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Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches
Mehrfachleiterkabel, bei dem jeder Leiter abzweigend an einen
elektrischen Kontakt angeschlossen werden kann, ohne daß das
Kabel durchgetrennt werden muß, wobei solche Anschlüsse in
vorbestimmten Zonen des Kabels hergestellt werden, wobei die
Zonen relativ zur Länge, die zwei aufeinanderfolgende Zonen
trennen, kurz sind und wobei alle Leiter parallel zueinander
verlaufen und in einer Ebene liegen.
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Die Anmelderin hat bereits in ihrer französischen
Patentanmeldung Nr. 8 808 141 vom 17. Juni 1988
(veröffentlicht nach dem Anmeldedatum der vorliegenden Anmeldung), ein
Mehrfachleiterkabel mit Schleifen vorgeschlagen, die für
abzweigende Anschlüsse bestimmt sind und einen oder mehrere
elektrische Leiter aufweisen, die in einer Hülle vereinigt
sind, welche von einer Stelle des Kabels zur anderen seitliche
Schleifen aufweist, die aus Überlängen bestimmter Leiter
bestehen, die aus der Hülle austreten und für abzweigende
Anschlüsse bezüglich zur Verlegungsrichtung des Kabels zur
Verfügung stehen.
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Ein solches Kabel bietet allerdings keinen sehr guten
Schutz für die schleifenförmig in den Anschlußzonen
befindlichen Leiter, da sich die Leiter in diesen Zonen außerhalb der
Umhüllung des Kabels befinden.
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Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein
elektrisches Kabel zu schaffen, das das abzweigende Anschließen der
Leiter an elektrische Kontakte, beispielsweise an die
Isolation durchschneidende Kontakte ermöglicht, aber in den
Anschlußzonen einen besseren Schutz der Leiter dadurch bewirkt,
daß sie nicht aus der Hülle austreten.
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Das Kabel gemäß der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß in jeder Anschlußzone:
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a) zusätzlich zu den mit einer Isolation umhüllten Leitern ein
nicht isoliertes Leiterelement vorhanden ist, das die
elektrische
Kontinuität der Abschirmung zu beiden Seiten der
Anschlußzone sowie die Möglichkeit gewährleistet, die
Abschirmung abzweigend an einen elektrischen Kontakt anzuschließen;
und
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b) die isolierten Leiter und das nichtisolierte leitende
Element relativ zueinander in genauen und vorbestimmten Abständen
angeordnet sind.
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Das Kabel besitzt vorzugsweise noch mindestens eines
der nachfolgenden Merkmale:
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- es weist weiter mindestens in den Anschlußzonen ein
isolierendes Element auf, das zwischen dem nichtisolierten
Leiterelement und den isolierten Leitern eine Trenneinlage bildet;
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- das nichtisolierte Leiterelement ist zwischen den beiden
isolierten Leitern angeordnet;
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- das nichtisolierte Leiterelement ist an einem Ende der
ausgerichteten Leiter angeordnet;
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- es ist mit einem isolierenden Überzug versehen, der eine
Ortsmarkierung der Anschlußzonen aufweist oder der aus
durchscheinendem Material besteht.
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Nachfolgend werden beispielshalber und unter
Bezugnahme auf die Figuren der beigefügten Zeichnung erfindungsgemäße
Kabel beschrieben, nämlich ein Kabel, dessen Leiter außerhalb
der Anschlußzonen verdrillt sind, und ein Flachkabel.
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Fig. 1 stellt das allgemeine Aussehen eines Kabels
gemäß der Erfindung dar, das in Abständen Anschlußzonen
aufweist;
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Fig. 2 zeigt einen Axialschnitt, der außerhalb einer
Anschlußzonen, durch ein abgeschirmtes Kabel geführt ist,
wobei das Kabel aus mehreren verdrillten Leitern besteht;
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Fig. 3 stellt das gleiche Kabel im Querschnitt dar,
der außerhalb der Anschlußzone verläuft;
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Fig. 4 stellt das gleiche Kabel im Axialschnitt dar,
der in einer Anschlußzone liegt;
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Fig. 5 stellt das gleiche Kabel im Querschnitt dar,
der in einer Anschlußzone liegt;
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Fig. 6 stellt im Axialschnitt eine Variante des
gleichen abgeschirmten Kabels dar, bei dem das nichtisolierte
Leiterelement außerhalb der isolierten Leiter angeordnet ist;
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Fig. 7 stellt eine Variante der Fig. 6 im Querschnitt
dar;
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Fig. 8 stellt einen Axialschnitt außerhalb einer
Anschlußzone eines abgeschirmten Flachkabels dar;
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Fig. 9 stellt das Flachkabel der Fig. 8 im Querschnitt
außerhalb einer Anschlußzone dar;
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Fig. 10 stellt im Axialschnitt eine Anschlußzone eines
abgeschirmten Flachkabels dar;
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Fig. 11 stellt die gleiche Anschlußzone im Querschnitt
dar; und
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Figuren 12 und 13 stellen im Axialschnitt bzw. im
Querschnitt ein Flachkabel dar, bei dem das nichtisolierte
Leiterelement in einem genauen Abstand zu den anderen Leitern
gehalten wird.
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Gemäß Fig. 1 weist das Kabel gemäß der Erfindung
durchlaufende Zonen 1, und in Abständen Anschlußzonen 2 auf,
wobei die durchlaufenden Zonen Längen von 0,1 m bis 10 m und
die Anschlußzonen Längen im Millimeter- bis Zentimeterbereich
besitzen. Die Längen der durchgehenden Zonen zwischen zwei
Anschlußzonen können, je nach dem vorgesehenen Anschlußplan,
gleich oder unterschiedlich groß sein.
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In den Figuren 2 und 3 enthält die durchlaufende Zone
eines Kabels mit verdrillten Leitern zwei isolierte Leiter 3
und 4, eine metallische Abschirmung 6 und eine Isolierhülle 7.
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Gemäß dem Stand der Technik kann die elektrische
Abschirmung entweder aus einem Rohr, das aus einem Metallband
hergestellt ist, oder aus einem Kunststoffrohr bestehen, das
auf einer seiner Seiten oder auf beiden Seiten mit Metall,
entweder einem Zopf oder einem Gespinst oder einem
Metallfadengewebe umkleidet ist.
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Im ersten Falle ist es üblich, daß entlang des Kabels
ein die Abschirmung berührender Ladungsableiter 5 verlegt ist,
um ein bequemes Anschließen der Abschirmung an elektrische
Kontakte an den Enden oder entlang des Kabels zu ermöglichen.
Der Ladungsableiter, der nicht mit einer Isolierung umhüllt
ist, kann aus einem einzelnen Litzendraht oder aus mehreren,
miteinander verdrillten Litzendrähten bestehen.
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Obwohl es nicht häufig vorkommt, kann man die gleiche
Anordnung auch im zweiten Falle anwenden, bei dem die
Abschirmung aus einem Zopf, einem Gewebe oder einem metallischen
Gespinst besteht. Die Figuren 2 und 3 zeigen einen solchen
Ladungsableiter, doch ist die Erfindung unabhängig davon auf
jedes abgeschirmte Kabel anwendbar, ob es nun mit einem
Ladungsableiter ausgerüstet ist oder nicht.
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Die Figuren 4 und 5 stellen eine Anschlußzone gemäß
der Erfindung bei einem Kabel dar, dessen Abschirmung aus
einem metallischen Zopf besteht, der durch einen
Ladungsableiter 5 vervollständigt ist.
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In der Anschlußzone sind die Zopfelemente zu einem im
wesentlichen drahtförmigen Leiterelement 8 verdichtet, gegen
das der Ladungsableiter 5 anliegt.
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Wenn das Kabel mit einer Abschirmung versehen ist, die
aus einem Band hergestellt ist, kann das Leiterelement 8 ein
Element sein, das mit seinen Enden an die Endabschnitte der
Abschirmung zu beiden Seiten der eigentlichen Anschlußzone
angesetzt ist. Es kann auch aus einem einzelnen
Ladungsableiter 5 bestehen, wenn das Kabel mit einem solchen Leiter
versehen ist.
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Die Leiter sind in gleicher Ebene mit dem
Leiterelement 8 ausgerichtet, das zwischen den Leitern (Figuren 4-5),
oder außerhalb derselben (Figuren 6-7) angeordnet ist. Der
Ladungsableiter 5 bleibt, sofern er vorhanden ist, in Kontakt
mit der Leiterelement 8, das die Elemente der Abschirmung 6
verbindet.
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Die Fig. 8 und 9 stellen die durchlaufende Zone eines
Flachkabels dar, bei dem die Leiter 3, 4 nebeneinander im
Inneren der Abschirmung 6 und der Isolierhülle 7 angeordnet
sind. In diesem Falle besteht die Abschirmung vorzugsweise aus
einem Zopf oder einem metallischen Gespinst, wobei es keinen
Ladungsableiter gibt. Man kann aber auch eine Abschirmung
vorsehen, die aus einem Band hergestellt und gegebenenfalls
mit einem Ladungsableiter vervollständigt ist.
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In einer Anschlußzone eines solchen Kabels, wie sie in
den Figuren 10 und 11 dargestellt ist, verbindet das zwischen
den isolierten Leitern 3, 4 angeordnete Leiterelement 8 die zu
beiden Seiten der Anschlußzone gelegenen beiden Enden der
Abschirmung. Das Element ist durch Verdichten der leitenden
Elemente des Zopfes gebildet.
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Die Erfindung wurde bisher unter Bezugnahme auf Kabel
mit zwei isolierten Leitern als Beispiel beschrieben. Im
Rahmen des fachmännischen Könnens kann die Erfindung natürlich in
gleicher Weise auch auf Kabel mit mehreren isolierten Leitern,
oder auf Kabeln mit einem oder mehreren nichtleitenden
Elementen angewandt werden, die allgemein als Füll- oder
Trenneinlage bezeichnet werden.
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Ein solcher Fall ergibt sich manchmal bei Flachkabeln,
wo eine solche Trenneinlage am Rande der Lage isolierter
Leiter eingefügt werden kann, um einen genauen Abstand zwischen
dem Ladungsableiter, der nicht mit einer Isolation umhüllt
ist, und dem benachbarten isolierten Leiter einzuhalten. Die
Trenneinlage kann nur in die Anschlußzonen eingefügt oder auch
durchlaufend im Kabel vorhanden sein. Die Figuren 12 und 13
zeigen ein Kabel, bei dem die Trenneinlage 9 sowohl in den
Anschlußzonen, als auch im vollen Kabel vorhanden ist.
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Bei den Anschlußzonen der Figuren 10 und 11 ist es in
gleicher Weise möglich, genaue Abstände des Leiterelementes 8
zu den isolierten Leitern 3, 4 einzuhalten, indem nämlich eine
Trenneinlage an jeder Seite des Leiterelementes 8 eingefügt
wird.
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Die genannten Maßnahmen ermöglichen es, die Anschlüsse
aller leitenden Elemente mit Hilfe von Anschlußsystemen
einzurichten, die eine genaue Teilung zwischen den Kontakten
einhalten.
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Kabel gemäß der Erfindung sind besonders für den
Aufbau von Informatiknetzen geeignet, bei denen entlang der
Leitungen häufig Geräte hinzugefügt oder weggenommen, oder
positionsmäßig versetzt werden müssen. Dabei müssen diese
verschiedenen Eingriffe durchgeführt werden, ohne den Betrieb der
anderen Geräte zu unterbrechen oder auch nur vorübergehend zu
stören.