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Technisches
Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft
effiziente Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Quarzpulvers
und eines geformten Produkts bzw. Formprodukts aus Quarzglas.
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Stand der Technik
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In den letzten Jahren wurde für auf dem
Gebiet der optischen Kommunikation oder in der Halbleiterindustrie
verwendete Glasprodukte eine sehr strenge Kontrolle bezüglich kleinerer
Verunreinigungen und feiner Bläschen
in den Produkten dwchgeführt.
Ein derartiges Glas hoher Qualität
wird hauptsächlich
z. B. durch (1) ein Verfahren zur Reinigung von natürlichem
Quarz, (2) ein Verfahren, in welchem ein durch die Zersetzung von
Siliciumtetrachlorid in einer Knallgasflamme gebildetes Rauchgas
abgeschieden wird und auf einem Substrat gezüchtet wird, oder (3)
ein Verfahren, in welchem ein durch Hydrolyse und Gelierung eines
Siliciumalkoxids oder dergleichen erhaltenes Silicagel gebrannt
wird, um ein synthetisches Quarzpulver zu erhalten, und ein solches
Quarzpulver geschmolzen wird, um ein geformtes Produkt zu erhalten,
wie in der EP-A-0 801 026 beschrieben, bei der es sich um eine Patentschrift
handelt, die unter die Bedingungen des Artikels 54(3) EPÜ fällt.
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Allerdings ist das Verfahren (1)
mit dem Problem behaftet, dass es eine Begrenzung der Verringerung des
Gehalts an kleineren Verunreinigungen gibt, und das Verfahren (2)
ist mit dem Problem behaftet, dass die Herstellungskosten extrem
hoch sind. Andererseits erfüllt
das Verfahren (3) zum Brennen eines Silicagels nicht notwendigerweise
den erforderlichen Reinheitsgrad, obwohl es im Vergleich mit dem
Verfahren (2) möglich
ist, ein synthetisches Quarzpulver mit einem geringen Gehalt an
geringeren Verunreinigungen bei niedrigen Kosten zu erhalten.
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Daneben ist dieses Verfahren mit
dem Problem behaftet, dass sich manchmal feine Bläschen in
dem geformten Produkt als dem Endprodukt bilden können und
solche Bläschen
dazu tendieren, verschiedene Probleme zu verursachen.
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Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung
führten
umfassende Untersuchungen durch, um eine Lösung des Problems in dem oben
genannten Verfahren (3) zur Herstellung eines synthetischen
Quarzpulvers durch Brennen eines Silicagels zu finden, d. h. ein
Verfahren für
die Herstellung eines synthetischen Quarzpulvers zu finden, in welchem
die Bildung feiner Bläschen
in einem geformten Produkt, das durch Schmelzen erhalten wird, sehr
gering ist, und ein Verfahren zur Durchführung einer solchen Produktion
in einer industriell vorteilhaften Weise, und es wurden die folgenden
Punkten verdeutlicht. Nämlich,
das Brennen eines Silicagels wird durch Füllen eines Silicagels in einen
Quarzbehälter,
um eine Kontamination mit Verunreinigungen von dem Behälter zu
vermeiden, und dessen Erhitzen z. B. in einem Elektroofen bewerkstelligt.
Insbesondere für die
industrielle Produktion wird ein Quarz-Tiegel mit einem großen Durchmesser
oder dergleichen eingesetzt. Jedoch besitzt ein Silicagel eine geringe
Schüttdichte
im Vergleich mit dem Quarzpulver, und folglich kann der zum Brennen
verwendete Behälter
nicht wirksam genutzt werden, wodurch die Produktivität schlecht
ist und die Produktionskosten hoch sind. Folglich ist es zur Verbesserung
der Produktivität
wichtig, die Schüttdichte des
in den Tiegel gefüllten
Pulvers zu erhöhen.
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Andererseits wird bei der Herstellung
eines geformten Produkts unter Verwendung eines Quarzpulvers die
Bildung feiner Bläschen
während
der Herstellung des geformten Produkts durch das Temperaturerhöhungsverfahren
in dem Brennschritt für
die Herstellung des Quarzpulvers beeinflusst. Bei dem durch Hydrolyse
eines Siliciumalkoxids erhaltenen Silicagelpulver bleiben nicht
umgesetzte Alkoxygruppen und ein Teil eines durch eine Nebenreaktion
gebildeten Alkohols zurück,
selbst wenn der durch eine Nebenreaktion gebildete Alkohol durch
Trocknen entfernt wurde. In der Tat, wenn die Kohlenstoffkonzentration
in dem getrockneten Silicagelpulver gemessen wird, beträgt sie 1
bis 3%, obwohl sie in Abhängigkeit
von der Trocknungsbedingung schwankt. Wenn dieses Silicagelpulver
in einem sauerstoffhaltigen Gas gebrannt wird, kann der größte Teil
an Kohlenstoff durch Verbrennung während des Temperaturerhöhungsverfahrens
entfernt werden. Allerdings kann ein Teil davon manchmal in dem
synthetischen Quarzpulver als Nichtverbrennungs-Kohlenstoff eingeschlossen
sein. Wenn dieses solchen Nichtverbrennungs-Kohlenstoff enthaltende synthetische
Harzpulver verwendet wird, bildet sich CO oder CO2 wäh rend des
Schmelzformens, was die Bildung von Bläschen bewirkt. Folglich ist
es notwendig, im Wesentlichen die gesamte Menge an Nichtverbrennungs-Kohlenstoff
zu entfernen, bevor die Poren des Silicagels verschlossen sind,
und die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
in dem Temperaturerhöhungsverfahren
erlangt an Bedeutung.
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Allerdings ist, wie oben stehend
erwähnt,
wenn eine industrielle Herstellung eines synthetischen Quarzpulvers
beabsichtigt ist, ein Quarztiegel mit einem großen Durchmesser erforderlich,
und die Temperatur in dem Tiegel während des Temperaturerhöhungsverfahrens
tendiert dazu, ungleichmäßig zu sein,
und es ist schwierig, die Temperatur über den gesamten Bereich in
dem Tiegel in einem vorbestimmten Temperaturmuster zu erhöhen. Die
Folge ist in einigen Fällen,
dass ein synthetisches Quarzpulver, das restlichen Kohlenstoff enthält, sich
wahrscheinlich partiell bilden wird und feine Bläschen sich wahrscheinlich in
einem geformten Produkt bilden werden, das unter Verwendung eines
solchen synthetischen Quarzpulvers hergestellt wird.
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Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung
versuchten die Erwärmung
mittels einer zylindrischen Erwärmungs-Drehvorrichtung,
eines so genannten Drehrohrofens, um ein synthetisches Quarzpulver
guter Qualität
in wirksamer Weise durch Lösen
eines solchen Problems zu bilden. Jedoch ist für den Zweck der Vermeidung
von Kontamination das Material des Kernrohrs auf Quarz oder dergleichen
beschränkt,
wobei es das Problem gab, dass die Lebensdauer des Kernrohrs dazu
tendiert, kurz zu sein infolge des Wärmeschocks durch die Wiederholung
des Temperaturerhöhungsschritts
bei der Wärmebehandlung.
Ferner wird eine große
Menge Gas aus dem Silicagel durch die Wärmebehandlung erzeugt, und
die Menge des erzeugten Gases verändert sich mit der Zeit, wodurch
die Abgasbehandlung durch den Drehofen schwierig wird, und um den
Peak beider Erzeugung von Gas zu treffen, muss die Vorrichtung eine
große
Größe aufweisen
und das erzeugte Gas kann manchmal das innere Silicagelpulver wegblasen.
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Weiterhin, um die Entfernung des
Lösungsmittels,
gebundenen Wassers, von restlichen organischen Gruppen etc. in dem
Schritt des allmählichen
Schließens
der Poren des Silicagels für
den Erhalt des gewünschten
synthetischen Quarzpulvers hoher Qualität adäquat und präzise durchzuführen, ist
es erforderlich, die Bedingungen für die Wärmebehandlung, insbesondere
den Temperaturerhöhungsschritt,
streng zu kontrollieren, und es ist schwierig, eine solche strenge
Kontrolle durch einen mit einer großen Menge eines Pulvers beladenen
Drehofen zu bewerkstelligen.
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Weiterhin gab es das Problem, dass
eine Schwankung bei der Erwärmungsintensität leicht
in der Axialrichtung des Drehofens auftritt, was zu einer Ungleichmäßigkeit
des Produkts führt.
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Ferner wurde die Verhinderung der
Kontamination während
der Zuführung
und der Abführung
des Pulvers und die Vereinheitlichung der Qualität jeder Charge nicht ausreichend
bewerkstelligt.
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Offenbarung
der Erfindung
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Angesichts der oben stehenden Probleme
führten
die Erfinder der vorliegenden Anmeldung weiter umfassende Untersuchungen
durch und fanden als Resultat heraus, dass ein durch Wärmebehandeln
von Silicagel durch geeignete(n) Bedingungen und Betrieb auf eine
Schüttdichte
gebracht werden kann, welche einem Quarzpulver nach dem Brennen
entspricht, und es kann dafür
gesorgt werden, ein solches vorliegen zu haben, bei welchem Alkoxygruppen
und Hydroxylgruppen ausreichend entfernt sind, so dass ein solches
Pulver zum Brennen bei einer höheren
Temperatur geeignet ist, und durch ein solches Wärmebehandlungsverfahren kann der
Hohlraum, die menschliche Arbeitsleistung und die Menge an Gas,
die für
die Erwärmung
zugeführt
wird, welche für
die Herstellung eines synthetischen Quarzpulvers erforderlich ist,
verringert werden, eine weitere Entlüftung während der Erwärmung kann
leicht durchgeführt
werden, und die Produktivität
kann beträchtlich verbessert
werden, und somit wurde die vorliegende Erfindung bewerkstelligt.
Genau gesagt, die vorliegende Erfindung beruht auf einem Verfahren
zur Herstellung eines synthetischen Quarzpulvers in Übereinstimmung mit
Anspruch 1, welcher einen Schritt zur Wärmebehandlung eines Silicagelpulvers
umfasst, während
es in einem Drehrohrofen fließen
gelassen wird, eines geformten Produkts aus Glas gemäß Anspruch
14, das durch Schmelzformen des erhaltenen synthetischen Quarzpulvers
hergestellt wird, und Verfahren zur Herstellung eines geformten
Produkts aus Quarzglas gemäß mindestens
einem der Ansprüche
15 und 16.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die 1 ist
eine Querschnittsansicht eines Drehrohrofens im ruhenden Zustand,
in welchen ein Pulver gefüllt
ist.
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Die 2 ist
eine Querschnittsansicht eines Drehrohrofens im rotierenden Zustand,
in welchem das eingefüllte
Pulver sich im fließenden
Zustand befindet.
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Die 3 ist
eine Ansicht, welche ein Beispiel des Drehrohrofens veranschaulicht,
welcher in der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden kann.
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In den 1 bis 3 gibt 1 ein Pulver, 2 ein
Kernrohr, 3 eine Kontaktoberfläche mit dem Pulver, 4 einen Hohlraum
in dem Kernrohr, 5 eine Pulveroberfläche, 6 einen Trockengeltrichter, 7 einen
Tellerdosierer, 8 ein Kernrohr, 9 einen Zufuhreinlass, 10 einen
torusförmigen
bzw. ringförmigen
Damm am Einlass, 11 ein Luftzuführrohr, 12 einen Abführauslass, 13 einen
torusförmigen
Damm am Auslass, 15 eine erste Heizreinrichtung, 16 eine
zweite Heizeinrichtung, 17 eine dritte Heizeinrichtung, 18 eine
vierte Heizeinrichtung, 19 eine fünfte Heizeinrichtung, 20 ein
Trockensilicagelpulver an.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung wird nunmehr
ausführlich
beschrieben.
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Herstellung
eines Silicagelpulvers
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Ein synthetisches Quarzpulver als
ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein synthetisches Quarzpulver,
das durch Erwärmen
eines Silicagelpulvers hergestellt wird, das z. B. durch Hydrolyse
und Gelierung eines Alkoxysilans oder dergleichen erhalten werden
kann, um nicht porös
zu sein. Das Verfahren zur Herstellung eines Silicagelpulvers unterliegt
keiner speziellen Beschränkung,
und es können
verschiedene herkömmliche
Techniken zur Anwendung kommen. Allerdings ist eine Technik durch
ein so genanntes Sol-Gel-Verfahren auf Basis von Hydrolyse und Gelierung
eines Alkoxysilans oder dergleichen von einem solchen Standpunkt
bevorzugt, dass eine hohe Reinheit leicht bewerkstelligt werden
kann. Die Hydrolyse eines Alkoxysilans durch das Sol-Gel-Verfahren
wird durch Umsetzen eines Alkoxysilans mit Wasser gemäß einem bekannten
Verfahren durchgeführt.
Das als Ausgangsmaterial verwendete Alkoxysilan kann jegliches Alkoxysilan
sein, solange es hydrolysiert und geliert werden kann. Gleichwohl
ist ein Alkoxysilan, das ein C1- bis C4-Niederalkoxysilan ist und welches im Wesentlichen
keine Si-C-Bindung
durch eine direkt an Silicium gebundene Kohlenwasserstoffgruppe
enthält,
wie Tetramethoxysilan oder Tetraethoxysilan, oder ein Oligomer davon,
für die
Verwendung geeignet.
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Die Menge des zu verwendenden Wassers
wird in der Regel innerhalb eines Bereichs von 1 Äquivalent
bis zu 10 Äquivalenten
der Alkoxygruppen in dem Alkoxysilan gewählt. Zu diesem Zeitpunkt kann
ein organisches Lösungsmittel,
wie ein Alkohol oder Ether, welcher mit Wasser kompatibel ist, im
vermischten Zustand je nach Bedarf verwendet werden. Typische Beispiele
des zu verwendenden Alkohols schließen niederaliphatische Alkohole,
wie Methanol und Ethanol, ein.
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Für
diese Hydrolysereaktion kann eine Säure, wie Chlorwasserstoffsäure oder
Essigsäure,
oder ein Alkali, wie Ammoniak, als Katalysator zugesetzt werden.
Selbstverständlich
müssen
alle in das Reaktionssystem eingeführten Substanzen, wie Wasser
und der hier zu verwendende Katalysator, von hoher Reinheit sein. Die
Gelierung des hydrolysierten Produkts kann unter Erwärmung oder
bei Raumtemperatur erfolgen. Durch Erwärmen kann die Geliergeschwindigkeit
verbessert werden, und durch Einstellen des Erwärmungsgrades ist es möglich, die
Gelierungszeit einzustellen.
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Das erhaltene Gel ist ein nasses
Silicagel, welches eine große
Menge Wasser und einen durch die Hydrolyse gebildeten Alkohol enthält, und
es kann pulverisiert und danach getrocknet werden, oder es kann getrocknet
und danach pulverisiert werden. In jedem Fall wird die Pulverisierung
so durchgeführt,
dass die Teilchengröße eines
durch Trocknen erhaltenen Trockensilicagels 10 bis 1000 μm, vorzugsweise
100 bis 600 μm beträgt.
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Es ist wirksam, das Trocknen unter
gleichzeitiger Erwärmung
unter atmosphärischem
Druck oder vermindertem Druck durchzuführen. Die Erwärmungstemperatur
kann in Abhängigkeit
von den Bedingungen schwanken, beträgt jedoch in der Regel 50 bis
200°C. Weiterhin
kann der Betrieb entweder durch ein Satzsystem oder ein kontinuierliches
System durchgeführt
werden. Bezüglich
des Grades der Trocknung wird diese in der Regel durchgeführt, bis
der Flüssigkeitsgehalt
1 bis 30 Gew.-% geworden ist. Hier ist der Flüssigkeitsgehalt eine Gewichtsverminderung,
wenn ein konstantes Gewicht bei 160°C erreicht worden ist.
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Wärmebehandlung
des Silicagelpulvers
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In der vorliegenden Erfindung wird
das so erhaltene Silicagelpulver einer Wärmebehandlung unter den folgenden
spezifischen Bedingungen unterworfen. Genau gesagt, die Wärmebehand lung
wird durchgeführt, während das
Pulver in dem Drehrohrofen fließen
gelassen wird. Hier steht in der vorliegenden Erfindung das Pulver "fließen lassen" für einen
Zustand, in welchem, wie unter Bezugnahme auf die 2 erläutert,
welche einen Querschnitt eines Drehrohrofens in einem rotierenden
Zustand zeigt, in welchen ein Pulver gefüllt ist, im Vergleich mit 1, die einen Querschnitt
des Drehrohrofens im Ruhezustand zeigt, es zu keinem wesentlichen
Gleiten zwischen dem Pulver (1) und der Kontaktoberfläche (3)
mit dem Pulver der Wand des Kernrohrs kommt, und während sich
das Kernrohr (2) dreht, wird das Pulver (1) durch
die Wand des Kernrohrs (2) angehoben, und in einem den
Rutschwinkel überschreitenden
Winkel geht das Pulver (1) von der Wand weg und fließt nach
unten in Richtung eines unteren Bereichs der Rohrwand (in Richtung
der schwarzen Pfeile in 2).
Wie unten stehend beschrieben ist, ist es leicht möglich, einen
solchen Fließzustand
des Silicagelpulvers konstant in dem Drehrohrofen zu bewerkstelligen
durch Halten der maximalen Schichthöhe des Silicagelpulvers auf
mindestens 75 mm.
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Das Material des Kernrohrs des Drehrohrofens
muss so gewählt
sein, dass es zu keiner Kontamination des Materials bei dem behandelten
Pulver kommt, und dasjenige aus Quarz ist besonders bevorzugt. Im
Falle eines solchen aus Quarz gibt es eine Beschränkung hinsichtlich
der Größe des Kernrohrs
aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung. Folglich kann
in Abhängigkeit
von den Bedingungen ein Mehrfach-(Mehrstufen-)Drehrohrofen für die Wärmebehandlung
zum Einsatz kommen. Wenn ein Kernrohr aus Quarz verwendet wird,
wenn die maximale Schichthöhe
des Pulvers niedrig ist, kann das Pulver in dem Kernrohr manchmal rutschen,
wodurch das Pulver nicht fließt,
obwohl der Grund dafür
noch nicht ganz klar verstanden wird. Folglich wurde durch eine
umfangreiche Untersuchung durch die Erfinder der vorliegenden Anmeldung
herausgefunden, dass es möglich
ist, den Fließzustand
des Pulvers konstant zu halten durch Durchführen der Wärmebehandlung unter gleichzeitigem
Halten der maximalen Schichthöhe
des in dem Drehrohrofen fließenden
Pulvers auf mindestens 75 mm, obwohl der Grund dafür nicht
ganz klar verstanden wird.
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Hier bedeutet die maximale Schichthöhe den maximalen
Abstand, wenn eine vertikale Linie von der Pulveroberfläche (5),
wo das Pulver (1) mit dem Hohlraum (4) in dem
Kernrohr in Berührung
kommt, in Richtung der Kontaktoberfläche (3) des Kernrohrs
mit dem Pulver gezogen wird.
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Der Rohrdurchmesser des Drehrohrofens
unterliegt keiner speziellen Beschränkung. Jedoch wurde als ein
Resultat einer Untersuchung der Erfinder der vorliegenden Anmeldung über Drehrohröfen mit
verschiedenen Rohrdurchmessern festgestellt, dass, wenn der Innendurchmesser
des Rohrs mindestens 100 mm beträgt,
die Wirkungen der vorliegenden Endung besonders bemerkenswert sind,
und dieser beträgt
vorzugsweise mindestens 120 mm, stärker bevorzugt mindestens 150
mm. Weiterhin unterliegt der maximale Durchmesser keiner speziellen
Beschränkung,
doch beträgt
der Innendurchmesser des Rohrs in der Regel höchstens 600 mm, stärker bevorzugt
höchstens
500 mm vom Standpunkt seiner Struktur und der Gleichmäßigkeit
beim Mischen und Erwärmen.
Im Fall von 150 mm oder weniger ist es erforderlich, spezielle Einführ- und Abführmechanismen
an den jeweiligen Rohrenden vorzusehen.
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Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung
fanden heraus, dass, wenn die maximale Schichthöhe niedriger als 75 mm ist,
das Fließvermögen des
Pulvers in dem Kernrohr dazu tendiert, schlecht zu sein, und das Fließen des
Pulvers tendiert dazu, diskontinuierlich zu werden bzw. unterbrochen
zu werden, wohingegen wenn diese mindestens 75 mm beträgt, das
Pulver in dem Kernrohr kontinuierlich fließt. Wenn das Fließen diskontinuierlich
ist, kommt es leicht zu einer lokalen Erwärmung an der Wandoberfläche des
Kernrohrs, und wenn das Fließen
einsetzt, werden Dampf oder Methanol abrupt erzeugt, wodurch es
leicht schwierig wird, den Betrieb konstant durchzuführen.
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Der Betrieb kann entweder durch ein
Satzverfahren durchgeführt
werden, in welchem das getrocknete Silicagelpulver zuvor in das
Kernrohr des Drehrohrofens gefüllt
wird, so dass die maximale Schichthöhe mindestens 75 mm beträgt, gefolgt
von einer Wärmebehandlung,
oder ein kontinuierliches Verfahren, in welchem die Wärmebehandlung
durchgeführt
wird unter gleichzeitiger Einstellung der Menge des Pulvers in dem
Kernrohr, so dass die maximale Schichthöhe mindestens 75 mm beträgt und das
behandelte Pulver kontinuierlich aus dem Kernrohr abgeführt wird.
Allerdings ist das letztgenannte Verfahren vom Standpunkt der wirtschaftlichen
Effizienz und der Betriebseffizienz bevorzugt.
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Insbesondere im Fall des kontinuierlichen
Verfahrens, wenn das Fließen
diskontinuierlich wird, ist die Abführung des Pulvers aus dem Kernrohr
diskontinuierlich, wodurch kein konstanter Betrieb bewerkstelligt werden
kann. Daher ist das kontinuierliche Fließen des Pulvers von wesentlicher
Bedeutung.
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Temperatur für die Wärmebehandlung
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Der Temperaturbereich für die Wärmebehandlung
beträgt
50 bis 1100°.
Die Erwärmung
kann durch Heizeinrichtungen oder dergleichen durchgeführt werden.
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Durch die Wärmebehandlung verdampfen zunächst Wasser
und ein in dem Silicagel enthaltener Alkohol. Zu diesem Zeitpunkt
beträgt
die Temperatur des Pulvers in dem Drehrohrofen in der Regel 50 bis
300°C.
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Innerhalb dieses Temperaturbereichs
beträgt
die Menge des aus dem Pulver erzeugten Gases vorzugsweise höchstens
500 N – l/kg·h. Wenn
die Erzeugungsmenge höher
als 500 N – l/kg·h beträgt, kann
es zu einem Siedeverzug-Phänomen
in dem Pulver kommen, wodurch das Fließvermögen des Pulvers verloren gehen
kann. Der Grund dafür
wird nicht klar verstanden, doch es wird angenommen, dass eine große Menge einer
flüchtigen
Komponente durch den Siedeverzug gebildet wird, um so das Pulver
anzuheben, wodurch die Reibung an der Wandoberfläche abnimmt, und das Pulver
tendiert dazu, durch die Wand des Kernrohrs kaum angehoben zu werden.
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Danach wird die Temperatur auf einen
Verbrennungstemperaturbereich der restlichen Kohlenstoffkomponente
erhöht.
Dieser Temperaturbereich beträgt
300 bis 600°C.
Allerdings wurde durch eine Untersuchung der Erfinder der vorliegenden
Erfindung herausgefunden, dass das Fließvermögen des Pulvers in dem Drehrohrofen
dazu tendiert, sehr schlecht zu sein, wenn die Erwärmung für die Verbrennung
der restlichen Kohlenstoffkomponente in einem Drehrohrofen bei einer
Temperatur von 300 bis 430°C
durchgeführt
wird. Folglich wird die Verbrennung der restlichen Kohlenstoffkomponente
bei einer Temperatur von mindestens 450°C durchgeführt.
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Wenn jedoch diese Wärmebehandlung
tatsächlich
durchgeführt
wird, während
das Pulver gleichzeitig von einem Ende des Drehrohrofens kontinuierlich
zugeführt
wird und natürlich
fließen
gelassen wird, gibt es, die entsprechende Temperaturzone von 300
bis 430°C
während
des Temperaturerhöhungsvorgangs.
Es ist ratsam, die Wärmezufuhr
so einzustellen, dass die Länge
dieser Temperaturzone mindestens 5 cm und höchstens 135 cm beträgt. Wenn
die Länge
der Temperaturzone länger
als 135 cm ist, gibt es einen Bereich, wo das Fließvermögen des
Pulvers dazu tendiert, schlecht zu sein. Wenn diese demgegenüber weniger
als 5 cm beträgt,
muss eine intensive Erwärmung
innerhalb eines sehr schmalen Bereichs durchgeführt werden, obwohl es keinen
Bereich gibt, wo das Fließvermögen schlecht
ist.
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Der Grund dafür, warum das Fließvermögen des
Pulvers innerhalb dieses Temperaturbereichs von 300 bis 430°C abnimmt,
wird nicht klar verstanden. Jedoch wird vermutet, dass (1)
in diesem Temperaturbereich die Schüttdichte des Silicagels abnimmt
und (2) das Silicagel innerhalb dieses Temperaturbereichs
eine physikalische Natur aufweist, so dass es wahrscheinlich eine
statische Elektrizität
besitzt, wodurch die Reibung an der Wandoberfläche abnehmen kann und das Pulver
dazu tendiert, kaum durch die Wand des Kernrohrs angehoben zu werden.
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Bei dem in dem Temperaturbereich
von mindestens 450°C
erwärmten
Pulver geht die Abnahme des restlichen Kohlenstoffs vonstatten.
Wenn die Pulvertemperatur mindestens 600°C wird, setzt ein Porenverschluss
des Silicagels ein. Folglich muss, bevor dieser Temperaturbereich
erreicht ist, praktisch der gesamte restliche Kohlenstoff abgebrannt
sein. Andernfalls bleibt Nichtverbrennungs-Kohlenstoff in dem resultierenden synthetischen
Quarzpulver zurück,
wodurch sich Bläschen
während
des Schmelzformens bilden.
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Demzufolge ist es erforderlich, die
Zeit in passender Weise zu steuern, damit das Pulver den Temperaturbereich
von 450 bis 550°C
durchläuft.
Im Falle eines kontinuierlichen Verfahrens kann das Pulver in dem Drehrohrofen
praktisch in der Weise einer Kolbenbewegung in der Bewegungsrichtung
bewegt werden. Folglich kann die Zeit zum Durchlaufen der vorbestimmten
Temperaturzone aus der Länge
der vorbestimmten Temperaturzone in dem Drehrohrofen und der Bewegungsgeschwindigkeit
des Pulvers in der Bewegungsrichtung ermittelt werden. Wenn zum
Beispiel die Länge
der vorbestimmten Temperaturzone 1 m beträgt und die Bewegungsgeschwindigkeit
des Pulvers in der Bewegungsrichtung 0,5 m/h beträgt, beträgt die Passierzeit
2 Stunden.
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Die Passierzeit beträgt geeigneter
Weise 0,5 bis 10 Stunden, vorzugsweise 1 bis 5 Stunden. Wenn diese
kürzer
als dieser Bereich ist, wird es tendenziell sehr schwierig, Nichtverbrennungs-Kohlenstoff ausreichend
zu verringern, und wenn diese länger
als dieser Bereich ist, ist kein Unterschied in der Menge des Nichtverbrennungs-Kohlenstoffs
festzustellen, und die Vorrichtung muss eine große Größe aufweisen, was unwirtschaftlich
ist.
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Die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit in dem
Bereich, in welchem die Entfernung von restlichem Kohlenstoff in
dem Silicagel vonstatten geht, beträgt höchstens 1000°C/h, vorzugsweise höchstens
500°C/h. Es
ist ebenfalls wirksam, die Temperatur für 0,5 bis 5 Stunden innerhalb
eines Bereichs von 400 bis 600°C
zu halten.
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Die Wärmbehandlung erfolgt in reiner
Luft oder in einer sauerstoffhaltigen Gasatmosphäre. Insbesondere kann ein Verfahren
angewandt werden, in welchem reine Luft oder ein sauerstoffhaltiges
Gas von einem Ende des Kernrohrs zugeführt wird und über das
andere Ende abgeführt
wird. Die Menge an zuzuführendem Gas
beträgt
in der Regel 10 bis 100 l/h, wie als Sauerstoff pro 1 kg des Pulvers
im Fall eines Satzverfahrens berechnet, oder 30 bis 300 l/h, wie
als Sauerstoff pro 1 kg des kontinuierlich zugeführten Pulvers im Falle des kontinuierlichen
Verfahrens berechnet. In der vorliegenden Erfindung erfolgt die
Wärmebehandlung
unter gleichzeitigem Halten der maximalen Schichthöhe des Silicagelpulvers
in dem Drehrohrofen auf mindestens 75 mm. Durch Bewerkstelligen
der Wärmebehandlung
mittels eines Drehrohrofens und durch Halten der maximalen Schichthöhe auf mindestens
75 mm und kontinuierliches Fliessen lassen des Silicagelpulvers
wird die Abnahme an Kohlenstoff beschleunigt, und es kann ein gleichmäßiges behandeltes
Pulver erhalten werden.
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Verfahren zur Regulierung
der Wärmebehandlung
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Es wird nunmehr ein Verfahren zur
Regulierung der oben stehend beschriebenen Wärmebehandlung beschrieben.
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In dem Fall, wo ein solcher Betrieb
in einem Satzsystem durchgeführt
wird unter Rotierenlassen des Kernrohrs, wird die Gesamtheit direkt
oder indirekt von außen
erwärmt,
und die Behandlung wird durch Erhöhung der Wärmeintensität im Verlauf der Zeit bewerkstelligt.
Andererseits wird in dem Fall, wo der Betrieb kontinuierlich durchgeführt wird,
die Erwärmungszone
des Kernrohrs in eine Vielzahl an Zonen in der Bewegungsrichtung
des zu behandelnden Pulvers eingeteilt, und die Erwärmungsintensität einer
Heizeinrichtung in jeder Zone wird so eingestellt, dass die Temperatur
des Pulvers innerhalb eines vorbestimmten Bereichs liegt.
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Ansonsten ist es möglich, ein
Verfahren einzusetzen, in welchem die Erwärmungstemperatur so reguliert
wird, dass die Temperatur des Pulvers mit einem vorbestimmten Gradienten
in Richtung des Stroms des zu behandelnden Pulvers ansteigt.
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Insbesondere wird ein Verfahren angewandt,
in welchem reine Luft oder ein sauerstoffhaltiges Gas von einem
Ende des Kernrohrs zugeführt
wird und über
das andere Ende abgeführt
wird. Die Menge des zugeführten
Gases beträgt
in der Regel 30 bis 300 l/h, wie als Sauerstoff pro 1 kg des Pulvers
berechnet, welches kontinuierlich zugeführt wird. Durch Durchführen der
Behandlung unter Einsatz eines Drehrohrofens, während das Pulver fließen gelassen
wird, wird die Abnahme an Kohlenstoff beschleunigt, und es kann
ein gleichmäßiges behandeltes
Pulver erhalten werden.
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Durch die oben stehende Wärmebehandlung
wird die Kohlenstoffkonzentration in dem Silicagel auf einen Wert
von 50 bis 1000 ppm verringert.
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Das behandelte Pulver, bei dem restlicher
Kohlenstoff im Wesentlichen verschwunden ist, wird kontinuierlich
erwärmt,
und die Endtemperatur des Pulvers wird auf eine Höhe von 900
bis 1100°C,
vorzugsweise von 950 bis 1050°C
gebracht. Die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
zu diesem Zeitpunkt beträgt
in der Regel 100 bis 1000°C/h.
Wie oben stehend erwähnt,
kann in dem Drehrohrofen das Pulver im Wesentlichen in der Weise
einer Kolbenbewegung in Bewegungsrichtung fließen gelassen werden, und das
zugeführte
Pulver wird allmählich
erwärmt,
während
es sich in der Bewegungsrichtung in dem Drehrohrofen bewegt. Demzufolge
kann die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
des Pulvers aus der Temperaturverteilung innerhalb des Drehrohrofens
und der Bewegungsgeschwindigkeit des Pulvers in der Bewegungsrichtung
erhalten werden. Wenn zum Beispiel die Temperaturdifferenz 200°C beträgt für einen
Abstand zwischen den Temperaturmesspunkten von 1 m und die Bewegungsgeschwindigkeit
des Pulvers in der Bewegungsrichtung 0,5 m/h beträgt, beträgt die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
400°C/h.
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Ferner wird die Wärmebehandlung in diesem Temperaturbereich
in reiner Luft oder einer sauerstoffhaltigen Gasatmosphäre durchgeführt. Insbesondere
wird ein Verfahren angewandt, in welchem reine Luft oder ein sauerstoffhaltiges
Gas von einem Ende des Kernrohrs zugeführt wird und über das
andere Ende abgeführt
wird. Die Menge des zugeführten
Gases beträgt
in der Regel 3 bis 50 l/h, wie als Sauerstoff pro 1 kg des Pulvers
berechnet, welches kontinuierlich zugeführt wird. Ferner wird auch
die Wärmebehandlung
in diesem Temperaturbereich vorzugsweise mittels eines Drehrohrofens
durchgeführt,
während
das Pulver fließen gelassen
wird. Folglich ist es ratsam, die Wärmebehandlung durchzuführen, während die
maximale Schichthöhe
des Pulvers auf mindestens 75 mm gehalten wird.
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Durch Durchführen der Behandlung mittels
eines Drehrohrofens, während
das Pulver fließen
gelassen wird, kann eine gleichmäßige Erwärmung durchgeführt werden,
und es kann ein gleichmäßiges behandeltes Pulver
erhalten werden. Durch diese Behandlung wird das Versiegeln des
Silicagels im Wesentlichen zu Ende geführt, und die Abzapfschüttdichte
(im Folgenden einfach als Schüttdichte
bezeichnet) des Pulvers, die sich auf einer Höhe von 0,7 bis 0,8 g/ml befand,
steigt auf eine Höhe
von 1,0 bis 1,2 g/ml an.
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In dem Fall, wo ein solcher Betrieb
in einem Satzsystem durchgeführt
wird, während
das Kernrohr rotieren gelassen wird, wird das gesamte Rohr direkt
oder indirekt von außen
erwärmt,
und die Behandlung wird durch Erhöhen der Erwärmungsintensität im Verlauf
der Zeit durchgeführt.
Wenn andererseits der Betrieb kontinuierlich durchgeführt wird,
kann ein Verfahren angewandt werden, in welchem die Erwärmungszone
des Kernrohrs in eine Vielzahl von Zonen aufgeteilt ist und die
Erwärmungstemperatur
so reguliert wird, dass die Temperatur des Pulvers mit einem vorbestimmten
Gradienten in Fließrichtung
des zu behandelnden Pulvers ansteigt.
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Ferner wird die Wärmebehandlung in diesem Temperaturbereich
vorzugsweise durchgeführt,
während kontinuierlich
das Silicagelpulver von einem Ende des Drehrohrofens zugeführt wird.
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Weiterhin ist es als Folge einer
Untersuchung durch die Erfinder der vorliegenden Anmeldung ratsam, dass
der Neigungswinkel des Drehrohrofens während der oben stehenden Wärmebehandlung
höchstens
3°, vorzugsweise
höchstens
1°, beträgt. Das
zu behandelnde Silicagelpulver wird wirksam an einer Rückvermischung
in Axialrichtung des Drehrohrofens durch Einstellen des Neigungswinkels
innerhalb dieses Bereichs gehindert.
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Modus der Wärmebehandlung
durch ein kontinuierliches Verfahren
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Im Falle eines kontinuierlichen Verfahrens
kann die Wärmebehandlung
unter Einsatz einer Vielzahl an Drehrohröfen in Reihe durchgeführt werden.
Zu diesem Zeitpunkt ist jeder Drehrohrofen so eingestellt, dass die
maximale Schichthöhe
des Pulvers mindestens 75 mm beträgt.
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Weiterhin unterliegt die Drehzahl
des Drehrohrofens keiner speziellen Beschränkung und kann in geeigneter
Weise innerhalb eines praktikablen Bereichs gewählt werden. Insbesondere beträgt diese
1 bis 20 U/min, vorzugsweise 3 bis 10 U/min. Bei der Wärmebehandlung
durch ein kontinuierliches Verfahren ist es bevorzugt, einen Modus
zu verwenden, in welchem die Wärmebehandlung
dwchgeführt
wird, während
gleichzeitig das Silicagelpulver kontinuierlich von einem Ende des
Drehrohrofens zugeführt
wird.
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Das bedeutet, während das trockene Silicagel
kontinuierlich von einem Ende des Kernrohrs eines Drehrohrofens
zugeführt
wird, wird die Wärmebehandlung
in dem Kernrohr dwchgeführt,
und das behandelte Pulver wird kontinuierlich über das Kernrohr abgeführt.
-
Um einen solchen Betrieb kontinuierlich
dwchzuführen,
ist es notwendig, dass die Erwärmungszone des
Kernrohrs in eine Vielzahl von Zonen aufgeteilt wird, und die Erwärmungsintensität wird so
reguliert, dass die Temperatur des Pulvers mit einem vorbestimmten
Gradienten in der Bewegungsrichtung des zu behandelnden Pulvers
zunimmt. Das zugeführte
Pulver wird allmählich
erwärmt,
während
es sich in Bewegungsrichtung in dem Drehrohrofen bewegt. Demzufolge
kann die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
des Pulvers aus der Temperaturverteilung in dem Drehrohrofen und
der Bewegungsgeschwindigkeit des Pulvers in der Bewegungsrichtung
ermittelt werden. Wenn zum Beispiel der Temperaturunterschied 200°C beträgt für einen
Abstand zwischen den Temperaturmesspunkten von 1 m und die Bewegungsgeschwindigkeit
des Pulvers in der Bewegungsrichtung 0,5 m/h beträgt, beträgt die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
400°C/h.
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Die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit in dem
Bereich, in welchem die Entfernung von restlichem Kohlenstoff in
dem Silicagel vonstatten geht, beträgt geeigneter Weise höchstens
1000°C/h,
vorzugsweise mindestens 500°C/h.
Weiterhin ist es auch wirksam, eine Zone vorzusehen, in welcher
es keine Temperaturveränderung
innerhalb eines Bereichs von 400 bis 600°C, insbesondere von 450 bis
600°C gibt,
und die Zeit für
das Passieren der Zone auf 0,5 bis 5 Stunden einzustellen. Zum Beispiel
ist es möglich,
die Erwärmungsintensität in der
Axialrichtung durch Einteilen der Heizeinrichtung in eine Vielzahl
von Heizeinrichtungen in der Axialrichtung des Drehrohrofens zu
regulieren. In diesem Fall ist es ratsam, dass die Erwärmungsintensität relativ
intensiviert wird von etwa Raumtemperatur auf die Temperatur, bei
welcher Wasser verdampft, und in einem Temperaturbereich, in welchem
Wasser verdunstet, so dass der Zonenbe reich schmal ist. Im Anschluss ist
es in dem Temperaturbereich, in welchem die Temperatur des Pulvers
durch Zuführen
von Wärme
erhöht wird,
welche der fühlbaren
Wärme von
Silicagel entspricht, ratsam, die Erwärmung zu regulieren, so dass
die Temperatur des Pulvers allmählich
ansteigt, ohne die Durchführung
einer extremen Erwärmung.
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Andererseits ist es ratsam, die Zuführgeschwindigkeit
des Silicagelpulvers zu dem Drehrohrofen so zu regulieren, dass
sie konstant ist. Wenn die Erwärmungsbedingungen
des Pulvers nicht konstant sind, gibt es eine Veränderung
in der Qualität
der resultierenden behandelten Pulver. Deshalb ist es ratsam, die
Zuführgeschwindigkeit
so zu regulieren, dass sie konstant ist. Für diesen Zweck ist es ratsam,
die Zuführ
durch eine quantitative Vorrichtung, wie einen Tellerdosierer, ein
Drehventil oder ein Drosselventil, zu bewerkstelligen.
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Wie oben stehend beschrieben, ist
die Atmosphäre
für die
Wärmebehandlung
in reiner Luft oder eine sauerstoffhaltige Gasatmosphäre. Insbesondere
kann ein Verfahren angewandt werden, in welchem reine Luft oder
ein sauerstoffhaltiges Gas von einem Ende des Kernrohrs zugeführt wird
und über
das andere Ende abgeführt
wird. Das Verfahren für
die Zuführ
des Gases unterliegt keiner speziellen Beschränkung. Jedoch ist es bei der
Wärmebehandlung
innerhalb eines Bereichs, in welchem in dem Silicagel enthaltenes
Wasser verdunstet, ratsam, das Gas von demselben einen Ende zuzuführen wie
das Silicagelpulver und diese über
das andere Ende abzuführen.
Die Temperatur von einem Ende, wo das Pulver zugeführt wird,
liegt nahe Raumtemperatur, und wenn dieses im Gegenstrom zugeführt wird,
kondensiert vermutlich Dampf in der Nähe des Zuführeinlasses des Pulvers, wodurch
das Pulver dazu tendiert, blockiert zu werden und das Fließvermögen dazu
tendiert, schlecht zu sein. Wenn die Zuführ von Gas durch eine Düse oder
dergleichen erfolgt, ist es ratsam, dass die Gaszufuhrdüse oberhalb
der Pulverzufuhrdüse
vorgesehen ist und die Düsenrichtung
horizontal mit der Achse des Kernrohrs oder aufwärts eingestellt wird. Da für den Fall,
wo gleichzeitig die Zufuhrdüse
des Pulvers horizontal mit der Achse des Kernrohrs oder abwärts eingestellt
ist, ein kurzes Passieren des Pulvers in dem Kernrohr verhindert
werden kann. Es ist ratsam, dass die lineare Geschwindigkeit des
zugeführten
Gases in dem Kernrohr auf höchstens
1 m/s, vorzugsweise auf höchstens
0,5 m/s eingestellt wird, um so ein Verwirbeln des taumelnden Pulvers
zu verhindern, was zu einem kurzen Passieren durch die Gasschicht
führt.
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Das behandelte Pulver nach der Wärmebehandlung
wird über
das Kernrohr zusammen mit dem zugeführten Gas abgeführt. Folglich
wird die Trennung zwischen dem behandelten Pulver und dem zugeführten Gas
durchgeführt.
Für diesen
Zweck ist es ratsam, einen Separator wie einen Zyklon zu konstruieren,
so dass die lineare Geschwindigkeit des Gases höchstens 1 m/s, vorzugsweise
höchstens
0,5 m/s beträgt,
und um dadurch eine Verringerung der Ausbeute zu verhindern als
eine Folge davon, dass ein Teil des behandelten Pulvers in dem Abgas
mitgeführt
wird. Um weiterhin eine Kontamination des Produkts zu verhindern,
ist es bevorzugt, dass das Zuführgas
zuvor gereinigt wird. Es ist besonders bevorzugt, dieses durch einen
Filter zu schicken, welcher zur Eliminierung von höchstens
0,02 μm
fähig ist.
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Die Menge des zugeführten Gases
beträgt
in der Regel 30 bis 300 l/h, wie als Sauerstoff pro 1 kg des Pulvers
berechnet, welches kontinuierlich zugeführt wird. Ferner, um die Wärmebehandlung
von Silicagel durch einen solchen kontinuierlichen Betrieb zu bewerkstelligen,
ist es in der vorliegenden Erfindung bevorzugt, die Behandlung durch
Einstellen des Neigungswinkels des Drehrohrofens auf höchstens
3°, vorzugsweise
höchstens
1° durchzuführen. Überraschenderweise
wurde festgestellt, dass bei der Wärmebehandlung des Silicagelpulvers,
selbst wenn der Neigungswinkel im Wesentlichen 0° ist, d. h. im Wesentlichen
horizontal ist, es keine Schwierigkeiten bei der Wärmebehandlung
gibt, und dies ist ziemlich wünschenswert.
In einem solchen Fall ist es ratsam, dass ein torusförmiger Damm
oder dergleichen vorgesehen ist, um den Durchmesser des Zufuhreinlasses
kleiner zu machen als den Durchmesser des Abführauslasses. Wenn der Neigungswinkel des
Drehrohrofens 3° übersteigt,
kann das einer Wärmebehandlung
unterzogene Silicagel manchmal einen Rückfluss bewirken. Das heißt, das
Silicagel fließt
nicht in der Weise einer Kolbenbewegung in der Bewegungsrichtung
in dem Drehrohrofen. In einem solchen Fall kommt es leicht zur Verursachung
eines oberen Gleitens des Silicagels, einer kurzen Unterbrechung
und einem Erkalten des Silicagels.
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Durch den oben stehend genannten
Modus kann ein im Wesentlichen stabiler Zustand an jedem Punkt des
Drehrohrofens hergestellt werden. Genau gesagt, die physikalische
Eigenschaft des behandelten Pulvers an jedem Punkt verändert sich
nicht gegen die Zeit, und die physikalischen Eigenschaften sind
eine Funktion in der Axialrichtung des Drehrohrofens. Und es kann
das oben stehend genannte Ziel der vorliegenden Erfindung bewerkstelligt
werden.
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Brennen
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Durch Anwenden einer Wärmebehandlung
auf das Silicagelpulver gemäß der vorliegenden
Erfindung kann ein synthetisches Quarzpulver erhalten werden. Jedoch
bleibt in der Regel Silanol in einer Menge von mindestens 1000 ppm
zurück.
Daher ist es üblich,
das Brennen in einem weiteren höheren
Temperaturbereich durchzuführen.
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Als Behälter, welcher für das Brennen
verwendet wird, wird ein Tiegel aus einem Material, welches frei von
Kontamination von Verunreinigungen des synthetischen Quarzpulvers
ist, wie Quarz, verwendet. Bei diesem Brennen wurde Kohlenstoff
in dem Pulver, das einem Brennen unterworfen wird, bereits im Wesentlichen in
seiner gesamten Menge entfernt, und es ist nicht erforderlich, der
Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit spezielle
Aufmerksamkeit zu schenken. Demzufolge bedeutet die Schwankung bei
der Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit
in dem Behälter
keinen Einfluss auf die Qualität,
wodurch ein gleichförmiges
Produkt erhalten werden kann, und es ist möglich, einen Behälter mit
großer
Kapazität
im Vergleich mit einem herkömmlichen Verfahren
zu verwenden. Ferner wird die Schüttdichte des Pulvers einleitend
ausreichend erhöht,
und es gibt keine wesentliche Veränderung zwischen der Schüttdichte
des Pulvers vor dem Brennen und der Schüttdichte des Pulvers nach dem
Brennen, wodurch der Behälter
in wirksamer Weise genutzt werden kann, und es ist möglich, die
Produktivität
zu verbessern.
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Die Brenntemperatur beträgt in der
Regel 1100 bis 1300°C.
Die Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit unterliegt
keiner speziellen Beschränkung
und kann geeigneter Weise innerhalb eines Bereichs von 100 bis 2000°C/h gewählt werden.
Die Brennzeit variiert in Abhängigkeit
von der Brenntemperatur, beträgt
aber in der Regel 10 bis 100 Stunden, und das Brennen wird fortgeführt, bis
die Silanol-Konzentration in dem synthetischen Harz nicht mehr als
100 ppm, vorzugsweise nicht mehr als 60 ppm beträgt. Weiterhin ist es bevorzugt, die
Erwärmung
unter gleichzeitiger Zufuhr von Luft oder einem im Wesentlichen
kein Wasser enthaltenden Inertgas durchzuführen, so dass die Abnahmerate
von Silanolgruppen beschleunigt wird. Selbstverständlich liegt im
Wesentlichen kein Kohlenstoff in dem synthetischen Quarzpulver nach
dem Brennen vor.
-
Das so erhaltene synthetische Quarzpulver
kann zu einem Formprodukt geformt werden. Das Formverfahren variiert
in Abhängigkeit
von der jeweiligen Anwendung des Formprodukts. Wenn dieses zum Beispiel auf
einen Tiegel angewandt wird, kann ein Bogenschmelzverfahren zur
Anwendung kommen, und wenn dieses auf eine (Ein-)Spannvorrichtung
für IC
angewandt wird, kann beispielsweise ein Verfahren genannt werden,
in dem dieses einmal zu einem Ingot durch ein Verneuil- bzw. Flammenschmelzverfahren
mittels einer Knallgasflamme geformt wird, oder ein Schmelzverfahren,
welches das Wärmeschmelzen
unter Vakuum durch eine Gießform
aus Kohlenstoff umfasst.
-
In jedem Fall ist es durch Verwenden
des synthetischen Quarzpulvers, das durch die vorliegende Erfindung
erhalten wird, möglich,
ein Formprodukt mit geringer Bläschenbildung
darin zu erhalten, und auf diese Weise werden die Qualität des Formprodukts
und die Produktausbeute wesentlich verbessert.
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Beispiele
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Die vorliegende Erfindung wird nunmehr
ausführlicher
unter Bezugnahme auf Beispiele beschrieben.
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Beispiel 1
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Herstellung
eines trockenen Silicagelpulvers
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Tetramethoxysilan von hoher Reinheit
wurde umgesetzt unter Erhalt eines voluminösen Silicagels mit einem Wassergehalt
von mindestens 30 Gew.-% (im Folgenden als "nasses Silicagel" bezeichnet). Dieses voluminöse nasse
Silicagel wurde durch eine Pulverisiermühle vom Rein-Typ pulverisiert
und danach unter vermindertem Druck wärmegetrocknet unter Erhalt
eines pulverförmigen
trockenen Silicagels. Dieses pulverförmige trockene Silicagel wurde
durch ein Vibrationssieb klassiert unter Erhalt eines Pulvers von
50 bis 100 μm. Dieses
Trockengel nach der Klassierung (im Folgenden als "trockenes Silicagelpulver" bezeichnet) wurde
analysiert, wodurch der Wassergehalt 19,5 Gew.-% betrug, und die
Kohlenstoffkonzentration betrug 1,1 Gew.-%. Weiterhin war die Schüttdichte
dieses Pulvers 0,92 g/ml.
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Wärmebehandlung
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Unter Verwendung des so erhaltenen
trockenen Silicagelpulvers wurde eine Wärmebehandlung mittels eines
Drehrohrofens, wie in 3 gezeigt,
durchgeführt.
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Das Kernrohr (8) bestand
aus Quarz und hatte eine solche Größe, dass die Länge der
Erwärmungszone
2 m betrug, der Innendurchmesser 200 mm betrug, der Öffnungsdurchmesser
des torusförmigen
Damms am Einlass 40 mm war und der Öffnungsdurchmesser des torusförmigen Damms
an der Abführauslassöffnung 40
mm war. Weiterhin wurde das Kernrohr so eingestellt, dass sein Neigungswinkel
0,5° betrug.
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Zuerst wurde jede Heizeinrichtung
auf 500°C
erwärmt,
und es wurde eine Wärmebehandlung
durch Zuführen
des trockenen Silicagelpulvers mit einer Rate von 6,2 kg/h und von
Luft mit einer Rate von 4500 l/h über den Zufuhreinlass durchgeführt, während das
Kernrohr mit 4 U/min rotieren gelassen wurde. Die nach Ablauf von
4, 6 und 8 Stunden nach der Initiierung des Zuführbetriebs abgeführten Pulver
wurden analysiert, und es wurden die in Tabelle 1 gezeigten Werte
ermittelt. Die restliche Kohlenstoffkonzentration ist eine solche, die
erhalten wird durch Schmelzen des Probenpulvers zusammen mit einem
Fluxmittel mittels eines "EMIA610 CS-Analysengeräts", hergestellt von
Horiba, und quantitative Analyse von dadurch erzeugtem CO2 durch ein UV-Absorptionsverfahren (ein
in Form von CO erzeugtes wurde ganz zu CO2 durch
einen Katalysator umgewandelt und danach quantitativ analysiert).
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-
Im Anschluss wurde das durch den
oben stehenden Betrieb erhaltene behandelte Pulver unter den folgenden
Bedingungen unter Einsatz desselben Drehrohrofens wärmebehandelt.
Nach dem Erwärmen
der ersten Heizeinrichtung auf 600°C, der zweiten Heizeinrichtung
auf 700°C,
der dritten Heizeinrichtung auf 850°C, der vierten Heizeinrichtung
auf 1000°C
und der fünften
Heizeinrichtung auf 1060°C
wurde das Pulver mit einer Rate von 5 kg/h und Luft mit einer Rate
von 1000 l/h von dem Zufuhreinlass zugeführt, während das Kernrohr mit 4 U/min
rotieren gelassen wurde. Die nach Ablauf von 4, 6 und 8 Stunden
nach der Initiierung des Zuführbetriebs
abgeführten
synthetischen Quarzpulver wurden analysiert, und es wurden die in
Tabelle 2 gezeigten Werte ermittelt.
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Brennen
-
60 g des durch die Wärmebehandlung
erhaltenen synthetischen Quarzpulvers wurden in einen Quarztiegel
mit einem Durchmesser von 560 mm gefüllt und in einem Elektroofen
zum Brennen erhitzt. Der Ofen wurde bei einer Temperaturerhöhungsrate
von 240°C/h
auf eine Temperatur von 1200°C
erwärmt,
worauf dieser 60 Stunden lang auf derselben Temperatur gehalten
wurde. Während
dieser Zeit wurde reine Trockenluft mit einem Taupunkt von –50°C in den
oberen Bereich des Tiegels mit einer Rate von 1900 l/h zirkuliert.
Nach Beendigung der Aufrechterhaltung wurde die Erwärmung gestoppt,
gefolgt von einem Kühlen
auf Raumtemperatur. Während
des Kühlens
wurde reine Luft zirkuliert. Das nach dem Brennen erhaltene synthetische Quarzpulver
machte 59 kg aus. Das erhaltene synthetische Quarzpulver wurde hinsichtlich
jeder einzelnen Probenentnahmestelle analysiert, und es wurden die
in Tabelle 3 gezeigten Werte ermittelt.
-
-
Formen
-
Das durch Brennen erhaltene synthetische
Quarzpulver wurde durch ein Verneuil-Verfahren zu einem Ingot geformt
bezüglich
jeder der Probenentnahmestellen. Es war keine Bildung von Bläschen in
dem Ingot festzustellen.
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Vergleichsbeispiel 1
-
60 kg des durch die "Herstellung eines
trockenen Silicagelpulvers" in
Beispiel 1 erhaltenen trockenen Silicapulvers wurden in einen Tiegel
direkt, d. h. ohne Anwendung einer Wärmebehandlung, gefüllt und
in einem Elektroofen erwärmt,
um das Brennen in derselben Weise wie das "Brennen" in Beispiel 1 durchzuführen. Das
so erhaltene synthetische Quarzpulver machte 47 kg aus. Dieses synthetische
Quarzpulver wurde bezüglich
jeder Probenentnahmestelle analysiert, und es wurden die in Tabelle
4 gezeigten Werte ermittelt.
-
Dieses synthetische Quarzpulver wurde
durch ein Verneuil-Verfahren bezüglich
jeder einzelnen Probenentnahmestelle zu einem Ingot geformt. Der
bläschenbildende
Zustand in dem Ingot ist in Tabelle 4 gezeigt.
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Beispiel 2
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Unter Einsatz desselben Drehrohrofens
wie in Beispiel 1 wurde das durch "Herstellung eines trockenen Silicagelpulvers" erhaltene Gel in
Beispiel 1 durch das folgende Verfahren einer Wärmebehandlung unterzogen.
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Der Drehrohrofen wurde so eingestellt,
dass die maximale Schichthöhe
des in das Kernrohr zugeführten
trockenen Silicagelpulvers 80 mm beträgt. Weiterhin wurde das Kernrohr
so eingestellt, dass sein Neigungswinkel 0,5° war.
-
Die Wärmebehandlung wurde zunächst durch
Erwärmen
jeder Heizeinrichtung auf 500°C
und Zuführen
des trockenen Silicagelpulvers mit einer Rate von 9,3 kg/h und von
Luft mit einer Rate von 6780 l/h von dem Zuführeinlass unter Rotierenlassen
des Kernrohrs mit 4 U/min durchgeführt. Das Pulver in dem Kernrohr war
die ganze Zeit ohne Unterbrechung am Fließen. Die nach Ablauf von 4,
6 und 8 Stunden nach der Initiierung des Zufuhrbetriebs abgeführten Pulver
wurden analysiert, und es wurden die in Tabelle 5 gezeigten Werte ermittelt.
-
-
Im Anschluss wurde das durch den
oben stehenden Betrieb erhaltene Pulver weiter unter den folgenden
Bedingungen unter Einsatz desselben Drehrohrofens wärmebehandelt.
Nach dem Erwärmen
der ersten Heizeinrichtung auf 600°C, der zweiten Heizeinrichtung
auf 700°C,
der dritten Heizeinrichtung auf 850°C, der vierten Heizeinrichtung
auf 1000°C
und der fünften
Heizeinrichtung auf 1060°C
wurde das Pulver mit einer Rate von 6,5 kg/h und Luft mit einer
Rate von 1000 l/h von dem Zufuhreinlass zugeführt, während das Kernrohr bei 4 U/min
rotieren gelassen wurde.
-
Während
der oben stehenden Wärmebehandlung
war das Pulver in dem Kernrohr die ganze Zeit kontinuierlich am
Fließen.
-
Die synthetischen Quarzpulver, die
nach Ablauf von 4, 6 und 8 Stunden nach der Initiierung des Zufuhrbetriebs
abgeführt
wurden, wurden analysiert, und es wurden die in Tabelle 6 gezeigten
Werte ermittelt. Die Anzahl der schwarzen Teilchen ist die Zahl
derjenigen, die optisch als schwarze Punkte nachgewiesen werden,
wenn 10 g des Produkts gleichmäßig in einer
Dicke von etwa 1 mm in einer Petri-Schale verteilt wurden.
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Brennen
-
60 kg des durch die oben stehende
Wärmebehandlung
erhaltenen synthetischen Quarzpulvers wurden in einen Quarz-Tiegel
mit einem Durchmesser von 560 mm gefüllt und in einem Elektroofen
zum Brennen erwärmt.
Der Ofen wurde bei einer Temperaturerhöhungsrate von 240°C/h auf eine
Temperatur von 1200°C erhöht, worauf
dieser 60 Stunden lang auf derselben Temperatur gehalten wurde.
Während
dieser Zeit wurde reine Trockenluft mit einem Taupunkt von –50°C mit einer
Rate von 1900 l/h zirkuliert. Nach Beendigung der Aufrechterhaltung
wurde das Erwärmen
gestoppt, gefolgt von einem Kühlen
auf Raumtemperatur. Während des
Kühlens
wurde reine Luft zirkuliert. Das nach dem Brennen erhaltene synthetische
Quarzpulver machte 58 kg aus. Das erhaltene synthetische Quarzpulver
wurde bezüglich
jeder Probenentnahmestelle analysiert, und es wurden die in Tabelle
3 gezeigten Werte ermittelt.
-
-
Formen
-
Das durch das Brennen erhaltene synthetische
Quarzpulver wurde durch ein Verneuil-Verfahren zu einem Ingot geformt
bezüglich
jeder der Probenentnahmestellen. Es war keine Bildung von Bläschen in
dem Ingot festzustellen.
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Vergleichsbeispiel 2
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Die Wärmebehandlung des durch die "Herstellung eines
Silicagelpulvers" in
Beispiel 1 erhaltenen trockenen Silicagelpulvers wurde unter Einsatz
desselben Drehrohrofens wie in Beispiel 1 verwendet durchgeführt, mit
der Ausnahme, dass der torusförmige
Dammöffnungsdurchmesser
des Abführauslasses
auf eine Größe von 60
mm geändert
wurde und die maximale Schichthöhe
auf 70 mm eingestellt wurde.
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Die nach Ablauf von 4, 6 und 8 Stunden
nach der Initiierung der Zufuhr abgeführten Pulver wurden analysiert,
und es wurden die in Tabelle 8 gezeigten Werte ermittelt.
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Im Anschluss wurde unter Einsatz
eines Drehrohrofens, bei welchem der Öffnungsdurchmesser eines torusförmigen Damms
des Abführauslasses
gleichfalls auf 60 mm eingestellt wurde und die maximale Schichthöhe auf 70
mm eingestellt wurde, das in dem oben stehenden Betrieb erhaltene
Pulver weiter unter den folgenden Bedingungen wärmebehandelt. Nach dem Erwärmen der
ersten Heizeinrichtung auf 600°C,
der zweiten Heizeinrichtung auf 700°C, der dritten Heizeinrichtung
auf 850°C,
der vierten Heizeinrichtung auf 1000°C und der fünften Heizeinrichtung auf 1060°C wurden
das Pulver mit einer Rate von 6,5 kg/h und Luft mit einer Rate von
1000 l/h von dem Zufuhreinlass zugeführt, während das Kernrohr mit 4 U/min
rotieren gelassen wurde.
-
Von dem Pulver in dem Kernrohr floss
die hintere Hälfte
die ganze Zeit kontinuierlich, doch die vordere Hälfte floss
diskontinuierlich, und es war eine mehr als übliche Erzeugung von Gas während des Übergangs vom
statischen Zustand in den fließenden
Zustand zu beobachten.
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Die nach Ablauf von 4, 6 und 8 Stunden
nach der Initiierung des Zuführbetriebs
abgeführten
Pulver wurden analysiert, und es wurden die in Tabelle 9 gezeigten
Werte ermittelt.
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Beispiel 3
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Unter Verwendung des durch die "Herstellung eines
trockenen Silicagelpulvers" in
Beispiel 1 erhaltenen trockenen Silicagelpulvers wurde die gleiche "Wärmebehandlung" wie in Beispiel
2 unter Verwendung desselben Drehrohrofens wie in Beispiel 1 verwendet
durchgeführt,
mit der Ausnahme, dass der Innendurchmesser des Rohrs 400 mm war.
-
Das Pulver in dem Kernrohr war die
ganze Zeit kontinuierlich am Fließen. Das durch die Wärmebehandlung
erhaltene synthetische Quarzpulver wurde in derselben Weise wie
unter "Brennen" in Beispiel 2 erhalten,
und das synthetische Quarzpulver nach dem Brennen wurde zu ei nem
Ingot in derselben Weise wie bei dem "Formen" in Beispiel 2 geformt. Bei jedem Ingot
war keine Bildung von Bläschen
festzustellen.
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Vergleichsbeispiel 3
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Es wurde derselbe Betrieb wie in
Vergleichsbeispiel 2 durchgeführt,
mit der Ausnahme, dass die Wärmebehandlung
unter Einsatz desselben Drehrohrofens wie in Beispiel 2 verwendet
durchgeführt
wurde, mit der Ausnahme, dass der Innendurchmesser des Rohrs 400
mm war, wobei bei der Wärmebehandlung
des Pulvers in dem Kernrohr die hintere Hälfte die ganze Zeit kontinuierlich
am Fließen
war, jedoch die vordere Hälfte
diskontinuierlich floss, und es war eine mehr als übliche Erzeugung
von Gas während
des Übergangs
vom statischen Zustand in den fließenden Zustand zu beobachten,
was auf denselben Zustand wie in Vergleichsbeispiel 2 hindeutet.
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Beispiel 4
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Unter Verwendung des durch die "Herstellung eines
trockenen Silicagelpulvers" in
Beispiel 1 erhaltenen trockenen Silicagelpulvers wurde die folgende
Wärmebehandlung
unter Einsatz desselben Drehrohrofens wie in Beispiel 1 verwendet
durchgeführt.
Der Drehrohrofen hatte eine solche Größe, dass der Öffnungsdurchmesser
des torusförmigen
Damms des Zufuhreinlasses 20 mm war und die Öffnungsgröße des torusförmigen Damms
des Abführauslasses
40 mm, und die maximale Schichthöhe
war auf 80 mm eingestellt. Weiterhin wurde das Kernrohr so eingestellt,
dass dessen Neigungswinkel 0,2° war.
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Wärmebehandlung
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Zuerst wurden Heizeinrichtungen erwärmt (erste
Heizeinrichtung: 330°C,
zweite Heizeinrichtung: 330°C,
dritte Heizeinrichtung: 455°C,
vierte Heizeinrichtung: 455°C,
fünfte
Heizeinrichtung: 455°C),
und das pulverförmige
trockene Silicagel wurde mit einer Rate von 11 kg/h und Luft wurde
mit einer Rate von 100 l/min vom Zufuhreinlass zugeführt, während das
Kernrohr mit 8 U/min rotieren gelassen wurde.
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Das Pulver in dem Kernrohr war die
ganze Zeit kontinuierlich am Fließen.
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Die Temperatur des Pulvers an jeder
Erwärmungszone
war eine solche, dass: die erste Heizzone 110°C, die zweite Heizzone 135°C, die dritte
Heizzone 265°C,
die vierte Heizzone 433°C
und die fünfte
Heizzone 464°C
betrug.
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Die Menge des in der Zone erzeugten
Gases, wo die Pulvertemperatur 300°C oder niedriger war, betrug
310 N – l/kg·h. Weiterhin
war die Länge
der Zone, wo die Pulvertemperatur 300 bis 430°C war, 30 cm. Darüber hinaus
betrug die Zeit für
das Durchlaufen der Zone, wo die Pulvertemperatur 450 bis 464°C war, 0,6 Stunden.
Danach wurden die nach Ablauf von 4, 6 und 8 Stunden nach der Initiierung
des Zuführbetriebs
abgeführten
Pulver analysiert, und es wurden die in Tabelle 10 gezeigten Werte
ermittelt.
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Wie in Tabelle 10 deutlich wird,
waren die Analysenwerte der Pulver konstant.
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Danach wurde das durch den oben stehenden
Betrieb erhaltene Pulver unter den folgenden Bedingungen unter Einsatz
desselben Drehrohrofens wärmebehandelt.
Nach dem Erwärmen
der ersten Heizeinrichtung auf 500°C, der zweiten Heizeinrichtung
auf 750°C,
der dritten Heizeinrichtung auf 750°C, der vierten Heizeinrichtung
auf 1000°C
und der fünften
Heizeinrichtung auf 1030°C
wurde das Pulver mit einer Rate von 9,2 kg/h und Luft mit einer
Rate von 110 l/h von dem Zufuhreinlass zugeführt, während das Kernrohr mit 8 U/min rotieren
gelassen wurde.
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Die Endtemperatur des Pulvers während der
Wärmebehandlung
war 1020°C.
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Das Pulver in dem Kernrohr war die
ganze Zeit kontinuierlich am Fließen.
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Die nach Ablauf von 4, 6 und 8 Stunden
nach der Initiierung des Zuführbetriebs
abgeführten
synthetischen Quarzpulver wurden analysiert, und es wurden die in
Tabelle 11 gezeigten Werte ermittelt.
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Brennen
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130 g des durch die Wärmebehandlung
erhaltenen synthetischen Quarzpulvers wurden in einen Quarz-Tiegel
mit einem Durchmesser von 550 mm gefüllt und in einem Elektroofen
zum Brennen erwärmt.
Der Ofen wurde bei einer Temperaturerhöhungsrate von 200°C/h auf eine
Temperatur von 1200°C
erwärmt,
worauf dieser 40 Stunden lang auf derselben Temperatur gehalten
wurde. Während
dieser Zeit wurde reine Trockenluft mit einem Taupunkt von –60°C mit einer
Rate von 780 l/h zu dem Tiegel zirkuliert. Nach Beendigung der Aufrechterhaltung
wurde das Erwärmen
gestoppt, gefolgt von einem Kühlen
auf Raumtemperatur. Ebenfalls während
des Kühlens
wurde reine trockene Luft zirkuliert. Das nach dem Brennen erhaltene
synthetische Quarzpulver machte 112 kg aus. Das erhaltene synthetische
Quarzpulver wurde bezüglich
jeder Probenentnahmestelle analysiert, und es wurden die in Tabelle
12 gezeigten Werte ermittelt.
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Formen
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Das durch das Brennen erhaltene synthetische
Quarzpulver wurde durch ein Verneuil-Verfahren zu einem Ingot geformt
bezüglich
jeder der Probenentnahmestellen. Es war keine Bildung von Bläschen in
dem Ingot festzustellen.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Durch die vorliegende Erfindung kann
leicht ein synthetisches Quarzpulver mit einem niedrigen Gehalt an
restlichem Kohlenstoff, welcher die Bildung von Bläschen während des
Schmelzformens bewirkt, erhalten werden.