DE650532C - Verfahren zum Verpacken von kleinkoernigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem Kaffee - Google Patents
Verfahren zum Verpacken von kleinkoernigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem KaffeeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B65B31/00—Packaging articles or materials under special atmospheric or gaseous conditions; Adding propellants to aerosol containers
- B65B31/04—Evacuating, pressurising or gasifying filled containers or wrappers by means of nozzles through which air or other gas, e.g. an inert gas, is withdrawn or supplied
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Description
- Verfahren zum Verpacken von kleinkörnigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem Kaffee Viele. zu verpackende kleinkörnige Stoffe, insbesondere Lebensmittel, wie beispielsweise gemahlener Kaffee, sind luftempfindlich und lasen sich daher nur schwer aufbewahren. Andererseits ist es aber erforderlich, solche Stoffe vor ihrer Verwendung mitunter lange Zeit vorrätig zu halten.
- Man hat bereits vorgeschlagen, kleinkörniges, luftempfindliches Gut, beispielsweise gemahlenen Kaffee, als lockeres Pulver in starre Hülsen einzuschütten, die nachher entlüftet wurden. Es ist aber schwer möglich, aus einem lockeren Pulver die Luft so vollständig zu entfernen, daß Oxydationswirkungen nicht mehr eintreten. Solche lockeren Pulver und insbesondere gemahlener Kaffee halten erhebliche Luftmengen zurück. Der Sauerstoff oxydiert dann im Laufe des Lagerns-dieFette, und dadurch nimmt der Kaffee einen unangenehmen Geschmack an. Die Ware ist verdorben und zum weiteren Gebrauch nicht mehr geeignet.
- Es ist fernerhin empfohlen worden, gemahlenen Kaffee zu Würfeln zu pressen und diese Würfel in Stanniolpapier zu wickeln, wobei die Metallfolie mit Hilfe von Walzen an die Würfelflächen angedrückt wird. Auf diese Weise soll die Luft aus dem Zwischenraum zwischen der Würfelfläche und der Verpackung herausgedrückt werden. Eine solche Maßnahme ist unvollkommen, weil die Luft beim Lagern der Würfel leicht nachdiffundiert und ihre Oxydationswirkung an der Oberfläche der Würfel ausüben kann. Dazu kommt noch, daß die Würfel sehr hart gepreßt werden müssen und dadurch ihre nachherigeVerwendung Schwierigkeiten begegnet.
- Die Erfindung betrifft die Aufgabe, eine Packung herzustellen, bei welcher das luftempfindliche Gut zwar einer Pressung unterworfen ist, aber bei der Verwendung als lockeres Pulver anfällt und trotzdem eine hinreichende Entlüftung gewährleistet. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man zur Verpackung einen Behälter aus schmiegsamer Kunststoffolie benutzt, der mit dem Gut gefüllt und nachher durch eine kleine Öffnung evakuiert und endgültig dicht verschlossen wird. Dabei ist die Schmiegsamkeit der Folie so gewählt, daß infolge der Evakuierung der äußere Luftdruck die Behälterwandungen nach innen drückt und so auf das verpackte Gut einen starken Druck ausübt, welcher die vollständige Entlüftung unterstützt und gewährleistet. Wird der Behälter gleichzeitig unter der Einwirkung der Luftleere verschlossen so kann das darin aufbewahrteGut, welches während der Zeit dieser Aufbewahrung vorübergehend' stark zusammengepreßt ist, sehr lange gestapelt werden, ohne daß man eine Oxydation des Inhalts der Verpackung oder den Verlust der Duftstoffe befürchten muß. Öffnet . man aber die Verpackung und hebt dadurch die Wirkung des Luftdruckes auf, so quillt das verpackte Gut sogleich in Pulverform aus der Verpackung heraus, ist also zur bequemen Weiterverwendung bereit. Diese Verpackungsweise ist von besonderer Bedeutung für viele Produkte, insbesondere Lebens- und Genußmittel, wie beispielsweise Kaffee, weil hierdurch die Oxydation der in dem gerösteten Kaffee enthaltenen Fettstoffe verhindert wird. Die eingetreteneOxydation verleiht,demKaffee einen sehr unangenehmen Geschmack. Die Geschmacksverschlechterung kann soweit gehen, daß der Kaffee zurii Gebrauch überhaupt ungeeignet wird.
- Die erfindungsgemäße Verpackung verhindert nicht nur die Oxydation des Kaffees, sondern auch die Verflüchtigung der ätherischen aromatischen Stoffe, welche der geröstete Kaffee enthält und die sein Aroma bedingen.
- Das beschriebene Verpackungsverfahren gestattet es; die A-Zenge des zu verpackenden Gutes leicht zu dosieren, beispielsweise den gerösteten gemahlenen Kaffee für eine bestimmte Tassenanzahl. Die Verpackung in dem hermetisch geschlossenen, vorzugsweise durchsichtigen Behälter, - der beispielsweise aus Celluloseacetat bestehen kann, ist gefällig und sauber: Sie ist mit geringen Kosten herzustellen, insbesondere deshalb, weil man sehr dünne Folien wählen kann, beispielsweise 1/1o bis =/1o mm stark. Trotzdem hält diese Verpackung vollkommen dicht.
- Gemäß dem Verfahren nach der Erfindung wird der Kaffee unmittelbar nach dem Rösten gemahlen und in den Behälter aus schmiegsamer Folie eingedrückt. Sobald der Behälter gefüllt ist, wird der Deckel aufgesetzt und mit Hilfe eines geeigneten Mittels aufgeklebt. Anschließendwirdbeispielsweise in denBoden oder Deckel des Behälters mit Hilfe einer Nadel ein Loch gebohrt und ein kleiner Streifen, der mit Klebstoff versehen ist, neben dem Loch so aufgeklebt, daß er zur Hälfte in die Höhe gerichtet ist. Der nicht angeklebte Teil des Streifens steht beispielsweise in einem Winkel von q.5° in bezug auf dieEbene des Bodens von diesem ab und befindet sich oberhalb des Loches, welches somit frei bleibt.
- Anschließend wird der Behälter evakuiert. Sobald die Evakuation erfolgt, legen sich die Wände und der Deckel des Behälters unter der Einwirkung des Luftdruckes so fest an den Inhalt der Packung an, daß derselbe stark zusammengepreßt wird. Während die Packung vor Beginn der Eväkuation weich ist; wird sie nachher sehr hart und fühlt sich unnachgiebig an. Durch dieses Zusammenpressen wird die Luft aus dem Behälter herausgedrückt, und die Evakuation durch das Loch geht leicht vonstatten.
- Die Erfindung wird im nachstehenden an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Gemäß der in der Abbildung veranschaulichten Ausführungsform besteht die Verpackung aus einem Behälter i, welcher durch Austiefung eines Blattes aus schmiegsamem Stoff geformt ist. Dieser Körper wird mit gemahlenem Kaffee oder einem anderen Gut gefüllt, welches eingedrückt wird. Die Menge des so in den Behälter i eingeführten Kaffees ist so groß, daß ein kleiner Zwischenr aum 2 zwischen seiner oberen Fläche und der durch den Rand 3 hindurchgehenden Ebene verbleibt. Zweck -dieses Zwischenraumes ist es, zu verhindern, daß Kaffee 5 bzw. das andere in dem Behälter befindliche Gut über die Ränder 3 hinübergelangt. Auf diese Weise wird, wenn der Deckel q. mit Hilfe eines geeigneten Lösungsmittels 6 befestigt wird, die Gefahr ausgeschlossen, daß Teilchen des verpackten Gutes zwischen den Rand 3 und den Rand des Deckels q. gelangen. Würde dies nämlich geschehen, so würden sich hierdurch Kanäle o. dgl. bilden, welche einen vollständig dichten Verschluß verhindern, da sie Rückströmmöglichkeiten für die Luft bieten.
- Sobald die Ev akuation beendet ist, wird ein in der Entlüftungsvorrichtung vorgesehener beweglicher Finger niedergedrückt und preßt dabei den zunächst noch nicht angeklebten Teil des Streifens auf das Loch, welches dadurch verschlossen wird. Nachdem dann der Behälter aus der Glocke der Luftpumpe herausgenommen worden ist, ist die Verpackung beendet.
- Die unverletzte Packung ist hart. Die harte, gepreßte Form bildet bei der beschriebenen Art der Verpackung nur ein Zwischenstadium und bleibt bloß so lange bestehen, als die Verpackung verschlossen aufbewahrt wird. An der leicht feststellbaren Härte der Packung ist ferner rasch zu erkennen, ob die Packung in Ordnung ist oder nicht.
- Als Verpackungsstoff kann nicht nur Celluloseacetat, sondern jeder Äther oder Ester der Cellulose oder durchsichtiger chlorierter Kautschuk u. dgl. Anwendung finden. Ferner kann die Verpackung beliebige Form besitzen und auch zum Verpacken anderer Stoffe als gemalileilem Kaffee, beispielsweise Tee, öder allgemein von Ausgangsprodukten für Aufgüsse oder Nahrungsmittel in kleinen Einzeldosen dienen.
Claims (1)
- PATLNTANSPRÜCIiR: i. Verfahren zum Verpacken von kleinkörnigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem Kaffee, unter Verwendung von Luftleere, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut in einen Behälter aus schmiegsamer Kunststoffolie füllt, der nach dem Füllen evakuiert und endgültig dicht verschlossen wird, wobei die Schmiegsamkeit ein solches Maß besitzt, daß infolge der Evakuierung der äußere Luftdruck die Behälterwandungen nach innen drückt und so das Gut zusammenpreßt. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß man das pulverförmige Gut in einen geformten Behälter eindrückt und den Deckel luftdicht aufsetzt, worauf in bekannter Weise die Packung durch ein Loch im Behälter evakuiert und das Loch noch unter der Glocke der Luftpumpe mit einem vorbereiteten Klebestreifen verschlossen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA77960D DE650532C (de) | 1935-12-14 | 1935-12-14 | Verfahren zum Verpacken von kleinkoernigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem Kaffee |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA77960D DE650532C (de) | 1935-12-14 | 1935-12-14 | Verfahren zum Verpacken von kleinkoernigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem Kaffee |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE650532C true DE650532C (de) | 1937-09-24 |
Family
ID=6947270
Family Applications (1)
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| DEA77960D Expired DE650532C (de) | 1935-12-14 | 1935-12-14 | Verfahren zum Verpacken von kleinkoernigem, luftempfindlichem Gut, insbesondere gemahlenem Kaffee |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE650532C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE836159C (de) * | 1949-08-09 | 1952-04-10 | Hans Dohse | Verfahren und Vorrichtung zur Erhoehung des Raumgewichtes pulverfoermiger Stoffe |
| DE882526C (de) * | 1951-03-02 | 1953-07-09 | Wilts United Dairies Ltd | Luftdichte Packung |
-
1935
- 1935-12-14 DE DEA77960D patent/DE650532C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE836159C (de) * | 1949-08-09 | 1952-04-10 | Hans Dohse | Verfahren und Vorrichtung zur Erhoehung des Raumgewichtes pulverfoermiger Stoffe |
| DE882526C (de) * | 1951-03-02 | 1953-07-09 | Wilts United Dairies Ltd | Luftdichte Packung |
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