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Die Erfindung bezieht sich auf Triglycerid-haltige, trockene Zellfragmente, die als Futter fiir
die Viehzucht und als Haustierfutter verwendet werden können, sowie auf ein Verfahren zur
Herstellung dieser Zellfragmente.
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Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Futterzusammensetzung, welche Triglycerid
haltige, trockene Zellfragmente enthält
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Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Extraktion und Rückgewinnwig von
Lipiden (Triglyceride) aus Triglycerid-haltigen, mikrobiellen Zellen, wobei das Verfahren
sehr effizient und sicher ist.
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Unter den Mikroorganismen haben Schimmelpilze und Hefen die Fähigkeit zur Herstellung
von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie γ-Linolensäure (GLA), Dihomo-γ-Linolensäure
(DGLA), Arachidonsäure (AA), Eicosapentaensäure (EPA) und andere. Es ist bekannt, solche
Mikroorganismen als futter für Tiere zu verwenden (z.B. JP-A-61-149054) 63-
98355 und 1-215245 - der Ausdruck "JP-A", so wie er hier verwendet wird,
bedeutet eine "nicht geprüfte, veröffentlichte japanische Patentanmeldung"
und Britisches Patent 2114442).
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Da Lipide, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, wie Triglyceride und andere, sich
im Inneren von mikrobiellen Zellen anhäufen, müssen sie direkt aus den Zellen oder durch
mechanisches oder enzymatisches Aufbrechen der Zellwände extrahiert werden, um sie
verwenden zu können.
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Es ist beispielsweise ein Aufbrech- und Extraktionsverfahren für in Ethanol suspendierte,
mikrobielle Zellen bekannt, wobei die Zellen in dem Ethanol aufgebrochen werden, das
Ethanol durch Filtration und/oder Zentrifugation entfernt wird, ein Extraktionslösungsmittel
hinzugefügt wird, um die so aufgebrochenen Zellen in dem Lösungsmittel wieder zu
suspendieren, und wobei die erwünschten, mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus der Suspension
extrahiert werden (JP-A 61-170397, 61-227790, 62-44170, 62-179598, etc.).
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Bei diesem Verfahren werden jedoch zwei verschiedene Lösungsmittel verwendet, wobei eine
Abtrennung von festen Gegenständen (Zelltrummer) von dem organischen Lösungsmittel
notwendig ist. Da diese Operation kompliziert ist, ist dieses Verfahren nachteilig. Da ferner
die Zellen in einem organischen Lösungsmittel aufgebrochen werden, besteht die Gefahr des
Entstehens von Feuer, wobei ferner die Verwendung von geeigneten Ausrüstungen notwendig
ist.
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Da die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Kontakt mit dem Luftsauerstoff gebracht werden,
können diese Fettsäuren relativ leicht mit dem Sauerstoff reagieren und Peroxide bilden,
wodurch der Gehalt der mehrfach ungesättigten Fettsäuren bei der Lagerung oder während der
Hitzebehandlung für die Granulierwig reduziert wird Mit den Peroxiden und deren
Abbauprodukten können abstoßende Gerüche entstehen, die ein weiteres Problem hervorrufen, da
das gelagerte oder hitzebehandelte Futter, welches die mehrfach ungesättigten Fettsäuren
enthält, von den Tieren nicht mehr angenommen wird.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die oben erwähnten Nachteile bei der
Verwendung von mikrobiellen Zellen, die Triglyceride mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren
enthalten, als Futter für die Viehzucht oder als Haustierfutter zu überwinden, und ferner ein
Verfahren bereitzustellen, mit dem ein Absinken des Gehaltes an mehrfäch ungesättigten
Fettsäuren in den Zellen bei deren Hitzebehandlung vermieden wird.
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Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren für die
Extraktion und Rückgewinnung von Lipiden bzw. von Triglyceriden aus mikrobiellen Zellen
anzugeben, welches sehr effizient und sicher ist.
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Für den Zweck der Erreichung der oben erwähnten Aufgaben stellt die Erfindung zunächst
ein Verfahren fig die Herstellung von Triglycerid-haltigen, trockenen Zellftagmenten bereit,
bei dem die Abnahme des Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nach einer
Hitzebehandlung bei 150ºC für 2 Minuten nicht mehr als 10 Gew.-% beträgt, und wobei das
Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß Triglycerid-haltige, mikrobielle Zellen aufgebrochen,
wobei die Zellen in Wasser dispergiert sind, und anschließend entwässert werden.
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Die Erfindung stellt zweitens Triglycerid-haltige, trockene Zellfragmente bereit, bei denen
die Abnahme des Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nach einer Hitzebehandlung
bei 150ºC für 2 Minuten nicht mehr als 10 Gew.-% beträgt, wobei die Zellfragmente durch
Aufbrechen von Triglycerid-haltigen mikrobiellen Zellen, wobei die Zellen in Wasser
dispergiert sind, und deren anschließende Entwässerung erzielt werden.
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Die Erfindung stellt drittens Triglycerid-haltige, trockene Zellfragmente bereit, bei denen die
Abnahme des Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nach einer Hitzebehandlung bei
150ºC fig 2 Minuten nicht mehr als 10 Gew.-% beträgt.
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Die Erfindung stellt viertens eine Futterzusammensetzung bereit, welche die Zellfragmente
gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung enthält
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Gemäß dem fünften und letzten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren für die
Rückgewinnung von Triglyceriden aus Triglycerid-haltigen, mikrobiellen Zellen bereitgestellt, wobei das
Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß Triglycerid-haltige, mikrobielle Zellen
aufgebrochen, wobei die Zellen in Wasser dispergiert sind, und anschließend entwässert und mit
einem Lösungsmittel extrahiert werden.
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Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung der Abfolge eines Verfahrens für die Herstellung
von Hundefutter.
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Figur 2 zeigt eine Ansicht einer Säule, die in dem Beispiel 1 venvendet wird, wobei a Zellen,
b Saugwatte und c einen Sperrhahn bezeichnen.
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Triglycerid-haltige, mikrobielle Zellen, die nach der Erfindung zu venvenden sind, sind
solche, die durch die Kultivierung von Mikroorganismen erzielt werden, welche die Fähigkeit
zur Herstellung von Triglyceriden durch normale Verfahren besitzen.
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Unter den Mikroorganismen gibt es verschiedene Schimmelpilze, Hefen und Algen, wie oben
erwähnt, welche die Fähigkeit zur Herstellung von Triglyceriden besitzen.
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Unter den Mikroorganismen, welche die Fähigkeit zur Herstellung von γ-Linolensäure
enthaltende Lipide besitzen, sind beispielsweise Mikroorganismen zu nennen, die zu der Gattung
Mortierella gemäß der Beschreibung in JP-A 60-168391 gehören, Mikroorganismen, die zu
der Gattung Mucor gehören gemäß der Beschreibung in JP-A 63-283589 sowie
Mikroorganismen, die zu der Gattung Rhizopus gehören, wie dies in JP-A 63-133994 beschrieben ist.
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Unter den Mikroorganismen, welche die Fähigkeit zur Herstellung von
Dihomo-γ-Linolensäure enthaltende Lipide und Arachidonsäure enthaltende Lipide besitzen, sind beispielsweise
Mikroorganismen zu erwähnen, die gemäß der Beschreibung in JP-A 63-14696, 63-12290
und 63-44891 zu der Gattung Mortierella gehören, sowie Mikroorganismen, die
zu der Gattung Conidiobolus gehören, wie dies in JP-A-64-47384, 64-47385
und 63-102688 beschrieben ist.
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Als Mikroorganismen, die zu der Gattung Mortierella gehören, können beispielsweise
genannt werden Mortierella isabellina IFO 7824, Mortierella ramaniana var. angrispora IFO
8187, etc.
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Als Mikroorganismen, die zu der Gattung Mucor gehören, können beispielsweise Mucor
circinelloides HUT 1121 (BP-3883), Mucor javanicus HUT 1162 (FERM BP-3884), genannt
werden.
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Als Mikroorganismen, die zu der Gattung Conidiobolus gehören, können beispielhaft Conidi-
obolus heterosporus ATCC 12941, Conidiobolus nanodes CBS 183/62 (ATCC 14651), Coni-
diobolus lamprauges ATCC 12585 genannt werden.
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Alle diese Mikroorganismen haben die Fähigkeit zur Herstellung von Lipiden (Triglyceride),
wobei sie große Mengen von Lipiden (Triglyceride) im Innern ihrer Zellen speichern können.
Die Kultivierung von diesen Mikroorganismen kann mit bekannten Verfahren durchgeführt
werden. Die für die Kultivierung der oben erwähnten Mikroorganismen zu benutzenden
Medien können solche Medien sein, in denen in bekannter Weise die Mikroorganismen gut
wachsen können, um die erwünschten Lipide (Triglyceride) heruustelleit Die Medien können
beispielsweise Glucose, Starke und ähnliche Kohlenstoffquellen zusammen mit
Ammoniumsulfat sowie Harnstoff und entfettetes Sojapulver, entfettete Reiskleie und ähnliche
organische Stickstoffquellen enthalten. Ferner können diese Medien, falls notwendig, Phosphate
und Metallsalze wie Magnesiumsalze, Mangansalze und Calciumsalze, sowie Vitamine und
Aminosäuren enthalten.
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Die Kultbedingungen bezüglich pH, Temperatur und Zeit können so in geeigneter Weise
gesteuert werden, daß die gewünschten Lipide (Triglyceride) in zufriedenstellender Weise
hergestellt werden und sich in den kultivierten Mikroorganismen anhäufen.
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Da sich die Trigiyceride im Innern der mikrobiellen Zellen anhäufen, werden die kultivierten
Zellen aus der Nährstofflösung mittels Filtration, Zentrifugation oder einer ähnlichen Fest-
Flüssig-Trennung geerntet.
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Gemäß dem Verfahren nach der Erfindung werden die geernteten Zellen aufgebrochen, wobei
sie in Wasser dispergiert vorliegen. Dies bedeutet, daß die geernteten Zellen aufgebrochen
werden, wobei sie wieder dispergiert und suspendiert in Wasser vorliegen oder nachdem sie
wieder in Wasser dispergiert und suspendiert wurden.
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Wenn die Zellen in Wasser dispergiert und suspendiert sind, ist die Konzentration der Zellen
vorzugsweise größer. Jedoch wird unter Berücksichtigung der Fließfähigkeit der
Zelldispersion oder Suspension während des Transportes mit einer Pumpe die Konzentration der Zellen
auf einen Wert von 3 bis 18 Gew.-% eingestellt, insbesondere auf 8 bis 15 Gew.-%. Um ein
Verstopfen der Vorrichtung bei dem Schritt des Aufbrechens der Zellen mit einem
Zellbrecher oder einer ähnlichen Vorrichtung zu verhindern, ist es wünschenswert, daß die Zellen
zuvor mit einer Dispergiervorrichtung, wie einer Disper Mill (Handelsname) oder einer
ähnlichen Maschine, grob zermahlen werden Falls die Zellkonzentration in der Kulturflüssigkeit
ausreichend hoch ist, oder falls die Kulturflüssigkeit frei von nicht erwünschten
Nebenprodukten ist, die bei den nachfolgenden Schritten oder bei den Produkten zu Schwierigkeiten
führen können, können die Zellen direkt einem Brecher zugeführt werden, ohne daß sie zuvor
isoliert werden.
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Normalerweise wird das Aufbrechen der Zellen mechanisch durchgeführt. Beispielsweise
können die Zellen in einer French-Press, einem Ultraschallhomogenisator oder einer
ähnlichen Vorrichtung aufgebrochen werden, oder sie werden in Gegenwart von Glaskugeln
homogenisiert oder sie werden mit einer Kugelmühle zermahlen.
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Für die kontinuierliche Durchführung der Dispersion, Suspension und des Aufbrechens der
Zellen kann ferner in effektiver Weise eine Hochdruckhomogenisatorvorrichtung benutzt
werden, die im allgemeinen für die Emulgierung oder Homogenisierung von feinen Pulver-
Suspensionen zur Anwendung kommt. Ferner kann auch eine DYNO-MILL und PERL MILL
(beides sind Handelsnamen) verwendet werden.
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Falls gewünscht, können die Zellen auch in heißem Wasser anstelle von kaltem Wasser
dispergiert werden, um eine Zellsuspension zu bilden, die eine Temperatur von 50 bis 80ºC
aufweist, um so die Lipasen der Mikroorganismen zu inaktivieren. Ein Abbau der
Triglyceride aufgrund der Lipaseaktivitaten, der während der Verarbeitung von dem Aufbrechen bis
zu dem Trocknen auftreten würde, kann so verliindert werden, so daß ein Anstieg des
Säurewertes der Lipide, die in dem Produkt sind, dainit verhindert werden kann.
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Anschließend werden die so aufgebrochenen Zellfragmente entwässert. Die Entwässerung
kann in solch einer Weise durchgeführt werden, daß der Wassergehalt in den Zellfragmenten
10 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 5 Gew.-% oder weniger beträgt Es ist nicht immer
notwendig, die Entwässerung bis zu einem Wassergehalt von 0 % oder bis zur kompletten
Trockenheit der Zellfragmente durchzuführen. Das Entwässern kann beispielsweise unter
Verwendung eines Gefriertrockners, Vakuumtrockners, pneumatischen Trockners,
Sprühtrockners,
Pudeltrockners, Trommeltrockners oder einer ähnlichen Vorrichtung durchgeführt
werden.
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Die Triglycerid-hattigen, trockenen Zellfragmente nach der Erfindung, die nach der oben
erwahnten Weise erzielt werden, zeigen einen Abfall des mehrfach ungesättigten
Fettsäuregehaltes von nicht mehr als 10 Gew.-% nach einer Hitzebehandlüng bei 150ºC für 2 Minuten
Solche Zellfragmente, die einer Abnahme des Gehaltes an mehrfäch ungesättigten Fettsäuren
voll 10 Gew.-% oder mehr unterliegen, sind unstabil und werden leicht zerstört, so daß sie als
Futter nicht geeignet verwendet werden können. Die Zellfragmente zeigen
wünschenswerterweise einen Peroxidwert (POV) von nicht mehr als 10. Falls sie einen POV von mehr als 10
aufweisen, wird das diese Zellfragmente enthaltende Futter von den Tieren ggf. nicht mehr
angenommen.
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Wenn die Triglycerid-haltigen trockenen Zellfragmente nach der Erfindung mit den oben
erwähnten Eigenschaften als Futter verwendet werden, können sie mit normalen
Futtergrundstoffmaterialien gemischt werden, wie Körner, Getreide, Reiskleie und Gärniederschläge,
Vitamine, Mineralien und ähnliche Substanzen. Der Anteil der Triglycerid-haltigen trockenen
Zellfragmente an den Futtergrundstoffen ist nicht in spezifischer Weise definiert, kann aber in
geeigneter Weise unter Berücksichtigung der Verwendung und der Aufgabe des Futters
festgelegt werden. Im allgemeinen beträgt der Anteil der trockenen Zellfragmente 0,001 bis 100
Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 20 Gew.-%.
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Die Futterzusammensetuung mit den Triglycerid-haltigen trockenen Zellfragmenten nach der
Erfindung wird durch Mischen von bestimmten Mengen der notwendigen Bestandteile, einem
optionalen Kneten unter Wärme und durch Fornien der Mischung in die gewünschten
Zustände, wie Pulver, Granulate oder Tafeln, hergestellt.
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Um die Triglyceride nach der Erfindung wiederzugewinnen, werden die nach obiger Weise
entwässerten Zellfragmente mit einem Lösungsmittel extrahiert. Nach der Entwässerung
werden die Zellfragmente mit einem Lösungsmittel extrahiert, um aus ihnen die Triglyceride zu
gewinnen. Als geeignete Lösungsmittel für die Extinktion können beispielsweise n-Hexan,
Ethanol, Aceton, Methylethylketon, Cyclohexanon, Diethylether, Ethylacetat und andere
verwendet werden. Von dem Gesichtspunkt des Extraktionsertrages und der Anwendbarkeit der
gewonnenen Triglyceride für Futter wird n-Hexan besonders bevorzugt.
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Das Extraktionsverfahren mit dem Lösungsmittel ist nicht spezifisch definiert Insbesondere
wird eine Extraktion mit einer Säule bevorzugt. Für die Extraktion und die Rückgewinnung
der Glyceride mit einer Säule werden beispielsweise die entwässerten Zellfragmente in eine
zylindrische Säule gegeben und ein Extraktions-Lösungsmittel wird von oben in die Säule
eingeführt, wobei das Lösungsmittel, das unten aus der Säule herausläuft, gesammelt und
kondensiert wird, um die erwünschten Triglyceride zu gewinnen. Auf diese Weise kann die
Menge des zu verwendenden Lösungsmittels reduziert werden. Um eine Leckage von festen
Bestandteilen (Zellfragmenten) aus dem Säulenboden zu verhindern, ist es wünschenswert,
daß ein Drahtgitter mit einer geeigneten Größe an dem Boden der Säule vorgesehen ist, oder
daß der Boden der Säule mit einem Filterhilfsmittel bedeckt ist, wie Diatomeenerde oder
ähnliches.
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Die Menge des zu verwendenden Lösungsmittels für die Extraktion beträgt vorzugsweise 2
bis 121 pro kg der zu behandelnden Zellfragmente. Unter Berücksichtigung des
Extraktionsertrages und ökonomischen Bedingungen werden 3 bis 5 l bevorzugt
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Das aus der Säule unten herausfließende Lösungsmittel wird mittels bekannter Kondensation
unter reduziertem Druck destilliert, wobei Rohlipide (Roh-Triglyceride) erzielt werden. Falls
gewünscht, können diese mit bekannten Methoden weiter aufgereinigt werden.
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Anhand der folgenden Beispiele wird die Erfindung im folgenden detailliert erläutert werden.
PRODUKTIONSBEISPIEL 1
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Mucor circinelloides HUT 1121 (FERM BP-3883) wurde in einem Medium mit der in der
Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung und unter den unten erwähnten Bedingungen in einem
300-Liter Fermenter für 5 Tage kultiviert, um eine große Menge an Zellen zu erzielen. Nach
der Kultivierung wurde die Fermentationsnährlösung abfiltriert, um die Zellen zu ernten.
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Die so geernteten Zellen wurden einheitlich in Wasser dispergiert und suspendiert, um eine
Zellsuspension mit einer Zellkonzentration von 12 % zu erzielen.
Tabelle 1: Zusammensetzung des Mediums (für die Produktion von Lipiden)
Glucose
Ammoniumsulfät
Kaliumdihydrogenphosphat
Magnesiumsulfät-7-Hydrat
Hefeextrakt
Eisensulfat-7-Hydrat
Calciumchlorid-2-Hydrat
Kupfersulfat-5-Hydrat
Zinksulfat-7-Hydrat
Manganchlorid-4-Hydrat
Entschäumungsmittel "CC-118"
Dionisiertes Wasser
(Anfangsphase)
Liter
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Unter Verwendung eines Hochdruckhomogenisators (HV-OH-0,7; 3,7 S); hergestellt von
Izumi Food Machinery Co.) wurden die Zellen in der Zellsuspension anschließend
kontinuierlich unter einem Druck von 700 kg/cm² und einer Rate von 60 Liter/Stunde aufgebrochen.
Die so erzielten Zellfragmente wurden entwässert und mit einem Zweitrommeltrockner
getrocknet, um so 12 kg eines trockenen Zellfragmentpulvers mit einem Wassergehalt von 3,8
Gew.-% zu erzielen.
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Nach alkalischer Hydrolyse des trockenen Zellfragementpulvers wurde eine Probe mittels
Gaschromatographie analysiert, wobei ein Gehalt von 73,4 g/kg von γ-Linolensäure festgestellt
wurde.
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Die Lipide wurden mit n-Hexan aus dem trockenen Zellfragmentpulver extrahiert und gemaß
einem Standardöl- und Fettanalysetestverfahren analysiert (aufgestellt von The Japan Oil
Chemist Society), um den POV-Wert zu bestimmen. Es wurde ein POV-Wert von 0,9
bestimmt.
PRODUKTIONSBEISPIEL 2
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Mucor circinelloides HUT 1121 (FERM BP-3883) wurde in der gleichen Weise wie in dem
Produktionsbeispiel 1 kultiviert, wobei die Zellen aus der Fermentationsnährlösung durch
Filtration abgeerntet wurden. Die so geernteten Zellen wurden einheitlich in Wasser
dispergiert und suspendiert, um eine Suspension mit einer Zellkonzentration von 12 % zu
erreichen. Diese Suspension wurde entwässert und mit einem Zweitrommeltrockner
getrocknet, wobei 12 kg eines trockenen Zellpulvers mit einem Wassergehalt von 4 Gew.-%
erzielt wurden.
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Das trockene Zellpulver wurde in der gleichen Weise wie in dem Produktionsbeispiel 1
analysiert. Das Pulver enthielt 74,2 g/kg von γ-Linolensäure. Die mit n-Hexan aus dem
Zellpulver extrahierten Lipide hatten einen großen POV-Wert von 0,9.
TESTBEISPIEL 1
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Die Stabilität gegenüber einer Selbstoxidation der γ-Linolensäure enthaltenden Zellen, die
nach den oben erwähnten Produktionsbeispielen 1 und 2 hergestellt wurden, wurde getestet.
Die in den Produktionsbeispielen 1 und 2 erzielten Zellen wurden in 4 Petrischalen in einer
Menge von 5 g gegeben, wobei die Petrischalen einen Durchmesser von 9 cm und eine Tiefe
von 1,5 cm aufwiesen. Die Schalen wurden in einen Inkubator mit einer Temperatur von
40ºC und einer Luftfeuchtigkeit von 50 % gegeben. Alle 10 Tage wurden die Schalen
herausgenommen und der γ-Linolensäuregehalt in den Proben wurde mit dem gleichen Verfahren
wie in dem Produktionsbeispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 gezeigt.
Tabelle 2: Veranderung des γ-Linolensäuregehaltes während der Lagerung der
γ-Linolensäurehaltigen Zellen
γ-Linolensäuregehalt (g/kg)
Zeit der Lagerung (Tage)
Zellen des Produktionsbeispiels 1
Zellen des Produktionsbeispiels 2
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Zellen des Produktionsbeispiels 2 etwa 30 Gew.-% nach einer Lagerzeit von 40 Tagen betrug,
während der γ-Linolsäuregehalt in den Zellen des Produktionsbeispiels 1 selbst nach einer
Lagerung von 40 Tagen sich nicht verändert hafte. Die Zellen zeigten keinen unangenehmen
Geruch nach der Lagerung
TESTBEISPIEL 2
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Die Veränderung des γ-Linolensäuregehaltes in den Zellen gemäß den Produktionsbeispielen
1 und 2 wurde während des Schritts der Herstellung von Hundefutter bestimmt Es wurden
jeweils 2,5 kg der Zellen, die in den Produktionsbeispielen 1 und 2 erzielt wurden, verwendet,
um ein trockenes Hundefütter gemäß der Zusammensetzung von Tabelle 3 herzustellen.
Tabelle 3 - Zusammensetzung des Trockenhundefutters
Mais
Maizenafutter
Knochenmehl
Sojagärniederschlag
tierische Lipide
γ-Linolensäure-haltige Zellen
Mineralstoffmischung
Vitaminmischung
Gesamt
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Die Figur 1 zeigt das Ablaufschema eines Verfahrens für die Herstellung von Hundefutter,
wobei die Rohstoffkomponenten einer hohen Temperatur von 150ºC in dem Hitzeschritt
ausgesetzt werden, wobei γ-Linolensäure bei diesem Schritt zerstört wird.
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Vor und nach dem Hitzeschritt wurden Proben genommen, um den γ-Linolensäuregehalt in
jeder Probe vor und nach dem Schritt zu bestimmeit Die Ergebnisse sind. in der Tabelle 4
gezeigt.
Tabelle 4 - Veränderung des γ-Linolensäuregehaltes bei dein Verfahren zur Herstellung von
Trockenhundefutter
Zellen des Produktionsbeispiels 1
Zellen des Produktionsbeispiels 2
vor Erhitzen
nach Erhitzen
* γ-Linolensäuregehalt: g/kg der Hundefutterprobe
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Aus obiger Tabelle 4 wird deutlich, daß keine Veränderung des γ-Linolnsäuregehaltes vor
und nach dem Erhitzen in der Probe festgestellt wurde, welche die mikrobiellen Zellen des
Produktionsbeispiels 1 enthielt, während der γ-Linolensäuregehalt in der Probe mit den
mikrobiellen Zellen des Produktionsbeispiels 2 um etwa 20 Gew.-% nach dem Hitzeschritt
abnahm.
TESTBEISPIEL 3
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5 kg der γ-Linolensäure-enthaltenden Zellpräparate gemäß den Produktionsbeispielen 1 und 2
wurden in einen Polyethylenbeutel gegeben und für einen Monat bei 25ºC gelagert. Die so
gelagerten Zellpräparate wurden an Hunde verfüttert, bei denen ein Seborrhoe-Syndrom
diagnostiziert wurde, wobei der Geschmack der Zellpräparate sowie der Heileffekt bestimmt
wurde. Bei den für einen Monat gelagerten Zellpräparaten der Produktionsbeispiele 1 und 2
wurde kein Unterschied des γ-Linolensäuregehaltes festgestellt, wobei aber der POV-Wert
der aus den Präparaten extrahierten Lipide auf 7,5 bzw. 114,4 zunahm.
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Mehrere Gruppen von jeweils 20 Hunden mit einem Körpergewicht von 5 bis 6 kg und mit
einem Seborrhoe-Syndrom wurden für den Test verwendet. Ein oder zwei g/Tag der Zellen
von dem Produktionsbeispiel 1 und 2 wurden in Müch suspendiert und jeden Tag den
Testhunden von jeder Gruppe über einen Zeitraum von 20 Tagen angeboten, wobei der
Geschmack der zugeführten Zellsuspension sowie der Heileffekt auf die Krankheit mit dem
nackten Auge bestimmt wurde Die erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle 5 gezeigt.
Tabelle 5 - Hundegeschmack der γ-Linolensäure enthaltenden Zellen und Heileffekt auf das
Hundeseborrhoe-Syndrom
1) Zellen des Produktionsbeispiels 1
Art der Nahrungsaufnahme
Heileffekt
Gefütterte Menge
Gut Normal Nicht gut
* gefütterte menge: Zellen in Gramm/Tag/Hund
2) Zellen des Produktionsbeispiels 2
Art der Nahrungsaufnahme
Heileffekt
Gefütterte Menge
Gut Normal Nicht gut
* gefütterte Menge: Zellen in Gramm/Tag/Hund
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Aus obiger Tabelle 5 wird deutlich, daß die Zellsuspension des Produktionsbeispiels 1 von
den Testhunden in einem großen Maße favorisiert wurde, und daß kein Testhund diese Zell-
Suspension verweigerte. Zusätzlich war der Heileffekt der Zellsuspension des
Produktionsbeispiels 1 gut. Im Gegensatz dazu lehnten etwa 40 % der Testhunde die Suspension der Zellen
des Produktionsbeispiels 2 ab, wobei auch ein entsprechend herabgesetzter Heileffekt auftrat.
REFERENZBEISPIEL
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In den folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen wurden die Gesamtlipidmengen in den
Zellen als Standard für die Berechnung der Extraktionsausbeute von allen Lipiden mittels des
unten erwähnten Verfahrens gemessen.
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Mucor circinelloides HUT 1121 (FERM BP-3883) wurden in einem 30 l-Fermenter unter den
Bedingungen, die in der Tabelle 6 gezeigt sind, kultiviert. Durch Filtration wurden die
γ-Linolensäure-haltigen Zellen geerntet.
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Die so geemteten Zeilen wurden wieder in Wasser dispergiert, um eine 12 % Suspension zu
erzielen. Ein Teil davon wurde mit einem Zweitrommeltrockner entwässert, um trockene
Zellen mit einer Wassergehalt von 4 Gew.-% herzustellen.
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100 ml Glasskugeln mit einem Durchmesser von 0,6 mm und 100 ml n-Hexan wurden zu 5 g
der trockenen Zellen hinzugefügt, die anschließend mit einem Homogenisator (Excell
Autohomogenisator DX-3 Modell hergestellt von Nippon Seiki Co.) mit einer
Drehgeschwindigkeit von 10000 rpm für 3 Minuten homogenisiert und anschließend gefiltert wurden, um die
Glaskugeln und die Zellfragmente zu entfernen Anschließend. wurden 100 ml n-Hexan den
Zellen hinzugefügt, die zweimal in der gleichen Weise, wie oben angegeben, homogenisiert
wurden. Die so erzielten Filtrate wurden kombiniert und unter reduziertem Druck
konzentriert, wodurch 1,9 g von gelben Lipiden erzielt wurden. Im Ergebnis wurde berechnet, daß
die Zellen 38 % Lipide enthielten.
BEISPIEL 1
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Mucor circinelloides HUT 1121 (FERM BP-3883) wurde in einem 30 l-Fennenter unter den
Bedingungen, die in der Tabelle 6 angegeben sind, kultiviert. Die γ-Linoiensäure-haltigen
Zellen wurden mittels Filtration geerntet.
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Die so geemteten Zellen wurden in Wasser einheitlich dispergiert und suspendiert, um eine
10 % Suspension zu erzielen, wobei die Zellen dann mit einem Homogenisator
(Microfluidizer M110Y Modell, hergestellt von Microfluidize Co.) unter einem Druck von
700 kg/cm² aufgebrochen wurden.
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Danach wurden die Zellfragmente gefriergetrocknet, wobei ein trockenes Zellpulver mit
einem Wassergehalt von 3,4 Gew.-% erzielt wurde.
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10 g des trockenen Zellfragmentpulvers wurden in eine Glassäule mit einem inneren
Durchmesser Voll 20 mm gefüllt, wie dies in der Figur 2 dargestellt ist. 100 ml n-Hexan wurden von
oben in die Säule eingeführt. Die n-Hexan/Lipid-Fettmischung (Micelle) wurde am unteren
Ende der Säule gesammelt, wobei das n-Hexan durch Kondensation und Destillation unter
reduziertem Druck von dieser Mischung entfernt wurde. Im Ergebnis wurden 3,4 g Lipide
erzielt. Die Extraktionsausbeute betrug 90 %.
BEISPIEL 2
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Mucor circinelloides HUT 1121 (FEEM BP-3883)wurde in einem 300 l-Fermenter unter den
Bedingungen gemäß der Tabelle 6 kultiviert. Die Zellen wurden mittels Filtration geerntet
Die so gewonnenen Zellen wurden in Wasser einheitlich dispergiert und suspendiert, um eine
12 % Suspension zu erzielen.
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Die erzielte Suspension wurde dann mit einem Hochdruckhomogenisator (HV-OH-0,7-3,7 S
Modell; hergestellt von Izumi Food Machinery Co.) unter einem Druck von 700 kg/cm² bei
einer Strömungsrate von 60 Liter/Stunde aufgebrochen. Die aufgebrochenen Zellen wurden
mit einem Zweitrommeltrockner entwässert, wodurch ein trockenes Zellpulver mit einem
Wassergehalt von 3,8 Gew.-% erzielt wurde.
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700 g des trockenen Zellpulvers wurde in läst die gleiche Säule, die in der Figur 2 gezeigt ist,
gefüllt (die Ausnahme bestand darin, daß die erste Säule einen inneren Durchmesser von 55
mm und eine Gesamtlänge von 1400 mm aufwies und daß sie keinen Hahn hatte). Von der
Spitze der Säule wurde n-Hexan in einer Menge des Vierfachen der Menge des trockenen
Zellfragmentpulvers in die Säule eingeführt (oder 2,8 l von n-Hexan), wobei 2,3 l einer
Hexanflüssigkeit aus dem Ausfluß von dem Boden der Säule gewonnen wurde, bevor die
Flussigkeit keine gelbe Lipidfarbe mehr aufwies. Die Flussigkeit wurde unter reduziertem
Druck konzentriert, wodurch 215 g Lipide gewonnen wurden. Die Extraktionsausbeute betrug
94%
BEISPIELE 3 BIS 8
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Verschiedene Lipid-herstellende Mikroorganismen, die in der Tabelle 7 angezeigt sind,
wurden unter den Bedingungen gemäß Tabelle 6 kultiviert, aufgebrochen, getrocknet und
extrahiert und zwar in der gleichen Weise wie in dem Beispiel 1. Die Extraktionsausbeute für
jeden Fall ist in der Tabelle 7 gezeigt.
VERGLEICHSBEISPIEL 1
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Mucor circinelloides HUT 1121 (FERM BP-3883) wurde in einem 30 l-Fermenter kultiviert,
wobei die γ-Linolensäure-haltigen Zellen mittels Filtration geerntet wurden.
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Die so geernteten Zellen wurden wieder in Wasser dispergiert, um eine 12 % Suspension zu
erzielen. Ein Teil von dieser Suspension wurde dann mit einem Zweitrommeltrockner
getrocknet, wobei trockene Zellen mit einem Wassergehalt von 4 Gew.-% erzielt wurden.
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10 g der trockenen Zellen wurden in eine Säule gefüllt und in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 durch die Säule extrahiert. Im Ergebnis wurden 1,2 g gelbe Lipide erzielt. Die
Extraktionsausbeute betrug 31 %.
VERGLEICHSBEISPIEL 2
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300 ml Ethanol wurden zu 100 g nassen Zellen (Wassergehalt 65 %), die gemäß dem
Vergleichsbeispiel 1 erzielt wurden, hinzugefügt, wobei anschließend eine Mahlung in einer 11
Kugelmühle für 5 Stunden erfolgte.
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Nach dem Mahlen wurde durch Filtration unter reduziertem Druck das Ethanol entfernt und
die zurückbleibenden Zellen wurden gesammelt. 300 ml n-Hexan wurden hinzugefügt und
wieder wurde in der Kugelmühle für 5 Stunden für die Extraktion gemahlen.
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Durch Filtration unter reduziertem Druck wurden die Zellreste und das n-Hexan voneinander
getrennt Die so erhaltene Hexanfraktion wurde unter reduziertem Druck konzentriert,
wodurch 9,2 g Lipide gewonnen wurden. Die Extraktionsausbeute betrug 69 %.
Tabelle 6
Mikroorganismus
Mucor javanicus Mucor circinelloides
Mortierella isabellina Mortierella ramaniana var. angrispora
Conidiobolus heterosporus Conidiobolus nanodes Conidiobolus lamprauges
Zusammensetzung des Mediums
Glucose
Ammoniumsulfat
Kaliumdihydrogenphosphat
Hefeextrakt
Polypepton
Spurenmineralstofflösung (*)
Kulturbedingungen
Temperatur
g/Liter
ml/Liter
(eingestellt mit NaOH)
nicht definiert
(*) Spurenmineralstofflösung
deionisiertes Wasser
Tabelle 7
Beispiel Nr.
Mikroorganismus
Extraktionsausbeute
Mortierella isabelliana
Mortierella ramaniana var. angrispora
Conidiobolus heterosporus
Conidiobolus nanodes
Conidiobolus lamprauges
Mucor javanicus
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Gemäß der Erfindung werden trockene Zellfragmente von Triglycerid-haltigen, mikrobiellen
Zellen durch Aufbrechen eiiier waßrigen Dispersion von Zellen und deren anschließenden
Entwässerung erzielt Die nach der Erfindung erzielten, trockenen Zellfragmente sind
dadurch gekennzeichnet, daß nach einer Hitzebehandlung der Zellfragmente bei 150ºC für 2
Minuten eine Abnahme des Triglyceridgehaltes von nicht mehr als 10 Gew.-% auftritt. Die
Zellfragmente zeigen somit eine sehr gute Lagerstabilität und sind gegenüber der
Hitzebehandlung bei ihrer Herstellung stabil. Somit sind sie nützlich für die Herstellung von Futter
für Tiere und für die Herstellung von Haustierfutter, wobei dieses Futter von den Tieren und
Haustieren gerne angenonunen wird.
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Das Verfahren nach der Erfindung hat lerner eine hohe Extraktionsausbeute und erlaubt eine
sehr effiziente Extraktion von Lipiden (Triglyceriden) aus mikrobiellen Zellen.
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Das Verfahren nach der Erfindung hat ferner industrielle Vorteile, da die Menge des zu
verwendenden Lösungsmittels bei der Durchführung des Verfahrens klein sein kann, da der
Verfahrensablauf sicher und einfach ist.