DE614313C - Einrichtung zur Wechselstrom-Duplextelegraphie mit gleicher Traegerfrequenz in beiden Richtungen - Google Patents

Einrichtung zur Wechselstrom-Duplextelegraphie mit gleicher Traegerfrequenz in beiden Richtungen

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DE614313C
DE614313C DEA65519D DEA0065519D DE614313C DE 614313 C DE614313 C DE 614313C DE A65519 D DEA65519 D DE A65519D DE A0065519 D DEA0065519 D DE A0065519D DE 614313 C DE614313 C DE 614313C
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DE
Germany
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frequency
alternating current
carrier frequency
carrier
phase
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Expired
Application number
DEA65519D
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English (en)
Inventor
Karl Wedler
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/02Channels characterised by the type of signal
    • H04L5/06Channels characterised by the type of signal the signals being represented by different frequencies
    • H04L5/08Channels characterised by the type of signal the signals being represented by different frequencies each combination of signals in different channels being represented by a fixed frequency

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Noise Elimination (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AKI 6. JUNI 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 614313 KLASSE 21a1 GRUPPE 24o2
A 65519 VIII φι al· Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 16. Mai
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaf t in Berlin*)
in beiden Richtungen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1932 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren für Duplextelegraphie auf der gleichen Trägerwelle. Abb. ι zeigt die bekannte Prinzipschaltung solcher Anlagen. Es bedeuten dajrin A die Leitung, AUe die Ausgleichsübertrager N die Leitungsnachbildungen, B die Empfänger und 5" die Sender. Bekanntlich ist es nun bei derartigen Schaltungen niemals möglich, eine mathematisch genaue Übereinstimmung zwischen Leitung und Nachbildung herzustellen. Dies hat zur Folge, daß stets ein — wenn auch nur geringer — Strom der Sender die Empfänger am gleichen Ort durchfließt und dort unerwünschte Störungen hervor-■ rufen kann. Während nun diese Fehlerquelle verhältnismäßig unbedeutend ist, wenn in beiden Verkehrerichtungen mit verschiedenen Trägerfrequenzen gearbeitet wird, können bei Betrieb mit gleicher Trägerfrequenz sehr empfindliche Störungen auftreten. Beträgt z. B. die Dämpfung der Leitung drei Neper, so sind an beiden Enden die Sendeströme zwanzigmal größer als die Empfangsströme (e3 «; 20). Wird ferner angenommen, daß der Leitungs- und Naehbildwiderstand um 5 °/o voneinander abweichen, so zeigt sich, daß an jedem Ende den Empfänger ein Störstrom des Senders durchfließt, der dieselbe Größe hat wie der zu empfangende Strom.
Die praktischen Verhältnisse werden nicht immer so ungünstig liegen wie in diesem Beispiel, doch ist auch bei einer Abweichung der Nachbildung von der Leitung von nur 21I^9Jo der Störstrom im Empfänger immer noch halb so groß wie der zu empfangende Strom. Bei Betrieb mit verschiedenen Trägerfrequenzen in beiden Richtungen sind solche Verhältnisse nicht wesentlich störend, da durch frequenztrennende Mittel (z. B. Schwingungskreise) im Empfangskreie das Verhältnis des Störstromes zu dem zu empfangenden Strom beliebig verkleinert werden kann. Beim Betrieb mit gleicher Trägerfrequenz versagen jedoch alle diese Mittel, und es tritt noch ein weiterer nachteiliger Umstand hinzu: die gegenseitige Phasenlage des zu empfangenden und des Störstromes. Ist 'diese Phasendifferenz gleich o°, so addieren sich beide Ströme, ist sie gleich i8o°, so subtrahieren sich die Ströme. Wird also ein aus mehreren Perioden des Trägerstromes bestehendes Zeichen in der ersten Hälfte von einem Störstrom überlagert und in der zweiten nicht, so erhält man mitten im Zeichen einen Amplitudensprung. Dieser Amplitudensprung ist am größten, wenn der zu empfangende und der Störstrom eine Phasendifferenz von ο oder i8o° halben, und am kleinsten, wenn die Phasendifferenz 90 ° bzw. 270 ° beträgt.
Gemäß der Erfindung werden daher auf den Ämtern an beliebiger Stelle (z. B. in die Sendekreise) möglichst dämpfungsfreie, ver-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden;
Karl Wedler in Berlin-Karlshorst,
änderliche Phasendrehungsglieder eingeschaltet, die es gestatten, die Phase des einen gegenüber dem anderen Strom so einzustellen, daß bei Überlagerung die geringste Amplitudenänderung auftritt, was bei einer Phasendifferenz von 90 ° bzw. 270 ° erreicht wird. Solche Phasendrehungsglieder sind an sich bekannt. Es kann dafür beispielsweise eine Wheatstonesche Brücke verwendet werden, bei der sich in gegenüberliegenden Brückenzweigen zwei Kapazitäten und zwei Induktivitäten befinden, von denen entweder die Kapazitäten oder die Induktivitäten oder beide veränderlich sind.
Das beschriebene Mittel allein ist Jedoch meist noch nicht ausreichend, einen störungsfreien Dauerbetrieb zu ermöglichen. Wenn nämlich plötzlich der eine von beiden Trägerfrequenzsendern nur einige Perioden lang eine etwas andere Frequenz erzeugt als der andere und danach beide wieder dieselbe Frequenz erzeugen, so ist die erste Phaseneinstellung hinfällig geworden. Praktisch liegen die Verhältnisse meist noch ungünstiger. Wenn z. B. beide Frequenzen nicht mathematisch genau übereinstimmen, sondern etwa um i°/oo voneinander abweichen, so ändert sich von Periode zu Periode dauernd die gegenseitige Phasenbeziehung. Es entstehen dann die bekannten Schwebungserscheinungen, die sich mit sehr langsamer Periode ständig wiederholen. In dem angeführten Zahlenbeispiel erstreckt sich z. B. die Schwebungsperiodeauf 1000 Perioden desTrägerwechselstromes.
Zur Behebung dieser Schwierigkeit wird daher zweckmäßig für beide Endämter ein gemeinsamer Schwingungserzeuger verwendet, so daß Frequenz- und Phasenlage der Ströme beider Ämter zwangsläufig miteinander fest verbunden sind. Die Übertragung der Trägerfrequenz kann auf einer besonderen parallel verlaufenden Leitung geschehen, auf der diese Frequenz nicht anderweitig benutzt wird. Ganz besonders einfach läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren durchführen, wenn die Trägerfrequenzen, wie bereits vorgeschlagen wurde, durch Vervielfachung aus einem vorhandenen Licht- oder Kraftoetz mittels! ruhender Frequenzwandler gewonnen werden. Hierbei ist nicht unbedingt erforderlich, die Trägerfrequenz selbst zu übertragen, sondern man kann auch die Grundfrequenz oder eine beliebige Zwischenfrequenz übertragen, aus der in derselben Weise mittels ruhender Frequenzwandler die Trägerfrequenz gebildet wird. Sind beide Orte an die gleiche Zentrale angeschlossen, so machen die vorhandenen Kraftleitungen besondere Schwachstromleitungen zur Übertragung der Trägerfrequenz entbehrlich. Im anderen Falle wird gemäß der :
weiteren Erfindung ein Strom der Netz-(Grund-) Frequenz gleichzeitig über dieselbe Doppelleitung geschickt, auf der die Vielfachen dieser Netzfrequenz zum Telegraphieren benutzt werden. Auch die Phasendrehung kann hierbei bereits an der Netzfrequenzzuleitung vorgenommen werden.
Die Abb. 2 zeigt eine derartige Schaltung, bei der die Grandfrequenz auf derselben Doppelleitung nach der Gegenstation übertragen wind, die zur Übertragung der Trägerfrequenz dient. Auf der Station I wird die Grundfrequenz aus dem Netz entnommen und einerseits über den Frequenzwandler Fwl und das Phasendrehungsglied P1 dem Senderelais SR1 zugeführt, andererseits über das Grundfrequenzfilter GF1 auf die Leitung und über diese nach der Gegenstation II übertragen, wo sie über das Grundfrequenzfilter GF2 dem Frequenzwandler FW2 und das Phasendrehungsglied P2 dem Senderelais SR2 zugeführt wird. Die getastete Trägerfrequenz wird in beiden Stationen beim Empfang über das Trägerfrequenzfilter FL1 bzw. FL2 dem Empfänger E1 bzw. E2 zugeführt. Die Empfänger sind ebenso wie die Senderelais an die Zweidrahtkabel Z1 und Z2 angeschlossen, die jeweils eine Leitungsnachbildung IN1 bzw. IN2 und eine Nachbildung FN1 bzw. go FN2 des Trägerfrequenzfilters enthalten.
.Die beschriebenen Mittel können auch bei derMehrfach-Duplextelegraphie mit mehreren gemeinsamen Trägerfrequenzen für jede der beiden Richtungen benutzt werden.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zur Wechselstrom-Duplextelegraphie mit gleicher Trägerfrequenz in beiden Richtungen, dadurch gekennzeichnet, daß im Sende- oder Empfangszweig der Station Phasendrehungsglieder eingeschaltet sind, die zwischen dem zu empfangenden Wechselstrom und dem Störwechselstrom, der infolge ungenauer Leitungsnachbildung gleichzeitig im Empfänger auftritt und vom Senden derselben Station herrührt, eine gewünschte Phasenbeziehung von etwa 900.ergeben. no
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die in Telegraphenanlagen bekannte gemeinsame Erzeugung des Trägerwechselstromes für beide Endämter.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Übertragung der Trägerfrequenz auf einer parallel laufenden Leitung, auf der diese Frequenz nicht für andere Zwecke benutzt wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Bildung der
    Trägerfrequenz durch an sich bekannte Vervielfachung der Netzfrequenz -Vorhandener Licht- oder Kraftnetze mittels ruhender Frequenzwandler.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 4, gekennzeichnet durch Übertragung der Netzfrequenz auf derselben Schleife, auf der mit einem oder mehreren Vielfachen dieser Frequenz telegraphiert wird.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt der Phase der Trägerfrequenz diejenige der Netzfrequenz durch Phasendrehungsglieder beeinflußt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA65519D 1932-03-30 1932-03-30 Einrichtung zur Wechselstrom-Duplextelegraphie mit gleicher Traegerfrequenz in beiden Richtungen Expired DE614313C (de)

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