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Die Erfindung betrifft ein elektrostatisches Spritz- bzw. Sprühbeschichten,
und insbesondere eine Vorrichtung zum elektrostatischen Isolieren einer
Förderquelle elektrisch leitfähigen Beschichtungsmaterialien, wie Farben auf
Wasserbasis, von elektrostatischen Beschichtungsverteilern und zum Pumpen
solcher Beschichtungsmaterialien zwischen der Quelle und den Verteilern.
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Die Technik des elektrostatischen Sprühens bzw. Spritzen wird in der
Industrie seit vielen Jahren eingesetzt. Üblicherweise wird das
Beschichtungsmaterial in atomisierter Form abgegeben. Eine elektrostatische Ladung wird
den atomisierten Partikeln aufgeprägt, welche dann in Richtung auf ein
Substrat abgegeben werden, das auf ein zu den Partikeln unterschiedlichen
Potential gehalten wird, um eine elektrostatische Anziehung für die
geladenen, atomatisierten Partikel zu schaffen. In der Vergangenheit waren die auf
Lösungsmitteln basierenden Sorten an Beschichtungsmaterialien, wie Firnisse,
Lacke, Emailien und dgl., die ersten Materialien, die für elektrostatische
Beschichtungsanwendungen eingesetzt wurden. Ein Problem bei solchen
Beschichtungsmaterialien besteht darin, daß sie eine Atmosphäre erzeugen, welche
sowohl explosiv als auch toxisch ist. Die explosive Natur der Umgebung
bedeutet ein Sicherheitsrisiko, falls ein Funke, beispielsweise durch
plötzliches Erden der Düse der Spritz- bzw. Sprühpistole, unbeabsichtigt erzeugt
werden sollte, der das Lösungsmittel in der Atmosphäre entzünden kann, was
eine Explosion hervorruft. Die toxische Natur der Arbeitsplatzatmosphäre, die
durch die auf Lösungsmitteln basierenden Beschichtungsmaterialien
hervorgerufen wird, kann eine Gesundheitsgefahr bedeuten, sollte ein Mitarbeiter
die Lösungsnebel einatmen.
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Die Verwendung von auf Wasser basierenden Beschichtungsmaterialien verringert
demgegenüber die Probleme hinsichtlich der Explosivität und Toxizität.
Bedauerlicherweise hat der Übergang von elektrostatischen Spritz- bzw.
Sprühverfahren mit auf Lösungsmitteln basierenden Beschichtungsmaterialien zu
elektrostatischen Spritz- bzw. Sprühverfahren mit auf Wasser basierenden
Beschichtungsmaterialien das Risiko elektrischer Schläge erheblich erhöht,
was demgegenüber ein verhältnismäßig kleines Risiko bei auf Lösungsmitteln
basierenden Beschichtungsmaterialien war. Das Risiko eines elektrischen
Schlages bei auf Wasser basierenden Beschichtungsmaterialien beruht auf ihrer
extremen elektrischen Leitfähigkeit, wobei die spezifischen elektrischen
Widerstände solcher Beschichtungsmaterialien auf Wasserbasis häufig in dem
Bereich von 100 bis 10.000 ohm cm (Ω cm) fallen. Im Gegensatz hierzu liegen
die spezifischen elektrischen Widerstände bei mäßig elektrisch leitenden
Beschichtungsmaterialien, wie Metallicfarben bei 200.000 bis 100.000.000 ohm
cm (Ω cm), wobei die spezifischen elektrischen Widerstände 100.000.000 ohm cm
(Ω cm) für auf Lösungsmitteln basierende Lacke, Firnisse, Emailien oder dgl.
übersteigen.
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Der spezifische elektrische Widerstand des Beschichtungsmaterials ist für das
Problem des potentiellen Elektroschlags, welcher während eines
elektrostatischen Beschichtungsvorganges auftreten kann, von Bedeutung. Bei
Beschichtungsmaterialien, welche entweder überhaupt nicht elektrisch leitend oder nur
gering elektrisch leitend sind, weist das Beschichtungsmaterial, das in der
von der Ladeelektrode an der Spitze der Beschichtungsabgabeeinrichtung bzw.
dem Beschichtungsverteiler zu dem Versorgungstank zurückführenden Rohrleitung
vorhanden ist, einen ausreichenden elektrischen Widerstand auf, um eine
elektrostatische Aufladung des Materials in dem Speichertank oder des Tankes
selbst zu verhindern. Wenn jedoch Beschichtungsmaterial gut elektrisch
leitend ist, wie Beschichtungsmaterialien auf Wasserbasis, ist der Widerstand
des Beschichtungsmaterials in der Zuführleitung sehr gering. Im Ergebnis läd
eine Hochspannungsladeelektrode, die in der Nähe der Düse der
Abgabeeinrichtung bzw. des Verteilers angeordnet ist, nicht nur die Beschichtungspartikel,
sondern das in der Rohrleitung sowie in dem Versorgungstank vorhandene
Beschichtungsmaterial und den Versorgungstank selbst elektrostatisch auf. In
einem solchen Fall riskiert die Bedienungsperson, die unbeabsichtigt in
Kontakt mit einem freiliegenden Versorgungstank, mit einer aufgeladenen
Rohrleitung oder irgendeinem anderen aufgeladenen Teil des Systems in
Berührung kommt, einen schweren elektrischen Schlag, sofern nicht dieses Teil
geerdet ist, um die Elektrizität abzuleiten. Wenn aber die Vorrichtung
tatsächlich an jedem Punkt geerdet ist, wird die Elektrostatik nicht
funktionieren, da die Hochspannungsladung an der Beschichtungsabgabeelektrode ebenso
abgeführt werden würde.
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Die DE-A-37 25 172 offenbart eine elektrostatische Beschichtungsvorrichtung,
bei der ein Zwischenisoliertank durch elektrisch isolierte Leitungen zwischen
einer Beschichtungsmaterialquelle und einer Abgabeeinrichtung bzw. einem
Verteiler eingesetzt ist, wobei die Leitungen abwechselnd befüllt und
entleert werden, so daß die Quelle und die Abgabeeinrichtung kontinuierlich
voneinander isoliert sind. Bei einer Ausführungsform ist der Isoliertank mit
einem verschiebbaren Kolben versehen, um das Volumen des Tanks an den Betrag
an Beschichtungsmaterial, der zum Beschichten eines einzelnen Werkstückes
erforderlich ist, anzupassen.
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Eines der Verfahren zur Verringerung des Problems "elektrischer Schlag" ist
z.B. in dem US-A-3 971 337 offenbart, das eine Vorrichtung zum
elektrostatischen Isolieren des Vorratstanks zeigt, der mit der
Beschichtungsabgabeeinrichtung bzw. dem Verteiler verbunden ist. Während diese Vorrichtung bei
schubweiser Vorgehensweise zufriedenstellend arbeitet, ist sie nicht ohne
weiteres dazu in der Lage, kontinuierliche Farblinien zu erzeugen, bei denen
eine im wesentlichen kontinuierliche Zuführung von Beschichtungsmaterial
vorgesehen werden muß.
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Dieses Problem hat zu einer Vorrichtung geführt, die z.B. in dem US-A-4 313
475 offenbart ist, bei der ein "Spannungsblockade"-System verwendet wird,
wobei elektrisch leitfähiges Beschichtungsmaterial zunächst von einem ersten
Beschichtungsvorrat in einen Transportbehälter befördert wird, der elektrisch
isoliert von der Spritz- bzw. Sprühpistole ist. Wenn der Transportbehälter
mit Beschichtungsmaterial gefüllt ist, wird er zunächst von dem ersten
Beschichtungsvorrat getrennt und anschließend mit einem Lagertank verbunden,
welcher wiederum mit einem oder mehreren Beschichtungsabgabeeinrichtungen
bzw. Verteilern verbunden ist. Das Beschichtungsmaterial wird von dem
Transportbehälter in den Lagertank gefördert, um den Lagertank mit einem Vorrat an
Beschichtungsmaterial zur aufeinanderfolgenden Förderung zu der
Beschichtungsabgabeeinrichtung zu befüllen. Während der Lagertank die
Beschichtungsabgabeeinrichtung mit Beschichtungsmaterial versorgt, wird der
Transportbehälter von dem Lagertank abgekoppelt und wieder mit dem ersten
Beschichtungsvorrat verbunden, um eine weitere Menge an Beschichtungsmaterial aufzunehmen,
so daß der Beschichtungsvorgang im wesentlichen kontinuierlich durchgeführt
werden kann.
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Ein wichtiges Merkmal der in dem US-A-4 313 475 offenbarten Vorrichtung
besteht darin, daß die Spannungsblockade bzw. Spannungsunterbrechung oder
Luftunterbrechung zu jeder Zeit zwischen der ersten Quelle und der elektrisch
geladenen Beschichtungsabgabeeinrichtung vorgesehen ist. Ein mögliches
Betriebsproblem bei einer derartigen Vorrichtung besteht darin, daß getrennt
voneinander eingesetzte Übertragungseinrichtungen, d.h. Pneumatikzylinder
oder dgl. verwendet werden, um den Transportbehälter mit dem ersten
Beschichtungsvorrat und anschließend mit dem Lagertank zu verbinden. Da die beiden
Pneumatikzylinder oder andere Übertragungseinrichtungen unabhängig
voneinander betätigt werden, ist es möglich, daß eine Fehlfunktion der
Steuereinrichtung für derartige Zylinder zu einer Verbindung des Transportbehälters
mit dem ersten Beschichtungsvorrat zeitgleich mit einer Verbindung des
Transportbehälters mit dem Lagertank führt. Wie vorstehend erläutert wurde,
kann der geringe spezifische elektrische Widerstand von
Beschichtungsmaterialien auf Wasserbasis zu einer Übertragung einer elektrostatischen
Hochspannungsladung von der Beschichtungspistole über das Beschichtungsmaterial zu
dem ersten Beschichtungsvorrat führen, was die Gefahr eines Elektroschlages
hervorruft.
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Ein weiteres Problem bei der in dem US-A-4 313 475 offenbarten Vorrichtung
bringt die Leckage und/oder das Tröpfeln von Beschichtungsmaterial während
des Transportvorganges mit sich. Wie vorstehend erwähnt wurde, nimmt der
Transportbehälter einen Vorrat an Beschichtungsmaterial aus dem ersten
Beschichtungsvorrat auf. Er wird dann von dem Beschichtungsvorrat getrennt
und anschließend mit dem Lagertank verbunden, um das in ihm befindliche
Beschichtungsmaterial zum Zuführen zu der Beschichtungsabgabeeinrichtung
abzugeben. Während dieses Transport- oder Übertragungsvorganges muß der
Transportbehälter Verbindungen sowohl mit dem ersten Beschichtungsvorrat als
auch mit dem Lagertank herstellen und unterbrechen, um die Übergabe des
Beschichtungsmaterials durchzuführen. Es wurde dabei herausgefunden, daß die
Verbindungs- und/oder Ventilmittel, die bei einer solchen Vorrichtung
verwendet
werden, anfällig für Leckagen und/oder Tröpfeln sind. Zusätzlich kann
eine Leckage von solchen Verbindungen zu Erdungen führen, wodurch sich die
Spannung in der elektrostatischen Beschichtungsabgabeeinrichtung verringert.
Ebenso kann sie die Gefahr für einen elektrischen Schlag hervorrufen, wenn
ein Strom an tröpfelndem Beschichtungsmaterial in Berührung mit einem
ungeerdeten Gegenstand gelangt, welcher durch die Bedienungsperson berührt
werden kann.
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Weitere mögliche Bedienungsprobleme bei Vorrichtungen, wie sie in dem US-A-4
313 475 offenbart sind, sind mit der Handhabung des Beschichtungsmaterials
innerhalb des Systems verbunden. Bei einer derartigen Vorrichtung wird dem
Beschichtungsmaterial gestattet, sich innerhalb des Transportbehälters
und/oder Lagertanks anzusammeln oder zur Ruhe zu kommen. Die Pigmente
innerhalb von Beschichtungsmaterialien, wie Farben, tendieren dazu, sich
abzulagern, wenn ihnen gestattet wird, innerhalb eines Behälters oder eines
Tankes zur Ruhe zu kommen. Derartige Vorrichtungen sehen keine Mittel zum
Zirkulieren oder Bewegen des Beschichtungsmaterials innerhalb sowohl des
Transportbehälters als auch des Lagertanks vor, um die Pigmente und andere
Fest- bzw. Schwebkörper in Suspension zu halten.
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Ein weiteres Problem bei Systemen der in dem US-A-4 313 475 offenbarten Art
besteht darin, daß, wenn das Beschichtungsmaterial, wie eine Farbe, zwischen
den Transportbehältern und den Tanks der Vorrichtungen sowie zu den
Beschichtungsabgabeeinrichtungen transportiert wird. Diese Bewegungsabfolge wird
durch den Einsatz von Druckluft innerhalb des Kessels oder des Tanks
erreicht, wobei die Druckluft in direkten Kontakt mit dem Beschichtungsmaterial
kommt, um dieses aus dem Kessel zu drängen. Eine Luftübergangsfläche hat für
viele Farbarten eine Verschlechterung zur Folge. Es ist daher wünschenswert,
den Kontakt mit Luft zu vermeiden, bis das Beschichtungsmaterial auf ein
spezielles Objekt aufgebracht wird.
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Ein Weg der Vermeidung eines direkten Kontaktes von Luft mit der Farbe
besteht darin, eine Kolbenpumpe zu verwenden, die eine zylindrische ein
Reservoir definierende Wand mit einem darin beweglichen Kolben aufweist. Luft
oder ein anderes Arbeitsfluid wirkt auf eine Seite des Kolbens ein, der die
auf der anderen Seite des Kolbens befindliche Farbe aus dem Reservoir drängt.
Bei diesen Arten an Kolbenpumpen ist der Kolbenkopf mit einer oder mehreren
Umfangsnuten ausgebildet, von denen jede eine Dichtung in der Weise trägt,
daß sie an den Wänden des Zylinders gleitend anliegt. Während Kolbenpumpen
dieses Typs das Problem des direkten Kontaktes von Luft und Farbe verhindern,
wurden andere Schwierigkeiten bei ihrem Betrieb beobachtet.
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Ein Problem bei Kolbenpumpen der vorstehend beschriebenen Art besteht darin,
daß die Dichtungen an dem Pistolenkopf nicht wirksam genug sind, um die
Zylinderwand vollständig von Farbe sauber zu wischen, wenn sich der Kolben
innerhalb des Reservoirs hin- und herbewegt. Als Ergebnis kann sich ein
dünner Farbfilm auf der Zylinderwand bilden, welcher durch Konktakt mit der
Treiberluft, die in das Reservoir gelangt, wenn sich der Kolben darin
hinund herbewegt, austrocknen kann. Diese getrocknete Farbe bildet einen
schleifenden, hochreibenden Rest an der Zylinderwand, welcher zu ungleichmäßigen
Bewegungen des Kolbens und zu einer ständigen Fehlfunktion der Dichtungen
führen kann. Zusätzlich können derartige Farbablagerungen so ausreichend
haftend oder klebend sein, daß sie die Bewegung des Kolbens erheblich
einschränken, insbesondere wenn der Systembetrieb für eine Zeitperiode aus
irgendeinem Grund unterbrochen wird.
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Ein weiteres Problem bei Kolbenpumpen des vorstehend beschriebenen Typs
besteht in einem Phänomen, welches unter dem Begriff "Druckfalle" (pressure
trap) bekannt ist. Dieser Zustand wird, wo der Kolbenkopf mit einer oder
mehreren sich entlang seines Umfangs erstreckenden Dichtungen versehen ist,
die zueinander axial beabstandet sind, durch eine charakteristische Menge an
abgewischtem Beschichtungsmaterial von den Wänden des Zylinders verursacht.
Ein Reservoir an Beschichtungsmaterial kann sich in dem axialen Zwischenraum
bzw. in den axialen Zwischenräumen zwischen den Dichtungen aufbauen, welches
die der unter Druck stehenden Seite des Kolbens gegenüberliegend angeordnete
Dichtung in ihre Nut in dem Kolbenkopf drängt. Wenn beispielsweise Druckluft
in das Reservoir der Pumpe auf die eine Seite des Kolbenkopfes gelangt, wird
das innerhalb des Axialraumes zwischen den Dichtungen gefangene
Beschichtungsmaterial
in eine Richtung auf die Beschichtungsmaterialseite des Kolben
gedrängt, welche wiederum die der Beschichtungsseite nahe Dichtung gegen die
Kante der Nut in dem Pistolenkopf drängt. Wenn die gegenüberliegende Seite
des Pistolenkopfs unter Druck gesetzt wird, d.h. nach dem Empfang von
Beschichtungsmaterial, wird das zwischen den Dichtungen gefangene
Beschichtungsmaterial in die Gegenrichtung gedrängt, d.h. in Richtung auf die
Luftseite des Kolbenkopfes, wodurch die der Luftseite nahe Dichtung gegen ihre
Nut in dem Pistolenkopf gedrängt wird. Dieses Problem der Druckfalle erzeugt
ein zusätzliches Hemmnis in dem System und beschleunigt den
Dichtungsverschleiß.
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Gemäß der Erfindung enthält eine Vorrichtung zum Befördern von elektrisch
leitfähigem Beschichtungsmaterial von einer Quelle zu einem elektrostatischen
Verteiler ein erstes Fördermittel, durch welches Beschichtungsmaterial von
der Quelle in eine Pumpe überführt werden kann, ein zweites Fördermittel,
durch welches Beschichtungsmaterial von der Pumpe zum Verteiler gepumpt
werden kann, ein dem ersten Fördermittel zugeordnetes Isoliermittel zum
elektrischen Isolieren der Pumpe von der Quelle während des Pumpens von
Beschichtungsmaterial von der Pumpe zum Verteiler und ein zweites, dem
zweiten Fördermittel zugeordnetes Isoliermittel zum elektrischen Isolieren
der Pumpe von dem Verteiler während des Überführens von Beschichtungsmaterial
in die Pumpe, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe ausgelegt ist, in ihr
befindliches Beschichtungsmaterial gegenüber einem Kontakt mit Luft zu
isolieren, und daß Steuermittel vorgesehen sind, um sicherzustellen, daß das
erste Isoliermittel vor der Zeit oder zur selben Zeit aktiviert wird, bei der
das Beschichtungsmaterial beginnt, das zweite Fördermittel zu durchströmen,
und um sicherzustellen, daß das zweite Isoliermittel vor der Zeit oder zur
selben Zeit aktiviert wird, bei der das Beschichtungsmaterial beginnt, durch
das erste Fördermittel zu strömen.
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Eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum Befördern von elektrisch
leitfähigem Beschichtungsmaterial, wie Farbe auf Wasserbasis, von einer Quelle zu
einem elektrostatisch aufgeladenen Verteiler oder einer elektrostatisch
aufgeladenen Spritz- bzw. Sprühpistole gemäß der vorliegenden Erfindung
enthält eine erste und zweite Ventileinrichtung (shuttle-Einrichtung) sowie
ein großes Reservoir und eine Kolbenpumpe, die zwischen den
Ventileinrichtungen angeordnet ist. Die erste Ventileinrichtung ist bezogen auf eine
Füllstation zwischen einer Durchlaßstellung, in der sie an der füllstation
angekoppelt bzw. angekuppelt ist, und einer neutralen Stellung, in der sie
von der Füllstation abgekoppelt bzw. abgekuppelt ist, bewegbar. Eine der
beiden Einrichtungen - erste Ventileinrichtung, Füllstation - ist mit der
Beschichtungsquelle verbunden, wogegen die andere Einrichtung mit der
Kolbenpumpe verbunden ist. Die zweite Ventileinrichtung ist bezogen auf eine
Abgabestation zwischen einer Durchlaßstellung, in der sie an der
Abgabestation angekoppelt bzw. angekuppelt ist, und einer neutralen Stellung, in der
sie von der Abgabestation abgekoppelt bzw. abgekuppelt ist, bewegbar. Eine
der beiden Einrichtungen - zweite Ventileinrichtung, Abgabestation - ist mit
der Kolbenpumpe verbunden, wogegen die andere mit einer oder mehreren
elektrostatischen Beschichtungsabgabeeinrichtungen bzw. Beschichtungsverteilern
in Verbindung steht. Das Beschichtungsmaterial wird von der ersten
Ventileinrichtung und der Füllstation zu der Kolbenpumpe befördert und anschließend
von der Kolbenpumpe über die zweite Ventileinrichtung und der Abgabestation
zu einer oder mehreren elektrostatischen Spritz- bzw. Sprühpistolen geführt.
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Ausführungsformen gemäß der Erfindung steuern die Bewegung der ersten und
zweiten Ventileinrichtung in der Weise, daß ein "Spannungsblockade" oder eine
Luftlücke beständig zwischen der Quelle an Farbe auf Wasserbasis und den
elektrostatischen Spritz- bzw. Sprühpistolen während eines
Beschichtungsvorganges aufrechterhalten wird. Diese Spannungsblockade wird dadurch erzielt,
daß sichergestellt wird, daß, wenn die erste Ventileinrichtung mit der
Füllstation zum Übertragen des Beschichtungsmaterials zu der Kolbenpumpe
verbunden ist, die zweite Ventileinrichtung elektrisch isoliert von der
Abgabestation ist, d.h. sich in physikalisch beabstandeter, neutraler
Stellung befindet. Auf der anderen Seite ist, wenn Beschichtungsmaterial von der
Kolbenpumpe über die zweite Ventileinrichtung und der Abgabestation zu der
Spritz- bzw. Sprühpistole überführt wird, die erste Ventileinrichtung
physikalisch beabstandet und elektrisch isoliert von der Füllstation. Auf diese
Weise werden die erste und zweite Ventileinrichtung niemals in Kontakt mit
der Füllstation bzw. der Abgabestation zur gleichen Zeit während eines
Beschichtungsvorganges gelangen.
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Bewegungen der Ventile zwischen der Durchlaßstellung und der neutralen
Stellung können durch ein System von pneumatisch und/oder mechanisch
arbeitenden Ventilen ausgeführt werden. Das Ventil system steuert im wesentlichen
zwei unterschiedliche Vorgänge, die im Zusammenhang mit dem Fördern von
Beschichtungsmaterialien aus der Quelle zu den elektrostatischen Spritz- bzw.
Sprühpistolen stehen. In einer ersten Betriebssequenz kann
Beschichtungsmaterial aus der Quelle in die Pumpe befördert werden. Dies wird durch
Bewegen des ersten Ventils in die Durchlaßstellung erreicht, wodurch
Beschichtungsmaterial aus der Quelle in sowie durch das erste Ventil und
anschließend durch eine Leitung zu der Pumpe fließt. Gleichzeitig bewegt das
Ventil system das zweite Ventil zu der neutralen Stellung, in der es
elektrisch isoliert von der Pumpe ist.
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Wenn die Kolbenpumpe mit Beschichtungsmaterial befüllt ist, bewegt eine
zweite Betriebssequenz des Ventilsystems simultan das erste Ventil in die
neutrale Stellung und das zweite Ventil in die Durchlaßstellung.
Beschichtungsmaterial kann dann von der Pumpe über das zweite Ventil zu einer zweiten
Pumpe abgegeben werden, die zwischen dem zweiten Ventil und einer oder
mehreren elektrostatischen Spritz- bzw. Sprühpistolen angeordnet sein kann.
Nachdem der Vorrat an Beschichtungsmaterial aus der ersten Pumpe abgegeben
worden ist, kehrt das Ventil system zu seiner Ausgangsstellung zurück und
nimmt die Befüllung der ersten Pumpe in der vorstehend beschriebenen Weise
auf.
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Bei den Ausführungsformen der Erfindung kann das Ventilsystem ebenso durch
ein Steuergerät betrieben werden, um das gesamte Fördersystem mit einem
Lösungsmittel oder dgl. durchzuspülen. In dieser Betriebsart können beide
Ventile vorübergehend in die Durchlaßstellung bewegt werden.
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Bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Erfindung enthält die Pumpe einen
hin- und hergehenden Kolben innerhalb eines zylindrischen Gehäuses, welches
einen Beschichtungsmaterialeinlaß aufweist, der so ausgerichtet ist, daß
Beschichtungsmaterial im wesentlichen tangential in das Gehäuse eingeführt
wird, wobei die Pumpe so ausgebildet ist, daß ein Inkontakttreten des
Beschichtungsmaterials mit Luft innerhalb der Pumpe verhindert wird. Derartige
Pumpen lassen das in ihnen befindliche Beschichtungsmaterial im wesentlichen
kontinuierlich zirkulieren, um das Absetzen von Sedimenten oder Pigmenten zu
verhindern und ein leichtes Reinigen der Pumpen zu ermöglichen. Wenn
Beschichtungsmaterial tangential in das Gehäuse einer derartigen Pumpe
eingeführt wird, kreist oder wirbelt das Beschichtungsmaterial entlang der inneren
Oberfläche des Gehäuses, um das Verbleiben der Pigmente und anderer Sedimente
in Suspension innerhalb des Beschichtungsmaterials zu unterstützen. Die
Bodenoberfläche des zylindrischen Gehäuses kann gewölbt oder konkav in ihrer
Form sein und die Austrittsöffnung der Pumpe kann in der Mitte dieser
gewölbten Oberfläche angeordnet sein. Eine derartige Anordnung eliminiert die
Bildung von kleinen Taschen, innerhalb denen sich Sedimente oder Pigmente
sammeln können, wenn Beschichtungsmaterial aus der Pumpe ausgetragen wird.
Der Pistolenkopf kann in geeigneter Weise so gestaltet sein, daß er mit der
Boden des Reservoirs während des Reinigungsvorganges mit Lösungsmittel
"ausgefüllt ist", was das Lösungsmittel mit hoher Geschwindigkeit durch die
Austrittsöffnung preßt, um eine vollständige Reinigung des Reservoirs
sicherzustellen.
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Ein weiterer Vorteil einer Pumpe gemäß der Erfindung besteht darin, daß sie
die Farbe daran hindert, Kontakt mit der Luft zu bekommen.
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In bevorzugten Ausführungsformen enthält die Pumpe eine Kolbenstange, die ein
mit dem Kolbenkopf verbundenes Ende und ein zweites Ende aufweist, daß sich
nach außen aus dem Reservoir heraus erstreckt. Die Kolbenstange ist mit einer
Bohrung versehen, welche in dem Pistolenkopf hineinreicht und zumindest vier
in dem Kolbenkopf vorgesehene Zweigkanäle schneidet. Diese Kanäle erstrecken
sich radial auswärts von der Kolbenstangenbohrung zu dem äußeren Umfang des
Kolbenkopfes in einem Bereich zwischen zwei ringförmigen Umfangsnuten, die in
dem Kolbenkopf eingearbeitet sind und jeweils eine Kolbendichtung tragen. Das
Ende der Kolbenstange, das sich aus dem Reservoir heraus erstreckt, ist
vorzugsweise durch eine Halterung mit einer Plastikrohrleitung verbunden, die
eine belüftete Kappe aufweist, welche ein Schmierfluid, wie Wasser, enthält.
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Die Ausbildung einer Flüssigkeitsbohrung und zumindest eines
Flüssigkeitskanals in dem Kolben hat mehrere Vorteile zur Folge. Zunächst kann Fluid bzw.
Flüssigkeit unter Umgebungsdruck aus der Rohrleitung durch die
Flüssigkeitsbohrung und radial auswärts innerhalb des einen oder jedes Flüssigkeitskanals
zu dem äußeren Umfang des Kolbens in dem Bereich eines Paares an Dichtungen
gefördert werden. Die Flüssigkeit bildet eine Schmierung entlang der
Zylinderwände, um die Bewegung des Kolbens innerhalb des Zylinders zu erleichtern.
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Das Vorhandensein von Flüssigkeit zwischen den Dichtungen verhindert ebenso
ein gegenseitiges Kontaminieren zwischen der Farbe und der zur Luft hin
offenen Seite des Kolbens. Luft, die möglicherweise hinter eine der
Dichtungen sickert, wird innerhalb der Flüssigkeit zwischen den Dichtungen
aufgefangen und fließt möglicherweise stromaufwärts entlang des oder jedes
Flüssigkeitskanals und der Flüssigkeitsbohrung zu dem Plastikrohr und dem
Flüssigkeitsreservoir, wo sie austritt. In ähnlicher Weise wird
Beschichtungsmaterial, welches hinter eine der Dichtungen durchsickert, mit der Flüssigkeit in
der ringförmigen Vertiefung vermischt und fließt eventuell stromaufwärts
entlang des oder jedes Flüssigkeitskanals und der flüssigkeitsbohrung zu dem
Plastikrohr. Die Anwesenheit von Farbe innerhalb der Flüssigkeit kann ohne
weiteres visuell in dem Plastikrohr erfaßt werden und, wenn sie einen
vorbestimmten Maximalbetrag erreicht hat, die Flüssigkeitsbohrung und der oder
jeder Flüssigkeitskanal in dem Kolben durchgespült und mit
Reinigungsflüssigkeit gefüllt werden.
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Ein weiterer Vorteil des Führens von Flüssigkeit mit Umgebungsdruck in die
ringförmige Vertiefung besteht darin, das vorstehend beschriebene
"Druckfallen"-Problem zu eliminieren, welches zu einem frühzeitigen
Dichtungsverschleiß führt. Den Dichtungslippen wird gestattet, sich vollständig gegen das
zylindrische Gehäuse zu pressen, da Druck zwischen den Dichtungen durch den
oder jeden Flüssigkeitskanal und der Flüssigkeitsbohrung entweichen kann.
Dies verringert nicht nur den Dichtungsverschleiß, sondern erzeugt eine
verbesserte Dichtung gegen das zylindrische Gehäuse.
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Bei einer Vorrichtung gemäß der Erfindung wird eine Kopplungs- bzw.
Kupplungseinrichtung vorgesehen, um die füllstation und das erste Ventil sowie
die Abgabestation und das zweite Ventil jeweils miteinander zu verbinden. Wie
vorstehend erwähnt wurde, ist jedes der ersten und zweiten Ventile mit Bezug
auf die Füllstation bzw. Abgabestation bewegbar, um Beschichtungsmaterial zu
oder aus der Kolbenpumpe, die zwischen ihnen angeordnet ist, zu übertragen.
Nachdem Beschichtungsmaterial sowohl durch das erste als auch zweite Ventil
gefördert worden ist, müssen diese von der jeweiligen Füll- bzw.
Abgabestation abgekoppelt werden, um die vorstehend beschriebene Spannungsblockade zu
bilden.
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Eine derartige Anordnung erzeugt eine flüssigkeitsdichte Dichtung zwischen
den Kopplungs- bzw. Kupplungsgliedern und verhindert ein Durchsickern von
Beschichtungsmaterial, wenn die Kopplungsglieder voneinander getrennt sind.
Eine Kopplungs- bzw. Kupplungseinrichtung wird vorgesehen, die ein männliches
und ein weibliches Kopplungs- bzw. Kupplungsglied aufweist, die miteinander
mit einer Drei-Teile-Dichtung in Eingriff stehen, um Leckage zu vermeiden.
Ein Kopplungsglied kann in der Lage sein, "zurückzuschnüffeln" (snuff back)
oder ein Vakuum erzeugen, welches in jedem Fall Beschichtungsmaterial, das an
den äußeren Abschnitten der Kopplungsglieder vorhanden ist, wenn diese außer
Eingriff gelangen, abzieht. Die Bildung einer Saugkraft oder eines negativen
Drucks an einem der Kopplungsglieder verhindert das Tröpfeln von
Beschichtungsmaterial auf den Boden oder auf die Vorrichtung und vermeidet so eine
zeitaufwendige Reinigung und die potentiellen Probleme der Erdung der
Beschichtungsabgabeeinrichtung und/oder des Hervorrufens der Gefahr eines
Elektroschocks.
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Ausführungsformen gemäß der Erfindung schaffen eine Vorrichtung zur Abgabe
von hoch elektrisch leitfähigem Beschichtungsmaterial, wie Farbe auf
Wasserbasis, die die Übertragung von elektrostatischer Ladung aus der
Beschichtungsmaterialabgabeeinrichtung zu dem ersten Beschichtungsvorrat verhindert,
die das Beschichtungsmaterial zur Vermeidung eines Absetzens zirkulieren
läßt, die das Tröpfeln und Reinigungsprobleme verringert, die leicht zu
reinigen ist und die ein positives Pumpen des Beschichtungsmaterials ohne
Kontamination mit Luft sowie ohne vorzeitigen Pumpendichtungsverschleiß
erlaubt.
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Die Erfindung wird nun anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
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Figur 1 eine graphische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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Figur 2 eine schematische Ansicht der Figur 1, die das Ventil system in
einer Position zum Füllen der ersten Kolbenpumpe zeigt;
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Figur 3 eine schematische, zu Figur 2 ähnliche Ansicht, bei der sich
jedoch das Ventil system in einer Stellung zur Abgabe von
Beschichtungsmaterial aus der ersten Pumpe zu der zweiten Pumpe
befindet, die wiederum Beschichtungsmaterial zu der Spritzpistole
führt;
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Figur 4 eine schematische, zu Figur 2 und 3 ähnliche Ansicht, bei der
jedoch das Ventil system in einer Stellung befindet, um einen
Durchspülen mit Lösungsmittel durchzuführen;
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Figur 5 eine vergrößerte, teilweise geschnittene Ansicht einer
Ausführungsform einer Kolbenpumpe gemäß der Erfindung;
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Figur 6 eine Ansicht im Querschnitt entlang der Linie 6-6 der Figur 5;
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Figur 7 eine Ansicht im Querschnitt entlang der Linie 7-7 der Figur 6;
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Figur 8 eine Schnittansicht von zwei Kopplungsgliedern gemäß der
Erfindung in einer entkoppelten Stellung;
Figur 9 eine zu Figur 8 ähnliche Ansicht mit jedoch in Eingriff
befindlichen Kopplungsgliedern;
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Figur 10 eine zu Figur 9 ähnliche Ansicht bei der sich jedoch die
Kopplungsglieder in einer Stellung befinden, die den Fluß von
Beschichtungsmaterial durch sie hindurch gestattet;
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Figur 11 eine vergrößerte Ansicht im Querschnitt einer alternativen
Ausführungsform einer Kolbenpumpe gemäß der Erfindung; und
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Figur 12 eine Ansicht im Querschnitt entlang der Linie 12-12 in Figur 11.
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Wie aus Figur 1 hervorgeht, enthält die Vorrichtung 10 ein erstes Gehäuse 12,
die eine Füllstation 14 aufweist, welche durch eine Hauptfarbzuführleitung 15
über eine Zweigleitung 16 und ein Ventil 17 mit einer Pumpe und einer Quelle
18 für ein elektrisch leitfähiges Beschichtungsmaterial, wie Farbe auf
Wasserbasis, verbunden ist. An der Füllstation 14 ist das männliche, mit den
Zuführleitungen 15 und 16 verbundene Kupplungs- bzw. Kopplungsglied 19 einer
Kupplungs- bzw. Kopplungseinrichtung 20 vorgesehen, die nachstehend noch
näher erläutert wird.
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Ein doppelt wirkender Kolben 22 ist innerhalb des ersten Gehäuses 12
gehalten, der eine feststehende Kolbeneinheit 23 und einen bewegbaren Zylinder 25
aufweist, welcher mit einem ersten Ventil (shuttle) 24 verbunden ist. Das
erste Ventil 24 ist entlang einer Führungsstange 26, die zwischen der
Füllstation 14 und einem Block 27 gehalten ist, in Abhängigkeit zu der hin- und
hergehenden Bewegung des Zylinders 25 relativ zu der feststehenden
Kolbeneinheit 23 bewegbar, wie dies nachstehend noch näher erläutert wird. Das
Ventil 24 hält das weibliche Kupplungs- bzw. Kopplungsglied 28 der
Kopplungseinrichtung 20. Dieses weibliche Kopplungsglied 28 ist durch eine
Übertragungs- bzw. Förderleitung 30 mit einer ersten Kolbenpumpe 32 verbunden.
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Wie nachstehend noch näher erläutert wird, ist das Ventil 24 mit Bezug auf
die Füllstation 14 zwischen einer "Durchlaß"-Stellung, in der das durch das
Ventil 24 gehaltene, weibliche Kopplungsglied 28 in Eingriff mit dem durch
die Füllstation 14 gehaltenen, männlichen Kopplungsglied 19 gelangt, und
einer "neutralen" Stellung, die in Phantomlinien in figur 1 dargestellt ist,
bewegbar, in der das Ventil 24 beabstandet und elektrisch isoliert von der
Füllstation 14 ist. In der Durchlaßstellung ist das Ventil 24 in der Lage,
Farbe von der Quelle 18 über die Zuführleitung 15 und die füllstation 14 zu
empfangen und die Farbe über die förderleitung 30 zu der ersten Kolbenpumpe
32 zu fördern.
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Die Vorrichtung 10 der Erfindung enthält ebenso ein zweites Gehäuse 34, das
eine Abgabestation 36 aufweist, welche durch eine Übertragungs- bzw.
Förderleitung 38 mit der ersten Kolbenpumpe 32 verbunden ist. Das zweite Gehäuse 34
ist mit einem doppelt wirkenden Kolben 39 versehen, der eine feststehende
Kolbeneinheit 40 und einen bewegbaren Zylinder 42 aufweist, welcher an einem
Ventil (shuttle) 48 gehalten ist. In Abhängigkeit der hin- und hergehenden
Bewegung des Zylinders 42 relativ zu der Kolbeneinheit 40 ist das Ventil 48
entlang einer Führungsstange 44 bewegbar, die zwischen der Abgabestation 36
und einem Montageblock 50 angeordnet ist, der durch das Gehäuse 34 gehalten
wird, wie dies nachstehend noch erläutert wird. Die Abgabestation 36 ist mit
dem männlichen Kupplungs- bzw. Kopplungsglied 19 einer Kupplungs- bzw.
Kopplungseinrichtung 20 versehen, wogegen das Ventil 48 ein weibliches
Kupplungs- bzw. Kopplungsglied 28 in der gleichen Weise wie das Ventil 24 trägt.
Das männliche Kopplungsglied 19 ist mit einer Förderleitung 38 verbunden. Das
weibliche Kopplungsglied 28, das dem Ventil 48 zugeordnet ist, ist durch eine
Leitung 51 mit einer zweiten Kolbenpumpe 52 verbunden. Diese zweite
Kolbenpumpe 52 ist wiederum durch eine Leitung 53 mit einer elektrostatischen
Sprüh- bzw. Spritzpistole 54 verbunden.
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In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung 10 zur
Verwendung mit einer luftbetriebenen, elektrostatischen Spritzpistole 54
einsetzbar, d.h. einer Spritzpistole, bei der die Atomisation der Farbe durch
Beaufschlagung eines Farbstrahls mit einem oder mehreren Luftstrahlen
erfolgt. Diese Art von Spritzpistolen ist im Handel erhältlich. Eine
luftbetriebene, elektrotstatische Spritzpistole, die zur Verwendung zusammen mit
der Vorrichtung 10 geeignet ist, stellt beispielsweise das Modell Nr. AN-9
dar, welches durch die Nordson Corporation of Amherts, Ohio, USA vertrieben
wird. Alternativ kann die Vorrichtung 10 zur Verwendung mit luftlosen,
elektrostatischen Spritzpistolen ausgelegt sein, wobei die Atomisation
hydraulisch erfolgt. Ein Beispiel einer geeigneten, luftlosen Spritzpistole, die
zusammen mit der Vorrichtung 10 verwendet werden kann, ist aus dem US-A-4 355
764 entnehmbar. Bei Verwendung von luftlosen Spritzpistolen, oder bei
Anwendungen, wo eine große Zahl an luftbetriebenen Sprühpistolen verwendet werden,
kann eine Hochdruckpumpe 55 in die Leitung 53 zwischen der zweiten
Kolbenpumpe 52 und der Spritzpistole 54 eingesetzt werden. Diese Pumpe 55 wird
verwendet, um den Druck der Farbabgabepumpe 52 zu verstärken, bevor die Farbe zu
der bzw. den Spritzpistolen 54 gefördert wird.
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Die Ventile 24, 28 fördern Beschichtungsmaterial von der Beschichtungsquelle
18 zu einer oder mehreren elektrostatischen Spritzpistolen 54, während eine
Spannungsblockade bzw. Spannungsunterbrechung oder ein Luftspalt zwischen
einem der Ventile 24, 48 und der Füll- bzw. Abgabestation 14, 36 andauernd
aufrechterhalten wird. Ein Ventil system ist vorgesehen, um sicherzustellen,
daß, wenn sich das Ventil 24 mit Bezug auf die Füllstation 14 in seiner
Durchlaßstellung befindet, um die Förderung von Beschichtungsmaterial aus der
Quelle 18 in die erste Kolbenpumpe 32 zu ermöglichen, sich das Ventil 48 mit
Bezug auf die Abgabestation 36 in seiner neutralen Stellung befindet, so daß
ein Luftspalt gebildet wird, welcher das Ventil 48 von der Abgabestation 36
und der elektrostatischen Spritzpistole 54 elektrisch isoliert. Der
nachstehend beschriebene Ventilsystemaufbau ist auch in der Lage, die Stellungen
der Ventile 24 und 48 umzukehren, wenn das Beschichtungsmaterial von der
ersten Kolbenpumpe 32 zu der zweiten Kolbenpumpe und anschließend zur
Spritzpistole 54 gefördert wird. D.h., wenn sich das Ventil 48 mit Bezug auf die
Abgabstation 36 in seiner Durchlaßstellung befindet, wie dies in Figur 1
durch die Phantomlinien gezeichnet ist, befindet sich das Ventil 24 in seiner
neutralen Stellung, wie dies ebenfalls in Phantomlinien gezeichnet ist,
wodurch ein Luftspalt zwischen dem Ventil 24 und der Füllstation 14
vorgesehen wird, um das Ventil 24 von der Füllstation 14 elektrisch zu
isolieren.
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Wie nachstehend noch beschrieben wird, kann die Vorrichtung 10 durch Fördern
von Lösungsmittel aus einer Pumpe und einer Lösungsmittelquelle 56 in die
Farbzuführleitung 16 und anschließend durch diejenigen Elemente der
Vorrichtung 10, welche in Kontakt mit der farbe gelangen, gereinigt werden. Wie
es schematisch in Figur 1 dargestellt ist, ist die Lösungsmittelquelle 56
über eine Zweigleitung 58 und einem Ventil 60 mit der Zuführleitung 16 zu
Reinigungszwecken verbindbar, wobei während dieser Zeit das Ventil 17, das in
der mit der Beschichtungsquelle 18 verbundenen Zweigleitung 16 angeordnet
ist, geschlossen ist. Die Vorrichtung 10 der Erfindung kann mit einem
Farbwechsler 66 von der Art eingesetzt werden, wie er beispielsweise in dem
US-A-4 627 465 und dem US-A-4 657 047 offenbart ist. Der Farbwechsler 66 wird
durch eine Zweigleitung 68, die ein Ventil 70 aufweist, mit der
farbzuführleitung 16, die zur Vorrichtung 10 führt, verbunden. Wenn es gewünscht wird,
verschiedene Farben mit der Spritzpistole 54 verspritzen bzw. versprühen zu
können, wird die Vorrichtung 10 zunächst mit Lösungsmittel gereinigt und
anschließend eine zur vorhergehenden Farbe unterschiedliche Farbe über den
Farbwechsler 66 der Vorrichtung 10 zugeführt, wie die nachstepend noch näher
erläutert wird.
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In den Figuren 2, 3 und 4 ist ein Ventilsystem zum Steuern des Förderns von
Beschichtungsmaterial aus der Beschichtungsquelle 18 zu der Spritzpistole 54
und zum Reinigen mit Lösungsmittel aller Elemente, welche mit dem
Beschichtungsmaterial in Berührung kommen, gezeigt. Dieses Ventilsystem steuert drei
Betriebssequenzen: nämlich das Füllen der ersten Kolbenpumpe 32 mit
Beschichtungsmaterial, das Fördern des Beschichtungsmaterials von der ersten
Kolbenpumpe 32 über die Abgabestation 36 zu der zweiten Kolbenpumpe 40 sowie der
Spritzpistole 54 und schließlich das Reinigen des Systems mit Lösungsmittel.
Jede dieser besonderen Betriebssequenzen wird nun getrennt beschrieben.
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Wie es schematisch in Figur 2 dargestellt ist, ist die farbzuführleitung 16
der Beschichtungsquelle 18 mit der Füllstation 14 verbunden. Die
Abgabestation 36 ist über die Abgabeleitung 51 mit der zweiten Kolbenpumpe 52
verbunden, welche wiederum mit der Spritzpistole 54 verbunden ist. Um die erste
Kolbenpumpe 32 ohne Bildung eines elektrischen Weges bzw. Pfades von der
elektrostatischen Spritzpistole 54 zurück zu der Beschichtungsquelle 18
befüllen zu können, ist ein Ventil system vorgesehen, um das Ventil 24 in eine
Durchlaßstellung an der füllstation 14 und gleichzeitig das Ventil 48 zu
einer beabstandeten oder neutralen Stellung bezogen auf die Abgabestation 36
zu bewegen, so daß das Ventil 48 elektrisch isoliert von der Abgabestation 36
und der Spritzpistole 54 ist.
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Wie aus Figur 2 hervorgeht, ist ein Ventil 72 mit Antrieb bzw. ein
gesteuertes Wegeventil durch eine Leitung 73 mit einer von einer Druckluftquelle 76,
wie einem nicht dargestellten Kompressor, der die Betriebsstellen in einem
Herstellungbetrieb mit Druckluft versorgt, kommenden Hauptluftzuführleitung
74 verbunden. Eine erste Leitung 78 ist an der Ausgangsseite des Ventils 72
mit einer Seite des doppelt wirkenden Kolbens 22 verbunden, der das Ventil 24
bewegt. Ein Ende der Stichleitung 80 ist mit der ersten Leitung 78 verbunden.
Sein gegenüberliegendes Ende ist mit der Einlaßseite eines Ventil 82 mit
Antrieb bzw. eines gesteuerten Wegeventils verbunden. Eine Verbindungsleitung
84 erstreckt sich zwischen der Auslaßseite des Ventils 82 und dem doppelt
wirkenden Kolben 39 in dem zweiten Gehäuse 34, welches das Ventil 48 trägt.
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In der nicht angetriebenen bzw. ungesteuerten, in Figur 2 gezeigten Stellung
des Ventils 72 wird Druckluft aus der Quelle 76 gestattet, durch die
Leitungen 73 und 74 in die Einlaßseite des Ventils 72 und anschließend über die
erste Leitung 78 zu dem Kolben 22 zu gelangen. Dies beaufschlagt eine Seite
des doppelt wirkenden Kolbens 22 mit Druckluft, welcher das Ventil 24 nach
rechts, wie in Figur 2 dargestellt, in eine Durchlaßstellung bewegt, wodurch
das weibliche Kopplungsglied 28, das durch das Ventil 24 gehalten wird, in
Eingriff mit dem männlichen Kopplungsglied 29, das durch die Füllstation 14
gehalten wird, gelangt. Zeitgleich wird die durch die erste Leitung 78
fließende Druckluft durch die Stichleitung 80 über das Ventil 82 in den
doppelt wirkenden Kolben 39 in dem zweiten Gehäuse 34 geführt. Dies veranlaßt
den doppelt wirkenden Kolben 39, das Ventil 48 nach links, wie dies in Figur
2 dargestellt ist, d.h. in eine neutrale Stellung beabstandet zu der
Abgabestation 36 zu bewegen, so daß eine Spannungsblockade oder ein Luftspalt
zwischen der Abgabestation 36 und dem Ventil 48 hergestellt wird.
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Befindet sich das Ventil 24 in der Durchlaßstellung und das Ventil 48 in der
neutralen Stellung, wird Farbe von der Beschichtungsquelle 18 über die
Zuführleitung 16 in die Füllstation 14 und anschließend über das Ventil 24
sowie die Förderleitung 30 in die erste Kolbenpumpe 32 gefördert.
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In den Figuren 5 bis 7 ist die Kolbenpumpe 32 im Detail näher dargestellt.
Die zweite Kolbenpumpe 52 ist identisch zu der Pumpe 32. Daher ist die
folgende Beschreibung ebenso für diese verwendbar. Die Kolbenpumpe 32 umfaßt
eine zylindrische Wand 88, die ein Reservoir 30 definiert, welches an dem
unteren Ende durch einen mit mehreren radialen Rippen (nicht gezeigt)
versehenen Boden 92 und an seinem oberen Ende durch eine Kappe 96 verschlossen
ist. Ein Kolben 98, der eine Stange 100 und ein Kolbenkopf 102 umfaßt, ist
axial bewegbar innerhalb des Reservoirs 90 zwischen seinem Boden 92 und der
Kappe 96 bewegbar. Die Stange 100 ist mit einer Kippstange 104 in Eingriff
bringbar, die schwenkbar an einem Stift 106 einer Halterung 107, die durch
die Kappe 96 gehalten wird, montiert ist. In Erwiderung zu einer
aufwärtsgehenden Bewegung der Stange 100 wird die Kippstange 104 nach rechts
verschwenkt bzw. ausgelenkt, wie dies in Figur 5 dargestellt ist, was die
Stellung eines Ventils 110, welches ebenfalls durch die Halterung 107
gehalten wird, für Zwecke, die nachstehend deutlich werden, verändert.
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Die Kappe 96 ist mit einer Ausnehmung 112 nahe der Halterung 107 versehen.
Ein Ventil 116 wird durch die Halterung 107 über der Ausnehmung 112 gehalten.
Ein Begrenzungsschalter 118 erstreckt sich von dem Ventil 116 durch die
Ausnehmung 112 in der Weise, daß sich die Spitz 120 des Begrenzungsschalters
118 zumindest teilweise in das Reservoir 90 hinein erstreckt. Wenn das
Reservoir 90 mit Beschichtungsmaterial befüllt wird, wird der Kolbenkopf 102 so
nach oben bewegt, daß er in Anlage an die Spitze 120 des Begrenzungsschalters
118 gelangt, um das Ventil 116 zu aktivieren, wie dies nachstehend noch
erläutert wird.
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Bei einer Ausführungsform wird der Boden 92 der Kolbenpumpe 32 mit einer
gewölbten oder konkav gebogenen Oberfläche 122 ausgebildet, die eine
Mittenbohrung 124 aufweist, welche mit einem Vorsprung 126, der sich von dem Boden
des Kolbenkopfs 102 aus erstreckt, zusammenpaßt. Ein Farbauslaß 127 ist in
dem Boden 92 ausgebildet, welcher die Bohrung 124 schneidet und welcher ein
äußeres Ende aufweist, das mit der Förderleitung 38 verbunden ist. Der Boden
92 ist ebenso mit einem Beschichtungseinlaß 128 ausgebildet, der mit einem
Kanal 130 verbunden ist, der einen Abgabeauslaß 131 an der inneren Oberfläche
der zylindrischen Wand 88 der Pumpe 32 aufweist. Wie aus Figur 7 hervorgeht,
ist der Kanal mit einem Winkel von ungefähr 30º bezogen auf die Zylinderwand
88 in der Weise ausgerichtet, daß Farbe, die aus der förderleitung 30 über
den Einlaß 128 in den Kanal 130 eingefüllt wird, tangential in das Reservoir
90 der Pumpe 32 in einem wirbelnden fließweg entlang der Wand 88 des
Reservoirs 90 geführt wird. Der Sinn des Einführens des Beschichtungsmaterials in
das Reservoir 90 auf diese Art und Weise besteht darin, eine im wesentlichen
kontinuierliche Bewegung des Beschichtungsmaterials innerhalb des Reservoirs
90 zu erhalten und hierdurch Sedimente und/oder Pigmente in Suspension
innerhalb des Beschichtungsmaterials zu halten.
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Eine alternative Ausführungsform einer Kolbenpumpe 300 ist in den Figuren 11
und 12 dargestellt, die mit der vorstehend in Verbindung mit den Figuren 5
bis 7 erläuterten Pumpe bis auf die nachstehend noch beschriebenen
Unterschiede übereinstimmt. Teile, die den Pumpen 32 und 300 gemeinsam sind,
weisen die gleichen Bezugszeichen in den Figur 11 und 12 wie in den Figur 5
bis 7 auf.
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Bei der Ausführungsform der figuren 11 und 12 enthält die Kolbenpumpe 300
einen Kolben 302, der eine Kolbenstange 304 aufweist, welche mit einer
Bohrung 306 ausgebildet ist. Diese Kolbenstange 304 ist mit einem Kolbenkopf
308 verbunden, welcher durch im wesentlichen eine kreisförmige Platte
gebildet ist, die gegenüberliegende Seiten aufweist, von denen eine mit einem
Vorsprung 126, der dem in Figur 5 dargestellten entspricht, ausgebildet ist.
Der Kolbenkopf 308 weist ebenso eine äußere Umfangsfläche 310 zwischen den
gegenüberliegenden Seiten auf, welche der Zylinderwand 88 des Reservoirs 90
gegenüberliegt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Umfangsfläche 310 des
Kolbenkopfs 308 mit einem Paar von kreisringförmigen Nuten 312 und 314
versehen, welche Kolbendichtungen 316 bzw. 318 aufnehmen. Die Dichtungen 316,
318 sind innerhalb der kreisringförmigen Nuten 312, 314 in der Weise
positioniert, daß sie die Innenoberfläche der Zylinderwand 88 berühren.
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Wie aus Figur 12 hervorgeht, ist der Kolbenkopf 308 mit vier Zweigkanälen
320a-d ausgebildet, die um 90º zueinander versetzt sind und die sich radial
auswärts von der Bohrung 306 in der Kolbenstange 304 zu der Umfangsfläche 310
des Kolbenkopfs 308 erstrecken. Wie aus Figur 11 hervorgeht, ist jeder der
Zweigkanäle 320a-d zwischen den kreisringförmigen Nuten 312, 314 und den
Dichtungen 316, 318, die durch den Kolbenkopf 308 gehalten werden,
angeordnet.
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Das äußere Ende der Kolbenstange 304 ist mit einer mit einem Gewinde
versehenen Bohrung ausgebildet, welche eine Halterung 322 aufnimmt, die mit
einem klaren bzw. durchsichtigen Plastikrohr 324 verbunden ist, das eine
Endkappe 326 aufweist, welche mit einer Entlüftung 328 ausgebildet ist. Bei
diesem Ausführungsbeispiel sind das Rohr 324 und die Kappe 326 mit einem
flüssigen Schmiermaterial, wie Wasser, gefüllt, welches infolge der
Schwerkraft durch die Bohrung 306 der Kolbenstange 304 und anschließend durch die
Zweigkanäle 320a-d in einen axialen Zwischenraum 330 fließt. Dieser axiale
Zwischenraum 330 ist durch den Bereich zwischen den kreisringförmigen Nuten
312, 314 und den Kolbendichtungen 316, 318, die durch den Kolbenkopf 308
gehalten werden, und zwischen der äußeren Umfangsfläche 310 des Kolbenkopfs
308 und der zylindrischen Wand 88 des Reservoirs 90 definiert. Das Rohr 324
und/oder die Endkappe 326 können durch andere Mittel ersetzt werden, die
Schmierstoffe, wie Wasser, in den Kolben 302 fördern und Luft oder
Beschichtungsmaterial daraus entlüften, wie dies nachstehend beschrieben wird.
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Das Vorsehen einer flüssigen Schmierung, wie Wasser, innerhalb des axialen
Zwischenraums 330 hat eine Reihe von Vorteilen beim Betrieb der Kolbenpumpe
300 zur Folge. Das Wasser innerhalb des Raumes 330 wirkt als eine Schmierung,
um die hin- und hergehende Bewegung des Kolbenkopfs 308 entlang der
Zylinderwand 88 zu erleichtern und das Antrocknen von Beschichtungsmaterial, wie
Farbe, zu verhindern, welche entlang der Zylinderwand 88 zurückbleibt und die
der Luft auf der Luftseite des Kolbenkopfs, d.h. an der Oberseite des
Kolbenkopfs
308, bezogen auf Figur 11, ausgesetzt sein kann. Das Wasser innerhalb
des Raums 330 verhindert ebenso gegenseitige Verunreinigung zwischen der Luft
an der Oberseite des Kolbenkopfs 308 und Beschichtungsmaterial, das an der
Unterseite des Kolbenkopfs 308 zugeführt worden ist. Luft, welche an der
Kolbendichtung 316 vorbeigelangt, wird innerhalb des Wassers im Raum 330
gefangen und über die Zweigkanäle 320a-d sowie der Bohrung 306 in der
Kolbenstange 304 zu dem Rohr 324 geführt, wo sie durch die Entlüftung 328
entweichen kann. Beschichtungsmaterial, welches an der Kolbendichtung 318
vorbeigelangt, wird durch das Wasserschmiermittel innerhalb des Raums 330 gefangen
und fließt durch den Wasserkörper heraus, der innerhalb der Zweigkanäle
320ad des Kolbenkopfs 308, der Bohrung 306 der Kolbenstange 304 und dem
Plastikrohr 324 vorhanden ist. Das Vorhandensein von Beschichtungsmaterial
innerhalb des Wasserschmiermittels kann visuell erfaßt werden, wenn es ggf.
in das Rohr 324 fließt, was der Bedienungsperson signalisiert, daß das Wasser
innerhalb des Rohrs 324, der Stange 304 und dem Kolben 308 ausgetauscht und
möglicherweise die Dichtung 318 ersetzt werden sollte.
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Ein weiterer Vorteil des Einführens von Wasser in den Raum 330 zwischen den
Dichtungen 316, 318 ist die Beseitigung der "Druckfalle" zwischen diesen
Dichtungen. Das Wasserschmiermittel innerhalb des Raumes 330 weist
Umgebungsdruck auf. Im Ergebnis gibt es einen kleinen oder keinen Druckaufbau in dem
Raum 330 zwischen den Dichtungen 316, 318, der ein vollständiges Abdichten
seitens der Dichtung 316 verhindern könnte, wenn die Druckluft oberhalb des
Kolbenkopfs 308 eingeführt wird, und/oder der eine vollständige Abdichtung
der Dichtung 318 verhindert, wenn Beschichtungsmaterial nahe dem Kolbenkopf
308 eingeführt wird. Dies erlaubt beiden Kolbendichtungen 316 und 318,
wirksamer abzudichten und verhindert ihren frühzeitigen Verschleiß.
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Nachdem die erste Kolbenpumpe 32 mit Beschichtungsmaterial befüllt worden
ist, wie dies vorstehend beschrieben wurde, arbeitet das System in der Weise,
daß die erste Kolbenpumpe 32 geleert und das Beschichtungsmaterial über das
Ventil 48, die Abgabestation 36 und die zweite Kolbenpumpe 52 schließlich zu
der Spritzpistole 54 ausgetragen wird. Dies wird entsprechend der Darstellung
in Figur 3 erreicht. Die Hauptluftleitung 74, die mit der Druckluftquelle 76
verbunden ist, setzt sich zu der Einlaßseite des Ventils 116 fort, das an der
ersten Kolbenpumpe 32 montiert ist. Eine Auslaßleitung 132 erstreckt sich von
der Auslaßseite dieses Ventils 116 zu der Einlaßseite des Ventils 110. Die
Auslaßseite des Ventils 110 ist wiederum durch eine Leitung 134 mit der
Einlaßseite eines Ventils 136 verbunden. Die Auslaßseite des Ventils 136 ist
durch eine Leitung 138 mit dem Antrieb bzw. der Steuerung 140 des Ventils 72
verbunden.
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In einer Startbetriebssequenz läßt die Bewegung des Kolben 98 innerhalb des
Reservoirs 90 zu Beginn die Kippstange 104 kippen, welche das Ventil 110 nach
links schiebt, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, wodurch ein Weg durch das
Ventil 110 zwischen der Auslaßleitung 132 und der Leitung 134 hergestellt
wird. Druckluft aus der Zuführleitung 74 kann solange nicht in die Leitung
132 gelangen, bis sich die Stellung des Ventils 116 von seiner
Anfangsstellung, die in Figur 2 gezeigt ist, zu einer nach oben verschobenen Stellung,
die in Figur 3 gezeigt ist, verändert. Diese aufwärts gerichtete Bewegung des
Ventils 116 wird durch Kontakt des Kolbenkopfs 102 mit dem
Begrenzungsschalter 118, der an dem Ventil 116 vorgesehen ist, bewirkt. Wie vorstehend
erwähnt wurde, bewegt sich der Kolbenkopf 102 innerhalb des Reservoirs 90
nach oben, wenn das Reservoir 90 mit Beschichtungsmaterial gefüllt wird. Der
Kolbenkopf 102 gelangt ggf. in Kontakt mit der Spitze 120 des
Begrenzungsschalters, wenn er sich der Kappe 96 nähert.
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Wenn das Ventil 116 nach oben zu der in Figur 3 gezeigten Position verschoben
wird, fließt ein Impuls an Druckluft aus der Hauptzuführleitung 74 durch das
Ventil 116 in die Auslaßleitung 132. Ist das Ventil 110 nach links infolge
der Einwirkung durch die Kippstange 104 verschoben worden, wie dies
vorstehend beschrieben wurde, fließt Luft aus der Auslaßleitung 132 durch das
Ventil 110 und gelangt in die Leitung 134. Die Luft aus der Leitung 134
fließt durch das Ventil 136 in die Leitung 138 und anschließend zu dem
Antrieb bzw. der Steuerung 140, der bzw. die zu dem Ventil 72 gehört. In
Erwiderung der Anwendung von Pulsen an Steuerluft verschiebt sich das Ventil
72 aus der nicht angetriebenen Startposition, wie sie in Figur 2 gezeigt ist,
nach links, wie es in Figur 3 dargestellt ist, wo das Ventil 72 vorübergehend
gehalten oder ortsfest verriegelt wird, bis der Antrieb freigegeben wird. In
dieser angetriebenen Stellung wird Druckluft aus der Leitung 73 und 74 über
das Ventil 72 in eine zweite Förderleitung 142 geführt, die mit der
Auslaßseite des Ventil 72 verbunden ist, während Luft aus dem doppelt wirkenden
Kolben 22 über die Leitung 78 und das Ventil 72 herausgelassen wird. Diese
zweite Förderleitung 142 ist mit der Seite des doppelt wirkenden Kolbens 22
verbunden, die gegenüber der Leitung 78 liegt. In Abhängigkeit des
Druckaufbaus der gegenüberliegenden Seite des doppelt wirkenden Kolbens 22 wird das
Ventil 24 aus einer Durchlaßstellung, wie sie in Figur 2 gezeigt ist, zu
einer neutralen Stellung, wie sie in Figur 3 gezeigt ist, verschoben, wodurch
ein Luftspalt oder eine Spannungsblockade zwischen dem Ventil 24 und der
Füllstation 14 erzeugt wird.
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Eine Stichleitung 144 ist zwischen der zweiten Leitung 142 und der
Einlaßseite des Ventils 82 angeordnet. Druckluft wird durch die Stichleitung 144 und
das Ventil 82 in eine Förderleitung 146 geführt, welche sich zwischen der
Auslaßseite des Ventils 82 und dem doppelt wirkenden Kolben 39 erstreckt, der
das Ventil 48 trägt. Diese Förderleitung 146 ist gegenüber der vorstehend
beschriebene Leitung 84 mit der gegenüberliegenden Seite des doppelt wirkenden
Kolbens 39 verbunden. Daher bewegt der doppelt wirkende Kolben 46 das Ventil
48 in die entgegengesetzte Richtung, d.h., daß das Ventil 48 aus der
neutralen Stellung zu einer Durchlaßstellung mit Bezug auf die Abgabestation 36
bewegt wird.
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Eine Stichleitung 148 ist zwischen der Förderleitung 146 und dem Antrieb bzw.
der Steuerung 150 eines Ventils bzw. eines Wegeventils 152 eingesetzt. Dieses
Ventil 152 ist über Leitungen 154 und 156 mit der Hauptluftzuführleitung 74
verbunden, so daß das Ventil 152 mit Druckluft aus der Quelle 76 versorgt
wird. In Abhängigkeit des Anlegens von Steuerluft über die Leitung 148 an dem
Ventil 142 verschiebt sich das Ventil 152 aus seiner in Figur 2 gezeigten
Stellung nach rechts zu der in Figur 3 gezeigten Stellung, so daß der
Durchgang von Druckluft aus der Leitung 156 durch das Ventil 152 und eine
Pumpenleitung 158 ermöglicht wird. Diese Pumpenleitung 158 erstreckt sich von dem
Ventil 152 zu einem Einlaß 159 in der Kappe 96 der Kolbenpumpe 32 und führt
Druckluft in den oberen Abschnitt des Kolbenreservoirs 90 (vgl. Fig. 5). Der
Aufbau von Druck im Reservoir 90 veranlaßt den Kolbenkopf 102, sich nach
unten zu bewegen, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, was dann wiederum
Beschichtungsmaterial aus dem Reservoir 90 in die Förderleitung 38 führt, die
mit dem Auslaß an dem Boden 92 (Fig. 5) der Kolbenpumpe 32 verbunden ist. Das
Beschichtungsmaterial fließt durch die Förderleitung 38 zu der Abgabestation
36 und anschließend in das Ventil 48, welches sich nun in einer
Durchlaßstellung mit Bezug auf die Abgabestation 36 befindet. Das
Beschichtungsmaterial wird von dem Ventil 48 über die Abgabestation 36 und von dort in die
Förderleitung 51 zu der zweiten Kolbenpumpe 52 geführt, wie dies vorstehend
beschrieben worden ist.
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Der Aufbau und der Betrieb der zweiten Kolbenpumpe 52 ist identisch zu der
Kolbenpumpe 32 mit der Ausnahme, daß eine andauernde Versorgung mit Druckluft
in das Reservoir 90 der Kolbenpumpe 52 über eine Pumpenleitung 164 vorgesehen
ist, die mit einem Druckregulator 166 verbunden ist. Dieser Druckregulator
166 wird wiederum mit Druckluft aus einer Leitung 168 versorgt, die mit der
aus der Quelle 76 kommenden Hauptluftzuführleitung 74 verbunden ist. Wenn das
Reservoir 90 der zweiten Pumpen 54 Beschichtungsmaterial aufnimmt, wird ihr
Kolben 98 in Abhängigkeit der Druckluft, die durch den Druckregulator 166
zugeführt worden ist, nach unten gedrängt und das Beschichtungsmaterial wird
anschließend mit einem gewünschten Druck über die Leitung 53 zu einer oder
mehreren Spritzpistolen 54 geführt.
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Während der vorstehend erläuterten Betriebssequenz wird das Ventil 24 zu
einer neutralen oder elektrisch isolierten Stellung mit Bezug auf die
Füllstation 14 gleichzeitig mit der Bewegung des Ventils 48 zu einer
Durchlaßstellung mit Bezug auf die Abgabestation 36 bewegt. Dieses Verschieben oder
Bewegen der Ventile 24 und 48 wird in Gang gesetzt durch das Füllen der
ersten Kolbenpumpe 32, wie dies vorstehend erläutert wurde, was sicherstellt,
daß eine Spannungsblockade immer zwischen der Spritzpistole 54 und der
Beschichtungsquelle 18 aufrechterhalten wird.
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Wenn der Vorrat an Beschichtungsmaterial innerhalb der ersten Kolbenpumpe 32
in ihrem Reservoir 90 erschöpft ist, bewegt sich die Stange 100 des Kolbens
98 darin in eine vollständig zurückgezogene Stellung, wodurch die dem Ventil
110 zugeordnete Kippstange 104 sich zu ihrer Ausgangsposition zurückbewegt,
was dem Ventil 110 gestattet, in die in Figur 2 gezeigte Stellung
zurückzukehren. Die Bewegung des Ventils 110 zu seiner ursprünglichen, nicht
aktivierten Stellung drückt die Luft aus der Steuerung 140 an dem Ventil 72
heraus. Wenn der Druck an der Steuerung des Ventils 72 zurückgeht, wird
irgendeine verbleibende Steuerluft an dem Ventil 72 freigegeben, was ihm
gestattet, in eine ungesteuerte Stellung zurückzukehren, wodurch die
Auslaßseite des Ventils 72 mit der ersten Leitung 78 anstelle der Leitung 142
verbunden ist. Mit dem Unterdrucksetzen der Leitung 78 wird das Ventil 24 in
seine gegenüberliegende Richtung bewegt, d.h. aus der neutralen Stellung zu
einer Durchlaßstellung an der Füllstation 14, wie dies vorstehend erläutert
wurde. Gleichzeitig veranlaßt das Unterdrucksetzen der Leitung 78 Luft in die
Stichleitung 80, durch das Ventil 82 und in die Verbindungsleitung 84 zu der
in Figur 3 dargestellten, gegenüberliegenden Seite des doppelt wirkenden
Kolbens 39 zu fließen. Das Ventil 48 wird wiederum durch den Kolben 39 aus
seiner Durchlaßstellung, die in Figur 3 gezeigt ist, zurück in seine neutrale
oder elektrisch isolierte Stellung, die in Figur 2 gezeigt ist, bewegt. Wenn
zusätzlich der Strom an Druckluft durch die Leitung 144 durch das Verschieben
des Ventils 72 unterbrochen wird, wird der Luftstrom durch die Stichleitung
148 beendet, was dem Ventil 152 gestattet, in seine ungesteuerte Stellung
zurückzukehren. Dies stoppt den Luftstrom aus der Luftquelle 76 durch das
Ventil 152 und hindert Luft daran, durch die Leitung 158 zu der Kolbenpumpe
32 zu fließen. Wenn kein Luftdruck auf die Kolbenpumpe 32 aus der Leitung 158
einwirkt, kann der Füllvorgang, wie er vorstehend im Zusammenhang mit der
Figur 2 beschrieben worden ist, fortfahren, das Reservoir 90 oder die Pumpe
32 mit einer weiteren Charge an Beschichtungsmaterial zu füllen.
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Bei vielen kommerziellen Anwendungen ist es wünschenswert, die Farbe des
Beschichtungsmaterials von Zeit zu Zeit während eines Produktionsdurchgangs
zu ändern. Wie vorstehend erwähnt wurde, ist die Vorrichtung 10 der Erfindung
in der Lage, mit einem Farbwechsler 66 für diesen Zweck verbunden zu werden,
welcher durch die Zweigleitung 68, die ein Ventil 70 aufweist, mit der
Hauptfarbzuführleitung 15 verbunden ist. Um die farbe des durch die
Vorrichtung 10 geförderten Beschichtungsmaterials zu ändern, müssen alle
Elemente, mit dem die farbe in Kontakt gelangt, mit Lösungsmittel oder anderen
Reinigungsmaterialien gereinigt werden, bevor der Farbwechsel stattfinden
kann. Wie aus Figur 4 hervorgeht, kann die Ventilsequenz der Vorrichtung 10
auch so arrangiert werden, daß eine Reinigung der mit der Farbe in Berührung
gekommenen Elemente vor einem Farbwechsel und/oder am Ende eines
Produktionsdurchganges, wenn die Vorrichtung für einen längeren Zeitraum nicht mehr
verwendet werden soll, durchgeführt werden kann.
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Wie aus Figur 4 hervorgeht, wird Druckluft aus der Quelle 76 über die
Hauptluftleitung 74 und der Leitung 73 zu der Einlaßseite des Ventils 72 geführt.
Das Ventil 72 ist in einer ungesteuerten Stellung durch den Betrieb eines
Steuergeräts 170 gesperrt. Das Steuergerät 170 führt Druckluft über eine
Leitung 172 zu der Steuerung 174 des Ventils 136. Wenn das Ventil 136
angesteuert wird, schiebt sich das Ventil 136 aus seiner in Figur 2 gezeigten
Position nach rechts in die in Figur 4 gezeigte Position, so daß ihre
Einlaßseite mit der von der Steuerung 140 des Ventils 72 kommenden Leitung 138
verbunden ist. Dies öffnet einen Strömungsweg, um Luft aus der Steuerung 140
des Ventils 72 herausströmen zu lassen, was das Ventil 72 in der
ungesteuerten Stellung blockiert.
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Wie aus Figur 4 weiter hervorgeht, ist das Ventil 72 in der ungesteuerten
Stellung mit seiner Einlaßseite mit der Leitung 73 und mit seiner Auslaßseite
mit der ersten Leitung 78 verbunden, die zu dem doppelt wirkenden Kolben 22
führt, welcher das Ventil 24 trägt. Wie vorstehend im Zusammenhang mit dem
Füllvorgang für die Farbe erläutert worden ist, veranlaßt das
Unterdrucksetzen des doppelt wirkenden Kolbens 22 über die Leitung 78 das Ventil 24,
sich in eine Durchlaßstellung in Eingriff mit der Füllstation 14 zu bewegen.
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Das Steuergerät 170 ist ebenso über eine Leitung 182 mit der Steuerung 184
des Ventils 82 verbunden. Bei Beaufschlagen mit Steuerluft schiebt sich das
Ventil 82 aus seiner in Figur 2 gezeigten Stellung nach unten zu der in Figur
4 gezeigten Stellung, so daß die Einlaßseite des Ventils 82 mit der
Stichleitung
80 verbunden ist, welche wiederum mit der Leitung 78 verbunden ist.
Druckluft wird daher aus der Leitung 78 in die Stichleitung 80 und
anschließend durch das gesteuerte Ventil 82 in die Leitung 146 geführt. Wie
vorstehend im Zusammenhang mit dem Beschichtungsabgabevorgang erläutert wurde,
wird der doppelt wirkende Kolben 46 bei durch die Leitung 146 fließender
Druckluft aktiviert, um das Ventil 48 zu einer Durchlaßstellung an der
Abgabestation 36 zu bewegen.
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Das Steuergerät 170 wird daher verwendet, um das Ventil 24 zu veranlassen,
sich zu einer Durchlaßstellung bezogen auf die Füllstation 14 zu bewegen, und
das Ventil 48 zu veranlassen, sich zu einer Durchlaßstellung bezogen auf die
Abgabestation 36 zu bewegen. Dieser Zustand geschieht nur in Abhängigkeit von
Signalen aus dem Steuergerät 170 und nur zum Zwecke des Einführens von
Lösungsmittel in die Vorrichtung 10. Dieser Zustand kann nicht auftreten,
wenn Beschichtungsmaterial durch die Vorrichtung 10 gefördert wird.
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Zur gleichen Zeit, wie es der Luft gestattet wird, durch die Leitung 146 zu
fließen, leitet die mit der Leitung 146 verbundene Stichleitung 148 Druckluft
zu der Ansteuerung 150 des Ventils 152. Dies veranlaßt das Ventil 152 sich
aus seiner in Figur 2 gezeigten Stellung nach rechts zu der in Figur 4
gezeigten Stellung zu verschieben, was Druckluft gestattet, von der
Luftquelle 76 durch die Versorgungsleitung 74, die Zweigleitungen 154 und 156 sowie
durch das gesteuerte Ventil 152 und anschließend durch die Pumpenleitung 158
zu fließen, um die Kolbenpumpe 32 mit Druck zu beaufschlagen, wie dies in
Verbindung mit einer Erörterung über die Entleerung der Pumpe 32 noch
erläutert wird.
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Der Reingungsvorgang schreitet durch Schließen der Ventile 17 und 70, die mit
der Beschichtungsquelle 18 und dem Farbwechsler 66 verbunden sind, und mit
Öffnen des Ventils 60 fort, um dem Lösungsmittel zu gestatten, durch die
Leitung 58 in die Hauptversorgungsleitung 15 zu strömen. Das Lösungsmittel
gelangt durch die Füllstation 14 sowie dem Ventil 24 und anschließend durch
die Leitung 30 zu der Kolbenpumpe 32. Da Druckluft oberhalb der Kolbenpumpe
32 vorhanden ist, wie dies vorstehend beschrieben wurde, wird das in die
Kolbenpumpe 32 fließende Lösungsmittel aus dieser über die Leitung 38 zu der
Abgabestation 36 und dem Ventil 48 abgegeben. Aus dem Ventil 48 gelangt das
Lösungsmittel über die Leitung 51 zu der zweiten Kolbenpumpe 52 und
anschließend über die Leitung 53 zu der Spritzpistole 54. Auf diese Weise werden alle
Elemente der Vorrichtung 10, welche in Kontakt mit dem Anstrich bzw. der
Farbe gekommen sind, durch das Lösungsmittel gereinigt.
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In den Figuren 8 bis 10 ist die Kopplungseinrichtung 20, die jedem der
Ventile 24 und 48 zugeordnet ist, im Detail näher dargestellt. Wie vorstehend
erläutert wurde, umfaßt jede Kopplungseinrichtung 20 ein männliches
Kopplungsglied 19, das vorzugsweise durch die Füllstation 14 und die
Abgabestation 36 gehalten wird, und ein weibliches Kopplungsglied 28, das vorzugsweise
durch die Ventile 24 und 48 gehalten wird. Die Kopplungseinrichtung 20 des
Ventils 24 und der füllstation 14 wird im Detail näher beschrieben, wobei die
Kopplungseinrichtung 20 für das Ventil 48 und die Abgabestation 36 sowohl
hinsichtlich des Aufbaus als auch des Betriebs hiermit identisch ist.
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Das männliche Kopplungsglied 19 enthält einen Zylinder 186, der einen Kanal
188 aufweist, welcher mit einem Einlaß 190 und einem Auslaß 192 ausgebildet
ist. Die äußere Wand des Zylinders 186 ist benachbart zu dem Einlaß 190 mit
einem Gewinde versehen. Abflachungen 194 erstrecken sich an der Außenseite
des Zylinders 186, so daß der Zylinder 186 zum Eingriff mit der Füllstation
14 eingeschraubt und mit einer Halterung (nicht gezeigt) gekuppelt werden
kann, welche ein Ende der Hauptbeschichtungsleitung trägt. Ein O-Ring 196 ist
vorzugsweise zwischen der Abflachung 194 und der Füllstation 14 eingesetzt,
um eine fluiddichte Abdichtung dazwischen zu erzeugen.
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Der Zylinder 186 wird innerhalb einer Ausnehmung 198, die in einem Käfig 200
ausgebildet ist, aufgenommen. Vorzugsweise ist die äußere Oberfläche des
Zylinders 186 an seinem Auslaßende 192 mit einem Gewinde versehen, um im
Eingriff mit dem Gewinde an der Wand 199 zu gelangen, die durch die
Ausnehmung 198 des Käfigs 200 definiert ist. Die Käfigwand 199 ist mit einer
Vertiefung, welche einen O-Ring 202 aufnimmt, mit einem Sitz, welcher einen
Ring 206 trägt, und mit einem zweiten Sitz ausgebildet, der an dem Auslaß 209
der Ausnehmung 198 ausgebildet ist und der einen O-Ring 210 hält.
Vorzugsweise weist der Auslaß 209 in dem Käfig 200 eine radial auswärts gephaste
oder sich konisch ringförmig erweiternde Kante 211 auf, welche in einer
flachen äußeren Oberfläche 213 des Käfigs 200 endet.
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In der zusammengefügten Stellung berührt das innere Ende des Zylinders 186
den Ring 206 des Käfigs 200. Der O-Ring 202, der innerhalb der Käfigwand 199
gehalten wird, gelangt in dichten Eingriff mit der äußeren Wand des Zylinders
196 an dem inneren Ende. Der Ring 206 hält den O-Ring 210 in seiner Stellung
oberhalb seines Sitzes. Dieser O-Ring 210 bildet eine Dichtung für die Kugel
212 eines Einwegeventils bzw. Rückschlagventils 214, das innerhalb des Kanals
188 des Zylinders 186 vorgesehen ist. Die Kugel 212 liegt an einem Ende an
einer Feder 216 an, welche die Kugel 212 gegen den O-Ring 210 drängt. Das
gegenüberliegende Ende der feder 216 ist fest mit dem Zylinder 186 an dessen
Einlaßende 190 verbunden.
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Das weibliche Kopplungsglied 28 ist in dem linksseitigen Abschnitt der figur
8 dargestellt. Das weibliche Kopplungsglied 28 enthält ein ortsfestes
Element, d.h. eine Säule 218, die mit einem gestuften Kanal 220 ausgebildet ist,
welcher ein Einlaßende 222 und ein Auslaßende 224 aufweist. Der gestufte
Kanal 220 definiert eine Säulenwand 221, welche eine äußere Oberfläche
aufweist, die mit einem Gewinde an dem einen Ende des Kanals 220 versehen
ist, um im gegenseitigen Eingriff mit dem Ventil 24 zu gelangen. Abflachungen
223 sind an der Säulenwand 221 ausgebildet, um die feste Verbindung des
weiblichen Kopplungsgliedes 28 mit dem Ventil 24 zu unterstützen. Ein O-Ring
225 ist zwischen der Säule 218 und dem Ventil 24 eingesetzt, um dazwischen
eine fluiddichte Dichtung zu bewirken. Da sich das Auslaßende 224 des Kanals
220 in dem weiblichen Kupplungsglied 28 in einer ortsfesten Stellung an dem
Ventil 24 befindet, ist es mit der Förderleitung 30, die zu der Kolbenpumpe
32 führt, verbunden.
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Das Einlaßende 222 des gestuften Kanals 220 ist mit Zweigkanälen 226
verbunden, von denen jeder mit einem Winkel zu der Achse des gestuften Kanals
220 ausgerichtet ist. Ein Sitz 230 ist in der Säulenwand 221 ausgebildet, die
den Kanal 220 definiert. Dieser Sitz gelangt in Eingriff mit der Kugel 234
eines Einwegeventils bzw. Rückschlagventils 236, das innerhalb des Kanals 220
angeordnet ist. Die Kugel 234 wird in Eingriff mit dem Sitz 230 durch eine
Feder 238 gedrängt, die fest mit der Säulenwand 221 an dem Auslaß 224 des
gestuften Kanal verbunden ist.
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Das weibliche Kopplungsglied 28 umfaßt ebenso ein bewegbares Zwei-Teile-
Element zusätzlich zu der feststehenden Säule 218. Ein Teil dieses bewegbaren
Elements umfaßt eine Hülse 242, die mit einem zylindrischen Flansch 244
versehen ist, der mit einem Kopfabschnitt 246 verbunden ist. Der zylindrische
Flansch 244 der Hülse 242 gelangt in gleitenden Eingriff mit der äußeren
Oberfläche der Säulenwand 221. Eine einen O-Ring 250 tragende Vertiefung ist
an der äußeren Oberfläche der Säule 221 vorgesehen, um eine Dichtung mit dem
zylindrischen Flansch 244 zu bilden. Mit der oberhalb der Säulenwand 221
befindlichen Hülse 242 wird eine Ansaugausnehmung 252 innerhalb der Hülse 242
gebildet und das Volumen dieser Ansaugausnehmung 252 wird durch die Position
der festen Säule 218 bestimmt, wie dies nachstehend noch erläutert wird.
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Der Kopfabschnitt 246 der Hülse 242 weist eine mit einem Gewinde versehene
äußere Oberfläche auf, die an der ringförmigen Verlängerung 254 eines Kragens
256 montiert ist, der den zweiten Teil des bewegbaren Elements des weiblichen
Kopplungsgliedes 28 bildet. Der Kragen 256 ist mit einer Ausnehmung 258
ausgebildet, die eine form aufweist, welche die Aufnahme des Käfigs 200 des
männlichen Kopplungsgliedes 19 gestattet, wie dies nachstehend erläutert
wird. Die Außenwand 260 des Kragens 256, die die Ausnehmung 258 definiert,
enthält eine Vertiefung, die einen O-Ring 264 trägt, und eine ringförmige
Rippe 266, die an dem äußeren Ende einer in dem Kragen 256 ausgebildeten
Mittenbohrung 268 angeordnet ist. Diese Mittenbohrung 268 fluchtet mit dem
Einlaß 270 zur Ansaugausnehmung 252, die in der Hülse 242 ausgebildet ist. In
der zusammengefügten Stellung der Hülse 242 und des Kragens 256 gelangt der
Kopfabschnitt 246 der Hülse 242 in Eingriff mit der Basis des Kragens 256.
Ein O-Ring 272, der innerhalb eines in dem Kragen 256 ausgebildeten Sitzes
angeordnet ist, gelangt in Kontakt mit einem ringförmigen Vorsprung 276 des
Hülsenkopfabschnitts 246, um dazwischen eine Dichtung zu bilden.
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Eine Ventilbetätigungseinrichtung 278 ist an der feststehenden Säule 218 in
den Zweigkanälen 266 eingeschraubt. Diese Ventilbetätigungseinrichtung 278
erstreckt sich durch die Ansaugausnehmung 252 in der Hülse 242 und in die
Mittenbohrung 268 des Kragens 256 hinein. Zusätzlich erstreckt sich eine
schwere Schraubenfeder 280 zwischen dem Ventil 24 und dem Kopfabschnitt 246
der Hülse 242. Wie vorstehend beschrieben wurde, sind die Hülse 242 und der
Kragen 256 axial mit Bezug auf die feststehende Säule 218 bewegbar. Die
Schraubenfeder 280 ist vorgesehen, um die Hülse 242 und den Kragen 256 in
eine Stellung zurückkehren zu lassen, wenn die männlichen und weiblichen
Kopplungsglieder entkoppelt sind, wie dies nachstehend noch erläutert wird.
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Die Kopplungseinrichtung 20 ist so aufgebaut, daß sie eine fluiddichte
Dichtung vorsieht, wenn das weibliche und männliche Kopplungsglied 19, 28
miteinander in Eingriff gelangen, und ist ebenso ausgestaltet, um das
Tröpfein von Beschichtungsmaterial aus diesen Kopplungsgliedern 19, 28 zu
verhindern, wenn diese außer Eingriff gelangen. Eine Drei-Teile-Dichtung ist
zwischen dem männlichen und weiblichen Kopplungsgliedern 19, 28 vorgesehen,
um Leckage zu vermeiden, wenn diese Glieder miteinander in Eingriff gelangen.
Eine Saugkraft oder ein negativer Druck wird innerhalb der Ansaugkammer 252
des weiblichen Kopplungsgliedes 28 erzeugt, wenn dieses außer Eingriff mit
dem männlichen Kopplungsglied 19 gelangt, um das Tröpfeln von
Beschichtungsmaterial an den äußeren Abschnitten zu verhindern.
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Mit Bezug auf die Dichtung, die innerhalb der Kopplungseinrichtung 20
vorgesehen ist, wenn das männliche Kopplungsglied 19 und das weibliche
Kopplungsglied 28 miteinander in Eingriff gelangen, sind in Figur 9 das männliche
Kopplungsglied 19 und das weibliche Kopplungsglied 28 zu Beginn miteinander
in Eingriff. In dieser Stellung ist der Käfig 200 innerhalb der Ausnehmung
258 des Kragens 256 aufgenommen. Eine erste Dichtung ist zwischen der
ringförmigen Rippe 276 des Kragens 256 in dem weiblichen Kopplungsglied 228 und
dem großen O-Ring 210, der an dem Auslaß 209 des Käfigs 200 gehalten ist,
vorhanden. Eine zweite Dichtung wird zwischen der abgeflachten, äußeren
Oberfläche 213 des Käfigs 200 und dem O-Ring 264, der in der Ausnehmung
innerhalb der Außenwand 260 des Kragens 256 gehalten ist, hergestellt. Eine
dritte, Metall-zu-Metall-Dichtung wird zwischen einer angepaßten Oberfläche
267 der ringförmige Rippe 266 des Kragens 256 und der keilförmig sich
erweiternden, ringförmigen Kante 211 des Käfigs 200 an dessen Auslaß 209 gebildet.
Diese Drei-Teile-Dichtung stellt sicher, daß kein Beschichtungsmaterial
während der Förderung von Beschichtungsmaterial zwischen den männlichen und
weiblichen Kopplungsgliedern 19, 28 austreten kann.
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In Figur 10 ist das männliche und weibliche Kopplungsglied 19, 28 in einer
Stellung dargestellt, in der Beschichtungsmaterial von dem männlichen
Kopplungsglied 19 in das weibliche Kopplungsglied 28 hinein und durch dieses
hindurch geführt wird. Nachdem die Kopplungsglieder 19, 28 anfänglich Kontakt
miteinander erhalten haben, veranlaßt eine weitere Bewegung des Ventils 24
mit Bezug auf die Füllstation 14 die Ventilbetätigungseinrichtung 278 des
weiblichen Kopplungsgliedes 28 in Kontakt mit der Kugel 212 des
Einwegeventils 214 innerhalb des männlichen Kopplungsgliedes 19 zu gelangen und diese
von dem 0-Ring 210 abzuheben. Dies erzeugt einen Fließpfad durch den Kanal
188 des Zylinders 186, den Auslaß 209 des Käfigs 200 und in die
Ansaugausnehmung 252 der Hülse 242. Von der Ansaugausnehmung 252 tritt das
Beschichtungsmaterial in die Zweigkanäle 226 in der feststehenden Säule 218 ein und
fließt anschließend in den gestuften Kanal 220. Das Beschichtungsmaterial
weist einen ausreichenden Druck auf, um die Kugel 234 des Einwegeventils 236
innerhalb des Kanals 220 des festen Anschlags 218 abzuheben. Hierdurch fließt
es durch den Auslaß 224 des gestuften Kanals 220 in die Leitung 30, die zu
der ersten Kolbenpumpe 32 führt.
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Ein Kopplungsvorgang gemäß der Erfindung schafft eine Saugkraft innerhalb der
Ansaugausnehmung 252, um ein tropfenweises Austreten oder ein Verlust von
Beschichtungsmaterial im Bereich der miteinander in Eingriff stehenden
Abschnitte der Kopplungsglieder 19, 28 zu verhindern, wenn diese außer
Eingriff gelangen. Diese Saugkraft wird durch die Bewegung der Hülse 242
relativ zu der feststehenden Säule 218 erzeugt. Sind das männliche und
weibliche Kopplungsglied 19, 28 anfänglich in Kontakt miteinander gelangt, so
ist das Volumen der Ansaugausnehmung 252 innerhalb der Hülse 242
verhältnismäßig groß, wie dies aus Figur 9 hervorgeht. Dies beruht darauf, daß die
schwere Schraubenfeder 218 die Hülse 242 und den Kragen 256 nahe dem
äußersten Ende der feststehenden Säule 218 hält. Während der Bewegung des
männlichen und weiblichen Kopplungsgliedes 19, 28 aufeinander zu, gelangt die
feststehende Säule 218 weiter in die Ansaugausnehmung 252 hinein. Hierdurch
wird die Schraubenfeder 280 zusammengepreßt (vgl. Fig. 10). Nach dem
Entkoppeln des männlichen und weiblichen Kopplungsgliedes 19, 28 drängt die
Schraubenfeder 280 die Hülse 242 und den Kragen 256 mit Bezug auf die feststehende
Säule 218 nach außen, wodurch das Volumen der Ansaugausnehmung 252 zunimmt.
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Wenn sich die Hülse 242 und der Kragen 256 nach außen bewegen, gelangt die
Ventilbetätigungseinrichtung 278 an dem O-Ring 210 vorbei, welcher einen
gegenüber dem Außendurchmesser der Spitze der Ventilbetätigungseinrichtung
278 kleineren Innendurchmesser aufweist, so daß eine vorübergehende Dichtung
hier zwischen diesen Teilen erzeugt wird. Diese vorübergehende Dichtung
verhindert weiteren Fluß von Beschichtungsmaterial durch den Kanal 192 zur
selben Zeit, wenn die Ansaugausnehmung 252 in ihrem Volumen zunimmt. Die
Relativbewegung zwischen der feststehenden Säule 218 und der Hülse 242
erzeugt eine Saugkraft oder einen negativen Druck innerhalb der
Ansaugausnehmung 252, welche oder welcher die Kugel 234 gegen ihren Sitz 230 zieht,
was Rückfluß von Beschichtungsmaterial aus dem Kanal 220 verhindert. Mit dem
Fluß aus dem Kanal 192, der durch die Dichtung zwischen der
Ventilbetätigungseinrichtung 278 und dem O-Ring 210 blockiert ist, und dem Fluß aus dem
Kanal 220, der durch die Kugel 234 blockiert ist, wird der negative Druck,
der innerhalb der Ansaugausnehmung 252 erzeugt ist, genutzt, um
Beschichtungsmaterial aus den äußeren Bereichen des männlichen Kopplungsgliedes 19
und aus den Bereichen der Ausnehmung 252 und des Kragens 256 des weiblichen
Kopplungsgliedes 28 in die Ansaugausnehmung 252 anzuziehen. Dies verringert
oder verhindert erheblich Austreten von Tröpfchen des Beschichtungsmaterials
aus diesen Bereichen, welche ansonsten auf die Vorrichtung 10 fallen würden.
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Die Kolbenpumpe 300, die in den Figuren 11 und 12 gezeigt ist, ist als eine
luftbetätigte Pumpe dargestellt, in der Druckluft verwendet wird, um den
Kolbenkopf 308 zum Erzeugen einer Kraft für das Beschichtungsmaterial im
Reservoir 90 zu bewegen. Der Kolbenkopf und die Kolbenstangenkonstruktion
dieses Ausführungsbeispiels können ebenso in einer "doppelt wirkenden" Pumpe
verwendet werden, wobei fluid, wie Farbe, während beiden Bewegungsrichtungen
des Pistolenkopfes 308 gepumpt wird, wobei für das "Betriebsfluid", welches
die Bewegung des Pistolenkopfs 308 verursacht, das gleiche Material wie das
Material, welches während eines Abschnitts eines Pumpenzyklus gepumpt werden
soll, verwendet werden kann. Zusätzlich könnte die Kolbenstange 304 entfernt
werden, so lange der Aufbau beibehalten wird, welcher einen Fließpfad
zwischen den Zweigkanälen 320a-d des Pistolenkopfes 308 und der Außenwelt des
Reservoirs 90 aufrechterhält.