DE69232120T2 - Taschenwerkzeug mit einziehbaren Backen - Google Patents

Taschenwerkzeug mit einziehbaren Backen

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DE69232120T2
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C. Hutchens
D. Mills
J. Parrish
C. Sessions
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Fiskars Oyj
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Description

    Fachgebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Taschenwerkzeug mit einer einziehbaren Zange, die unter Verwendung einer Hand durch Trägheitskraft, zum Beispiel durch Zentrifugalkraft, in eine exponierte Position bewegt werden kann. Noch spezieller bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Multifunktions- Taschenwerkzeug, das in einer einzigen kompakten Einheit Zangenbacken und verschiedene andere ausgewählte Werkzeuge enthält.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Im allgemeinen sind Multifunktionswerkzeuge, die in einem einzigen Instrument Zangen und andere ausgewählte Werkzeuge, wie zum Beispiel Schraubendreher, Messerklingen, Feilen, Scheren u. ä. enthalten, gut bekannt. Die dem Stand der Technik entsprechenden Werkzeuge enthalten normalerweise eine Kreuzbacken-Zange mit kanalförmigen Griffen, die schwenkbar mit den Schäften der jeweiligen Zangenbacken verbunden sind. Die Griffe sind über die Zange geklappt, so daß die Zange in die Griffkanäle aufgenommen ist. Die jeweiligen Werkzeuge, die kanalförmigen Griffverlängerungen oder beide sind schwenkbar am entfernten Ende an jedem Griff montiert und sind dazu ausgestaltet, in den Griffkanal zu fallen bzw. innerhalb des Griffes zur Aufbewahrung eingeklappt zu werden. Beispiele solcher Mehrfachwerkzeuge sind in den US- Patenten Nr. 4,238,862, 4,744,272 und 4,888,869, ausgegeben am 16. Dezember 1980. bzw. am 17. Mai T988 und am 26. Dezember 1989 an Timothy S. Leatherman, beschrieben.
  • Solche Werkzeuge sind in der Hinsicht unvorteilhaft, daß beide Hände erforderlich sind, um die Griffe aus der eingeklappten Aufbewahrposition aufzuklappen, um die Zangenbacken zu exponieren. Ebenfalls sind beide Hände erforderlich, um die Zangenbakken in die eingeklappte Aufbewahrungsposition zurückzubewegen. Das führt unter gewissen Umständen zu einer Einschränkung der Nützlichkeit des Werkzeuges.
  • Weiterhin zeigt, wenn die Griffe aus der Zange herausgeklappt sind, der offene Kanal, in den die Zange aufgenommen wird, wenn sie sich in einer eingeklappten Position befindet, nach außen. Somit richten sich, wenn keine speziellen Maßnahmen ergriffen werden, die normalerweise den zusätzlichen Schritt des Ausklappens oder das Schwenken einer Griffverlängerung oder einer Hülse beinhalten, die offenen Kanten der Kanalseiten gegen die Hand des Benutzers. Insbesondere das macht die Zange für die Verwendung unbequem.
  • Mechanismen für das Verriegeln der Griffe solcher Werkzeuge in einer speziellen Position sind ebenfalls bekannt. Ein Beispiel eines solchen Veriegelungsmechanismus wird in dem vorher angeführten US-Patent Nr. 4,238,862, ausgegeben an Leatherman, offenbart. Solche Mechanismen müssen jedoch normalerweise speziell freigegeben werden, bevor die Griffe weiter geöffnet werden können und sie sind daher nicht besonders dafür geeignet, die Griffe in einer geschlossenen Position zu halten, wenn die Zange aufbewahrt wird oder ein Zusatzwerkzeug in Gebrauch ist:
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein Multifunktionswerkzeug mit Backen zur Verfügung, die selektiv in seinen Griffen aufbewahrt werden können, und die für die Aufbewahrung unter Verwendung nur einer Hand exponiert oder für die Aufbewahrung zurückgezogen werden können.
  • Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung, können die jeweiligen Griffe in einer geschlossenen Position verriegelt werden, um einen bequemen Griff für die Verwendung eines ausgewählten Zusatzwerkzeuges darzustellen, das automatisch freigegeben wird, wenn die Backen exponiert werden.
  • Das erfolgt durch verschiebbares Festsetzen der Schäfte eines Satzes von Backen bezüglich der jeweiligen Griffe, so daß die Backen verschiebbar in das Innere der Griffkanäle zurückgezogen werden können. Wenn die Backen zurückgezogen sind, blockieren die Griffe die Schwenkbewegung der Backen und hindern die Backen und damit die Griffe daran, sich zu öffnen. Die durch einen Schwung des Handgelenks erzeugte Zentrifugalkraft bewirkt, daß die Backen nach vorn in eine exponierte Position gleiten. Vorzugsweise sind die Griffe, getrennt von den Backen, ebenfalls schwenkbar verbunden. Wenn die Backen ausgefahren sind fluchten die Gelenkpunkte (Schwenkachsen) der Backen und der Griffe. Wenn die Backen zurückgezogen sind, befinden sich die Gelenkpunkte außer Flucht und verhindern ferner, daß sich die Griffe öffnen.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Eine bevorzugte, beispielhafte Ausführung der vorliegenden Erfindung wird hierin nachfolgend in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente kennzeichnen. Die Zeichnungen zeigen in
  • Fig. 1 eine bildhafte Darstellung einer ersten Ausführung des Werkzeuges gemäß der vorliegenden Erfindung mit exponierten Backen, offenen Griffen und mit den Zusatzwerkzeugen zur Ansicht freigegeben;
  • Fig. 2 eine schematische Ansicht einer zweiten Ausführung des Werkzeuges gemäß der vorliegenden Erfindung mit exponierten Backen von oben;
  • Fig. 3 eine schematische Seitenansicht des Werkzeuges von Fig. 2;
  • Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Werkzeuges von Fig. 3 mit eingezogenen Backen;
  • Fig. 5 eine Ansicht einer geeigneten Zangenbacke von oben;
  • Fig. 6 eine schematische Seitenansicht der Zangenbacke von Fig. 5, wobei der Verriegelungsmechanismus in Explosionsansicht dargestellt ist;
  • Fig. 7 eine Seitenansicht eines geeigneten Anschlags-/Schnurauges; und
  • Fig. 8 eine schematische Seitenansicht des Werkzeuges von Fig. 2 bis 4 mit einer Messerschneide und exponierter Schnuraufnahmeeinrichtung.
  • Ausführliche Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
  • Bezug auf Fig. 1 bis 4 nehmend, weist ein Werkzeug 10 gemäß der vorliegenden Erfindung zweckmäßigerweise ein Paar von Backen 12, jeweilige kanalförmige Griffe 14A und 14B (allgemein als Griff 14 bezeichnet) und, wenn es gewünscht ist, ein oder mehrere ausgewählte Werkzeuge, allgemein mit 18 bezeichnet, auf. Wie hierin nachfolgend erläutert wird, sind die Backen 12 dazu ausgestaltet, um selektiv in die Griffe 14 zurückgezogen zu werden, wenn sie geschlossen sind. Die Backen 12 nehmen selektiv eine vollständig ausgefahrene (aktive) Position (Fig. 1 bis 3) oder eine zurückgezogene Position (Fig. 4) ein. In der ausgefahrenen Position sind die Backen 12 in der Lage, eine Schwenkbewegung zueinander in Reaktion auf ein Auseinander- und Zusammenbewegen der Griffe 14 auszuführen. In der zurückgezogenen Position werden die Griffe 14 an einem Öffnen gehindert. Die Zusatzwerkzeuge sind in geeigneter Weise schwenkbar an den entfernten Enden der Griffe 14 montiert.
  • Die Griffe 14A und 14B sind vorzugsweise im wesentlichen identisch und werden als allgemein bezeichnete Komponenten beschrieben. Wenn auf eine Komponente Bezug genommen wird, die sich auf einen speziellen der Griffe 14A und 14B bezieht, wird ein Zusatz "A" bzw. "B" verwendet. Die Griffe 14 weisen Kanalform auf. Ein Steg 20 verbindet die jeweiligen Seitenteile 22 und 24. Die Innenwand des Steges 20 definiert die Querabmessung des Griffkanals. Der Steg 20 ist im allgemein flach und er weist eine im wesentlichen gerade Vorderkante 21 und einen in Längsrichtung angeordneten Schlitz 26 auf. Der Schlitz 26 hat eine vorbestimmte Länge, einen abgerundeten vorderen Abschluß 27 und einen abgerundeten hinteren Abschluß 29. Der vordere Abschluss 27 ist in einer vorbestimmten Distanz von der Vorderkante 21 angeordnet. Der Steg 20 und damit der Kanal zwischen den Seiten 22 und 24 ist in der Nähe von und vor dem Schlitz 26 zweckmäßig auf etwa die Breite der Backen 12 verengt. Die Innenflächen der Seitenteile 22 und 24 und vorzugsweise der Steg 20 sind hochglanzpoliert, um eine glatte, korrosionsbeständige Oberfläche darzustellen, um die Gleitbewegung der Backen 12 zu erleichtern. Wenn es gewünscht ist, kann eine Feder 36 integriert am entfernten Ende ausgebildet sein. Die Feder 36 würde mit den Nocken in der Basis (Schaft) der Zusatzwerkzeuge 18 zusammenwirken. Die Griffe 14 sind zweckmäßigerweise aus einem korrosionsbeständigen Material, das spannungsfrei geglüht werden kann, wie zum Beispiel rostfreier Stahl, hergestellt, der an der Feder 36 eine geeignete Elastizität aufweist.
  • Die Seitenteile 22 und 24 sind im allgemeinen eben, jedoch in Übereinstimmung mit der Ausgestaltung des Steges 20, d. h. sie sind in Querrichtung in der Nähe des vorderen Abschlusses des Schlitzes 27 abgestuft. Jeweilige Arme 28 und 30 verlängern die Seitenteile 22 bzw. 24 um eine vorbestimmte Distanz von der Vorderkante 21 des Steges nach vorn. Die Arme 28 und 30 enden jeweils zweckmäßigerweise in einem jeweiligen Bereich einer Schwenkverbindung, z. B. einer Öffnung, um einen Lagerzapfen (Fig. 2 bis 4) oder eine Komponente aufzunehmen, die aus einem aus einer abgeflachten Kugel und einer Hülse bestehenden Mechanismus gebildet wird (Fig. 1). Die Arme 28 und 30 halten die Schwenkachse in einer vorbestimmten Distanz Dx (Fig. 4), z. B. 7,9 mm (0,312 inch), in Längsrichtung vor der vorderen Kante des Steges 21 und in einer vorbestimmten Distanz Dy (Fig. 4), z. B. 12,8 mm (0,506 inch) vertikal von der Innenfläche des Steges 20 versetzt, um die Schwenkachse des Griffes mit der Schwenkachse der Backen 12 auszurichten, wenn sich die Backen 12 in der ausgezogenen Position befinden. Die vorbestimmte Distanz Dx wird gewählt, um zu sichern, daß die vordere Stegkante 21 den Schwenkweg der Backen 12, wenn sie sich in der vollständig ausgezogenen Position befinden, nicht behindert oder einschränkt. Die Arme 28 und 30 erstrecken sich zweckmäßigerweise unter einem Winkel Θ (Fig. 4), z. B. 30º, bezüglich der Längsachse des Griffs 14.
  • Zusammengebaut sind die Griffe 14 mit ihren jeweils offenen Kanälen einander zugewandt angeordnet und vorzugsweise schwenkbar verbunden. Das Seitenteil 22A befindet sich im wesentlichen in derselben Ebene wie das Seitenteil 24B; das Seitenteil 24A befindet sich im wesentlichen in derselben Ebene wie das Seitenteil 228; und separate, jedoch axial ausgerichtete Schwenkverbindungen 32 bzw. 34 sind zwischen dem Arm 28A und dem Arm 30B und zwischen dem Arm 30A und 28B vorhanden. Die Schwenkverbindungen 32 und 34 können in jeder herkömmlichen Art und Weise erzielt werden, zum Beispiel unter Verwendung eines Mechanismus, bestehend aus einer abgeflachten Kugel und einer Hülse (Fig. 1) oder unter Verwendung eines Zapfens, z. B. eines Niets (Fig. 2 bis 4). Um die Verwendung eines Niets oder eines anderen Befestigungselements zu erleichtern, kann der Arm 28 um eine Distanz, die annähernd der Dicke der Arme entspricht, weiter von der Längsachse des Griffs angeordnet sein, als die Verlängerung 30. Daher sind im zusammengebauten Zustand in der Ausführung der Fig. 2 bis 4 die Verlängerungen 28 gegenüber den Verlängerungen 30 versetzt, wobei die Verlängerungen 30 im Inneren der Verlängerungen 28 angeordnet sind.
  • Wenn es gewünscht wird, können die Arme 28 und 30 oder die Schwenkverbindungen 32 und 34 dazwischen weggelassen werden. Das Einbeziehen der Arme 28 und 30 und das schwenkbare Verbinden trägt jedoch dazu bei, die Griffe 14 in Position zu halten, wenn sich die Backen 12 zwischen einer vollständig zurückgezogenen und einer vollständig ausgefahrenen Position verschieben und es hilft beim Verriegeln der Griffe 14 in der geschlossenen Position, wenn die Backen 12 zurückgezogen sind, wie es noch erläutert wird. Die Arme 28 und 30 stellen weiterhin eine Halterung gegenüber Torsionskräften auf die Backen 12 dar, die bei der Verwendung der Backen 12 erzeugt werden können.
  • Die Backen 12 weisen jeweils zweckmäßig ausgestaltete schwenkbar verbundene Einzelbauteile (Backen) 12A und 12B auf, von denen jedes einen Schaft, der hinter der Schwenkverbindung angeordnet ist, und einen Arbeitsbereich für z. B. das Ergreifen oder Schneiden enthält, der vor der Schwenkverbindung angeordnet ist. Die Schwenkverbindung der Backen 12 ist zumindest verschiebbar ausrückbar und vorzugsweise getrennt von der Schwenkverbindung der Griffe 14 ausgeführt. Die Backen 12 sind zweckmäßigerweise aus einem korrosionsbeständigem Material, wie zum Beispiel rostfreiem Stahl, hergestellt, wobei die Seitenflächen und vorzugsweise das Äußere der Oberseite und der Unterseite hochglanzpoliert sind, um das Verschieben bezüglich der Griffe 14 zu erleichtern und sie weisen ein Gewicht auf, das ausreichend ist, um die Gleitbewegung der Backen 12 in Reaktion auf eine Trägheitskraft zu erleichtern, ohne eine übermäßige Stoppträgheit zu erzeugen.
  • Die Backen 12 sind verschiebbar mit den Griffen 14 verbunden, wobei sie vorzugsweise so ausgestaltet sind, um gleitend mit den Griffen 14 in einer Gleitpassung an allen angrenzen Flächen, nämlich der Oberseite, der Unterseite und den Seiten, unabhängig von der Position der Backen 12 bezüglich der Griffe 14, z. B. in der vollständig ausgefahrenen, vollständig zurückgezogenen und in allen Zwischenpositionen, in Eingriff zu kommen.
  • Nun Bezug auf Fig. 3, 5 und 6 nehmend, werden geeignete Backen 12A und 12B in Form einer Zange als allgemein bezeichnete Komponenten beschrieben. Wenn auf eine Komponente Bezug genommen wird, die sich auf eine spezielle der Backen 12A und 12B bezieht, wird ein Zusatz "A" bzw. "B" verwendet. Die Backen 12 sind zweckmäßigerweise eine vereinheitlichte Konstruktion mit einem länglichen Arbeitsbereich, z. B. im Fall der Zange, eines Greifabschnitts 38 und eines im allgemeinen kreisförmigen, mit einer Aussparung versehenen Schwenklagerabschnitts 40 und einem Griffstumpf (Schaft) 42. Eine erste, im allgemeinen flache, Seite 44 wird durch die entsprechenden Flächen des Greifabschnitts 38, des Lagerabschnitts 40 und des Schaftes 42 ausgebildet. Eine zweite, im allgemeinen flache, gegenüberliegende Seite 46 wird durch die gegenüberliegenden Flächen des Greifabschnitts 38 und des Schaftes 42 definiert. Der Lagerabschnitt 40 ist jedoch nur etwa halb so dick wie der Greifabschnitt 38, und der Schaft 42 ist bezüglich der Seite 46 ausgespart. In dem Lagerabschnitt 40 ist eine Bohrung für die zentrale Achse 48 vorgesehen, wobei eine Gegenbohrung 50 in der Seite 44 vorhanden ist.
  • Der Greifabschnitt 38 weist zweckmäßigerweise einen Zwischenabschnitt 52 in der Nähe des Lagerabschnitts 40 und eine Werkzeugspitze 54 auf. Die Werkzeugspitze 54 kann jede gewünschte Ausgestaltung aufweisen, die, in zusammengebautem Zustand, in der Lage ist, sich in Gleitpassung in dem Griffkanal zu verschieben und sie kann, zum Beispiel, ein Drahtschneider sein. Die äußeren Begrenzungen (Höhe) der Backe 12 stellen jedoch eine flache äußere Fläche 56 des Zwischenabschnitts 52 bzw. eine flache äußere Fläche 58 des Schaftes 42, angeordnet in gegenüberliegenden Ebenen und annähernd tangential zu der Außenfläche des Lagerabschnitts 40 an der Senkrechten zu dem Mittelpunkt der Bohrung 48 in Längsrichtung, dar.
  • Im zusammengebauten Zustand sind die Backen 12A und 12B schwenkbar verbunden. Die Innenflächen der Lagerabschnitte 40 sind benachbart zueinander mit den Bohrungen 48 in Übereinstimmung angeordnet. Die Seiten 44A und 46B und die Seiten 44B und 46A befinden sich im wesentlichen in einer Ebene. Die oberen und unteren Begrenzungen der Baugruppe werden, im zusammengebauten Zustand, durch die Querflächen 56 des Greifabschnitts und die äußeren Querflächen 58 des Schaftes gebildet. Die äußeren Querflächen 56A des Greifabschnitts 38A und 58B des Schaftes 42B und die äußeren Querflächen 56B und 58A befinden sich im wesentlichen in einer Ebene. Die Schwenkverbindung wird z. B. durch einen Schraubenbolzen 60 und eine Mutter 62 erzielt oder durch einen Niet, der versenkt in den Gegenbohrungen 50 angeordnet ist (Fig. 2).
  • Die Backen 12 sind dazu angepaßt, relativ zu den Griffen 14 zwischen einer ausgefahrenen Position und einer zurückgezogenen Position bewegt zu werden. In der ausgefahrenen Position befinden sich die Backengreifabschnitte 38 vor den Griffen 14 und können in Reaktion auf ein Auseinander- und Zusammenbewegen der Griffe. 14 eine Schwenkbewegung zueinander ausführen, d. h. sie öffnen und schließen in Reaktion auf die Betätigung der Griffe 14. In ihrer zurückgezogenen Position befinden sich die. Greifabschnitte 38 zumindest teilweise und vorzugsweise im wesentlichen innerhalb der Kanäle der Griffe 14, und die Griffe 14 sind im wesentlichen in einer geschlossenen Position verriegelt. Nun auf die Fig. 3, 4 und 6 Bezug nehmend, sind die Schäfte 42 verschiebbar, angeordnet in den Griffkanälen, mit den Griffen 14 gekoppelt, wobei die äußeren Querwände 58 benachbart zu den Innenflächen der Stege 20 und die Seitenwände 44 und 46 parallel benachbart zu den Seitenteilen 22 und 24 angeordnet sind. Jeweilige Gewindebohrungen 60 und 62 sind im Schaft 42 ausgebildet und erstrecken sich von der Außenfläche 58 nach innen. Die Schäfte 42 sind verschiebbar durch jeweilige Befestigungszapfen, z. B. Schraubenbunde 64 und 66, die in dem Schlitz 26 angeordnet sind und schraubbar in den Bohrungen 60 und 62 aufgenommen werden, verschiebbar befestigt. Die Backen 12 können sich, wenn sie geschlossen sind, somit relativ zu den Griffen 14 innerhalb der Grenzen verschieben, die durch die Schlitze 26 definiert sind. Die relative Position der Backen 12 und der Griffe 14 bei ausgefahrener (aktiver) Position der Backen ist zweckmäßigerweise durch das vordere Schlitzende 27 festgelegt. Das Ende 27 ist vorzugsweise in einer vorbestimmten Distanz von der vorderen Kante 21 des Steges 20 angeordnet, die geringfügig kleiner ist, als die Distanz von dem Außendurchmesser des Bundes der Schraube 64 bis zu der Verbindung der Schaftfläche 58 mit dem Lagerabschnitt 40. Bei mit der Schraube 64 am vorderen Ende 27 des Schlitzes 26 angeordneten Schäften befinden sich die Backen 12 in der vollständig ausgefahrenen Position. Der Greifabschnitt 38 und vorzugsweise die Lagerabschnitte 40 sind vollständig exponiert, wobei sich die Lagerabschnitte 40 unmittelbar vor der Kante 21 des Steges 20 befinden, und die Achse des Zangenbackenzapfens 48 befindet sich in Flucht mit der Achse der Griffzapfen 32 und 34. Da in der ausgefahrenen Position vorzugsweise die Querfläche der Lagerabschnitte 40 und die äußeren Querflächen 56 der Greifabschnitte 38 exponiert sind und sich die Achsen des Backenzapfens 48 und der Griffzapfen 32 und 34 in Flucht befinden, ist die Bewegung der Fläche 56 über die Ebenen der Schaftquerflächen 58 hinaus (d. h. die Ebene der Griffe 14) nicht behindert. Die relative Schwenkbewegung der Backen 12 kann daher bewirkt werden, indem die Griffe 14 voneinander weg und zueinander hin gedrückt werden.
  • Wie vorher angeführt, ist der Kanal zwischen den Seiten 22 und 24 in der Nähe von und vor dem Ende 27 des Schlitzes 26 auf annähernd die Breite der Backen 12 verengt, d. h. die Teile 22 und 24 sind abgestuft. Die Arme 28 und 30 befinden sich somit dicht neben den Seiten 44 und 46 der Backen 12 und bilden eine Abstützung gegen Torsionskräfte, die bei der Verwendung der Backen 12 anzutreffen sind. Die Griffe 14 sind zu der Rückseite des vorderen Schlitzendes 27 hin breiter, um die Griffe bei der Verwendung bequemer zu gestalten und um die Unterbringung von Zusatzwerkzeugen 18 zwischen den Innenflächen 22 und 24 des Griffes 14 und den Seiten 44 und 46 der Backen 12 zu ermöglichen, wenn die Backen zurückgezogen sind.
  • Das Zurückziehen der Backen 12 arretiert die Griffe 14 wirksam in einer geschlossenen Position. Die Länge des Schlitzes 26 ist so gewählt, daß, wenn sich der Bund der Schraube 66 gegenüber dem Ende 29 des Schlitzes 26 befindet, zumindest ein Abschnitt der Querfläche 56 unter dem Steg 20 liegt, d. h. hinter der Kante 21 und vorzugsweise so, daß diese Backen 12 sich im wesentlichen zwischen den Seitenteilen 22 und 24 und den Armen 28 und 30 befinden. Bei zurückgezogenen Backen 12 wird durch den Steg 20 die Schwenkbewegung der Querflächen 56 über die Ebene der entsprechenden Schaftquerfläche 58 hinaus verhindert. Die Backen 12 werden somit daran gehindert, sich zu öffnen. Das verhindert wiederum, daß sich die Schäfte 42 und somit die Griffe 14 auseinander bewegen. Ferner befinden sich bei aus der ausgefahrenen Position zurückgezogenen Backen 12 die Achsen des Backenzapfens 48 und der Griffzapfen 32 und 34 nicht in Flucht zueinander. Daher verriegelt das Zurückziehen der Backen 12 die Handgriffe 14 zusammen wirksam in einer geschlossenen Position.
  • Weiterhin ist ein Mechanismus zum lösbaren Verriegeln der Backen 12 in der vollständig ausgefahrenen Position vorgesehen. Nun auf Fig. 3 bis 6 Bezug nehmend, sind eine Bohrung 68 und eine Gegenbohrung 70 in dem Schaft 42 ausgebildet, die sich von der Fläche 58 zwischen den Gewindebohrungen 60 und 62 nach innen erstreckt. Eine Öffnung 67 (Fig. 2) mit einem Durchmesser, der größer ist als die Breite des Schlitzes 26, jedoch kleiner als der Durchmesser der Gegenbohrung 70, ist in Verbindung mit und vorzugsweise konzentrisch zum Schlitz 26 ausgebildet. Die Öffnung 67 ist angeordnet, um über der Bohrung 68 zu liegen, wenn sich die Backen 12 in der vollständig ausgefahrenen Position befinden.
  • Ein Zapfen 72 mit abgestuften Durchmesser wird in der Bohrung 68 und dem Schlitz 26 aufgenommen. Der Zapfen 72 weist einen ersten Bereich 74 (kleiner Durchmesser) mit einem Durchmesser auf, der geringfügig kleiner ist, als die Breite des Schlitzes 26, einen zweiten Bereich 76 (mittlerer Durchmesser) mit einem Durchmesser, der größer ist als die Breite des Schlitzes 26, jedoch geringfügig kleiner, als der Durchmesser der Schlitzöffnung 67, einen dritten Bereich 78 (großer Durchmesser) mit einem Durchmesser, welcher dem Durchmesser der Gegenbohrung 70 entspricht (größer als der Durchmesser der Schlitzöffnung 67), und einen vierten Bereich 80 mit einem Durchmesser, der dem Durchmesser der Bohrung 68 entspricht, auf. Die kombinierte Dicke der Bereiche 76 und 78 des Zapfens 72 ist nicht größer als die Tiefe der Gegenbohrung 70. In dem Zapfen 72 ist eine axiale Bohrung 82 ausgebildet, die sich durch den Bereich 80 nach innen erstreckt, um teilweise eine Vorspannfeder 84 aufzunehmen. Aus Festigkeitsgründen ist es vorteilhaft, daß der Zapfen 72, und insbesondere die Bereiche 76 und 78, einen relativ großen Durchmesser aufweisen. In dieser Hinsicht kann der Durchmesser des Bereiches 78 und der Durchmesser der Gegenbohrung 70 größer sein, als die Breite der Schäfte 42.
  • Im zusammengebauten Zustand, sind die Feder 84 und der Bereich 80 des Zapfens 72 in der Bohrung 68 aufgenommen und der Bereich 78 mit dem großen Durchmesser in der Gegenbohrung 70. Wenn sich die Backen 12 in einer vollständig ausgefahrenen Position befinden und die Bohrung 68 unter der Schlitzöffnung 67 liegt, ist der Bereich 76 mit dem Zwischendurchmesser des Zapfens 72 in der Schlitzöffnung 67 aufgenommen, wobei der Absatz des Bereiches 78 mit dem großen Durchmesser durch die Feder 84 gegen die Innenfläche des Steges 20 vorgespannt ist. Wenn der Bereich 76 mit dem Zwischendurchmesser in der Schlitzöffnung 67 aufgenommen ist, können die Backen 12 sich nicht relativ zu dem Griff 14 verschieben.
  • Um die Backen 12 zurückzuziehen, wird der Bereich 74 des Zapfens 72 unter Überwindung der Vorspannung der Feder 84 niedergedrückt, um zu bewirken, daß der Zwischendurchmesserbereich 76 sich in die Gegenbohrung 70 des Schaftes zurückbewegt. Die Zangenbacken 12 können dann zurückgezogen werden, wobei der Bereich 74 des Zapfens 72 mit dem kleinen Durchmesser verschiebbar in dem Schlitz 26 aufgenommen und der Absatz des Zwischendurchmesserbereiches 76 durch die Feder 84 gegen die Unterseite des Steges 20 vorgespannt wird. Es wird nur eine Hand benötigt, um die Backen 12 in die Griffe 14 zurückzuziehen. Der Benutzer drückt die Bereiche 74 mit dem kleinen Durchmesser mit Hilfe, z. B. des Daumens und des Zeigefingers nieder und verschiebt die Backen 12 bezüglich der Griffe 14 in eine zurückgezogene Position.
  • Die Reibung ist normalerweise ausreichend, um die Backen 12 in einer zurückgezogenen Position zu halten, zum Beispiel gegen zufällig wirkende Kräfte, die beim Transport des Werkzeugs 10 normalerweise anzutreffen sind. Wenn es gewünscht wird, kann jedoch eine zusätzliche Öffnung 69, ähnlich der Öffnung 67 zu der Rückseite des Schlitzes 26 hin vorgesehen sein, um die Backen 12 in der zurückgezogenen Position zu verriegeln.
  • Die Backen 12 können unter Verwendung nur einer Hand exponiert werden. So können zum Beispiel die Griffe 14 in der hohlen Hand gehalten und eine der Schrauben 64 oder 66, oder der Bereich 74 des Betätigungszapfens mit dem kleinen Durchmesser zum Beispiel mit dem Daumen vorwärtsgeschoben werden, um die Backen 12 in die ausgefahrene Position zu bewegen. Alternativ können die Backen 12 auch exponiert werden, indem die Seitenteile 22 und 24 in den Fingern gehalten werden und eine ausreichende Trägheits- oder Zentrifugalkraft erzeugt wird, z. B. durch eine schnelle Drehung des Handgelenks, wodurch bewirkt wird, daß sich die Backen 12 relativ zu den Griffen 14 nach vorne verschieben. Wie vorher angeführt wurde, weisen die Backen 12 ein ausreichendes Gewicht auf, um die Bewegung durch eine Trägheitskraft zu erleichtern, wobei das Gewicht gleichzeitig nicht so groß ist, daß eine übermäßige Trägheits-Stoppkraft erzeugt wird, welche die Schraubenbunde 64 und 66 beschädigen könnte. Weiterhin sind die Seiten 44 und 46 der Backen 12 und vorzugsweise die Querflächen 56 und 58 sowie die Innenflächen der Teile 22 und 24 und vorzugsweise der Steg 20 der Griffe 14 hochglanzpoliert, um das Verschieben zu erleichtern.
  • An den entfernten Enden der Griffe 14 sind Zusatzwerkzeuge 18 zweckmäßig schwenkbar montiert. Die Werkzeuge 18 sind zweckmäßigerweise aus einem korrosionsbeständigen, temperbaren Material hergestellt, wie zum Beispiel aus rostfreiem Stahl, der einen ausreichenden Kohlenstoffgehalt aufweist, um schneidenerhaltende Eigenschaften zur Verfügung zu stellen und der weiterhin in der Nähe des Schaftes verschleißbeständig ist. Die Schäfte (Basen) jedes der einzelnen Werkzeuge 18 sind zweckmäßigerweise mit Nocken versehen, um mit der Feder 36 zusammenzuwirken. Wenn sie in den Griff 14 eingeklappt sind, ruht das Werkzeug entweder hinter den Schäften 42 bei vollständig zurückgezogener Position der Zange 12 oder in einem Raum zwischen den Seiten 44 und 46 der Backen 12 und der Seitenwände 22 und 24. Die spezielle Auswahl der Zusatzwerkzeuge 18 ist willkürlich. Die Werkzeugauswahl würde sich jedoch normalerweise in Übereinstimmung mit der beabsichtigten Verwendung des Werkzeuges 10 befinden, d. h. es würden Werkzeuge ausgewählt werden, die normalerweise von jemandem, der sich in der freien Natur aufhält, einem Elektriker oder Jäger verwendet werden.
  • Es ist wünschenswert, daß ein Anschlagmechanismus an dem entfernten Ende der Griffe vorgesehen ist, um einen vorgegebenen Minimalabstand zwischen den entfernten Enden der Griffe zu erhalten, d. h. zu sichern, daß die Griffe 14 nicht in dem Maße zusammengedrückt werden, daß eine Gleitbewegung der Backen 12 behindert wird. Es ist auch wünschenswert, daß der Anschlagmechanismus nachgiebig ist und durch Aufbringen einer ausreichenden Kraft zum Sichern eines festen Schließens der Backen 12 überwunden werden kann. Ein solcher Anschlagmechanismus weist zweckmäßigerweise ein oder mehrere Zusatzwerkzeuge 18 auf, die sich nach oben über die Innenkante der Seitenteile 22 und 24 hinaus erstrecken und angeordnet sind, um entweder gegen einen zusammenwirkenden Anschlag oder andere Zusatzwerkzeuge 18 zu stoßen; die in dem gegenüberliegeriden Griff 14 angeordnet sind. Bezug auf Fig. 1 und Fig. 7 nehmend, kann ein solcher Anschlag 86 durch eine Schnüraufnahmeeinrichtung 86 zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Schnuraufnahmeeinrichtung 86 ist im allgemeinen eben, hat eine konstante Breite in Querrichtung und weist, wie am besten aus Fig. 7 ersichtlich ist, einen Schaft 88, einen Arm 90 und ein Auge 92 auf. Der Schaft 88 enthält eine innere Bohrung 100 und weist vorzugsweise Nockenform auf. Drei Stellungen sind vorgesehen [verschachtelt (Anschlag), Öffnungsvorspannung, exponiert], bei denen die jeweiligen peripheren Querflächennockenabflachungen 94, 96 und 98 verwendet werden, die durch gekrümmte, periphere Querbereiche 102 und 104 verbunden sind. Die gekrümmten Bereiche 102 uns 104 sind konzentrisch zu der Bohrung 100 und weisen vorbestimmte Radien auf, z. B. 5,1 mm (0,200 inch) bzw.. 5,7 mm (0,224 inch).
  • Die Abflachung 94 liegt benachbart zu der Feder 36, wenn die Aufnahmeeinrichtung 86 sich in der verschachtelten (geschlossenen) Position befindet und sie ist von dem Mittelpunkt der Bohrung 102 nach außen um eine vorbestimmte Höhe D&sub1;, z. B. 4, 8 mm (0,190 inch), entfernt. Die Distanz D&sub1; entspricht der Distanz von dem Mittelpunkt des Pfostens 19 zu der Innenfläche der Feder 36 (Fig. 1) bei entspannter Feder. Die Abflachung 94 erstreckt sich in Längsrichtung über eine vorbestimmte Distanz D&sub3;, z. B. 7,6 mm (0,3 inch) von dem Mittelpunkt der Bohrung 102 nach vorn. Die Distanz D&sub3; ist gewählt, um das vordere Ende der Abflachung 94 in einer vorbestimmten Distanz von dem Ende der Feder 36 anzuordnen, welche einer gewünschten Federvorspannung gegenüber der Aufnahmeeinrichtung 86 in Reaktion auf einen Außendruck auf das Auge 92 entspricht.
  • Die Abflachung 96 liegt benachbart zu der Feder 36, wenn die Aufnahmeeinrichtung 86 sich in der Öffnungsvorspannungsposition befindet, ist zweckmäßigerweise unter einem Winkel von etwa 900 bezüglich der Abflachung 94 angeordnet und mit der Abflachung 94 durch den gekrümmten Bereich 102 verbunden. Die Abflachung 96 ist in einer vorbestimmten Distanz in Längsrichtung D&sub2;, z. B. 4,9 mm (0,194 inch), die geringfügig größer ist als die Distanz D&sub1;, vom Mittelpunkt der Bohrung 102 angeordnet.
  • Die Abflachung 98 liegt benachbart zu der Feder 36, wenn die Aufnahmeeinrichtung 86 sich in der exponierten Position befindet, ist unter einem vorbestimmten Winkel, z. B. 45º, bezüglich einer parallel zu der Abflachung 94 verlaufenden Linie angeordnet und mit der Abflachung 96 durch den gekrümmten Bereich 104 verbunden. Die Abflachung 98 ist ebenfalls in einer Distanz D entlang einer Senkrechten radial von dem Mittelpunkt der Bohrung 102 angeordnet.
  • Ein Unterschnitt 99 sichert einen Abstand für das Ende der Feder 36 während des Schwenkens der Aufnahmeeinrichtung 86 in die exponierte Position und aus dieser Position heraus. Der Unterschnitt 99 stellt zweckmäßigerweise eine zusätzliche Abflachung dar, die sich unter einem vorbestimmten Winkel zu der Abflachung 98, z. B. 30º, (75º zu der Abflachung 94) erstreckt.
  • Der Arm 90 verbindet das Auge 92 mit dem Schaft 88 und er ist unter einem vorbestimmten Winkel, vorzugsweise 90º, bezüglich der Abflachung 98 angeordnet. Erste und zweite Querflächen 106 und 108 erstrecken sich von den Enden der Abflachung 94 bzw. von dem Unterschnittbereich 99 nach vorn. Wenn sich die Aufnahmeeinrichtung 86 in der exponierten Position befindet, stößt die Fläche 108 gegen das Ende der Feder 36. Die Länge und der Winkel des Arms 90 sind gemäß den gewünschten Positionen des Auges 92, wenn sich die Aufnahmeeinrichtung 86 in ihren verschiedenen Positionen befindet, gewählt.
  • Das Auge 92 weist eine innere durchgehende Bohrung 110, einen konzentrischen, gekrümmten, peripheren Bereich 112 und einen abgeflachten peripheren Bereich 114 auf. Die Abflachung 114 verläuft im allgemeinen parallel zu und in einer vorbestimmten Distanz D&sub5;, z. B. 13,8 mm (0,545 inch), von der Schaftabflachung 94. Die Distanz D&sub5; ist um einen Betrag, welcher dem gewünschten Minimalabstand entspricht, größer als die Höhe der Griffseiten 22 und 24. Der Mittelpunkt der Bohrung des Auges 110 ist sowohl in Längsrichtung als auch in der Höhe um vorbestimmte Distanzen, z. B. 14,3 mm bzw. 3,9 mm (0,562 inch bzw. 0,155 inch) zu dem Mittelpunkt der Schaftbohrung 100 versetzt.
  • Im zusammengebauten Zustand ist der Pfosten 19 durch die Schaftbohrung 100 drehbar gelagert, um die Schnuraufnahmeeinrichtung 86 schwenkbar in dem entfernten Ende, z. B. des Griffes 14B, zu montieren. In der verschachtelten Position ist die Abflachung 94 benachbart zu der Innenfläche der Feder 36B angeordnet und gegen sie gelagert. Die Abflachung des Auges 114 stößt gegen einen gegenüberliegenden Anschlag oder gegen ein oder mehrere Zusatzwerkzeuge 18 in dem gegenüberliegenden Griff 14A. Somit wird ein vorgegebener minimaler Griffabstand gesichert. Wenn die Backen 12 sich in der ausgefahrenen Position befinden, kann es in einigen Fällen vorteilhaft sein, die Griffe 14 enger zusammenzudrücken als auf den vorgegebenen Minimalabstand, um, zum Beispiel, die Backen 12 fest an einen dünnen Gegenstand zu drücken. Solchen Fällen ist die Aufnahmeeinrichtung 86 angepaßt. Eine konvergierende Kraft auf die Griffe 14 bewirkt, daß sich die Aufnahmeeinrichtung 86 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Pfosten 19 dreht und dadurch bewirkt, daß die Abflachung 94 und die Armfläche 106 gegen die Feder 36 drücken. Wenn eine ausreichende Kraft auf die Griffe 14 ausgeübt wird, die ausreicht, um die Vorspannung der Feder 36 zu überwinden, wird es den Griffen 14 ermöglicht, sich in eine Position zu bewegen, die enger ist als der vorgegebene minimale Abstand.
  • Die Aufnahmeeinrichtung 86 kann auch verwendet werden, um eine Öffnungsvorspannung für die Backen 12 zu erzeugen. Wenn die Aufnahmeeinrichtung 86 in die Öffnungsvorspannungsposition geschwenkt ist, wobei sich die Abflachung 96 benachbart zu der Feder 36 befindet, ist der abgerundete Bereich 112 des Auges 92 zweckmäßigerweise so angeordnet, daß er unter einer abgerundeten Lagerfläche liegt, die an dem entfernten Ende des gegenüberliegenden Griffes 14 angeordnet ist, wie der abgerundete Bereich des Schaftes eines Zusatzwerkzeuges 18 in dem gegenüberliegenden Griff 14A. (z. B. dem abgerundeten Bereich 104 der Schnuraufnahmeeinrichtung 86 entsprechend). Wenn die Griffe 14 über den Berührungspunkt zwischen dem abgerundeten Bereich des Auges 112 und des abgerundeten Bereichs des Schaftes des gegenüberliegenden Werkzeugs hinaus zusammengedrückt werden, bewegt sich der abgerundete Bereich 112 auf der Lagerfläche und bewirkt, daß die Aufnahmeeinrichtung 86 im Uhrzeigersinn schwenkt. Das bewegt die Abflachung 96 von der Feder 36 weg und der abgerundete Bereich 104 drückt gegen die Feder 36 und bewegt sie nach außen. Wenn die konvergierende Kraft nicht ausreicht, um die Vorspannung der Feder 36 zu überwinden, d. h. wenn der Benutzer aufhört, die Griffe zusammenzudrücken, bewirkt die Feder 36, daß sich die Aufnahmeeinrichtung 86 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht. Das bewirkt, daß der abgerundete Bereich 112 nach oben an die Lagerfläche des gegenüberliegenden Griffs 14A stößt und die Backen 12 geringfügig öffnet.
  • Wenn die Aufnahmeeinrichtung 86 im Uhrzeigersinn in die exponierte Position gedreht wird (Abflachung 98 benachbart zu der Feder 36), wird das Auge 92 so angeordnet, daß es eine Schnur aufnehmen kann, ohne die Betätigung von anderen Zusatzwerkzeugen zu stören. Es wird nun auf Fig. 8 Bezug genommen. Wenn sich die Abflachung 98 benachbart zu der Feder 36 befindet, ist der Arm 90 etwa 90º zu der Längsachse der Griffe 14 angeordnet. Das Auge 92 ist somit außerhalb des Steges 20 angeordnet. Somit kann die Schnur durch die Augenbohrung 110 geführt werden, ohne das Öffnen oder Schließen von anderen Zusatzwerkzeugen 18, wie zum Beispiel einer Messerklinge 116, zu stören, die seitlich an die Aufnahmeeinrichtung 86 angrenzend angeordnet sind.
  • In der exponierten Position dient die Schnuraufnahmeeinrichtung 86 auch als eine Abstützung für die Klinge 116 und die Abflachung 114 des Auges stellt eine besonders bequeme Auflage für den Daumen eines Benutzers dar, wenn Schneiddruck auf die Klinge 116 aufgebracht wird.
  • Es ist so zu verstehen, daß die vorhergehende Beschreibung eine Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung ist, und daß die Erfindung nicht auf die spezifisch dargestellten Formen beschränkt ist. So ist zum Beispiel in der bevorzugten Ausführung die Schwenkverbindung der Backen 12 von der Schwenkverbindung der Griffe 14 getrennt. Alternativ können die Backen 12 und die Griffe 14 eine gemeinsame Schwenkverbindung aufweisen, wenn sich die Backen 12 in der ausgefahrenen Position befinden, von denen die eine oder die andere außer Eingriff kommt, um das Zurückziehen zu erleichtern. In dieser Hinsicht kann sich der Schwenkzapfen 60 von den Backenseiten 44 und 46 quer nach außen erstrecken und es sind zusammenwirkende Schlitze in den Armen 28 und 30 vorgesehen. Die Schwenköffnung in den Armen 28 und 30 würde offen sein und einen Teilkreis, zum Beispiel einen Halbkreis bilden, der sich nach hinten hin öffnet. Die hervorstehenden Enden des verlängerten Stifts 60 würden in einer vollständig ausgefahrenen Position mit den Schlitzen in · den Armen 28 und 30 eingreifen. In einem anderen Beispiel könnten die Schlitze 26 in einem der Seitenteile 22 oder 24 anstatt im Steg 20 angeordnet sein. In einem solchen Fall könnten die Schraubenbunde 64 und 66, wenn es gewünscht wird, entfallen. Es können auch andere Mechanismen für das verschiebbare Befestigen der Schäfte 42 an den Griffen 14 verwendet werden. Gleichermaßen ist es vorteilhaft und wird bevorzugt, einen Verriegelungsmechanismus in beiden Griffen 14 vorzusehen, wenn es gewünscht wird, kann der Verriegelungsmechanismus ganz weggelassen werden, es kann ein Verriegelungszapfen 72 nur in einem der Griffe 14 verwendet werden oder es können einige alternative Formen eines Verriegelungsmechanismus zur Anwendung kommen. Diese und andere Modifikationen können in der Gestaltung und Anordnung der Elemente im Rahmendes Schutzumfangs der Erfindung, wie er in den Ansprüchen zum Ausdruck kommt, ausgeführt werden.

Claims (1)

1. Ein Werkzeug (10) mit einziehbaren Zangen-Kreuzbacken, wobei das Werkzeug aufweist:
erste und zweite Backen (12A, 12B), von denen jede einen Arbeitsabschnitt (38) und einen Schaft (42) aufweist, die durch einen Lagerabschnitt (40) miteinander verbunden sind, wobei die Backen (12A, 12B) an den Lagerabschnitten (40) schwenkbar verbunden sind, um die Kreuzbacken (12) zu bilden;
erste und zweite Griffe (14A, 14B), von denen jeder einen inneren Kanal darin aufweist;
wobei das Werkzeug dadurch gekennzeichnet ist, daß es aufweist:
Mittel zum verschiebbaren Koppeln der Schäfte (42) an die Griffe (14A, 14B) zur selektiven Bewegung innerhalb der Griffkanäle zwischen einer ausgefahrenen Position, in der die Backenarbeitsabschnitte (38) vor den Griffen (14) angeordnet und zu Schwenkbewegungen in Beziehung zueinander als Antwort auf ein Auseinander- und Zusammenbewegen der Griffe (14) in der Lage sind; und
einer zurückgezogenen Position, in der die Arbeitsabschnitte (38) zumindest teilweise innerhalb der Griffkanäle enthalten sind, so daß die Arbeitsabschnitte (38) an wesentlichen Schwenkbewegungen relativ zueinander gehindert werden und die Griffe (14) daran gehindert werden, sich wesentlich auseinanderzubewegen, wobei die Backen (12) geeignet sind, mit einer einzigen Hand unter Ausnutzung von Trägheitskräften in eine exponierte Arbeitsstellung bewegt zu werden.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, wobei das Mittel zum verschiebbaren Koppeln der Schäfte (42) an die Griffe (14A, 14B) mindestens einen Längsschlitz (26) von vorbestimmter Breite, der in einem der Griffe (14A, 14B) gebildet ist, und ein Befestigungsmittel (64, 66) aufweist, das mit dem Schaft (42) verbunden und in dem Griffkanal angeordnet ist, wobei das Befestigungsmittel (64, 66) einen Bereich aufweist, der sich durch den Schlitz (26) erstreckt und darin für gleitende Bewegung angeordnet ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, wobei der Griff (14A, 14B) einen Steg (20) und jeweilige Seitenteile (22, 24) aufweist, wobei der Steg (20) die Seitenteile (22, 24) miteinander verbindet, um den Griffkanal zu definieren, und wobei der Schlitz (26) in dem Griffsteg (20) gebildet ist.
4. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, das außerdem Mittel zum Bewirken einer Schwenkverbindung (32, 34) zwischen den Griffen (14A, 14B) aufweist, wobei die Verbindung (32, 34) zwischen den Griffen (14A, 14B) eine Schwenkachse hat, die mit der Achse der Schwenkverbindung zwischen den Backen (12) fluchtet, wenn die Backen in der ausgefahrenen Position sind.
5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, das außerdem Mittel zum lösbaren Verriegeln (67, 72, 84) der Backen (12) in der ausgefahrenen Position aufweist.
Werkzeug nach Anspruch 5, wobei:
mindestens einer der Griffe (14A, 14B) eine Öffnung von einem ersten vorbestimmtem Durchmesser (67) aufweist;
der Schaft (42) in dem Griff (14A, 14B) eine Bohrung (68) aufweist, die angeordnet ist, um unter der Öffnung (67) zu liegen, wenn die Backen (12) in der ausgefahrenen Position sind; und
wobei die Mittel zum Verriegeln aufweisen:
einen Stift (72), der in der Schaftbohrung (68) angeordnet ist, wobei der Stift (72) einen Abschnitt mit einem etwas kleineren Durchmesser (74) als der erste vorbestimmte Durchmesser (67) besitzt und der angeordnet ist, um in der Öffnung aufgenommen zu werden, wenn sich die Backen (12) in der ausgefahrenen Position befinden; und
Mittel zum Vorspannen (84) des Stiftes (72) gegen die Öffnung (67).
7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, das außerdem einen Anschlag (18) zum Herstellen eines vorgegebenen Minimalabstandes zwischen den entfernten Enden der Griffe (14A, 148) aufweist.
8. Werkzeug nach Anspruch 7, wobei der Anschlag einen Bereich von einem Zusatzwerkzeug (18) umfaßt, das schwenkbar in dem entfernten Ende des ersten Griffs (14A) angebracht ist.
9. Werkzeug nach Anspruch 8, wobei das Zusatzwerkzeug (18) einen Schaft (88) und einen Arm (90) aufweist, der sich in einem Winkel davon erstreckt, und wobei der erste Griff (14A) eine Feder (36) an dem entfernten Ende davon aufweist, die angeordnet ist, um mit dem Schaft (88) zusammenzuwirken.
10. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei jeder der Griffe (14A, 14B) einen Steg (20) und jeweilige Seitenteile (22, 24) aufweist, wobei der Steg (20) die Seitenteile (22, 24) miteinander verbindet, um einen inneren Kanal in dem Griff (14A, 14B) zu bilden;
wobei die Seitenteile (22, 24) jeweils einen Arm (28;
30) aufweisen, der sich von dem Steg (20) um eine vorbestimmte Distanz (Dx) nach vorne erstreckt;
die Griffe (14A, 14B) mit ihren jeweiligen offenen Kanälen einander zugewandt angeordnet sind;
die Schäfte (42) in den Griffkanälen aufgenommen werden; und
das Mittel zum Bewirken einer Schwenkverbindung (32, 34) zwischen den Griffen (14A, 14B) ein Mittel zum Bewirken getrennter, aber axial ausgerichteter Schwenkverbindungen zwischen jeweiligen Paaren der Arme (28, 30) aufweist.
11. Werkzeug nach Anspruch 10, wobei das Mittel zum verschiebbaren Koppeln mindestens einen Längsschlitz (25) von vorbestimmter Breite, der in einem der Griffe (14A, 14B) gebildet ist, und ein Befestigungsmittel (64, 66) aufweist, das mit dem Schaft (42) verbunden und in dem Griffkanal angeordnet ist, wobei das Befestigungsmittel (64, 66) ein Teil aufweist, das sich durch den Schlitz (26) erstreckt und darin zur gleitenden Bewegung angeordnet ist.
12. Werkzeug nach Ansprüch 11, wobei der Schlitz (26) in dem Griffsteg (20) gebildet ist.
13. Werkzeug nach Anspruch 6, das außerdem eine zweite Öffnung mit dem ersten vorbestimmten Durchmesser (69) aufweist, die mit dem Schlitz (26) in Verbindung steht, um den Stift (66, 68) aufzunehmen, wenn sich die Backen (12) in der zurückgezogenen Position befinden.
14. Werkzeug nach Anspruch 5, das außerdem Mittel zum lösbaren Verriegeln (69, 72, 84) der Backen (12) in der zurückgezogenen Position aufweist.
15. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Kreuzbacken (12) aufweisen:
erste und zweite im allgemeinen ebene, gegenüberliegende Seitenflächen (44146);
wobei der Arbeitsabschnitt (38) von jeder der Backen (12) einen im allgemeinen ebenen, querlaufenden äußeren Abschnitt (56) in der Nähe des Lagerabschnittes (40) aufweist; und der Schaft (42) eine im allgemeinen ebene, äußere querlaufende Oberfläche (58) besitzt, wobei die äußere querlaufende Oberfläche (58A) des Schaftes und die äußere querlaufende Oberfläche (56B) des Arbeitsabschnittes im wesentlichen koplanar sind.
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