-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
1. Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine implantierbare Herzüberwachungs-
und -stimulationsvorrichtung enthaltend eine Steuerschaltung, einen
Speicher, der mit der genannten Steuerschaltung verbunden ist, wobei die
Steuerschaltung ausgelegt ist, mit wenigstens einem ersten und wenigstens
einem zweiten Sensorbauteil verbunden zu werden, das erste Sensorbauteil
zum Abfühlen
von Herzereignissen ausgelegt ist, die sich auf den rechten Ventrikel
des Herzens beziehen und das zweite Sensorbauteil zum Abfühlen von Herzereignissen
ausgelegt ist, die sich auf den linken Ventrikel des Herzens beziehen,
ferner die Steuerschaltung so ausgebildet ist, dass sie in der Lage
ist, Signale von dem genannten ersten und dem genannten zweiten
Sensorbauteil so zu empfangen, dass Herzereignisse des genannten
rechten und des genannten linken Ventrikels durch die genannte Steuerschaltung
detektierbar sind, die genannte Steuerschaltung auch ausgelegt ist,
mit wenigstens einem ersten und wenigstens einem zweiten Stimulationsbauteil
verbunden zu werden, wobei das erste Stimulationsbauteil zum elektrischen
Stimulieren des rechten Ventrikels des Herzens ausgelegt ist und
das zweite Stimulationsbauteil zum elektrischen Stimulieren des
linken Ventrikels des Herzens ausgelegt ist, ferner die Steuerschaltung
so ausgebildet ist, dass sie in der Lage ist, Stimulationsimpulse
zu dem genannten ersten und dem genannten zweiten Stimulationsbauteil
zu senden, um den genannten rechten und den genannten linken Ventrikel
zu stimulieren.
-
Die
Erfindung betrifft auch ein System mit einer solchen Vorrichtung
und die Verwendung des Systems. Die Vorrichtung kann benutzt werden,
um die Leistung eines Herzens eines menschlichen oder tierischen
Wesens zu überwachen,
wie auch das genannte Herz zu stimulieren.
-
2. Beschreibung des Standes
der Technik
-
Eine
Vorrichtung der oben beschriebenen Art ist bekannt. Es sind verschiedene
implantierbare Vorrichtungen zum Überwachen und Stimulieren eines Herzens
bekannt. Die Vorrichtungen sind normalerweise in der Lage die elektrische
Aktivität
des Herzens abzufühlen.
Es ist auch bekannt, andere physiologische Parameter, wie den Blutdruck,
den Sauerstoffpegel, etc. abzufühlen.
Einige Vorrichtungen sind auch in der Lage, den Aktivitätspegel
des menschlichen oder tierischen Wesens abzufühlen, in dem die Vorrichtung
implantiert ist. Mit einer solchen Vorrichtung ist es somit zum
Beispiel möglich
zu detektieren, ob die fragliche Person oder das Tier aktiv oder
im Ruhezustand ist. Einige implantierbare Vorrichtungen sind auch
in der Lage Stimulationsimpulse sowohl zum linken wie auch zum rechten
Ventrikel des Herzens zu liefern und manchmal auch zum linken und
zum rechten Atrium.
-
Die
US-A-5 720 768 beschreibt
verschiedene mögliche
Elektrodenpositionen, um die verschiedenen Kammern des Herzens zu
stimulieren oder abzufühlen.
Dieses Dokument offenbart die Merkmale des Oberbegriffes von Anspruch
1.
-
Die
US-A-6 070 100 beschreibt,
dass Elektroden sowohl im linken als auch im rechten Atrium sowie
im linken als auch im rechten Ventrikel positioniert sein können.
-
Die
US-A-5 213 098 beschreibt
einen Herzstimulator mit einem Sensor für Sauerstoffsättigung, der
im koronaren Sinus des Herzens positioniert ist. Diese Vorrichtung
ist ebenfalls in der Lage den Blutdruck und die elektrische Aktivität des Herzens
abzufühlen.
-
Die
US-A-5 199 428 beschreibt
eine Vorrichtung zum Detektieren einer myokardialen Ischämie. Ein
pH-Sensor oder ein Sauerstoffsättigungssensor kann
im koronaren Sinus positioniert sein.
-
Die
US-A-6 236 873 B1 beschreibt
einen elektrochemischen Sensor zum Messen des Sauerstoffgehalts
im Blut.
-
Die
US-A-4 202 339 beschreibt
einen Sensor zum Messen des Sauerstoffsättigungspegels im Blut.
-
Die
US-A-4 453 537 beschreibt
eine Vorrichtung zum Abfühlen
unter anderem des Kohlendioxidgehalts im Blut.
-
Die
US-A-5 582 170 beschreibt
einen faseroptischen Sensor zum Abfühlen des Stickstoffmonoxids
im Blut.
-
Es
ist auch bekannt, in drahtloser Weise, d. h. mit Hilfe der sogenannten
Telemetrie mit einer implantierten Herz-Überwachungs/Stimulationsvorrichtung
zu kommunizieren. Dies kann durch induktive Kommunikation oder über Radiowellen
erfolgen. Mit Hilfe der Telemetrie ist es so beispielsweise möglich, Informationen über den
Status einer implantierten Vorrichtung zu erhalten. Es ist auch
bekannt, Informationen in die Vorrichtung mit Hilfe einer derartigen Telemetrie
einzugeben.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Ein
Ziel der Erfindung ist es, eine implantierbare Herzüberwachungs-
und -stimulationsvorrichtung von der Art verfügbar zu machen, wie sie im
ersten Absatz oben beschrieben ist und mit der die Änderung
im Herzzustand in geeigneter Weise überwacht werden kann. Ein weiteres
Ziel ist es, eine solche Vorrichtung verfügbar zu machen, mit der der
Zustand des Herzens eines Patienten überwacht werden kann, der an
Kardiomyopathie leidet. Ein weiteres Ziel ist es, eine solche Vorrichtung
verfügbar
zu machen, bei der der Zustand des Herzens eines Patienten in effizienter
Weise überwacht
werden kann, der an einem Schenkelblock leidet. Ein weiteres Ziel ist
es, eine solche Vorrichtung verfügbar
zu machen, bei der das den Herzzustand betreffende überwachte Ergebnis
beispielsweise für
einen Arzt leicht verständlich
ist.
-
Die
Ziele werden durch eine implantierte Herzüberwachungsvorrichtung der
oben im ersten Absatz beschriebenen Art erreicht, bei der aber die Steuerschaltung
so ausgebildet ist, dass sie wenigstens das Folgende ermöglicht:
- a) Ermittle die Zeit, innerhalb eines Herzzyklus, zwischen
einem ersten, sich auf den rechten Ventrikel beziehenden Ereignis
und einem zweiten, sich auf den linken Ventrikel beziehenden Ereignis,
oder umgekehrt,
- b) Speichere die festgestellte Zeit in dem genannten Speicher,
wobei
die genannte Steuerschaltung so ausgebildet ist, dass sie die Schritte
a) und b) bei einer Mehrzahl von Anlässen durchführt, und die dazugehörigen festgestellten
Zeiten in dem genannten Speicher speichert.
-
Durch
Bestimmen der genannten Zeiten und Speichern der Zeiten in dem Speicher,
enthält
der Speicher Informationen, die den Herzzustand bei verschiedenen
Anlässen
betreffen. Diese Informationen können
dazu benutzt werden, um zu analysieren, wie sich der Herzzustand
mit der Zeit geändert
hat. Die Erfindung ist beispielsweise nützlich bei einem Patienten,
der an einer dilatativen Kardiomyopathie leidet. Insbesondere kann
ein Linksschenkelblock in vielen Fällen zu einer dilatativen Kardiomyopathie (ihren.
Hierbei wird der linke Ventrikel des Patienten ver größert. Dies
beeinträchtigt
die Herzleistung des Patienten. Die Vergrößerung des linken Ventrikels kann
zu einer langsameren Kontraktion des linken Ventrikels führen. Dies
vergrößert die
Belastung des linken Ventrikels, was zu einer weiteren Ausweitung dieses
Ventrikels führt.
Die zugrunde liegende Ursache dieses Zustandes, der beispielsweise
durch einen Linksschenkelblock veranlasst wird, besteht darin, dass
der linke und der rechte Ventrikel nicht miteinander synchronisiert
sind. Die Synchronisation kann unter Verwendung eines implantierten
biventrikulären
Schrittmachers verbessert werden. Wenn der Herzzustand so verbessert
wird, dass der linke und der rechte Ventrikel besser synchronisiert
sind, ist es wahrscheinlich, dass die Größe des linken Ventrikels abnimmt.
Dies kann die Leitungseigenschaften des Herzens verbessern. Die
Verzögerung
zwischen den Ereignissen des rechten und des linken Ventrikels wird
deshalb kleiner. Mit der vorliegenden Erfindung ist es deshalb möglich zu
analysieren, ob sich der Herzzustand verbessert oder ob er hinsichtlich
des erwähnten
Zustandes schlechter wird.
-
Es
soll bemerkt werden, dass bei jedem Anlass die erwähnte Zeit
einmal bestimmt und gespeichert werden kann. Es ist auch möglich, dass
die erwähnte
Zeit mehrere Male bei dem erwähnten
Anlass bestimmt wird und dass zwischen den verschiedenen, bei dem
Anlass ermittelten Zeiten eine Beziehung (beispielsweise ein Durchschnittswert
der ermittelten Zeiten) im Speicher gespeichert wird.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist das erwähnte
erste Ereignis eine abgefühlte
R-Welle eines Ventrikels und das zweite Ereignis ist eine entsprechende,
im anderen Ventrikel des Herzens abgefühlte R-Welle. Die Steuerschaltung
ist so ausgebildet, dass wenigstens in den Herzzyklen, in denen
die genannte Zeit zwischen den gefühlten R-Wellen bestimmt wird,
zu den Stimulationselementen keine Stimulationsimpulse geliefert
werden.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist die Steuerschaltung so ausgebildet, dass das erste Ereignis
die Ausgabe eines Stimulationsimpulses zu einem Ventrikel ist und
ferner so ausgebildet, dass das zweite Ereignis eine abgefühlte R-Welle
in dem anderen Ventrikel ist. Die Steuerschaltung ist hierbei so
ausgebildet, dass zu dem Ventrikel, in dem die R-Welle abgefühlt wird,
wenigstens in dem Herzzyklus, in dem die Zeit bestimmt wird, kein
Stimulationsimpuls geliefert wird.
-
Es
soll bemerkt werden, dass die oben beschriebene Arten der Zeitbestimmung
auch so kombiniert werden können,
dass sowohl die Zeit zwischen zwei R-Wellen als auch die Zeit zwischen
einem Stimulationsimpuls und der R-Welle ermittelt werden.
-
Sämtliche
der ermittelten Zeiten beziehen sich darauf, wie groß die Verzögerung zwischen
Ereignissen im linken und im rechten Ventrikel ist. Deshalb kann
durch eine Überwachung,
wie sjch diese Zeiten bei den verschiedenen Anlässen unterscheiden, die Veränderung
des Herzzustandes überwacht werden.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist die Steuerschaltung so ausgebildet, dass sie auch den Aktivitätspegel
eines menschlichen oder tierischen Wesens abfühlt, in dem die Vorrichtung
implantiert ist. Die Steuerschaltung ist hierbei so ausgebildet,
dass sie die genannten Anlässe
für die
Durchführung
der Zeitbestimmung auswählt,
wenn der Aktivitätspegel
einen vorbestimmten Pegel aufweist oder innerhalb eines vorbestimmten
Bereiches liegt. Vorzugsweise bedeutet der Aktivitätspegel
während der
genannten Anlässe
einen niedrigen Aktivitätspegel.
Die Bestimmung der Zeit kann zum Beispiel ausgeführt werden, wenn das menschliche
oder tierische Wesen schläft.
Wenn die genannten Zeiten stets annähernd beim gleichen Aktivitätspegel
bestimmt werden, wird eine genaue Anzeige der Änderung des Herzzustandes erhalten.
-
Die
Steuerschaltung kann zum Beispiel so ausgebildet sein, dass die
Zeit bzw. die Zeiten wenigstens einmal pro Monat bestimmt werden,
vorzugsweise wenigstens einmal in der Woche. Die Steuerschaltung
ist vorzugsweise so ausgebildet, dass die Zeit bzw. die Zeiten nicht
zu oft bestimmt werden, beispielsweise nicht öfter als jede Stunde, vorzugsweise
nicht öfter
als einmal pro Tag. Bei solchen Intervallen zwischen den genannten
Anlässen wird
eine ausreichende Angabe der Änderung
des Herzzustandes erhalten, ohne dass zuviel Platz im genannten
Speicher belegt wird. Es soll jedoch bemerkt werden, dass es natürlich möglich ist,
die Zeit oder die Zeiten öfter
als einmal pro Stunde zu ermitteln.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
können
die Vorrichtung und die Steuerschaltung so ausgebildet werden, dass
wenigstens ein Stimulationsparameter oder ein physiologischer Parameter,
wie die Stimulationsfrequenz, der Blutdruck, der Sauerstoffgehalt
im Blut, die metabolische Substanz im Blut oder der Aktivitätspegel
des menschlichen bzw. tierischen Wesens erfasst werden, in dem die
Vorrichtung implantiert ist, wobei die Steuerschaltung so ausgebildet
ist, dass sie die genannten Zeiten bei verschiedenen Werten des
genannten Parame ters bestimmt. Die Zeiten können so beispielsweise bestimmt
werden bei einer höheren Stimulationsfrequenz
und bei einer niedrigeren Stimulationsfrequenz. Die verschiedenen
ermittelten Werte können
für die
weitere Analyse des Herzzustandes nützlich sein. Eine ähnliche
Bestimmung kann für
andere Stimulationsparameter oder physiologische Parameter ausgeführt werden.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung schafft die Erfindung ein implantierbares
Herzüberwachungs-
und -stimulationssystem, enthaltend eine Vorrichtung nach einer
der obigen Ausführungsformen
und eine erste und eine zweite Leitung, die mit der Vorrichtung
verbunden sind. Das erste Abfühlelement
ist hierbei an der ersten Leitung vorgesehen und das zweite Abfühlelement
an der zweiten Leitung. Vorzugsweise ist auch das erste Stimulationselement
an der ersten Leitung angeordnet und das zweite Stimulationselement
an der zweiten Leitung. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform kann
für das
erste Abfühlelement
und das erste Stimulationselement das selbe Element benutzt werden.
In ähnlicher
Weise kann für
das zweite Stimulationselement und das zweite Abfühlelement
das selbe Element benutzt werden. Eine derartige Vorrichtung kann
so in ein menschliches oder tierisches Wesen implantiert werden.
Mit einer solchen Vorrichtung werden die obigen Vorteile erzielt.
-
Es
wird auch die Verwendung eines solchen Systems offenbart. Gemäß dieser
Verwendung wird das System in ein menschliches oder tierisches Wesen
implantiert und das erste Abfühlelement
wird im oder am rechten Ventrikel des Herzens des genannten menschlichen
oder tierischen Wesens positioniert, während das zweite Abfühlelement
im oder am linken Ventrikel des genannten Herzens positioniert wird.
Diese Verwendung macht so eine vorteilhafte Art zur Benutzung des
Systems verfügbar.
-
Gemäß einer
bevorzugten Art zur Benutzung des Systems werden die Werte der ermittelten
Zeiten, die in dem Speicher gespeichert sind, zu einem externen
Gerät übertragen,
das keine Komponentel des implantierten Systems bildet. Zum Beispiel
können
die ermittelten Werte durch Telemetrie übertragen werden, wie sie dem
Fachmann auf dem betreffenden Gebiet bekannt ist. Mit Hilfe des
externen Gerätes
ist es somit möglich,
die gespeicherten Werte zu analysieren, um herauszufinden, wie sich
der Herzzustand mit der Zeit geändert
hat.
-
Gemäß einer
bevorzugten Verwendung wird eine grafische Darstellung erzeugt,
die die Änderung des
Herzzustandes des genannten menschlichen oder tierischen Wesens
repräsentiert.
Das System ist insbesondere nützlich,
um die Änderung
des Herzzustandes für
ein menschliches oder tierisches Wesen zu überwachen, das an einer Kardiomyopathie
leidet, die beispielsweise durch einen Schenkelblock verursacht
wird.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 zeigt
schematisch ein Herzüberwachungssystem
mit einer Herzüberwachungsvorrichtung,
die an Leitungen mit Sensor- und Stimulationsbauteilen angeschlossen
ist, welche in einem Herzen positioniert sind.
-
2 zeigt
schematisch über
einer Zeitskala in den beiden Ventrikeln eines Herzens abgefühlte R-Wellen.
-
3 zeigt
schematisch über
einer Zeitskala einen zum rechten Ventrikel gelieferten Stimulationsimpuls
und eine abgefühlte
R-Welle des linken Ventrikels.
-
4 zeigt
schematisch über
einer Zeitskala einen zum linken Ventrikel gelieferten Stimulationsimpuls
und eine abgefühlte
R-Welle des rechten Ventrikels.
-
5 zeigt
schematisch ein Flussdiagramm der Arbeitsweise eines Herzüberwachungssystems gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung, wie auch die Verwendung eines solchen Systems.
-
6 zeigt
schematisch, wie sich eine bei verschiedenen Anlässen bestimmte Zeit mit der
Zeit ändert.
-
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
1 zeigt
schematisch ein implantierbares Herzüberwachungs- und -stimulationssystem
nach der Erfindung. Dieses System enthält eine implantierbare Herzüberwachungs-
und -stimulations-Vorrichtung 10 gemäß der Erfindung.
Die Vorrichtung 10 enthält
ein Gehäuse 12.
Innerhalb des Gehäuses 12 ist eine
Steuerschaltung 14 angeordnet. Die Vorrichtung 10 kann
einen Schrittmacher darstellen, der auch in der Lage ist, elektrische
Signale von einem Herzen zu detektieren. Da eine solche Vorrichtung
dem Fachmann auf dem betreffenden Gebiet bekannt ist, werden Details
dieser Vorrichtung hier nicht näher beschrieben.
Die Vorrichtung enthält
einen Verbindungsteil 16. Über den Verbindungsteil 16 können verschiedene
Leitungen 20, 30, 40 mit der Steuerschaltung 14 verbunden
werden. Die Vorrichtung enthält
einen Speicher 15, der mit der Steuerschaltung 14 in
Verbindung steht. In dem genannten Speicher 15 können Daten
gespeichert werden. Ferner kann die Vorrichtung 10 einen
Aktivitätssensor 18 enthalten,
um das Ab fühlen
des Aktivitätspegels
eines Lebewesens zu ermöglichen,
in dem die Vorrichtung 10 implantiert ist.
-
Die
Vorrichtung 10 kann auch so ausgebildet sein, dass sie
verschiedene physiologische Parameter, wie den Blutdruck, den Sauerstoffgehalt
im Blut, metabolische Substanzen im Blut oder andere physiologische
Parameter abfühlt.
Derartige Parameter können
durch Sensoren abgefühlt
werden, die mit der Vorrichtung 10 verbunden sind. Die
Sensoren können
beispielsweise an einer der Leitungen 20, 30, 40 angeordnet
sein. Ein solcher Sensor ist durch das Bezugszeichen 23 angezeigt.
-
1 zeigt
somit drei Leitungen 20, 30, 40, die
mit der Vorrichtung 10 verbunden sind. Die Zahl der Leitungen
kann größer oder
kleiner als drei sein. Die erste Leitung 20 enthält ein erstes
Sensorbauteil 21, 22. In diesem Fall enthält das Sensorbauteil 21, 22 zwei
Elektrodenoberflächen 21 und 22.
Das Elektrodenbauteil 21 kann als Spitzenelektrode bezeichnet
werden und das Elektrodenbauteil 22 als Ringelektrode.
Die Elektrodenflächen 21, 22 sind
somit als bipolare Elektroden ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, dass
die Vorrichtung 10 mit unipolaren Elektroden verbunden
ist. Bei einer solchen Anordnung funktioniert das Gehäuse 12 üblicherweise
als zweite Elektrode. Vorrichtungen mit unipolaren und bipolaren
Elektroden sind dem Fachmann auf dem betreffenden Gebiet bekannt
und werden deshalb hier nicht näher
beschrieben.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform erfüllt das
erste Sensorbauteil 21, 22 auch die Funktion eines
ersten Stimulationsbauteils 21, 22. Dieses Bauteil 21, 22 kann
somit dazu benutzt werden Stimulationsimpulse zu liefern, ebenso
wie die elektrische Aktivität
des Herzens zu erfassen. 1 zeigt schematisch ein Herz
mit einem rechten Atrium RA, einem rechten Ventrikel RV, einem linken
Atrium LA und einem linken Ventrikel LV. Die erste Leitung 20 ist so
eingeführt,
dass das erste Abfühl-
und Stimulationsbauteil 21, 22 im rechten Ventrikel
LV positioniert ist.
-
Eine
zweite Leitung 30 enthält
ein zweites Sensorbauteil 31, 32. Dieses Bauteil 31, 32 kann auch
die Funktion eines zweiten Stimulationsbauteils 31, 32 haben.
Das zweite Abfühl-
und Stimulationsbauteil 31, 32 ist so ausgebildet,
dass es den linken Ventrikel LV des Herzens abfühlen und stimulieren kann.
Die zweite Leitung 30 kann beispielsweise über das
rechte Atrium in den koronaren Sinus so eingeführt werden, dass das Bauteil 31, 32 in
der mittleren oder großen
Herzvene positioniert ist. Wie die zweite Leitung 30 auf
diese Weise einzuführen
ist, ist dem Fachmann bekannt, und in einigen der oben erwähnten Dokumente
angegeben.
-
1 zeigt
auch eine dritte Leitung 40 mit einem Abfühl- und
Stimulationsbauteil 41, 42, das im rechten Atrium
RA positioniert ist.
-
Die
verschiedenen Leitungen 20, 30, 40 enthalten
natürlich
(nicht dargestellte) Leiter, um Signale zwischen der Vorrichtung 10 und
den Abfühl-
und Stimulationsbauteilen 21, 22, 23, 31, 32, 41, 42 zu
leiten. Die Vorrichtung 10 bildet somit zusammen mit den
angebrachten Leitungen 20, 30, 40 ein
erfindungsgemäßes System.
-
Gemäß der Erfindung
ist die Steuerschaltung 14 somit ausgebildet, über das
erste Sensorbauteil 21, 22 Herzereignisse abzufühlen, die
sich auf den rechten Ventrikel RV beziehen. Ferner ist die Steuerschaltung
so ausgebildet, dass über
das zweite Sensorbauteil 31, 32 Herzereignisse
abfühlbar sind,
die sich auf den linken Ventrikel LV beziehen. Ferner ist die Steuerschaltung 14 so
ausgebildet, dass sie zu dem ersten Stimulationsbauteil 21, 22 und
dem zweiten Stimulationsbauteil 31, 32 Stimulationsimpulse
liefert, um den rechten Ventrikel RV bzw. den linken Ventrikel LV
zu stimulieren. Die Steuerschaltung 14 ist auch so ausgebildet,
dass sie das Folgende ermöglicht:
- a) Bestimme die Zeit T1, T2, T3 innerhalb eines Herzzyklus
zwischen einem sich auf den rechten Ventrikel RV beziehenden ersten
Ereignis und einem zweiten sich auf den linken Ventrikel LV beziehenden
zweiten Ereignis bzw. umgekehrt,
- b) Speichere die ermittelte Zeit T1, T2, T3 im Speicher 15,
- c) wobei die Steuerschaltung 14 so ausgebildet ist,
dass sie die Schritte a) und b) bei einer Vielzahl von Anlässen durchführt und
die entsprechenden ermittelten Zeiten T1, T2, T3 in dem genannten
Speicher 15 speichert.
-
Unter
Bezugnahme auf die 2, 3 und 4 wird
nun erläutert,
was die genannten Ereignisse bedeutet können. Die obere Kurve in jeder
dieser Figuren bezieht sich auf den rechten Ventrikel und die untere
Kurve bezieht sich auf den linken Ventrikel. Diese Kurven sind im
gleichen Zeitmaßstab
t dargestellt, um zu sehen, wann die verschiedenen Ereignisse zeitlich
auftreten.
-
2 zeigt
eine detektierte R-Welle RR des rechten Ventrikels RV. Diese Welle
RR kann somit mit Hilfe des ersten Sensorbauteils 21, 22 detektiert werden. 2 zeigt
auch eine detektierte R-Welle RL
des linken Ventrikels LV. Diese Welle RL kann somit durch das zweite
Sensorbauteil 31, 32 detektiert werden. Die Zeit
zwischen den Wellen RR und RL ist mit T1 angegeben. In einem gesunden
Herz ist die Zeit T1 oftmals kleiner als 20 ms. Die Zeit T1 in einem gesunden
Herz hängt
unter anderem davon ab, wo bezüglich
der Ventrikel das Abfühlen
erfolgt. In beispielsweise einem Herz, das an einem Schenkelblock
leidet, ist die Zeit T1 jedoch wesentlich länger. Das Auftreten der jeweiligen
Welle RR und RL kann auf verschiedene Weise definiert werden. Es
ist zum Beispiel möglich,
die Zeit zwischen den Spitzen der jeweiligen Wellen RR und RL zu
bestimmen. Eine andere Möglichkeit
besteht beispielsweise darin, die maximale negative Ableitung der
jeweiligen Welle RR, RL zu erfassen. Der Punkt der maximalen negativen
Ableitung der Welle RR ist mit 50 bezeichnet. Der Punkt
der maximalen negativen Ableitung der Welle RL ist mit 52 bezeichnet.
Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist die Steuerschaltung 14 somit so ausgebildet,
dass sie die Zeit T1 bestimmt und diese Zeit T1 in dem Speicher 15 speichert.
Die Steuerschaltung 14 ist so ausgebildet, dass sie die verschiedenen
Bestimmungen von T1 bei verschiedenen Anlässen durchführt und die verschiedenen bestimmten
Werte von T1 in dem Speicher 15 speichert. Es ist hierdurch
möglich
zu sehen, wie sich T1 im Laufe der Zeit geändert hat. Die Steuerschaltung 14 ist
so ausgebildet, dass während
der Herzzyklen, in denen T1 bestimmt wird, keine Stimulationsimpulse
zu dem ersten Stimulationsbauteil 21, 22 und dem zweiten
Stimulationsbauteil 31, 32 geliefert werden.
-
Die
obere Kurve von 3 zeigt einen Stimulationsimpuls
VR, der mit Hilfe des ersten Stimulationsbauteils 21, 22 zum
rechten Ventrikel RV geliefert worden ist. Die untere Kurve in 3 zeigt
eine detektierte R-Welle RL des linken Ventrikels LV. Diese Welle
RL kann somit durch das zweite Sensorbauteil 31, 32 erfasst
werden. Die Steuerschaltung 14 ist so ausgebildet, dass
sie die Zeit T2 zwischen dem Stimulationsimpuls VR und der R-Welle
RL bestimmt. Auch in diesem Falle kann das Auftreten der R-Welle RL
auf verschiedene Weise definiert werden, z. B. als maximale positive
oder negative Ableitung. Da der Stimulationsimpuls VR durch die
Steuerschaltung 14 geliefert wird, kann die Ausgabe dieses
Impulses VR einen Zeitzähler
triggern, um mit der Messung der Zeit T2 zu beginnen. Das Auftreten
der R-Welle RL bestimmt dann das Ende des Zeitintervalls T2. Die Steuerschaltung 14 ist
so ausgebildet, dass während der
Herzzyklen, in denen die Zeit T2 bestimmt wird, kein Stimulationsimpuls
zum linken Ventrikel LV geliefert wird, d. h. kein Stimulationsimpuls
zum zweiten Stimulationsbauteil 31, 32 geliefert
wird. Die Steuerschaltung 14 ist so ausgebildet, dass sie
die Zeit T2 bei verschiedenen Anlässen bestimmt und die ermittelten
Werte von T2 im Speicher 15 speichert.
-
Die
untere Kurve in 4 zeigt einen Stimulationsimpuls
VL, der mit Hilfe des zweiten Stimulationsbauteils 31, 32 zum
linken Ventrikel LV geliefert worden ist. Die obere Kurve in dieser Figur
zeigt eine detektierte R-Welle RR, die aus dem rechten Ventrikel
RV stammt. Diese Welle RR kann somit durch das erste Sensorbauteil 21, 22 erfasst
werden. Die Steuerschaltung 14 ist so ausgebildet, dass
sie die Zeit T3 zwischen dem gelieferten Stimulationsimpuls VL und der
abgefühlten
R-Welle RR bestimmt. Dies kann in analoger Weise zu der oben beschriebenen
erfolgen. Die Steuerschaltung 14 ist so ausgebildet, dass
während
der Herzzyklen, wenn die Zeit T3 bestimmt wird, zum rechten Ventrikel
RV kein Stimulationsimpuls geliefert wird. Die Steuerschaltung 14 ist
so ausgebildet, dass die Zeit T3 bei verschiedenen Anlässen bestimmt
wird und die verschiedenen Werte von T3 werden im Speicher 15 gespeichert.
-
Gemäß der Erfindung
wird bei jedem Anlass einer der Werte T1, T2, T3 oder es werden
zwei der Werte T1, T2, T3 bestimmt. Gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung ist die Steuerschaltung 14 so ausgebildet,
dass bei jedem Anlass alle drei Zeiten T1, T2, T3 entsprechend dem
obigen bestimmt werden. Es soll bemerkt werden, dass der erwähnte Ausdruck „Anlass" somit eine kurze
Zeitspanne umfassen kann, innerhalb der die verschiedenen Werte T1,
T2, T3 bestimmt werden. Es soll auch bemerkt werden, dass es möglich ist,
dass bei jedem „Anlass" mehrere Messungen
der fraglichen Zeit (beispielsweise T1) durchgeführt werden und dass ein Durchschnittswert
diese Messungen als ermittelte Zeit T1 gespeichert wird. Falls zwei
oder mehr der Werte T1, T2 und T3 bei einem Anlass bestimmt werden,
ist es möglich,
den jeweils bestimmten Wert T1, T2, T3 getrennt von jedem anderen
im Speicher 15 zu speichern. Alternativ ist es auch möglich eine
Kombination (z. B. einen Durchschnittswert) dieser Werte T1, T2
und T3 im Speicher 15 zu speichern.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist
die Steuerschaltung 14 so ausgebildet, dass sie eine Angabe über den
Aktivitätspegel
des menschlichen oder tierischen Wesens empfangt, in das die Vorrichtung 10 implantiert
ist. Die Steuerschaltung 14 kann hierbei so ausgebildet
sein, dass die genannten Anlässe,
bei denen die Zeiten T1, T2, T3 bestimmt werden, ausgewählt werden,
wenn sich der Aktivitätspegel
bei einem vorbestimmten Pegel befindet oder innerhalb eines vorbestimmten
Bereiches, vorzugsweise bei einem niedrigen Aktivitätspegel.
Da alle verschiedenen Anlässe
bei annähernd
dem gleichen Pegel oder der gleichen Aktivität gewählt werden, kann ein besserer
Vergleich der verschiedenen ermittelten Zeiten vorgenommen werden.
Die Anlässe
können
zum Beispiel gewählt
werden, wenn das fragliche menschliche oder tierische Wesen schläft.
-
Die
Steuerschaltung 14 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass
die Anlässe
(d. h. die Gelegenheiten, bei denen die Zeiten bestimmt und gespeichert werden)
in regelmäßigen Intervallen
auftreten. Dies kann beispielsweise einmal pro Monat sein, vorzugsweise
wenigstens einmal in der Woche. Um Platz im Speicher 15 zu
sparen, sollten die Anlässe
nicht zu häufig
sein. Beispielsweise nicht öfter
als jede Stunde und vorzugsweise nicht öfter als jeden Tag. Die Bestimmung
der Zeiten kann somit beispielsweise einmal pro Tag oder einmal
pro Woche erfolgen. Es liegt natürlich
innerhalb des Bereiches der Erfindung, dass die genannten Anlässe öfter als
jede Stunde sein können.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
ist die Steuerschaltung 14 so ausgebildet, dass sie wenigstens einen
Stimulationsparameter oder einen physiologischen Parameter, beispielsweise
die Stimulationsfrequenz, den Blutdruck, den Sauerstoffgehalt im
Blut oder den Gehalt an einer metabolischen Substanz im Blut oder
den oben erwähnten
Aktivitätspegel
des menschlichen oder tierischen Wesens erfasst, in das die Vorrichtung
implantiert ist. Gemäß dieser
Ausführungsform
ist die Steuerschaltung 14 so ausgebildet, dass sie die
Zeit T1, T2, T3 bei verschiedenen Werten des detektierten Parameters
bestimmt und die Zeiten und die gemessenen Werte im Speicher 15 speichert.
Wenn der Inhalt im Speicher 15 analysiert wird, ist deshalb
ersichtlich, wie die bestimmten Zeiten T1, T2, T3 abhängig von
dem erwähnten
Parameter variieren.
-
Wie
oben beschrieben, kann die Erfindung auch ein implantierbares Herzüberwachungs-
und -stimulationssystem betreffen, das die Vorrichtung 10 enthält und wenigstens
eine erste Leitung 20 und eine zweite Leitung 30.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines solchen Systems.
Unter Bezugnahme auf 5 wird nun die Verwendung des
Systems beschrieben. Gleichzeitig wird die Funktion der Vorrichtung 10 aus 5 ersichtlich.
Gemäß dieser Verwendung
wird die Vorrichtung 10 in ein menschliches oder tierisches
Wesen implantiert und das erste Abfühl/Stimulationsbauteil 21, 22 wird
im oder am rechten Ventrikel RV positioniert. Das zweite Abfühl/Stimulationsbauteil 31, 32 wird
im oder am linken Ventrikel LV positioniert. Wie oben erläutert, kann dieses
Bauteil 31, 32 beispielsweise in der mittleren oder
großen
Herzvene positioniert werden. Die Steuerschaltung 14 ist
so ausgebildet, dass sie in der Lage ist zu dem rechten Ventrikel
RV und dem linken Ventrikel LV Stimulationsimpulse zu liefern. Ferner wird
bei einem bestimmten Anlass die Zeit T1 zwischen RR und RL bestimmt
und im Speicher 15 gespeichert. Wie oben erwähnt, werden
während
der Herzzyklen, in denen T1 bestimmt wird, keine Stimulationsimpulse
geliefert. Darüber
hinaus wird, in Übereinstimmung
mit der obigen Beschreibung, gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
auch die Zeit T2 zwischen VR und RL bestimmt und im Speicher 15 gespeichert,.
Ferner wird die Zeit T3 zwischen VL und RR in der oben beschriebenen
Weise bestimmt und gespeichert.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Steuerschaltung 14 für eine Verarbeitung der gemessenen
Zeiten T1, T2, T3 ausgebildet sein, beispielsweise um, wie oben
erläutert,
einen kombinierten oder einen gemittelten Wert zu bilden und diesen Wert
im Speicher 15 zu speichern. Wenn die Messungen bei einem
Anlass durchgeführt
worden sind, wird die Vorrichtung 10 normalerweise dazu
bestimmt, Stimulationsimpulse zum linken Ventrikel LV und zum rechten
Ventrikel RV zu liefern. Bei einem späteren Anlass werden die Zeiten
T1, T2, T3 erneut, wie oben beschrieben, bestimmt.
-
Wenn
die in 5 gezeigte Schleife eine Anzahl von Malen durchlaufen
worden ist, werden im Speicher 15 gespeicherte Informationen
zu einem externen Gerät,
beispielsweise einem Computer übertragen,
der nicht Bestandteil des implantierten Systems ist. Diese Übertragung
kann beispielsweise in Verbindung mit einer medizinischen Untersuchung,
beispielsweise einmal jedes halbe Jahr oder einmal im Jahr erfolgen.
Das Ergebnis wird analysiert, um zu sehen, wie sich der Herzzustand
mit der Zeit geändert
hat. Beispielsweise ist es möglich,
eine Kurve zu erstellen, die zeigt, wie die bestimmte Zeit zwischen
den verschiedenen Anlässen
variiert. 6 zeigt schematisch eine solche
Kurve. Die Y-Achse zeigt hier die Leitungsverzögerung CD zwischen dem rechten
Ventrikel RV und dem linken Ventrikel LV. Diese Leitungsverzögerung CD
kann dargestellt werden, entweder durch T1, T2 oder T3 oder durch
einen Wert, welcher eine Kombination dieser Zeiten ist. Die X-Achse
zeigt die Zeit. Die dargestellte Zeit kann beispielsweise ein halbes
Jahr oder ein Jahr umfassen. Die Kurve zeigt so, ob sich die Leitung
zwischen den beiden Ventrikeln verbessert hat oder schlechter geworden
ist, bei dem dargestellten Beispiel ist die Leitungsverzögerung CD
kürzer
geworden, was anzeigt, dass sich der Herzzustand verbessert hat.
-
Die
Erfindung ist insbesondere nützlich
für die Überwachung
der Änderung
des Herzzustandes für
ein menschliches oder tierisches Wesen, wenn das genannte Wesen
an einer Kardiomyopathie leidet. Die Erfindung ist insbesondere
von Nutzen, wenn das genannte Wesen an einem Schenkelblock, in erster
Linie an einem Linksschenkelblock leidet. Wenn das fragliche Wesen
an einem derartigen Block leidet, werden die elektrischen Signale
im Herzen nicht in normaler Weise geleitet, sondern über das
Herzgewebe zwischen den Ventrikeln übertragen. Wie oben erläutert, hängt die
Leitungsverzögerung
CD zwischen den Ventrikeln unter anderem davon ab, ob der linke
Ventrikel LV vergrößert worden ist
oder nicht. Durch Überwachen
der ermittelten Zeiten T1, T2, T3 wird somit eine Angabe über die
Verzögerung
der Signale in der Leitung zwischen den Ventrikeln erhalten. Es
ist hierdurch möglich,
die Herzzustandsänderungen
im Laufe der Zeit zu überwachen.
-
Die
Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen begrenzt, sondern
kann innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche verändert und modifiziert werden.