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Verbundwaage, insbesondere für Gleiswaagen ohne Gleisunterbrechung
Die Erfindung betrifft Verbundwaage, insbesondere für Gleiswaagen ohne Gleisunterbrechung,
mit je einem Entlastungshubwerk für die Einzelwaagen und mit einer gemeinsamen Lastausgleichvorrichtung.
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Bei derartigen Waagen ist es außerordentlich wichtig, unrichtige,
auf Unkenntnis oder Böswilligkeit beruhende Schaltbewegungen zu verhindern, durch
die unabsichtlich oder absichtlich falsche Abwiegungen hervorgerufen werden können.
Bekannte Einrichtungen, die diesem Zwecke dienen, sind sehr umständlich gebaut und
bedingen alle möglichen Handgriffe. Die Erfindung will hier bessernd eingreifen
und eine Einrichtung schaffen, die bei größter Einfachheit doch vollkommen sicher
arbeitet und fehlerhafte oder betrügerische Handgriffe verhindert. Das Wesen der
Erfindung wird darin gesehen, daß an einer Waage der eingangs erwähnten Gattung
mit den Entlastungsvorrichtungen Steuerglieder verbunden sind, die beim Aufheben
der Entlastung der betr. Waage sowohl Schaltglieder zum Schalten der Waage auf die
gemeinsame Lastausgleichyorrichtung unter gleichzeitiger Einschaltung des zugehörigen
Taragewichtes betätigen als auch mit Einrichtungen versehen sind, um nur unter bestimmten
Voraussetzungen, z. B. Erreichen der genauen Endstellungen der Entlastungsvorrichtungen,
den Gewichtsabdruck zu zulassen und die Einzelregulierung der Einzelwaagen zu erzwingen.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen gekennzeichnet.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Die
Waagenbrücken und Lasthebel der Einzelwaagen sind dabei fortgelassen, da deren Ausführung
allgemein bekannt ist.
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Die Ausbildung der Waage kann sowohl in Laufgewichtsbauart als auch
nach dem Schaltgewichtssystem erfolgen; dargestellt ist die Ausbildung als Schaltgewichtswaage.
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Die Querhebel =, 2 der Einzelwaagen ruhen mit ihren Achsen auf den
Böcken 3, ¢, die ihrerseits auf den Entlastungsschwingen 5, 6 sitzen. Der Lastdruck
wird von den Querhebeln durch die Gehänge 7, 8 auf die Zwischenhebel g, io übertragen,
und durch die Gehänge 11, 12 sowie die Zwischengehänge 13 1q. wirkt er auf die Waagebalkenarme
15, 16 ein. Auf den Gegenschneiden 1511, 16a dieser Waagebalkenarme ruhen die nicht
gezeichneten Gewichtsträger für die Schaltgewichtssätze und die Gehänge 17, 18 mit
den von diesen lösbaren Taragewichten i9, 2o. Durch die Taragewichte i9, 2o wird
die Eigenlast der Waagenbrücken, Lasthebel, Querhebel und deren Verbindungsglieder
beim Einrücken der Waage in Wiegestellung ausgeglichen. -Wird z. B. die linke Waage
in Wiegestellung gebracht, so bewegt sich die mit dem rechten Ende der Entlastungsschwinge
5 verbundene Steuerstange 33 nach unten; hierbei gleitet der
Rollhebel
35 von dem Steuernocken 33e der Steuerstange 33 herunter, wobei die Welle 37 eine
Drehung im Uhrzeigersinne vollführt. Dabei senkt sich der auf dieser Welle befestigte.
Tragarm 39, so daß das den Lastdruck übe4@ tragende Gehänge z1 in Eingriff
kommt mi dem am Waagebalken 15 hängenden Gehänge 13`' und so von dem Tragarm 39
frei wird. Damit ist die linke Waage mit der Wiegevorrichtung gekuppelt. Mit dergleichen
Bewegung derWelle 37 wird auch der Tragarm 41 abwärts bewegt und das das Taragewicht
tragende Gehänge 1g gesenkt, so daß es in Eingriff kommt mit dem an der Gegenschneide
15a des Waagebalkens 15 sitzenden Gehänge 17. Das Gewicht am Gehänge 1g bewirkt
dabei den Ausgleich der Taralast.
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Die rechte Waage, die sich in Entlastungsstellung befindet, steht
also nicht in Verbindung mit der Wiegevorrichtung, weil die Steuerstange 34 dieser
Waage angehoben ist, wobei der Rollenhebel 36 auf dem Steuernocken" 34e der Steuerstange
34 ruht. In dieser Stellung ist das Gehänge 12 durch- den Tragarm 4o angehoben,
so daß es mit dem Gehänge 14 des Waagebalkens 16 nicht in Eingriff steht und keine
Lasteinwirkung auf die Wiegevorrichtung stattfindet. Ebenso ist das Gehänge 2o durch
den Tragarm 402 angehoben, so daß es außer Verbindung mit dem an der Gegenschneide
16a des Waagebalkens 16 sitzenden Gehänge 18 ist und das Taragewicht an dem Gehänge
2o ebenfalls nicht auf dieWiegevorrichtung einwirkt.
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Beim Einrücken der rechten Waage in Wiegestellung vollzieht sich der
Vorgang in gleicher Weise, wiezuvor für die linke Waage beschrieben.
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Weiter ist die Anbringung einer besonderen Anzeigevorrichtung vorgesehen,
deren Zeiger 45 über ein Verbindungsgestänge 43, 44 mit den Tragarmen 39, 40 in
Verbindung steht. Der Zeiger 45 zeigt jeweils an, ob die rechte oder linke Waage
eingerückt ist oder beide Einzelwaagen zur Verwendung als Verbundwaage in Wiegestellung
sind, oder beide Waagen ihre Entlastungsstellung eingenommen haben: Mit dem Zeiger
45 kann ein Gestänge o. dgl. verbunden werden, das jeweils ein der Zeigerstellung
entsprechendes Abdruckzeichen unter der Druckvorrichtung einstellt, so daß z. B.
beim Einrücken der einen Einzelwaage das Zeichen W. i, beim Einrücken der zweiten
Waage das Zeichen W. z und beim Einrücken beider Waagen das Zeichen V.
W., Verbundwaage, eingestellt und bei Betätigung der Druckvorrichtung mit
abgedruckt wird, so daß die Gewichtskarte sogleich erkennen läßt, ob die Wägung
auf der einen oder anderenEinzelwaage oder auf der Verbundwaage aufgenommen worden
ist.
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Ist die Waage mit einem Sicherheitsdi-uckwerk ausgestaltet, so darf
in bekannter Weise ein Gewichtsabdruck nur möglich sein, wenn die abzuwiegende Last
genau ausgeglichen ist. Der Wiegehebel muß also in der Gleichgewichtslage einspielen,
und die Waage, deren Belastung emittelt werden soll, muß sich in ihrer richtigen
&pstellung befinden. Bei dieser Ausbildung r,. Verbundwaage ohne Gleisunterbrechung
@dÜf Weiter eine Verwiegung bzw. ein Gewichtskartendruck auch nicht möglich sein,
wenn die eine Einzelwaage sich in Wiegestellung befindet und die andere Einzelwaage
noch nicht ihre richtige Entlastungs- bzw. Wiegestellung eingenommen hat. Zu diesem
Zweck sind die Steuerstangen 33, 34 mit Schlitzen 33a, 33v, 34a, 34' versehen. Um
den Gewichtskartendruck zu ermöglichen, muß hierbei zunächst der Hebel 46 nach rechts
gezogen werden, der durch einen Lenker 47 mit der Stange 48 verbunden ist. Befinden
sich nun die Steuerstangen 33, 34 in den richtigen Endstellungen, dann schlüpft
bei Betätigung des Hebels 46 die Stange 48 durch die Schlitze 33b, 34a, bei umgekehrter
Stellung der Waagen durch die Schlitze 33a, 34b oder bei Verbundstellung durch die
Schlitze 33b, 34b. Nimmt eine der Steuerstangen eine Zwischenstellung ein, d. h.
eine der Waagen befindet sich nicht in Wiege- bzw. Entlastungsstellung, so ist eine
Bewegung des Hebels 46 und somit auch ein Gewichtsabdruck unmöglich gemacht.
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Bei Ausführung der Verbundwaage mit einfachem Laufgewichtshebel wird
in einfacher Weise die Feststellvorrichtung des Laufgewichtshebels derart gesperrt,
daß der Laufgewichtshebel nur dann zur Benutzung freigegeben ist ünd damit die Verwiegung
erfolgen kann, wenn eine Waage sich vollständig in Wiegestellung befindet und die
andere Waage vollkommen entlastet ist oder beide Waagen in Wiegestellung gebracht
sind; dagegen bleibt die Feststellvorrichtung des Laufgewichtshebels gesperrt, auch
wenn eine Waage in Wiegestellung gebracht ist, das Entlastungshubwerk der anderen
Einzelwaage sich jedoch in einer Zwischenstellung befindet.
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Bei Ausbildung einer derartigen Verbundwaage ohne Gleisunterbrechung
mit Sicherheitsdruckwerk kommt es weiter darauf an, die Reguliervorrichtung zur
Herstellung der genauen Einspiellage bei unbelasteten Waagen so auszugestalten,
daß die richtige Regulierung gesichert ist. Bei der Ausführung mit gemeinsamer Lastausgleichvorrichtung
besteht nämlich die Möglichkeit, daß beide Waagen mit der Lastausgleichvorrichtung
gekuppelt werden und die Einspiellage der Wiegeeinrichtung scheinbar richtig in
der Weise hergestellt wird, daß man beispielsweise die eine Waage um ioo 1, .g minus
und die andere Waage um ioo kg plus einstellt. Die Gleichgewichtslage der Wiegeeinrichtung
ist dann gegeben, wenn beide Waagen mit der Lastausgleichvorrichtung gekuppelt sind;
bei Gewichtsermittlungen mit nur einer Waage
stimmt jedoch das Ergebnis
nicht. Um derartige betrügerische Machenschaften zu verhüten, ist die Reguliervorrichtung
derart ausgebildet, daß die Regulierung der Wiegeeinrichtung nur bei Einschaltung
je einer Waage erfolgen kann, nachdem diese in ihre richtige Wiegestellung gebracht
ist. Dabei ist die Reguliervorrichtung so ausgebildet, daß nur in der Nullstellung
der Wiegeeinrichtung eine Regulierung vorgenommen werden kann und eine Verwiegüng
erst dann möglich ist, nachdem die Reguliereinrichtung wieder ausgeschaltet ist.
Eine nachträgliche, willkürliche Verstellung der Reguliereinrichtung ist also nicht
möglich.
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Die Regulierung erfolgt durch die Gewichtsschieber 2i, 22, die an
den Zwischenhebeln 9, io gelagert sind; ihre Einstellung erfolgt mittels von außen
zu betätigender Knöpfe 63, 64, und zwar über die Zahnräder 23, 24, die Zahnstangen
25, 26, die- Zahnräder 27, 28 und die Wellen 29, 30. Die Zahnräder 27, 28 sitzen
lose auf den `Fellen 29, 30 und werden von letzteren nur bewegt, wenn die
Kupplungen 31, 32 eingerückt sind.
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Soll z. B. die in Wiegestellung befindliche linke Waage reguliert
werden, so sind die Schalthebel 49, 50, 51, 52, 53 für die zugehörigen, nicht dargestellten
Schaltgewichte auf Null zu stellen. In der Zeichnung ist der Schalthebel 49 nicht
in der Nullstellung gezeichnet, so daß er in die Rastenschiene 54 eingreift. Erst
wenn auch dieser Schalthebel auf Null gestellt ist, wird die Rastschiene 54 freigegeben,
und der Hebel 55 kann nach links bewegt werden. Die Regulierung ist also nur möglich,
wenn die Lastausgleichvorrichtung sich in der Nullstellung befindet, also wenn alle
Schaltgewichte ausgeschaltet sind.
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Der Hebel 55 läßt sich nun nicht nach rechts bewegen, weil die mit
ihm gelenkig gekuppelte Sperrstange 56 mit dem Anschlag 57 gegen die in ihrer tiefsten
Lage befindliche Steuerstange 33 stößt. Nach links kann der Hebel 55 auch nur dann
bewegt werden, wenn die Steuerstange 33 der linken Waage ihre richtige Tiefstellung
hat, weil erst dann die Steuerstange 56 vom oberen Ende 3311 der Steuerstange 33
freigegeben ist, das sonst in ein Loch 56' der Steuerstange 56 eingreift. Außerdem
muß die Steuerstange 34 der rechten Waage sich richtig in ihrer oberen Stellung
befinden, die rechte Waage muß also vollkommen entlastet sein, weil dann erst der
Anschlag 58 sich durch die Öffnung 34c der Steuerstange 34 bewegen kann. Es kann
also jeweils nur eine Einzelwaage reguliert werden, und zwar muß diese sich in Wiegestellung
und die andere Waage sich in Entlastungsstellung befinden. Sind dagegen beide Waagen
in Wiegestellung gebracht worden, so ist jede Regulierung unmöglich, weil die Anschläge
57, 58 gegen die Steuerstangen 33, 34 stoßen. Die ordnungsmäßige Regulierung wird
durch die nachstehend beschriebene Einrichtung gesichert. Auf der Verbindungsachse
59 der beiden Wiegebalken 15, 16 ist ein mit einer schmalen Aussparung versehener
Anschlag 6o angebracht. Der die Rastenschiene 54 betätigende Hebel 61 ist mit dem
Schalthebel 5,5 derart gekuppelt, daß ersterer bei Links- oder Rechtsbewegung
des Schalthebels 55 stets eine Rechtsbewegung macht. Die am Hebel 61 angebrachte
Nase 62 schneidet bei der Bewegung des Hebels 61 nach rechts den Weg des Anschlages
6o.
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Bei der oben beschriebenen Bewegung des Hebels 55 und der Sperrstange
56 nach links wird die Kupplung 31 mit dem Zahnrad 27 in Eingriff gebracht. Gleichzeitig
wird der Kontakt 65 unterbrochen, wodurch die elektrische Zuleitung zu den Entlastungsantrieben
der beiden Wiegebrücken stromlos wird.
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Nun erst läßt sich durch Drehen eines außen am Gehäuse befindlichen
Knopfes 63 der Regulierschieber 21 verstellen. Der Hebel 55 kann nun erst dann in
die Mittelstellung gerückt werden, wenn die genaue Gleichgewichtslage des '\?6'iegebalkens
hergestellt ist, denn nur bei genauer Gleichgewichtslage kann sich die Klinke 26
durch die Aussparung des Anschlages 6o bewegen. Mit dem Einrücken des Hebels 55
in die Mittelstellung nach genauer Regulierung, also in der Gleichgewichtslage der
Wiegevorrichtung, wird die Kupplung 31 aus dem Zahnrad 27 gerückt, so daß die Stellung
des Regulierschiebers 21 nicht mehr verändert werden kann. Gleichzeitig ist det
Strom wieder eingeschaltet worden, so daß die elektrische Entlastung wieder betätigt
werden kann.
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In gleicher Weise kann die Regulierung der rechten Waage vorgenommen
werden.
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Für die Vornahme der Regulierung ist es also erforderlich, daß die
Entlastungshubwerke sowohl beim Entlasten der Einzelwaagen wie auch bei deren Einrücken
in Wiegestellung stets genau ihre Endstellungen einnehmen. Um dies zu sichern, besitzen
die Entlastungshubwerke je eine Pleuelstange P, die durch eine Kurbel k bewegt wird,
welch letztere durch ein Übersetzungsgetriebe G mit dem Motor M gekuppelt ist. Bei
dieser Art des Antriebes macht der Kopf der Pleuelstange in den Endstellungen eine
fast waagerechte Bewegung, so daß ein gewisser Nachlauf des Getriebes praktisch
kaum einen Hubunterschied ergibt.