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Beleuchtungseinrichtung mit besonderem Rücklichtanschluß für Fahr-
und Motorräder Gegenstand der Erfindung ist eine Beleuchtungseinrichtung mit besonderem
Rücklichtanschluß für Fahr- und Motorräder.
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Man hat bisher z. B. bei Fahrrädern unter Benützung der bekannten
Fahrradlichtmaschinen gewöhnlicher Bauart die Rücklichtlampe an die gleichen Klemmen
wie das Scheinwerferlicht angeschlossen. Hierbei ergab sich aber der Nachteil, daß
die Stromaufnahme des Rücklichtes auf Kosten des Scheinwerferlichtes erfolgte, so
daß sich trotz der geringen Bemessung der Rücklichtlampe (in der Regel 0,04 Amp.)
eine merkliche Beeinträchtigung der Leuchtkraft der Scheinwerferlampe ergab. Diese
Beeinträchtigung ist durch die hohe Impedanz der Lichtmaschine bedingt, wobei eine
kleine Strommehrentnahme einen starken Spannungsabfall im Gefolge hat. Es sei z.
B. bei einer gewissen Drehzahl die Impedanz der Lichtmaschine gleich 5o Ohm. Der
Glühlampenwiderstand sei 12 Ohm (6 V, 0,5 A) und die EMK (elektromotorische Kraft
= Leerlaufspannung) gleich 31 Volt, so ergibt sich ein Strom von
Bei Parallelschaltung einer Rücklichtgjühlampe von r5o Ohm (6 V, o,oq. A) hat der
äußere Stromkreis einen Widerstand von II,I Ohm. Somit fließt nun ein Strom von
der sich umgekehrt proportional zu den Glühlampenwiderständen in die Lampen teilt.
Es fließt also durch die Hauptlampe nur noch ein Strom von 0,47 A, was je nach Glühlampe
einen Lichtabfall von rund 35°/o zur Folge hat, während die Rücklichtglühlampe 0,037
A erhält. Überdies bricht der Glühfaden der Rücklichtlampe, welcher mit Rücksicht
auf eine geringe Stromaufnahme äußerst dünn sein muß, sehr leicht durch mechanische
Ursachen, wie Stöße u. dgl. Insbesondere aber brennt der Glühfaden der Rücklichtlampe
sofort durch, sobald eine Störung an der Scheinwerferlampe eintritt, da dann das
Rücklicht die gesamte Spannung der fast unbelasteten Lichtmaschine erhält.
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Man hat deshalb zur Beseitigung dieser Nachteile vorgeschlagen, Stromerzeuger
mit zwei getrennten Wicklungen auf einem Anker oder mit zwei getrennten Ankern auf
einer Welle zu verwenden. Es ergeben sich hierdurch neben hohen Herstellungskosten
sehr große Abmessungen für die Lichtmaschine, welche indessen aus praktischen Gründen
eine
bestimmte Größe nicht überschreiten soll. Überdies wird dadurch
der Nachteil des Lichtabfalles der Hauptlichtlampe nicht gänzlich behoben, da eine
gewisse Rückwirkung der einen Wicklung auf die andere unvermeidlich ist.
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Es wurde vorgeschlagen, statt Parallelschaltung die Reihenschaltung
anzuwenden. Gestützt auf das oben erwähnte Rechnungsbeispiel scheint es auf den
ersten Blick, daß dies tatsächlich günstiger ist; denn für gleiche Leistung der
Rückiichtlampe beträgt ihr Widerstand nur o,96 Ohm, somit würde ein Strom von
fließen. Man hätte also nur einen Lichtahfall von ä 0;`o. Diese Lösung scheitert
aber an der Unmöglichkeit, so niedervoltige Glühlampen (o,48 V, o,5 A) anzufertigen.
Der Glühfaden einer solchen Glühlampe würde so kurz, ,daß sich die durch die Trägerdrähte
bedingte Abkühlung bis über seine Mitte erstrecken und er kaum zum Glühen kommen
-würde. Wollte man, um diesen Nachteil zu beheben, dünnere Glühfäden anwenden, so
würden solche Glühbirnen jegliche Überlastbarkeit einbüßen und doch erst bei Nennstrom
genügend glühen. Es bleibt also bei der reinen Reihenschaltung nichts anderes übrig,
als die Leistung der Rücklichtlampe beträchtlich zu erhöhen, was selbstverständlich
nur auf Kosten der Hauptlichtleistung geschehen kann. Dazu kommt noch der Nachteil,
daß, falls durch irgendeinen Umstand die Rücklichtlampe gestört und dadurch auch
das Hauptlicht ausgelöscht wird, ein Weiterfahren für den Radfahrer unmöglich ist,
ja diesen sogar gefährden kann, falls die Unterbrechung in vollster Fahrt eintritt.
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Die genannten Schwierigkeiten werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt,
daß die Rücklichtglühlarnpe an die Sekundärwicklung eines Transformators angeschlossen
ist, dessen Primärwicklung in Reihe mit der Scheinwerferglühlampe geschaltet ist.
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Ein solcher Transformator kann so klein gehalten werden, daß er leicht
in das Lichtmaschinengehäuse mit eingebaut werden kann; er kann aber auch im Scheinwerfergehäuse
oder an irgendeiner passenden Stelle ,des Fahrradrahmens befestigt werden.
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,.."-Dank dieser Anordnung sind Scheinwerfer-#t:id Rücklichtlampe
galvanisch vollständig -öiieinander getrennt, und der Glühfaden der Rücklichtlampe
kann kräftig genug bemessen werden, um ein Schadhaftwerden durch mechanische Stöße
usw. zu verhüten. Die weiter oben berechneten Vorteile der Reihenschaltung können
voll ausgenützt werden, und es ist sogar möglich, die Leistung der Rücklichtlampe
bis auf o,2 Watt herabzusetzen, was also nur noch.'/,5 der Hauptlampenleistung ausmacht,
weil durch den Transformator die Spannung der Rücklichtlampe so angepaßt werden
kann, daß eine möglichst große Ausnützung des Glühfadens gewährleistet ist, ohne
daß dieser an mechanischer Festigkeit einbüßt. Auch wird dank der Strombegrenzungswirkung
der Gesamtanordnung die Gefahr eines Durchbrennens der Rücklichtlampe bei etwa eintretendem
Kurzschluß der Scheinwerferleitung verhindert.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung
in Form eines Schaltbildes veranschaulicht.
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In der Zeichnung bezeichnet D die Fahrradlichtmaschine, in deren Gehäuse
ein Transformator T eingebaut ist. Die Primärwicklung P des Transformators T ist
in Reihe geschaltet mit der Glühlampe L des Scheinwerfers. An die Selcun,lürwiclclüng.S
des Transformators ist die RücklichtglühlampeR angeschlossen, welche eine wesentlich
(z. B. i5ma1) geringere Leuchtkraft hat als das Scheinwerferlicht.