DE69702039T2 - Rotationsschaftmaschine und Webmaschine mit einer solchen Schaftmaschine - Google Patents

Rotationsschaftmaschine und Webmaschine mit einer solchen Schaftmaschine

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rotationsschaftmaschine zum Steuern der auf eine Webmaschine montierten Schaftrahmen und eine Webmaschine mit einer solchen Schaftmaschine. Man weiß, daß bei den Rotationsschaftmaschinen die vertikale Wechselbewegung der Schaftrahmen durch schwingende Teile bewirkt wird, die je nach Fall durch Schwingarm-Hebel-Systeme oder Rollenhebel gebildet werden, wobei diese schwingenden Teile durch Betätigungselemente gesteuert werden, die im ersten Fall Exzenterform aufweisen oder im zweiten Fall Nockenform. Diese Betätigungselemente. Diese Betätigungselemente sind auf eine Hauptwelle der Maschine montiert, die eine intermittierende Drehbewegung ausführt, und bei jedem Halt - in Wirklichkeit nach jeder Halbdrehung - der vorerwähnten Welle muß die Einlesvorrichtung in Höhe jedes Messers der Schaftmaschine, d. h. der jedem Schaftrahmen zugeordneten Betätigungseinheit und in Abhängigkeit von dem Muster oder der Bindung des Gewebes das Betätigungselement entweder fest mit der Welle verbinden, um das schwingende Teil zu steuern, oder mit einem festen Punkt, um die Winkelarretierung dieses letzteren zu bewirken.
  • Diese selektive Verbindung wird generell mit Hilfe eines beweglichen Kupplungsorgans in Form eines Keils oder einer Klinke hergestellt, das der Wirkung von zwei Schwinghebeln ausgesetzt ist, die beiderseits der Welle angeordnet sind, um dieses bewegliche Organ in dessen beiden Halt-Stellungen zu betätigen, wobei jedes Paar Schwinghebel von der Einlesvorrichtung der Schaftmaschine abhängig ist.
  • Durch die Patentanmeldung FR-A-2 540 524 ist eine Schaftmaschine für eine Webmaschine bekannt, bei der eine jedem Schaftrahmen zugeordnete Platte zwei diametral entgegengesetzte Rasten aufweist, die mit dem Schnabel von zwei Schwinghebeln zusammenwirken, die durch die Einlesvorrichtung gesteuert werden. Diese beiden Rasten haben unterschiedliche Profile, denn eine von ihnen muß relativ tief sein, um die Platte in einer vollkommen genauen Winkelstellung so lange wie nötig festzuhalten. Die andere Raste hingegen ist weniger tief und umfaßt sich nach außen hin stark erweiternde Seitenwände, parallel zu den Schrägungen der Enden der Flanken des Schnabels jedes Schwinghebels, damit der Schnabel des Hebels beim Ingangsetzen der Drehung der Platte automatisch ausrastet, ohne daß die Einlesvorrichtung auf den Hebel einwirkt. In diesem zweiten Fall spricht man vom "passivem" Eingriff des Schnabels in die Raste.
  • Die Versuche haben gezeigt, daß eine solche Vorrichtung zufriedenstellend arbeitet. Wenn es jedoch bei dieser bekannten Vorrichtung in Abhängigkeit von der Bindung des in in Arbeit befindlichen Gewebes nicht nötig ist, auf die Kupplungsklinke eine Kraft auszuüben, die bestrebt ist, sie zu betätigen, muß der Drücker der Einlesvorrichtung in Richtung des Hebels verschoben werden, dessen Schnabel im passiven Eingriff mit der diametral entgegengesetzten Raste der Platte ist, bezogen auf den, der die Betätigung der Klinke ermöglicht. Somit wird in ungefähr 50% der Fälle der Hebel betätigt, der im passiven Eingriff mit einer der Rasten der Platte ist, obwohl dies für den Betrieb der erfindungsgemäßen Schaftmaschine gar nicht nötig ist.
  • Dies führt bei der Schaftmaschine zu einem Mehrverbrauch an Energie, zu einem höheren Geräuschpegel und zu sich wiederholenden mechanischen Belastungen wesentlicher Teile der Schaftmaschine, wobei diese Belastungen für den Betrieb der Maschine wirklich nicht vorteilhaft sind. Aufgrund dieser sich wiederholenden Belastungen müssen die Antriebswellen, die Betätigungsflansche und der Drücker der Einlesvorrichtung stärker dimensioniert werden, was ihre Herstellungskosten erhöht und ihre Masse vergrößert.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist insbesondere die Beseitigung dieser Nachteile. Dabei wird eine Rotationsschaftmaschine vorgeschlagen, deren Energieverbrauch optimal ist und die wenig Geräusch erzeugt und deren Herstellungskosten niedriger sind als die der aus dem Stand der Technik bekannten Schaftmaschinen.
  • In diesem Sinne betrifft die Erfindung eine Rotationsschaftmaschine für Webmaschinen, umfassend: in Höhe jedes ihrer Schäfte ein schwingendes Teil; an dem ein Schaftrahmen hängt und das mit einem Betätigungselement verbunden ist, das lose bzw. frei drehbar auf einer Welle der genannten Schaftmaschine sitzt, ein bewegliches Kupplungsorgan, getragen durch eine mit dem Betätigungselement seitlich fest verbundene Platte, wobei dieses bewegliche Organ elastischen Einrichtungen ausgesetzt ist, um die winkelmäßige Verbindung der genannten Platte mit einer fest mit der genannten Welle verbundenen Scheibe zu bewirken, wobei die Steuerung des genannten beweglichen Kupplungsorgans durch zwei Schwinghebel sichergestellt wird, die einerseits der Wirkung der Einlesvorrichtung ausgesetzt sind und andererseits derjenigen der elastischen Einrichtungen, die bestrebt sind, die Schnäbel der genannten Hebel mit einer der beiden Klemmflächen der genannten Platte in Eingriff zu bringen. Diese Schaftmaschine ist dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die genannten Hebel im Eingriff mit den genannten Klemmflächen sind, dann derjenige der Hebel, der sich nicht auf der Seite des beweglichen Kupplungsorgans befindet, außerhalb der Reichweite eines Betätigers ist, der zu der genannten Einlesvorrichtung gehört.
  • Wenn dank der Erfindung der Betätiger oder Drücker in Richtung eines Hebels verschöben wird, der außerhalb der Reichweite ist, gibt es keinen physischen Kontakt zwischen ihren jeweiligen Oberflächen, so daß weder der Hebel noch der Betätiger Stößen ausgesetzt ist, die zu Materialermüdung führen könnten. Wenn man des weiteren aus statistischer Sicht die vielen zu einer Schaftmaschine gehörenden Schäfte betrachtet, so kann man davon ausgehen, daß ungefähr 50% in einer derartigen Stellung sind, daß der auf der Seite der Kupplungsklinke befindliche Hebel nicht betätigt werden muß, so daß, dank der Erfindung, in ungefähr 50% der Fälle, kein Hebel durch den Betätiger verschoben wird. Die Erfindung ermöglicht also eine Reduzierung des Energieverbrauchs der Schaftmaschine in bezug auf die Schaftmaschinen der vorhergehenden Technik, bei denen bei jeder Halbdrehung der Hauptwelle systematisch für jeden Schaftrahmen ein Hebel verschoben werden muß.
  • Nach einer vorteilhaften Ausführungsart der Erfindung hat die Platte eine radiale Ausdehnung, die eine erste Klemmfläche definiert, wobei diese erste Klemmfläche von der Rotationsachse der Welle einen Abstand hat, der größer ist als der Abstand, der eine zweite Klemmfläche, die der ersten Klemmfläche auf der Platte diametral entgegengesetzt ist, von dieser Rotationsachse trennt. Dank dieses Aspekts der Erfindung wird der Hebels, der mit der ersten Klemmfläche zusammenwirkt, auf einfache Weise außer Reichweite gebracht, indem man ihn um seine Achse schwenkt, so daß sein Betätigungsschwanz von dem Drücker oder Betätiger der Einlesvorrichtung beabstandet ist. Die Erfindung nutzt also Elemente oder Teile, die bei der erfindungsgemäßen Schaftmaschine schon vorher vorhanden sind, so daß die Erfindung mit kleinen Veränderungen, die wenig kosten, nämlich der Vergrößerung des Abstands von einer der Klemmflächen in bezug auf die Hauptrotationsachse bei jeder Platte der Schaftmaschine, auch bei einer bekannten Schaftmaschine besonders wirtschaftlich realisiert werden kann.
  • Nach einem anderen Aspekt der Erfindung ist die erste Klemmfläche eine passive Klemmfläche der Platte, während die zweite Klemmfläche eine aktive oder gesteuerte Klemmfläche der Platte ist. Dank dieses Aspekts der Erfindung ist der in Eingriff mit der passiven Klemmfläche befindliche Hebel derjenige, der sich außerhalb der Reichweite des Drückers oder Betätigers der Einlesvorrichtung befindet.
  • Nach noch einem anderen Aspekt der Erfindung weist der Schnabel jedes Schwinghebels eine äußere Klemmfläche und eine innere Klemmfläche auf, wobei die Klemmflächen Spitzenwinkel mit unterschiedlichen Werten haben. Dank dieses Aspekts der Erfindung kann der Ausschlag der Winkelbewegung jedes Hebels kleiner vorgesehen werden als der, der nötig wäre, wenn die Klemmflächen der Schnäbel, die ihnen ermöglichen, mit den beiden Klemmflächen zusammenzuwirken, Höhen hätten, die sich addieren.
  • Die Erfindung betrifft auch eine Webmaschine, die mit einer Schaftmaschine wie oben beschrieben ausgerüstet ist.
  • Die Erfindung und weitere ihrer Vorteile gehen besser aus der nachfolgenden, beispielhaften und keinesfalls einschränkenden Beschreibung einer ihren Prinzipien entsprechenden Ausführungsart einer Schaftmaschine hervor, bezogen auf die beigefügten Zeichnungen:
  • - die Fig. 1 ist ein schematischer Querschnitt einer erfindungsgemäßen Schaftmaschine;
  • - die Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht, die die wesentlichen Elemente eines der Schäfte der Schaftmaschine gemäß der Fig. 1 im demontierten Zustand zeigt;
  • - die Fig. 3 ist eine vereinfachte Schnittansicht analog der Fig. 1, wobei sich die Schaftmaschine in bezug auf die Fig. 1 um 180º gedreht hat;
  • - die Fig. 4 stellt im vergrößerten Maßstab den Schnabel eines Schwinghebels und die Raste der zugeordneten Platte eines Schafts in einer ersten Klemmstellung dar;
  • - die Fig. 5 ist eine Ansicht analog der Fig. 4, wobei ein Hebel mit einem Teil der Platte zusammenwirkt, der dem in Fig. 4 dargestellten diametral gegenübersteht.
  • Die in der Fig. 1 dargestellte Schaftmaschine umfaßt eine Hauptwelle 1, die intermittierend rotiert, mit einem Halt nach jeder Halbdrehung. Auf dieser Welle 1 sitzen eine Reihe Lager, deren Zahl der Anzahl der Schaftrahmen oder Schäfte der Webmaschine entspricht. Auf jedes Lager ist lose ein Exzenter 2 montiert, der seitlich fest mit einer Platte 3 verbunden ist. Auf jeden Exzenter 2 ist lose die Bohrung eines Zwischenglieds 4 montiert, dessen freies Ende an einem Schwingarm 5 angelenkt ist, der dank eines Kabels 6a die Vertikalverschiebung des Schaftrahmens 6 des betreffenden Schafts betätigt, was sehr schematisch dargestellt ist.
  • Zwischen zwei benachbarten Exzenterscheiben 2 trägt die als Keilwelle vorgesehene Welle 1 eine Antriebsscheibe 7, die fest mit ihr verbunden ist und deren Rand zwei diametral entgegengesetzte radiale Kerben 7a aufweist. Diese Kerben 7a sind dazu bestimmt, den Finger 8a am Ende einer Klinke 8 aufzunehmen, die auf einer durch die Seitenplatte 3 des entsprechenden Exzenters 2 getragenen Achse 9 gelagert ist. Eine Feder 10 ist ständig bestrebt, den Finger 8a der Klinke 8 in Richtung Welle 1 zu ziehen.
  • Die Steuerung jeder Klinke 8 erfolgt mit Hilfe von zwei Schwinghebeln 11, die auf zwei festen Achsen 12 gelagert sind, die parallel zu der Welle 1 ausgerichtet sind. Jeder Hebel 11 weist eine im wesentlichen rechtwinklige Form auf und wird durch eine Feder 13 vorgespannt, um sich auf einem festen Anschlag 14 abzustützen. Jeder Hebel 11 umfaßt einen Betätigungsschwanz 15, der selektiv durch einen Drücker oder Betätiger 16 betätigt werden kann, der zu der Einlesvorrichtung der Schaftmaschine gehört.
  • Der Drücker 16 ist auf einen Flansch 16' montiert, der durch das Schwenken um die feste Achse 12 von einem der Hebel 11 eine Hin- und Herbewegung ausführt, z. B. unter der Wirkung eines nicht dargestellten Nockenmechanismus. Es wäre auch möglich, vorzusehen, daß der Flansch 16' an einer anderen Achse als der Achse 12 angelenkt ist. Die Hin- und Herbewegung oder "Hammerbewegung" des Flansches 16' wird in Fig. 1 durch den Pfeil F dargestellt. Bei jeder Halbdrehung der Welle 1 wird der Drücker 16 in Richtung der Schwänze 15 der Hebel 11 verschoben. Eine z. B. elektromagnetische Steuereinrichtung 16" ermöglicht, den Drücker 16 um seine Befestigungsachse am Flansch 16' hin- und herzubewegen. Diese Steuerung wird durch den Pfeil F' der Fig. 1 dargestellt.
  • Seinem Schwanz 15 gegenüber weist jeder Hebel 11 einen Schnabel 17 auf, der mit zwei Klemmflächen 18 und 19 zusammenwirken kann, die am Rande der Platte 3 vorgesehen sind. Dank der Schnäbel 17 und der Klemmflächen 18 und 19 kann die Platte 3 also in zwei Stellungen arretiert werden, getrennt durch eine Drehung der Platte 3 um 180º, je nach dem, ob der in Fig. 1 links dargestellt Schnabel 17 mit der Fläche 18 zusammenwirkt, während der rechts dargestellte Schnabel 17 mit der Fläche 19 zusammenwirkt (Fig. 1), oder der links dargestellt Schnabel 17 mit der Fläche 19 zusammenwirkt, während der rechts dargestellt Schnabel 17 mit der Fläche 18 zusammenwirkt (Fig. 3).
  • Bei Fehlen einer Drückerbetätigung durch die Einlesvorrichtung sind die Federn 13 bei jedem Halt der Platte 3 gegenüber den Schnäbeln 17 bestrebt, diese Schnäbel in die einschnittförmige Klemmfläche 19 zu drücken, was simultan die Wirkung hat, die Platte 3 und mit ihr den Exzenter 2 und das Zwischenglied 4 winkelmäßig zu arretieren und die Klinke 8 auszukuppeln mittels Rückzugs ihres Fingers 8a aus der Kerbe 7a, in die er eingegriff. Dies bildet eine "aktive" Klemmung der Platte 3 in bezug auf den Hebel 11.
  • Wenn hingegen ein Hebel 11 durch den Drücker 16 gegen die entsprechende Feder 13 betätigt wird, ist die Klinke 8 unter der Wirkung der Feder 10 bestrebt, ihren Finger 8a in die eine oder die andere der beiden Kerben 7a der entsprechenden Scheibe 7 einzurücken, um so die Kupplung zwischen dieser Scheibe und dem Exzenter 2 sicherzustellen und derart bei jeder 180º-Drehung der Welle 1 die Steuerung des Zwischenglieds 4 und des Schaftrahmens 6 zu bewirken. Mit anderen Worten wird in der Stellung der Fig. 1, wenn der Betätiger 16 eine Wirkkraft des Drückers auf den Schwanz 15 des rechts dargestellten Hebels 11 überträgt, der entsprechende Schnabel 17 aus der Raste 19 entfernt und die Platte 3 wird um 180º gedreht, in eine Stellung, in der die Raste 19 mit dem Schnabel 17 des entgegengesetzten Hebels 11 zusammenwirkt.
  • Außerdem kooperieren in der in der Fig. 1 dargestellten Stellung die Klemmfläche 18 und der Schnabel 17 des links dargestellten Hebel derart, daß sie eine elastische Arretierungseinrichtung der Position der Platte 3 schaffen. Diese elastische Arretierungseinrichtung muß überwunden werden, wenn die Platte 3 in Drehung versetzt werden soll, d. h. wenn der Finger 8a in eine der beiden Kerben 7a der Scheibe 7 eingreift. Man kann hier von einer "passiven" Arretierung der Platte 3 sprechen.
  • Die Klemmfläche 18 befindet sich auf einer radialen Ausdehnung 3' der Platte 3. Der Abstand D1, der die Klemmfläche 18, d. h. das Ende der Ausdehnung 3,' von der Rotationsachse XX' der Welle 1 trennt, ist größer als der Abstand D2, der die Raste 19 von der Achse XX' trennt. Wenn der Schnabel 17 des in Fig. 3 auf der linken Seite befindlichen Hebels 11 mit der Fläche 18 zusammenwirkt, wird er - bezogen auf die Fig. 1 - in Uhrzeigerrichtung soweit weggedrückt, daß sein Schwanz 15 von dem Drücker 16 beabstandet ist und sich außerhalb der Reichweite dieses letzteren befindet.
  • Die Funktionsweise ist die folgende: in der Stellung der Fig. 1, damit der Schnabel 17 des in Fig. 1 auf der rechten Seite befindlichen Hebels 11 die Raste 19 verläßt, so daß der Finger 8a der Klinke 8 durch die Feder 10 in Richtung einer Kerbe 7a gezogen wird, ist der Drücker 16 auf den Schwanz 15 des Hebels 11 gerichtet, der sich in der Fig. 1 rechts befindet, so daß er auf diesen eine ausreichend große Kraft ausüben kann, um die Rückstellkraft der Feder 13 zu überwinden, die ihm zugeordnet ist. Wenn es hingegen nicht nötig ist, den Schnabel 17 des des in Fig. 1 rechts befindlichen Hebels 11 aus der Raste 19 auszurasten, wird der Drücker 16 durch die Steuereinrichtunge 16" auf den Hebel 11 gerichtet, der sich auf der linken Seite der Fig. 1 befindet. Da dieser außerhalb der Reichweite des Drückers 16 ist, findet zwischen dem Drücker 16 und dem auf der linken Seite der Fig. 1 befindlichen Hebels 11 kein Stoß statt, so daß kein Lärm erzeugt wird und das Metall, das den Hebel 11 und/oder den Drücker 16 bildet, keinen Ermüdungsbelastungen ausgesetzt ist.
  • Festzustellen ist, daß der Hebel 17 auf der linken Seite der Fig. 1 in dieser Stellung nicht aktiviert wird, denn er nimmt in dieser Stellung an einer passiven Klemmung der Platte 3 teil. Mit anderen Worten ist es nicht notwendig, auf den in Fig. 1 links befindlichen Hebel 11 einzuwirken, denn dieser wird beim Einsetzen einer Drehung der Platte 3 automatisch freigesetzt.
  • In der Fig. 3 ist die Platte 3 nach einer Drehung um 180º dargestellt, bezogen auf die Stellung der Fig. 1. In dieser Stellung ist der in Fig. 3 rechts befindliche Hebel 11 im trigonometrischen Sinn um seine Achse 12 geschwenkt, so daß er außerhalb der Reichweite des Drückers 16 ist. Wie vorhergehend, wenn es nicht erforderlich ist; auf den in der Fig. 3 links befindlichen Hebel 11 einzuwirken, ist der Drücker 16 auf den sich in der Fig. 3 rechts befindlichen Hebel gerichtet und kann eine Hin- und Herbewegung oder "Hammerbewegung" ausführen, die der Flansch 16' auf ihn überträgt, auf den er montiert ist, ohne daß diese Bewegung zu einem Stoß zwischen dem Betätiger 16 und einem der Hebel 11 führt.
  • Es ist möglich, entsprechend der bekannten Technik vorzusehen, daß ein einziger Flansch 16' die Gesamtheit der für jeden der Schäfte der Schaftmaschine eingesetzten Betätiger tragen kann, indem er ihnen dieselbe Hin- und Herbewegung verleiht, die in den Fig. 1 und 3 durch die Pfeile F dargestellt wird. Nur die in den Fig. 1 und 3 durch die Pfeile F' dargestellte Rotationssteuerungsbewegung muß individuell durch die elektomagnetischen Vorrichtungen 16" auf die Betätiger 16 der erfindungsgemäßen Schaftmaschine übertragen werden.
  • Nach einem vorteilhaften aber nicht obligatorischen Aspekt der Erfindung ist die Geomtrie der Schnäbel, die identisch sind, da sie selektiv mit jeder der Klemmflächen 18 und 19 zusammenwirken können, derartig definiert, daß jeder von ihnen eine äußere Auflagefläche 20 und eine innere Auflagefläche 21 aufweist, die jeweils mit den Klemmflächen 19 bzw. 18 zusammenwirken können.
  • Die Oberfläche der äußeren Auflagefläche hat eine Geometrie, die an die Flächen angepaßt ist, die den Einschnitt 19 abgrenzen. Mit α ist der Spitzenwinkel dieser Auflagefläche 20 bezeichnet. Eine innere Auflagefläche 21 ist in dem Schnabel 17 hohl ausgebildet und ihr Spitzenwinkel ist mit β bezeichnet. Die Geometrie der Auflagefläche 21 ist derart definiert, daß sie sich der Außenfläche eines Zahns 18a anpaßt, zu dem die Klemmfläche 18 gehört, wie dargestellt in Fig. 5.
  • Man stellt fest, daß der Spitzenwinkel β größer ist als der Spitzenwinkel α, so daß es leichter ist, den Schnabel 17 freizuschwenken, wenn er mit der Fläche 18 zusammenwirkt, als wenn er mit der Fläche 19 zusammenwirkt, was für den Betrieb der erfindungsgemäßen Schaftmaschine bedeutet, daß die mit der Fläche 18 hergestellt Klemmung "passiv" ist, während die mit dem Einschnitt 19 hergestellte Klemmung "aktiv" ist.
  • Die Auflagefläche 21 hat eine Höhe H&sub2;, die anders sein kann als die Höhe H&sub1; der Auflagefläche 20. Man stellt insbesondere fest, daß die innere Auflagefläche 21 in der Dicke der äußeren Auflagefläche 20 ausgespart ist, d. h. daß die Höhe H&sub2; kleiner ist als die Höhe H&sub1;.
  • Bei einer nicht dargestellten Variante der Erfindung kann man vorsehen, daß der Spitzenwinkel der inneren Auflagefläche 21 einen kleineren Wert hat als der Spitzenwinkel der äußeren Auflagefläche 20. Diese Konfiguration kann benutzt werden, wenn eine effiziente oder "aktive" Klemmung auf einem Zahn hergestellt werden soll, der dem Zahn 18 der Fig. 5 entspricht, während das Ausrasten der Fläche 20 erleichtert werden soll. Diese Konfiguration kann benutzt werden, wenn die mit einem Zahn versehene Klemmfläche sich nahe beim Ende der Klinke 8 befindet.
  • Eine Webmaschine, die mit einer Schaftmaschine wie oben beschrieben ausgerüstet ist, kann bei weniger Verschleiß und Lärm schneller betrieben werden als eine Schaftmaschine der vorhergehenden Technik.
  • Selbstverständlich ist die vorangehende Beschreibung nur beispielhaft und schränkt das Gebiet der Erfindung in keiner Weise ein. Festzustellen ist, daß die Erfindung insbesondere die Schaftmaschinen betrifft, bei denen die Betätigungselemente nicht nur durch Exzenterscheiben in Verbindung mit Schwingarmen gebildet werden, sondern durch Nockenscheiben, die für die Steuerung der mit den Schaftrahmen 6 gekoppelten Rollenhebel profiliert sind. Auch kann man, obwohl die Kippklinken als bewegliche Kupplungsorgane die vorteilhafteste Ausführungsart zu sein scheinen, auf Keilmechanismen mit Radialverschiebung zurückgreifen. Ebenso kann das bewegliche Kupplungsorgan durch mehrere Teile gebildet werden, z. B. durch zwei Haken, zwei Riegel oder zwei Keile.

Claims (5)

1. Rotationsschaftmaschine für Webmaschine mit, an jedem ihrer Schäfte, einem Schwingteil (4), gekuppelt mit einem Schaftrahmen (6) und verbunden mit einem Betätigungselement (2), das lose auf eine Hauptwelle (1) der genannten Schaftmaschine montiert ist, einem beweglichen Kupplungsorgan (8), getragen durch eine Platte (3), fest verbunden mit dem Betätigungselement, wobei das genannte bewegliche Organ elastischen Einrichtungen (10) ausgesetzt ist, um die Winkelverbindung der genannten Platte mit einer fest mit der Hauptwelle verbundenen Scheibe (7) herzustellen, und die Steuerung des genannten beweglichen Kupplungsorgans sichergestellt wird durch zwei Schwinghebel (11), die einerseits der Wirkung einer Einlesvorrichtung (16, 16', 16") ausgesetzt sind und andererseits der von elastischen Einrichtungen (13), die bestrebt sind, die Schnäbel (17) der genannten Schwinghebel mit einer der beiden Klemmflächen (18, 19) der genannten Platte in Eingriff zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß wenn die genannten Hebel mit den genannten Klemmflächen im Eingriff sind, derjenige der genannten Hebel, der sich nicht auf der Seite des beweglichen Kupplungsorgans (8) befindet, sich außerhalb der Reichweite eines Betätigers (16) befindet, der zu der genannten Einlesvorrichtung gehört.
2. Schaftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Platte (3) eine radiale Ausdehnung (3') umfaßt, die eine erste Klemmfläche (18) definiert, wobei die erste Klemmfläche von der Rotationsachse (XX') der genannten Welle (1) durch einen Abstand D&sub1; getrennt ist, der größer ist als der Abstand (D&sub2;), der eine zweite Klemmfläche (19), die auf der Platte der genannten ersten Klemmfläche diametral gegenübersteht, von der genannten Rotationsachse trennt.
3. Schaftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte erste Klemmfläche (18) eine passive Klemmfläche der genannten Platte (3) ist, während die zweite Klemmfläche (19) eine aktive oder gesteuerte Klemmfläche der genannten Platte ist.
4. Schaftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Schnabel (17) jedes Schwinghebels (11) eine äußere Auflagefläche (20) und eine innere Auflagefläche (21) aufweist, wobei die genannten Auflageflächen Spitzenwinkel (α, β) mit unterschiedlichen Werten haben.
5. Webmaschine, ausgerüstet mit einer Schaftmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche.
DE69702039T 1996-12-31 1997-12-23 Rotationsschaftmaschine und Webmaschine mit einer solchen Schaftmaschine Expired - Lifetime DE69702039T2 (de)

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