DE69302959T2 - Klappbarer Kinderwagenrahmen und koppelbarer Wiegesitz - Google Patents
Klappbarer Kinderwagenrahmen und koppelbarer WiegesitzInfo
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Description
- Diese Erfindung bezieht sich auf einen Faltrahmen mit anbaubarem Liegesitz für Sitzkinderwagen.
- Der Patentanmelder ist Inhaber der Patentschrift ES P9002663, die einen Rahmen für Sitzkinderwagen mit einer Lenkstange in umgekehrter U-Form beschreibt, welche durch ihre Seitenarme verschiebbar mit den Vorderbeinen verbunden ist, wobei die Schiebebewegung durch Flansche gleitend geführt wird und wobei an den Seitenarmen entsprechende verriegelte Führungsflansche angesteckt sind, an denen die oberen Enden der betreffenden Hinterbeine angelenkt sind. Dieser Rahmen umfaßt femer ein ungefähr U-förmiges Element mit senkrechten Armen, die oben jeweils am oberen Ende des entsprechenden Flansches und unten am mittleren Abschnitt der Hinterbeine angelenkt sind. Dieser Rahmen umfaßt außerdem Seitenholme als abnehmbare Stützen des Sitzes die hinten an den senkrechten Armen angelenkt sind.
- Daneben sind gekreuzt zusammenfaltbare Sitzkinderwagen bekannt, bei denen die Rahmenseiten jeweils mit zwei gekreuzten Armen in Querstellung verbunden sind und wobei die Lenkstange, die Querstreben, die die Verbindung der Beine herstellen, und die Frontschranke des Sitzes an ihrem mittleren Abschnitt angelenkt sind, wodurch ein nachgiebiger Sitz und Rücklehne bereitgestellt wird, und wobei letztere mit Verriegelungen für die verschiedenen Neigungsstellungen an den Sitz angelenkt ist, wie dies bei dem Sitzkinderwagen aus der Patentschrift GB-A-2 167 119 der Fall ist.
- Ferner sind verschiedene Modelle für Liegesitze bekannt, die aus einem nachgiebigen Sitzrahmen mit zwei seitlichen Längsstützen und zwei seitlichen Armstützen, welche mit einer Frontschranke mit gelenkig miteinander verbundenen Teilen ausgestattet sind, wobei an den unteren Rahmenteil eine nachgiebige Rücklehne angelenkt ist, die in den verschiedenen Neigungsstellungen verriegelt werden kann, und aus einer Beinstütze bestehen. Dabei sind diese Liegesitze abnehmbar an den Sitzkinderwagen befestigt und können nach vorn oder nach hinten weisend montiert werden.
- Bei den meisten dieser Modelle, und insbesondere bei allen Modellen mit gekreuzt zusammenfaltbarem Rahmen, muß der Liegesitz ausgebaut werdenv um den Sitzkinderwagen zusammenzufalten, da der Rahmen des Sitzes in Querrichtung starr ist, wodurch alle Personen, die das Kleinkind in dem Sitzkinderwagen schieben - in der Regel die Mütter oder Babysitter - beim Falten des Sitzkinderwagens mehrere Arbeitsschritte durchführen müssen, die meistens mühsam sind, wobei die Personen den Faltrahmen, den Liegesitz und das Kleinkind nicht gleichzeitig alleine tragen können, wenn sie beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel benutzen wollen.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Verbessewng des Rahmens aus der oben genannten Patentschrift ES P9002663, an dem ein Liegesitz befestigt ist, um so zusätzlich zu ermöglichen, daß der Rahmen von oben nach unten und in Querrichtung zusammengefaltet werden kann, d.h. so daß der Rahmen von beiden Seiten faltbar ist, um vorübergehend sein Volumen verkleinem zu können und um den Sitzkinderwagen als zusätzlichen Vorteil mit einer weiteren Verriegelung zu versehen, die ein versehentlichen Falten verhindert, falls die Verriegelungen an den Vorderbeinen defekt sind oder nicht richtig einrasten.
- Ein Kennzeichen dieses neuen Rahmens besteht darin, daß die in Querstellung gekreuzten Arme an ihren unteren Enden an den senkrechten Armen und an ihren oberen Enden an den unteren Enden der Lenkstangenarme angelenkt sind, sowie darin, daß die unteren Abschnitte jedes der gekreuzten Arme am mittleren Abschnitt des senkrechten Arms an der gegenüberliegenden Rahmenseite vermittels einer Zugstrebe angelenkt sind.
- Die gelenkige Verbindung der Mittelachse der Lenkstange umfaßt eine Verriegelung, die den Rahmen in der Faltstellung hält.
- Die beiden miteinander verbundenen Abschnitte, die die Querstrebe zwischen den Vorderbeinen bilden, werden bevorzugt durch eine Federverbindung in ihrer auseinandergespreizten Stellung gehalten.
- Ein weiteres Kennzeichen ist eine exzentrische Verriegelung, die durch eine teilweise Drehung ihrer kreisförmigen Steuervorrichtung die geradlinige Verschiebung der Verriegelung verursacht und damit sichergestellt, daß der Sitz des Sitzkinderwagens in die hierfür im Rahmen vorgesehenen Holme eingreift, die hinten an den senkrechten Armen angelenkt sind.
- Der Liegesitz wird mit dem Sitzkinderwagenrahmen zusammengefaltetv d.h. der Sitzkinderwagen muß nicht abgebaut werden, um ihn zusammenzufalten. Hierdurch wird das oben genannte Problem vermieden, und die Sitzkinderwageneinheit kann auf sehr geringem Raum aufbewahrt werden. z. B. im Kofferraum eines PKW oder in der Wohnung.
- Kennzeichnend für diesen Liegesitz ist ein automatischer Verriegelungsmechanismus, der beim Ausbau des Liegesitzes aus dem Sitzkinderwagen die Querfaltelemente des Liegesitzes verriegelt und so verhindert, daß sich der Liegesitz versehentlich zusammenfaltet und das Kleinkind verletzt.
- Um den Liegesitz in Querrichtung zusammenzufalten, sind die Rahmenseitenstützen des Sitzes der Rücklehne und der Beinstütze durch angelenkte Arme miteinander verbunden sind.
- Bei dem Sitz bestehen diese angelenkten Arme aus zwei gekreuzten, angelenkten Armen, die zusätzlich eine Verriegelungsschere mit Federbauteilen umfassen die eine Verriegelung der gekreuzten Arme in der gespreizten Faltstellung gewährleistet und sicherstellt, daß der Liegesitz beim Gebrauch von dem Sitzkinderwagen weggespreizt wird.
- Wenn der Sitz mit den entsprechenden Seitenholmen des Kinderwagenrahmens verbunden ist, wird die Auslösung des oben genannten automatischen Verriegelungsmechanismus verhindert, indem eine gekreuzt angelenkte und geteilt ausgeführte Stange in Querrichtung, die mit einer der Längsstützen des Sitzrahmens verbunden ist und an einem Ende aus der entsprechenden seitlichen Armstütze herausragt, auf das Ende des Rahmenholms auftritt und so abgebogen ist, daß das andere Stangenende die oben genannte Verriegelungsschere entriegelt, wodurch die gekreuzten Arme zusammengefaltet werden können, wenn auf den Liegesitz beim Zusammenfalten des Rahmens in Querrichtung Druck ausgeübt wird.
- Diese und weitere Merkmale werden deutlicher aus der folgenden ausführlichen Beschreibung und den sechs Blättern mit Zeichnungen, die zur Darstellung des Sitzkinderwagens dienen und nicht als Einschränkung des Geltungsumfangs der Erfindung zu verstehen sind.
- Im Hinblick auf die Zeichnungen gilt:
- Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der Rahmeneinheit in geöffneter Stellung;
- Figur 2 ist eine schematische Draufsicht der gekreuzt angelenkten Arme und Zugstreben, mit denen der Rahmen in Querrichtung zusammengefaltet werden kann;
- Figuren 3 und 4 zeigen eine Draufsicht bzw. eine Ansicht in Aufriß und Schnitt der Anlenk- und Verriegelungsvorrichtung der beiden Elemente, die den mittleren Abschnitt der Lenkstange bilden;
- Figur 5 zeigt eine Draufsicht des zusammengefalteten Rahmens;
- Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht der exzentrischen Verriegelung, die den Sitz und/oder die Anbauvorrichtung des Liegesitzes verriegelt;
- Figuren 7 und 8 zeigen eine schematische Ansicht der Stellung dieser Verriegelungsvorrichtung und des Verriegelungselements in der verriegelten bzw. entriegelten Stellung;
- Figur 9 zeigt eine perspektivische Ansicht des an den Rahmen des Sitzkinderwagens angebauten Liegesitzes;
- Figur 10 zeigt eine Draufsicht dieser Einheit aus Liegesitz und Rahmen in zusammengefalteter Stellung;
- Figur 11 zeigt eine Seitenansicht des Liegesitzes;
- Figur 12 zeigt eine Draufsicht eines Ausschnittes aus dem Liegesitz;
- Figur 13 zeigt eine Untersicht des Liegesitzes.
- Wie aus den Zeichnungen hervorgehtv besteht der Rahmen aus einer Lenkstange 1 in einer ungefähren U-FORM, deren mittlerer Abschnitt, der Schiebegriff, aus zwei L-förmigen Abschnitten 2 und 3 besteht, von denen ein Abschnitt, nämlich der kürzere und rohrförmig ausgeführte, so in die entsprechenden Seitenarme 4 und 5 der Lenkstange eingeschoben ist, daß er sich teilweise koaxial drehen läßt, während die anderen Abschnitte der L-förmigen Elemente mittels einer Längsstütze 6 gelenkig verbunden sind, die parallel zu den Lenkstangenabschnitten verläuft. Die koaxiale Teildrehung der L-förmigen Elemente 2 und 3 wird durch gekreuzt angeordnete Schlitze 7 auf ihnen erreicht, die an einem festen Drehpunkt an den Seitenarmen 4 und 5 der Lenkstange angeordnet und in den Zeichnungen nicht abgebildet sind.
- Die Lenkstange 1 ist mit ihren Seitenarmen 4 und 5 verschiebbar mit den Vorderbeinen 8 und 9 verbunden und wird von den Flanschen 10 und 11 gleitend geführt, an deren oberem Ende mit einem Anlenkstift 12 jeder der beiden senkrechten Arme 13 und 14 angelenkt ist und an deren unteren Enden die Arme 15 und 16 angelenkt sind, die an ihrem Mittelpunkt 17 (siehe Fig. 2) gekreuzt gelenkig verbunden sind und an ihrem anderen Ende an den unteren Enden der Seitenarme 4 und 5 der Lenkstange angelenkt sind.
- Die unteren Abschnitte jeder der beiden gekreuzten Arme 15 und 16 sind mit einer Zugstrebe 18 und 19 mit dem mittleren Abschnitt der senkrechten Arme 13 und 14 an der gegenüberliegenden Seite des Rahmens gelenkig verbunden.
- Die Anlenkungen 20 und 21 der gekreuzten Arme 15 und 16 sowie die Anlenkungen 22 und 23 der Zugstreben 18 und 19 sind doppelt ausgeführt und verlaufen parallel zu zwei senkrecht zueinander angeordneten Achsen.
- Die Seitenarme 4 und 5 der Lenkstange unterhalb der Flansche 10 und 11 sind jeweils mit den Führungsflanschen 24 und 25 verbunden, mit denen die Vorderbeine 8 und 9 gleitend geführt werden, an welchen vermittels des Anlenkstifts 26 die oberen Enden der entsprechenden Hinterbeine 27 und 28 angelenkt sind und an deren mittlerem Abschnitt vermittels des Anlenkstifts 29 die senkrechten Arme 13 und 14 angelenkt sind.
- Am oberen Abschnitt der senkrechten Arme sind die hinteren Enden der Seitenholme 31 und 32 mittels eines Anlenkstifts 30 gelenkig angebracht, deren vorderes Ende an ihren jeweiligen Winkelstreben 33 und 34 angelenkt ist und deren hinteres Ende wiederum mit dem oberen Abschnitt der entsprechenden Hinterbeine 27 und 28 gelenkig verbunden ist.
- Diese Holme verfügen über die Vorrichtungen 35 und 36, mit denen ein Sitz beweglich an ihnen angebaut werden kann. Die vorderen Vorrichtungen 35 verfügen über einen Anlenkstift, um diesen Anbau zu ermöglichen, sowie über eine kreisförmige Steuervorrichtung 37, die durch eine teilweise Drehung G und vermittels eines exzentrischen Vorsprunges 38 eine geradlinige Verschiebung R der Verriegelung 35 verursacht, welche hierzu mit einer integrierten Führung 39 versehen ist, die eine radiale Verlängerung 40 besitzt, auf die der exzentrische Vorsprung wirkt (siehe Figuren 7 und 8).
- Das Zusammenfalten des Rahmens in Querrichtung, bei dem die Seitenelemente zusammengebracht werden, wird durch die gekreuzt angelenkten Arme 15 und 16, die Zugstreben 18 und 19, die Holme des mittleren Lenkstangenabschnittes 2-3 und die Holme der Querstrebe 41 unterstützt, die die Vorderbeine 8 und 9 miteinander verbindet.
- Diese Querstrebe besteht aus zwei Hälften 42 und 43, die mittels eines Anlenkstiftes 44 gelenkig verbunden sind und an ihren Enden an den zugehörigen Rechteckstücken 45 und 46 angelenkt sind, die sich an den Vorderbeinen befinden, und verfügt über eine Spiralfeder 47 an der mittleren Anlenkung 44, die die Hälften in ihre auseinandergespreizte Stellung drückt und in dieser Position hält.
- Die Anlenkung der Mittelachse 6 verfügt über einen Anlenkstift 48, der in der auseinandergespreizten Stellung einrastet, wobei der Stift aus einem Anschlag 49 (siehe Figur 4) besteht, der in der Vertiefung 50 des flachen Vorsprungs 51 am Ende des L-förmigen Abschnitts 2 der Lenkstange sitzt, und durch den Druck einer Fedet 52 aus dieser Vertiefung herausgedrückt wird und in eine Kerbe 53 an der Außenkante des anderen flachen Vorsprungs 54 am Ende des anderen L-förmigen Abschnitts 3 der Lenkstange einrastet, und wobei dieser Anschlag über eine äußere Drucktaste 55 verfügt, die über der genannten Kerbe sitzt und beim Drücken den Anschlag 49 in den Sitz 50 drückt und so die freie Drehung der beiden darüberliegenden Elemente 51 und 54 um die Achse 6 ermöglicht, die durch ihre Mitte verläuft.
- Neben dem genannten Anlenkstift verfügt der Rahmen auch über einen Verriegelungsstift 56 auf jeder Seite, um die Verriegelung in der auseinandergespreizten Gebrauchsstellung zu gewährleisten, wobei dieser Stift z. B. den gleichen Spezifikationen entspricht wie die Stifte für den Rahmen der oben erwähnten Patentschrift ES-P9002663.
- Dieser Rahmen kann mit einem Fach ergänzt werden, das mittels geeigneter Vorrichtungen an den unteren Teil angebaut wird.
- Wie aus den Figuren 9 und 10 hervorgeht, ist der Liegesitz an den faltbaren Sitzkinderwagen angebaut, für den dieser Liegesitz primär konzipiert ist, und besteht aus einem nachgiebigen Sitzrahmen 60, der aus zwei seitlichen Längsstützen 61 besteht und mit seitlichen Armstützen 62 versehen ist. Der untere Teil dieses Rahmens ist mit der nachgiebigen Rücklehne 63 gelenkig verbunden, die aus zwei seitlichen Längsstützen 64 besteht, an deren seitlichem Rahmenteil die Verriegelungsmittel 65 für die Verriegelung der Rücklehne 63 in den verschiedenen Neigungswinkeln angebracht sind.
- Der vordere Teil des Sitzrahmens ist mit einer Beinstütze 66 gelenkig verbunden, und an den seitlichen Armstützen 62 ist eine verschiebbare Frontschranke 67 angebracht, deren untere Abschnitte an ihrer Außenfläche mit gerillten Vorsprüngen 68 versehen ist die mit den entsprechenden Seitenholmen 31 des Kinderwagenrahmens zusammenpassen.
- Die beiden Längsstützen 61 des Sitzrahmens werden an ihrem unteren Ende durch zwei gekreuzt angelenkte Arme 69 und 70 (siehe Figur 13) miteinander verbunden, wobei ein Halbarm vermittels eines Zwischenpunktes 71 gelenkig verbunden ist. Die anderen Halbarme der beiden Arme sind an einer Verriegelungsschere 72 angelenkt, die den Liegesitz in der auseinandergespreizten Gebrauchsposition hält. Am Anlenkpunkt von Schere und Arm 69 befindet sich eine Feder 73, die die Verriegelungsschere geöffnet hält und damit die Verriegelung sicherstellt.
- An ihren freien Enden sind die gekreuzt angelenkten Arme 69 und 70 nach oben gebogen und bilden senkrechte Abschnitte 74, die miteinander verbunden sind und in ihren Sitzen 75 in den seitlichen Armstützen 62 koaxial drehbar gelagert sind.
- Der Liegesitz verfügt ferner über Vorrichtungen, die beim Anbau an den Rahmen des Sitzkinderwagens die Verriegelungsschere 72 lösen und das kreuzweise Zusammenfalten des Liegesitzes und Rahmens ermöglichenv wie in Figur 10 dargestellt ist. Diese Vorrichtungen bestehen aus einer gebogenen Stange 76, die an einem nach unten weisenden Ende 77 mittels eines Flanschs 78 (siehe Figur 12) an eine der Längsstützen 61 des Sitzrahmens angelenkt ist, während das andere Ende 79 (siehe Figur 13) der Stange aus dem gerillten Vorsprung 68 der entsprechenden seitlichen Armstütze 62 herausragt.
- Beim Anbau des Liegesitzes an den Rahmen des Sitzkinderwagens trifft das Ende 79 der Stange 76 auf den Seitenholm 31 des Rahmens, wodurch die Stange mittels der Anlenkung des Flansches 78 gedreht wird, wobei diese Drehung auf das andere Ende 77 der Stange übertragen wird und den verlängerten Arm 80 der Verriegelungsschere verschiebt, den Widerstand der Feder 73 überwindet und die Schere entriegelt, so daß der Liegesitz mit dem Rahmen kreuzweise zusammengefaltet werden kann.
- Wenn der Liegesitz aus dem Rahmen ausgebaut wird, wird die Verriegelungsschere 72 wieder verriegelt, und die gebogene Stange 76 bleibt in ihrer passiven Stellung, da ihr Ende 77 der Druckkraft einer Feder 81 ausgesetzt ist, die an der entsprechenden Längsstütze 61 befestigt ist.
- Die Verriegelungsmittel 65 für die geneigte Stellung der Rücklehne werden über ein gemeinsame Zentralsteuerung 82 entriegelt, die mit zwei auseinanderstrebenden Zugstreben 83 an den seitlichen Mitteln angelenkt ist, und wobei die Steuerung ferner verschiebbar an einer Stütze 84 befestigt ist, die mit dem Anlenkpunkt der beiden gekreuzt angelenkten Arme 85 und 86 verbunden ist, die wiederum an den beiden Längsstützen 64 des Rücklehnenrahmens miteinander verbunden sind, und wobei einer ihrer Abschnitte wiederum mittels eines Zwischenpunkts 87 gelenkig verbunden ist.
- Die Beinstütze besteht aus einer nachgiebigen Schale 88 und umfaßt einen Rahmen mit zwei seitlichen Stützelementen 89 mit Verriegelungsmitteln 90 für die verschiedenen Neigungsstellungen der Beinstütze, wobei koaxial drehbare Winkelelemente 91 an den Seiten und der vorderen Hälfte der Beinstütze angebracht sind, die vermittels einer Stange 92 an ihrem vorderen Bereich miteinander gelenkig verbunden sind.
- Die Seitenstützen 89 des Beinstützenrahmens haben an ihrem unteren Ende Blöcke 93 mit einer schrägen unteren Betätigungsfläche, durch die die Beinstütze mit den gekreuzt angelenkten Armen 69 und 70 des Sitzes beim Querzusammenfalten des Liegesitzes aus der unteren Stellung nach oben verschoben wird.
- Die Frontschranke 67 besteht aus zwei Seitenarmen 94, die teleskopartig in die oberen Rohrabschnitte 95 der seitlichen Armstützen 62 eingeschoben werden und mit einem Verriegelungselement 96 in den verschiedenen Gebrauchsstellungen gehalten werden, so daß ihre Länge angepaßt werden kann, je nachdem, ob der Sitz als solcher oder als Liegesitz verwendet werden soll. Das Vorderteil der Frontschranke umfaßt drei Abschnitte, einen mittleren Teil 97 sowie zwei längere seitliche Teile 98 und 99, die gelenkig verbunden sind und mit Anschlägen und durch die Druckkraft einer Feder 100 in ihrer Position gehalten werden, welche gedehnt wird, wenn die Frontschranke beim Zusammenfalten des Liegesitzes zum Sitzinneren hin gefaltet wird (siehe Figur 10).
- Die Rücklehne des Liegesitzes verfügt über ein gelenkig verbundenes Kopfelement 101, das mittels Zugstreben 102 seitlich mit den Seitenarmstützen 62 verbunden ist, um eine Drehung zu ermöglichen und das Ende der Rücklehne in der Faltstellung zu halten (siehe Figur 11).
- Der Liegesitz erhält abschließend ein Sitzkissen und kann prinzipiell an alle Faltrahmen angebaut werden, die ähnlich wie oben beschrieben zusammengefaltet werden.
Claims (15)
1. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen, der
Faltrahmen bestehend aus:
- einer Lenkstange (1) in umgekehrter U-Form in seinem mittleren Abschnitt an
Achse (6) angelenkt an seinen Seitenarmen (4 und 5) an den Vorderbeinen (8 und
9) verschiebbar und vermittels Flanschen (10 und 11) gleitend geführt, an welchen
Seitenarmen (4 und 5) Führungsflansche (24 und 25) angesteckt sind, an welchen
vermittels dem Anlenkstift (26) die oberen Enden der entsprechenden Hinterbeine
(27, 28) angelenkt sind;
- ein ungefähr U-förmiges Element, welches senkrechte Arme (13 und 14)
beinhaltet, deren mittlerer Abschnitt aus zwei Armen (15 und 16) besteht, die
gekreuzt in Querstellung angelenkt sind, wobei jeder der senkrechten Arme (13
und 14) oben vermittels eines Anlenkstiftes (12) am oberen Ende des
entsprechenden Flansches (10, 11) angelenkt ist, während dieselben unten
vermittels Anlenkstiften (29) am mittleren Abschnitt der Hinterbeine (27 und 28)
angelenkt sind;
- zwei Seitenholme (31 und 32) als abnehmbare Stützen des Sitzes, welche Holme
hinten an den senkrechten Armen (13 und 14) angelenkt sind, und
- eine Querstrebe (41) mit Mittelgelenk, welche die Verbindung mit den
Vorderbeinen (8 und 9) herstellt, wobei der Liegesitz seinerseits folgendes
beinhaltet:
- einen Rahmen für den nachgiebigen Sitz (60) welcher zwei seitliche Längsstützen
(61) aufweist,
- zwei seitliche Armstützen (62), welche mit einer Frontschranke (67) ausgestattet
sind, welche sich ihrerseits in drei gelenkig miteinander verbundenen Teile (97, 98,
99) gliedert,
- ein Rahmen für die nachgiebige Rücklehne (63), welcher an dem unteren Teil des
Sitzrahmens (60) angelenkt ist,
- seitliche Verriegelungen zur Verriegelung der Rücklehne in deren verschiedenen
Neigungsstellungen, sowie
- eine Beinstütze (66),
dadurch gekennzeichnet, dass die genannten gekreuzten Arme (15 und 16) an
deren unteren Enden an den senkrechten Armen (13 und 14) und an deren oberen
Enden an die unteren Enden der Lenkstangenarme (4 und 5) angelenkt sind und
dadurch, dass die unteren Abschnitte jedes der genannten gekreuzten Arme (15
und 16) an die Mittelteile der senkrechten Arme (13 und 14) auf der
gegenüberliegenden Seite des Rahmens vermittels einer Zugstrebe (18 und 19)
angelenkt sind.
2. Faltrahmen mit an denselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 1, in welchem die Anlenkung der Mittelachse (6), der
Lenkstange (1) eine Verriegelung (48) beinhaltet, welche den Rahmen in der
gespreizten Stellung verriegelt und welche Verriegelung aus einem Anschlag (49)
besteht, welcher unter dem Druck der Feder (52) in seiner drehverhindernden
Verriegelungsstellung verharrt und von Hand über eine äußere Drucktaste (55)
betätigt werden kann, um seine Verschiebung in die passive Lage zu erzielen und
infolgedessen das Gelenk freizugeben.
3. Faltrahmen mit anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen gemäss
Patentanspruch 1, in welchem die am Ende der genannten Arme (15 und 16)
angebrachten Anlenkungen (20, 21 und 22, 23) und jene der Zugstreben (18 und
19) gemäss zwei zueinander senkrecht angeordneten Achsen doppelt sind.
4. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 1, in welchem die beiden gelenkig miteinander
verbundenen Hälften (42 und 43) der Querstrebe (41), welche die Vorderbeine (8
und 9) miteinander verbindet, durch eine elastische Verbindung (47) in ihrer
auseinandergespreizten Lage gehalten werden.
5. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäß Patentanspruch 1, in welchem am vorderen Ende der Holme (31 und 32),
die der Abstützung des Liegesitzes zubestimmt sind, eine Verriegelung
vorgesehen wurde, welche die Befestigung der Sitzstütze an die Seitenholme
absichert und welche ein kreisförmiges Steuerorgan (37) beinhaltet, welches durch
teilweise Drehung und vermittels eines exzentrischen Vorsprunges (38) eine
geradlinige Verschiebung des Riegels verursacht, welcher hierzu mit einer Führung
(39) versehen ist, die eine radiale Verlängerung besitzt und innerhalb welcher sich
der genannte exzentrische Vorsprung (38) bewegt.
6. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Sitz-
Seitenteile unten miteinander durch zwei angelenkte gekreuzte Arme (69 und 70)
verbunden sind, welche aus jeweils zwei Halbarmen bestehen, die an einem
Zwischenpunkt (71) angelenkt sind, wobei die anderen Halbarme an einer
Verriegelungsschere (72) zur Sicherung der ausgespreizten Gebrauchslage des
Liegesitzes angelenkt sind, wobei die Verriegelung durch Federbauteile (73)
sichergestellt wird.
7. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 6, in welchem die freien Enden der gekreuzten gelenkig
verbundenen Arme (69 und 70) nach oben abgebogen (74) und drehbar in
Aufnahmen (75) der seitlichen Armstützen (62) eingeführt sind.
8. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 6, an welchem Mittel vorgesehen worden sind, damit bei
Anbau des Liegesitzes an den Rahmen des Sitzkinderwagens die
Verriegelungsschere (72) entriegelt wird, welche die gelenkig verbundenen Arme
(69 und 70) blockiert, wodurch der Liegesitz zusammen mit dem Sitzkinderwagen
in der Querrichtung zusammengefaltet werden kann.
9. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 8, in welchem die genannten Mittel die Form einer
abgebogenen Stange (76) annehmen, welche quer (78) an einem der
Längsstützen (61) des Sitzrahmens angelenkt ist und an einem Ende (77) aus der
entsprechenden seitlichen Armstütze (62) herausragt. Bei Auftreffen auf dem
Seitenholm (31) des Sitzkinderwagenrahmens beim Anbau des Liegesitzes an
letzterem, erfährt die genannte abgebogene Stange (76) eine Drehung, die auf das
andere Ende (79) derselben übertragen wird, welches einen der verlängerten Arme
(80) der Verriegelungsschere (72) verschiebt und so die Schere entriegelt.
10. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitz-Kinderwagen
gemäss Patentanspruch 9, in welchem die abgebogene Stange (76) mit
Federbauteilen (81) in Verbindung steht, die zum Zweck haben, die Stange in ihrer
Ruhestellung zu erhalten.
11. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitzkinderwagen
gemäss Patentanspruch 6, bei welchem die seitlichen Verriegelungsmittel (65) der
geneigten Lage der Rücklehne von einer gemeinsamen Zentralsteuerung (82)
entriegelt werden, welche vermittels entsprechender auseinanderstrebenden
Zugstreben (83) dasselbe gelenkig mit den genannten seitlichen Mitteln verbinden.
12. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitzkinderwagen
gemäss Patentanspruch 11, in welchem die gemeinsame Zentralsteuerung (82)
längs einer Stütze (84) verschiebbar ist, welche am Anlenkpunkt der beiden sich
kreuzenden Arme (85 und 86) ihrerseits verschiebbar befestigt ist, welche Arme die
beiden Längsstützen (64) des Rahmens der nachgiebigen Rücklehne (63)
miteinander verbinden.
13. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitzkinderwagen
gemäss Patentanspruch 6, an welchem die Beinstütze nachgiebig ausgeführt (88)
und mit einem Rahmen ausgestattet ist, welcher zwei Seitenstützen (89) beinhaltet,
die mit Verriegelungsorganen (90) zur Verriegelung der Beinstütze in den
verschiedenen Neigungsstellungen derselben ausgestattet sind, an welche koaxial
drehbare entsprechende Winkelbauteile (91) angebaut sind, die ihrerseits frontal
(92) miteinander gelenkig verbunden sind.
14. Faltrahmen mit an demselben anbaubarem Liegesitz für Sitzkinderwagen
gemäss Patentanspruch 13, bei welchem die seitlichen Stützen (89) des Rahmens
der Beinstütze (66) unten jeweils mit Blöcken (93) ausgestattet sind, die eine
schräge Betätigungsfläche aufweisen, dank welcher die sich in unterer Stellung
befindliche Beinstütze beim Querzusammenfalten des Liegesitzes von den am Sitz
angelenkten, sich kreuzenden Armen (69 und 70) nach oben verschoben wird.
15. Faltrahmen mit an demselben anbau barem Liegesitz gemäss Patentanspruch
6, in welchem der frontal angelenkte Teil (97, 98, 99) der Schranke (67) sich nach
dem Sitzinneren zu faltet und Federbauteile (100) beinhaltet, welche zum Zweck
haben, denselben in Gebrauchsstellung zu erhalten.
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