DE68909377T2 - Verfahren und Vorrichtung für die Herstellung von Textilvlies. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung für die Herstellung von Textilvlies.

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DE68909377T2 DE89870185T DE68909377T DE68909377T2 DE 68909377 T2 DE68909377 T2 DE 68909377T2 DE 89870185 T DE89870185 T DE 89870185T DE 68909377 T DE68909377 T DE 68909377T DE 68909377 T2 DE68909377 T2 DE 68909377T2
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Produktionsstrecke für Textilvlies, welches durch Nadelung erhalten wird.
  • Eine Produktionsstrecke für Vlies durch Nadelung umfaßt im allgemeinen die folgenden Maschinen:
  • - eine Karde
  • - eine Aufbreit- oder Ausbreitmaschine
  • - eine Vor-Nadelungsmaschine
  • - eine oder mehrere Nadelungsmaschinen
  • - eine Wickeleinrichtung
  • - spätere Produktionsstufen, z.B. Schlichten, Latexierung, u.s.w...
  • Aufgabe der Karde ist es, am Anfang aus individuellen Fasern eine leichte Faserschicht zu erzeugen, die kohärent aber brüchig ist.
  • Aufgabe der Aufbreiteinrichtung ist es, diese Faserschicht in mehreren, übereinandergelegten und fortschreitend versetzten Schichten derart abzulegen, daß ein ausgebreitetes Material oder ein Vlies mit höherem Flächengewicht erzeugt wird, siehe z.B. GB-A-1 099 594.
  • Aufgabe der Nadelungseinrichtungen ist es, dieses ausgebreitete Material durch gegenseitige Durchdringung der Fasern und der Schichten zu verfestigen. Mit zahlreichen vertikalen Nadeln versehene Elemente schlagen regelmäßig auf das ausgebreitete Fasermaterial von oben nach unten, welches horizontal unterhalb dieser Nadelelemente vorbeizieht. Die Fasern der oberen Schichten werden durch die Nadeln zu den unteren Schichten befördert, wodurch sich ein Verfilzungseffekt ergibt, der dem ausgebreiteten Material eine größere Festigkeit vermittelt, wobei diese Festigkeit stark von der der Eindringdichte der Nadeln in dem Vlies abhängt.
  • Der Wickler nimmt das genadelte Erzeugnis auf und bringt es in die Form von Rollen, welche zum Transport zu den späteren Stufen der Produktion geeignet sind.
  • Bei der Nadelung des von der Aufbreitmaschine gelieferten Vlieses wird dieses Vlies Veränderungen auf dem Niveau der Verteilung der Fasern unterzogen.
  • So nimmt die Volumendichte in dem Maße der Nadelung in einem solchen Sinne zu, daß die Dicke des Vlieses durch die gegenseitige Durchdringung der Fasern der verschiedenen Schichten stark verringert wird.
  • Bei Untersuchungen wird häufig eine andere Art von Deformation festgestellt, nämlich eine ungleiche endgültige Verteilung über die Breite des Vlieses. So bemerkt man, daß das Flächengewicht des Vlieses am Ausgang der letzten Nadelungsmaschine im Zentrum des Vlieses geringer ist, als an den Rändern und daß bei Stichprobennahme des Vlieses über die ganze Breite des Erzeugnisses die das Stichprobengewicht als Funktion der Position über der Breite des Vlieses darstellende Kurve die Form eines mehr oder weniger regelmäßigen V hat. Die tatsächliche Form dieser Kurve, welche wir im folgenden als V-förmige Kurve bezeichnen werden, hängt offensichtlich von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Typ der Fasern, Gewicht des Vlieses, Dichte der Nadelung u.s.w. ...
  • Der bekannte Nachteil dieser Deformation des Vlieses besteht darin, daß das Vlies abhängig von seinem Flächengewicht verkauft wird und daß der Käufer als Grundlage des Preises häufig das Minimalgewicht betrachtet, welches bei vorgewaschenen Stichproben über die Breite des Vlieses erhalten wird. Damit folgt er dem Kriterium, daß zusätzliches Material häufig einer Verbesserung des Erzeugnisses entspricht und daß dieses deshalb nur von den leichtesten Bereichen des Erzeugnisses abhängig verkauft werden kann; ohne diese Einstellung könnten die leichtesten Bereiche als schwache Stellen betrachtet werden und also als Mängel des Erzeugnisses, welches also nicht der ersten Qualität angehören würde.
  • Indem das Gewicht der leichtesten Bereiche als das Normalgewicht des Erzeugnisses betrachtet wird, stellt das in den anderen Bereichen vorhandene Material, dessen Gewicht größer ist als dasjenige der leichtesten Bereiche, für den Erzeuger verlorenes Material dar, da er es nicht in den Verkaufspreis einbringen kann.
  • Die am Ende der Produktionsstrecke erhaltene V-Form ist also eine Ursache für eine Rentabilitätsverringerung des Verfahrens, so daß die Hersteller offensichtlich versuchen, diese V-Form auf ein Minimum zu verringern, ohne dieses jedoch perfekt zu beherrschen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, den Herstellern ein zusätzliches und wirksames Mittel zum Verringern der Materialverluste zur Verfügung zu stellen, indem eine bessere bereichsweise Gleichförmigkeit des die Nadelungsmaschinen verlassenden Erzeugnisses geschaffen wird.
  • Das Verfahren besteht darin, durch die Karde und die Aufbreitmaschine gewollt ein Vlies zu erzeugen, dessen Gewicht über die Breite annähernd invers zur Verteilung des Gewichts variiert, welche man am Ausgang der Nadelungseinrichtungen in dem herkömmlichen Verfahren erhält.
  • Man versucht mit anderen Worten, am Ausgang der Ausbreitmaschine ein Vlies zu erhalten, welches im Zentrum dicker ist als an den Rändern, dessen Kurve des Gewichts der über die ganze Breite genommenen Stichproben ein Aussehen in der Form eines inversen V hat, welche Kurve wir im folgenden als invers-V-förmige Kurve bezeichnen werden.
  • Auf diese Weise wirkt die durch den Nadelungsvorgang hervorgerufene Deformation der Gewichtsungleichmäßigkeit entgegen, die man willentlich in der Aufbreitmaschine erzeugt hat, wobei sich diese zwei Effekte, wenn sie sich auch nicht gegenseitig auslöschen, wenigstens voneinander subtrahieren. Das Ergebnis ist also ein regelmäßiges genadeltes Vlies, welches glatter ist als bei den herkömmlichen Systemen.
  • Im folgenden wird die Art und Weise der Durchführung der Erfindung erläutert.
  • Figur 1 zeigt im Schnitt den Ausgang einer Karde und die Bahn einer Aufbreitmaschine.
  • Figur 2 zeigt in Draufsicht die Anordnung der zum Bilden des Vlieses am Ausgang der Aufbreitmaschine von der Karde gelieferten Schichten.
  • Figur 3 zeigt die Entwicklung der Kurve des Flächengewichts des Materials über die Breite des Vlieses nach den unterschiedlichen Maschinen der Produktionsstrecke bei dem herkömmlichen Verfahren.
  • Figur 4 zeigt die Kurve der Flächengewichte am Ausgang der Aufbreitmaschine, welche beim erfindungsgemäßen System erhalten wird, sowie die theoretische Entwicklung dieser Kurve nach den Nadelungsmaschinen.
  • Figur 5 zeigt das Prinzip des erfindungsgemäßen Systems.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann wie folgt beschrieben werden.
  • In Figur 1 ist ein Schnitt des Ausgangs einer Karde 1, einer im Textilbereich wohlbekannten Maschine, gezeigt. Die letzte Trommel 2 ist der Abnehmer, der die Endfaserschicht 3 der Karde liefert, welche Faserschicht von dem Abnehmer 2 durch den Abschlagkamm 4 abgelöst wird.
  • Diese Faserschicht wird auf einem Transportband 5 abgelegt, welches diese bis zur Aufbreitmaschine 6 befördert. Diese führt die Faserschicht mittels anderer Transportbänder 7 entsprechend einer Bahn von der es in der Industrie verschiedene Varianten gibt, zu einem anderen Transportband 8, welches unter den Transportbändern 7 angeordnet ist und dessen Förderrichtung 11 (Fig. 2) in einem Winkel von 90º zu derjenigen 10 der Transportbänder 7 verläuft.
  • Die Führungszylinder 9 bewegen sich abwechselnd von dem Extrempunkt A zum Extrempunkt B des Transportbands 8.
  • Figur 2 zeigt, wie die Schichten auf dem Transportband 8 abgelegt werden. Die Anzahl der von den Zylindern 9 durchlaufenen Hin-und-Her-Bewegungen während des Fortschreitens des Transportbands 8 von C nach D ist eine ganze Zahl, derart, daß die Ränder der aufeinanderfolgenden Schichten übereintreffen und daß das Vlies in jedem Punkt ein gleiches Gewicht aufweist.
  • Eine bestimmte Überdicke kann bei den Rändern des Vlieses bei den Randpunkten E und F vorhanden sein wegen der Tatsache, daß die Zylinder 9 während der Umkehr bei diesen Extrempunkten eine Abbremsen und dann ein Beschleunigen der Translation durchlaufen, während die Drehung konstant bleibt.
  • Dieser in der Industrie bekannte Mangel ist nicht Gegenstand dieser Erfindung und wird im folgenden vernachlässigt: Man betrachtet nur den zentralen Bereich, der den überwiegenden Hauptteil des Erzeugnisses darstellt, in welchem das Flächengewicht bei der herkömmlichen Technologie konstant ist.
  • Wenn man ein Band im die Aufbreitmaschine verlassenden Vlies 12 orthogonal zur Fortschreitrichtung 11 dieses Vlieses ausschneidet und man dieses Band in Stichproben gleicher Abmessung zerschneidet und diese Stichproben wiegt und eine Kurve aufnimmt, deren Abszisse die Position der Stichprobe über der Breite des Vlieses darstellt und deren Ordinate das Gewicht der Stichprobe darstellt, erhält man eine Kurve, wie sie in Figur 3 als 3.1 gezeigt ist.
  • Wenn man diesen Vorgang auf das die Vornadelungseinrichtung verlassende Vlies anwendet, erhält man eine Kurve, wie sie in Figur 3 als 3.2 gezeigt ist. Am Ausgang der Nadelungseinrichtung weist die beobachtete Kurve eine typische Form auf, wie sie in Figur 3 als 3.3 gezeigt ist.
  • Obgleich es kaum bekannt ist, wird die Ursache dieses Phänomens der folgenden Tatsache zugeschrieben. Eine bestimmte Spannung ist notwendig, um das Vlies quer zu einer Nadelungseinrichtung zu ziehen. Diese Spannung wird einerseits von einer Verlängerung des Vlieses in der Fortschreitrichtung begleitet und andererseits von einer folgenden Einschnürung des Vlieses in der orthogonalen Richtung, so wie es für alle einer Zugspannung unterzogenen Körper der Fall ist.
  • Je näher eine Faser an den Extrempunkten E oder F des Vlieses liegt, desto freier und deshalb weniger gut ist sie in den Kern des Vlieses integriert; desto mehr neigt diese Faser also dazu, wegen der Zugspannung zum Zentrum zu wandern. Die Kompression und deshalb die seitliche Verdichtung des Vlieses wird also immer stärker, je weiter man sich vom Zentrum des Vlieses entfernt. Das Flächengewicht des Vlieses vergrößert sich also, je weiter man sich vom Zentrum des Vlieses zu seinen Rändern begibt, woraus die Gewichtskurven von Figur 3 folgen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, am Ausgang der letzten Nadelungseinrichtung eine konstante Gewichtsverteilung über die Breite des Vlieses herzustellen.
  • Zu diesem Zweck wird gewollt eine periodische Variation des Gewichts der die Karde verlassenden Faserschicht derart erzeugt, daß am Ausgang der Aufbreiteinrichtung ein Vlies erhalten wird, dessen Gewicht im Zentrum größer ist als an den Rändern. Das Ziel ist es, auf dem Transportband 8 ein Vlies zu erhalten, dessen Kurve des Gewichts über die Breite eine Form des in Figur 4 als 4.1 gezeigten Typs aufweist.
  • Wie in Figur 5 dargestellt, wird zu diesem Zweck auf die Drehgeschwindigkeit des Abnehmers eingewirkt, da es wohlbekannt ist, daß das Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeiten des Abnehmers 2 und der Trommel 13 das Gewicht der Faserschicht bestimmt. Wenn sich also die Trommel mit einer Geschwindigkeit von Vt Metern pro Minute dreht und dabei eine Faserflächenmenge von M Gramm pro Quadratmeter transportiert und sich der Abnehmer mit einer Geschwindigkeit von Vp Metern pro Minute dreht und angenommen sei, daß der Abnehmer das ganze Material der Trommel abnimmt, hat die Faserflächenmenge auf dem Abnehmer und deshalb die von der Karde gelieferte Faserschicht ein Flächengewicht von N = (Vt/Vr)x M Gramm pro Quadratmeter.
  • Wenn man also die Geschwindigkeit des Abnehmers erhöht, verringert sich das Gewicht der Faserschicht, und wenn man sie verringert, nimmt das Gewicht der Faserschicht zu.
  • Wenn man die Geschwindigkeit des Abnehmers periodisch variiert, erhält man eine Faserschicht, deren Gewicht mit der gleichen Frequenz ebenfalls periodisch variiert.
  • Die ausgewählte Frequenz der Variation der Geschwindigkeit des Abnehmers ist offensichtlich die Frequenz der Hin-und-Herbewegung der Zylinder 9. Wenn sich diese Zylinder im Zentrum des Vlieses befinden, muß das Gewicht des Vlieses, welches auf dem Transportband 8 abgelegt wird, maximal sein. Wenn sich die Zylinder an einem der Extrempunkte E oder F befinden, muß das Gewicht des Vlieses, welches auf dem Transportband 8 abgelegt wird, minimal sein. Zwischen diesen Extrempositionen kann das Gewicht des Vlieses einer beliebigen, erfahrungsgemäß ausgewählten Kurve folgen; diese Kurve kann insbesondere gerade sein.
  • Indem ein Bewegungsaufnehmer 17 für die Zylinder 9 angebracht wird, ist es leicht, die Position dieser Zylinder in jedem Augenblick zu kennen und auf Grundlage dieser Information dies Geschwindigkeit des Abnehmers 2 mittels eines Motors mit variabler Geschwindigkeit 19 zu steuern.
  • Ein Problem muß dennoch überwunden werden. Der Augenblick, in dem sich die Zylinder 9 im Zentrum des Vlieses befinden, und der Augenblick, in dem der Abnehmer 2 seine Minimalgeschwindigkeit hat, in dem er also eine Faserschicht mit maximalem Gewicht liefert, können nicht zusammenfallen, da man die Zeit berücksichtigen muß, welche die Faserschicht braucht, um von dem Punkt, in dem sie sich von dem Abnehmer löst, bis zu dem Punkt zu gelangen, wo sie auf dem Transportband 8 abgelegt wird. Man muß also eine bestimmte Verzögerung in der Steuerung der Geschwindigkeit des Abnehmers in Bezug auf die Erfassung der Position der Zylinder 9 einführen.
  • Diese Verzögerung stellt einen zusätzlichen Parameter des Systems dar, der durch Verwendung eines Computers 15 zur Steuerung der Geschwindigkeit des Abnehmers 2 als Funktion der Position der Zylinder 9 leicht berücksichtigt werden kann. Der Computer 15 erhält die Positionsinformation der Zylinder 9 von dem Aufnehmer 17, berechnet die entsprechende Geschwindigkeit des Abnehmers 2, schickt die entsprechende Steueranweisung aber erst nach der festgelegten Verzögerung an den Motor 19. Diese Verzögerung kann durch Berechnung oder experimentell festgelegt werden.
  • Man erreicht mit dem oben beschriebenen System eine Gewichtskurve des Vlieses nach Aufbreiteinrichtung, wie sie in Figur 4 angedeutet ist, Invers-V-Kurve: 4.1.
  • Die Wirkung der Vornadelungseinrichtung verringert die Amplitude der Invers-V-Kurve, anstatt eine V-förmige Verformung zu erzeugen, und man erhält am Ausgang der Vornadelungseinrichtung eine Gewichtskurve wie sie in Figur 4 als 4.2 angedeutet ist.
  • Die Wirkung der Nadelungseinrichtung verringert ebenfalls die Amplitude der anfänglichen Invers-V-Kurve, und man erhält an ihrem Ausgang eine Gewichtskurve, wie sie in Figur 4 als 4.3 angedeutet ist. Dies ist das Ziel des Herstellers von Textilvlies, nämlich ein Erzeugnis zu erhalten, welches am Ausgang der Produktionsstrecke so eben als möglich ist.
  • Das gewünschte Resultat kann auf unterschiedliche Weisen erreicht werden, von denen wir im folgenden ein Beispiel geben.
  • Bei diesem Beispiel wird die Bewegung der Zylinder 9 durch ein System verwirklicht, welches Ketten für die Translation umfaßt, wobei diese Ketten durch Kettenräder 18 gezogen werden, welche selbst von einem Gleichstrommotor 14 gesteuert werden. Der Motor 14 wird durch einen Computer 15 gesteuert, der seine Geschwindigkeit berechnet und ihn so steuert, daß er eine kurze Zeit bremst und seine Drehrichtung, also die Bewegungsrichtung der Translation der Zylinder 9, umkehrt, sobald die Zylinder 9 die für die Erzeugung der gewünschten Breite des Vlieses notwendige Translationsstrecke zurückgelegt haben.
  • Ein im Zentrum des Transportbands 8 angeordneter Sensor 16 gibt dem Computer den Mittelpunkt G des Vlieses (Figur 2). Die Bedienperson wählt im Computer die von diesem Mittelpunkt an jeder Seite gewünschte Breite des Vlieses G, E oder G, F.
  • Ein Inkrementkodierer 17 wird am Kettenrad 18 angebracht, welcher Kodierer dem Computer 15 permanent einen Hinweis der Position der Zylinder 9 liefert. Da der Computer weiß, daß der durch den Sensor 16 gegebene Mittelpunkt G des Vlieses den Punkt darstellt, in dem die abgelegte Faserschicht 12 am schwersten sein soll, und daß die von dem Computer 15 berechneten Extrempunkte E und F die Punkte darstellen, in denen die Faserschicht am leichtesten sein soll, kann der Computer die Geschwindigkeit des Abnehmers 2 zum Erreichen des gewünschten Faserschichtgewichts in jedem Zeitpunkt berechnen. Dafür ist es nötig, daß dem Computer der Wert des Faserschichtgewichts eingegeben wird, welches im Zentrum oder an den Extrempunkten gewünscht ist sowie die gewünschte Gewichtskurve.
  • Die Erfindung betrifft auch alle anderen Ausführungsformen, deren Ziel es ist, die Geschwindigkeit des Abnehmers der Karde 2 periodisch zu variieren, um am Ausgang der Aufbreiteinrichtung 6 ein Vlies zu erhalten, dessen Gewicht wunschgemäß derart ungleichmäßig ist, daß der normalerweise durch die Nadelungseinrichtungen oder die der Aufbreiteinrichtung folgenden Maschinen erzeugte Zerstörungswirkung der Gleichmäßigkeit des Gewichts des Vlieses entgegengewirkt wird.
  • Die Erfindung betrifft auch die Fälle, in denen die Aufbreiteinrichtung durch eine andere Maschine ersetzt ist, welche dazu dient, mehrere Faserschichten derart übereinanderzulegen, daß ein dickeres Vlies erzeugt wird. Diese Maschinen werden "Überlagerungsmaschinen" genannt.
  • Die Erfindung betrifft auch die Fälle, in denen die Nadelungseinrichtungen durch andere Maschinen ersetzt sind, die dazu dienen, das Vlies zu verfestigen und eine beliebige Behandlung dieses Vlieses durchzuführen. Diese Maschinen werden "Verfestigungsmaschinen" genannt.

Claims (6)

1. Verfahren zum Herstellen von Textilvlies, ausgehend von einer Karde (1) mit Abnehmer (2), einer Aufbreit- oder Ausbreiteinrichtung (6) mit die Faserschicht ablegenden Zylindern (9) oder einer anderen Überlagerungseinrichtung und einer oder mehreren Nadelungseinrichtungen oder anderen Verfestigungseinrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, daß
Mittel zum permanenten, einem periodischen Gesetz folgenden Verändern des Flächengewichts der von der Karde gelieferten Faserschicht vorgesehen sind, welche die Geschwindigkeit des Ausgangsabnehmers derart steuern, daß am Ausgang der Überlagerungseinrichtung ein Vlies mit über seiner Breite variablem Flächengewicht in einer Weise erhalten wird, daß den von den Verfestigungseinrichtungen hervorgerufenen Verformungen der Flächengewichtsverteilung entgegengewirkt wird.
2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäß Patentanspruch 1, umfassend eine Karde (1) mit Abnehmer (2), eine Aufbreit- oder Ausbreiteinrichtung (6) mit die Faserschicht ablegenden Zylindern (9) oder einer anderen Überlagerungseinrichtung und eine oder mehrere Nadelungseinrichtungen oder andere Verfestigungseinrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufbreit- oder Ausbreiteinrichtung (6) ein Erfassungsystem (17) der Position der die Faserschicht ablegenden Zylinder (9), ein Berechnungssystem (15) für die Geschwindigkeit des Abnehmers (2) als Funktion der Position der Zylinder (9) und ein Geschwindigkeitsvariationssystem (19) des Abnehmers (2) als Funktion des Resultats des Berechnungssystems (15) umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Erfassungsystem (17) der Position der Zylinder (9) ein optischer Codeumsetzer ist, der in der mechanischen Steuerung der Verlagerung der Zylinder (9) oder in einem zum Durchführen dieser Verlagerung bestimmten Motor (14) eingebaut ist und ein der Position der Zylinder (9) proportionales Signal liefert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Berechnungssystem (15) ein Computer ist, der das der Position der Zylinder (9) entsprechende Signal empfängt, die Variation der Geschwindigkeit des Abnehmers (2) als Funktion dieser Position berechnet, die Verzögerung berechnet, nach welcher diese Variation der Geschwindigkeit stattfinden soll, und ein entsprechendes elektronisches Signal zum Geschwindigkeitsvariationssystem (19) des Abnehmers (2) leitet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschwindigkeitsvariationssystem (19) des Abnehmers (2) einen Gleichstrommotor und einen elektronischen Variator mit Tyristoren und/oder Transistoren umfaßt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschwindigkeitsvariationssystem (19) des Abnehmers (2) einen Wechselstrommotor und einen elektronischen Frequenzvariator umfaßt.
DE89870185T 1988-11-30 1989-11-22 Verfahren und Vorrichtung für die Herstellung von Textilvlies. Expired - Lifetime DE68909377T2 (de)

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