DE684585C - Verfahren zum Veredeln von Wolle - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Wolle

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DE684585C
DE684585C DEH148129D DEH0148129D DE684585C DE 684585 C DE684585 C DE 684585C DE H148129 D DEH148129 D DE H148129D DE H0148129 D DEH0148129 D DE H0148129D DE 684585 C DE684585 C DE 684585C
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wool
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chlorine
goods
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STEPHEN JAMES PENTECOST
WILLIAM NORTON HICKING
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STEPHEN JAMES PENTECOST
WILLIAM NORTON HICKING
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/51Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with sulfur, selenium, tellurium, polonium or compounds thereof
    • D06M11/52Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with sulfur, selenium, tellurium, polonium or compounds thereof with selenium, tellurium, polonium or their compounds; with sulfur, dithionites or compounds containing sulfur and halogens, with or without oxygen; by sulfohalogenation with chlorosulfonic acid; by sulfohalogenation with a mixture of sulfur dioxide and free halogens
    • DTEXTILES; PAPER
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Description

Ή1481 ag
Es wurde gefunden, daß die.· Filzfähigkeit der Wolle durch Behandlung derselben mit Sulfurylchlorid oder dessen Komponenten Schwefeldioxyd und Chlor herabgesetzt wer-
■ 5 den kann. Hierbei kann das Sulfurylchlorid in der Form seines Dampfes oder gelöst oder dispergiert in einer Flüssigkeit, die unter, den gegebenen Anwendungsbedingungen im wesentlichen gegen das Sulfurylchlorid und die
ίο Wolle indifferent ist, vorzugsweise in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel, angewendet werden.
Die Bedingungen, unter denen die Wolle mit Sulfurylchlorid zu behandeln ist, können weitgehend verschieden sein. So kann die Behandlung bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur erfolgen; ferner kann das Wollgut feucht bis trocken sein, und die Behandlungsdauer kann eine kurze oder ausgedehnte sein.
Allgemein wurde gefunden, daß eine Steigerung der Anfangsfeuchtigkeit des Gutes, eine Steigerung der Behandlungstemperatur, eine Steigerung der Konzentration oder der Menge des auf das Gut zur Einwirkung zu bringenden Sulfurylchlorid« und eine Verlängerung der Behandlungsdauer die Wirkung von Sulfurylchlorid begünstigen.
Wenn jedoch mit höher konzentrierten Sulfurylchloridlösungen gearbeitet wird, beispielsweise mit einer 71/2°/0igen Sulfurylchloridlösung, so werden dabei die Epitheln schuppen von der Wollfaser entfernt, und infolgedessen ■ ist das Arbeiten mit derart konzentrierten Lösungen nicht zweckmäßig.
Als Lösungsmittel für das Sulfurylchlorid kommen beispielsweise Mineralölfraktionen, die zwischen 150 bis 2600 sieden, Tetrachlorkohlenstoff, Äther und Trichloräthylen in Betracht.
Es ist an sich bekannt, die Filzfähigkeit von Wolle durch Behandlung mit Chlor in Form von Gas oder Lösungen herabzusetzen. Diese Einwirkung des freien Ghlors auf die Wolle birgt jedoch die Gefahr in sich, die Haltbarkeit der Wolle wesentlich herabzusetzen und die Alkalilöslichkeit der Wolle zu steigern. Diese Nachteile treten jedoch bei der Wollbehandlung mit Sulfurylchlorid nicht auf. _ _
Beispiel 1
9 kg gewöhnliche lufttrockne gewaschene wollne Strickware werden 1 Stunde bei r8° C in eine Lösung aus 0,91 Sulfurylchlorid in 45 1 einer zwischen 150 bis 2600 siedenden Petroleumfraktion getaucht. Die Ware wird
dann herausgenommen und auf einem Flüssigkeitsgehalt von τ,61 abgequetscht. Die entfeuchtete Ware wird mit kaltem Wasser gewaschen, mit einer verdünnten, wässerigen Ammoniaklösung neutralisiert, nochmals mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Beispiel 2 -
9 kg lose Rohwolle werden bei i8° C ίο ι Stunde lang in 45 1 einer Petroleumfra'ktion wie in Beispiel ι mit 0,91 Sulfurylchlorid eingetaucht. Die Wolle wird dann entfeuchtet, mit Wasser gewaschen, mit einer verdünnten; wässerigen Lösung von Natriumcarbonat «5 neutralisiert, nochmals gewaschen und getrocknet. Garne und Waren, die aus dieser Wolle ^hergestellt werden, sind im wesentlichen krumpfrei.
Beispiels
Wollgarnsträhnen werden in einer Kammer aufgehängt, aus der man die Xuft dann mittels einer Vakuumpumpe entfernt. Darauf wird Sulfurylchloriddampf eingeleitet, und man läßt diesen so lange auf das Gut einwirken, bis eine entnommene Probe sich im wesentlichen als nicht verfilzend erweist. Die Wolle wird dann herausgenommen, nachdem man zweckmäßig den Rest an SuIf urylchlorlddampf durch einen Luftstrom aus der Kammer verdrängt hat. Die Wolle wird gewaschen, neutralisiert, nochmals gewaschen und getrocknet.
Beispiel 4
9 kg Wollgarn in Form von Kötzern mit Papierspindeln werden I1Z4 Stünden bei i8° C in. 45 1 einer Petroleumf ra'ktion wie In Beispielι mit 0,9 1 Sulfurylchlorid eingetaucht. Man kann die Flüssigkeit auch in einer geeigneten Maschine zwischen den Kötzern zum Umlauf bringen. Die Kötzer werden dann entfeuchtet und in einem Strom warmer Luft getrocknet.
• Mit Vorteil kann die erfindungsgemäße Behandlung des Wollgutes mit einer Carbonisation verbunden werden, indem man Rohwolle mit anhängenden Verunreinigungen z. B. in eine Lösung von Sulfurylchlorid in einer Petroleumfraktion wie in Beispiel 1 taucht, um sie nichtfilzend zu machen, sie dann entfeuchtet und danach für ungefähr V2 Stunde in eine Kammer mit 85 bis 900C !bringt. Dabei werden die anhängenden Verunreinigungen zerstört und lassen sich durch -dieselben Hilfsmittel, die man sonst gewöhnlieh beim Carbonisieren der Wolle anwendet, entfernen.
Wolle, die gemäß der Erfindung behandelt ist, weist auch eine etwas erhöhte Affinität zu sauren Farbstoffen auf.
Beispiel 5
Wollware bzw. Wollgarn wird in einer Kammer der Einwirkung eines Gemisches aus Schwefeldioxyd und Chlor ausgesetzt oder aber nacheinander in beliebiger Reihenfolge einzeln dem Schwefeklioxyd und dem Chlor. Eingeschlossenes Gas wird durch einen Strom warmer Luft Tjeseitigt und die Ware schließlich gewaschen und getrocknet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    . Verfahren zum Veredeln von Wolle, dadurch gekennzeichnet, daß .dieselbe mit Sulfurylchlorid in Lösung oder In Dampfform oder mit dessen Komponenten Schwefeldioxyd und Chlor "behandelt, danach mit Wasser und bzw, oder mit Lösungen von säurebindenden Stoffen gewaschen wird.
DEH148129D 1935-07-17 1936-07-02 Verfahren zum Veredeln von Wolle Expired DE684585C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB20331/35A GB464503A (en) 1935-07-17 1935-07-17 Improvements in processes for rendering wool materials unshrinkable

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE684585C true DE684585C (de) 1939-12-01

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DEH148129D Expired DE684585C (de) 1935-07-17 1936-07-02 Verfahren zum Veredeln von Wolle

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US (1) US2107703A (de)
BE (1) BE421747A (de)
DE (1) DE684585C (de)
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GB (1) GB464503A (de)
NL (1) NL45468C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1047987B (de) * 1958-01-11 1958-12-31 Zschimmer & Schwarz Chem Fab Verfahren zum Carbonisieren von Mischgeweben

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116536922B (zh) * 2023-05-04 2025-06-10 大连理工大学 一种深共晶溶剂在去除虱卵壳及羊毛防毡化方面的应用

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DE1047987B (de) * 1958-01-11 1958-12-31 Zschimmer & Schwarz Chem Fab Verfahren zum Carbonisieren von Mischgeweben

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GB464503A (en) 1937-04-19
US2107703A (en) 1938-02-08
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