DE67120C - Vorrichtung zum Ein- bezw. Ausladen von Packeten in in der Fahrt befindliche Eisenbahnfahrzeuge bezw. aus solchen - Google Patents

Vorrichtung zum Ein- bezw. Ausladen von Packeten in in der Fahrt befindliche Eisenbahnfahrzeuge bezw. aus solchen

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DE67120C
DE67120C DENDAT67120D DE67120DA DE67120C DE 67120 C DE67120 C DE 67120C DE NDAT67120 D DENDAT67120 D DE NDAT67120D DE 67120D A DE67120D A DE 67120DA DE 67120 C DE67120 C DE 67120C
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Germany
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package
rope
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loop
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DENDAT67120D
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English (en)
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E.DA-V1ES in Whittington Hall Farm bei Stourbridge, Grfsch. Staffbrd, England
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K1/00Transferring passengers, articles, or freight to and from moving trains; Slipping or coupling vehicles from or to moving trains
    • B61K1/02Transferring passengers, articles, or freight to and from moving trains; Slipping or coupling vehicles from or to moving trains transferring articles to and from moving trains, e.g. mailbag catchers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K5/00Apparatus for placing vehicles on the track; Derailers; Lifting or lowering rail vehicle axles or wheels
    • B61K5/04Devices secured to the track
    • B61K5/06Derailing or re-railing blocks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb. ,
(Grafschaft Stafford, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1892 ab.
Vorliegende Erfindung, welche sich auf eine Vorrichtung zum Ein- und Ausladen von Postsendungen oder anderen kleineren Packeten in bezw. aus fahrenden Eisenbahnfahrzeugen bezieht, bezweckt, diese Umladungen ohne Erschütterungen zu bewirken und hierdurch ein Beschädigen des Packetinhalts zu vermeiden.
Die Erfindung besteht im wesentlichen in Anordnungen, welche das Packet in solcher Bahn bewegen, dafs der Uebergang von oder auf den laufenden Zug derartig bewirkt wird, dafs es allmä'hlig an der Bewegung des Zuges theilnimmt bezw. allmä'hlig seine Bewegung verlangsamt und in den Zustand der Ruhe eintritt.
TJm diesen Zweck zu erreichen, wird das Packet während seines Ueberganges von oder auf den Zug so geleitet, dafs es die gewünschte Richtung mit beschleunigter oder verzögerter Bewegung annimmt, wobei dieses Leiten sowohl von der Strecke, als auch von dem Wagen gleichzeitig ausgeführt wird, und die Mittel vortheilhaft, wenn auch nicht unbedingt nöthig, derartig gewählt sind, dafs der von dem Packet bei seiner Abgabe beschriebene Weg die Gestalt einer Parabelhälfte oder elliptischen Curve hat.
Die Mittel, durch welche dem Packet eine bestimmte Richtung mit veränderter Geschwinr digkeit gegeben wird, bestehen aus zwei Anordnungen, von denen die eine sich auf dem Wagen, die andere sich auf der Strecke befindet und.welche gleichzeitig auf das Packet wirken. Diese beiden Glieder können entweder als radiale Arme in der Weise wirken, dafs jeder derselben angenähert tangential der durch das Ende des anderen beschriebenen Curve ist, oder es kann nur ein Glied als radialer Arm wirken, während das andere aus einer gekrümmten Führung besteht, welche den durch das Packet beschriebenen Weg bildet, und zu welcher das andere Glied angenähert tangential gerichtet ist.
Im allgemeinen pflegt das Packet bei seinem Uebergang dadurch unterstützt zu werden, dafs es auf einer Plattform oder auf der festen Führung gleitet, wobei in beiden Fällen noch besondere Vorrichtungen angeordnet sind, durch welche das Packet zur geeigneten Zeit mit genannter Controlvorrichtung ge- oder entkuppelt wird.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Draufsicht auf eine Packetabliefervorrichtung, welche aus zwei radialen Verbindungen besteht und welche in zwei Phasen ihrer Thätigkeit dargestellt ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt in der Richtung der Linie 1 -1 der Fig. 1 in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 3 ist eine ähnliche Anordnung, wie sie in Fig. ι dargestellt ist.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf eine Abänderung einer der radialen Verbindungen.
Fig. 5 ist eine Einzeldarstellung eines hierzu gehörenden Theiles.
Fig. 6 ist eine Draufsicht, welche die Anwendung desselben Apparates zur Aufnahme eines Packets veranschaulicht.
Fig. 7 zeigt denselben in vergröfserter Darstellung.
Fig. 8 ist eine Einzeldarstellung dieser Anordnung in noch gröfserem Mafsstabe.
Fig. 9 zeigt einen Packetaufnahmeapparat, welcher in einer festen Führung und einem
radialen Arm besteht, und stellt den Apparat in drei Stellungen oder Phasen dar.
Fig. ι ο ist ein vergröfserter Schnitt in Richtung der Linien 2-2 der Fig. 9.
Fig. 11 zeigt einzeln einen Theil der in Fig. ι ο dargestellten Anordnungen in zwei verschiedenen Phasen.
Fig. 12 ist ein gleichfalls vergröfserter Schnitt in Richtung der Linie 3-3 der Fig. 9.
Fig. 13 ist eine Draufsicht auf einen Packetabgabeapparat, welcher gleich dem in Fig. 9 dargestellten aus einer festen Führung und einer radialen Verbindung besteht.
Fig. 14 ist eine Einzelansicht hiervon.
Es soll gleich hier bemerkt werden, dafs ein Apparat, welcher am besten das Packet von dem Zug auf die Station befördert, ein Packetabgabeapparat, während ein Apparat, welcher das Packet von der Strecke in den Wagen befördert, ein Aufnahmeapparat genannt werden soll; wie gleich gesehen werden wird, sind beide Apparate im Princip einander vollständig gleich und auch praktisch so ausgeführt, dafs sie beide Verrichtungen vollbringen können.
In der in der Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnung ist A der Postwagen, B das zu befördernde Packet, welches gewöhnlich in einen Träger C aus Eisenblech eingeschlossen ist; letzterer wird durch ein Tragbrett D in solcher Stellung gehalten, dafs er durch eine Oeffnung in der Seite des Wagens derartig hervorragt, dafs er durch das radiale Glied auf der Strecke erfafst werden kann. Das Tragbrett D wird vortheilhaft bei d so gelagert, dafs es, wenn wünschenswerth, nach innen geklappt werden kann. Die Oeffnung, in welcher das Tragbrett angeordnet ist, befindet sich an dem Vorderende des Wagens, während mit dem Packetträger die eine radiale Verbindung E verbunden ist, welche aus einem Seil besteht, welches sich an die äufserste Seite des Wagens anlegt und mit seinem anderen Ende mit einem Punkt nahe dem hinteren Ende des Wagens derartig verbunden ist, dafs es sich leicht loslöst, sobald das Seil in einer rechtwinklig zu der Wagenrichtung verlaufenden Linie sich befindet. Eine derartige passende Verbindung wird durch eine Schlinge e und einen nach rückwärts gebogenen Haken F gebildet. G ist die andere radiale Verbindung, welche sich auf der Strecke befindet und mit einem festen Punkt g verbunden ist; sie verläuft gewöhnlich in einer zu dem Wagen senkrechten Richtung; dieses Seil endigt in einer Schlinge g1, welche derartig gehalten wird, dafs sie durch den Haken c des Packetträgers C gefangen werden mufs: Die Schlinge g1 wird durch eine Gabel H in passender Entfernung gehalten (Fig. 2, ι ο und 11), welche um eine verticale, auf einem passenden Halter drehbar gelagerte Achse h so angeordnet ist, dafs sie das Seil sicher ausgebreitet und die Schlinge geöffnet hält, dabei jedoch leicht in dem Augenblick aus der Bahn hinausschwingen kann, sobald die Schlinge durch den Packethaken ergriffen ist, wie in Fig. 11 in punktirten Linien angegeben. Die radiale Verbindung G kann entweder, wie in Fig. 1 angenommen, um den Punkt g als Mittelpunkt schwingen, wobei das Packet um diesen Punkt einen Kreisbogen beschreiben mufs, oder sie kann derartig angeordnet sein, dafs sie fortwährend einen anderen Drehpunkt annimmt, und das Packet auf diese Weise eine mehr oder weniger parabolische Bahn, wie in Fig. 3 angegeben, beschreiben mufs, wobei das Seil G bei g2 festgehalten wird und sich gegen einen gekrümmten Prellbock oder gegen auf einander folgende Pfosten g3 legen mufs, so dafs seine effective Länge allmälig vermindert wird. P ist eine Plattform, auf welcher das Packet aufgenommen wird und gleitet, wenn es langsam unter das Tragbrett D gelegt wird.
In beiden Fällen wirkt die Vorrichtung folgendermafsen:
Angenommen, der Postwagen befindet sich in der Stellung No. 1, Fig. 1, und laufe in der Richtung des eingesetzten Pfeiles, so wird der Haken in die Schlinge g1 eingreifen, und das Packet wird gezwungen sein, von dem Wagen weg auf die Plattform P zu schwingen, auf welcher es unter der gemeinsamen Einwirkung der radialen Glieder E G eine krumme Bahn beschreibt, wobei das eine, E, um den mit dem Wagen fortschreitenden Haken F und das andere, G, um den festen Punkt g bezw. die festen Punkte g'2 g3 schwingt; die Folge dieser Bewegungen ist die, dafs, sobald die Stellung No. 2 erreicht ist, das Packet an einer vorwärts schreitenden Bewegung durch das Seil G und gegen nach aufsen gerichtete Bewegung durch das Seil E verhindert und demzufolge in Ruhestellung gebracht wird. In diesem Augenblick schlägt die Schlinge e des Seiles E gegen einen Pfosten /, welcher die Schlinge aus dem Haken F auslöst und so jede Verbindung des Packetes mit dem weiter fahrenden Wagen aufhebt.
Um gegen die Möglichkeit einer zu frühen Auslösung des Hakens c aus der Schlinge g1 gesichert zu sein, können beide Enden des Packetes mit Fangschlingen ausgestattet sein, wie die Fig. 4 und 5 angeben. Das Seil G ist in zwei Theile G1 und G2 gegabelt, und jedes dieser Seilenden kann in einer Schlinge g1 endigen, welche, wie vorher, in solcher Stellung gehalten, wird, dafs sie durch Haken c des Packetträgers erfafst werden mufs, wobei ein Haken an dem vorderen, der andere an dem hinteren Ende jedoch in einer anderen Höhe so angebracht ist, dafs jeder seine für sich bestimmte Schlinge fangen mufs; auch
kann der eine Theil des gegabelten Seiles in einen Haken gl auslaufen, während den anderen Theil eine Schlinge gs trägt und beide Seilenden mit einander durch ein Zugseil ge verbunden sind und in solcher Stellung gehalten werden, dafs sie in die entsprechende Vorrichtung des Packetträgers eingreifen; diese bestehen in diesem Falle aus einem nach vorn gerichteten Horn c1 an dem vorderen und einer seitlich vorstehenden Schlinge c'2 an dem hinteren Ende des Packetträgers; das Horn ist so angeordnet, dafs es bei dem Haken g"* vorbeigeht und in die Schlinge gh eingreift, welche weiter an das Packet heranreicht, als wie der Haken g*, der so nach hinten gebogen ist, dafs er in der Bahn der Schlinge c2 liegt und von dieser erfafst werden mufs; auf diese Weise geschieht die Verbindung des Packetträgers mit beiden Gliedern des Seiles gleichzeitig.
Fig. 6 zeigt einen ähnlichen Apparat, welcher dazu dient, Packete auf laufende Fahrzeuge zu befördern. Die zu der Vorrichtung gehörenden Theile sind in zwei Stellungen dargestellt, der Vorgang ist im wesentlichen umgekehrt, wie der oben beschriebene, d. h. das Packet ist leicht lösbar mit dem Seil G verbunden und auf die Plattform P in der Stellung No. ι gelagert. Das Seil G geht von einem oder mehreren feststehenden Punkten radial aus und ist in seiner Anfangslage gegen den herankommenden Zug gerichtet. Ferner ist mit dem Packet das Seil E verbunden, welches rechtwinklig zu der Bahnrichtung verläuft und in einer Schlinge e endigt, welche durch eine drehbar gelagerte Gabel H in solcher Stellung ausgebreitet gehalten wird, dafs sie durch einen nach vorn gerichteten Haken F, welcher sich auf dem vorderen Ende des Postwagens befindet, gefangen werden mufs; durch diese Anordnung schleift das Packet in krummliniger Bahn auf der Plattform P unter der Einwirkung des Seiles G und mit allmä'hlig beschleunigter Geschwindigkeit, bis es in die Stellung No. 2 kommt, in welcher das Seil G rechtwinklig zu der Bahn des Fahrzeuges steht, und das Packet eine Geschwindigkeit, die der des Zuges gleich ist, erlangt hat und deren Richtung mit der Richtung des Zuges zusammenfällt; hierauf schlägt das Seil G gegen einen Abschlagspfosten /, welcher es von dem Packet loslöst. Das Packet setzt seinen Flug fort und wird unter dem Einflufs des Seiles E, sowie der Centrifugalkraft von der Plattform P durch eine in dem hinteren Theil des Wagens befindliche seitliche Oeffnung in den Wagen hineingezogen.
Die Plattform, P ist ein wenig höher als der Boden des Wagens bezw. die Packetaufnahmevorrichtung in demselben; die Längen der Seile G und E und die Lage ihrer Bewegungsmittelpunkte sind natürlich derartig gewählt, dafs das Packet, wenn es die angegebene Lage erreicht, genau der Wagenöffnung gegenüber kommt und leicht durch dieselbe hindurchgeht.
Das Seil G ist vortheilhaft, wie Fig. 7 zeigt, gegabelt, ein Theil des Seiles endigt in eine Schlinge k, welche mit dem nach rückwärts gebogenen, an dem hinteren Ende des Packetträgers befindlichen Horn kl eingreifen mufs, das andere Ende ist mit einer Klinke ausgestattet, welche in eine an dem vorderen Ende des Packetträgers seitlich hervorragende Schlinge e eingreifen soll; die Klinke besteht aus zwei Theilen mm1; mit dem ersteren ist ein Gelenkglied m2 befestigt, mit welchem wiederum ein Bügel m3 gelenkig verbunden ist, welcher bei seinem Durchgang durch die Schlinge / sich nach rückwärts schlägt und in das gehakte Ende m4 des Gliedes ml eingreift. Die Schlinge Ic und der Theil m sind durch ein Zugseil verbunden, welches ein unbeabsichtigtes Auseinandergehen der Theile und somit ein zufälliges Abwerfen des Packetes auf seiner Flugbahn verhindern soll.
Diese Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Schlägt das Glied ml gegen den Abschlagspfosten J1, so wird es nach rückwärts gedrückt, Wobei der Bügel m3 freigegeben wird, aufspringt und aus der Schlinge heraüsgleitet; schlägt hierauf die Schlinge k gegen den Pfosten J1, so gleitet auch diese von dem Horn kl ab, so dafs das Packet von den Seilen losgelöst ist und sich in dem Wagen befindet.
In der in Fig. 9 bis 12 dargestellten Aufnahmevorrichtung ist eine der radialen Verbindungen, nämlich das Seil G, durch eine feste Führung ersetzt. Die Führung besteht vortheilhaft aus zwei Eisenbahnschienen NN1, welche sich auf der Plattform P1 befinden und zwischen welchen das Packet geführt wird; das Seil E hat dieselbe Aufgabe wie in den vorher beschriebenen Vorrichtungen, d. h. sein Eingriff mit dem Haken F findet statt, wenn der Wagen in der Stellung No. 1 der Fig. 9, 10 und 11 sich befindet. Das Packet wird durch dieses Seil zwischen den gekrümmten Schienen N N1 hinweggezogen (Stellung No. 2 in Fig. 9) und wird hierdurch schliefslich in die in dem hinteren Theil des Wagens befindliche Oeffnung hineingeschoben. Eine solche Anwendung eignet sich vor allem zum Aufnehmen von Packeten, da die parabolische oder ähnliche von dem Packet beschriebene Bahn durch die Form der gekrümmten Führung vorgeschrieben ist und somit immer die gleiche und unabhängig von der Geschwindigkeit des Zuges bleibt; ferner kann die Führung AT1 noch so weit über die Führung N hinaus verlängert werden, dafs sie sich dicht an den Zug heranlegt und somit die Abgabe des Packetes an den Zug
unter allen Umständen vor sich gehen mufs, selbst bei ganz geringer Geschwindigkeit des Zuges, im Gegensatz zu der in Fig. 6 dargestellten Anordnung, in welcher die Abgabe des Packetes, wenn in diesem Augenblick der Zug gerade mit sehr geringer Geschwindigkeit laufen sollte, mit Schwierigkeiten verbunden sein kann; um dies in letzterem Fall jedoch zu vermeiden, kann auch hier unter Beibehaltung des Seiles G noch ein besonderes Führungsstück , ähnlich der Schiene N1, angeordnet werden. In allen beschriebenen Anordnungen sind die Haken FF1 drehbar angeordnet, so dafs sie auch eingezogen werden können, sobald sie nicht gebraucht werden sollen. Fig. 13 zeigt die Verwendung einer festen Schiene, sowie der dazu gehörenden radialen Verbindung an Verrichtungen , welche zur Abgabe der Packete von dem Zug dienen. Hier befindet sich die feste Führung N auf dem Fufsboden des Wagens und endigt in eine seitliche Oeffnung des letzteren; das Packet gleitet nicht zwischen zwei Schienen, sondern ist mit einem Bolzen η versehen, welcher sich vortheilhaft an der einen Ecke des Packetträgers befindet und in die feste Führung eingreift. Die Führung hat in diesem Fall die Gestalt einer Nuth, in welcher der Bolzen während der Bewegung des Packetes zu laufen gezwungen ist.
An der entgegengesetzten Ecke des Packetträgers ist das Seil E befestigt, welches quer durch den Wagen hindurchgeführt wird und in einer Schlinge endigt, welche durch eine drehbar gelagerte Gabel gehalten wird; diese Gabel ist ähnlich der in Fig. 2 gekennzeichneten und hält die Schlinge derartig aus der Seitenwand des Wagens heraus, dafs sie durch den Haken E1 erfafst werden mufs, welcher durch einen in der Station angebrachten Pfosten gehalten wird und mit einem Seil E2 verbunden ist; dieses Seil verläuft gleichfalls rechtwinklig zur Wagenrichtung und ist an einem festen Punkt angeknüpft. Greift nun das Seil E in den Haken E' ein, so dreht sich zunächst das Packet um den Bolzen η und wird dann bei dem Weiterlaufen des Zuges unter der Controle der festen Führung nach rückwärts gezogen, bis der Bolzen an das Ende der Nuth gelangt, aus dieser heraustritt und das Packet auf die Plattform P gelegt wird. Wie in dem zuerst beschriebenen Beispiel wird auch hier das Packet allmählig in der Weise angetrieben, dafs seine Geschwindigkeit im Augenblick der Abgabe fast vollständig aufgehoben ist, und es sich in Bezug auf die Plattform, auf welche es gelegt wird, im Ruhestand befindet.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Ein- und Ausladen von Packeten in in der Fahrt befindliche Eisenbahnfahrzeuge bezw. aus solchen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Packet durch ein zur Fahrrichtung senkrechtes Zugglied gefafst wird, welches unter dem Einflufs eines zweiten Zuggliedes (Seiles) oder eines festen Gleises derartig geführt wird, dafs es allmählig mit beschleunigter oder verzögerter Geschwindigkeit aus der einen Trägheitslage in die andere kommt.
2. Eine Ausführungsform der im Anspruch 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bestehend aus zwei Seilen (E und G), von welchen das eine (E) mit dem in einer an dem vorderen Theil des Wagens befindlichen Oeffnung gelagerten Packet oder dem dasselbe umschliefsenden Träger verbunden und an einen an dem hinteren Theil des Wagens befindlichen Haken (F) angehakt und das andere (G) mit einem festen Punkt (g) auf der Strecke verbunden und rechtwinklig zu der Zugrichtung so gelegt ist, dafs sein freies, mit einer Fangschlinge g1 versehenes Ende durch den Packethaken (c) gefangen wird.
3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher das Packet durch eine beim Anschlagen lösbare Verbindung mit einem an einen festen Punkt und der Zugrichtung entgegengerichteten Seil (G) angehängt und mit einem Seil (E) verbunden ist, welches rechtwinklig zu der Zugrichtung so gelegt ist, dafs sein freies, mit der Fangschlinge (e) versehenes Ende durch den an dem anderen Ende des Wagens angebrachten Haken F1 gefangen wird.
4. Die in Anspruch 2. gekennzeichnete Vorrichtung dahin abgeändert, dafs der Packetträger unter Vermittelung eines Bolzens in einer gekrümmten, in dem Wagen angeordneten Nuthführung geführt und mit einem quer durch den Wagen gelegten Seile (E) verbunden ist, dessen am anderen Ende befindliche Schlinge durch den Haken (E1) gefangen wird.
5. Die in Anspruch 3. gekennzeichnete Anordnung dahin abgeändert, dafs das Packet in einer festen Führung gleitet, die aus zwei Schienen besteht, deren obere (N1) noch bis über die Stelle, an welcher die Abgabe des Packetes geschieht, sich fest an den Zug anlegend, verlängert ist, so dafs ein sicheres Einlegen in den Zug erfolgen mufs.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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