DE69101565T2 - Vorrichtung zum Reinigen von Behältern, insbesondere von Behältern für landwirtschaftliche Chemikalien zur Verwendung mit einer landwirtschaftlichen Feldspritze. - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen von Behältern, insbesondere von Behältern für landwirtschaftliche Chemikalien zur Verwendung mit einer landwirtschaftlichen Feldspritze.

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    • B08B9/08—Cleaning containers, e.g. tanks
    • B08B9/093—Cleaning containers, e.g. tanks by the force of jets or sprays
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Behältern für Pflanzenschutzmittel mit Abwasserrückführung zum allgemeinen Einsatz bei Spritzmaschinen.
  • Bisher wurden Behälter für Pflanzenschutzmittel, nachdem das in ihnen enthaltene Erzeugnis verbraucht war, entweder entsorgt, was zu schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt aufgrund der Verschmutzung durch in ihnen enthaltene Erzeugnisrückstände führte, oder wurden ausreichend gereinigt, um sowohl das oben erwähnte Problem zu vermeiden, als auch, um sie zurückzuführen und wieder zu verwenden.
  • In letzterem Fall wurde das zum Reinigen verwendete Abwasser mit dem gelösten Rest des Erzeugnisses, der an der Innenseite des betreffenden Behälters vor dem Waschen haftete, entsorgt, wodurch das Erzeugnis selbst vergeudet wurde.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Reinigung von Behältern, insbesondere von leeren Behältern für Pflanzenschutzmittel, deren Inhalt in einer Spritzmaschine benützt wurde, zu schaffen. Die Vorrichtung ist in der Lage, die Behälter auf überraschend rationelle, praktische und effektive Weise zu reinigen, und ermöglich gleichzeitig die Rückführung des Abwassers, das eine bestimmte, wenn auch kleine, Menge des chemischen Erzeugnisses enthält, wodurch die Vergeudung desselben vermieden wird.
  • Eine Vorrichtung zur Reinigung von Behältern, insbesondere von leeren Behältern für Pflanzenschutzmittel, deren Inhalt in einer Spritzmaschine benutzt wurde, bestehend aus einem Tank, der eine verdünnte flüssige Lösung von spritzbaren Pflanzenschutzmitteln enthält, einem Filter, durch den das Schutzmittel eingeführt wird und einer Pumpeinrichtung, die die Mischung aus dem Tank zu den Düsen der Spritzmaschine leitet, wobei auf dem Tank ein Hydroejektor angebracht ist, einer Ansaugkammer, in offener Fluidverbindung mit dem Tank, einer Einspritzdüse in der Ansaugkammer, die einen Waschwasserstrahl in den Tank richtet, und einem Füllverschluß, der einen Wasserfluß außerhalb des Tankes ansaugt, und ihn durch die Ansaugkammer in den Tank einführt, dadurch gekennzeichnet, daß:
  • die Einrichtungen, die das Waschwasser aus dem Behälter in den Tank leiten, die Behältermündung und den Filter des Tankes enthalten,
  • so daß das Waschwasser in den Behälter zerstäubt wird und durch die Behältermündung und durch den Filter in den Behälter fällt;
  • ein Dreiwegventil auf den Hydroejektor montiert ist und einen Eingang für das Waschwasser und einen ersten Ausgang, der das selbe Waschwasser in den von Chemikalien zu reinigenden Behälter leitet, enthält, und einen zweiten Ausgang in Richtung der Einspritzdüse, wobei die Anordnung des Dreiwegventils entweder eine erste Position, bei der der zweite Ausgang geschlossen ist, oder eine zweite Position bei der der zweite Ausgang geöffnet ist, einnehmen kann;
  • wobei die Vorrichtung
  • mit Einrichtungen, die das Waschwasser zum Einlaß des Dreiwegventils leiten;
  • und Einrichtungen, die das Waschwasser in den zu reinigenden Behälter leiten, versehen ist, so daß die in dem leeren, zu reinigenden Behälter ungelösten Chemikalien in den Tank geleitet werden, um in einem späteren Spritzvorgang benutzt zu werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird im folgenden durch die Beschreibung einer ihrer Ausführungen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung weitergehend dargestellt, wobei:
  • Fig. 1 eine teilweise als Schnitt ausgeführte Seitenansicht einer ersten Ausführung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung ist.
  • Bezüglich Fig. 1 ist zunächst anzumerken, daß eine herkömmliche Spritzmaschine mit einem Tank 1 versehen ist, der eine verdünnte flüssige Mischung eines zu spritzenden Pflanzenschutzmittels enthält, wobei der Tank eine obere Öffnung für die Einleitung der zu verwendenden Chemikalie aufweist, an der ein Filter 2 angebracht ist. Ein Ansaugeinlaß einer Pumpe 3 ist mit dem ersten Ende eines Rohrs 4 verbunden, dessen zweites Ende mit der Unterseite des Tanks 1 in Fluidverbindung steht. Der Auslaß der Pumpe 3 ist mit dem ersten Ende eines Rohrs 5 verbunden, dessen zweites Ende mit einem Verteilventil 6 verbunden ist, das vorzugsweise ferngesteuert von einer ersten Position in eine zweite Position umgeschaltet werden kann. Die erste Position verbindet das Rohr 5 und einen Abschnitt von Rohr 7, so daß eine hydraulische Bewegungseinrichtung 8 betätigt wird, wobei die Bewegungseinrichtung dazu dient, die chemische Lösung in dem Tank 1 in ständiger Bewegung zu halten, um so ihre Homogenität zu gewährleisten, und so daß gleichzeitig mittels eines Rohrs 9 die Verteilerventile der Maschine (nicht dargestellt) gespeist werden, um das Spritzen auszuführen. Die zweite Position verbindet, wie in Fig. 1 dargestellt, das Rohr 5 mit einem ersten Ende eines Rohrs 10. Das zweite Ende des Rohrs 10 ist bei herkömmlichen Spritzmaschinen direkt mit einem Hydroejektor 11 verbunden, der so konstruiert ist, daß er einen Druckabfall in einer oberen Ansaugkammer 12 aufgrund des Flusses einer Flüssigkeit durch eine Einspritzdüse 13 erzeugt. Dadurch entsteht ein Sog in Tank 1, der auf die Flüssigkeit wirkt, die beispielsweise aus einem Becken über ein flexibles Rohr (nicht dargestellt) eingegossen wird, das mit einem Füllverschluß 14 verbunden ist, der zu dem Hydroejektor 11 führt. Dieser Füllverschluß hat einen Verschlußstopfen 15, und das andere Ende des flexiblen Rohrs wird in das Becken eingetaucht.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist an dem Einlaß des Ejektors 11 ein Dreiwegventil 16 angebracht, das vorzugsweise ferngesteuert von einer ersten in eine zweite Position geschaltet werden kann. Ein Eingang des Dreiwegventils 16 steht mit dem Rohr 10 in Verbindung, ein erster Ausgang steht mit einem Rohr 17 in Verbindung, und ein zweiter Ausgang steht mit dem Hydroejektor 11 in Verbindung. In der ersten Position, die in Fig. 1 dargestellt ist, ist die Verbindung zwischen dem Hydroejektor 11 und dem Rohr 10 unterbrochen, und das Rohr 10 steht mit einem ersten Ende des Rohrs 17 in Fluidverbindung, um den Reinigungsvorgang auf eine Weise auszuführen, die weiter unten eingehender beschrieben wird. In der zweiten Position wird das Rohr 10 mit dem Mydroejektor 11 in Verbindung gebracht, wobei die Verbindung zwischen Rohr 10 und Rohr 17 aufrechterhalten wird.
  • Das andere Ende von Rohr 17 ist mit einem normalerweise geschlossenen Ventil 18 an der Unterseite des Filters 2 verbunden. Wenn das Ventil geschlossen ist, ist der Fluß der Reinigungsflüssigkeit unterbrochen. Wenn das Ventil offen ist, wird eine Flußverbindung zu einer Zerstäubungseinheit 19 hergestellt, die sich vertikal oberhalb des Ventils 18 erstreckt und mit dem Ausgang des Ventils 18 in Verbindung steht.
  • Die Funktion von Ventil 18 wird durch einen Kontrollantrieb 20 gesteuert, der das Ventil schließt, wenn er sich in einem Ruhezustand befindet, und der das Ventil öffnet, wenn ein Behälter 21 für Pflanzenschutzmittel, der gereinigt werden soll, umgekehrt auf ihn aufgelegt wird, wobei sich die Zerstäubungseinheit 19 darin befindet, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
  • Der Reinigungsvorgang eines Pflanzenschutzmittelbehälters gemäß der oben beschriebenen Ausführung der Erfindung wird auf folgende Weise ausgeführt: eine bestimmte Menge sauberen Wassers wird in den Tank 1 angesaugt; das Verteilventil 6 und das Dreiwegventil 16 werden in die zweite bzw. erste Stellung gebracht, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind; die PumPe 3 wird in Bewegung gesetzt, um das in dem Tank 1 enthaltene Wasser durch die Rohre 4, 5, 10, 17 zirkulieren zu lassen, bis es den Eingang von Ventil 18 erreicht; der Pflanzenschutzmittelbehälter 21 wird umgekehrt auf Filter 2 aufgelegt und dort gehalten, wobei sich die Zerstäubungseinheit 19 darin befindet, so daß der Kontrollantrieb 20 gedrückt wird und das Ventil 18 öffnet, wodurch Wasserstrahlen durch die in der Zerstäubungseinheit 19 vorhandenen Löcher erzeugt werden. So wird der Behälter 21 gereinigt, wobei das Abwasser aus dem Behälter 21 herausläuft. In dem Abwasser sind die Reste der Chemikalie enthalten, die nach dem Entleeren in dem Behälter 21 verblieben sind. Das Abwasser fließt durch den Filter 2 in den Tank 1 zurück und kann bei der Behandlung landwirtschaftlicher Kulturen wiederverwendet werden, natürlich, nachdem eine ausreichende Menge Pflanzenschutzmittel hinzugefügt wurde, um die Mischung in der gewünschten Dosierung wiederherzustellen.
  • Bei einem alternativen Verfahren der betreffenden Reinigung unter Verwendung der oben beschriebenen erf indungsgemäßen Vorrichtung, wird das Dreiwegventil 16 in der in Fig. 1 dargestellten ersten Position von dem entsprechenden Ende des Rohrs 10 getrennt und mit einem Ende eines vorzugsweise flexiblen Rohrs 22 verbunden, dessen gegenüberliegendes Ende über einen Hahn 23 mit einer Wasserguelle verbunden ist.
  • Bei dem alternativen Verfahren wird die Reinigung auf die gleiche wie die bereits beschriebene Weise vorgenommen, ohne daß jedoch eine Pumpe 3 zwischengeschaltet ist. Es ist anzumerken, daß beim Einsatz des letzteren Verfahrens, obwohl es weniger einfach und praktisch ist, der Behälter 21 dadurch gründlicher gereinigt wird, daß Wasser aus dem Hauptwassernetz verwendet wird, das immer sauber ist, während in ersterem Fall das Wasser in Tank 1 ständig durch die Pumpe 3 zurückgeführt wird, so daß nach der Reinigung eines ersten Behälters 21 sich die Rückstände seines Pflanzenschutzmittels in Tank 1 befinden.

Claims (5)

1. Vorrichtung zur Reinigung von Behältern, insbesondere von leeren Behältern für Pflanzenschutzmittel, deren Inhalt in einer Spritzmaschine benutzt wurde, bestehend aus einem Tank (1), der eine verdünnte flüssige Lösung von spritzbaren Pflanzenschutzmitteln enthält, einem Filter (2), durch den das Schutzmittel eingeführt wird und einer Pumpeinrichtung (3), die die Mischung aus dem Tank zu den Düsen der Spritzmaschine leitet, wobei auf dem Tank ein Hydroejektor (11) angebracht ist,
einer Ansaugkammer (12), in offener Fluidverbindung mit dem Tank,
einer Einspritzdüse (13) in der Ansaugkammer, die einen Waschwasserstrahl in den Tank richtet, und einem Füllverschluß (14), der einen Wasserfluß außerhalb des Tankes ansaugt, und ihn durch die Ansaugkammer in den Tank einführt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtungen, die das Waschwasser aus dem Behälter in den Tank leiten, die Behältermündung und den Filter des Tankes enthalten, so daß das Waschwasser in den Behälter zerstäubt wird und durch die Behältermündung und durch den Filter in den Behälter fällt;
ein Dreiwegventil (16) auf den Hydroejektor montiert ist und einen Eingang für das Waschwasser und einen ersten Ausgang, der das selbe Waschwasser in den von Chemikalien zu reinigenden Behälter (21) leitet, enthält, und einen zweiten Ausgang in Richtung der Einspritzdüse, wobei die Anordnung des Dreiwegventils entweder eine erste Position, bei der der zweite Ausgang geschlossen ist, oder eine zweite Position, bei der der zweite Ausgang geöffnet ist, einnehmen kann;
wobei die Vorrichtung mit Einrichtungen, die das Waschwasser zum Einlaß des Dreiwegventils leiten; und
Einrichtungen, die das Waschwasser in den zu reinigenden Behälter leiten, versehen ist, so daß die in dem leeren zu reinigenden Behälter ungelösten Chemikalien in den Tank geleitet werden, um in einem späteren Spritzvorgang benutzt zu werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit Einrichtungen, die das Waschwasser in den Behälter führen, bestehend aus
- einem Dreiwegventil in der ersten Position;
- einem Rohr (17), dessen erstes Ende in Fluidverbindung mit dem ersten Ausgang des Dreiwegventils steht, und von der Außenseite in das Innere des Tankes reicht;
einem normalerweise geschlossenen Ventil (18), welches an dem Filter (2) des Tankes angebracht ist, und einen in Fluidverbindung mit dem zweiten Ende des Rohres (17) stehenden Eingang und einen Ausgang hat;
einer Zerstäubungseinheit (19), die in Fluidverbidnung mit dem Ausgang des normalerweise geschlossenen Ventils steht, und
einem Kontrollantrieb (20), der das normalerweise geschlossene Ventil öffnet, nachdem der Behälter in umgekehrter Stellung auf den Antrieb gebracht wurde, wobei sich der Zerstäuber durch die Mündung des Behälters, in dessem Inneren befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit Einrichtungen, die das Waschwasser zum Einlaß des Dreiwegventils leiten, bestehend aus:
- einem Schaltventil (6) innerhalb des Ausgangsrohres (5) der Pumpeinrichtungen (3), das einen Einlaß hat, der abwechselnd auf den einen oder den anderen der zwei Ausgänge eingestellt werden kann;
- einem Rohr (7), das einen der Ausgänge des Schaltventils in Fluidverbindung mit dem Inneren des Tankes verbindet, um das Zerstäubungsverfahren durchzuführen;
- einem Rohr (10), welches die Fluidverbindung vom anderen Ausgang des Schaltventils zum Einlaß des Dreiwegventils herstellt, zur Wiederverwendung des Waschwassers bei Betätigung der Pumpeinrichtung.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit Einrichtungen, die das Waschwasser zum Einlaß des Dreiwegventils leiten, bestehend aus einem Rohr (22), das einen externen, unter Druck stehenden Wasserversorger in Fluidverbindung mit dem Einlaß des Dreiwegventils bringt.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, worin ein Rohr, das in einen unter atmosphärischen Druck stehenden externen Wasserversorger getaucht ist, mit dem Füllverschluß (14) der Ansaugkammer in Verbindung steht, so daß das Wasser infolge des Betriebes der Pumpeinrichtungen in den Tank geleitet werden kann.
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