DE608468C - Verfahren zur Herstellung von Carbamaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbamaten

Info

Publication number
DE608468C
DE608468C DEI35911D DEI0035911D DE608468C DE 608468 C DE608468 C DE 608468C DE I35911 D DEI35911 D DE I35911D DE I0035911 D DEI0035911 D DE I0035911D DE 608468 C DE608468 C DE 608468C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid ammonia
parts
nitrate
salts
ammonia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI35911D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfred Stock
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI35911D priority Critical patent/DE608468C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE608468C publication Critical patent/DE608468C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/08Simple or complex cyanides of metals
    • C01C3/10Simple alkali metal cyanides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/082Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals
    • C01B21/12Carbamic acid or thiocarbamic acid; Salts thereof
    • C01B21/125Metal carbamates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/14Cyanic or isocyanic acid; Salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carbamaten Es wurde gefunden, daß man Carbamate aus in flüssigem Ammoniak löslichen Salzen erhält, wenn man diese Salze in Gegenwart von flüssigem Ammoniak mit Kohlensäure oder Kohlensäure enthaltenden Gasen behandelt. In vielen Fällen genügt es, bei gewöhnlicher Temperatur zu arbeiten. Es ist von Vorteil, die auftretende . Reaktionswärme durch möglichst ständige Kühlung abzuführen.
  • Für die Durchführung der Reaktion können sowohl wasserhaltige als auch wasserfreie Salze verwendet werden. Es empfiehlt sich, die Kohlensäure oder das Kohlensäure enthaltende Gasgemisch im Überschuß zu verwenden. Auch kann man dem flüssigen Ammoniak untergeordnete Mengen Wasser, z. B. etwa 5 °1o, hinzusetzen. Statt oder neben Wasser können dem flüssigen Ammoniak auch andere die Löslichkeit der Ausgangssalze erhöhende Substanzen zugesetzt werden. So kann z. B. vorteilhaft eine Lösung von Ammonnitrat in flüssigem Ammoniak, z. B. nach Art der Diversschen Flüssigkeit, verwendet werden.
  • Die erhaltenen Carbamate können durch Erhitzen oder durch andere geeignete Behandlungsweisen leicht in andere Verbindungen, wie Carbonate, Harnstoff, Cyanamide, Cyanate, Cyanide, in üblicher Weise übergeführt werden. Beispiel z In 2ooo Teile flüssigen Ammoniaks, die sich in einem von außen mit Wasser berieselten zylindrischen Druckgefäß befinden, werden 58 Teile Kochsalz eingetragen und alsdann bei gewöhnlicher Temperatur langsam So Teile Kohlendioxyd eingepreßt. Nach etwa z Stunde wird das überschüssige Ammoniak mit dem darin löslichen Ammoniumchlorid und Ammoniumcarbamat mittels eines dicht über dem Boden des Druckgefäßes angebrachten Glasfilters von dem entstandenen Natriumcarbamat getrennt. Das Natriumcarbamat kann zwecks Reinigung noch mit reinem flüssigem Ammoniak gewaschen werden. Die Ausbeute an Natriumcarbamat ist nahezu quantitativ.
  • An Stelle des angewandten Natriumchlorids können auch z. B. Calciumsalze verwendet werden. Bei Verwendung von 164 Teilen wasserfreiem Calciumnitrat und zoo Teilen Kohlendioxyd erhält man Calciumcarbamat in fast theoretischer Ausbeute.
  • Beispiel .2 2o8 Teile Bariumchlorid werden in 2ooo Teilen einer aus etwa gleichen Gewichtsteilen Amrnonnitrat und flüssigem Ammoniak bestehenden Flüssigkeit .gelöst. In diese Lösung werden langsam roo Teile Kohlendioxyd oder ,die entsprechende Menge von Kalkofenabgasen mit 33 Volumprozent Kohlendioxyd eingeleitet, worauf man das Ganze etwa i Stunde sich selbst überläßt. Der von der Flüssigkeit getrennte Niederschlag wird mit reinem flüssigem Ammoniak nachgewaschen; ex stellt hochprozentiges Bariumcarbamat dar. Beispiel 3 331 Teile Bleinitrat werden in der in Beispiel i angegebenen Weise mit ioo Teilen Kohlendioxyd behandelt. Das entstandene Carbamat wird nach Auswaschen mit flüssigem Ammoniak in Wasser gelöst. Beispiel q. i i i Teile Calciumchlorid, das in wenig Wasser zerflossen ist, werden in 2ooo Teilen einer aus Ammonnitrat und Ammoniak bestehenden Flüssigkeit (Diversscher Flüssigkeit) gelöst, und die erhaltene Lösung wird mit ioo Teilen Kohlendioxyd oder der entsprechenden Menge von Kalkofenabgasen mit 33 Volumprozent Kohlendioxyd behandelt. Der entstandene Niederschlag wird abgetrennt und mit flüssigem Ammoniak ausgewaschen.
  • An Stelle des Ammonnitrats kann auch z. B. Ammonäcetat verwendet werden. Beispiel s i5o kg wasserfreies oder 25o kg kristallisiertes Magnesiumnitrat werden in' 30001 flüssigen Ammoniaks gelöst und go kg Kohlendioxyd eingepreßt. Es fällt in nahezu quantitativer Ausbeute Magnesiumcarbamat aus, das mit Magnesium-Ämmoniumcarbamat-Doppelverbindungen vermischt sein kann.
  • An Stelle des Magnesiumnitrats kann man 2io kg Strontiumnitrat oder igo kg wasserfreies bzw. 245 kg kristallisiertes Kupfernitrat oder igo kg wasserfreies bzw. 3oo kg kristallisiertes Zinknitrat oder i So kg wasserfreies bzw. 285 kg kristallisiertes Mangannitrat oder 185 kg wasserfreies bzw. 29o kg kristallisiertes Nickelnitrat oder 3q.okgSilbernitrat der angegebenen Behandlung unterwerfen. In jedem Falle fällt nach Einpressen des Kohlendioxyds das entsprechende Carbamat in sehr guterAusbeute, in manchen Fällen mit einem Gehalt an Kristallammoniak, aus.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Carbamaten, dadurch gekennzeichnet, daß man in Ammoniak lösliche Salze außer Kaliumsalzen in Gegenwart von flüssigem Ammoniak mit Kohlensäure oder Kohlensäure enthaltenden Gasen behandelt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart untergeordneter Mengen Wasser arbeitet.
  3. 3. Weiterführung .des Verfahrens nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man dem flüssigen Ammoniak statt oder neben Wasser andere die Löslichkeit der Ausgangssalze erhöhende Substanzen zusetzt.
DEI35911D 1928-10-24 1928-10-25 Verfahren zur Herstellung von Carbamaten Expired DE608468C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI35911D DE608468C (de) 1928-10-24 1928-10-25 Verfahren zur Herstellung von Carbamaten

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2014512X 1928-10-24
DEI35911D DE608468C (de) 1928-10-24 1928-10-25 Verfahren zur Herstellung von Carbamaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE608468C true DE608468C (de) 1935-01-28

Family

ID=25981528

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI35911D Expired DE608468C (de) 1928-10-24 1928-10-25 Verfahren zur Herstellung von Carbamaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE608468C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE892587C (de) Verfahren zur Herstellung von waessrigen Ammoniumnitritloesungen
DE608468C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbamaten
DE1079611B (de) Herstellung von Dicyan
DE2735465A1 (de) Verfahren zur herstellung von mit wismut modifiziertem, sphaeroidischem malachit
DE579627C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln, die mehrere Duengerkomponenten enthalten
DE1194830B (de) Verfahren zur Herstellung von chemisch reinem Calciumcarbonat aus Calciumnitrat
DE334014C (de) Verfahren zur Herstellung von kohlensaurem Kalk
DE943775C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalkammonsalpeter
US2014512A (en) Production of carbamates and conversion product of the same
DE482345C (de) Verfahren zur Herstellung hochprozentiger Salpetersaeure
DE972009C (de) Verfahren zur Entfernung von Blausaeure aus blausaeurearmen, Ammoniak und gegebenenfalls weitere Bestandtile enthaltenden Gasgemischen
DE410924C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalisalpeter
AT81976B (de) Verfahren zur Reinigung der durch Destillation derVerfahren zur Reinigung der durch Destillation der Steinkohle erhaltenen Gase. Steinkohle erhaltenen Gase.
DE565409C (de) Verfahren zur Gewinnung von Blausaeure aus Schwermetallcyaniden
DE817453C (de) Verfahren zur Herstellung von chemisch reinem Ammonsulfat aus Abfallschwefelsaeure und technischem Ammoniak
DE549030C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyanamiden der Erdalkalimetalle, einschliesslich des Magnesiums
DE145748C (de)
DE552055C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalisalpeter
DE680675C (de) Verfahren zur Reinigung von Gaswaschfluessigkeiten
DE583788C (de) Gewinnung von Sauerstoff
DE618644C (de) Verfahren zur Herstellung von Magnesiumcarbonat enthaltenden Stickstoffduengemitteln
SU8215A1 (ru) Способ получени бромистых металлов
US1886487A (en) Process for the manufacture of alpha mixture of hydrocyanic acid with cyanogen chloride
DE475556C (de) Verfahren zur Herstellung von Blausaeure
DE214662C (de)