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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen, welche ein Polyhydroxyalkanoat-Copolymer und
ein umweltverträglich
abbaubares thermoplastisches Copolymer umfassen. Die Zusammensetzungen werden
verwendet, um geformte Einwegartikel, insbesondere Tamponapplikatorbauteile
herzustellen, die leicht umweltverträglich abbaubar sind.
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Hintergrund der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft das Bedürfnis
nach der Entwicklung neuer Plastikmaterialien, die in Anwendungen
eingesetzt werden können,
wo biologische Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit oder Biokompatibilität unter
den vorrangig wünschenswerten
Merkmalen solcher Anwendungen sind. Es gab viele Versuche, abbaubare
Artikel herzustellen. Jedoch gab es aufgrund der Kosten, der Verarbeitungsschwierigkeiten
und der Endnutzungseigenschaften wenig kommerziellen Erfolg. Viele
Zusammensetzungen, die eine exzellente Abbaubarkeit aufweisen, zeigen
nur begrenzte Verarbeitbarkeit. Umgekehrt weisen Zusammensetzungen,
welche leichter verarbeitbar sind, eine verringerte Abbaubarkeit
auf.
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Ein
Beispiel eines Form- oder Extrusionsartikels, der sich in der Umwelt
anhäuft,
ist ein Plastik-Tamponapplikator. Papier-Tamponapplikatoren werden
als umweltverträglich
angesehen, da sie leicht in einem Abwassersystem disintegrieren
und/oder durch aerobe, anaerobe oder natürliche Abbauprozesse beseitigt
werden können.
Jedoch sind Papier-Tamponartikel
bei Frauen nicht besonders bevorzugt aufgrund von Pledget-Einführungsschwierigkeiten
in Verbindung mit ihrer Anwendung. Bestimmte weibliche Konsumenten bevorzugen
Plastik-Tamponapplikatoren, da die Plastik-Applikatoren leichter
einzuführen
sind, jedoch sind die meisten Plastik-Tamponapplikatoren aus polymeren Materialen
hergestellt, die nicht biologisch abbaubar sind und die nicht leicht
erweichen oder in kleinere Fragmente aufbrechen für den Abbau
in einem Abwassersystem, was zu verstärkten Umweltbedenken führt.
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Ein
Applikator, der aus wasserlöslichen
Polymeren hergestellt ist, wie Polyvinylalkohol, leidet an Feuchtigkeitssensitivität, Stabilität, Geruch
oder Klebrigkeit. Darüber
hinaus bietet ein Plastik-Tamponapplikator, welcher aus wasserlöslichen
Polymeren wie Polyvinylalkohol und Polyethylenoxid erzeugt wurde,
keinen ausreichenden Verwendungs-Zusammenhalt während der Einführung und
tendiert dazu, nach dem Herunterspülen an Abwasserrohren zu verkleben,
was zur Verstopfung von Toilettensystemen und/oder Ableitungsrohren
führen
kann.
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Polyhydroxyalkanoate
(PHAs) sind thermoplastische Polymere, welche für die Verwendung in Form- oder
Extrusionsartikeln insbesondere aufgrund ihrer biologischen Abbaubarkeit
wünschenswert
sind. Das
US-Patent 5,498,692 ,
erteilt am 12. März
1996 an Noda und das
US-Patent
5,502,116 , erteilt am 26. März 1996 an Noda betreffen Formartikel,
die PHAs umfassen. Formtartikel aus solchen PHAs verbleiben größtenteils
klebrig nachdem sie von der Schmelze abgekühlt sind und bleiben so, bis
ausreichende Kristallinität
einsetzt, insbesondere mit PHA-Copolymer-Werten über 10 Gewichts-%. Restklebrigkeit
kann typischerweise zu Materialverklebung mit sich selbst oder mit
Verfahrensausrüstung
oder beidem führen
und kann somit die Geschwindigkeit, mit der ein polymeres Produkt
hergestellt wird beschränken
oder verhindern, dass das Produkt in einer Form von geeigneter Quali tät gesammelt
wird. Ein Poly(3-hydroxybutyrat-co-3-hydroxyvalerat)-Produkt, welches unter
dem Namen BIOPOL
® in den Handel gebracht
wurde, leidet an Härte,
Brüchigkeit
und daran, dass es eine sehr langsame Kristallisationskinetik aufweist.
In ähnlicher
Weise lässt
US 5,292,860 von Shiotani
eine Lehre hinsichtlich Zusammensetzungen, welche kurze Zykluszeiten
im Herstellungsprozess für Form-
oder Extrusionsartikel aufweisen, vermissen.
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Entsprechend
besteht ein Bedarf an schmelzverarbeitbaren Zusammensetzungen aus
umweltverträglich
abbaubaren Polymeren für
die Verwendung in Formartikel, bei denen die Polymere ökonomisch
realisierbare Temperzykluszeiten aufweisen. Außerdem sollten die Zusammensetzungen
für die
Verwendung in konventionellem Verfahrensanlagen geeignet sein und
die erhaltenen Formartikel sollten die Akzeptanz der Konsumenten
im Hinblick auf ihre strukturelle Integrität und ästhetischen Merkmale der Weichheit,
Flexibilität,
verminderten Klebrigkeit, Stabilität und der gleichen finden.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Formartikel
gemäß der vorliegenden
Erfindung umfassen eine Mischung aus einem PHA-Copolymer und einem
umweltverträglich
abbaubaren thermoplastischen Copolymer. Solche Mischungen zeigen
die gewünschte
umweltverträgliche
Abbaubarkeit und eine Temperzykluszeit, die wenigstens zehn Sekunden
kürzer als
eine Temperzykluszeit zur Ausbildung eines Formartikels, welchem
das umweltverträglich
abbaubare thermoplastische Polymer oder Copolymer fehlt.
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In
einer Ausführungsform
ist der Formartikel, welcher eine Mischung der vorliegenden Erfindung
umfasst, ein runterspülbarer
Tamponapplikator, der innerhalb von 28 Tagen unter anaeroben Bedingungen
zu mehr als 50% zersetzt ist.
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Insbesondere
ist die vorliegende Erfindung ein umweltverträglich abbaubarer Formartikel,
welcher mindestens 5 Gewichtsteile eines umweltverträglich abbaubaren
thermoplastischen Copolymers umfasst und mindestens 20 Gewichtsteile
eines Polyhydroxyalkanoat-Copolymers, wobei jedes dieser Copolymere
mindestens zwei statistisch wiederkehrende Monomereinheiten umfasst,
wobei eine erste Monomereinheit die Struktur (I) aufweist, wobei
R1 CH3 ist und n
1 ist; und wobei eine zweite Monomereinheit die Struktur (II) aufweist,
worin R2 C3-Alkyl ist. In dieser Ausführungsform
ist der Gehalt der statistisch wiederkehrenden Monomereinheiten,
die die Struktur der zweiten Monomereinheit aufweisen, weniger als
20%. Außerdem
weist das thermoplastische Copolymer einen abweichenden Prozentsatz
an Einheiten der Struktur (II) auf.
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Ein
Verfahren zur Ausformung eines umweltverträglich abbaubaren Formartikels
umfasst das Erhitzen auf einen geschmolzenen Zustand eines solchen
PHA-Copolymers und eines umweltverträglich abbaubaren thermoplastischen
Copolymers wie hierin beschrieben zur Ausbildung einer Mischung,
es der geschmolzenen Mischung gestatten, auszuhärten und Ausformen oder Extrudieren
des Artikels, wobei das Verfahren eine Temperzykluszeit aufweist,
die mindestens zehn Sekunden kürzer
ist als die Temperzykluszeit zur Ausbildung eines Formartikels,
dem das umweltverträglich
abbaubare thermoplastische Copolymer fehlt.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Polyhydroxyalkanoat-Copolymere (PHAs)
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Der
umweltverträglich
abbaubare Form- oder Extrusionsartikel umfasst mindestens 5 Gewichtsteile des
umweltverträglich
abbaubaren thermoplastischen Copolymers wie in Anspruch 1 definiert;
und mindestens 20 Gewichtsteile eines PHA-Copolymers, welches mindestens
zwei statistisch wiederkehrende Monomereinheiten (RRMUs) umfasst,
wobei eine erste Monomereinheit die Struktur (I) aufweist
wobei R
1 CH
3 ist und n 1 ist; und wobei eine zweite
Monomereinheit die Struktur (II)
aufweist, wobei R
2 ein geradkettiges oder verzweigtes Alkyl
ist und wobei bis zu 20% der statistisch wiederkehrenden Monomereinheiten
die Struktur der zweiten Monomereinheit aufweisen, wobei das Polyhydroxyalkanoat-Copolymer
3-Hydroxybutyrat-Einheiten
umfasst.
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Für den Erhalt
der vorteilhaften Kombination physikalischer Eigenschaften, wie
sie die gemischten Formartikel zeigen, umfassen mindestens ca. 80
Molprozent des Copolymers RRMUs, die die Struktur der ersten RRMU
nach Formel (I) aufweisen. Zweckmässigerweise ist das Molverhältnis der
ersten RRMUs zu der zweiten RRMU in dem Copolymer im Bereich von
ca. 80:20 bis ca. 98:2, von ca. 85:15 bis ca. 96:4 oder von ca.
90:10 bis ca. 94:6. Zusätzlich
weist das PHA-Copolymer geeigneterweise ein mittleres Molekulargewicht von
mehr als ca. 150.000 g/Mol auf und hat weiterhin einen Schmelzpunkt
bezeichnet als Tm 1.
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In
weiteren Ausführungsformen
des ersten Polyhydroxyalkanoat-Copolymers, welches in den Zusammensetzungen
des Formartikels verwendet wird, können eine oder mehrere zusätzliche
RRMUs beinhaltet sein. Geigneterweise können die zusätzlichen
RRMUs die Struktur (IV) aufweisen:
wobei R
5 gleich
H ist oder eine C1-C19-Alkyl- oder Alkenylgruppe und s für 1 oder
2 steht, mit der Maßgabe, dass
die zusätzlichen
RRMUs nicht dieselben wie die ersten oder zweiten RRMUs sind.
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Die
hier dargelegten C4C6-Polyhydroxyalkanoat-Copolymere können durch
chemische oder biologische Verfahren synthetisiert werden wie beispielsweise
offenbart von Noda in
US 5,990,271 ,
Noda et al. in
US 5,942,597 ,
Fukui, T. und Doi, Y. Appl. Microbiol. Biotechnol., 49:333–336 (1998)
und Kichise, T. et al. Int'I.
J. Biological Marcromolecules, 25:69–77 (1999). Der Gehalt an C6
im Endprodukt wird durch Standardmethoden wie NMR- oder GC MS-Verfahren
wie in Doi, Y. et al. Macromolecules 28, 4822 (1995) und Fukui,
T., Biomacromolecules 3, 618 (2002) beschrieben, bestimmt.
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Umweltverträglich abbaubare
thermoplastische Copolymere zum Vermischen mit einem PHA-Copolymer
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Ein
umweltverträglich
abbaubares thermoplastisches Copolymer, welches im Wesentlichen
mit einem PHA-Copolymer kompatibel ist, wird in der vorliegenden
Erfindung mit einem PHA-Copolymer vermischt. Wie hierin benutzt
bedeutet der Ausdruck „im
Wesentlichen kompatibel",
dass beim Erhitzen auf eine Temperatur oberhalb der Erweichens-
und/oder Schmelztemperatur der Zusammensetzung das Polymer fähig ist,
eine im Wesentlichen homogene Mischung mit dem PHA-Copolymer nach dem
Formen auszubilden. Das eingesetzte thermoplastische Polymer muss
in der Lage sein, nach dem Erhitzen zu fließen und in bestimmten Ausführungsformen
schneller wieder zu verfestigen als das PHA-Copolymer wie beispielsweise
durch Sinterung.
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Das
hier zum Vermischen mit einem PHA-Copolymer eingesetzte abbaubare
Polymer muss eine Schmelztemperatur aufweisen, welche ausreichend
niedrig für
eine niedrige Verfahrenstemperatur der Mischung ist, um die thermische
Stabilität
des PHA-Copolymers zu erhalten und muss dennoch ausreichend hoch
für schnelles
Verfestigen der Mischung bei der Verarbeitung sein, um die Formbarkeit
während
der Verwendung des Formartikels zu gewährleisten. Geeignete Schmelztemperaturen
abbaubarer Polymere sind von ca. 50°C bis ca. 200°C, in einer
anderen Ausführungsform
von ca. 60°C
bis ca. 180°C
und in einer weiteren Ausführungsform
ca. 160°C
oder weniger. Thermoplastische Polymere, die eine Schmelztemperatur
oberhalb von 200°C
aufweisen, können
verwendet werden wenn Weichmacher oder Verdünnungsmittel eingesetzt werden,
um die beobachtete Schmelztemperatur zu senken. Das Polymer muss
für die
Formbarkeit geeignete rheologische Charakteristika aufweisen.
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Das
Molekulargewicht des abbaubaren Polymers muss ausreichend hoch sein,
um Verhakung [entanglement] zwischen den Polymermolekülen zu ermöglichen,
um ausreichende Stärke
hinsichtlich der gewünschten
physikalischen Eigenschaften zu bieten. Umweltverträglich abbaubare
thermoplastische Polymere für
erfindungsgemäße Mischungen
weisen Molekulargewichte oberhalb von 10.000 g/mol auf, in einer
anderen Ausführungsform
oberhalb von 50.000 g/mol und in einer weiteren Ausführungsform
oberhalb von 100.000 g/mol. „Molekulargewicht" oder „mittleres
Molekulargewicht" für Polymere
beziehen sich solange nichts anderes angegeben ist auf das Zahlenmittel
des Molekulargewichts.
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Das
abbaubare thermoplastische Polymer zum Vermischen mit einem PHA-Copolmyer
ist ein zweites umweltverträglich
abbaubares PHA-Copolymer. Das zweite PHA-Copolymer umfasst mindestens
zwei statistisch wiederkehrende Monomereinheiten (I) und (II) wie
oben erwähnt,
wobei der Prozentsatz an Einheiten der Struktur (II) ein anderer
ist als der Prozentsatz an Einheiten der Struktur (II), welche im
ersten Polyhydroxyalkanoat-Copolymer vorliegt. In einer Ausführungsform
ist der Prozentsatz an Einheiten der Struktur (II) des zweiten PHA
weniger als der Prozentsatz an Einheiten der Struktur (II) im ersten
PHA. In einer anderen Ausführungsform
weist das erste PHA-Copolmyer einen Prozentsatz an Monomereinheiten
der Struktur (II) von 10–18%
auf und das zweite PHA-Copolymer weist einen Prozentsatz an Monomereinheiten
der Struktur (II) von 2–8%
auf.
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Typischerweise
liegt das Polyhydroxyalkanoat-Copolymer in einer Mischung in einer
Menge von mindestens 20% Gewichtsteilen oder 30%, 40%, 50%, 60%,
70%, 80% oder 90% Gewichtsteilen des Formartikels vor. Das umweltverträglich abbaubare
thermoplastische Copolymer liegt in einer Mischung in einer Menge
von mindestens 5% Gewichtsteilen oder 10%, 20%, 30%, 40%, 50%, 60%,
70% oder 80% Gewichtsteilen des Formartikels vor. Für anaerob
abbaubare Artikel ist der Gesamtgehalt an Polyhydroxyalkanoat-Copolymer
größer als
50%, größer als
60% oder größer als
70%, da die Abbaurate von umweltverträglichen Polymeren abweichend
von Polyhydroxyalkanoaten in Abwesenheit von Sauerstoff langsamer
sein kann.
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Optionale Bestandteile
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Optionale
Materialien können
als Prozesshilfen eingesetzt werden, um die Verarbeitbarkeit zu
modifizieren und/oder die physikalischen Eigenschaften wie Elastizität, Zugfestigkeit
und Zugmodul des Endproduktes zu modifizieren. Andere Vorteile beinhalten
Stabilität,
was oxidative Stabilität
beinhaltet, Helligkeit, Farbe, Flexibilität, Rückfederung, Verarbeitbarkeit,
Prozesshilfen, Viskositätsmodfikatoren
und Geruchskontrolle, sind aber nicht auf diese beschränkt. Diese
optionalen Bestandteile können
in Mengen von weniger als ca. 70 Gewichts-%, von ca. 0,1 Gewichts-%
bis ca. 50 Gewichts-% oder von ca. 0,1% bis ca. 40 Gewichts-% der
Zusammensetzung vorliegen.
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Weichmacher
können
in der Zusammensetzung eingesetzt werden, um die mechanischen Eigenschaften
von Produkten zu modifizieren, welche aus der Zusammensetzung geformt
werden. Üblicherweise tendiert
ein Weichmacher dazu, Zugmodul und Zugfestigkeit zu erniedrigen
und die ultimative Zugdehnung, Schlagzähigkeit und Reißfestigkeit
des Polymer-Produkts zu erhöhen.
Der Weichmacher kann ebenfalls genutzt werden, um den Schmelzpunkt
der Zusammensetzung zu senken, um somit Schmelzverarbeitung bei tieferen
Temperaturen zu ermöglichen
und die Energie-Anforderungen und den thermischen Abbau zu verringern.
Diese Weichmacher sind typischerweise nicht erforderlich um die
vorteilhafte Kombination von Eigenschaften wie oben erläutert zu
erhalten.
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Nicht-limitierende
Beispiele von Weichmachern beinhalten Hydroxyl-Weichmacher, Zuckeralkohole, Polyole,
Wasserstoffbrückenbildende
organische Verbindungen, die keine Hydroxylgruppe aufweisen, beinhaltend
Harnstoff und Harnstoffderivate, Anhydride von Zuckeralkoholen,
tierische Proteine, pflanzliche Proteine, organische Säureester,
die biologisch abbaubar sind, aliphatische Säuren oder dergleichen. Als
Beispiele für geeignete
Weichmacher dienen Glyceroltriacetat, Methylricinolat, Dimethylsebacat,
Dihexylphthalat, Caprolactondiol, Caprolactontriol und andere, wie
die, welche in den oben genannten
US-Patent-Nummern 3,182,036 und
5,231,148 beschrieben sind.
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In
weiteren Ausführungsformen
wird ein Weichmacher ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Dimethylsebacat, Glycerin, Triacetin,
Glycerol, Monostearat, Sorbitol, Erythrol, Glucidol [glucidol],
Mannitol, Saccharose, Ethylenglycol, Propylenglycol, Diethylenglycol,
Triethylenglycol, Diethylenglycol-dibenzoat, Dipropylenglycol-dibenzoat,
Triethylenglycol-caprat-caprylat, Butylenglycol, Pentamethylenglycol,
Hexamethylenglycol, Diisobutyladipinat, Ölsäureamid, Erucasäureamid,
Palmitinsäureamid,
Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid, Methylpyrrolidon, Tetramethylensulfon,
Oxa-Monosäuren, Oxa-Disäuren, Polyoxa-Disäuren, Diglycolsäuren, Triethylcitrat,
Acetyltriethylcitrat, Tri-n-butylcitrat, Acetyl-tri-n-butylcitrat,
Acetyl-tri-n-hexylcitrat, Alkyllactat, Phthalatpolyester, Adipinatpolyester,
Glutatpolyester [glutate polyesters], Diisononylphthalat, Diisodecylphthalat,
Dihexylphthalat, Alkyl-alyletherdiesteradipinat, Dibutoxyethoxyethyladipinat,
und deren Mischungen. Geeignete Molekulargewichte betragen weniger
als ca. 20.000 g/mol, weniger als ca. 5.000 g/mol, oder weniger als
ca. 1.000 g/mol. Falls vorhanden beträgt der Gehalt an Weichmacher
in der endgültigen
Form- oder Extrusionsartikelzusammensetzung von ca. 0,1% bis ca.
70%, von ca. 0,5% bis ca. 50% oder von ca. 1% bis ca. 30%.
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Nukleirungsmittel
werden im Allgemeinen verwendet um die Kristallisationsrate zu erhöhen, die
Kristallgröße zu verringern
und die Transparenz zu verbessern. Nukleirungsmittel können ebenfalls
den Schmelzfluss und das Entformungsverhalten von teilweise kristallinen
Plastik-Materialien wie thermoplastischen Polyestern verbessern.
Ein zweites Polyhydroxyalkanoat wie Polyhydroxyburyrat kann als
ein Nukleirungsmittel für das
erste Polyhydroxyalkanoat fungieren und dabei die Kristallisationsrate
des ersten Polyhydroxyalkanoats verbessern, wie offenbart von Autran
et al.
WO 02/055581 und
WO 02/50156 , jeweils eingereicht
am 20. Dezember 2001. Weitere Nukleirungsmittel beinhalten Talk,
Bornitrid, Titanoxid, Mikroglimmer, Kreide, Salze, Sorbitolacetal,
Ton, Calciumcarbonat, Natriumchlorid, Calciumphosphat, LICOMONT
® CaV
102 und LICOMONT
® NaV 101 (das Calcium-
beziehungsweise Natriumsalz von Montansäure, d. h. langkettiger (C28-C32)linearer
Carbonsäuren),
welche beide kommerziell von der Clariant Corporation (Coventry,
Rhode Island) erhältlich
sind; und MILLAD
® 3988 (1,2,3,4-Bis-(3,4-dimethylbenzylidensorbitol),
welches kommerziell von Milliken Chemical (Inman, South Carolina)
erhältlich
ist. Nukleirungsmittel machen üblicherweise
von ca. 0.01% bis ca. 5% des Gewichts des Form- oder Extrusionsartikels
aus, wenn sie verwendet werden.
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Weitere
optionale Bestandteile beinhalten Salze, Gleitmittel, Kristallisationsbeschleuniger
oder -verlangsamer, Geruchmaskierende Mittel, Vernetzungsmittel,
Emulgatoren, oberflächenaktive
Stoffe, Cyclodextrine, Schmiermittel, andere Prozesshilfen, optische
Aufheller, Antioxidantien, Flammhemmer, Farbstoffe, Pigmente, Füllstoffe,
Proteine und ihre Alkalisalze, Wachse, klebrigmachende Harze, Streckmittel,
Chitin, Chitosan und deren Mischungen.
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Ein
Füllstoff
kann ausgewählt
sein aus der Gruppe von Tonerden, Quarz, Glimmer, Wollastonit, Calciumhydroxid,
Calciumcarbonat, Natriumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Bariumsulfat,
Magnesiumsulfat, Kaolin, Calciumoxid, Magnesiumoxid, Aluminumhydroxid,
Talk, Titandioxid, Holzmehl, Walnussschalenmehl, Alpha-celluloseflocken,
Cellulosefasern, Chitin, Chitosanpulvern, Organosilikonpulvern,
Nylonpulvern, Polyesterpulvern, Polypropylenpulvern, Stärken und
deren Mischungen. Bei Verwendung beträgt der Gehalt an Füllstoff
von 0,1 Gewichts-% bis 60 Gewichts des Form- oder Extrusionsartikels.
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Ein
Schmiermittel kann beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend
aus Metallseifen, Kohlenwasserstoffwachsen, Fettsäuren, langkettigen
Alkoholen, Fettsäureestern,
Fettsäureamiden,
Silikonen, Fluorchemikalien, Acrylen, und deren Mischungen. Bei
Verwendung beträgt
der Gehalt an Schmiermittel von 0,1 Gewichts bis 20 Gewichts-% des
Form- oder. Extrusionsartikels.
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Natürliche Polymere
können
in der vorliegenden Erfindung ebenfalls verwendet werden. Geeignete proteinbasierende
Polymere beinhalten Sojaprotein, Zeinprotein und Kombinationen davon.
Das natürliche Polymer
kann in einer Menge von ca. 0,1% bis ca. 80% oder von ca. 1% bis
ca. 60% vorliegen.
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Formen
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Wie
hierin verwendet ist ein „Formartikel" ein Gegenstand,
welcher aus einem PHA-Copolymer, vermischt mit einem umweltverträglich abbaubaren
thermoplastischen Polymer, gebildet ist und unter Verwendung von
Formtechniken wie Spritzgießen,
Blasformen, Kompressionsformen ausgeformt ist. Formartikel können massive
Gegenstände
wie beispielsweise Spielzeuge oder hohle Gegenstände wie beispielsweise Flaschen,
Behälter,
Tamponapplikatoren, Applikatoren zum Einführen von Medikamenten in Körperöffnungen, medizinische
Ausrüstung
für den
Einmalgebrauch, chirurgische Ausrüstung oder dergleichen sein.
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Spritzgießen der
Thermoplastik ist ein mehrschrittiger Prozess, durch welchen eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
erhitzt wird, bis sie geschmolzen ist, dann bei der Ausformung in
eine geschlossene Form gezwungen wird und letztendlich durch Kühlen verfestigt
wird. Die PHA-Copolymer-Mischungen
werden in der Schmelze verarbeitet bei Schmelztemperaturen von weniger
als ca. 180°C
oder typischer bei weniger als ca. 160°C, um den thermischen Abbau
zu minimieren.
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Drei
gebräuchliche
Typen von Maschinen, die beim Spritzguss verwendet werden sind Kolben-, Schnecken-Plastikator-
mit Injektion und Schneckenkolben-Vorrichtungen (siehe Encyclopedia
of Polymer Science and Engineering, Vol. 8, Seiten 102–138, John
Wiley and Sons, New York, 1987 ("EPSE-3")). Eine Kolbeninjektions-Formungsmaschine
besteht aus einem Zylinder, Sprühverteiler
[spreader] und Kolben [plunger]. Der Kolben zwingt die Schmelze
in die Form. Ein Schneckenplastikator mit einer Zweistufeninjektion
besteht aus einem Plastikator, ausrichtbarem Ventil, einem Zylinder
ohne ein Spritzgerät
und einem Kolben. Nach Plastifizierung durch die Schraube zwingt
der Kolben die Schmelze in die Form. Eine Schneckenkolbeneinspritzungsmaschine
besteht aus einem Zylinder [barrel] und einer Schraube. Die Schraube
rotiert, um das Material zu schmelzen und zu vermischen und bewegt
sich dann vorwärts
um die Schmelze in die Form zu zwingen.
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Ein
Beispiel einer geeigneten Spritzgussmaschine ist die Engel Tiebarless
ES 60 TL-Vorrichtung, welche eine Form, eine Düse und einen Zylinder aufweist,
die in Zonen aufgeteilt ist, wobei jede Zone mit Thermoelementen
und Temperaturkontrollvorrichtungen versehen ist. Die Zonen der
Spritzgussmaschine können als
Front-, Zentrums- und Rückzonen
beschrieben werden, wobei die Pellets in die Frontzone bei kontrollierter Temperatur
eingeführt
werden. Die Temperatur der Düsen-,
Form- und Zylinderkomponenten der Spritzgussmaschine kann gemäß der Schmelzverarbeitungs-Temperatur
der Pellets und der verwendeten Form variieren, wird aber typischerweise
in den folgenden Bereichen liegen: Düse, 120–170°C; Frontzone, 100–160°C; Zentrumszone,
100–160°C; Rückzone,
60–150°C und Form,
5–50°C. Andere
typische Prozessbedingungen beinhalten einen Injektionsdruck von
ca. 2100 kPa bis ca. 13.790 kPa, einen Haltedruck von ca. 2800 kPa
bis ca. 11.032 kPa, eine Haltezeit von ca. 2 Sekunden bis ca. 15
Sekunden und eine Injektionsgeschwindigkeit von ca. 2 cm/Sekunde
bis ca. 20 cm/Sekunde. Beispiele anderer geeigneter Spritzgussmaschinen
beinhalten Van Dorn Model 150-RS-8F, Battenfeld Model 1600 und Engel
Model ES80.
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Kompressionsformen
bei Thermoplastiken besteht aus Einfüllen einer Menge einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in die tiefere Hälfte
einer offenen Pressform [die]. Die oberen und unteren Hälften der Pressform
werden unter Druck zusammengebracht und dann füllt die geschmolzene Zusammen setzung
die Gestalt der Pressform aus. Die Form wird dann gekühlt um die
Plastik zu härten
(siehe EPSE-3).
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Blasformen
wird zur Herstellung von Flaschen und anderen hohlen Gegenständen eingesetzt
(siehe EPSE-3). Bei diesem Verfahren wird ein Schlauch einer geschmolzenen
Zusammensetzung bekannt als Extrudat in eine geschlossene, hohle
Form extrudiert. Das Extrudat wird dann durch ein Gas expandiert,
was die Zusammensetzung gegen die Wände der Form drückt. Anschließendes Kühlen härtet die
Plastik aus. Die Form wird dann geöffnet und der Artikel entfernt.
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Blasformen
hat eine Anzahl von Vorteilen gegenüber Spritzguß. Die angewandten
Drücke
sind viel niedriger als beim Spritzguß. Blasformen kann typischerweise
bei Drucken von ca. 170 kPa bis ca. 690 kPa zwischen der Plastik
und der Formoberfläche
erfolgen. Im Vergleich können
Spritzgussdrucke ca. 69.000 kPa bis ca. 137.900 kPa erreichen (siehe
EPSE-3). In Fällen
wo die Zusammensetzung ein zu hohes Molekulargewicht hat, als dass
sie leicht durch Formen fließen
könnte,
ist Blasformen die Technik der Wahl. Polymere (oder Copolymere)
mit hohen Molekulargewichten weisen oft bessere Eigenschaften als
Polymere mit niedrigem Molekulargewicht auf, beispielsweise weisen
Materialien mit hohen Molekulargewichten höhere Beständigkeit gegenüber umweltbedingter
Spannungsrissbildung auf (siehe EPSE-3). Die Erzeugung extrem dünner Wände in Produkten
ist mittels Blasformen möglich.
Das bedeutet, dass weniger Zusammensetzung verwendet wird und dass
die Verfestigungszeiten kürzer
sind, was aufgrund von Materialerhalt und höherem Durchsatz niedrigere
Kosten ergibt. Ein weiteres wichtiges Merkmal des Blasformens ist,
dass, da es nur eine weibliche Form verwendet, leichte Änderungen
der Extrusionsbedingungen an der Extrusionsdüse die Wanddicke variieren können (siehe
EPSE-3). Dies ist ein Vorteil bei Strukturen, deren erfor derliche
Wanddicke vorab nicht vorhergesagt werden kann. Evaluierung von
Artikeln von verschiedener Dicke kann erfolgen und der dünnste und somit
leichteste und preiswerteste Artikel, der die Anforderungen erfüllt, kann
verwendet werden.
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Herunterspülbare Tamponapplikatoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung werden unter Verwendung einer Vielzahl von Formungstechniken
in eine gewünschte
Gestalt oder Konfiguration ausgeformt, um einen thermoplastischen
Applikator zu ergeben, welcher ein äußeres röhrenförmiges Bauteil und ein inneres
röhrenförmiges Bauteil
oder Kolben umfasst. In einer anderen Ausführungsform können das äußere röhrenförmige Bauteil
und der Kolben mittels verschiedener Formungstechniken erzeugt werden
und in einer weiteren Ausführungsform
wird das äußere Bauteil
aus einer Mischung nach der vorliegenden Erfindung geformt und der Kolben
wird aus einem anderen umweltverträglich abbaubaren Material hergestellt.
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Im
Allgemeinen involviert das Verfahren zur Herstellung herunterspülbarer Tamponapplikatoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung das Einfüllen
einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einen Mischer [compounder] und dann wird die Zusammensetzung
schmelzgemischt und zu Pellets verarbeitet. Die Pellets werden dann
unter Verwendung einer Spritzgussvorrichtung zu herunterspülbaren Tamponapplikatoren
ausgestaltet. Das Spritzgussverfahren wird typischerweise bei kontrollierter
Temperatur, Zeit und Geschwindigkeit durchgeführt und involviert Schmelzverarbeitung
von Pellets oder thermoplastischen Zusammensetzungen, wobei die
geschmolzene thermoplastische Zusammensetzung in eine Form injiziert,
gekühlt
und zu einem gewünschten
Plastikgegenstand geformt wird. Alternativ kann die Zusammensetzung
direkt in eine Spritzgussvorrichtung eingefüllt und die Schmelze zu dem gewünschten
herunterspülbaren
Tamponapplikator geformt werden.
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Ein
beispielhaftes Herstellungsverfahren für herunterspülbare Tamponapplikatoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung involviert Extrusion der Mischung bei einer Temperatur
oberhalb der Schmelztemperatur der Zusammensetzung zur Ausformung
eines Stabs, Zerhacken des Stabs in Pellets und Spritzgießen der
Pellets in die Form des gewünschten
herunterspülbaren
Tamponapplikators.
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Die
Mischer, die üblicherweise
zum Schmelzmischen thermoplastischer Zusammensetzungen verwendet
werden, sind im Allgemeinen Einschnecken-Extruder, Doppelschnecken-Extruder
und Knetextruder. Beispiele für
kommerziell erhältliche
Extruder, die für
den Gebrauch hier geeignet sind, beinhalten den Black-Clawson Einschnecken-Extruder,
die Werner und Pfleiderer co-rotierenden Doppelschnecken-Extruder, die
HAAKE® Polylab
System gegenläufig
rotierenden Doppelschnecken-Extruder und die Buss Knetextruder. Allgemeine
Besprechungen zum Vermischen und Kompoundieren von Polymeren sind
offenbart in der Encyclopedia of Polymer Science and Engineering;
Volume 6, Seiten 571–631,
1986, und Volume 11, Seiten 262–285,
1988; John Wiley and Sons, New York.
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Die
erfindungsgemäßen herunterspülbaren Tamponapplikatoren
können
in jede geeignete Hülle
eingepackt werden, unter der Voraussetzung, dass die Hülle schmutzbeständig und
mit trockenem Abfall entsorgbar ist. Geeignete Hüllen sind solche, die aus biologisch
abbaubaren Materialien hergestellt sind, welche minimale oder gar
keine Bendenken hinsichtlich der Umweltverträglichkeit für ihre Entsorgung erzeugen.
Es ist jedoch vorgesehen, dass die Tamponapplikatoren der vorliegenden
Erfindung in herunterspülbaren
Hüllen, hergestellt
aus Papier, Vliesstoffcellulose, Thermoplastik oder jedem anderen
geeigneten herunterspülbaren Material
oder Kombinationen dieser Materialien verpackt werden können.
-
Temperzykluszeit
-
Die
Temperzykluszeit ist hierin definiert als die Haltezeit plus Kühlungszeit.
Bei Verfahrensbedingungen, welche im Wesentlichen für eine bestimmte
Form optimiert sind, ist eine Temperzykluszeit eine Funktion der
Copolymermischungszusammensetzung. Verfahrensbedingungen, welche
im Wesentlichen optimiert sind, sind die Temperatureinstellungen
der Zonen, der Düse
und der Form der Formungsvorrichtung, die Schussgröße [shot
size], der Injektionsdruck und der Haltedruck. Temperzykluszeiten,
die hierin für
ein PHA-Copolymer, vermischt mit einem umweltverträglich abbaubaren
Polymer bereitgestellt werden, sind mindestens zehn Sekunden kürzer als
die Zeiten, wenn ein PHA-Copolymer in der Mischung fehlt. In weiteren
Ausführungsformen
der Erfindung sind die hierin bereitgestellten Temperzykluszeiten
mindestens 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45 oder 50 Sekunden kürzer als
eine Temperzykluszeit, welche zur Ausbildung eines umweltverträglich abbaubaren
Formartikels, welchem das umweltverträglich abbaubare thermoplastische
Copolymer fehlt, erforderlich sind. Ein Hundeknochen-[dogbone]-Zugstab,
welcher Dimensionen von ½ Inch
Länge (L)
(12,7 mm) × 1/8
Inch Weite (W) (3,175 mm) × 1/16
Inch Höhe
(H) (1,5875 mm) aufweist, hergestellt unter Verwendung einer Engel Tiebarless
ES 60 TL-Spritzgussmaschine wie hierin bereitgestellt, liefert einen
Standard als Repräsentanten eines
Formartikels zur Messung von Temperzykluszeiten.
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Die
Haltezeit ist die Zeitspanne, für
die ein Teil nach initialer Materialeinspritzung unter einem Haltedruck
gehalten wird. Das Ergebnis ist, dass Luftblasen und/oder Ein fallstellen,
vorzugsweise beide, an der äußeren Oberfläche, vorzugsweise
auf beiden, der äußeren und
inneren Oberfläche
(falls anwendbar) mit dem bloßen
Auge (einer Person mit 20-20
Sicht und keinen Schäden
des Sehvermögens)
aus einer Distanz von ca. 20 cm von der Oberfläche des Formartikels visuell
nicht beobachtbar sind. Dies dient der Absicherung der Akkuratheit
und kosmetischen Qualität
des Teils.
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Schrumpfung
wird vom Formdesign berücksichtigt,
jedoch kann Schrumpfung von ca. 1,5% bis 5%, von ca. 1,0% bis 2,5%
oder 1,2% bis 2,0% auftreten. Eine kürzere Haltezeit wird bestimmt
durch Verkürzung der
Haltezeit, bis Teile den oben beschriebenen visuellen Test nicht
bestehen, der Form und Textur der Form nicht entsprechen, nicht
komplett gefüllt
sind oder exzessive Schrumpfung zeigen. Die Länge der Zeit vor der Zeit,
zu der solche Vorkommnisse auftreten, wird dann als eine kürzere Haltezeit
verzeichnet.
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Die
Kühlzeit
ist definiert als die Zeit, die für das Teil nötig ist,
um in der Form zu verfestigen und leicht aus der Form entlassen
zu werden. Die Form beinhaltet mindestens zwei Teile, so dass der
Formartikel leicht entfernt werden kann. Zur Entfernung wird die
Form an der Trennlinie der zwei Teile geöffnet. Der fertige Formartikel
kann manuell aus der geöffneten
Form entfernt werden oder er kann automatisch ohne menschliches Eingreifen
von einem Auswerfersystem ausgeworfen werden, wenn die Form geöffnet wird.
In Abhängigkeit von
der Teilgeometrie können
solche Auswerfer aus Stiften [eins] oder Ringen bestehen, welche
in die Form eingebettet sind, die vorwärts gedrückt werden können, wenn
die Form offen ist. Beispielsweise kann die Form Standard scheiben-artige
[dial-type] oder mechanische stabartige Auswurfstifte [rode-type
ejector eins] enthalten, um beim Auswurf der Formartikel mechanisch
zu unterstützten.
Geeignete Größen von
stabartigen Auswurfstiften sind 1/8 Inch (3,175 mm) und der gleichen.
Eine kürzere
Kühlzeit
wird bestimmt mittels Verkürzung der
Kühlzeit
bis Teile an der Form hängen
bleiben und nicht leicht ausgeworfen werden können. Die Länge der Zeit vor der Zeit,
zu der der Teil hängen
bleibt, wird dann als eine kürzere
Kühlzeit
verzeichnet.
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Es
werden Verarbeitungstemperaturen eingesetzt, welche niedrig genug
angesetzt werden, um thermischen Abbau des Polymermischmaterials
zu vermeiden aber noch hoch genug sind, um freien Fluss des Materials
für das
Formen zu erlauben. Die PHA-Copolymermischungen werden schmelzverarbeitet
bei Schmelztemperaturen von weniger als ca. 180°C, typischer von weniger als
ca. 160°C,
um die thermische Zersetzung zu minimieren. Im Allgemeinen können sich
Polymere thermisch zersetzten, wenn sie Temperaturen oberhalb der
Zersetzungstemperatur nach dem Schmelzen für eine Zeitspanne ausgesetzt
sind. Wie es von Fachleuten im Lichte der vorliegenden Offenbarung
verstanden wird, wird die jeweilige Zeit, die zur Verursachung thermischer
Zersetzung erforderlich ist, vom jeweiligen Material, der Länge der
Zeit oberhalb der Schmelztemperatur (Tm) und der Anzahl an Grad über der
Tm abhängen.
Die Temperaturen können
so tief sein wie es vernünftigerweise
möglich
ist, um freien Fluss der Polymerschmelze zu erlauben, um das Risiko thermischer
Zersetzung zu minimieren. Während
der Extrusion erhöht
hohe Scherung im Extruder die Temperatur im Extruder höher als
die vorgegebene Temperatur. Daher können die vorgegebenen Temperaturen
niedriger sein als die Schmelztemperatur des Materials. Niedrige
Verarbeitungstemperaturen tragen ebenfalls dazu bei, die Zykluszeit
zu reduzieren. Beispielsweise kann – ohne Beschränkung- die
vorgegebene Temperatur der Düsen-
und Zylinder-Komponenten der Spritzgussmaschine entsprechend zur
Schmelzverarbeitungstemperatur des polymeren Materials und der Arten
der eingesetzten Formen variieren und kann von ca. 20°C unterhalb
der Tm bis ca. 30°C
oberhalb der Tm betragen, wird aber typischerweise in den folgenden
Bereichen liegen: Düse,
120–170°C; Frontzone,
100–160°C, Zentrumszone,
100–160°C; Rückzone,
60–160°C. Die eingestellte
Formtemperatur der Spritzgussmaschine hängt ebenso vom Typ der polymeren
Materialien und der Art der verwendeten Formen ab. Eine höhere Formtemperatur
hilft, Polymere schneller zu kristallisieren und reduziert die Zykluszeit.
Jedoch können
die Teile deformiert aus der Form herauskommen, falls die Formtemperatur
zu hoch ist. Die Formtemperatur ist 5–60°C. Typischerweise ist die Formtemperatur
25–50°C.
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Die
Spritzgussgeschwindigkeit hängt
von der Flussrate der Zusammensetzungen ab. Je höher die Flussrate, je geringer
die Viskosität,
desto geringer ist die Geschwindigkeit, welche für das Spritzgussformen benötigt wird.
Die Einspritzgeschwindigkeit kann von ca. 5 cm/Sekunde bis 20 cm/Sekunde
reichen, in einer Ausführungsform
ist die Einspritzgeschwindigkeit 10 cm/Sekunde. Wenn die Viskosität hoch ist,
wird die Einspritzgeschwindigkeit erhöht, so dass der Extruderdruck
die geschmolzenen Materialien in die Form drückt um die Form zu füllen. Der
Spritzgussdruck ist abhängig
von der Verarbeitungstemperatur und der Schussgröße. Freier Fluss hängt vom
Einspritzdruck ab, welcher nicht höher als ca. 14 MPa abgelesen
wird (reading not higher than).
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Umweltverträgliche Abbaubarkeit
und Herunterspülbarkeit
-
Die
Formartikel, welche in der vorliegenden Erfindung hergestellt werden,
sind umweltverträglich
abbaubar. "Umweltverträglich abbaubar" ist definiert als
biologisch abbau bar, disintegrierbar, zerlegbar oder kompostierbar
oder eine Kombination daraus. „Herunterspülbar" wie hier verwendet
bedeutet, dass ein Artikel sicher in ein Abwassersystem heruntergespült werden
kann ohne schädliche
Konsequenzen für
bestehende Abwasserinfrastruktursysteme. Im Ergebnis können erfindungsgemäße Formartikel
leicht und sicher in fester Müllkompostierung
oder Abwassersammlungs- und Behandlungssystemen entsorgt werden.
Die umweltverträgliche
Abbaubarkeit der erfindungsgemäßen Form-
oder Extrusionsartikel bietet eine Lösung für das Problem der Ansammlung
solcher Materialien in der Umwelt nach ihrem Gebrauch. Die Herunterspülbarkeit
der erfindungsgemäßen Form-
oder Extrusionsartikel bei Verwendung in Wegwerfartikeln wie Tamponapplikatoren bietet
zusätzlichen
Komfort und Diskretion für
den Konsumenten. Obwohl biologische Abbaubarkeit, Disintegrierbarkeit,
Dispergierbarkeit, Kompostierbarkeit und Herunterspülbarkeit
alle verschiedene Kriterien aufweisen und durch unterschiedliche
Tests gemessen werden, werden die erfindungsgemäßen Formartikel im Allgemeinen
mehr als eines dieser Kriterien erfüllen.
-
Biologische
Abbaubarkeit ist so definiert, dass, wenn ein organisches Material
aeroben Bedingungen ausgesetzt ist, das Material sich zu einfachen
Bestandteilen wie Kohlendioxid und Wasser zersetzen wird oder das
Material wird sich unter anaeroben Bedingungen in einfache Bestandteile
wie Kohlendioxid, Wasser und Methan durch die Einwirkung natürlich auftretender
Mirkoorganismen zersetzten. Biologische Abbaubarkeit bedeutet, dass
die organischen Komponenten des Formartikels Zersetzung durch biologische
Aktivität
unterworfen sind und dass beständige
Metaboliten ausbleiben. Eine Vielzahl verschiedener standardisierter
biologischer Abbauverfahren wurden von unterschiedlichen Organisationen
und in verschiedenen Ländern
etabliert. Beispielsweise hat die Amerikanische Gesellschaft für Testung
und Materialien (ASTM) für
aerobe biologische Abbaubarkeit ASTM D 5338 (Standard Testverfahren
zur Bestimmung aeroben Bioabbaus von Plastikmaterialien unter kontrollierten
Kompostierungsbedingungen) für
städtische
Abwasserkompostierung und ASTM D 5271 (Standard Testverfahren zur
Bestimmung des aeroben Bioabbaus von Plastikmaterialien in einem
aktivierten Klärschlammabwasser-Behandlungssystem)
für städtische
Abwasserbehandlung etabliert. Diese Tests messen die Prozent an
Testmaterial, die als Funktion der Zeit mineralisiert werden durch Überwachung
des Gehalts an Kohlendioxid, welches als ein Ergebnis von Assimilation
durch Mikroorganismen in der Matrix, die von Interesse ist, freigesetzt
wird. Die Kohlendioxidproduktion in diesen Tests wird typischerweise durch
elektrolytische Respirometrie gemessen. Andere Standardprotokolle
wie 301B von der Organisation für Ökonomische
Kooperation und Entwicklung (OECD) können ebenso verwendet werden,
um die aerobe biologische Abbaubarkeit eines Materials zu bestimmen.
Standardtest zum biologischen Abbau in Abwesenheit von Sauerstoff
werden in verschiedenen Protokollen wie ASTM D 5511 (Standardtestverfahren
zur Bestimmung der anaeroben biologischen Abbaubarkeit von Plastikmaterialien
unter hochfesten anaeroben Verdauungsbedingungen) oder ASTM D 5526
(Standardtestverfahren zur Bestimmung anaerober biologischer Abbaubarkeit von
Plastikmaterialien unter beschleunigten Deponiebedingungen) beschrieben.
Diese Tests werden verwendet, um die biologische Abbaubarkeit in
septischen Tanks, anaerober Verdauung oder sanitären Deponien zu bestimmen.
-
Zersetzung
ist, wenn der Formartikel die Fähigkeit
zum Aufbrechen in kleinere Teile durch physikalische, chemische
oder biologische Mittel aufweist. Zersetzung wird durch Bestimmung
des Gewichtsverlusts eines Materials unter spezi fischen Umweltbedingungen
bewertet. Sowohl aerobe als auch anaerobe Zersetzungstests werden
genutzt. In diesen Tests wird der Gewichtsverlust typischerweise
durch die Menge an Testmaterial bestimmt, das nicht mehr auf einem
18 Mesh-Sieb mit
1 Millimeter-Öffnungen
nach Exposition gegenüber
aktiviertem oder Faul-Schlamm zurückbleibt. Der Unterschied im
Gewicht zwischen der Ausgangsprobe und der Probe, welche auf einem
Filter wieder gefunden wird, wird zur Bestimmung der Rate und des
Umfangs der Zersetzung verwendet. Das Testen auf biologische Abbaubarkeit
und Zersetzung sind ähnlich,
da in der Hauptsache die gleiche Umgebung zum Testen genutzt wird.
Der Hauptunterschied ist, dass das Gewicht des verbleibenden Materials
für die
Zersetzung gemessen wird, wohingegen die entstehenden Gase für die biologische
Abbaubarkeit gemessen werden.
-
Erfindungsgemäße Formartikel
weisen mehr als 50% Zersetzung innerhalb von 28 Tagen unter anaeroben
Bedingungen und in weiteren Ausführungsformen
mehr als 60% oder mehr als 80% Zersetzung in 28 Tagen unter solchen
Bedingungen auf.
-
Beispiele
-
Geformte
Testproben, welche PHA-Copolymer umfassen und PHA-Copolymer gemischt
mit einem umweltverträglich
abbaubaren Polymer oder Copolymer
-
Die
folgenden Zusammensetzungen werden gemischt und zu Testproben ausgeformt.
Die verschiedenen Zusammensetzungen weisen die folgenden Bezeichnungen
auf:
| Zusammensetzung | Bestandteile
der Zusammensetzung in Gewichts-% |
| 1. | PHA1 |
| 2. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5 = 77/3/17/2/1 |
| 3. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/BIONOLLE® 30016 = 64/3/15/2/1/15 |
| 4. | PHA1/PHB2/DMSA/TiO24/KemamidE5/PLA7 = 55/2/10/2/1/30 |
| 5. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/LDPE8 = 55/2/10/2/1/30 |
| 6. | PHA1/PEE2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/EMA9 = 55/2/10/2/1/30 |
| 7. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/EVA10 = 55/2/10/2/1/30 |
| 8. | LDPE8 |
| 9. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/PHA13 = 25/3/17/2/1/52 |
| 10. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/PHA12 = 57,75/3/17/2/1/19,25 |
| 11. | PHA1/PHB2/DMSA3/TiO24/KemamidE5/PHA12 = 38,5/3/17/2/1/38,5 |
-
Nur
die Zusammensetzungen 9–11
sind erfindungsgemäß.
- 1
Ein Polyhydroxyalkanoat-Copolymer, worin die Einheiten C4C6 sind,
wobei C4 -O-CH(CH3)-CH2-C-(O)-
ist und C6 -O-CH(C3H7)-CH2-C(O)-
ist und der Gehalt an C6 10–12%
des Gesamtgewichts ist (11,3% C6)
- 2 Polyhydroxybutyrat, Partikelgröße von 30 μm, erhältlich von Goodfellow Cambridge
Limited England
- 3 Dimethylsebacat, erhältlich
von Scientific Polymer Products
- 4 Titandioxid, erhältlich
von DuPont White Pigment & Mineral
Products
- 5 Euracamid, erhältlich
als Kernamid E Ultra von Crompton Corporation
- 6 Disäurediol-aliphatischer
Polyester ist erhältlich
als BIONOLLE® 3001
von der Showa Highpolymer Company, Ltd
- 7 Polylmilchsäure
erhältlich
als BIOMER® L9000
von Biomer, Frost-Kasten-Str., Krailling, Deutschland
- 8 Lineares PE niedriger Dichte, erhältlich als KN226 von Chevron
Philips Chemicals
- 9 Poly(ethylen-co-methacrylat), wobei der Methacrylatgehalt
27% ist, ist als TC221 von Exxon-Mobil erhältlich
- 10 Polyethylen-co-vinylacetat), wobei der Vinylacetatgehalt
28% ist, ist als ELVAX® VAX260 von DuPont erhältlich
- 12 Ein Polyhydroxyalkanoat-Copolymer, wobei die Einheiten C4C6
sind, wobei C4 -O-CH(CH3)-CH2-C(O)-
ist und C6 -O- CH(C3H7)-CH2-C(O)-
ist und der Gehalt an C6 5–6%
des Gesamtgewichtes ist (5,7%/5,9% C6 50/50)
- 13 Ein Polyhydroxyalkanoat-Copolymer, wobei die Einheiten C4C6
sind, wobei C4 -O-CH(CH3)-CH2-C(O)-
ist und C6 -O-CH(C3H7)-CH2-C(O)-
ist und der Gehalt an C6 2–3%
des Gesamtgewichtes ist (2,5% C6)
-
Kompoundierung (Polymervermischung).
-
Die
Bestandteile werden eingewogen, trocken miteinander gemischt auf
einer Gewichtsprozentbasis und in einen Werner Pfleider ZSK-30-corotierenden
Doppelschneckenextruder eingefüllt,
welcher einen Schraubendurchmesser von 30 mm, sechs Heizzonen und
eine Vierloch-Pressplatte [four hole die plate] aufweist. Die schmelzgemischte
Mischung wird zum Ende des Extruders zur Pressform extrudiert, um
vier Stäbe auszuformen.
Die Stäbe
werden auf einem Förderband
befördert,
luftgekühlt
und unter Verwendung eines Pelletisierers für Spritzguss pelletisiert.
-
Alternativ
wird die Zusammensetzung 9. in einen HAAKE® Polylab
System-gegenläufig
rotierenden Doppelschneckennextruder eingefüllt. Der Extruder ist mit einer
Einzellochpressformplatte ausgestattet, um die trocken gemischte
Mischung in einen einzelnen Strang aus geschmolzenem Plastik zu
kompoundieren, welcher luftgekühlt
und dann unter Verwendung eines Pelletierers für Spritzguss pelletiert wird.
-
Spritzguss.
-
Eine
Engel Tiebarless ES 200 TL Spritzgussmaschine oder eine ES 60 TL
Spritzgussmaschine wird verwendet, um Tamponapplikatoren oder standardisierte
Zugstäbe,
bezeichnet als „Hundeknochen", unter Verwendung
der kompoundierten Mischungen herzustellen. Das Spritzgussverfahren
nutzt eine 25 mm Schraube und kontrollierte Prozessbedingungen von
Temperatur, Zeit, Geschwindigkeit und Druck, wobei die Pel lets schmelzverabeitet,
in eine Form eingespritzt, gekühlt
und dann zum gewünschten
Tamponapplikator oder Hundeknochen-Zugstab ausgeformt werden.
-
Ein übliches
Spritzgussverfahren und Parameter, welche sich auf das Ausformen
auswirken, sind wie folgt. Die Spritzgussmaschine wird gestartet
und die Temperaturen für
das hydraulische Öl
(für die
Maschine, normalerweise –30C),
für die
Materialien (für
vier Heizzonen, siehe Tabellen 2, 3 und 4) und für die Form (35C–60C) werden
eingestellt. Die Schraubengeschwindigkeit für den Extruder wird eingestellt.
-
Die
Zusammensetzung wird in den Füllschacht
des Einspritzextruders eingefüllt.
Die Schrauben nehmen die Schmelzmaterialien direkt vom Füllschacht
und transportieren sie auf die Schraubenspitze. Die Transportaktion
der Schrauben baut Druck vor der Spitze auf. Dieser Druck drückt die
Schraube zurück.
Sobald genug Zufuhr an Schmelze für einen Schuss in dem Raum
ist, stoppt die Rotation der Schraube. Zu dieser Zeit ist die Düse gegen
die Angussbuchse der Form geschoben worden und die Form ist eingespannt,
dann schiebt ein plötzlicher
kontrollierter Druckstoß im
hydraulischen Zylinder die Schraube vorwärts und pumpt die Schmelze
in die Höhlung
der Form. Dieser Teil des Verfahrens stellt den initialen Füllzyklus
dar, bei dem die Form zu ca. 95% volumetrisch gefüllt wird
und der hydraulische Druck der Einspritzmaschine ein Maximum erreicht.
-
Manuell
eingestellte Parameter beinhalten die Einspritzgeschwindigkeit (hoch
genug, um die Materialien in die Form zu schieben aber nicht zu
hoch, um viel Spritzen [flashings] zu ergeben, normalerweise 10 cm/Sekunde,
der Bereich ist 5 cm/Sekunde-20 cm/Sekunde) und Schussgröße (zu niedrig
wird die Teile nicht füllen,
aber zu hoch wird viel Spritzen [flashings] ergeben), das Einspritzen
oder der Füllzyk lus
wird durch die Einspritzgeschwindigkeit, Temperatur des hydraulischen Öls, Schmelzmaterialien
und Form und Viskosität
der Materialien beeinflusst, die Druckabhängigkeit der Schraubenbewegung
wird durch die Viskosität,
molekularen Abbau, Kristallinität
und molekulare Orientierung in der Teiloberfläche, dem Teil und der Qualität der Oberfläche beeinflusst.
-
Der
Haltezyklus beginnt, wenn der hydraulische Druck zum Haltedruck
geändert
wird. Der Rest der Materialien (~5 Volumen-%) wird in den Hohlraum
der Form gepackt. Die Form wird unter Druck gehalten bis die Verschlüsse [gates]
(Schmelzmaterialien treten durch die Verschlüsse zu den geformten Teilen über) in
der Form einfrieren (d. h. keine Schmelze kann in die Teile hinein
oder daraus hinaus). Die Zeit für
diesen Zyklus ist die Haltezeit. Dann fällt der hydraulische Druck
auf Null.
-
Einstellparameter
beinhalten den Haltedruck (zu hoch verursacht viel Spritzen[flushings],
zu niedrig macht es nicht möglich,
die verbleibenden 5% Materialien in die Bauteile zu schieben, um
Fehlstellen und Einfallstellen zu vermeiden), die Haltezeit (lang
genug um die Verschlüsse
einzufrieren, so dass keine Materialien in die Teile hinein oder
hinaus kommen, um die Qualität
der Teile zu sichern, anderenfalls werden die Teile irreguläre Abmessungen,
Fehlstellen oder Einfallstellen aufweisen) und der Haltezyklus wird
beeinflusst durch das Umschalten auf den Haltedruck, Kontrolle von
Druckreserveeffekten, Temperatur der Hohlraumwand, Verformung der
Form, Stabilität
der Klemmeinheit und der Größenordnung
der Klemmkrafteffekte.
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Wenn
die Formartikel ausreichend verfestigt und abgekühlt sind, öffnet die Klemmeinheit. Die
Formartikel sind in der Formhälfte,
die auf der beweglichen Platte angebracht ist. Auswerfer geben die
Teile bei einer einstellbaren Distanz von der stationären Platte
aus. Die Kühlungszeit
ist lang genug, damit automatischer Auswurf auftritt.
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Physikalische Eigenschaften.
-
Die
Zugfestigkeit bei Bruch, die prozentuale Dehnung bei Bruch und Young'sches Modul der vorliegenden
Materialien werden nach bekannten Verfahren bestimmt, beispielsweise
ASTM D882-95a Testverfahren, beschrieben in „Standardtestverfahren für Zugeigenschaften
dünner
Plastikfolie", Seiten
159–167.
Die hierin beschriebenen Zusammensetzungen werden spritzgeformt,
um „hundeknochen-förmige" Testproben zu ergeben,
welche Abmessungen von ½ Inch
Länge (L)
(12,7 mm) × 1/8
Inch Weite (W) (3,175 mm) × 1/16
Inch Höhe (H)
(1,5875 mm) aufweisen. Solche Testproben werden evaluiert im Hinblick
auf Zugfestigkeit bei Bruch, prozentuale Dehnung bei Bruch und Elastizitätsmodul
unter Verwendung eines Instron Zugtesters (Model 1122 von Instron
Corporation, ansässig
in Canton, Massachusetts), ausgestattet mit einer 50 Pfund (22,679692
kg) Kraftmesszelle [load cell], Griffteilung [gripp separation]
von 2,54 cm, einer Messlänge
von 12,7 mm, 5 mm Backenabstand [jaw gap] und einer Kreuzkopfgeschwindigkeit
von 5,08 cm/Minute. Für
jede Analyse wurde die „hundeknochen-förmige" Testprobe gedehnt,
bis Bruch auftrat und eine Ladung-gegen-Dehnung-Darstellung wurde
generiert zur Bestimmung der Eigenschaften hinsichtlich Zugfestigkeit
bei Bruch, prozentualer Dehnung bei Bruch und des Elastizitätsmoduls.
Die Zugfestigkeit bei Bruch ist die Last bei Bruch dividiert durch
die Querschnittsfläche
der Testprobe und wird definiert in Einheiten von mega Pascal oder
MPa (Newton/Quadratmeter). Die prozentuale Dehnung bei Bruch wird
bestimmt durch Division der Länge
der Dehnung an der Stelle des Bruchs durch die Messlänge und
dann mit 100 multipliziert. Das Young'sche Modul ist die Steigung des anfänglichen
linearen Bereichs der Last-Extensionskurve und wird in Einheiten
von MPa definiert.
-
Härteeigenschaften
werden nach dem ASTM D2240-97 Testverfahren bestimmt, welches in „Standard Testverfahren
für Kautschuk
Eigenschafts-Durometer Härte", Seiten 388–391 beschrieben
ist. Hierin beschriebene Zusammensetzungen werden spritzgussgeformt
zu „hundeknochen-förmigen" Testproben, die
in Stapel von drei Hundeknochen pro Stapel gestapelt werden, wobei
jeder Hundeknochenstapel eine Gesamtdicke von 3/16 Inch (4,7625
mm) aufweist. Der Härtewert
wird an verschiedenen Punkten des Hundeknochenstapels unter Verwendung
eines Härteinstruments
wie einem Model 307 L Shore D Durometer von PTC Instruments gemessen
und ein mittleres Härtemaß wird bestimmt.
-
Tabelle
1 liefert physikalische Eigenschaften von geformten Testproben der
Zusammensetzungen 1.–11.. Tabelle
1: Physikalische Eigenschaften von geformten Testproben (Hundeknochen)
-
Zusammensetzung
1. zeigt Eigenschaften von „Klebrigkeit" und löst sich
nicht leicht aus der Form. Zusammensetzungen 2.–11. zeigen physikalische Eigenschaften,
die für
eine Vielzahl von Formartikeln akzeptabel sind und Tabelle 1 lehrt
den Fachmann, wie er eine bestimmte Zusammensetzung für einen
bestimmten Zweck auswählt.
Beispielsweise würde
für einen
weicheren Artikel eine Zusammensetzung, welche eine geringere Härtezahl
und ein niedrigeres Young'sches
Modul aufweist ausgewählt
werden. Eine höhere
Bruchdehnung weist auf eine mehr elastische Zusammensetzung mit
geringerer Brüchigkeit
hin. Eine höhere
Bruchspannung weist auf eine stärkere
Integrität
und eine höhere
Beständigkeit
hin. Tabelle 2 liefert Bedingungen für Kompoundierung unter Verwendung
eines Doppelschneckenextruders für
die Zusammensetzungen 2.–7. und
9.–11.. Tabelle
2: Bedingungen für
Kompoundierung
-
Die
Temperzykluszeit ist hierin definiert als Haltezeit plus Kühlzeit für die Ausformung
eines Formartikels unter optimierten Prozessbedingungen von Temperatur,
Schussgröße, Einspritzdruck
und Haltedruck.
-
Tabelle
3 liefert Bedingungen für
Spritzguss und Temperzykluszeiten für Tamponapplikatoren für die Zusammensetzun gen
2.–6.
und 9.–11..
Für Zeiten
größer 30 Sekunden
werden 5-Sekunden-Intervalle genutzt. Unter 30 Sekunden werden 1-Sekunden-Intervalle
verwendet. Tabelle 3: Spritzgussbedingungen und Temperzykluszeiten
für Tamponapplikatoren
| Spritzgusseinstellungen | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 9. | 10. | 11. |
| Zone
1 (°C) | 127 | 66 | 127 | 127 | 127 | 127 | 127 | 127 |
| Zone
2 (°C) | 127 | 107 | 127 | 127 | 127 | 127 | 127 | 127 |
| Zone
3 (°C) | 132 | 127 | 149 | 132 | 132 | 132 | 132 | 132 |
| Düse (°C) | 135 | 132 | 163 | 135 | 135 | 135 | 135 | 135 |
| Form
(°C) | 35 | 40 | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 |
| Schussgröße (cm) | 3,18 | 4,32 | 3,05 | 3,18 | 3,18 | 3,00 | 3,00 | 3,05 |
| Einspritzdruck (MPa) | 12,7 | 14,5 | 12,9 | 12,7 | 13,2 | 12,0 | 12,9 | 12,0 |
| Haltedruck
(MPa) | 6,9 | 6,9 | 6,9 | 6,9 | 6,9 | 3,4 | 3,4 | 3,4 |
| Haltezeit
(Sekunden) | 20 | 15 | 10 | 5 | 20 | 5 | 5 | 5 |
| Kühlzeit (Sekunden) | 120 | 75 | 120 | 120 | 100 | 20 | 30 | 20 |
| Temperzykluszeit (Sekunden) | 140 | 90 | 130 | 125 | 120 | 25 | 35 | 25 |
-
Die
Daten aus Tabelle 3 zeigen, dass die Temperzykluszeit kürzer ist
für einen
Tamponapplikator, welcher ein Polyhydroxyalkanoat umfasst, das C4C6-Einheiten
aufweist, wobei der Gehalt an C6 10–12 Mol-% ist, bei Vermischen
mit einem anderen Polymer wie einem Disäurediol-aliphatischem Polyester
(Zusammensetzung 3., 50 Sekunden weniger), Polymilchsäure (Zusammensetzung
4., 10 Sekunden weniger), lineares Polyethylen niedriger Dichte
(Zusammensetzung 5., 15 Sekunden weniger) oder Poly(ethylen-co-methacrylat) (Zusammensetzung
6., 20 Sekunden weniger). Insbesondere ist die Temperzykluszeit
kürzer,
wenn mit einem Polyhydroxyalkanoat-Copolymer gemischt wird, welches C4C6-Einheiten
aufweist und der Gehalt an C6 2–8 Mol-%
ist (Zusammensetzungen 9. und 11., 15 Sekunden weniger; Zusammensetzung
10., 105 Sekunden weniger).
-
Tabelle
4 gibt die Bedingungen für
Spritzguss und Temperzykluszeiten für standardisiert geformte Proben
(Hundeknochen) für
die Zusammensetzungen 2.–4.
und 9.–11.
an. Die Formdesigns von Applikator und Hundeknochen unterscheiden
sich darin, dass eine Hundeknochenform ein konventionelles Kanal-System [runner
system] mit einem Einguss [sprue], verbunden mit Kanälen [runners]
und Materialzuführungen
zu vier Toren ist. Jedes Tor ist zu einer anders geformten Form
geöffnet
für Teile,
die für
die physikalische Testung des Materials verwendet werden. Hundeknochen-Zugstäbe werden
erzeugt, wenn nur das Hundeknochen-Formtor geöffnet und die anderen drei
Tore geschlossen sind. Hundeknochen-Zugstäbe repräsentieren einen standardisierten
Formartikel. Tabelle 4: Spritzgussbedingungen und Temperzykluszeiten
für standardisierte
Formproben (Hundeknochen)
| Spritzgusseinstellungen | 2. | 3. | 4. | 9. | 10. | 11. |
| Zone 1 (°C) | 127 | 110 | 127 | 127 | 127 | 127 |
| Zone 2 (°C) | 127 | 110 | 127 | 127 | 127 | 127 |
| Zone 3 (°C) | 132 | 116 | 132 | 132 | 132 | 132 |
| Düse (°C) | 135 | 121 | 135 | 135 | 135 | 135 |
| Form (°C) | Fixierte Hälfte | 35 | 16 | 35 | 35 | 35 | 35 |
| Bewegliche
Hälfte | 35 | 38 | 35 | 35 | 35 | 35 |
| Schussgröße (cm) | 1,91 | 1,91 | 2,41 | 1,91 | 1,91 | 1,91 |
| Einspritzdruck
(MPa) | 5,2 | 5,9 | 11,5 | 4,2 | 4,5 | 4,3 |
| Haltedruck
(MPa) | 3,4 | 3,4 | 3,4 | 3,4 | 3,4 | 3,4 |
| Haltezeit
(Sekunden) | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 |
| Kühlzeit (Sekunden) | 50 | 40 | 20 | 5 | 8 | 14 |
| Temperzykluszeit | 55 | 45 | 25 | 10 | 13 | 19 |
-
Die
Daten aus Tabelle 4 zeigen, dass die Temperzykluszeit für einen
standardisierten Test-Formartikel kürzer ist, welcher ein Polyhydroxyalkanoat-Copolymer
umfasst, welches C4C6-Einheiten aufweist, wobei der Gehalt an C6
10–12
Mol-% ist, wenn dieses mit einem anderen Polymer wie beispiels weise
einem Disäurediol-aliphatischen
Polyester (Zusammensetzung 3., 10 Sekunden weniger), oder Polymilchsäure (Zusammensetzung
4., 30 Sekunden weniger), vermischt wird. Insbesondere ist die Zykluszeit
kürzer,
wenn mit einem Polyhydroxyalkanoat-Copolymer vermischt wird, welches
C4C6-Einheiten aufweist
und der Gehalt an C6 2–8 Mol-%
ist (Zusammensetzung 9., 45 Sekunden weniger; Zusammensetzung 10.,
42 Sekunden weniger; Zusammensetzung 11., 36 Sekunden weniger).
-
Anaerobe Zersetzung.
-
Der
Zweck dieses Tests ist es, die biologische Zersetzung eines herunterspülbaren Produktes
unter anaeroben Bedingungen zu bestimmen. Eine hohe Zersetzungsrate
liefert den Beweis, dass das Produkt in der Septage in Klärtanks oder
in anaeroben Faulschlamm [digester sludge] nicht wieder findbar
ist. Das Produkt wird gewogen und in eine 2L-Bernsteinglasflasche gegeben, die 1,5
L anaeroben Faulschlamm enthält. Die
Flaschen werden mit einem Einloch-Stopfen gedeckelt, um Druckausgleich
der entwickelten Gase zu ermöglichen.
Am Selektionslevel werden für
jedes Produkt im Test drei abgeglichene Flaschen in einen Inkubator bei
35°C platziert.
Für Bestätigungstest
werden dreifache Flaschen für
jeden Zeitpunkt erzeugt. Der Test wird unter statischen Bedingungen
durchgeführt.
Periodisch (7. Tag, 14. Tag und 28. Tag) wird eine Flasche geopfert
und der Inhalt wird durch ein 1 mm-Sieb gesiebt. Das auf dem 1 mm-Sieb
zurückbleibende
Material wird getrocknet und gewogen und der Prozentsatz des Produktgewichtsverlustes
wird bestimmt. Tabelle 5 gibt solche Daten für geformte Applikatoren der
Zusammensetzungen 2.–6.
und 9.–11.
wieder. Tabelle 5. Gewichtsverlust im anaeroben
Zersetzungstest
| Zusammensetzung | 7.
Tag (%) | 14.
Tag (%) | 28.
Tag (%) |
| 2. | 16 | 58 | 91 |
| 3. | 8 | 17 | 62 |
| 4. | 5 | 7 | 8 |
| 5. | 15 | 32 | 41 |
| 6. | 10 | 30 | 44 |
| 9. | 15 | 51 | 93 |
| 10. | 13 | 44 | 96 |
| 11. | 14 | 49 | 90 |
-
Zusammensetzungen,
die ein Polyhydroxyalkanoat umfassen, welches C4C6-Einheiten aufweist,
wobei der Gehalt an C6 10–12
Mol-% ist, die mit einem Polyhydroxyalkanoat-Copolymer vermischt
werden, welches C4C6-Einheiten aufweist und der Gehalt an C6 2–8 Mol-%
ist, liefern insbesondere wünschenswerte
anaerobe Zersetzungsergebnisse.
-
Aerobe Zersetzung.
-
Der
Zweck dieses Tests ist die Bestimmung des Schicksals eines herunterspülbaren Produktes
während
der aeroben und kommunal aktivierten Klärschlamm- und Abwasserbehandlung
vor Ort. Eine hohe Zersetzungsrate würde anzeigen, dass biologischer
Abbau des Materials stattfindet. Dieses Testverfahren ähnelt anderen
kontinuierlichen flussaktivierten Schlammtests, die für „in-die-Binsen-gehende" Chemikalien [down-the-drain
chemicals] entwickelt wurden. Dieser Test unterscheidet sich von
anderen Tests darin, dass der Endpunkt der Verlust von Materialmasse
im System anstelle von Verlust einer bestimmten Chemikalie durch
das Testsystem ist. Die Testvorrichtung besteht aus einem 6 L-Glasreaktor
mit einem porösen
Edelstahlfilter. Der Edelstahlfilter wird zum Zurückhalten
der Feststoffe des aktivierten Schlamms im Reaktor verwendet. Unbehandeltes
Abwasser wird kontinuierlich mit einer Rate von etwa 15 ml/min in
den Reaktor ein gespeist. Dies entspricht einer hydraulischen Verweilzeit
(hydraulic retention time, HRT) von ca. 7 Stunden. Die gemischten
flüssigsuspendierten
Feststoffe (mixed liquor suspended solids, MLSS) werden periodisch
gemessen und ein Teil der Feststoffe wird wöchentlich verworfen, um den
MLSS zwischen 2500 bis 4500 mg/L zu halten. In diesem Test wird
vorgewogenes Testmaterial in Netzbeutel (Faserglas Selektion mit
einer 1,6 mm großen Öffnung)
gegeben und dann in dem porösen
Pottreaktor suspendiert. Zu vorbestimmten Zeitpunkten wird einer
der Netzbeutel mit Testmaterial aus dem Reaktor entfernt und sein
Inhalt durch ein 1 mm-Sieb gespült.
-
Die
Menge an Material, das auf dem 1 mm-Sieb zurückbleibt, wird dann getrocknet
und gewogen. Der Verlust an Testmaterial wird über die Zeit bestimmt. Tabelle 6. Gewichtsverlust von Zusammensetzung
2. mit verschiedenen Dicken im aeroben Zersetzungstest
| | | | | |
| Dicke | 14.
Tag (%) | 28.
Tag (%) | 42.
Tag (%) | 56.
Tag (%) |
| 5
mil | 100 | 100 | 100 | 100 |
| 17
mil | 17 | 29 | 59 | 75 |
| 60
mil | 8 | 11 | 16 | 26 |
Tabelle 7. Tampon Applikator (15–17 mil)
Gewichtsverlust im aeroben Zersetzungstest
| Zusammensetzung | 14.
Tag (%) | 28.
Tag (%) | 42.
Tag (%) | 56.
Tag (%) |
| 2 | 13 | 24 | 37 | 55 |
| 4 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 5 | 8 | 14 | 19 | 20 |
| 6 | 9 | 11 | 15 | 16 |
| 9 | 17 | 26 | 47 | 51 |
| 10 | 17 | 29 | 42 | 44 |
| 11 | 14 | 24 | 41 | 55 |
-
Die
Zusammensetzungen aus Tabelle 7, welche ein Polyhydroxyalkanoat
umfassen, das C4C6-Einheiten aufweist, bei denen der Gehalt an C6
10–12
Mol-% ist, vermischt mit einem Polyhydroxyalkanoat-Copolymer, welches
C4C6-Einheiten aufweist und der Gehalt an C6 2–8 Mol-% ist, bieten insbesondere
wünschenswerte
aerobe Zersetzungsergebnisse. Die PHA-Zusammensetzung in Tabelle 6 veranschaulicht,
dass die Zersetzungsrate von der Dicke der Artikel abhängt.