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Diese Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung eines
Griffs zum Öffnen und Schließen einer Tür, wobei die
Verriegelungsvorrichtung zum Halten des beim Öffnen und Schließen
betätigten Griffs in einem gesperrten Zustand dient. Die
Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine
Verriegelungsvorrichtung für eine gelenkig an der Rückseite oder der Seite
beispielsweise eines Transportfahrzeugs angebrachte und in
der Weise ausgebildete doppelflügelige Tür, daß ein zu
sperrender Griff zur Zeit des Schließvorgangs automatisch mit
einem Verriegelungsglied der Verriegelungsvorrichtung in
Eingriff kommt und durch manuelle Betätigung des Griffes
während eines Öffnungsvorgangs leicht gegenüber dem
Verriegelungsglied außer Eingriff werden kann.
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Ein Griff zum Öffnen einer Tür (beispielsweise einer Autotür)
kann, wie in der DE-A-802046 beschrieben ist, durch ein einen
Riegel einschließendes Zylinderschloß in einer
Schließposition arretiert werden. Eine weitere herkömmliche
Verriegelungsvorrichtung für einen Griff zum Öffnen und Schließen
einer Tür wird bei einer gelenkig befestigten Doppelflügeltür
eines Transportfahrzeugs oder Seetransportbehälters
verwendet. Der in der am 16. März 1970 unter der Nummer 19867
eingereichten US-Anmeldung offenbarte Stand der Technik wird nun
als Beispiel für eine derartige Verriegelungsvorrichtung
unter Bezugnahme auf die Figuren 23 und 24 beschrieben.
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In Fig. 23 bezeichnet Bezugszeichen 1 eine an einer Öffnung
an der Rückseite oder der Seite eines Transportfahrzeugs oder
Seetransportbehälters befestigte schwenkbare Doppelflügeltür.
Die schwenkbare Doppelflügeltür 1 ist über Gelenke 2 an einer
seitlichen Säule 3 der Öffnung angebracht. Bezugszeichen 4
bezeichnet eine eine Verriegelungsvorrichtung bildende
Verschlußstange. Die Stange 4 weist an ihren oberen und unteren
Enden Nocken 5 auf und ist an dem Hauptkörper der Tür 1 so
angebracht, daß sie gedreht werden kann. Als integraler
Bestandteil der Verschlußstange 4 ist an dieser ein Griff 6 zum
Drehen derselben um ihre Achse vorgesehen. Bezugszeichen 7
bezeichnet einen an oberen und unteren Rahmenteilen der
Öffnung vorgesehenen Nockenhalter. Wenn die Tür 1 geöffnet wird,
drehen sich die oberen und unteren Nocken 5, 5 der
Verschlußstange 4, woraufhin die Nocken mit ihren jeweiligen
Nockenhaltern 7 in Eingriff gelangen. Bezugszeichen 8 bezeichnet
eine Verriegelungsvorrichtung zum Halten des sich in
Übereinstimmung mit der Verschlußstange 4 drehenden Giffes 6 in
einer horizontalen Lage und zum Verriegeln des Griffes zur
Zeit des Schließvorgangs.
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Fig. 24, die eine perspektivische Ansicht des durch den Pfeil
XXIV in Fig. 23 gekennzeichneten Abschnitts ist, zeigt die
Einzelheiten der Verriegelungsvorrichtung und des Griffes 6.
Bei dieser bekannten Verriegelungsvorrichtung wird der Griff
6 durch eine an der schwenkbaren Doppelflügeltür starr
befestigte Klammer oder Konsole 9 abgestützt und mit dieser in
Eingriff gebracht. Ein nach oben und unten drehbarer
Türverschlußriegel 10 weist einen einfachen Aufbau auf, wobei der
Riegel 10 von oben mit dem Griff 6 in Eingriff gelangt, um
dadurch ein Entfernen des Griffs aus der Konsole 9 zu
verhindern. Bezugszeichen 11 bezeichnet in der Konsole 9 und dem
Riegel 10 vorhandene konzentrische Bohrungen. Die
Verriegelung wird durch Einsetzen des Schaftes eines
Vorhängeschlosses 12 in die Bohrungen 11 erreicht.
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Die so aufgebaute herkömmliche Verriegelungsvorrichtung 8
bringt einen schwierigen Öffnungs- und Schließvorgang mit
sich. Insbesondere wird bei dem beim Entriegeln
durchgeführten Vorgang
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(1) das Vorhängeschloß 12 zuerst mittels eines Schlüssels
aufgeschlossen;
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(2) der Schaft des Vorhängeschlosses 12 aus den
konzentrischen Bohrungen 11 der Konsole 9 und des
Türverschlußriegels 10 herausgezogen;
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(3) der Türverschlußriegel 10 im Uhrzeigersinn um einen
Drehzapfen 13 geschwenkt; und
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(4) der Griff 6 mit der Hand ein wenig nach oben bewegt
und aus der durch die Zweipunkt-Strich-Linie angezeigten
Stellung nach vorn gezogen, um die Verschlußstange 4 zu
drehen und dadurch die Tür zu öffnen.
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Obwohl die schwenkbare Doppelflügeltür 1 durch die
Aufeinanderfolge der oben erwähnten Schritte (1) bis (4) geöffnet
wird, sind diese Operationen schwierig durchzuführen, wenn
der Benutzer eine Last trägt und diese nicht zuvor auf den
Boden abgesetzt wird. Insbesondere können die Schritte (2)
und (4) nicht mit nur einer Hand ausgeführt werden, und noch
größere Schwierigkeiten sind im Falle regnerischen Wetters zu
erwarten.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt eine
Verriegelungsvorrichtung für einen Griff, der beim Öffnen und Schließen
einer Tür betätigt wird, wobei die Vorrichtung zwischen einer
ersten Position, in der der Griff einer Öffnungsbewegung
unterzogen werden kann, und einer zweiten Position, in der
der Griff in einem gesperrten Zustand gehalten wird, bewegbar
ist, eine an der Tür befestigte Basis; einen schwenkbar an
der Basis befestigten und drehbar gelagerten Riegel; und
Vorspannmittel zum Vorspannen des Riegels auf seine erste
Position hin, in der der Griff freigegeben werden kann, und auf
seine zweite Position hin, in der der Griff blockiert wird.
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Die vorliegende Erfindung stellt eine
Verriegelungsvorrichtung für einen eine Tür öffnenden und schließenden Griff zur
Verfügung, bei der der Griff durch eine einzige Betätigung
verriegelt und entriegelt werden kann.
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Die vorliegende Erfindung kann außerdem eine
Verriegelungsvorrichtung für einen eine Tür öffnenden und schließenden
Griff bereitstellen, bei der die Griffposition bei
geschlossener Tür formschlüssig fixiert ist, um es dadurch zu
ermöglichen, Unfälle zu verhindern, wie zum Beispiel das Lösen den
Riegels durch Vibration, wenn eine derartige Vibration auf
den Griff einwirken sollte.
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Die Verriegelungsvorrichtung kann mit Leichtigkeit manuell
geöffnet werden. Wenn die Tür geschlossen ist, wird der Griff
automatisch durch sein Einsetzen verriegelt.
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Der Riegel kann Sperrmittel zum Halten des Griffes in einem
Sperrzustand einschließen. Der Griff wird durch sein
Einsetzen bzw. -fügen verriegelt, und zum Zweck der
Aufrechterhaltung dieses Zustands kann ein Sperren vorgenommen werden.
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Die Verriegelungsvorrichtung für einen Griff zum Öffnen und
Schließen einer Tür gemäß der vorliegenden Erfindung ist
derart ausgebildet, daß der Riegel, wenn der Griff verriegelt
wird, in Verriegelungsrichtung geschwenkt und in der
verriegelten Stellung lediglich durch Einsetzen des Griffes in eine
Ausnehmung der Verriegelungsvorrichtung gehalten wird. Der
Griff kann daher automatisch in den verriegelten Zustand
gebracht werden. Wenn sich der Griff demgegenüber im
unverriegelten Zustand befindet, wird das Verriegelungsglied in der
offenen Position gehalten, und der Griff wird lediglich durch
manuelles Drücken auf das untere Ende des Verriegelungsglieds
zur Innenseite hin von einem nach innen gerichteten Vorsprung
des Verriegelungsglieds freigegeben. Der Griff ist somit
unverriegelt. Infolgedessen wird der Riegel des Griffes durch
eine einzige Betätigung verriegelt und entriegelt, und die
Tür kann mit Leichtigkeit geöffnet und geschlossen werden.
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Es ist möglich, für die Basis der Verriegelungsvorrichtung
nach der Erfindung ein Zylinderschloß in (in das Material)
eingelassener Art vorzusehen, um einen Verlust des Schlosses,
wie beim Stand der Technik möglich, zu vermeiden. Darüber
hinaus kann die Vorspannvorrichtung kompakt ausgebildet sein,
so daß sie zwischen der Basis und dem Verriegelungsglied der
Verriegelungsvorrichtung untergebracht werden kann. Dadurch
ist es möglich, die gesamte Verriegelungsvorrichtung in
geringer Größe und mit geringem Gewicht auszubilden.
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Des weiteren ist bei der Verriegelungsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung die Rückseite der Basis eben
ausgebildet, so daß zur richtigen Befestigung der Vorrichtung an der
Tür keine andere spanende Bearbeitung im Hinblick auf die Tür
erforderlich ist als die für die Bohrlöcher der
Montagebolzen. Das Befestigen ist infolgedessen sehr einfach.
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Weiterhin ist die Vorspannvorrichtung bei der
Verriegelungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung so ausgebildet,
daß sie sowohl in der Öffnungsrichtung als auch in der
Blockier- bzw. Schließrichtung wirkt. Infolgedessen wird der
Riegel in einer Position zum Öffnen des Griffs gehalten, wenn
die Tür geöffnet wird. Wenn die Griffposition bei
geschlossener Tür einmal festgelegt ist, wird der Verriegelungszustand
mit Sicherheit aufrechterhalten, und selbst wenn der Griff
einer Vibration unterworfen ist, wird sich die Tür mit
absoluter Sicherheit nicht öffnen. Dementsprechend dient die
Vorrichtung bei der Handhabung des Griffes zum Zwecke des
Öffnens und Schließens der Tür als äußerst sichere
Verriegelungsvorrichtung.
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Fig. 1 ist eine Vorderansicht, die eine erste
Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
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Fig. 2 ist eine Schnittansicht entlang der Linie II-II
in Fig. 1;
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Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine Basis 20 nach Fig.
1;
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Fig. 4 ist eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV in
Fig. 3;
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Fig. 5 ist eine Schnittansicht, die einen Riegel 30
zeigt;
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Fig. 6 ist eine Schnittansicht längs der Linie VI-VI in
Fig. 1, die den an der Basis 20 schwenkbar
befestigten Riegel 30 zeigt;
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Fig. 7 ist eine Schnittansicht, die eine
Vorspanneinrichtung 40 zum Vorspannen des schwenkbar an
der Basis befestigten Riegels darstellt;
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Fig. 8 ist eine Schnittansicht, die einen die
Vorspanneinrichtung 40 bildenden Stiftsitz darstellt;
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Fig. 9 ist eine erläuternde Ansicht, die die Wirkung der
Vorspannvorrichtung 40 zeigt;
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Fig. 10 ist eine Schnittansicht, die eine mit einer
anderen Vorspanneinrichtung ausgerüstete
Ausführungsform der Erfindung wiedergibt;
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Fig. 11 ist eine Schnittansicht, die eine mit einer noch
anderen Vorspanneinrichtung ausgestattete
Ausführungsform der Erfindung zeigt;
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Fig. 12a
und 12b sind Ansichten zur Beschreibung der Funktion der
Vorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;
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Fig. 13 ist eine Vorderansicht, die eine zweite
Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung darstellt;
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Fig. 14 ist eine Schnittansicht entlang der Linie XIV-XIV
in Fig. 13;
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Fig. 15 ist eine Draufsicht auf ein Sperrmittel;
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Fig. 16 ist eine Ansicht zur Beschreibung der
Arbeitsweise eines an einem Nebenarm 53b in Fig.
15 befestigten Stiftes;
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Fig. 17 ist eine Schnittansicht, die einen Teil einer
Spindel 54 nach Fig. 15 zeigt;
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Fig. 18 ist eine Schnittansicht längs der Linie
XVIII-XVIII in Fig. 17;
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Fig. 19 ist ein Schaltplan für einen Schaltkreis zum
Antreiben eines Solenoids nach Fig. 15;
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Fig.20(a)
u.20(b) sind Ansichten zur Beschreibung der Funktion der
Vorrichtung nach der zweiten Ausführungsform;
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Fig. 21 ist eine Schnittansicht, die eine mit einer
anderen Vorspannvorrichtung ausgerüstete
Ausführungsform der Erfindung wiedergibt;
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Fig. 22 ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform
der Erfindung, die mit einer noch anderen
Vorspannvorrichtung ausgestattet ist;
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Fig. 23 ist eine Vorderansicht einer bekannten
schwenkbaren Doppelflügeltür; und
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Fig. 24 ist eine Ansicht, die Einzelheiten eines durch
den Pfeil XXIV in Fig. 23 gezeigten Abschnitts
darstellt.
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Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nun
mit Bezug auf die Zeichnungen näher beschrieben.
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Die Grundbauelemente der Verriegelungsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung, dargestellt in den Figuren 1 und 2,
sind vier Bauteile, nämlich eine Basis 20, ein mit der Basis
20 zusammenwirkendes Verriegelungsglied 30, eine zum
Vorspannen des Verriegelungsglieds 30 dienende Vorspanneinrichtung
40 zum Halten des Verriegelungsglieds in einer Offenstellung
und einer Schließstellung und ein Sperrmittel (Schließmittel)
50 - das ausgebildet ist, um erforderlichenfalls angebracht
zu werden - zum Halten des Verriegelungsglieds 30 in der
Schließ- bzw. Sperrstellung.
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Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte Basis
20. Die Basis hat hier eine ebene Gestalt in Form eines
Bootes, dessen zentraler Abschnitt mit einer Öffnung 21 zur
Befestigung des Verriegelungsglieds 30 versehen ist. Die Basis
20 ist über Schrauben 23, die von der Innenseite der Tür 1
eingesetzt und durch in an der Unterseite der Basis an vier
Stellen von dieser vorgesehene Montagevorsprüngen 22
gebildete Schraubenbohrungen geführt sind, fest an dem
Türhauptkörper befestigt.
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Fig. 4 ist eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in
Fig. 3. Ein Paar linker und rechter Griffhalter 24 sind an
der Oberseite der Basis 20 vorgesehen. Die beiden Griffhalter
24 ragen in einem Abstand t in der Weise von dem Hauptkörper
25 nach oben, daß ein Griff 6 von oben eingeführt werden
kann. Zwischen den Griffhaltern 24 und dem Hauptkörper 25 ist
eine Ausnehmung 24a zum Einführen des Griffes gebildet.
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Der untere Abschnitt der Basis 20 ist geringfügig tiefer als
die Griffhalter 24, und dieser Abschnitt ist beispielsweise
mit einer Zylinderschloß-Montagebohrung 50a zum Anbringen des
Sperrmittels 50 versehen.
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Fig. 5 ist eine Schnittansicht, die das Verriegelungsglied 30
darstellt, und Fig. 6 ist eine Schnittansicht entlang der
Linie VI-VI in Fig. 1, die den schwenkbar an der Basis 20
befestigten Riegel 30 zeigt. Das Verriegelungsglied 30 ist
mit einem Paar Bohrungen 26a zum Anbringen der Gelenkbolzen
26, die an dem Verriegelungsglied 30 im wesentlichen in
dessen zentralen Bereich angebracht sind, versehen. Über die
Gelenkbolzen, die als Mittelpunkt der Drehbewegung dienen,
ist das Verriegelungsglied 30 schwenkbar an der Basis 20
angebracht und gelagert, um geschwenkt werden zu können.
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Das Verriegelungsglied 30 hat eine solche Querabmessung, daß
es zwischen das Paar linker und rechter Griffhalter 24
eingefügt werden kann, und ist an den Griffhaltern 24 über die
Gelenkbolzen 26 angebracht. Das Verriegelungsglied 30 hat in
einer Position geringfügig unter der von dessem oberem Ende
einen nach innen gerichteten Vorsprung 31, der von den
Griffhaltern 24 nach oben übersteht, um den Griff zu umfassen und
eine C-förmige Ausnehmung zu bilden. Ein Stift 41 mit einem
halbkugelförmigen Kopf zur Abstützung des oberen Abschnitts
der unten beschriebenen Vorspanneinrichtung 40 ist am
Verriegelungsglied 30 in einem Abschnitt desselben unterhalb der
Position der Gelenkbolzen 26 angebracht.
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Fig. 7 ist eine Schnittansicht, die die Vorspanneinrichtung
40 zum Vorspannen des an der Basis schwenkbar angebrachten
Riegels zeigt. Die Vorspanneinrichtung 40 ist an einem
vorstehenden Abschnitt 27 an der Unterseite der Basis 20 über
einen Stift 42, der einen halbkugelförmigen Kopf 42 zur
Abstützung des unteren Teils der Vorspanneinrichtung hat,
angebracht. Bezugszeichen 43 bezeichnet einen Stiftsitz (Fig.
8), der eine in dessen einem Ende in axialer Richtung
vorgesehene schalenförmige Vertiefung 44 aufweist. Dieses Ende
jeden Stiftsitzes ist mit einem die Vertiefung 44 umgebenden
Federsitzflansch 45 ausgebildet. Die Stiftsitze 43 sind mit
den Enden zueinander zwischen den halbkugelförmigen Köpfen
der Stifte 41, 42 mit ihren vertieften Abschnitten
gegenüberliegend voneinander abgewandt angebracht, und die Köpfe der
Stifte 41, 42 sind in die Vertiefungen 44 der Stiftsitze 43,
43 eingepaßt. Bezugszeichen 46 bezeichnet eine zwischen den
Federsitzflanschen 45, 45 der oberen und unteren Stiftsitze
43, 43 beaufschlagte Feder.
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Fig. 9 ist eine erläuternde Ansicht, die die Wirkung der
Vorspanneinrichtung 40 veranschaulicht. Wenn das Zentrum des
oberen Stiftes 41 in einer Stellung O&sub1; links von einer
geraden Linie X-X' liegt, die das Zentrum des Stiftes 42 und das
Zentrum O des als Rotationsmittelpunkt des
Verriegelungsglieds dienenden Gelenkbolzens 26 verbindet, wird das
Verriegelungsglied in Schließrichtung vorgespannt, nämlich in einer
Richtung, die den Griff festhält. Wenn sich die Mitte des
Stiftes 41 in einer Position O&sub2; rechts von der geraden Linie
X-X' befindet, wird das Verriegelungsglied in einer Richtung
vorgespannt, die den Griff öffnet. Die Vorspanneinrichtung 40
ist dadurch gekennzeichnet, daß sie in effektiver Weise in
einem Fall wirksam ist, in dem ein Abstand E zwischen dem
Mittelpunkt O&sub3; des Stiftes 42 und dem Rotationszentrum O des
Verriegelungsglieds 30 sehr klein ist.
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Das Sperrmittel 50 umfaßt ein Zylinderschloß 51 und ein Z-
förmiges, durch das Zylinderschloß schwenkbares Schließstück
52. Das Schließstück 52 kann von einer Art sein, bei der eine
Zunge in den Schloßhauptkörper eingelassen ist. Das
Schließstück 52 hat ein oberes Ende, das durch einen in einer
Zwischenverstärkungsrippe 28 der Basis 20 vorgesehenen Schlitz
29 geführt ist. Normalerweise befindet sich das Schließstück
52 in Berührungskontakt mit der Innenseitenfläche des
Verriegelungsgliedes 30 an dessen unterem Ende. Während eines
Entriegelungsvorgangs wird das Schließstück 52 gedreht und nimmt
einen Zustand ein, bei dem der untere Abschnitt des
Verriegelungsgliedes 30 durch einen Finger nach innen gedrückt werden
kann.
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Das Sperrmittel 50 ist somit zum Zwecke des Verriegelns des
Verriegelungsgliedes 30 angebracht. Es kann jedoch eine
Anordnung gewählt werden, bei der das Sperrmittel 50 nicht
angebracht ist und die Verriegelungsvorrichtung allein als
ein Griffsitz verwendet wird. In einem derartigen Fall würde
an der in der Basis 20 vorgesehenen Montagebohrung 50a für
das Zylinderschloß eine geeignete Abdeckung (nicht
dargestellt) angebracht werden, um dadurch die Bohrung abzudecken,
oder die Basis 20 würde von Beginn an nicht mit der Bohrung
50a ausgestattet werden. Falls eine derartige Anordnung
gewählt wird, kann die Verriegelungsvorrichtung als ein
Griffsitz für die Tür eines Lieferfahrzeugs benutzt werden.
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Die Figuren 10 und 11 stellen andere Beispiele für die in der
Verriegelungsvorrichtung vorgesehene Vorspanneinrichtung dar.
In Fig. 10 sind ein Stift 41', der an der Seite des
Verriegelungsgliedes 30 in einer von dem Gelenkbolzen 26 versetzten
Position vorgesehen ist, und ein auf der Seite der Basis 20
vorgesehener Stift 42' durch eine Schraubenfeder 46'
verbunden. Wenn das Verriegelungsglied 30 sich in dem durch die
Zweipunkt-Strich-Linie angedeuteten Öffnungszustand befindet,
befindet sich die Mittellinie der Schraubenfeder 46' auf der
linken Seite einer den Gelenkbolzen 26 und den Stift 42'
verbindenden Linie. Wenn der Griff 6 dann vom oberen Teil der
Zeichnung gegen das Verriegelungsglied 30 stößt, bewegt sich
die Mittellinie der Schraubenfeder 46' zur rechten Seite der
den Gelenkbolzen 26 und den Stift 42' verbindenden Linie, und
das Verriegelungsglied 30 wird zum Zweck seiner Halterung in
der durch die durchgezogenen Linien in Fig. 10 angedeuteten
Verriegelungsposition einer Vorspannkraft unterworfen.
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In Fig. 11 ist die Feder für die Vorspanneinrichtung eine
Blattfeder 46", die ein oberes, an einem Stift 41" auf der
Seite des Verriegelungsgliedes 30 angebrachtes Ende und ein
unteres, an einem Stift 42" an der Basis 20 angebrachtes Ende
aufweist. Wenn die Blattfeder 46" in der in Fig. 11
dargestellten Position ist, wird auf das Verriegelungsglied in der
Öffnungsrichtung eingewirkt (die durch die ausgezogenen
Linien angezeigte Position). Wenn das Verriegelungsglied 30
in Richtung des Pfeils gedrückt wird, wird der das obere Ende
der Blattfeder 46" stützende Stift 41" zur rechten Seite
einer den Gelenkbolzen 26 und den Stift 42" verbindenden
Linie bewegt. Das Verriegelungsglied 30 wird infolgedessen
vorgespannt, um in der durch die Zweipunkt-Strich-Linie
dargestellten offenen Position gehalten zu werden.
(Funktionsweise)
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Um die in Fig. 12(a) verriegelt dargestellte schwenkbare
Doppelflügeltür 1 zu öffnen, wird nach dem nachfolgenden
Arbeitsablauf vorgegangen:
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1) Ein Schlüssel 53 wird in das Zylinderschloß 51
eingeführt, und das Schließstück 52 wird gedreht, um ein
Entriegeln zu bewirken, wodurch das Schließstück 52 außer
Eingriff mit dem Verriegelungsglied 30 gebracht wird.
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2) Unterhalb des als Drehpunkt dienenden Gelenkbolzens 26
wird an der Stelle des Pfeils in Fig. 12(a) auf den
unteren Teil des Verriegelungsgliedes gedrückt, oder es wird
am oberen Ende des Verriegelungsgliedes 30 gezogen. Wenn
das passiert ist, wird die Vorspanneinrichtung 40
veranlaßt, in der Öffnungsrichtung zu wirken, so daß das
Verriegelungsglied 30 in der Offenstellung gehalten wird.
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3) Das Verriegelungsglied 30 wird, wie in Fig. 12(b)
dargestellt ist, geöffnet.
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4) Der Griff 6 wird von Hand ergriffen, angehoben und
dann nach vorn gezogen, worauf die Nocken 5, 5 an den
oberen und unteren Enden der Verschlußstange 4 von den
Nockenhaltern 7 getrennt werden.
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5) Die rechte Seite und danach die linke Seite der Tür 1
werden geöffnet.
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Der Arbeitablauf zum Schließen der schwenkbaren
Doppelflügeltür 1 ist folgender:
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1) Die linke Seite der Tür 1 wird geschlossen.
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2) Die rechte Seite der Tür 1 wird geschlossen, und die
Nocken 5, 5 an beiden Enden der Verschlußstange 4 werden
mit den Nockenhaltern 7, 7 in Eingriff gebracht.
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3) Der Griff 6 wird ergriffen, leicht aus seiner
horizontalen Stellung angehoben und dann in die Ausnehmung 24a
des Verriegelungsgliedes 30 gedrückt.
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4) Die Unterseitenfläche des Griffes 6 wird dazu
gebracht, auf die untere Fläche 30b [Fig. 12(b)] der C-
förmigen Ausnehmung 30a des Verriegelungsgliedes 30
aufzuschlagen, wodurch das Verriegelungsglied 30 im
Uhrzeigersinn um den als Zentrum der Drehbewegung
dienenden Gelenkbolzen geschwenkt wird. Zu diesem
Zeitpunkt wird die Vorspanneinrichtung, wie in Fig. 12(a)
gezeigt ist, auf die linke Seite bewegt, um den Griff in
der verriegelten Stellung zu halten.
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5) Der Schlüssel wird in das Zylinderschloß 51 eingeführt
und gedreht, um dadurch das Schließstück 52 und die
Unterseitenfläche des Verriegelungsgliedes 30 zum Zweck des
Verriegelns in Eingriff zu bringen.
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6) Wenn das Verriegeln durch das Zylinderschloß nicht
erforderlich ist, bleiben das Schließstück 52 und das
Verriegelungsglied 30 außer Eingriff.
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Eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
anschließend anhand der Figuren 13 bis 19 beschrieben.
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Die Vorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform hat den
gleichen Grundaufbau wie die in den Figuren 1 und 2 gezeigte
Vorrichtung nach der ersten Ausführungsform der Erfindung.
Das heißt, die Basis 20, das mit der Basis 20
zusammenwirkende Verriegelungsglied 30 und die Vorspanneinrichtung 40 zum
Vorspannen des Verriegelungsgliedes 30 zu dessen Halterung in
einer offenen Position und in einer Verriegelungsposition
sind die gleichen wie die zuvor beschriebenen, und diese
Bauelemente werden durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet.
Nur das Sperrmittel 50' zur Halterung des Riegels 30 in der
verriegelten Position weicht, wie aus Fig. 14 deutlich wird,
von dem Verriegelungsmittel der ersten Ausführungsform ab.
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Fig. 14 ist eine Schnittansicht entlang der Linie XIV-XIV in
Fig. 13. Das Sperrmittel 50' umfaßt das Zylinderschloß 51,
eine durch Einführen eines Schlüssels (nicht dargestellt) in
das Schloß über einen Nocken 52 gedrehte T-förmige
Hebelvorrichtung 53 und eine zum Einwirken auf das Verriegelungsglied
30 in einer blockierenden Richtung mit der Hebeleinrichtung
wirkverbundene Treibspindel 54.
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Fig. 15 ist eine Draufsicht auf das Sperrmittel 50', das so
ausgebildet ist, daß der durch das Zylinderschloß 51 gedrehte
Nocken 52 das Zurückziehen der Treibspindel 54 über die T-
förmige Hebeleinrichtung verhindert und sie in der
vorstehenden Position hält. Die T-förmige Hebeleinrichtung 53 umfaßt
einen Hauptarm 53a und einen mit dem Arm 53a integrierten
Nebenarm 53b. Ein Ende des Hauptarms 53a ist über einen
Gelenkbolzen 56 schwenkbar an einer an der Basis 20 befestigten
Rückplatte 55 gehalten. Der Nebenarm 53b weist einen
Endabschnitt auf, an dem ein Stift 57 fest vorgesehen ist. Wenn
der Nocken mit dem Stift 57 in Eingriff kommt, wird letzterer
entlang einem in der Rückplatte 55 vorgesehenen,
bogenförmigen Schlitz 58 verschwenkt.
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Fig. 16 ist eine Ansicht zur Beschreibung der Funktion des an
dem Nebenarm 53b nach Fig. 15 befestigten Stiftes.
Bezugszeichen 60 bezeichnet ein Detektorelement zur Feststellung, ob
sich die T-förmige Hebeleinrichtung 53 in der Position zum
Halten der Treibspindel 54 in der hervorstehenden Position
befindet. Das Detektorelement 60 bildet einen
Kontaktmechanismus für ein Leuchtanzeigemittel, wie eine Lampe, die nach
Empfang der auf dem Detektionsvorgang basierenden Ergebnisse
der Detektion eine Anzeige abgibt. Das Detektorelement 60
stellt her oder unterbricht den Kontakt zu einem anderen, im
mittleren Bereich des Nebenarms 53b fest eingesetzten Stift
59, um dadurch die Schwenkbewegung der T-förmigen
Hebeleinrichtung 53 festzustellen.
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Eine Stange 62 eines Solenoids 61 ist mit dem Hauptarm 53a
der T-förmigen Hebeleinrichtung 53 verbunden.
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Fig. 17 ist eine Schnittansicht eines Teils der Spindel 54
nach Fig. 15, und Fig. 18 ist eine Schnittansicht entlang der
Linie XVIII-XVII in Fig. 17. Die Treibspindel 54 wird
innerhalb einer an der Rückplatte 55 starr befestigten Haltebuchse
63 gleitend aufgenommen, und in der Buchse 63 ist am hinteren
Ende derselben eine Feder 64 untergebracht, um die Spindel 54
zu jeder Zeit in der vorspringenden Richtung vorzuspannen.
Die Seitenfläche der Haltebuchse 63 ist, wie in Fig. 18
dargestellt ist, mit einem Schlitz 65 versehen. Durch Eingriff
des Hauptarms 53a mit dem Schlitz 65 wird das Zurückfahren
der Spindel 54 verhindert, und letztere wird in der
vorspringenden Position gehalten.
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Insbesondere wenn das Solenoid 61 nicht erregt ist, befindet
sich ein Abschnitt des Hauptarms 53a der T-förmigen
Hebeleinrichtung 53 in Eingriff mit dem Schlitz 65 in der Haltebuchse
63, um dadurch die Spindel 54 am Zurückweichen in die
Haltebuchse 63 zu hindern. Unter diesen Bedingungen befindet sich
das Verriegelungsglied 30 im gesperrten Zustand, und die
Vorspanneinrichtung 40 wirkt auch in der Verriegelungsrichtung.
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Fig. 19 ist ein Schaltschema einer Schaltung zum Antreiben
des Solenoids 61 nach Fig. 15. Die Schaltung zum Betreiben
des Solenoids 61 bildet einen elektronischen Steuerkreis zum
Verschwenken der T-förmigen Hebeleinrichtung 53 unabhängig
vom Zylinderschloß 51.
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Wenn ein an einer entfernten Stelle vorgesehener Schalter 66
betätigt wird, wird das Solenoid 61 erregt. Infolgedessen
wird die Stange 62 in das Solenoid 61 gezogen, um dadurch an
dem Hauptarm 53a zu ziehen, so daß der Hauptarm 53a und der
Schlitz 65 der Haltebuchse 63 außer Eingriff gebracht werden.
Im Ergebnis dessen wird die Spindel 54 freigegeben, so daß
das Verrriegelungsglied in die Öffnungsrichtung bewegt werden
kann. Die Spindel 54 gelangt mit anderen Worten in einen
Zustand, bei dem sie zurückgefahren werden kann.
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Der in den zentralen Abschnitt des Nebenarms 53b der
T-förmigen Hebeleinrichtung eingesetzte Stift 59 befindet sich mit
dem Detektorelement 60 in Eingriff. Wenn das Solenoid 61
erregt wird, so daß die T-förmige Hebeleinrichtung 53 um den
Gelenkbolzen 56 schwenkt und sich von der Haltebuchse 63
trennt, nämlich wenn das Verriegelungsglied 30 einen Zustand
annimmt, in dem es geöffnet werden kann, wird ein das Öffnen
erlaubendes Signal zu der entfernten Stelle, zum Beispiel zum
Fahrgastraum eines Lieferfahrzeugs, gesendet.
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Wenn demgemäß der Griff 6 zum Öffnen der Tür gehandhabt wird,
wird das Solenoid 61 über einen entfernten Schalter 66
erregt. Infolgedessen wird ein Abschnitt des Hauptarms 53a
der T-förmigen Hebeleinrichtung 53 aus dem Schliltz 65 der
Haltebuchse 63 herausgezogen, so daß die Spindel 54 entgegen
der Kraft der Feder 64 zurückgefahren werden kann. Unter
diesen Bedingungen kann das Verriegelungsglied 30 entriegelt
werden.
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Es kann eine Anordnung gewählt werden, bei der das Solenoid
61 mit einem Zeitgeber (nicht dargestellt) zur Festlegung der
Erregungszeit des Solenoids 61 kombiniert ist, um dadurch zu
ermöglichen, daß das Solenoid, nachdem es für eine bestimmte
Zeitdauer (zum Beispiel 20 Sekunden) erregt wurde,
automatisch abgeschaltet wird. Falls eine derartige Anordnung
verwendet wird, wird ein Abschnitt des Hauptarms 53a der
T-förmigen Hebeleinrichtung 53 wieder 20 Sekunden nach Erregung
des Solenoids 61 in den Schlitz der Haltebuchse 63 eingefügt.
Dementsprechend wird, selbst wenn der Benutzer vergißt, den
Griff 6 zu betätigen, und das Fahrzeug verläßt, nachdem er
den entfernten Schalter 66 eingeschaltet hat, das
Verriegelungsglied 30 automatisch verriegelt, und es besteht keine
Gefahr der Entriegelung der Tür durch eine andere Person.
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Das Zylinderschloß 51 ist in einem Fall vorteilhaft, bei dem
die Tür sehr oft geöffnet und geschlossen wird. Um der
Bedienung
willen oder wenn keine Energie vorhanden ist oder eine
Funktionsstörung im elektrischen Stromkreis besteht, wird
dementsprechend das Zylinderschloß 51 in der Weise
angeordnet, daß der Nocken 52 des Zylinderschlosses 51 und der Stift
57 der T-förmigen Hebeleinrichtung 53 zu dieser Zeit keinen
Kontakt haben.
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Die Figuren 20(a) und 20(b) sind Ansichten zur Beschreibung
der Funktion der Vorrichtung gemäß der zweiten
Ausführungsform. Um - nachdem die schwenkbare Doppelflügeltür 1
geschlossen wurde - das Verriegeln, wie in Fig. 20(b)
dargestellt, zu bewirken, findet der folgende Ablauf statt:
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Zunächst wird der Griff 6 in die Ausnehmung der Basis 20
fallengelassen, worauf der Griff nach unten gegen die
Unterfläche 30b der C-förmigen Ausnehmung 30a des
Verriegelungsgliedes 30 gedrückt wird. Danach schwenkt das Verriegelungsglied
30 im Uhrzeigersinn um den Gelenkbolzen 26, wobei zu diesem
Zeitpunkt auch die Vorspanneinrichtung 40 reversiert, und
gleichzeitig wird die Spindel 54 im Innern der Haltebuchse 63
durch die Vorspannkraft der Feder 64 herausgedrückt. Im
Ergebnis dessen gleitet der Hauptarm 53a der T-förmigen
Hebeleinrichtung auf der Seitenfläche der Spindel 54, und das
Verriegelungsglied 30 nimmt eine Position ein, bei der der Griff
6 gesperrt ist, worauf der Hauptarm 53a in den Schlitz 65 der
Haltebuchse 63 eingeführt wird. Das Verriegelungsglied 30 ist
daher in einem Zustand verriegelt, in dem der Griff 6 in der
C-förmigen Ausnehmung 30a gehalten wird.
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Der Schlüssel wird in das Zylinderschloß 51 eingeführt und
gedreht, wodurch der Stift 57 an der Spitze des Nebenarms 53
und der Nocken 52 in Eingriff sind und der letztere
geschwenkt wird, um ein Öffnen des Verriegelungsglieds 30 zu
ermöglichen.
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Wenn normalerweise gewünscht wird, die Tür zu verriegeln und
zu entriegeln, wie wenn die Tür oft geöffnet und geschlossen
wird, so wird - ohne Eingriff des Nockens 52 mit dem Stift 57
des Nebenarms 53b der T-förmigen Hebeleinrichtung 53,
insbesondere ohne Ausführung eines elektrischen Betriebs - der
Schlüssel eingeführt, der Nocken 52 mit dem Stift 57 in
Eingriff gebracht und der Nebenarm 53b entgegen dem
Uhrzeigersinn um seinen Gelenkbolzen geschwenkt. Wenn das
durchgeführt ist, schwenkt auch der in den Schlitz 65 der
Haltebuchse 63 eingeführte Hauptarm 53a des T-förmigen Hebels, so
daß die Spindel 54 im Innern der Haltebuchse 63 freigegeben
wird.
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Die Figuren 21 und 22 geben andere Ausführungsformen der in
der Verriegelungsvorrichtung vorgesehenen Vorspannvorrichtung
wieder. Diese entsprechen den Vorrichtungen nach den Figuren
10 und 11.
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Als nächstes wird, um die Unterschiede zu der Vorrichtung
nach der ersten Ausführungsform hervorzuheben, der Ablauf der
Handhabung des Verriegelungsgliedes 30 beschrieben, wenn das
Sperrmittel 50' als elektrisches Schloß verwendet wird.
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Um ausgehend vom geschlossenen Zustand die schwenkbare
Doppelflügeltür zu öffnen, wird zuerst folgender Arbeitsablauf
durchgeführt:
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1) Der in einer vorbestimmten Position vorgesehene
Schalter 66 wird betätigt.
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2) Der Hauptarm 53a der T-förmigen Hebeleinrichtung 53
wird von dem Schlitz 65 der Haltebuchse 63 getrennt.
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3) Es wird auf den unteren Teil der Verriegelungsgliedes
30 gedrückt, woraufhin das Verriegelungsglied 30 entgegen
dem Uhrzeigersinn um den Gelenkbolzen 26 schwenkt. Die
Vorspanneinrichtung 40 hält das Verriegelungsglied 30 zu
diesem Zeitpunkt in der gespannten Position.
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4) Der Griff 6 wird ergriffen, angehoben und nach vorn
gezogen, woraufhin die oberen und unteren Nocken 5, 5 der
Verschlußstange 4 schwenken und die Nockenhalter 7
entriegelt werden.
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5) Die Tür wird geöffnet.
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Um die Tür zu schließen und zu verriegeln, findet folgender
Arbeitsablauf statt:
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1) Die Tür wird geschlossen.
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2) Der Griff 6 wird in die Nähe der Türplatte gebracht,
während die am oberen und unteren Ende der
Verschlußstange 4 angebrachten Nocken 5 mit den Nockenhaltern 7 in
Eingriff gebracht werden.
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3) Der Griff 6 wird von einer Stelle oberhalb der
Verriegelungseinrichtung 30 abgesenkt und in die Ausnehmung 24a
der Verriegelungsvorrichtung eingesetzt.
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4) Wenn das durchgeführt ist, schwenkt das
Verriegelungsglied 30 im Uhrzeigersinn um den Gelenkbolzen 26, und der
Griff 6 wird, indem er umfaßt wird, gehalten. Zu diesem
zeitpunkt bewegt sich die Vorspanneinrichtung 40, so daß
die Vorspannrichtung von der Öffnungsrichtung in die
Schließrichtung wechselt.
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5) Da ein Abschnitt des Hauptarms der T-förmigen
Hebeleinrichtung 53 in den Schlitz 65 der Haltebuchse 63
eingeführt wird, kann sich die Spindel im Innern der
Haltebuchse 63 nicht rückwärts bewegen. Das Verriegelungsglied
30 ist mit anderen Worten in der verriegelten Position
fixiert.
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Wenn die Tür häufig geöffnet und geschlossen werden muß, wird
der Schlüssel in das Zylinderschloß 51 eingeführt und im
Uhrzeigersinn gedreht, woraufhin der Nocken 52 des Zylinders und
der Stift 57 in Eingriff gebracht werden, um den Nebenarm 53b
der T-förmigen Hebeleinrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn zu
schwenken und den Abschnitt des Hauptarms 53a von dem Schlitz
65 der Haltebuchse 63 zu trennen. Da diese Position erhalten
bleibt, kann sich die Spindel 54 innerhalb der Haltebuchse 63
frei bewegen.
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Bei geöffnetem Griff 6 reicht es aus, wenn per Hand auf das
untere Ende des Verriegelungsgliedes 30 gedrückt wird. Wenn
der Griff 6 verriegelt werden soll, wird er an einer Stelle
fallengelassen, in die er von oben fällt, um die Verriegelung
zu erreichen.
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Die zweite Ausführung der Vorrichtung, die einen Aufbau
aufweist, bei dem elektrisch von einer entfernten Stelle und
durch eine manuelle Betätigung verriegelt werden kann, ist
daher derart ausgebildet, daß das Verriegeln entweder durch
Wahl eines Schlüssels oder eines elektrischen Schalters
vorgenommen werden kann. Die Vorrichtung ist daher für die
Anwendung für ein Lieferfahrzeug gut geeignet.
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In den vorhergehenden Ausführungen wurde eine
Verriegelungsvorrichtung eines Verschlußstangengriffes für eine
verschwenkbare Doppelflügeltür eines Lieferfahrzeugs
beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine derartige
Anordnung beschränkt, sondern kann bei einer
Verriegelungsvorrichtung für die Türen eines Tors, für große und kleine Behälter
usw. angewendet werden.