DE675465C - Beseitigung des Haengens der Gichten bei Schachtoefen, insbesondere Hochoefen - Google Patents

Beseitigung des Haengens der Gichten bei Schachtoefen, insbesondere Hochoefen

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DE675465C
DE675465C DEG87394D DEG0087394D DE675465C DE 675465 C DE675465 C DE 675465C DE G87394 D DEG87394 D DE G87394D DE G0087394 D DEG0087394 D DE G0087394D DE 675465 C DE675465 C DE 675465C
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DE
Germany
Prior art keywords
hanging
wind
gates
elimination
blast furnaces
Prior art date
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Expired
Application number
DEG87394D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Ernst Karwat
Dr-Ing Wilhelm Lennings
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Beseitigung des Hängens der Gichten bei Schachtöfen, insbesondere Hochöfen In Schachtöfen entstehen z. B. bei der Eisen- bzw. Phosphorerzeugung oder beim Brennen von Zementklinkern häufig dadurch schwere Betriebsstörungen, daß die Beschikkung im Schacht unregelmäßig niedergeht und schließlich zum Hängen kommt. Um einen hängenden Ofen wieder 2 in Gang zu bringen, pflegt man bei der Eisenerzeugung Z> nach Eintritt der Hängestörung mit kälterem Wind zu blasen. In anderen Fällen, z. B. bei der Zementherstellung, ist diese Maßnahme nicht anwendbar, weil hier von vornherein bereits mit kaltem Wind gearbeitet wird. Man versucht hier den Störungen dadurch zu begegnen, daß man die Schachtwandungen stark kühlt und den Brenns-toff gemeinzi sam mit dem Rohmehl brikettiert.
  • Es wurde gefunden, daß sich das Hängen der Giehten bei Schacht-öfen, die in üblicher Weise mit Wind betrieben werden, überraschenderweisc leicht dadurchbeseitigenläßt, daß man die Sauerstoffkonzentration des Ofenwindes erhöht. Dieser Erfolg war keineswegs vorauszusehen, da in vieler Beziehung, insbes-ondere bezüglich der Wärmeverteilung -#luf Gestell und Schacht, eine Anreicherung des Windes mit Sauerstoff die entgegengesetzten Wirkungen wie eine Herabsetzung der Windtemperatur hervorruft. So ist es bekannt, zu den gleichen Zwecken, zu denen Heißwind benutzt wird, sauerstoff-angereicherten Wind zu verwenden. Man hat also vorgeschlagen, sauerstoffangereicherten Wind an Stelle be- sonders holl#er Windtemperaturen in den Fällen zu verwenden, in denen !eine besonders hohe Schmelzleistung im Gestcll erforderlich bzw. die Schmelzleistung zu gering geworden ist, also z.B. bei der Herstellung einer hochschmelzenden stark- basischen Schlacke von der Zusammensetzung des Portlandzernentes oder wenn der Ofen einzufricren droht, z.B. infolge des Niedergehens von Ansätzen und Staub nach dem Hängen. Da jedoch bekanntlich eine Erhöhung dierWindtemperatur Hängestörungen nicht verritigert, sondern sogar verstärkt, war es keineswegs naheliegend, daß die Anreicherung des Windes mit Sauerstoff, die bezüglich der Scbmelzleistung die gleichen Wirkungen. wie Heißwind hat, im Gegensatz zum Heißwind Hängestörungen beseitigt.
  • Die Erhöhung der Sauerstoffkonzentration gemäß der Erfindung hat gegenüber dem Betrieb mit kälterem Wind den Vorteil, daß bei gleicher Windtemperatur die dem Ge-Z, stell zugeführte Windwärme annähernd dieseIbt. bleibt und infolge der erhöhten Sauerstoftkonzentration die Temperaturen im Gestell und -damit die dort verfügbare Wärinemenge gegenüber dem gewöhnlichen Betricb steigen. Infolgedessen wirken sich auch,49 I i gefürchteten Folgeerscheinungen des .-Häit$ ro ,gens, daß z. B. der plützlich ins Geste31 r#,' dergehende Schachtinhalt: das im Sumpf findliche Eisen und die Schlacken zu gtä#ll abkühlt und bis zum Roligang überfrischt, bei der Beseitigung der H,äligtstöruiig durch Erhöhung der Sauerstoffkonzentration bei weitem nicht so stark ans als bei der Verwendung von kälterem Wind.
  • Die Erklärung für die Gleichartigkeit der Wirkun- von Kaltwind und Sauerstoffanreicherung bei der Beseitigung des Hängens der Gichten dürfte darin zu suchen sein, daß beide Maßnahmen eine VerniChrung der in der Zeiteinheit durch die Düsenquerschnitte gehenden Sauerstoffmengen bewirken. Es ist daher natürlich auch nibglich, zur Beseiti-'g3#ng des Hängens gleichzeitig mit , der SaueretAffanreicherung die Windtemperatur zu senken, Nach der Erfindung beschränkt sich die Anwendung der erhöhten Sauerstoffkonzentration darauf, den Sauerstoff so lange zuzusetzen, wie der Ofen Mingt; alsdann wird mit Luft als Ofenwind weitergearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENT ANS PRUCH - Die Anwendung von mit Sauerstoff an-ZD crereichertr-m Gebläsewind zür Deseiti-unb des Hängens der Gichten bei Schlicht- zD ' '7 I öfen, ingbesondere Hochöfen.
DEG87394D 1934-02-06 1934-02-06 Beseitigung des Haengens der Gichten bei Schachtoefen, insbesondere Hochoefen Expired DE675465C (de)

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DE675465C true DE675465C (de) 1939-05-10

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