DE60224519T2 - Einrichtung zum lagern und disponieren von artikeln zum zurückzug - Google Patents
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zum Aufbewahren und Ausgeben von Gegenständen mit der Forderung, die Zugänglichkeit einzuschränken, insbesondere für die Arbeitskleidung von Mitarbeitern.
- Allgemeiner Stand der Technik
- Bei unterschiedlichen Arten von Gegenständen und Ausrüstung ist es allgemein üblich, dass viele Benutzer im Rahmen ihrer Aufgaben Zugang zur Selbstbedienung haben müssen, wobei gleichzeitig die Kontrolle der Entnahme gewahrt wird. Ein Beispiel dafür ist die Verteilung von Arbeitskleidung in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen.
- Das traditionelle Ablegen in verschlossenen Kleiderschränken oder Schubfächern erlaubt nicht die Überwachung und die Registrierung des Inhalts und der Personen, die Kleidungsstücke entnehmen.
- Für die Aufbewahrung und Freigabe, welche die Möglichkeit einer datenähnlichen Überwachung bieten, sind unterschiedliche Systeme entwickelt worden. Ein bekanntes Beispiel ist ein Lagerraum, der mit Förderzeugen ausgestattet ist, die in einem Ausgabebereich entladen werden können. Diese Lösung beansprucht viel Platz und erfordert eine zentrale Belieferung. Bei diesem System sind sowohl die Ausrüstungskosten als auch die Einsatzkosten unnötig hoch.
- Für die Identifizierung von Gegenständen sind Transponder, auch ID-Etiketten genannt, bekannt, die mit unterschiedlichen Informationen in einem Element codiert werden können, das auf Funksignale reagiert und ein Signal zurücksendet, das die Information enthält. Solche Transponder werden unter anderem in Autos und sonstigen Gegenständen eingesetzt, die aus der Ferne identifiziert werden müssen.
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US 5 671 362 offenbart ein Bestandsüberwachungssystem, das an einem Lagerpunkt eingesetzt wird, um automatisch das Vorhandensein und die Anzahl von Materialien oder Produktposten, die in einem Lagerraum gelagert sind, zu erfassen. Das System nimmt eine logische Bestandsaufnahme des Lagerraums vor, sodass zeitbezogene Bestandserfassungen verglichen werden können, um Eingänge und Entnahmen von Gegenständen zu erkennen. Das System arbeitet mit einer elektronischen Regaleinheit, die mit einem Abtastraster oder einer Anordnung von Sensoren ausgestattet ist, die auf dem Regal abgelegte Gegenstände optisch oder durch Druckaufnehmer erkennen. Bestandsinformationen können aus mehreren Regalen gesammelt und zwecks Abrechnung und Nachbestellung zu entfernten Verkaufsautomaten oder lokalen Rechnersystemen weitergeleitet werden, wobei für die Kommunikation zwischen den Regalen Infrarotsender/-empfänger eingesetzt werden. - Zweck
- Der Hauptzweck der Erfindung ist es, eine solche Vorrichtung für die Aufbewahrung und Ausgabe von Gegenständen zu schaffen, die im Zusammenhang mit Arbeitskleidung dafür sorgen soll, dass die Arbeitskleidung zur Reinigung und zur Pflege im Kreislauf in eine Wäscherei gebracht wird, woraus sich für die Vorrichtung ergibt
- – eine bessere Steuerung der Auslieferung
- – ein einfacherer Zugang der Mitarbeiter zu sauberer Kleidung
- – ein einfacherer Umgang für Träger
- – eine bessere Bestell- und Lagersteuerung
- – ein besseres Bestellsystem
- – ein Werkzeug für die Verbrauchs- und Wirtschaftlichkeitssteuerung
- – eine erhöhte Gesamtwirtschaftlichkeit (Sparsamkeit) bei Textilien
- – eine bessere Überwachung von Verlusten
- – ein geringer Platzbedarf
- – Anpassungsfähigkeit an variierende Versorgung (Zunahme/Abnahme)
- – Möglichkeit festzustellen, wer wann welche Kleidung entnimmt
- – Möglichkeit, automatisch direkt bei der Wäscherei Bestellungen vorzunehmen (Art, Kleiderschrank und Uhrzeit)
- – Möglichkeit, allen registrierten Mitarbeitern 24 Stunden pro Tag und das ganze Jahr über die richtige Art und Größe anzubieten
- – Möglichkeit zu registrieren, welche Kleidungsstücke sich jeweils im Automaten befinden
- – Möglichkeit, den Verbrauch pro Mitarbeiter und Station/Abteilung aller Arten von Einheiten, die im Automaten verwendet werden, zu registrieren
- – Möglichkeit, der Benutzereinrichtung die Möglichkeit zu geben, Benutzer zu autorisieren und die Bestellroutine anzupassen
- – Möglichkeit, auf Web-basierte Datenbanklösungen zurückzugreifen
- – Möglichkeit des Einsatzes unabhängig von Gebäude, Stockwerk oder den übrigen Automaten oder Lieferanten
- – möglichst wenige mechanische Teile und damit eine minimaler Wartungsbedarf
- – Möglichkeit der Installation ohne Änderungen am Gebäude.
- Eine entsprechende Liste gilt auch dort, wo die Vorrichtung zum Aufbewahren und Ausgeben anderer Arten von Gegenständen verwendet wird.
- Erfindung
- Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 angegebent. Weitere Einzelheiten sind in den Patentansprüchen 2–6 genannt. Mit dieser Ausführungsform ist es möglich, die oben aufgeführten Anforderungen besser zu erfüllen als mit entsprechenden bekannten Vorrichtungen.
- Beispiel
- Nachstehend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnungen, in denen ein Kleiderschrank zur Aufbewahrung und Ausgabe von Arbeitskleidung in einer Behandlungseinrichtung wie etwa einem Krankenhaus dargestellt ist, näher beschrieben.
-
1 ist eine perspektivische Ansicht eines Kleiderschranks, der mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung verwendet werden kann, und -
2 ist eine schematische Darstellung einer Anordnung mehrerer Kleiderschränke und einer Datenverarbeitungseinrichtung zur Steuerung der Vorrichtung. -
1 zeigt einen Kleiderschrank11 , der eine vordere Tür12 mit einem Schloss13 besitzt, das mit einer ID-Karte bedient werden kann. Mit dem Ausdruck ID-Karte ist in erster Linie eine ID-Karte gemeint, welche die Mitarbeiter einer Einrichtung mit sich führen können, um Türen zu öffnen oder um ihre Zutrittsberechtigung zu dokumentieren. Der Ausdruck kann auch Kreditkarte oder sonstige Formen elektronischer Kennkarten bedeuten, zum Beispiel eine Bankkarte, die mit Personen oder Gruppen verknüpft ist. Alternativ dazu kann das Schloss eine Codiertastatur oder einen normalen Schlüssel oder ein Vorhängeschloss aufweisen. - Der Kleiderschrank
11 hat eine Bodenplatte14 , ein unteres Fach15 und ein oberes Fach16 . Sowohl das Fach15 als auch das Fach16 sind tragende Strukturen, zum Beispiel in Form von Platten, und gleichzeitig Leser von ID-Etiketten, die im Kleiderschrank abgelegt werden sollen. - Gegenstände, die in diesem Beispiel im Kleiderschrank abgelegt werden sollen, sind Arbeitskleidungsstücke
17 , die mit fest angebrachten ID-Etiketten18 versehen sind. Mit dem Ausdruck „ID-Etikett" ist ein Element gemeint, das Informationen über unterschiedliche Einflussfaktoren tragen kann und das aus der Ferne abgefragt werden kann. In seiner einfachsten Form kann ein Strichcode verwendet werden. Ein Strichcode hat jedoch eine eingeschränkte Informationskapazität und ist schwer zu lesen. In der Praxis wird es deshalb zweckmäßig sein, ein elektronisches ID-Etikett zu verwenden, auf dem man mehrere Informationen speichern kann, wobei die Abfrage des Etiketts mit Hilfe eines Funkwellensenders, der die reflektierten Signale vom ID-Etikett empfängt, geschehen kann. Ein Beispiel für solche IT-Etiketten ist TaxATag (Marke) von Q-Free ASA. In diesem Fall sind die zwei Fächer15 und16 in Form von solchen Funkwellensendern ausgeführt, die reflektierte Signale von den einzelnen ID-Etiketten18 empfangen können, die sich im Kleiderschrank11 befinden. - Das ID-Etikett
18 kann Informationen über die Art des Stoffs, Größe, Herstellungsjahr, Anzahl der Waschvorgänge, Eigentümer, Einkaufsdatum, Hersteller und so fort enthalten. - Die ID-Leser
15 und16 sowie das ID-Schloss13 sind an ein Datennetz angeschlossen. Dies kann über einen IR-Transmitter19 , der sich oben auf dem Kleiderschrank befindet, oder mit entsprechender Bluetooth-Technik geschehen. Auf diese Weise können zwei oder mehr Kleiderschränke dieser Art nebeneinander aufgestellt oder in einer Abteilung angeordnet und als eine Einheit bedient werden. - Die Lesefunktion der ID-Leser
15 und16 ist deaktiviert, wenn die Tür12 offen ist. Dies verhindert die Registrierung von Arbeitskleidung von Personen, die den Kleiderschrank11 bedienen oder sich auf sonstige Weise in nächster Nähe aufhalten. - Funktion
- Das Einlegen von Arbeitskleidung
17 in den Kleiderschrank11 wird gegenstandsweise registriert. Entnimmt ein Benutzer ein Kleidungsstück, so wird dies zentral registriert. Dementsprechend kann ein Gesamtüberblick über die verfügbaren Kleidungsstücke in Bezug auf Art, Größe und Ort gewonnen werden. Dies erlaubt es, die gelagerte Menge zu reduzieren, und verringert die Umlaufzeit. Allgemein wird dies eine umfassende Logistik zwischen Hersteller, Lieferant, Kunde und Benutzer mit der Möglichkeit einer vollständigen Bestell- und Lagerungssteuerung ergeben. -
2 zeigt mehrere Kleiderschränke11 , die nebeneinander in einer Reihe stehen, in diesem Beispiel fünf. In einer anderen Anordnung können mehrere Kleiderschränke gruppenweise auf einem Stockwerk verteilt sein. Jeder Kleiderschrank ist oben mit einem IR-Transmitter19 versehen. Ebenfalls gezeigt wird eine Datenverarbeitungseinrichtung20 , die als Hauptstation für die Registrierung der Bewegung von Gegenständen in den Kleiderschrank und aus ihm dient. Sie ist mit einem IR-Transmitter21 zur Kommunikation mit dem IR-Transmitter19 des Kleiderschranks versehen. - Modifikationen
- Anstatt den Kleiderschrank von einem lokalen Transportbehälter aus zu füllen, kann der gesamte Kleiderschrank im Kreislauf zur Wäscherei gebracht werden, oder er kann zu einer zentralen Empfangsstation transportiert werden, wo er aus einem Massentransportbehälter, der zu und aus der Wäscherei gebracht wird, aufgefüllt wird.
- Anstelle der Kleiderschränke, wie dargestellt, kann ein eigens gebauter Lagerraum mit Regalen und/oder Schubfächern verwendet werden. Auch ein großer Lagerraum mit Förderzeugen kann vorgesehen werden, doch wird dies mehr Platz und eine längere Zugriffszeit für die einzelnen Benutzer erfordern.
- Die Erfindung kann zum Lagern und Ausgeben sonstiger Gegenstände unterschiedlicher Art verwendet werden, wo die Gefahr des Verlustes besteht und wo eine benutzergesteuerte Bedienung ohne Bedienungspersonal gewünscht ist, zum Beispiel für Werkzeug an einem Arbeitsplatz, für Bücher in einer Bücherei und für unterschiedliche Verkaufsautomaten.
Claims (6)
- Vorrichtung zum Lagern von Gegenständen, die von beliebigen, identifizierten Benutzern benutzt werden können, wobei ein umschlossener Raum (
11 ) vorhanden ist, der mit einer verschließbaren Tür (12 ) verschlossen ist, und wobei die verschließbare Tür (12 ) ein Schloß (13 ) hat, das mit einem Code oder einem codierten Element welches die Identifikation des Benutzers erfordert, geöffnet werden kann, und wobei jeder Gegenstand, der sich in dem Raum befindet, mit einer individuellen, aus der Ferne lesbaren Identifiziervorrichtung versehen (18 ) ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum mit mindestens einem ID-Leser (15 ,16 ) versehen ist, der die aus der Ferne lesbaren Identifiziervorrichtungen abfragt, um das Vorhandensein mehrerer Gegenstände (17 ) festzustellen, der ID-Leser (15 ,16 ) funktioniert, das Vorhandensein eines Gegenstands nur dann zu registrieren, wenn die Tür (12 ) geschlossen ist, und der ID-Leser sowie das Schloß (13 ) mit einer Datenverarbeitungsanlage (20 ) zum Registrieren von Benutzeridentitäten und einem Inhalt verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbewahrungsraum ein Kleiderschrank (
11 ) ist. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Kleiderschränke (
11 ) zur Kommunikation in einem gemeinsamen System vorbereitet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kleiderschrank mit einer Kommunikationseinheit (
19 ) wie z. B. einem ID-Transmitter, zur drahtlosen Kommunikation mit einer Datenverarbeitungsanlage (20 ) versehen ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Raum mit mindestens einem Fach (
14 ) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in das Fach/die Fächer (14 ) eine Antenne zum Senden und Empfangen von Signalen zu und von der Identifiziervorrichtung (18 ) eingebaut oder integriert ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (
20 ) eingerichtet ist, den Vorrat an Gegenständen unterschiedlicher Art in ungleichen Räumen in einer Anordnung mit mehreren Räumen in Gruppen zu überwachen, und das Entnehmen oder Einbringen von Objekten sowie die Identität von Benutzern, welche einen Raum zum Zuführen zu oder Entfernen aus dam Raum öffnen, zu registrieren.
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