DE69101711T2 - Verfahren zur herstellung bedeckten heisswasserbehälter und so hergestellte behälter. - Google Patents

Verfahren zur herstellung bedeckten heisswasserbehälter und so hergestellte behälter.

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    • A61F7/08Warming pads, pans or mats; Hot-water bottles

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wasserbehältern für die häusliche Anwendung, und insbesondere einen aus Gummi oder anderen Kunststoffmaterialien hergestellten Wasserbehälter von der als "Wärmflasche" bekannten Art.
  • Solche Behälter sind seit langem gut bekannt und bestehen aus einem meistens aus Gummi hergestellten, flach ausgebildeten "Sack" (Beutel), der mit einem Stöpsel versehen ist, um den Behälter sicher zu verschließen und das Auslaufen des in ihm enthaltenen Wassers zu verhindern. Wie der Name selbst aussagt, besteht die Funktion von Wärmflaschen darin, Wärme abzugeben: mit heißem Wasser gefüllt, geben sie die Wasserwärme an die Umgebung stetig ab und übertragen sie vor allem auf die Körper, mit denen sie in Berührung sind.
  • Wärmflaschen werden deshalb als eine absolut sichere und kontrollierte Wärmequelle für Menschen verwendet, insbesondere für Menschen, die krank sind oder sich unwohl fühlen.
  • Der Hauptnachteil bei der Verwendung solcher Wärmflaschen liegt darin, daß die Flasche in dichten Kontakt mit dem Körper einer Person gebracht werden muß, mit der Folge eines durch diesen physischen Kontakt hervorgerufenen, unangenehmen Gefühls aufgrund sowohl der Art des für die Herstellung der Flasche verwendeten Materials als auch der zumindest am Anfang übermäßigen Wärme, die von dem warmen Wasser auf den Benutzer übertragen wird.
  • Um solche Unannehmlichkeit zu vermeiden, wurden verschiedene Arten von Flaschen vorgeschlagen, die mit Beschichtungen versehen sind, die dazu bestimmt sind, die Wärmeübertragung zu vermitteln und den Kontakt zwischen dem Benutzer und der Flasche angenehmer zu machen. Insbesondere sind normalerweise separat hergestellte, entfernbare äußere Umkleidungen, normalerweise aus Stoff, vorgesehen, die beim Füllen der Flasche von ihr entfernt werden, um das Durchnässen der Umkleidung und das Auslaufen von Wasser zwischen die Umkleidung und den Sack zu vermeiden.
  • Diese Lösung war jedoch sowohl aus ästhetischer Sicht als auch wegen der Notwendigkeit, gezwungen zu sein, die obengenannte Umkleidung jedes Mal an- und abzumachen, kaum zufriedenstellend.
  • Eine weitere Unannehmlichkeit der bekannten Beutel beruht auf der gegenwärtigen Unmöglichkeit, sie zu verzieren oder sie mit ästhetischen Motiven zu verschönern, die ihre Verwendung angenehmer machen, vor allem für Kinder.
  • Die 1937 angemeldete US-A-2,153,441 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Wärmflaschen, nach dem zuerst eine textile Flaschenschablone hergestellt und anschließend innen mit einem Kautschuklatex beschichtet wird, um sie wasserdicht zu machen. Die US-A-3,610,307 offenbart ein ziemlich gleiches Verfahren, das eine Ko-Vernetzung eines textilen Gewebes mit den beiden Gummihälften einer Wärmflasche vorsieht. Diese Verfahren haben verschiedene Nachteile derart, daß sie beide zeitaufwendig und teuer und nicht für bekannte. industriell verfügbare, aus thermoplastischen Materialien hergestellte Wärmflaschen geeignet sind. Wegen dieser Nachteile war der übliche Weg zum Vorsehen einer Beschichtung auf Wärmflaschen, ein Gewebe auf sie zu kleben, wie es z. B. in der FR-A-2583287 offenbart ist.
  • Beflockungsverfahren wurden in gänzlich verschiedenen Gebieten der
  • Technik angewandt. z. B. in der US-A-4,421,809 und US-A-3,451,884, in denen Flockbeschichtungen verwendet werden, um eine Oberfläche vorzusehen, die wasserhaltiges Material, wie zum Beispiel feuchten Boden oder Frischbetonmasse, aufnimmt. Mit anderen Worten, es war die Lehre dieser Schriften, Flockbeschichtungen als Mittel zum Aufnehmen von Wasser zu verwenden.
  • Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung ist es, die obengenannten Probleme durch Herstellen einer Wärmflasche zu lösen, die mit einer festen, mit dem Sack selbst verbundenen Beschichtung versehen ist, und sowohl ästhetisch als auch funktionell akzeptiert werden kann.
  • Ein anderes Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen des obengenannten Sackes auf einem einfachen, ökonomischen Weg zu erhalten, das industriell ausgeführt werden kann.
  • Im einzelnen besteht die vorliegende Erfindung in einem Verfahren zum Herstellen von Wassersäcken oder Behältern für die häusliche Anwendung, insbesondere von Wärmflaschen, gekennzeichnet durch den Schritt des Fixierens einer Vielzahl von Fasern mit vorgegebenen Größen auf mindestens einen Teil der Oberfläche der Flasche entsprechend dem als Beflockung bekannten Verfahren.
  • Daneben stellt die Erfindung eine Flasche oder einen Behälter für Wasser für die häusliche Anwendung, insbesondere eine Wärmflasche, bereit, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens ein Teil ihrer äußeren Oberfläche mit einer Beschichtung versehen ist, die aus einer Vielzahl von Fasern mit vorgegebenen Größen besteht und an dem Behälter mittels des als Beflockung bekannten Verfahrens befestigt ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße beflockte Flasche oder Behälter mit Beschichtungen versehen, die auf unterschiedlichen Bereichen ihrer Oberfläche unterschiedliche Dicke besitzen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend mittels eines Ausführungsbeispiels ohne irgendeine beschränkende Absicht unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, in denen:
  • - Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist; und
  • - Fig. 2 eine Schnittansicht der Ausführungsorm nach Fig. 1 ist.
  • Entsprechend dem Prinzip der Erfindung, sieht das Verfahren zum Herstellen von Wärmflaschen einen Schritt vor, bei dem eine aus einer Vielzahl von Flockfasern mit vorgegebenen Größen bestehende Beschichtung auf sie aufgebracht wird. Diese Fasern, die im allgemeinen ungefähr wenige Millimeter oder Zehntel von Millimetern lang und aus textilen, natürlichen oder nichtnatürlichen Fasern sind, werden an der Oberfläche der Flasche mittels eines Verbindungsmittels oder durch das Weichmachen der Oberfläche selbst entsprechend dem als Beflocken bekannten Verfahren befestigt.
  • Vorzugsweise wird ein sogenanntes elektrostatisches Beflockungsverfahren angewandt, da es eine bessere Ausrichtung der Fasern in bezug auf die Oberfläche der Flasche und deshalb einen besseren Endeffekt der "Griffigkeit" hat, was es angenehmer macht, die Beschichtung zu berühren. Es ist jedoch möglich, andere Verfahren anzuwenden, wie z. B. das unter Verwendung einer Sprühpistole.
  • Die Auswahl der Art der Fasern und des Verbindungsmittels wird für den Fachmann klar sein: zum Beispiel kann ein Klebstoff von der Art verwendet werden, wie er normalerweise für das Beflocken von Arbeitshandschuhen verwendet wird, obwohl andere Arten von Klebstoffen gleichermaßen verwendet werden können, wie zum Beispiel der unter dem Handelsnamen PECACOL vermarktete Klebstoff. Es können auch Klebstoffe als Verbindungsmittel für aus den gleichen oder ähnlichen Kunststoffmaterialien hergestellte Wärmflaschen verwendet werden, die im allgemeinen zum Beflocken von Dichtungsstreifen für Autofenster verwendet werden.
  • Mit dem Begriff "Verbindungsmittel" sind hier natürlich alle Mittel gemeint, die geeignet sind, um die obengenannten Fasern an der Oberfläche des Sackes zu befestigen. Für aus thermoplastischem Material hergestellte Behälter kann zum Beispiel die Oberfläche des Behälters oder der Flasche erwärmt und an der Oberfläche weich gemacht werden, und anschließend die Flockfasern auf die Oberfläche, die auf diese Weise formbar und klebrig gemacht wurde, aufgebracht werden.
  • Diese Beflockungsverfahren sind dem Fachmann gut bekannt. Ebenso wird dem Fachmann das Auswählen der geeigneten Art der Flockfaser aufgrund dessen klar sein, daß alle normalerweise für das Beflocken von Produkten verwendeten Fasern angewandt werden können. Vorzugsweise werden nichtaufsaugende Fasern, wie Nylon oder ähnliche Produkte, verwendet. Unter Berücksichtigung der Art des Produkts (d. h., Wärmflaschen), auf das sie aufgebracht werden, werden die Fasern vorzugsweise eine kleinere Länge haben, um ein schnelles Trocknen dank der begrenzten Menge des darin festgehaltenen Wassers zu ermöglichen, falls ein Teil der Beschichtung versehentlich mit Wasser durchtränkt wird.
  • Entsprechend einem bevorzugten Aspekt der Erfindung wird die Beschichtung mit einem geeigneten wasserdichten Mittel behandelt, um sie wasserabstoßend zu machen.
  • Ein geeignetes wasserdichtes Mittel ist zum Beispiel das unter dem Namen REFLEX PROTECTOR von FABRICA CHIMICA UNIONE Srl aus Milan verkaufte.
  • Entsprechend einem anderen bevorzugten Aspekt der Erfindung werden verschiedene Fasern und/oder Fasern mit verschiedenen Langen auf verschiedene Bereiche der Flasche aufgebracht. Auf diese Weise können unterschiedliche Eigenschaften und Dicken der Beschichtung entsprechend den Flaschenbereichen erhalten werden: es ist somit möglich, eine differenzierte Wärmeübertragung entsprechend der Temperatur des in der Flasche enthaltenen Wassers zu erhalten. Bei einer hohen Temperatur wird man die Seite der Flasche in Berührung mit dem Körper bringen, die mit einer dickeren Beschichtung versehen ist, und umgekehrt, wenn die Wassertemperatur niedriger ist (d. h., gesunken ist).
  • In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Flasche gezeigt. Wie zu erkennen ist, hat die Flasche die übliche Form von Wärmflaschen mit einer flachen und breiten Struktur, um die Übertragung von Wärme zu begünstigen, und einen trichterförmigen Teil 2, um das Füllen mit Wasser zu erleichtern. Es ist klar, daß die Anwendung der Erfindung nicht sowohl auf diese einzelne Form der Wärmflaschen als auch nur auf Gummiflaschen beschränkt werden sollte, da das erfindungsgemäße Verfahren auf Behälter aus jeder anderen Art von Kunststoffmaterial angewandt werden kann.
  • Die Oberfläche der Flasche ist mindestens teilweise mit einer Beschichtung 3 versehen, die aus einer Vielzahl von Fasern mit vorgegebenen Größen gebildet wird, die auf diese Oberfläche mittels dem als Beflockung bekannten Verfahren aufgebracht wurden.
  • In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform zeigt die Beschichtung 3 auf Seite 4 eine Dicke, die von der auf Seite 5 der Flasche vorgesehenen Beschichtung 3' verschieden ist, um eine differenzierte Wärmeübertragung zu erhalten, wie es zuvor beschrieben wurde.
  • Darüberhinaus ist diese Beschichtung vorzugsweise mit wasserabstoßenden Produkten behandelt, was ihr Verhalten bei Vorhandensein von Wasser verbessert, indem die Durchtränkung der Fasern und Beschichtung vermieden wird. In Fig. 1 ist außerdem eine Verzierung des Sackes 1 dargestellt, die durch Lackieren von Bereichen 6, 7 der Beschichtung 3 erhalten wird. Diese Lackiertechnik auf beflockten Oberflächen ist bekannt und wird normalerweise bei der Herstellung von Spielzeug angewandt: die Auswahl der Art der Farbe ist deshalb für den Fachmann nicht schwierig.
  • Alternativ können Dekorationseffekte durch selektives Beflocken verschiedener Bereiche mit unterschiedlich gefärbten Flockfasern erhalten werden.
  • Aus dem oben Beschriebenen ist deutlich, daß es durch die Erfindung möglich ist, Wärmflaschen zu erhalten, die angenehmer zu berühren sind als die bereits bekannten und die eine optimale Regulierung der Wärmeübertragung vom Wasser nach außen ermöglichen.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung von Wärmflaschen, gekennzeichnet durch den Schritt des Beschichtens mindestens eines Teiles der Oberfläche (4, 5) der Flasche (1) durch Befestigen einer Vielzahl von Fasern (3, 3') mit vorgegebenen Größen auf der Oberfläche auf mindestens einem Teil der Oberfläche der Flasche mittels des als Beflockung bekannten Verfahrens.
2. Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch Herstellen der Flockbeschichtung (3, 3') mit unterschiedlichen Eigenschaften in verschiedenen Bereichen der Flasche.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Behandeln der Fasern vor oder nach ihrem Auftragen mit einem oder mehreren wasserabstoßenden oder wasserdichten Erzeugnissen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Lackieren mindestens eines Teiles (6, 7) der obengenannten Flockbeschichtung.
5. Wärmflasche (1), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil ihrer Oberfläche (4, 5) mit einer Beschichtung (3, 3') versehen ist, die aus einer Vielzahl von Flockfasern mit vorgegebenen Größen besteht und die an dem Behälter mittels eines Verbindungsmittels entsprechend dem Beflockungsverfahren befestigt ist.
6. Wärmflasche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (3, 3') unterschiedliche Dicke und/oder Eigenschaften in verschiedenen Bereichen der Flasche (1) aufweist.
7. Wärmflasche nach Anspruch 5 oder 6, bei der die Beschichtung (3, 3') und/oder die Fasern wasserabweisende Eigenschaften besitzen.
8. Wärmflasche nach Anspruch 5 oder 6, bei der mindestens ein Teil (6, 7) der Flockbeschichtung (3, 3') lackiert ist.
9. Wärmflasche nach den Ansprüchen 5 bis 8, bei der der Körper der Flasche (1) aus thermoplastischem Material hergestellt ist.
10. Wärmflasche, wie sie durch ein Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4 erhältlich ist.
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