DE69103201T2 - Verfahren zur Zebramuschelbekämpfung mittels Didecyldimethylammoniumhaliden. - Google Patents

Verfahren zur Zebramuschelbekämpfung mittels Didecyldimethylammoniumhaliden.

Info

Publication number
DE69103201T2
DE69103201T2 DE69103201T DE69103201T DE69103201T2 DE 69103201 T2 DE69103201 T2 DE 69103201T2 DE 69103201 T DE69103201 T DE 69103201T DE 69103201 T DE69103201 T DE 69103201T DE 69103201 T2 DE69103201 T2 DE 69103201T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zebra mussels
mussels
zebra
water
didecyldimethylammonium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69103201T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69103201D1 (de
Inventor
Rodney M Donlan
Ramon A Muia
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Calgon Corp
Original Assignee
Calgon Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Calgon Corp filed Critical Calgon Corp
Publication of DE69103201D1 publication Critical patent/DE69103201D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69103201T2 publication Critical patent/DE69103201T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N33/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic nitrogen compounds
    • A01N33/02Amines; Quaternary ammonium compounds
    • A01N33/12Quaternary ammonium compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/50Treatment of water, waste water, or sewage by addition or application of a germicide or by oligodynamic treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
    • C02F1/76Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with halogens or compounds of halogens
    • C02F1/766Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with halogens or compounds of halogens by means of halogens other than chlorine or of halogenated compounds containing halogen other than chlorine
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S210/00Liquid purification or separation
    • Y10S210/931Zebra mussel mitigation or treatment

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft die Kontrolle von Zebramuscheln (Dreissena polymorpha) in wäßrigen Systemen durch Verwendung einer wirksamen Menge eines Didecyldimethyl-ammoniumhalids als Molluskizid.
  • Vor kurzem wurden in den Großen Seen Zebramuscheln entdeckt. Vermutlich wurden diese Mollusken im Ballast von Schiffen von Europa nach Nordamerika gebracht. Zebramuscheln vermehren sich schnell und heften sich praktisch an jede harte Oberfläche, die mit einem wäßrigen System in Kontakt steht, in dem diese Muscheln vorhanden sind. Diese Organismen sind für industrielle und kommunale Abnehmer von Frischwasser besonders ärgerlich, da Zebramuscheln die Wassereinläufe und die Behandlungsausrüstung schnell verschmutzen können.
  • Zebramuscheln gehören zur Gattung Bivalvia des Stamms Mollusken. Sie sind durch fadenartige Tenakel (Muschelfaden) gekennzeichnet, mit denen sie sich an praktisch jede harte Oberfläche unter Wasser anheften können. Da sich die Zebramuschel besonders an die Schale einer anderen Zebramuschel anheftet, können sich diese Muscheln übereinander stapeln", so daß sie Entnahmeöffnungen vollständig verstopfen können. Durch die Fäden können sich die Muscheln außerdem an eine Oberfläche heften, die in jeder Ebene bezüglich der Horizontalen angeordnet ist. Im Gegensatz zu anderen Mollusken, z.B. Asiatischen Venusmuscheln (Corbicula), findet man Zebramuscheln somit an Decken, senkrechten Oberflächen und Böden von Unterwasserausrüstungen.
  • Täglich werden riesige Wassermengen aus Flüssen, Seen und Strömen für Trinkwasser und zur Verwendung bei einer Vielzahl von industriellen Verfahren entnommen. Die umfangreichste industrielle Verwendung des Wassers dient Kühlzwecken, und der größte nicht verbrauchende Bedarf der Industrie nach Wasser als Wärmeübertragungsmedium kommt von der Industrie zur elektrischen Dampferzeugung. Gemeinden entnehmen ebenfalls Wasser für den öffentlichen Verbrauch.
  • Quellwasser birgt eine Vielfalt biologischer Lebensformen, viele davon können vor der Verwendung nicht aus dem Wasser entfernt werden. Während einige dieser biologischen Lebensformen kommunale oder industrielle. Aufbereitungsverfahren nicht nachteilig beeinflussen, sind Zebramuscheln biologisch verschmutzende Organismen, die in Nordamerika in sehr kurzer Zeit zu einem ernsthaften Problem geworden sind. Diese Muscheln verschmutzen die Oberflächen der Entnahmeleitung und der Ausstattung von kommunalen Wasseraufbereitungsanlagen und industriellen Wassersystemen.
  • Vermutlich sind Zebramuscheln bis Ende 1988 oder 1989 im Eriesee nicht vorgekommen. Sie verbreiten sich gegenwärtig schnell in den Michigansee und in die Flüsse des mittleren Westens und des Nordostens. Innerhalb relativ kurzer Zeit können sie Populationsdichten von mehr als 30.000 Muscheln pro m² erreichen. Deshalb können Zebramuscheln kommunale und industrielle Systeme vollständig stillegen, die auf Frischwasser beruhen, das mit Zebramuscheln verseucht ist. Vermutlich wird das Verschmutzen mit Zebramuscheln möglicherweis;e allen privaten, gewerblichen und industriellen Benutzern von Frischwasser drohen, die aus einer Quelle beliefert werden, die mit den Großen Seen in Fluidverbindung steht.
  • Das Verschmutzen einer Ausrüstung, z.B. der Entnahmeleitung und Dampfkondensatoren, durch Zebramuscheln kann sehr ärgerlich sein. Nicht vollständig entwickelte oder kleine Muscheln können leicht durch die Entnahmesiebe gezogen werden. Wenn sie erst einmal im Inneren des Systems sind, können sieh sich überall festsetzen. Dieses Problem wird durch die Tatsache verschlimmert, daß Zebramuscheln im Larvenstadium mit dem Wasserstrom durch die gesamten Aufbereitungs- und/oder Verfahrenssysteme befördert werden.
  • Gegenwärtig sind in den USA keine wirksamen Verfahren zur Kontrolle von Zebramuscheln bekannt. In Europa ist es üblich, duale Entnahmesysteme zu verwenden, so daß ein System mechanisch gereinigt werden kann, während das andere arbeitet, oder Quellwasser aus Tiefen zu entnehmen, in denen die maximale Wassertemperatur für die Vermehrung von Zebramuscheln zu gering ist (unterhalb etwa 13ºC).
  • BESCHREIBUNG DES BEKANNTEN STANDES DER TECHNIK
  • Es wurden chemische Mittel zur Kontrolle der Zebramuscheln verwendet, diese umfassen Chlor und andere oxidierende Mittel. Chlor ist jedoch aus Umweltgründen nicht erwünscht.
  • US-Patent Nr. 4 462 914 von Smith beschreibt die Verwendung von Polyguaten, z.B. Dimethyldiallylammoniumchlorid-Polymeren, zur Überwachung von Asiatischen Venusmuscheln (Corbicula). Dieses Patent trifft jedoch keine Aussage zur Wirksamkeit von Didecyldimethyl-ammoniumchlorid zur Überwachung von Zebramuscheln.
  • Es sollte auch darauf hingewiesen werden, daß Didecyldimethyl-ammoniumchlorid bei der industriellen Wasserbehandlung in großem Umfang als antimikrobielles Mittel verwendet wird. Nach Kenntnis der Erfinder wurde diese Verbindung jedoch nicht verwendet, um das Wachstum oder Faulen von Zebramuscheln zu überwachen.
  • Außerdem wurden zur Überwachung von Mikroorganismen, z.B. Bakterien, Pilze und Algen in wäßrigen Systemen polyquaternäre Verbindungen verwendet. Siehe z.B. US-Patente Nr. 4 113 709 und 4 111 679. Zur Kontrolle der biologischen Verschmutzung durch Mikroorganismen und Mollusken wurden einfache quaternäre Ammoniumverbindungen vergewendet. Siehe z.B. Nashimura et al., Japan Kokai, Nr. 74 81 535 (1974); Roth, Deutsche Offenlegungsschrift Nr. 2 642 606; Sindery, Französisches Patent Nr. 1 460 037 und Vellejo et al., Science 119, 420-422 (1954).
  • Ramsey et al., "Effects of Nonoxidizing Biocides on adult Corbicula fluminea" (1988) beschreibt die Verwendung verschiedener Biozide, einschließlich Dodecylguanidinhydrochlorid (DGH), Benzalkoniumchlorid, Pyridiniumchlorid, Dioctyldimethylammoniumchiorid, Poly[oxyethylen(dimethylimino)ethylen(dimethylimino)ethylendichlorid], Glutaraldehyd, 2,2-Dibrom-3-nitrilpropionamid, N-4-Dihydroxy-α-oxobenzolethanimidoylchlorid, 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3- on/2-Methyl-4-isothiazolin-3-on, N-[(α)-(1-Nitroethyl)benzyl]ethylendiamin und 2-(tert.-Butylamino)-4-chlor-6- (ethylamin)-5-triazin zur Überwachung der Asiatischen Venusmuscheln.
  • US-Patent Nr. 4 816 163 von Lyons et al. beschreibt die Verwendung von wasserlöslichen Alkylguanidinsalzen allein oder in Kombination mit Methylenbisthiocyanat oder Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid zur Überwachung der biologischen Verschmutzung durch Makroinvertebraten, insbesondere Corbicula. In Spalte 2, Zeilen 18-20 des Patentes 163 wird festgestellt, daß "eine weitere Frischwasser-Molluskel, Dreissna - die Zebramuschel, in Europa auf ähnliche Weise Verschmutzungsprobleme bei Kühlsystemen hervorruft, wie die Asiatische Venusmuschel". Die Erfinder stellen jedoch fest, daß Asiatische Venusmuscheln nicht an harten Oberflächen haften, sie bleiben statt dessen in Bereichen, in denen Schlickablagerungen vorhanden sind. Somit überziehen Asiatische Venüsmuscheln senkrechte Oberflächen oder "Decken"- Oberflächen unter Wasser nicht, wie es bei Zebramuscheln der Fall ist. Asiatische Venusmuscheln bewegen sich außerdem leicht in Schlick und Schlamm, während Zebramuscheln im allgemeinen seßhaft sind, wenn ihre Muschelfäden haften; und Corbicula sind hermaphroditisch, während sich Zebramuscheln extern befruchten.
  • ZUSAMMENFASSUNG DIESER ERFINDUNG
  • Durch die vorliegende Erfindung werden ein Verfahren zur Verzögerung des Wachstums von Zebramuscheln und ein Verfahren zur Überwachung des von Zebramuscheln hervorgerufenen Faulens bereitgestellt. Diese Verfahren umfassen das Zugeben einer für diesen Zweck wirksamen Menge eines Didecyldimethyl-ammoniumhalids zu einem wäßrigen System, das Zebramuscheln und/oder Zebramuschellarven enthält.
  • Insbesondere ist es ein Aspekt dieser Erfindung, daß Didecyldimethyl-ammoniumchlorid verwendet wird.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des Wachstums von Zebramuscheln in einem wäßrigen System, das Zebramuscheln enthält oder dazu neigt, daß Zebramuscheln darin wachsen, das das Zugeben einer für diesen Zweck wirksamen Menge von Didecyldimethyl-ammoniumhalid zu diesem System umfaßt. Das bevorzugte Halid ist Chlorid.
  • Ein Didecyldimethyl-ammoniumchlorid-Produkt ist im Handel von Calgon Corporation als H-130 erhältlich. Ein auf das Gewicht bezogenes 50% aktives Didecyldimethyl-ammoniumchlorid ist ebenfalls im Handel von Lonza als BARDAC 2250 erhältlich. Dieses Produkt enthält ebenfalls 10 Gew.% Ethanol und 40 Gew.% Wasser.
  • Der hier verwendete Ausdruck "Überwachung des Wachstums von Zebramuscheln" soll das Töten, das Hemmen des Wachstums oder die Verhinderung des Wachstums von Zebramuscheln umfassen. Der hier verwendete Ausdruck "molluskizid wirksame Menge" bedeutet in ähnlicher Weise eine Menge, die Zebramuscheln in wäßrigen Systemen, in denen das Molluskizid angewendet wird, tötet, deren Wachstum hemmt oder verhindert.
  • Der hier verwendete Begriff "wirksame Menge" betrifft die Menge an Didecyldimethyl-ammoniumhalid, die zur Durchführung der Behandlung erforderlich ist. Die wirksame Menge dieser Verbindung, die bei den erfindungsgemäßen Verfahren erforderlich ist, kann aufgrund von Faktoren, wie zum Beispiel Umgebungstemperatur des behandelten wäßrigen Systems, Vorhandensein von Substanzen im Wasser, die die kationischen Polymere binden oder auf andere Weise inaktivieren (z.B. Schlick), die Konzentration und die vorherrschende Stufe des Lebenszyklus der Zebramuscheln, die im zu überwachenden wäßrigen System vorhanden sind, und anderen Faktoren variieren. Die wirksame Menge liegt jedoch im allgemeinen im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 2000 Teile pro Million, vorzugsweise etwa 1 bis etwa 100 und besonders bevorzugt etwa 5 bis 50 Teile pro Million auf der Basis des Gesamtgewichtes der zugesetzten wirksamen Verbindung und des Gesamtgewichtes des Wassers im behandelten wäßrigen System.
  • Selbstverständlich haben wäßrige Systeme oft einen "Trübungsbedarf" nach kationischen Verbindungen. Somit treten kationische Verbindungen oftmals mit Feststoffen in Wechselwirkung und werden durch diese Feststoffe "gebunden", die die Trübung hervorrufen. Die Erfinder haben festgestellt, daß ein Teil der von Trübungsquellen "gebundenen" kationischen Verbindungen, z.B. von Schlick, für Zebramuscheln ineffektiv ist. Aus diesem Grund muß eine ausreichende Menge des Polymers zugeführt werden, um sowohl den Trübungsbedarf des behandelten Systems zu erfüllen als auch die Zebramuscheln zu überwachen. Ein bevorzugtes Verfahren umfaßt somit: a) die Bestimmung des Trübungswertes des zu behandelnden wäßrigen Systems und des entsprechenden Trübungsbedarfs für die bestimmte zugeführte Verbindung; b) Zufuhr einer ausreichenden Menge des Polymers, so daß es mit der vorhandenen Trübung reagiert und diese bindet, d.h. um den Trübungsbedarf des Systems durch Binden der vorhandenen Trübung zu decken; und c) Zufuhr einer wirksamen Polymermenge zur Überwachung der Zebramuscheln. Die Zufuhrschritte b) und c) können vorzugsweise gleichzeitig erfolgen. Der Schritt a) umfaßt Routineverfahren, die dem Fachmann der Wasseraufbereitung allgemein bekannt sind.
  • Die Erfinder haben ebenfalls festgestellt, daß Mollusken im zweiten Larvenstadium, die frei schwebende, planktonartige, nicht vollständig entwickelte Zebramuscheln oder Larven darstellen, erzeugt werden, wenn die Wassertemperatur etwa 13ºC übersteigt. Die größten Dichten treten zwischen etwa 20 und 22ºC auf, und Temperaturen von oberhalb etwa 37ºC unterdrücken die Entwicklung des zweiten Larvenstadiums deutlich. In den meisten Staaten der USA ist die Vermehrung von Zebramuscheln saisonbedingt.
  • Somit müssen die Zebramuscheln zwischen den Zeiträumen behandelt werden, in denen die Wassertemperatur im Frühling auf etwa 13ºC ansteigt und im Herbst auf etwa 13ºC abfällt.
  • Die Erfinder haben festgestellt, daß ein Planktonnetz mit einer Maschenweite von 80 um (0,08 mm) an oder in der Nähe des Wassereinlaufs angeordnet werden kann. Durch periodisches Porbenziehen des Inhalts dieses Netzes kann das Vorhandensein von Zebramuscheln im zweiten Larvenstadium mit einem Stereomikroskop festgestellt werden. Wenn im Netz das zweite Larvenstadium der Molusken gefunden wird, kann die chemische Behandlung eingeleitet werden.
  • Die Erfinder nehmen an, daß Didecyldimethyl-ammoniumhalide, insbesondere Didecyldimethyl-ammoniumchlorid, mit den Kiemen der Zebramuscheln reagiert, wodurch die Muscheln wirksam erstickt werden, obwohl die Erfinder nicht an diesen Mechanismus gebunden sein möchten.
  • Neben der Überwachung des Wachstums der Zebramuscheln betrifft die Erfindung außerdem ein Verfahren zur Überwachung des Faulpotentials von Zebramuscheln (durch Zebramuscheln hervorgerufene biologische Verschmutzung), das das Zugeben einer wirksamen Menge der erfindungsgemäßen quaternären Ammoniumverbindung zu einem wäßrigen System umfaßt, das Zebramuscheln enthält, oder dazu neigt, daß Zebramuscheln darin wachsen. Systeme, die dazu zeigen, daß Zebramuscheln darin wachsen, umfassen Frischwassersysteme, die durch einen Mechanismus mit einem Zebramuscheln enthaltenden System in Verbindung stehen und die bei Temperaturen zwischen 13 und etwa 37ºC liegen.
  • Das bei den erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Didecyldimethyl-ammoniumhalid kann dem behandelten System in herkömmlicher Weise und an jeder Stelle zugegeben werden, die am besten geeignet sind, um eine schnelle Auflösung und schnelle Verteilung der Verbindung an alle Punkte im behandelten wäßrigen System zu erreichen. Die Zugabe am Quellpunkt ist bevorzugt. Nach bekannten Verfahren können verschiedene Formulierungen der erfindungsgemäßen Verbindung hergestellt werden, die deren Auflösung im Wasser erleichtern. Dem behandelten System können in Verbindung mit den erfindungsgemäßen Polymeren auch andere Mittel zur Wasserbehandlung zugesetzt werden. Andere Biozide, Tenside, Inhibitoren für Ablagerungen oder Korrosion, Dispersionsmittel, Flockungsmittel oder Klärungshilfsmittel können zum Beispiel zusammen mit den erfindungsgemäßen Didecyldimethylammoniumhaliden verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäßen Behandlungsverfahren werden anhand der folgenden Beispiele besser verständlich, die die Verwendung von Didecyldimethyl-ammoniumchlorid zeigen, um das Wachstum von Zebramuscheln zu verzögern. Die vorliegende Erfindung ist jedoch in keiner Weise auf die folgenden Beispiele begrenzt.
  • BEISPIELE 1 BIS 10 Statische Wiederaufbereitungsversuche
  • In Bechern, die 100 ml stark durchlüftetes Leitungswasser enthielten, wurden verschiedene Konzentrationen von Didecyldimethyl-ammoniumchlorid und DGH hergestellt. Zehn erwachsene Zebramuscheln aus dem Eriesee (Dreissena polymorpha), jeweils mit einer Schalenlänge von 2 bis 10 mm, wurden in jeden Versuchsbecher als auch zwei (2) Kontrollbecher gegeben, die nur stark durchlüftetes Leitungswasser enthielten. Das Wasser wurde während des Versuchszeitraums täglich gewechselt. Bei diesem Versuch wurden nur Muscheln verwendet, die definitiv am Leben waren (Nahrungsaufnahme) Die Zebramuscheln wurden täglich nach Lebenszeichen untersucht, und die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. TABELLE 1 VERSUCHSERGEBNISSE DER BIOCHEMISCHEN ANALYSE DER STATISCHEN WIEDERAUFBEREITUNG Anzahl der lebenden Organismen Inhibitor ORGANISMUS: Dreissena polymorpha (Zebramuschel) (10 Organismen/Konz. 2-10 mm groß) * Vergleichsbeispiele
  • 1. DGH ist 12,5% aktives Dodecylguanidinhydrochlorid, das als H-133A im Handel von Calgon Corporation erhältlich ist.
  • 2. DDAC ist 50% Didecyldimethyl-ammoniumchlorid, 10% Ethanol und 40% Wasser, auf das Gewicht bezogen, das als H-130 von Calgon erhältlich ist.

Claims (4)

1. Verfahren zum Hemmen des Wachstums von Zebramuscheln in einem wäßrigen System, das Zebramuscheln enthält oder dazu neigt, daß Zebramuscheln darin wachsen, umfassend das Zugeben einer wirksamen Menge eines Didecyldimethyl-ammoniumhalids zu dem System.
2. Verfahren zur Überwachung des Faulpotentials von Zebramuscheln in einem wäßrigen System, das Zebramuscheln enthält oder dazu neigt, daß Zebramuscheln darin wachsen, umfassend das Zugeben einer wirksamen Menge eines Didecyldimethyl-ammoniumhalids zu dem System.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Halid Chlorid ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Halid Chlorid ist.
DE69103201T 1990-04-18 1991-04-18 Verfahren zur Zebramuschelbekämpfung mittels Didecyldimethylammoniumhaliden. Expired - Fee Related DE69103201T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US07/510,495 US5062967A (en) 1990-04-18 1990-04-18 Method for controlling zebra mussels using didecyl dimethyl ammonium halides

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69103201D1 DE69103201D1 (de) 1994-09-08
DE69103201T2 true DE69103201T2 (de) 1994-12-22

Family

ID=24030983

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69103201T Expired - Fee Related DE69103201T2 (de) 1990-04-18 1991-04-18 Verfahren zur Zebramuschelbekämpfung mittels Didecyldimethylammoniumhaliden.

Country Status (8)

Country Link
US (1) US5062967A (de)
EP (1) EP0457439B1 (de)
JP (1) JPH06210294A (de)
AT (1) ATE109433T1 (de)
CA (1) CA2040653C (de)
DE (1) DE69103201T2 (de)
ES (1) ES2059053T3 (de)
MX (1) MX166748B (de)

Families Citing this family (19)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992003924A1 (en) * 1990-09-06 1992-03-19 Electric Power Research Institute, Inc. Methods for control and mitigation of molluscs
US5229125A (en) * 1991-11-08 1993-07-20 Garlock Inc. Molluscicidal water distribution system components
US5290805A (en) * 1991-11-12 1994-03-01 Lonza Inc. Biocidal decylnonyl- and decylisononyl dimethylammonium compounds
US5160047A (en) * 1992-02-18 1992-11-03 Nalco Chemical Company Glutaraldehyde for controlling Zebra mussels
US5256310A (en) * 1992-03-31 1993-10-26 Exxon Chemical Patents Inc. Treatment of fresh water for zebra mussel infestation
US5294351A (en) * 1993-03-25 1994-03-15 First Thermal Systems, Inc. Method for controlling zebra mussels in power and water plants
US5389266A (en) * 1993-03-25 1995-02-14 Dixstar, Inc. Method of removing zebra mussels from waterways and wetted surfaces
US5288409A (en) * 1993-04-02 1994-02-22 Aristech Chemical Corporation Inhibiting the growth of zebra mussels
US5376282A (en) * 1993-06-18 1994-12-27 Ohio University Method and apparatus for controlling zebra mussels in water conduits
US5558108A (en) * 1995-01-06 1996-09-24 Croswell, Sr.; Ted B. Process for removing zebra mussels from rigid structures
US5723044A (en) * 1995-07-31 1998-03-03 Zebra Mussel Filter Systems, Inc. Water filtration system for control of the zebra mussel
US5525222A (en) * 1995-07-31 1996-06-11 Zebra Mussel Filter Systems, Inc. Water filtration system for control of the zebra mussel
US5851408A (en) * 1997-01-24 1998-12-22 Sedivy; John Joseph Elimination and inhibition of bivalve mollusk attachments
IL120127A (en) 1996-02-12 2001-12-23 Atochem North America Elf Method for controlling bivalve mollusks attachments
US5948279A (en) * 1997-09-25 1999-09-07 Ohio University Method and apparatus for controlling macrofoulers in on-demand water conduits
US6315910B2 (en) * 1998-03-11 2001-11-13 Calgon Corporation Method for controlling snails using dialkyl diallyl ammonium polymers
KR101006763B1 (ko) 2002-05-02 2011-01-10 피터 드러몬드 맥널티 수처리 시스템 및 방법
ITRM20020341A1 (it) * 2002-06-18 2003-12-18 Chimec Spa Metodo ed impianto per il controllo dell'insediamento sulle superficidi strutture sommerse da parte di organismi acquatici filtratori.
EP3061348A1 (de) * 2015-02-27 2016-08-31 Kenogard, S.A. Verfahren zum entfernen einer apfelschneckenplage aus einer reisernte

Family Cites Families (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1460037A (fr) * 1965-10-14 1966-06-17 Procédé pour contrôler et inhiber la prolifération des mollusques bivalves dans les canaux, conduits, bassins et appareillages en contact avec l'eau dans laquelle ilsvivent
JPS5239895B2 (de) * 1972-12-09 1977-10-07
CH614347A5 (de) * 1975-09-29 1979-11-30 Hoffmann La Roche
US4113709A (en) * 1976-08-12 1978-09-12 Petrolite Corporation Polyquaternary polythiazines
US4444790A (en) * 1982-05-27 1984-04-24 Millmaster Onyx Group, Inc. Quaternary ammonium disinfectants
US4462914A (en) * 1983-01-03 1984-07-31 Calgon Corporation Method of controlling Corbicula
US4579665A (en) * 1985-08-14 1986-04-01 Betz Laboratories, Inc. Method for controlling mollusks
US4643835A (en) * 1985-08-28 1987-02-17 Nalco Chemical Company Asiatic clam control chemical
US4906385A (en) * 1986-07-23 1990-03-06 Betz Laboratories, Inc. Method for controlling macroinvertebrates
CA1269927A (en) * 1986-07-23 1990-06-05 Larry A. Lyons Method for controlling macroinvertebrates
US4816163A (en) * 1986-07-23 1989-03-28 Betz Laboratories, Inc. Method for controlling macroinvertebrates
US4789489A (en) * 1988-02-26 1988-12-06 Buckman Laboratories International, Inc. Method for the control of mollusks

Also Published As

Publication number Publication date
CA2040653C (en) 1999-04-13
DE69103201D1 (de) 1994-09-08
ATE109433T1 (de) 1994-08-15
EP0457439B1 (de) 1994-08-03
CA2040653A1 (en) 1991-10-19
EP0457439A1 (de) 1991-11-21
JPH06210294A (ja) 1994-08-02
ES2059053T3 (es) 1994-11-01
MX166748B (es) 1993-02-01
US5062967A (en) 1991-11-05

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69103201T2 (de) Verfahren zur Zebramuschelbekämpfung mittels Didecyldimethylammoniumhaliden.
DE69102730T2 (de) Verfahren zur Zebramuschelbekämpfung mittels Dialkyldiallylammoniumpolymeren.
Bartlett et al. Lethal and sublethal toxicity of neonicotinoid and butenolide insecticides to the mayfly, Hexagenia spp.
CN1072891C (zh) 一种协同杀微生物组合物
US5192451A (en) Method for controlling zebra mussels in ship ballast tanks
DE60016114T2 (de) Zusammensetzung und Verfahren zur Kontrolle biologischen Bewuchses mit stabilisiertem Natrium Hypobromit in synergistischen Kombinationen
US5128050A (en) Method for controlling zebra mussels in ship ballast tanks
DE69207725T2 (de) Biozide Decylnonyl- und Decylisononyldimethylammonium-Verbindungen
US5096601A (en) Method for controlling zebra mussels using quaternary ammonium compositions
Doherty et al. Tolerance of the Asiatic clam Corbicula spp. to lethal level of toxic stressors—a review
US4906385A (en) Method for controlling macroinvertebrates
DE68909447T2 (de) Verfahren zur Molluskenbekämpfung.
DE69511363T2 (de) Anwendung zur Behandlung von Wasser und Oberflächen, die mit dem genannten Wasser in Kontakt stehen, zwecks der Verhinderung des Anwachsens und/oder der Abtötung und/oder der Anwachskontrolle von Makroorganismen; Zusammensetzung und Beschichtung dafür
Cooper Review of the environmental toxicity of quaternary ammonium halides
DE69811505T2 (de) Verfahren und zusammensetzungen zur bekämpfung von biologischer verschmutzung unter verwendung von sulfaminsäuren
DE69615034T2 (de) Potenzierung von dem 2-(thiocyanomethylthio)-benzothiazol-mikrobizid unter verwendung von einer n-alkyl heterocyclischen verbindung
Roberts The effect of pesticides on byssus formation in the common mussel, Mytilus edulis
DE68922229T2 (de) Verfahren zum Abtöten von Mollusken.
Martin et al. Control of the biofouling mollusc, Dreissena polymorpha (Bivalvia: Dreissenidae), with sodium hypochlorite and with polyquaternary ammonia and benzothiazole compounds
DE69931151T2 (de) Mikrobiozide Verfahren unter Verwendung von Kombinationen von Propiconazol und 2-Mercaptobenzothiazolen
US5910507A (en) Methods for control and mitigation of molluscs
DE69628043T2 (de) Kontrolle von bioverschmützungen mit n-alkylheterocyclischen verbindungen
US6315910B2 (en) Method for controlling snails using dialkyl diallyl ammonium polymers
DE69417876T2 (de) Verfahren zur bekämpfung von wirbellosen tieren
DE69618664T2 (de) Verwendung von thioharnstoff zusammensetzungen zum kontrollieren von biobewuchs

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee