DE68904320T2 - Apparat zum ausrichten von biegsamen druckplatten. - Google Patents
Apparat zum ausrichten von biegsamen druckplatten.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet flexibler Druckplatten und insbesondere auf die Festlegung derartiger Druckplatten auf dem Druckzylinder.
- Die flexiblen Druckplatten, die oft in der modernen Drucktechnik Anwendung finden, müssen auf einem Druckzylinder festgelegt werden, der während des Druckverfahrens benutzt wird. Natürlich muß die Festlegung mit hoher Genauigkeit erfolgen, da das durch die Druckplatte zu erzeugende Bild genau und rechtwinklig auf dem zu bedruckenden Material angeordnet werden muß. Die Erfordernisse hinsichtlich der Genauigkeit werden sogar noch größer, wenn das zu bedruckende Material nacheinander mit verschiedenen Farben bedruckt werden muß. Es ist daher von größter Wichtigkeit, daß derartige flexible Druckplatten so genau als möglich auf dem Druckzylinder angeordnet werden müssen.
- Bisher erfolgte die Positionierung oft durch Hand, wobei die Lage der Druckplatte mit dem Auge beurteilt wurde und, falls notwendig, eine Nachjustierung erfolgte. Oft wurde beispielsweise zur Unterstützung eine auf dem Zylinder befindliche Bleistiftlinie benutzt, derart, daß die anzuordnende Druckplatte parallel hierzu aufgebracht wurde. Es wurden auch drei Drucke durchgeführt, um zu bestimmen, ob die auf den Druckzylindern angeordneten Druckplatten korrekt positioniert sind. Es ist klar, daß dieses Verfahren, welches bisher benutzt wurde, beträchtliche Ungenauigkeiten ergab und daneben sehr zeitaufwendig war.
- Die US-A-3616055 zeigt eine Vorrichtung zur Positionierung einer flexiblen Druckplatte, und die Vorrichtung weist wenigstens zwei Lagemarkierungen auf einem Druckzylinder auf, und es sind Mittel vorgesehen, um den Druckzylinder drehbar abzustützen, und es sind wenigstens zwei Lichtquellen in einer Richtung parallel zur Achse des Druckzylinders beweglich, um wenigstens zwei Lichtmarkierungen auf den Druckzylinder zu projizieren.
- Gemäß dieser Veröffentlichung wird ein quadratisches Muster auf die Platte projiziert, und dieses Muster kann derart angeordnet werden, daß eine Linie davon mit einer Linie, die auf dem Druckzylinder vorhanden ist, zusammenfällt. Danach wird das quadratische Muster auf die Linie des Druckzylinders bezogen und die Druckplatte kann auf das quadratische Muster bezogen werden, so daß es derart angeordnet werden kann, daß die zu druckenden Stellen korrekt relativ zum quadratischen Muster positioniert sind. Die Platte, auf der die Druckplatte vorhanden ist, wird in Vorwärtsrichtung bewegt, und danach wird die Druckplatte auf dem Druckzylinder festgelegt.
- Die US-A-3186060 beschreibt eine Vorrichtung, um eine gekrümmte starre Druckplatte auf dem Druckzylinder anzuordnen. Diese Platten werden dadurch registerhaltig angeordnet, daß die Lage der ersten Druckplatten durch Positionierung zweier Lampen eingeführt wird, derart, daß die Markierungen, die durch die Lampen geschützt sind, mit zwei Marken zusammenfallen, die auf den Druckplatten angeordnet sind. Danach werden die Druckplatten für die anderen Farben derart positioniert, daß die darauf befindlichen Markierungen mit den Markierungen zusammenfallen, die durch die Lampen projiziert werden. Es muß jedoch festgestellt werden, daß hier die Rede von halbzylindrischen starren Platten ist, so daß deren Positionierung nur in zwei Dimensionen stattfinden muß. In Radialrichtung ist die Position der Druckplatte durch den Durchmesser des Zylinders bestimmt.
- Die EP-A-0089015 beschreibt ein Verfahren zur Festlegung einer flexiblen Druckplatte auf einem Druckzylinder, wobei zwei Fernsehkameras vorgesehen sind, von denen jede das Bild der auf dem Druckzylinder zu positionierenden Druckplatte aufzeichnet, und diese Platte wird über einen Monitor beobachtet. Durch Kombination der Signale beider Kameras auf dem Schirm können die Positionierungsworte auf den Druckplatten aufgezeichnet werden, und sie können derart korrigiert werden, daß relevante Bilder ausgerichtet sind, wonach die Druckplatten auf den Druckzylindern festgelegt werden können. Zum Druck mit mehr als zwei Farben werden die Bilder von mehr als zwei Videokameras kombiniert.
- Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung, gemäß welcher die Druckplatten mit hoher Genauigkeit auf dem Druckzylinder festgelegt werden können.
- Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der oben erwähnten Bauart gelöst, welche folgende Teile umfaßt: Mittel, um drehbar den Druckzylinder abzustützen; wenigstens zwei Lichtquellen, die in einer Richtung parallel zur Achse des Druckzylinders beweglich sind, um wenigstens zwei Lichtmarkierungen auf den Druckzylinder zu projizieren.
- Da von den Markierungen Gebrauch gemacht wird, die heutzutage bei fast jeder flexiblen Druckplatte vorhanden sind und die nunmehr benutzt werden, um zu bestimmen, ob die Druckplatten an der richtigen Stelle befindlich sind, kann die Vorrichtung auch in Verbindung mit bereits vorhandenen Druckplatten benutzt werden. Hierdurch wird es möglich, die Druckplatten auf dem Druckzylinder mit einer sehr hohen Genauigkeit festzulegen.
- Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung, teilweise aufgebrochen,
- TEXT FEHLT
- Andruckwalze 18 ausgeglichen werden können. Die Lage der Andruckwalze 18 ist durch zwei Schraubspindeln 20 einstellbar, die gleichzeitig betätigt werden. Beide Spindelwellen 20 werden durch ein Handrad 21, eine Antriebswelle 22 und mehrere Kegelradgetriebe 23 angetrieben. An der Außenseite eines der Joche 19 ist eine Kupplung 24 vorgesehen, mit der beide Walzen gedreht werden können, wenn die Andruckwalze 18 benachbart zum Druckzylinder 5 liegt. Außerdem weist die Andruckwalze 18 einen Antriebsmotor 25 auf, der die Andruckwalze 18 über ein Schneckengetriebe 26 antreibt.
- Im folgenden wird die Arbeitsweise der beschriebenen Vorrichtung veranschaulicht. Zunächst wird die Lage der Markierungen 28 auf der Druckplatte 27 der Steuereinheit 17 eingegeben. Es ist natürlich auch möglich, daß nur die Nummer der Druckplatte 27 eingegeben wird und daß die Steuereinheit 17 einen Speicher aufweist, in dem außer der Nummer der jeweiligen Druckplatten auch die Koordinaten der zugehörigen Markierungen gespeichert sind. Danach bewirkt die Steuereinheit, daß die Motoren 15 die Laserlichtquellen so bewegen, daß die Laserlichtquellen 13 beide eine solche Lage einnehmen, daß die erforderlichen Positionierungsmarkierungen 16 auf dem Druckzylinder 5 in der richtigen Lage projiziert werden.
- Danach kann die Druckplatte 27 derart auf dem Druckzylinder 5 positioniert werden, daß die projizierten Markierungen mit den Markierungen 28 zusammenfallen.
- Wenn diese Stufe erreicht ist, wird die Andruckwalze 18 durch den Motor 25 angetrieben, über den die Kupplung 24 und der Druckzylinder 5 angetrieben werden, und die Druckplatte 27 befindet sich an der richtigen Stelle des Druckzylinders 5. Es ist natürlich möglich, die Rückseite der Druckplatte 27 oder den Umfang des Druckzylinders 5 mit geeigneten Befestigungsmitteln zu versehen.
- Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Druckzylinder 5 vorgesehen, dessen Durchmesser beträchtlich größer ist als der des Druckzylinders 5 gemäß Fig. 1. Außerdem ist gezeigt, daß die Andruckwalze 18 bewegt wird, bis sie benachbart zum Druckzylinder 5 liegt.
- Weiter ist bei diesem Ausführungsbeispiel eine Stange 30 vorgesehen, die sich parallel zur Achse des Druckzylinders 5 erstreckt und auf der eine Wickelrolle 31 einer doppelseitigen Klebefolie angeordnet ist. Auf der Oberseite weist diese Folie eine Schicht aus Schutzpapier auf. Auf einer Stange 32, die ebenfalls parallel zur Achse des Druckzylinders 5 angeordnet ist, befindet sich ein Schneidorgan 33, das längs dieser Stange verschieblich ist und das Stück 34 der doppelseitigen Klebefolie abschneidet, die von der Wickelrolle 31 nach dem Druckzylinder 5 führt.
- Im Schneckengetriebe 26 ist ein Drehwinkelsensor 35 angeordnet, der mit dem Signalgenerator 36 verbunden ist. Der Drehwinkelsensor 35 dient dazu, den Umfang des Druckzylinders 5 zu unterteilen, was von Wichtigkeit ist, um die Anfangsstelle der Druckplatte zu bestimmen, die von einer Anfangs- oder einer Nullstellung des Druckzylinders 5 ausgeht. Außerdem ist dies notwendig, wenn die Druckplatte 27 sich nicht über den gesamten Umfang erstreckt und wenn mehrere Druckplatten 27 über den Umfang angeordnet werden müssen.
- Um eine Lage der doppelseitigen Klebefolie auf dem Druckzylinder 5 abzulegen, erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel die folgende Handhabung: Zunächst wird der Durchmesser des Druckzylinders 5 in den Signalgenerator 36 eingegeben. Natürlich ist es möglich, daß bei Eingabe der Nummer der jeweiligen Druckplatte in die Steuereinheit 17 der Durchmesser, der zu dem entsprechenden Druckzylinder gehört, direkt dem Signalgenerator 36 zugeführt wird.
- Danach werden zwei Positionierungsmarkierungen auf den Druckzylinder 5 mittels der Laserlichtquellen 13 projiziert. Danach wird so viel Folie von der Wickelrolle 31 abgewickelt, daß das freie Ende des Stücks 34 mit den projizierten Positionierungsmarkierungen 16 zusammenfällt. Dann wird die Andruckwalze 18 durch den Motor 15 angetrieben, wobei auch der Druckzylinder 5 über die Kupplung 24 und das Zahnrad 29 angetrieben wird, das am Druckzylinder angeordnet ist, so daß die Folie am Druckzylinder 5 fixiert wird. Dies wird fortgesetzt, bis der Signalgenerator 36 ein Signal liefert, das den Motor 25 anhält.
- Dann wird das Folienstück 34 durch das Schneidorgan 33 abgeschnitten, und danach wird der Andruckvorgang mittels des Motors 25 fortgesetzt, bis das abgeschnittene Stück 34 vollständig auf dem Druckzylinder aufliegt.
- Die Dimensionierung des Schneidorgans 33 und der erforderliche Drehwinkel des Druckzylinders 5 und demgemäß der Andruckwalze 18, was durch den Drehwinkelsensor 35 festgestellt wird, sind derart, daß das abgeschnittene Folienstück 34 genau über den Umfang des Druckzylinders 5 paßt. Hierdurch wird vermieden, daß ein Teil des Druckzylinders mit einer doppelten Folienlage bedeckt ist und daß sich ein Schlitz in der Folienlage bildet. Danach kann die Schutzpapierschicht von der Folie abgezogen werden, und die Druckplatte kann mittels eines Verfahrens fixiert werden, welches in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben wird.
- Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung werden Laserlichtquellen benutzt, da die von diesen Lichtquellen abgestrahlten Strahlen parallel zueinander verlaufen, so daß auch bei Druckzylindern mit unterschiedlichem Durchmesser eine Projektion genügend fokussiert werden kann, um die erforderliche Genauigkeit zu erhalten. Wenn Druckzylinder mit einem einzigen Durchmesser Anwendung finden, genügen auch klassische nicht-kohärente Lichtquellen.
- Es ist auch möglich, Videokameras vorzusehen und die projizierten Lasermarkierungen aufzuzeichnen und diese über eine Wiedergabevorrichtung in größerem Maßstab wiederzugeben. Hierdurch wird es möglich, kleine Mißausrichtungen der Druckplatte in größerem Maßstab darzustellen, so daß die Positionierung noch genauer stattfinden kann.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Ausrichten einer flexiblen
Druckplatte (27) mit wenigstens zwei Ausrichtmarkierungen
(28) auf einem Druckzylinder (5), wobei die Vorrichtung
folgende Teile umfaßt:
- Mittel (3, 4), die den Druckzylinder (5) abstützen;
- wenigstens zwei Lichtquellen (13), die in einer
Richtung parallel zur Achse des Druckzylinders (5) beweglich
sind, um wenigstens zwei Lichtmarkierungen (16) auf den
Druckzylinder zu projizieren,
gekennzeichnet durch:
- einen Speicher (36) zur Speicherung der Koordinaten der
Markierungen (28) auf den Druckplatten (27);
- eine Steuereinheit (14, 15, 16) zur Steuerung der
Bewegung der Lichtquellen (13) in Abhängigkeit von den
Koordinaten der Markierungen (28) auf einer Druckplatte, die
im Speicher (36) vorhanden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch einen Drehwinkelsensor (35), um dem
Signalgenerator (36) ein Signal zu liefern, das die
Winkelstellung des Druckzylinders (5) angibt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2,
gekennzeichnet durch eine Antriebseinheit (18, 25, 26), um
den Druckzylinder (5) in Stellungen zu drehen, die von der
Steuereinheit (26) bestimmt werden, und zwar in Abhängigkeit
von der Nummer der auf dem Druckzylinder (5) zu montierenden
Platten (27), von der Größe jener Druckplatten (27) und von
der Lage der Markierungen (28) auf den zu montierenden
Druckplatten (27).
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Kamera
vorgesehen ist, die auf jede Ausrichtmarkierung (16)
gerichtet ist, und daß wenigstens ein Monitor vorgesehen
ist, der das Bild der Kamera wiedergibt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch zwei bewegliche Träger (3, 4) für den
Druckzylinder (5), welche beweglichen Träger (3, 4) parallel
zur Achse des Druckzylinders (5) beweglich sind, und
gekennzeichnet durch eine Andruckwalze (18), die bis in die
Nähe des Druckzylinders (5) beweglich ist, und ferner
gekennzeichnet durch eine Antriebseinheit (24, 25, 26, 29)
für den Druckzylinder (5) und die Antriebswalze (18), die
beide gleichzeitig angetrieben werden.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Stange (30), die parallel zur
Achse des Druckzylinders (5) verläuft, um eine
Aufwickelrolle (31) mit doppelseitiger Klebefolie zu lagern,
wobei ein Schneidorgan (33) parallel zu der Welle (30)
beweglich und in einem festen Abstand hierzu angeordnet ist,
und ferner gekennzeichnet durch einen Drehwinkelsensor (35)
zur Messung des Drehwinkels des Druckzylinders (5), und
gekennzeichnet durch einen Signalgenerator (36) zur
Erzeugung eines Signals, wenn der Drehwinkelsensor (35)
einen vorbestimmten Drehwinkel registriert hat, wobei die
Anordnung derart ist, daß das Folienstück (34), das durch
das Schneidorgan (33) abgeschnitten wird, gleich ist dem
Umfang des betreffenden Druckzylinders (5).
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