DE61721C - Selbstthätiger Centralurnschalter - Google Patents

Selbstthätiger Centralurnschalter

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DE61721C
DE61721C DENDAT61721D DE61721DA DE61721C DE 61721 C DE61721 C DE 61721C DE NDAT61721 D DENDAT61721 D DE NDAT61721D DE 61721D A DE61721D A DE 61721DA DE 61721 C DE61721 C DE 61721C
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DE
Germany
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relay
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automatic central
electromagnet
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT61721D
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Original Assignee
J. DIETZ in Nürnberg und H. HOFMANN in München
Publication of DE61721C publication Critical patent/DE61721C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/02Multi-position wiper switches
    • H01H67/04Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
    • H01H67/06Rotary switches, i.e. having angularly movable wipers

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  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Selbstthätiger Centralumschalter.
' . Zusatz zum Patente No. 57653 vom 26. März 1890.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1891 ab. Längste Dauer: 25. März 1905.
Die Erfindung bezweckt eine Abänderung des Haupt-Patentes, durch welche die nach dem letzteren nicht ausgeschlossenen störenden Nebenschlüsse vollständig vermieden werden.
Zur Erreichung dieses Zweckes wird . das Schaltwerk der Umschaltscheibe nicht durch den Linienstrom, sondern vermittelst Relais und Ortsbatterie betrieben. Ferner wird die Umschaltscheibe aufser mit dem beim Haupt-Patent schon vorhandenen Elektromagneten E noch mit einem zweiten Elektromagneten E', sowie dem hierzu gehörigen Anker O1 versehen. Diese letztere Einrichtung dient dazu, die Verbindung mit dem Zeiger Z kurz vor dem Augenblick zu unterbrechen, in welchem Stromschlufs zur Bewegung des Schaltwerkes hergestellt wird.
Das mit einer Gegenwickelung versehene Relais wird durch die beiden Pole e' und e" gebildet, welche der übersichtlicheren Darstellung halber in der Zeichnung als unter einander befindlich gedacht sind; e' ist der positive Theil des Relais bezw. derjenige Pol, welcher durch den positiven Strom erregt wird, während e" den negativen Theil darstellt.
Das Umschalten vollzieht sich nun mit Hülfe der vorstehend beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Einrichtung in folgender Weise:
. Der anrufende Theilnehmer der Fernsprechanlage sendet zunächst eine gewisse Anzahl positiver Stromstöfse durch seine Leitung.
Hierdurch wird der positive Theil e' des Relais beeinflufst und zunächst durch Elektromagnet E' bei jedem Stromstofs die Verbindung mit dem Zeiger Z unterbrochen, worauf vermittelst des Ortsstromes das Schaltwerk den Zeiger in der aus1 dem Haupt-Patent bekannten Weise allmälig auf die gewünschte Nummer einstellt.
Der positive Strom fliefst von der Linie durch das Relais e' e" nach der Erde ab.
Infolge des geschilderten Vorganges wird der Hebel CL1 von dem positiven Pol e' angezogen und dadurch der Stromschlufs der Batterie B1 hergestellt.
Dieser Strom fliefst nun vom positiven Pol der Batterie B1 nach der Feder c, und von dieser aus durch den Hebel U1 , die Feder J1 und den Elektromagneten E' zum negativen Pol der Batterie B1. Von E' wird infolge dessen der Hebel O1 angezogen, dabei aufser Berührung mit dem Stromschlufsstück P1 gebracht und hierdurch die leitende Verbindung mit dem Umschaltzeiger Z unterbrochen.
Kurz nach dem mit. Hülfe der Federn C1 und Cl1 bewirkten Stromschlufs wird nun ein zweiter Schlufs durch die mit dem Hebel Ci1 bezw. Elektromagneten E verbundenen Stromschlufsstücke r' und/' hergestellt, welch letztere so angebracht sind, dafs sie immer erst nach erfolgtem Schlufs vermittelst der Feder άλ in Berührung mit einander kommen können.
Durch diesen zweiten Schlufs wird das Schaltwerk und der Elektromagnet E beeinflufst, und es wird also dadurch, dafs der Stromschlufs durch Cl1 immer vor jenen durch f erfolgt, die Verbindung mit dem Umschaltzeiger jedesmal vor dem Augenblick unterbrochen, in welchem der Elektromagnet E von der Ortsbatterie B einen Stromstofs zur Bewegung des Schaltwerkes erhält. Ein störender Nebenschlufs ist daher ausgeschlossen.
Das Anrufen erfolgt durch den negativen Strom, durch welchen im vorliegenden Falle der negative Relaispol e" beeinflufst und von diesem der Hebel bx angezogen wird.
Infolge der Drehung des letzteren werden . vermittelst der metallenen Enden s und t desselben die Stromschlufsstifte g' und h' bezw. V und k' unter sich verbunden. Gleichzeitig wird das isolirte Metallplättchen n' von den Stromschlufsstiften V und m' abgehoben und dadurch deren Verbindung unterbrochen.
Der negative Strom der Batterie Zi1 geht infolge dessen jetzt durch k', t, i', den Hebel O1, Stromschlufsstück Ji1 und Umschaltezeiger Z nach der anzurufenden Sprechstelle, während der positive Strom durch h', s und g' zur Erde geführt wird.
Damit nun durch den ebenfalls negativen Antwortstrom des angerufenen Fernsprechtheilnehmers das Relais nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, ist dasselbe mit einer Gegen-Wickelung versehen, so dafs also der Antwortstrom das Relais nicht 'beeinflussen kann. Der Antwortstrdm läuft daher von der Linie des angerufenen Theilnehmers durch .Z", durch m', n', /', das Relais e" e' zum anrufenden Theilnehmer; zu gleicher Zeit fliefst jedoch ein Strom von derselben Stärke durch x, die Stromschlufsstücke k", n", i" und die Gegenwickelung X1 y zur Erde. Dadurch, dafs derselbe Strom in derselben Stärke jetzt das Relais nach den beiden Richtungen umkreist, wird das Auftreten eines freien Magnetismus im Relais vermieden. Der Antwortstrom gelangt also zum anrufenden Theilnehmer, während der die Gegen Wickelung durchfliefsende Strom in die Erde abgeleitet wird.
Die Stromschlufsstücke i" und k", sowie das Verbindungsstück n" haben den Zweck, die Gegenwickelung beim Anrufen auszuschalten.
Zweckmäfsig ist es noch, die beiden Widerstände W und W1 anzubringen, von welchen W1 dazu dient, dem Umschalt- sowie Anrufstrom einen solchen Widerstand entgegenzusetzen , dafs der gröfste Theil derselben zur Erde abgeleitet wird, dafs also das Relais sofort in Thätigkeit tritt, während der geringere Widerstand W den Erdschlufs des Antwortstromes möglichst verringern soll.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Bei dem durch Patent No. 57653 geschützten selbstthätigen Centralumschalfer die Anbringung eines Relais, durch welches mittelst zweier Stromschlufsstücke d' und f kurz hintereinander zwei Ortsstromschlüsse hergestellt werden, in Verbindung mit der Anbringung eines zweiten Elektromagneten, auf welchen der erste der beiden erwähnten Stromkreise derart einwirkt, dafs zur Vermeidung schädlicher Nebenschlüsse die Verbindung der anrufenden Linie mit dem Schaltzeiger jeweils unterbrochen wird, bevor durch den inzwischen hergestellten zweiten Stromkreis das Schaltwerk in Thätigkeit gesetzt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichuungen.
DENDAT61721D Selbstthätiger Centralurnschalter Expired - Lifetime DE61721C (de)

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