DE682985C - Handgeraet mit Rollenelektrode zum elektrischen Punktschweissen von Blechen - Google Patents

Handgeraet mit Rollenelektrode zum elektrischen Punktschweissen von Blechen

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DE682985C
DE682985C DED74865D DED0074865D DE682985C DE 682985 C DE682985 C DE 682985C DE D74865 D DED74865 D DE D74865D DE D0074865 D DED0074865 D DE D0074865D DE 682985 C DE682985 C DE 682985C
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DE
Germany
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welding
roller
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support roller
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DED74865D
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English (en)
Inventor
Gerhard Heim
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Daimler Benz AG
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Daimler Benz AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K11/00Resistance welding; Severing by resistance heating
    • B23K11/06Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Resistance Welding (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Handgerät mit Rollenelektrode zum elektrischen Punktschweißen von Blechen, die auf einer stärkeren, stromleitenden und als Gegenpol dienenden Unterlage liegen.
Es sind für den genannten Zweck ortsveränderliche Schweißvorrichtungen bekannt, bei denen die gesamte Schweiß einrichtung einschließlich Transformator auf einem lenkbaren Wagen aufgebaut ist. Doch ist die Beweglichkeit dieser Vorrichtungen infolge ihres hohen Gewichts und ihres sperrigen Aufbaues stark eingeschränkt, und das Schweißen unregelmäßig verlaufender, in beliebigen Ebenen liegender oder nur von einer Seite aus zugänglicher Verbindungsnähte ist mit ihnen praktisch nicht durchführbar.
Auch sind Handgeräte mit Rollenelektroden zum ununterbrochenen Nahtschweißen bekannt, bei denen der Schweißstrom beiden Rollen durch je ein biegsames Kabel zugeführt wird. Abgesehen von den hohen Stromverlusten, die durch die Art der Stromzuführung entstehen, ist der Arbeitsbereich dieser Geräte auch deswegen verhältnismäßig beschränkt, weil sich bei der bekannten Anordnung die Hauptabmessungen des Gerätes in Richtung der Schweißrollenebene erstrecken und infolgedessen bei langen oder stark gekrümmten Schweißnähten stets irgendwelche Teile des Gerätes gegen die zu verschweißenden Bleche oder deren Aufspannvorrichtung stoßen.
Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Vorrichtungen beseitigt.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die einseitig am Gerät angeordnete Schweißralle von einer ebenfalls einseitig geordneten, ihr gegenüberliegenden Stilt! rolle fest auf die zu verschweißenden BS» gepreßt wird und daß die Stützrolle sich'« . weder gegen die Unterseite der mit eine: Sekundärpol des Schweißtransformators verbundenen Unterlage oder gegen eine mit ίο einem Sekundärpol des Schweißtransformators verbundene, zu der Unterlage parallel verlaufende und von dieser isoliert angeordnete Stromschiene stützt.
In der Zeichnung sind mehrere Äusfüh- «5 rungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Bei dem ersten, in Abb. ι im lotrechten Querschnitt, in Abb. 2 in der Stirnansicht gezeigten Ausführungsbeispiel sind für die Zuführung des Schweißstromes zwei Schienen io und ii, durch eine isolierende Zwischenlage 12 voneinander getrennt, dicht übereinander angeordnet. Auf der oberen Stromschiene ι ο sind die zu verschweißenden Werkstücke 13 und 14 durch bekannte, hier nicht dargestellte Spannvorrichtungen fest aufgespannt.
Jede Stromschiene steht mit einem Pol der Sekundärseite des Schweißtransfo«nators in leitender Verbindung. In einem Gehäuse 15 sind zwei Wellen 16 und 17 drehbar gelagert. Diese sind durch die fest auf ihnen sitzenden Zahnräder 18, 19 zwangsläufig miteinander gekuppelt und außerdem durch ein biegsames Kabel 20 stromleitend miteinander verbunden. Die obere Welle 16 trägt an ihrem äußeren Ende die Schweißrolle 21, die untere Welle 17 eine Stützrolle 22. Auf die obere Welle ist im Innern des Gehäuses außerdem ein Schneckenrad 23 aufgekeilt, welches über eine Schnecke 24 von einem kleinen Elektromotor 25 aus in gleichmäßige Drehung versetzt werden kann. Das biegsame Kabel 20, welches sich mit den Wellen 16 und 17 dreht, ist in einem rohrförmigen Gehäuse 26 angeordnet, dem in der bei Schweißgeräten üblichen Weise durch hier nicht dargestellte Gummischläuche bei 27 Kühlwasser zugeführt wird, welches nach dem Durchfließen des Gehäuses bei 28 wieder abläuft.
Dem Elektromotor 25 wird der Betriebsstrom von üblicher Netzspannung durch ein biegsames Kabel 29 zugeführt, in dessen Umhüllung gleichzeitig auch noch ein weiteres Leiterpaar 30 eingebettet ist, das im Steuerstromkreis für die Schaltschütze des Schweißstromes liegt. Dieses Leiterpaar führt zu einer von dem Motor über ein Vorgelege 31 in gleichmäßige Drehung versetzten Schaltwalze 32, die den Steuerstrotnkreis für die Schaltschütze und damit auch den Schweißstram bei jeder Umdrehung für eine gewisse Zeitspanne schließt, ihn während der übrigen Zeit jedoch geöffnet hält.
Das Verbinden der beiden Werkstücke 13 d 14 durch Punktschweißen erfolgt nun in er Weise, daß das Handgerät in der in der Abb, ι dargestellten Lage angesetzt und hierauf durch Anheben oder Herabdrücken des gleichzeitig den Handgriff bildenden Motors 25 etwas in seiner lotrechten Ebene verkantet wird, wodurch sowohl die Schweißrolle 21 wie auch die Stützrolle 22 fest gegen, ihre Laufflächen. 33 bzw. 34 gepreßt werden.
Nunmehr wird der Motor 25 durch Betätigen des Hebelschalters 35 in Gang gesetzt, so daß die von dem Motor über das Schneckenvorgelege 23, 24 und das Zahnradpaar 18, 19 angetriebenen Rollen 21, 22 auf ihren Laufflächen 33, 34 rollen und dadurch das Gerät langsam und gleichmäßig an den zu verschweißenden Kanten entlang fortbewegen. Hierbei wird durch die Schaltwalze 32 der Schweißstrom in gleichen Zeit- und Wegabständen jeweils für eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne geschlossen. Diese Zeitspanne ist einerseits so gewählt, daß . sie ausreicht, um einen Stromstoß von genügender Schweißleistung durch die Ränder der zu verbindenden Werkstücke zu senden; andererseits ist sie aber auch so kurz, daß die erzeugte Schweißstelle trotz der Weiterbewegung der Schwedßrolle 21 keine größere Ausdehnung hat als diejenige eines üblichen Schweißpunktes. Der Schweißstrom nimmt seinen Weg von der Sekundärseite des Transformators über die Leitschiene 11, die Stützrolle 22, durch die Welle 17, das Kabel 20 und die Welle 16 zur Schweißrolle 21, durchfließt die zu verbindenden Werkstücke 13, 14 und kehrt über die Leitschiene 10 zum Schweißtransformator zurück.
Die zweite, in Abb. 3 im lotrechten Querschnitt, in Abb. 4 im Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten im wesentlichen dadurch, daß hier nur die Schweißrolle von dem Motor 25 über das Schnecken- »» Vorgelege 23, 24 zwangsläufig angetrieben wird, während die Stützrolle 22 lediglich als Schlepprolle ausgebildet ist, ferner durch die Art der Stromführung, und zwar ist auf der Welle 17 der Stützrolle 22 eine Scheibe aus gut stromleitendem Material fest angeordnet. Gegen diese Scheibe stützt sich ein feststehender Kontaktring 41 aus dem gleichen Werkstoff, der durch eine Anzahl von Schrauibenfedern 42 stets mit leichtem Druck an die sich drehende Scheibe 40 angepreßt wird. Mit dem Kontaktring 41 ist ein eben-
solcher Ring 43 durch biegsame Kabel 44 stromleitend verbunden. Dieser Kontaktring wird ebenfalls durch. Schraubenfedjern 42 ständig in satter Anlage mit der Scheibe 45 aus gut stromleitendem Material gehalten, welche auf der Welle 16 der Schweißrolle 21 fest angeordnet ist, sich also' mit dieser dreht. Die Steuerung des Schweißstromes und die Arbeitsweise des Gerätes ist im übrigen die gleiche wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Der Stromweg geht in diesem Falle von der Leitschiene 11 über die Teile 22, 17, 40, 41, 44, 45, 43, 16, 21 durch die Werkstücke 14, 13 zur Leitschiene 10. Selbstverständlich 1S kann im Bedarfsfall auch hier eine zusätzliche Kühlung der vom Durchgang des Schweiß stromes erhitzten Teile des Gerätes vorgesehen werden.
Dadurch, daß bei dieser Ausführungsform. keine zwangsläufige Kupplung zwischen der Schweißrolle und der Stützrolle vorhanden ist, wird einmal das Zahnradpaar 18, 19 des ersten Beispiels gespart, zum andern bleibt eine Änderung des Durchmessers der Schweißa5 rolle durch Abnutzung und Nachschleifen ohne Einfluß auf· die Bewegung der Stützrolle.
Eine dritte Ausführungsform des Gerätes ist in Abb. 5 im lotrechten Querschnitt dargestellt. Hier sind die beiden Leitschienen 10 und 11 für den Schweißstrom nicht übereinander, sondern nebeneinander, und zwar ebenfalls durch eine isolierende Zwischenlage 12 voneinander getrennt, angeordnet. Auch hier wird lediglich die Schweißrolle 50 über das Schneckenvorgelege 23, 24 zwangsläufig angetrieben, während die Stützrolle 51 wiederum nur als Schlepprolle ausgebildet ist. Die Stützrolle, welche in diesem Falle nicht zur Stromleitung dient und daher aus Isolierstoff besteht, wird von einem hülsenförmigen Schieber 52 getragen. Dieser gleitet auf einem fest mit dem Gehäuse 15 des Gerätes verbundenen Vierkantdorn 53 und wird durch eine Schraubenfeder 54 ständig nach oben gedrückt. Die Spannung der Feder ist so- bemessen, daß sie die Stützrolle S1 und damit über das Gehäuse 15 auch 'die Schweißrolle 50 stets mit dem erforderlichen Schweißdruck gegen die Stromleitungsschienen 10, 11 bzw. auf den Rand der beiden Werkstücke 13, 14 preßt. Die Schweißrolle besteht aus einem austauschbaren Teil 55 und einem lösbar mit diesem verbundenen Teil 56. Sie ist auf ihrer Welle 57 kardanisch gelagert, so daß sie selbsttätig etwaige Höhenunterschiede zwischen der Oberkante der Leitschiene 11 und der Berührungsstelle mit dem Werkstück 14 ausgleicht. Dieser Aus-So gleich ist deswegen notwendig, weil in diesem Falle die Schweißrolle allein die Stromleitung von der Schienen zum Werkstück übernimmt. Gleichzeitig wird dadurch auch dann ein einwandfreier Kontakt der Schweißrolle "mit dem Werkstück aufrechterhalten, wenn ,-sich der Durchmesser des Teiles 55 durch Abnutzung und Nachschleifen verringert hat. Das als Lager für die Welle 57 der Schweißrolle dienende Auge 58 des Gehäuses 15 ist bei 59 und 60, von einer waagerechten Mittellinie ausgehend, abgeschrägt, so daß also die Schweißrolle infolge ihrer kardanischen Aufhängung zwar um eine waagerechte Achse schwenken kann, sich jedoch in bezug auf ihre lotrechte Schwenkachse stets in die Riehtung einstellen muß, in der das Gerät vorwärts bewegt wird.
Die beschriebene Ausführung hat den Vorteil eines besonders kurzen Stromweges und einer stets gleichmäßigen Anpressung der Schweißrolle an das Werkstück, unabhängig von der Sorgfalt des Arbeiters.
Eine weitere in Abb. 6- dargestellte Ausführungsform ist ähnlich der vorhergehenden aufgebaut. Die beiden. Leitschienen 10 und 11. sind hier abweichend vom vorigen Beispiel im rechten Winkel zueinander angeordnet, woraus sich die besondere Profilierung der Stützrolle 51 und der Schweißrolleso ergibt. In diesem Fall kann auch die kardanische Aufhängung der Schweißrolle gespart werden, da die unter Federspannung stehende Stützrolle die Schweißrolle stets mit ihrer Ebene in die Richtung der Winkelhalbierenden zwischen den beiden Leitschienen hineinzieht und eine Abnutzung des Randes 61 der Schweißrolle dadurch ausgeglichen werden kann, daß man die SchweißroUe, welche mittels Gewinde auf ihrer Hohlwelle 62 befestigt ist, mehr oder weniger auf die Welle hinaufdreht und durch eine Gegenmutter 63 gegen unbeabsichtigtes Verdrehen sichert.
Die Abb. 6 zeigt gleichzeitig auch eine Ausführungsform der Wasserkühlung an einem derartigen Gerät. Die Wasserzuführung und -ableitung erfolgt in bekannter Weise durch Gummischläuche, die an Rohrstutzen 65 und 66 angeschlossen werden. Das feststehende Zuleitungsrohr 67 führt durch den hohlen Handgriff 68 und durch die Hohl- no welle 62 bis an deren äußeres Ende, wo das Wasser in die Hohlwelle austritt, um nach dem Durchströmen derselben durch den Stutzen 66 wieder aus dem Gerät abzufließen. Eine Dichtung 69 verhindert den Durchtritt des Kühlwassers zwischen der Welle 62 und deren Lager 70 im Gehäusedeckel 71.
Die Abb. 7 zeigt in der Seitenansicht und teilweise im Schnitt eine Ausführungsform, bei der besonderer Wert auf eine sichere Führung des Gerätes und auf stetes Aufrechterhalten eines einwandfreien Kontaktes an
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den Stromübergangsstellen gelegt wurde. Die dem Verschleiß unterworfenen Teile des Gerätes sind hier gut zugänglich angeordnet, so· daß sie jederzeit leicht überprüft und ausgewechselt werden können.
Die Hohlwelle 62 der Schweiß rolle 21 wird wieder von dem Motor 25 über den Schneckentrieb 23,24 zwangsläufig angetrieben. Die Achse 75 der Stützrolle 22 ist in einem U-förmigen Bügel 76 fest eingespannt. Auf ihr ist die Stützrolle leicht drehbar gelagert. Das Ganze wird von einem starken, federnden Bügel77 getragen, der an der Grundplatte 78 des Gehäuses 15 befestigt ist. Dieser federnde Bügel besitzt, wenn sich das Gerät in der Arbeitsstellung befindet, eine solche Vorspannung, daß er die Stützrolle 22 und damit über das Gehäuse 15 und die Hohlwelle 62 auch die Schweißrolle 21 unter den erforderlichen Schweißdruck setzt, wobei kleinere Differenzen im Achsabstand beider Rollen keinen erheblichen Einfluß auf die Höhe dieses Druckes haben. Durch die runde Querschnittsgestaltung der unteren Leitschiene 79 und ent- sprechende Profilierung der Stützrolle 22 wird einerseits eine gute Führung des Gerätes längs der zu schweißenden Werkstückkante erreicht, andererseits wird ein stets gleichmäßig guter Kontakt auch bei Schräglage des Gerätes aufrechterhalten.
Der Stromübergang zwischen der Stützrolle 22 und der Schweißrolle 21 wird durch zwei kräftige, leicht auswechselbar angeordnete Schleifkontakte 80, 81 bewirkt, die durch einen federnden Bügel 82 aus gut stromleitendem Material einerseits mit einer Verlängerung 83 der Stützrolle, andererseits mit der Hohlwelle 62 in stets gleichmäßigem Kontakt gehalten werden. Um zu verhindern, daß die Stirnfläche der Schweiß rolle 21 mit dem aufrechten Schenkel des Werkstückes 14 einen unerwünschten Nebenschluß bildet, ist am Ende der Hohlwelle 62 in deren Bohrung ein pilzförmiger Stopfen 84 aus Isoliermaterial mittels Gewindes eingesetzt. Die Zuführung des Kühlwassers erfolgt wieder durch ein feststehendes Rohr 6y, welches sich weit in das Innere der Hohlwelle hinein erstreckt und zusammen mit dem Kühlwasserablaufstutzen 66 in einer Schraubkappe 85 befestigt ist. Ein am Boden der Schraubkappe angeordneter Dichtungsring 86 wind von dieser gegen die Außenfläche des Wellenendes 87 und gegen die Stirnfläche des Wellenlagers 88 gepreßt, um das Eindringen des Kühlwassers in das Weilenlager zu verhindern.
Bei einer weiteren in Abb. 8 im lotrechten Querschnitt dargestellten Ausführungsform ist nur eine feste Leitschiene 10 vorhanden, auf welche die Werkstücke 13, 14 mit ihren zu verbindenden Rändern aufgespannt werden. Die auf der Hohlwelle 62 lösbar befestigte Schweiß rolle 21 wird auch hier von dem Motor 25 über den Schneckentrieb 23, 24 zwangsläufig angetrieben. Die nicht angetriebene, durch eine Feder 54 ständig fest gegen die Unterseite der Leitschiene 10 gedrückte Stützrolle 51, die in diesem Falle nicht den Schweißstrom leitet, sondern lediglich zum Erzeugen und Aufrechterhalten des notwendigen Druckes an der Schweiß rolle 21 dient, besteht aus einem Isolierwerkstoff. Die ' Leitschiene 10 liegt an dem einen Pol der Sekundärseite des Schweißtransformators, während von dem anderen Pol des Transfermators ein starkes, biegsames Kabel 89 zu einem axial verschiebbar in dem Gehäuse 15 angeordneten Schleifring 90 führt, der sich unter dem leichten Druck mehrerer Schraubenfedern 91 gegen eine sich mit der Hohlwelle 62 drehende Kontaktscheibe 92 legt. Der Schweißstrom geht hier also vom Transformator über das Kabel 89, den Schleifring 90, die Kontaktscheibe 92, die Hohlwelle 62 und die Schweißrolle 21 durch die Ränder der Werkstücke 13, 14 zur Leitschiene 10, um von dort zum Transformator zurückzukehren. Die Wasserkühlung ist in der gleichen Weise ausgebildet wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen. *
In der Abb. 9 ist schließlich eine Einrichtung dargestellt, bei der das an den Werkstücken entlang bewegte Handgerät besonders leicht und einfach gehalten ist. Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß hier der Schweißtransformatof oder zumindest dessen Sekundär spule drehbar aufgehängt ist, und zwar wird der Sekundärteil 93 des Transformators, welcher im Transformatorgehäuse 94 drehbar gelagert ist, durch den am Gehäuse angeflanschten Motor 25 über ein Vorgelege 95 zwangsläufig angetrieben. Die Welle des drehbaren Transformatorteils 93 ist durch ein biegsames Kabel 96 verlängert, welches an den einen Pol der Sekundärwick- i°5 lung des Transformators angeschlossen ist und gleichzeitig als biegsame Welle wirkt, indem es die Drehbewegung des Transformatorteils 93 zwangsläufig auf die Welle 16 der Schweißrolle 21 überträgt. Der andere »« Pol der drehbaren Sekundärseite des Schweißtransformators liegt an einem Schleifring 97, von dem der Schweißstrom durch einen Schleifkontakt 98 abgenommen wird, um über das Kabel 99 der festen Leitschiene 10 zügeführt zu werden, auf der wieder die zu verbindenden Werkstücke 13,14 fest aufgespannt sind. Die Welle 16 der Schweißrolle ist in dem doppelwandigen Gehäuse 100 drehbar gelagert. Der Hohlraum zwischen den Gehäusewänden wird von Kühlwasser durchflossen, das durch Gummischläuche 101, 102 zu- und
abgeleitet wird. Die aus Isolierstoff bestehende Stützrolle 51 dient auch hier wieder nur dem Zweck, unter Vermittlung der Schraubenfeder 54 einen gleichmäßigen Druck an der Schweißrolle 21 zu erzeugen. Die fest in dem Transformatorgehäuse 94 angeordnete Primärwicklung 103 des Transformators erhält den Netzstrom durch die gleiche biegsame Leitung 104, die auch dem Antriebsmotor 25 den Betriebsstrom liefert. Damit der Transformator dem an den Werkstücken entlang wandernden Handgerät zwanglos folgen kann, ist er mit Hilfe einer oder mehrerer Rollen 105 an einer Schiene 106 verschiebbar aufgehängt.
Auch bei dieser Ausführungsform, ebenso wie übrigens auch bei den vorhergehenden Beispielen, ist in dem Gehäuse des Antriebsmotors 25 der gelegentlich des ersten Ausführungsbeispiels erwähnte automatische Schalter zum periodischen Schließen und Öffnen des Steuerstro-mkreises für den Schweißstrom angeordnet. Das Gerät schweißt also nach dem Ingangsetzen des Antriebsmotors durch den Hebelschalter 35 so lange mit zwangsläufigem Vorschub durch, bis der Antriebsmotor und damit der Steuerschalter wieder außer Betrieb gesetzt wird.

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Handgerät mit Rollenelektrode zum elektrischen Punktschweißen von Blechen, die auf einer stärkeren, stromleitenden und als Gegenpol dienenden Unterlage liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die einseitig am Gerät angeordnete Rollenelektrode von einer ebenfalls einseitig angeordneten, ihr gegenüberliegenden Stützrolle fest auf die zu verschweißenden Bleche gepreßt wird und daß die Stützrolle sich entweder gegen die Unterseite . der mit einem Sekundärpol des Schweißtransformators verbundenen Unterlage oder gegen eine mit einem Sekundärpol des Schweißtransformators verbundene, zu der Unterlage parallel verlaufende und von dieser isoliert angeordnete Stromschiene stützt.
2. Handgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißrolle (21) beispielsweise über ein Schneckengetriebe (23, 24) von einem am Gerät angebrachten Elektromotor (25) angetrieben wird, dessen Gehäuse als Handgriff ausgebildet ist und gleichzeitig eine zum Steuern des Schweißstromes dienende Schaltwalze (32) in sich aufnimmt, die ebenfalls Von dem Elektromotor (25) vorzugsweise über ein Reduziergetriebe (31) angetrieben wird.
3. Handgerät nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißrolle (21) und die Stützrolle (22) beispielsweise durch ein Zahnradpaar (18, 19) zwangsläufig miteinander gekuppelt und durch ein biegsames Kabel (20), welches, sich mit den. Wellen (16, 17) der Rollen dreht, stromleitend miteinander verbunden sind.
4. Handgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrolle (22 bzw. 51) am Gerät verschiebbar gelagert ist und unter der Wirkung' einer Feder (54 bzw. 77) steht, welche die Stützrolle mit einer dem Schweißdruck entsprechenden Kraft gegen die Schweißrolle (21 bzw. 50) hin zu verschieben trachtet.
5. Handgerät nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei nebeneinander bzw. im Winkel zueinander angeordneten Leitschienen (10, 11) die Überleitung des Schweißstromes von einer Leitschiene zur anderen durch die gleichzeitig auf dem Werkstück (14) und einer Leitschiene (11) laufende Schweißrolle (50) erfolgt, während die Stützrolle (51) aus Isolierstoff besteht.
6. Handgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißrolle (50) an ihrer Welle (57) kardanisch aufgehängt ist und durch Anschläge (59, 60) an einem nicht drehbaren Teil (58) des Gerätes stets in der Bewegungsrichtung des Gerätes gehalten wird.
7. Handgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei im Winkel zueinander angeordneten Leitschienen (10, 11) die Schweißrolle (50) auf ihrer Welle (62) axial verstellbar ist, um die Abnutzung des auf dem Werkstück (14) laufenden. Teiles (61) der Rolle ausgleichen zu können.
8. Handgerät nach Anspruch i, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung nur einer Leitschiene (10) die Zuführung des Schweißstromes zur Schweißrolle (21) durch ein nachschleifendes Kabel (89) über einen Kontaktring (90) erfolgt, der sich unter Feder- "o druck gegen eine Kontaktscheibe (92) legt, die sich mit der Welle (62) der Schweißrolle dreht.
9. Handgerät nach Anspruch 1, dadurch ' gekennzeichnet, daß bei Verwendung nur einer Leitschiene (10) der Antrieb der Schweiß rolle (21) und die Zuführung des Schweißstromes zu dieser über eine biegsame Welle (96) von dem drehbar aufgehängten Schweißtransformator aus er- iao folgt, der durch einen Elektromotor (25) in gleichmäßige Drehung versetzt wird.
ίο. Handgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich nur der Sekundärteil (93) des Schweißtransformators dreht, während der Primärteil (103) feststeht.
11. Handgerät nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißtransformator (94) an einer Schiene (106) mittels Rollen (105) verschiebbar aufgehängt ist.·
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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