwasser bis zu den Pumpen und
in die Mischspule fließt. Wenn
das ClO2-Injektions-Magnetventil geschlossen ist
und ein Spülausgang-Magnetventil
geöffnet
ist, läuft
Spülwasser
aus der Spule und durch einen Abwasserausgang. Zum Primen der Pumpen
ohne Durchspülen
der Spule werden die Prime-Magnetventile geöffnet, so dass durch die Pumpen
laufendes Wasser direkt in den Abwasserausgang fließt. Ein
100-kPa-Absperrventil verbindet den Ausgang des Spüleingangs
mit dem Abwasser und begrenzt so den Druck des Spülwassers.
Analog ist ein 500-kPa-Absperrventil vorgesehen, um Reaktionsprodukte
aus der Mischspule zum Abwasserausgang zu führen, um einen gefährlichen Überdruck
zu vermeiden, wenn das ClO2-Injektionsventil
und die Spülausgangsventile
geschlossen sind. Ein Abflussventil gestattet die manuelle Entleerung
der Spule zum Abwasserausgang.
-
In 6–15 ist
eine besonders bevorzugte Ausführungsform
des Geräts 2 zur
Erzeugung von ClO2-Sterilisationsflüssigkeit anhand eines nichteinschränkenden
Beispiels beschrieben. Das Gerät 2 hat
ein Fahrgestell 4 aus in C-Abschnitten gefaltetem Edelstahl
und eine Abdeckung 6. In dieser Ausführungsform befindet sich ein
für den
Anwender zugängliches
Bedienfeld 10 über
einem dekorativen Formteil 8. Die Abdeckung 6 ist
mit Schrauben (nicht gezeigt) in Schlitzen 12 der Abdeckung 6 lösbar mit dem
Fahrgestell 4 verbunden. Löcher 14 sind auf beiden
Seiten des Fahrgestells 4 für Rohrverbindungen für Wassereinlass,
Sterilisationsflüssigkeitsauslass und
Abwasserausgang vorgesehen. In der Regel werden nur die Löcher auf
einer Seite verwendet, aber für
eine flexible Installation sind Löcher auf beiden Seiten vorgesehen.
Alternativ können
Rohrverbindungen durch den Boden des Fahrgestells geführt werden.
In den Löchern 14,
die nicht für
Rohre verwendet werden, sind Dichtscheiben vorgesehen. Das Gerät kann mit
Armaturen 126 im Fahrgestell 4 an der Wand befestigt
werden.
-
Das
Bedienfeld 10 ist mit lösbaren
Fixierungsmitteln, in diesem Beispiel Bolzen (nicht gezeigt) lösbar an
einem Paar Abstandsbolzen 84 befestigt. Bei entfernter
Abdeckung 6 können
die Bolzen entfernt werden und das Bedienfeld kann wie in 8 gezeigt
nach außen
geschwenkt werden. Eine Abdeckung 80 umschließt Elektronikkomponenten und
Bauteile 94 zum Betrieb des Geräts, einschließlich der
Magnetventile, Pumpen, einem Durchflussmesser und Flaschenpegelsensoren.
Eine Bleibatterie 96 ist als Reserve vorgesehen, falls
der Netzstrom ausfällt.
Bei einem Stromausfall betreibt die Batterie 96 einen Netzausfallalarm
und sorgt dafür,
dass das System ordnungsgemäß abgeschaltet
wird.
-
Die
Aktivator- und Basenlösungen
werden in Flaschen 16, 18 bereitgestellt. Flüssigkeit
aus den Flaschen 16, 18 läuft durch den flexiblen Tygon®-Schlauch 20, 21 zu
den Pumpen 90, 92. Der Schlauch 20, 21 endet
in einer Trommel 84, die am Boden offen ist, damit Flüssigkeit
aus den Flaschen 16, 18 eintreten kann. Jede Trommel 84 enthält (5)
einen 100μm-Edelstahlfilter
am Boden und ein Rückschlagventil
auf der Oberseite. Der Spülwasserschlauch 22 ist
mit der Oberseite jeder Trommel 84 über dem Rückschlagventil verbunden, damit Spül- oder
Priming-Wasser durch den Schlauch 20, 21 und nach
oben durch die Pumpen 90, 92 laufen kann.
-
Die
Aktivatorpumpe 90 und die Basenpumpe 92 sind mit
einer unteren Verteileranordnung 48 über einen Aktivatorpumpeneinlass 26 und
einen Basenpumpeneinlass 28 verbunden, wie am besten in 10 gezeigt
ist. Die Basen- und Aktivatorlösungen vermischen
sich im unteren Verteilergehäuse 36 und laufen
in die Mischspule 24 durch die untere Spulenarmatur 30.
Ein „Aktivator"-Druckregelventil 32 und ein „Basen"-Druckregelventil 34 sorgen
wie oben beschrieben für
einen konstanten Gegendruck für
die Pumpen 90, 92. In der bevorzugten Ausführungsform treffen
sich die Basen- und
Aktivatorströme
frontal, was unseren Befunden nach zu einer effizienten Vermischung
führt,
bevor sie in einen einzelnen, zur Strömungsrichtung lotrechten Pfad
nach oben umgelenkt werden. Ein Ablassventil 42 ist am
Boden des unteren Verteilergehäuses 36 vorgesehen,
um den Inhalt der Verteilergehäuse 36 und
der Spule 24 manuell zu entleeren. Flüssigkeit aus dem Ablassventil 42 wird
in einer Schale 82 aufgenommen und läuft zu einem Abwasserausgang 108 durch
ein Ablassloch (nicht gezeigt) in der Schale 82 und ein
T-Stück 112, das
mit dem Ablassloch verbunden ist. In der unteren Verteileranordnung 48 sind
auch ein Aktivator-Primingventil 44 und
ein Basen-Primingventil 46 vorgesehen. Die Primingventile 44, 46 werden
beim Primen der Pumpen 90, 92 geöffnet. Das
untere Verteilergehäuse 36 ist
auch mit einem Abwassereinlass 38 zur Aufnahme von Abwasser
aus einer oberen Verteileranordnung 76, die unten noch
beschrieben wird, und einem unteren Verteilerabwasserauslass 40 versehen.
Abwasser fließt
von dem unteren Verteiler-abwasserauslass 40 zum Abwasserauslass 108 über das
Abwasserauslassrohr 102 (14).
-
Die
Oberseite der Mischspule 24 ist über einen Reaktionsgemischeinlass 68 auf
dem oberen Verteiler gehäuse 50 mit
einer oberen Verteileranordnung 76 verbunden. Dieses Gehäuse 50 nimmt
Leitungswasser aus einem Wasserleitungseinlassrohr 98 über einen
Wasserleitungseinlass 54 auf. Öffnen eines ClO2-Injektionsventils 70 gestattet
die Injektion des Reaktionsgemisches in den Leitungswasserstrom
zur Bildung einer Sterilisationsflüssigkeit, die über einen
Sterilisationsflüssigkeitsauslass 52 aus dem
oberen Verteilergehäuse 50 austritt.
Die Sterilisationsflüssigkeit
läuft durch
ein Ausgaberohr 88 zum Sterilisationsflüssigkeitsauslass 106 (9). Ein
fakultatives Absperrventil 86 ist im Ausgaberohr 88 vorgesehen,
um sicherzustellen, dass das System im Gebrauch stets unter Druck
steht. Ein Blindstopfen 60 blockiert einen Auslass, der
mit Leitungswasserversorgung in Verbindung steht. Dieser Blindstopfen 60 kann
durch eine Leitung zur Zufuhr von Wasser zu einer Sensoranordnung
zur Überwachung
der ClO2-Konzentration im Flüssigkeitsstrom
ersetzt werden, wie hiernach noch beschrieben wird.
-
Ein
Spülwassereinlass 62 ist
mit dem Wasserleitungseinlassrohr 98 verbunden, um Wasser zum
Primen oder Durchspülen
des Systems durch eine Spülleitung 118 bei
geöffnetem
Spüleinlass-Magnetventil 72 zu
leiten. Spülwasser
aus dem Einlass 62 wird durch einen 100μm-Filter 116 zum Spülwasserschlauch 22 zum
Primen der Pumpen 90, 92 und zum fakultativen
Durchspülen
des Systems wie bereits beschrieben geführt. Ein Spüleinlass-Druckentspannungsventil 64 ist
zur Begrenzung des Spülwasserdrucks,
in diesem Beispiel auf 100 kPa, vorgesehen, indem Spülwasser
zum Abwasserrohr 102 umgeleitet wird.
-
Ein
Lufteinlass 56 ist vorgesehen, um Eindringen von Luft oder
Abführen
von Luft aus dem System über
ein (nicht gezeigtes) Abblasventil zu verhindern.
-
Ein
oberer Abwasserauslass 58 steht mit dem Reaktionsgemischeinlass 68 von
der Oberseite der Mischspule über
ein Spülauslass-Magnetventil 74 in
Verbindung. Dieses Ventil 74 wird geöffnet, wenn das System durchspült wird,
und führt
Spülwasser
von der Mischspule zum unteren Verteiler-Abwassereinlass 38 über das
Abwasserrohr 102. Ein Spülauslass-Druckentspannungsventil 66,
in diesem Beispiel mit einem Berstdruck von 500 kPa, ist parallel
vorgesehen. Wenn der Druck in der Spule 24 den vorgegebenen
Wert überschreitet, öffnet sich das
Druckentspannungsventil 66, damit unter Druck stehende
Flüssigkeit
zum Abwasser ablaufen kann.
-
In 14 sind
die obere Verteileranordnung 76 und die untere Verteileranordnung 48 jeweils
an einem Montagebügel 78 mit
Bolzen 79 befestigt. Die Basenpumpe 92 ist über eine
Basenpumpen-Bügelanordnung 120 am
Montagebügel 78 befestigt.
Der Fluss des Leitungswassers durch das Wasserleitungseinlassrohr 98 wird
mit einem Hahn 100 kontrolliert und mit einem Durchflussmesser 114 gemessen. Das
Abwasserauslassrohr 102 enthält ein T-Stück 122, das auf der
Oberseite mit einem Blindstopfen 124 verschlossen ist.
Dieser Stopfen 124 kann entfernt werden und die Oberseite
des T-Stücks 124 kann
mit dem Abwasserauslass einer fakultativen Sensoranordnung 154 verbunden
werden, wobei ein bevorzugtes Beispiel unten mit Bezug auf 15 beschrieben
ist, und kann im Fahrgestell angeordnet sein, wie durch die unterbrochenen
Linien angedeutet ist (9).
-
Zweck
der Sensoranordnung 154 ist es, einen ClO2-Sensor
in Wasser eingetaucht zu halten, bis eine ClO2-Konzentration gemessen
werden soll, und dann die ClO2-Lösung auszuspülen und
den Sensor in klarem Wasser zu lassen. Dies ist wünschenswert,
weil handelsübliche
ClO2-Sensoren dazu neigen, nach mehr als
ca. zwei Minuten Eintauchen in wässrigem
ClO2 gesättigt
oder „blind” zu werden.
Die bevorzugte Anordnung gewährleistet,
dass regelmäßige Messungen
der ClO2-Konzentration durchgeführt werden
können
(jede Messung dauert dabei weniger als zwei Minuten), ohne dass
der Sensor 132 gesättigt
wird. Die Anordnung 154 hat ein Abwasserauslassrohr 152 zur
Verbindung mit der Oberseite des T-Stücks 124 im Abwasserauslassrohr 102. Die
Anordnung 154 umfasst einen Verteilerblock 138, der
mit einem 100-ml-Haltetank 156 verbunden ist, eine Sensoreinheit 132 und
eine Zirkulationspumpe 134. Die Sensoreinheit 132 umfasst
ein Gehäuse,
in dem der Sensor (nicht gezeigt) angeordnet ist. Die Pumpe 134 hält die Flüssigkeitszirkulation
durch die Sensoreinheit 132 aufrecht. Ein Absperrventil 130 verhindert
Rückfluss
von der Sensoreinheit 132 in den Haltetank 156.
Der Haltetank 156 hat ein Überlaufrohr 136, das
mit dem Abwasserrohr 152 verbunden ist.
-
Der
Verteilerblock 138 hat einen Wassereinlass 142 zum
Einführen
von Spülwasser
in die Sensoreinheit 132 unter der Kontrolle eines Wassereinlass-Magnetventils 146.
Der Wassereinlass 142 nimmt Spülwasser vom Wasserauslass auf
dem oberen Verteilergehäuse 50 auf,
das ansonsten durch einen Stopfen 60 verschlossen ist.
Ein Wasserauslass-Magnetventil 148 kontrolliert die Flüssigkeitsausgabe
zum Abwasser 152. Der Verteilerblock 138 hat einen
Sterilisationsflüssigkeitseinlass 140 und
einen Sterilisationsflüssigkeitsauslass 150 zum
Anschluss in dem Sterilisationsflüssigkeitsauslassrohr 88.
So fließt
Sterilisationsflüssigkeit
normalerweise durch den Verteilerblock 138. Durch Bedienung
eines Sterilisationsflüssigkeitseinlass-Magnetventils 144 wird
die Sterilisationsflüssigkeit
vom Einlass 140 zum Haltetank 156 umgelenkt. Wenn
eine ClO2-Konzentration gemessen werden
soll, wird das Wassereinlassventil 146 betätigt, um
den Wassereinlass 142 zu verschließen. Das Sterilisationsflüssigkeitseinlassventil 144 wird
lang genug geöffnet,
damit Sterilisationsflüssigkeit
in den Haltetank 156 fließen kann, um durch die Sensoreinheit
zu zirkulieren, und das Wasserauslassventil 148 wird geöffnet, damit
Wasser das System verlassen und durch Sterilisationsflüssigkeit ersetzt
werden kann. Die Flüssigkeitskapazität des Haltetanks 156 ist
viel größer als
die der Sensoreinheit 132, so dass Wasser in der Sensoreinheit 132 schnell
und wesentlich durch Sterilisationsflüssigkeit ersetzt wird. Die
ClO2-Konzentration
wird gemessen und das Wasserauslassventil 148 wird geöffnet, damit
Sterilisationsflüssigkeit
aus der Sensoreinheit 132 gepumpt werden kann. Das Wassereinlassventil 146 wird
dann geöffnet
und Wasser wird durch die Sensoreinheit 132 gepumpt, bis
die Sterilisationsflüssigkeit
zum Abwasser gepumpt wurde. Nach Entleeren des Haltetanks 156 und
erneutem Füllen
der Sensoreinheit 132 mit undosiertem Wasser, wird das Auslassventil 148 geschlossen.
-
In 9 ist
für jede
Flasche 16, 18 ein Pegelsensor 110 vorgesehen.
In diesem Beispiel ist der Pegelsensor 110 per se bekannt
und arbeitet durch Kapazitätsmessung.
Andere Pegelsensoren, wie z. B. optische Sensoren, können ebenfalls
verwendet werden. Hinter einer unteren Abtrennung (8)
befinden sich der Leitungswassereinlass 104, der Sterilisationsflüssigkeitsauslass 106,
der Abwasserauslass 108 zum Anschluss an Rohre, die durch
ausgewählte
Löcher
in einer Seite des Fahrgestells 4 oder durch den Boden
des Fahrgestells angeordnet werden.
-
Geeignete
Mittel zur Automatisierung des Gerätebetriebs sind für den Elektronikfachmann wohlbekannt.
Einzelheiten zu einer bevorzugten elektrischen Architektur für das Gerät sind in 16 beispielhaft
gezeigt. Das Bedienfeld umfasst eine Tastatur für Daten- und Befehlseingaben,
ein alphanumerisches LCD zum Anzeigen von Anwenderinformationsdaten,
eine „Alarm"-LED, eine „Flasche leer"-LED und eine „Dosier"-LED sowie einen
Tongeber zur Abgabe eines akustischen Alarms bei Systemausfall.
Diese Funktionen werden von einem Hauptprozessor gesteuert, in diesem
Beispiel ein Motorola MC68HC11K1 8-Bit-Mikroregler, der im erweiterten
Modus läuft,
mit 64K Flash Speicher und 8K RAM. Der Hauptprozessor steuert die
Ventilantriebe, die Stufenantriebe und die Sondenpumpe auf der Sensoreinheit.
Er hat RS232 und Druckerschnittstellen und eine Echtzeituhr zur
Programmierung der Dosierschemata zu bestimmten Zeiten. Ein Überwachungsprozessor,
beispielsweise ein Motorola MC68HC11K1 8-Bit-Mikroregler, der im erweiterten Modus
läuft,
ist über
eine SPI Schnittstelle mit dem Hauptprozessor verbunden. Der Überwachungsprozessor
empfängt
Servicemeldungen vom Hauptprozessor und verwendet diese Meldungen
zur Überprüfung des
korrekten Betriebs des Hauptprozessors. Wenn ein Fehlerzustand nachgewiesen
wird, setzt der Wächter
das System in den sicheren Modus. Die Elektronik wird mit 24 Volt
von der Netzstromversorgung im Schaltmodus betrieben. Dadurch werden das
Ventil und der Motorkreislauf und die Flaschen-Flüssigkeitspegeldetektoren
mit Strom versorgt.
-
Das
restliche System läuft
mit 5 Volt, die von einem Schaltmodus-Stepdown-Regler erzeugt werden.
Der Hauptprozessor überwacht
die 24-Volt-Netzversorgungsspannung, um sicherzustellen, dass sie
innerhalb der erforderlichen Grenzen liegt und um festzustellen,
wann das System mit (12 V) Batteriestrom läuft. Der Hauptprozessor überwacht
auch die 5-V-Versorgung durch Anlegen dieser Spannung an den ADC-Referenzeingang
und Vergleich mit einer 2,5-V-Referenzspannung.
-
Somit
sorgt die bevorzugte Ausführungsform für genaues
Pumpen von Reagenzien zur Reaktionsspule, wodurch ClO2-Lösung mit der richtigen Konzentration
erzeugt werden kann und eine angemessene Verweilzeit in der Spule
möglich
ist, um eine im Wesentlichen vollständige Reaktion zu gestatten.
Die Pumpenraten können
je nach gemessenem Wasserfluss variiert werden, um sicherzustellen,
dass die ClO2-Konzentration in der Sterilisationsflüssigkeit
innerhalb des gewünschten
Bereichs für
die jeweilige Anwendung liegt, und diese Konzentration kann auch durch
Anwendung einer geeigneten Sondentechnologie bestätigt werden.
Das System ist daher ideal zur Verwendung in einer medizinischen
Einrichtung, wo es auf genaue Konzentrationskontrolle ankommt. Darüber hinaus
vermeidet das bevorzugte Reagenzgemisch die Verwendung von starken
Säuren
und ist physiologisch gut verträglich.
-
Es
versteht sich, dass bestimmte Merkmale der Erfindung, die der Klarheit
halber im Rahmen separater Ausführungsformen
beschrieben werden, auch in einer einzelnen Ausführungsform kombiniert werden
können.
Umgekehrt können
diverse Merkmale der Erfindung, die der Kürze halber in Zusammenhang
mit einer einzigen Ausführungsform
beschrieben werden, auch separat oder in jeder geeigneten Kombination
bereitgestellt werden.