DE69710969T2 - Streuer - Google Patents

Streuer

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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
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    • A01C15/005Undercarriages, tanks, hoppers, stirrers specially adapted for seeders or fertiliser distributors
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Streuen von Gut mit einem Rahmen und einem daran angebrachten Vorratsbehälter.
  • Eine solche Vorrichtung ist aus der Druckschrift EP 537 857 bekannt.
  • Nach dem Anschließen der obengenannten Vorrichtung an einen Schlepper muß die Vorrichtung relativ zu dem Schlepper in Position gebracht werden, bevor das Gut ausgestreut wird. Dies ist erforderlich, um ein geeignetes Streumuster des zu streuenden Gutes zu erzielen. Dabei muß die Vorrichtung sowohl in Fahrtrichtung als auch quer zu dieser relativ zu der zu bestreuenden Parzelle positioniert werden. Es kommt oft vor, daß die Vorrichtung von dem Landwirt "nach Augenmaß" positioniert wird, oder daß die Vorrichtung mit einem mechanischen Winkelmeßgerät ausgestattet ist, das als Pendel mit einem Pendelgewicht an seinem freien Ende und einer genormten Skala dahinter ausgeführt ist.
  • Die oben beschriebenen Methoden der Positionierung haben den Nachteil, daß sie ungenau sind und leicht zu Fehlern führen können. Beispielsweise kann es zu einer Verunreinigung zwischen dem Pendel und der genormten Skala kommen, wodurch das Pendel steckenbleibt; außerdem ist die genormte Skala im allgemeinen kaum lesbar, so daß dem Landwirt beim Ablesen dieser genormten Skala leicht ein Fehler unterlaufen kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der die obengenannten Nachteile nicht auftreten oder zumindest weitgehend begrenzt sind.
  • Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Vorrichtung eine elektronische Meßvorrichtung mit einem Klinometer und einer Anzeigevorrichtung aufweist, die den Landwirt über den Winkel informiert, in dem die Vorrichtung relativ zu einer Bezugsebene befindlich ist. Dadurch kann mit Hilfe von elektronischen Vorrichtungen sehr genau der Winkel ermittelt werden, in dem die Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene befindlich ist. Gemäß einem erfindungsgemäßen Merkmal enthält die Anzeigevorrichtung ein Gerät mit einer optischen Anzeige, die den Winkel anzeigt, in dem die Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene befindlich ist. Das Gerät mit der optischen Anzeige ist vorzugsweise als Bildschirm ausgeführt. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung enthält die Anzeigevorrichtung einen Lautsprecher, mittels dessen ein akustisches Signal gegeben wird, das maßgebend für den Winkel ist, in dem die Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene befindlich ist. Wenn der Landwirt beim Positionieren der Vorrichtung wissen will, ob die Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene ordnungsgemäß positioniert ist, braucht er sich nur an dem akustischen Signal zu orientieren. Eine richtige Positionierung kann z. B. durch einen Piepton angezeigt werden, der für den Landwirt vernehmbar ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Bezugsebene eine horizontale Ebene, was bedeutet, daß der Landwirt nach dem Anschließen der Vorrichtung an den Schlepper über eine mehr oder weniger horizontale Plattform verfügen muß, auf der er die Vorrichtung in Position bringen kann.
  • Gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal enthält die elektronische Meßvorrichtung eine Rückstellvorrichtung, um den Winkel der Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene auf einen bestimmten Wert einzustellen und diesen Winkelwert in einem Speicher aufzuzeichnen. Wenn dem Landwirt keine im wesentlichen horizontale Plattform zur Verfügung steht, sondern beispielsweise eine Plattform, die in einem Neigungswinkel angeordnet ist, kann eine korrekte Einstellung der Vorrichtung relativ zu der Plattform mit Hilfe der Rückstellvorrichtung erzielt werden. In diesem Fall ist von dem Landwirt wie folgt vorzugehen:
  • Nachdem der Landwirt die Vorrichtung an den Schlepper angeschlossen und auf die Plattform gefahren hat, wird die Höhe einer Anzahl von Punkten der Vorrichtung, beispielsweise der vier Eckpunkte, relativ zu der Plattform gemessen. Wenn der Landwirt die Maschine parallel zu der Plattform positionieren möchte, muß er die Position der Vorrichtung relativ zu der Plattform ändern, bis die vier Eckpunkte relativ zu der Plattform in derselben Höhe angeordnet sind. Wenn die letztgenannte Position erreicht ist, kann der Landwirt einen Rückstellknopf drücken, worauf ein bestimmter Wert in der elektronischen Vorrichtung gespeichert wird, der als Standardwert für diese Einstellung gilt. Wenn die Vorrichtung nach einiger Zeit wieder an den Schlepper angeschlossen wird, kann der Landwirt die obengenannte Einstellung wieder dadurch erzielen, daß er zu der Plattform fährt, dort den obengenannten Wert abruft und die Position der Vorrichtung relativ zu der Plattform ändert, bis der obengenannte Wert erreicht ist.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zeigt die Anzeigevorrichtung den Winkel an, in dem die Vorrichtung relativ zu der Arbeitsrichtung der Vorrichtung befindlich ist. Aufgrund der Tatsache, daß der obengenannte Winkel genau ermittelt und eingestellt werden kann, ist es möglich, beispielsweise bei der Kopfdüngung der Parzelle, bei der die Vorrichtung normalerweise eine etwas nach vorn geneigte Position einnehmen muß, eine exaktes Streumuster zu erzielen. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zeigt die Anzeigevorrichtung den Winkel an, in dem die Vorrichtung quer zur Arbeitsrichtung der Vorrichtung betrachtet befindlich ist. Durch eine genaue Einstellung der Vorrichtung quer zur Arbeitsrichtung ist es möglich, beispielsweise beim Randstreuen der Parzelle ein in hohem Maße geeignetes Streumuster zu erzielen.
  • Gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal ist die Vorrichtung ein Düngerstreuer.
  • Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Streuen von Gut mit einer elektronischen Meßvorrichtung, mittels der das tatsächliche Gewicht zumindest des im Vorratsbehälter befindlichen Gutes ermittelt werden kann;
  • Fig. 2 einen Teil der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung in vergrößerter Darstellung entlang der Linie II-II;
  • Fig. 3 den oberen Teil der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung in vergrößerter Darstellung;
  • Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil der Vorrichtung in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 3;
  • Fig. 5 eine Schnittansicht eines vergrößert dargestellten Details der Vorrichtung entlang der Linie V-V in Fig. 2;
  • Fig. 6 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einem Hang;
  • Fig. 7 in schematischer Darstellung eine Rückansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einem Hang;
  • Fig. 8 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Vorrichtung auf einem Hang;
  • Fig. 9 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform;
  • Fig. 10 eine schematische Darstellung eines elektronischen Meß- und Steuersystems gemäß der Erfindung.
  • Bei einem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Streuvorrichtung, die im Betrieb antreibbar ist und insbesondere zum Streuen von Gut auf landwirtschaftlichen Flächen verwendet wird. Die Vorrichtung hat einen Rahmen 1, auf dem ein Speicherbehälter oder Vorratsbehälter 2 angeordnet ist. An seiner Unterseite weist der Vorratsbehälter 2 einen Dosierer 3 auf, unter dem ein Streuglied 104 angeordnet ist. Der Dosierer 3 kann mit Hilfe einer Stellvorrichtung 5 eingestellt werden. Außerdem weist der Rahmen 1 Flachteile 6, 7 auf, die mit Bohrungen versehen sind und als Anschlüsse dienen können. Zum Streuen der Ränder weist die Vorrichtung ferner einen Zylinder 8 auf, der hydraulisch zu betätigen ist, und mittels dessen die Vorrichtung um eine sich in Arbeitsrichtung V erstreckende Achse geschwenkt werden kann.
  • Der Rahmen 1 ist mittels Anschlußstücken 9, 10 an einen Zwischen-Anbaubock 11 angeschlossen. Das Anschlußstück 9 ist am einen Ende mit dem Flachteil 7 und am anderen Ende mit dem Anschluß 12 verbunden. Die beiden Anschlußstücke 10 sind auf der Rückseite des Zwischen-Anbaubockes 11 angeordnet und weisen Flachteile 10A auf, die mit den Schenkeln des Zwischen-Anbaubockes 11 verbunden sind. Die beiden Anschlußstücke 10 sind in derselben Weise wie das Anschlußstück 9 mit dem Zwischen- Anbaubock 11 verbunden: am einen Ende mit Flachteilen 6 und am anderen Ende mit den beiden Anschlußstücken 13 des Zwischen-Anbaubockes 11. Der Zwischen-Anbaubock 11 weist an seiner Rückseite Anschlüsse 14 und 15 auf, mittels derer die Vorrichtung an eine Hebevorrichtung 16 eines Schleppers 17 oder ähnlichen Fahrzeuges anschließbar ist. Aufgrund der Tatsache, daß die Vorrichtung geneigt und demzufolge relativ zu dem Zwischen-Anbaubock 11 gedreht wird, sind die Anschlüsse durch Kugelkupplungen gebildet. Um das An- und Abkoppeln des Zwischen-Anbaubockes 11 an bzw. von dem Schlepper 17 und dem Rahmen 1 zu erleichtern, weist der Zwischen-Anbaubock an seinem oberen Ende zwei Haken 21 auf, mit deren Hilfe der Zwischen-Anbaubock 11 angehoben werden kann.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt, hat der Zwischen-Anbaubock 11 einen äußeren Anbaubock 18 und einen inneren Anbaubock 19. Der innere Anbaubock 19 ist Λ-förmig und z. B. aus einem rohrförmigen Material hergestellt. An der Basis des Λ-förmigen inneren Anbaubockes ist ein Flachteil 20 angeordnet, das die beiden Schenkel 19 der Λ-Form verbindet, sowie zwischen den beiden Schenkeln 19 ein Flachteil 22 (Fig. 3). Auf dem Flachteil 22 ist eine Gewichtsmeßeinheit 23 angeordnet. Die Gewichtsmeßeinheit 23 kann beispielsweise durch einen Dehnungsmesser oder eine Druckmeßdose gebildet sein, die an sich bekannt sind. Alternativ kann die Gewichtsmeßeinheit 23, wie in Fig. 8 gezeigt, aus mehreren Wägedosen 23 bestehen, die z. B. den Vorratsbehälter eines schleppergezogenen Streuers abstützen. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel, das in Fig. 9 gezeigt ist, ist die Gewichtsmeßeinheit 23 durch einen Druckmesser gebildet, der den von den Armen der Hebevorrichtung 16 des Schleppers 17 auf das Hydrauliksystem der Hebevorrichtung 16 übertragenen Druck in Abhängigkeit vom Gewicht der Vorrichtung mißt.
  • Wie in Fig. 5 gezeigt ist, sind die beiden Anschlüsse 15 am inneren Anbaubock 19 angebracht. Das hohle Profil 19 weist Führungsbuchsen 25 auf, in die jeweils ein Bolzen 25 eingesetzt ist, mittels dessen der Block 26 gegen den hohlen Träger 19 fest zu verspannen ist. Der Block 26 weist eine Bohrung auf, in die ein Stift 27 eingesetzt ist, an den die Arme 15 der Hebevorrichtung 16 des Schleppers 17 anzuschließen sind. Der Stift 27 ist ferner in eine Führungsbuchse 28 eingesetzt (Fig. 2), die an den inneren Anbaubock 19 angeschweißt ist. Der Stift 27 ist gegen Verschieben in dem Block 26 und in der Führungsbuchse 28 durch einen Bolzen 29 gesichert, der in den Block 26 eingeschraubt ist. Der Block 26 kann durch Lösen der Bolzen 25 und Herausziehen des Stiftes 27 entfernt werden. Zur leichteren Anbringung des Blockes 26 an dem inneren Anbaubock 19 ist ein flachteilartiger Anschlag 30 an dem inneren Anbaubock 19 angebracht.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt, weist der Anschluß 14 zwei umgebogene Flachteile 31 auf, die jeweils an einem Schenkel des inneren Anbaubockes 19 befestigt sind. Die Flachteile 31 weisen eine Bohrung auf, in die ein Stift 32 einzusetzen ist. An den Stift 32 kann der Oberlenker der Hebevorrichtung 16 angeschlossen werden.
  • Der äußere Anbaubock 18 besteht aus einem U-förmigen Profil und liegt an dem inneren Anbaubock 19 an. Die beiden U-förmigen Schenkel des äußeren Anbaubockes 18 sind nahe der Basis der Λ-Form durch eine rahmenartige Platte 33 verbunden. Nahe dem Anschluß 14 ist ein horizontales Flachteil 34 angeordnet, das die Schenkel des äußeren Anbaubockes 18 miteinander verbindet. Zwischen der rahmenartigen Platte 33 und dem horizontalen Flachteil 34 sind an der Vorderseite des Anbaubockes und nahe der Mitte zwei vertikale Flachteile 35 angebracht. Die Flachteile 35 sind in einem solchen Abstand zueinander angeordnet, daß die Gewichtsmeßeinheit 23 dazwischenpaßt. Mit geringem Abstand über der Gewichtsmeßeinheit 23 ist zwischen den Flachteilen 35 ein horizontales Flachteil 36 angeordnet, von dem eine Kugel 37 zwischen der Gewichtsmeßeinheit 23 und dem Flachteil 36 gehalten wird. Die Kugel 37 sorgt dafür, daß die Kräfte des äußeren Anbaubockes 18 in geeigneter Weise auf die Gewichtsmeßeinheit 23 übertragen werden (konzentrierte Last oder Einzellast). Um eine möglichst reine vertikale Belastung der Gewichtsmeßeinheit 23 zu erzielen, sind zwischen dem äußeren Anbaubock 18 und dem inneren Anbaubock 19 horizontale Blattfedern 38 angeordnet. In den Fig. 3 und 4 ist die Anbringung der oberen Blattfeder 38 gezeigt. Die Blattfeder 38 ist mittels Bolzen 39 zwischen den rahmenartigen Platten 33 und 40 verspannt. Außerdem ist die Blattfeder 38 nahe der Mitte durch Bolzen 41 festgeklemmt, von denen kleine Blöcke 42 und 43 fest gegeneinandergezogen werden. Der Block 43 ist auf dem Flachteil 20 des inneren Anbaubockes angeordnet. Die rahmenartigen Platten 33 und 40 weisen eine Öffnung auf, in der die Blöcke 42 und 43 zusammen mit der Blattfeder 38 angeordnet sind. An der Unterseite des Zwischen-Anbaubockes 11 ist an jedem der Schenkel des Zwischen-Anbaubockes 11 eine Blattfeder 38 in derselben Weise angeordnet (Fig. 5). An der Unterseite des U-förmigen Profils des äußeren Anbaubockes 18 ist ein U-förmiges Flachteil 44 angeordnet, an das eine rahmenartige Platte 46 mittels Bolzen 45 anzuschrauben ist. Die Blattfeder 38 wird zwischen dem U-förmigen Flachteil 44 und der rahmenartigen Platte 46 gehalten. Nahe ihrer Mitte wird die Blattfeder 38 außerdem durch die Blöcke 48 und 49 gehalten, die mittels Bolzen 50 fest gegeneinandergezogen sind. Der Block 48 ist auf einer Platte 50 angebracht, die an der Unterseite des hohlen Profils des inneren Anbaubockes 19 angeordnet ist. Die Dicke der Blattfedern 38 ist so gewählt, daß die vertikalen Bewegungen des inneren Anbaubockes 19 relativ zu dem äußeren Anbaubock 18 und umgekehrt dadurch kaum beeinflußt werden, während einer Bewegung des inneren Anbaubockes 19 und des äußeren Anbaubockes 18 in horizontaler Richtung entgegengewirkt wird. Die Blattfedern 38 können durch mehrere dünne übereinanderliegende Blattfedern oder durch eine einzige Blattfeder gebildet sein.
  • Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, ist an der Oberseite des Zwischen-Anbaubockes 11 ein kastenförmiges Element 51 aus Eisenblech angeordnet. Das kastenförmige Element 51 ist durch Bolzen 52 an der rahmenartigen Platte 33 angeschraubt. Innerhalb des kastenförmigen Elementes 51 ist eine U-förmige Platte 53 angeordnet, die ebenfalls durch Bolzen 52 an der rahmenartigen Platte 33 angeschraubt ist. Die U-förmige Platte 53 ist mit geringem Abstand über den Bolzen 39 angeordnet und dient als Grundplatte für die benötigte Elektronik 54, die u. a. aus einem Mikroprozessor 55 und einer Vorrichtung 56 zur Korrektur des gemessenen Gewichtes besteht.
  • Die Gewichtsmeßeinheit 23 ist durch eine elektrische Leitung 57 mit Steckverbindung mit dem Mikroprozessor 55 verbunden. Der Mikroprozessor 55 ist außerdem mittels einer weiteren elektrischen Leitung 58 mit Steckverbindung mit einem in dem Schlepper 17 (oder einem ähnlichen Fahrzeug) angeordneten Bordcomputer 59 verbunden. Der Bordcomputer ist mittels einer elektrischen Leitung 60 mit Steckverbindung mit einem Stellglied 61 verbunden. Das Stellglied 61 kann von dem Bordcomputer 59 aus gesteuert werden und ist auf einer Seite mit dem Rahmen 1 und auf der anderen Seite mit der Stellvorrichtung 5 verbunden. Das Stellglied 61 kann als elektrisch oder hydraulisch gesteuerter Zylinder ausgeführt sein.
  • Fig. 10 zeigt einen Schaltplan eines elektronischen Meß- und Steuersystems, in dem die obengenannten Bauteile 3, 23, 55, 56, 59 dargestellt sind. Die Funktionsweise des Systems ist folgende: In dem angenommenen Fall, daß Dünger gestreut werden soll, liefert der Bordcomputer 59 auf der Basis der gewünschten Dosis (kg/m²), Arbeitsbreite (m) und Fahrgeschwindigkeit (m/s) über die Leitung 67 einen gewünschten Gutstrom (kg/s). Mit Hilfe einer (nicht gezeigten) Dosierungstabelle kann von dem gewünschten Gutstrom ein Steuersignal zum Einstellen des Dosierers 3 abgeleitet werden. Der von dem Bordcomputer 59 gelieferte Wert des gewünschten Gutstromes kann danach in der Vorrichtung 68 zur Korrektur des Gutstromes korrigiert werden, wenn z. B. ein Probelauf ergibt, daß ein Korrekturfaktor auf den gewünschten Gutstrom anzuwenden ist, so daß dieser Gutstrom dann tatsächlich aus dem Vorratsbehälter 2 austritt. Auf der Basis des so über die Leitung 71 eingegebenen korrigierten Gutstromes erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel eine Voreinstellung des Stellgliedes 61 des Dosierers 3.
  • Auf diese Weise strömen mehrere Kilogramm Gut pro Zeiteinheit über den Dosierer 3 aus dem Vorratsbehälter 2. Von der Gewichtsmeßeinheit 23, die in diesem Fall durch eine Wägedose gebildet ist, wird gemessen, wie viele Kilogramm sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in dem Vorratsbehälter 2 befinden. Zu diesem Zweck liefert die Gewichtsmeßeinheit 23 über die Leitung 73 ein Signal, das dieses Gewicht bezeichnet und danach in die Vorrichtung 56 zur Korrektur des gemessenen Gewichtes eingegeben wird. Die Vorrichtung 56 zur Korrektur des gemessenen Gewichtes enthält eine Filter- und Korrektureinheit 64 und einen Korrekturfaktor-Ermittlungssensor 65. In der Filter- und Korrektureinheit 64 werden zum einen das von der Gewichtsmeßeinheit 23 (Wägedose) über die Leitung 73 gelieferte Signal und zum anderen die über die Leitung 74 von dem Korrekturfaktor-Ermittlungssensor 65 gelieferten Signale gefiltert. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 ist der Korrekturfaktor-Ermittlungssensor 65 ein Klinometer oder Winkelmesser, dessen Ausgangssignale in zwei zueinander rechtwinklige Komponenten zerlegt und über die Leitung 74 zugeführt werden. Der Winkelmesser ist daher in zwei Richtungen wirksam. Im Betrieb der Vorrichtung treten Störungen auf, die z. B. auf Schwingungen der Zapfwelle, Erschütterungen beim Fahren über hügeliges Gelände, etc. zurückzuführen sind. Um diese Störungen auf ein Minimum zu reduzieren, werden Filter 75 und 76 verwendet. Die Filter 75 und 76 sind durch Niederfrequenz- Bandpaßfilter gebildet. Das Filter 75 zum Filtern des von der Gewichtsmeßeinheit 23 gelieferten Signals ist ein Filter mit einer verstellbaren Bandbreite, wobei die Einstellung z. B. manuell oder durch den Mikroprozessor 55 vorgenommen werden kann. In der Praxis wird ein Filter 75 mit einer großen Bandbreite gewählt, wenn der Vorratsbehälter 2 befüllt wird, da ein solches Filter mit einer relativ geringen zeitlichen Verzögerung verbunden ist und das zu messende Gewicht des Vorratsbehälters 2 mit Inhalt daher fast unverzüglich abgelesen werden kann. Beim Fahren über ein Stück Land treten unerwünschte Frequenzen auf, beispielsweise durch Unebenheiten des Geländes. Da sich diese Frequenzen auf eine genaue Gewichtsmessung sehr störend auswirken, ist es wünschenswert, sie möglichst weitgehend herauszufiltern. Zu diesem Zweck ist die Bandfilterkennlinie des Filters 75 beim Fahren über das Feld begrenzt, wodurch eine stärkere Filterung von hochfrequenten Komponenten des von der Gewichtsmeßeinheit 23 gelieferten Signals erzielt wird. Die Filter- und Korrektureinheit 64 enthält auch einen Rechner 77, in dem das von dem Filter 75 der Gewichtsmeßeinheit 23 gelieferte Signal korrigiert wird. Diese Korrektur erfolgt mit Hilfe der Signale, die von dem Korrekturfaktor-Ermittlungssensor 65 über das Filter 76 geliefert werden. Die Art und Weise, in der die Korrektur selbst durchgeführt wird, ist im folgenden näher erläutert.
  • Die Vorrichtung 56 zur Korrektur des gemessenen Gewichtes und die Gewichtsmeßeinheit 23 bilden zusammen eine elektronische Meßvorrichtung 80, von der über eine Leitung 79 das korrigierte augenblickliche Gewicht an den Bordrechner 59 gegeben wird, wo er auf dem Bildschirm einer Anzeigevorrichtung angezeigt und/oder in einem Speicher gespeichert werden kann.
  • Außerdem wird in dem Mikroprozessor 55 das korrigierte augenblickliche Gewicht über eine Leitung 79 in eine Vorrichtung 66 zur Einstellung des Gutstromes eingegeben. Mit Hilfe der Vorrichtung 66 zur Einstellung des Gutstromes wird festgestellt, ob der zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten gemessene Wert des korrigierten augenblicklichen Gewichtes dem Wert des gewünschten Gutstromes entspricht, der ebenfalls in die Vorrichtung 66 zur Einstellung des Gutstromes eingegeben wird. Zur Ermittlung dieser Werte weist die Vorrichtung 66 zur Einstellung des Gutstromes eine erste Summiervorrichtung 81 und eine zweite Summiervorrichtung 82 auf. Die erste Summiervorrichtung 81 enthält einen Speicher, in dem ein von der elektronischen Meßvorrichtung 80 ermitteltes Ausgangsgewicht gespeichert wird. Die erste Summiervorrichtung 81 enthält ferner eine Vorrichtung, um stets die Differenz zwischen dem Ausgangsgewicht und dem von der Meßvorrichtung 80 ermittelten tatsächlichen Gewicht zu ermitteln. Die nachstehende Tabelle enthält ein Zahlenbeispiel der Werte Σ(ΔM)CALC (Spalte 3), die von der ersten Summiervorrichtung 81 bei einem Ausgangsgewicht von 1000 kg (Spalte 2) geliefert werden. Auf der Basis der von der Summiervorrichtung 81 gelieferten Werte Σ(ΔM)CALC kann die zu einem gegebenen Zeitpunkt gestreute Gutmenge in Kilogramm ermittelt werden; aus der Tabelle geht beispielsweise hervor, daß zum Zeitpunkt t = 1 5 kg Gut und zum Zeitpunkt t = 2 11 kg Gut gestreut worden sind, etc.
  • * an Speicher in 81
  • ** übersteigt Grenzwert ( = 2 kg)
  • Mit Hilfe der obengenannten zweiten Summiervorrichtung 82 wird auf der Basis des gewünschten Gutstromes der gewünschte Wert Σ(ΔM)DES des Gewichtes des während eines Zeitraumes auszustreuenden Gutes ermittelt, der dem Zeitraum zwischen einer Differenzermittlung in der ersten Summiervorrichtung 81 entspricht. Bei dem Zahlenbeispiel der Tabelle beträgt das auszustreuende gewünschte Gewicht Σ(ΔM)DES 5 kg im Zeitraum zwischen t = 0 und t = 1 und 10 kg zwischen t = 0 und t = 2.
  • Außerdem weist die Vorrichtung 66 zur Einstellung des Gutstromes eine Vorrichtung 83 zur Ermittlung des Korrekturfaktors auf, in die die Werte Σ(ΔM)CALC und Σ(ΔM)DES eingegeben werden, und mittels der ein Gutstrom-Korrektursignal ermittelt werden kann, das über eine Leitung 84 in die Vorrichtung 68 zur Korrektur des Gutstromes eingegeben wird, in welcher der gewünschte Gutstrom mit Hilfe dieses Signals korrigiert werden kann. Das Gutstrom-Korrektursignal wird mit Hilfe einer Funktion der Vorrichtung 83 zur Ermittlung des Korrekturfaktors ermittelt, mit der jeweils der Wert
  • (fA = augenblicklicher Korrekturfaktor (fA = 1 zum Zeitpunkt t = 0)) berechnet wird. Um zu verhindern, daß die Gutstrom-Korrektursignale mit einer zu hohen Taktfrequenz an die Vorrichtung zur Korrektur des Gutstromes geliefert werden und daher die Gefahr einer instabilen Steuerung besteht, wird im voraus festgelegt, daß die Gutstrom-Korrektursignale mit einer Taktfrequenz geliefert werden, die einen Maximalwert nicht übersteigt. Zu diesem Zweck weist die Vorrichtung 66 zur Einstellung des Gutstromes eine Bedingungs-Funktion 86 auf. Mittels dieser Bedingungs-Funktion 86 wird geprüft, ob die Differenz zwischen Σ(ΔM)CALC und Σ(ΔM)DES groß genug ist, um die Nachregulierung des gewünschten Gutstromes vorzunehmen. In der Bedingungs-Funktion 86 wird zur Nachregulierung des gewünschten Gutstromes der Betrag der Differenz zwischen Σ(ΔM)CALC und Σ(ΔM)DES mit einem zuvor eingegebenen Grenzwert 78 verglichen. Bezugnehmend auf das Zahlenbeispiel der Tabelle kann dieser Grenzwert 78 auf 2 kg festgelegt werden. Spalte 5 der Tabelle ist zu entnehmen, daß bis zum Zeitpunkt t = 2 einschließlich die Differenz zwischen Σ(ΔM)CALC und Σ(ΔM)DES diesen Grenzwert 78 nicht übersteigt, so daß trotz der Tatsache, daß eine Differenz zwischen dem gewünschten und dem tatsächlichen Gutstrom besteht, kein Gutstrom-Korrektursignal geliefert und daher keine Nachregulierung vorgenommen wird. Erst ab dem Zeitpunkt t = 3 übersteigt der Betrag der Differenz zwischen Σ(ΔM)CALC und Σ(ΔM)DES den Grenzwert 78, so daß mit Hilfe der Bedingungs-Funktion über eine Leitung 87 ein Signal an die Vorrichtung 83 zur Ermittlung des Korrekturfaktors gegeben wird, welche anschließend ein Gutstrom- Korrektursignal an die Vorrichtung 68 zur Korrektur des Gutstromes gibt. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine Nachregulierung des gewünschten Gutstromes. Nach Abgabe des Gutstrom-Korrektursignals gibt die Vorrichtung 83 zur Ermittlung des Korrekturfaktors über eine Leitung 85 ein Rückstellsignal an die erste Summiervorrichtung 81 und an die zweite Summiervorrichtung 82, wonach diese Vorrichtungen zum selben Zeitpunkt erneut mit der Ermittlung einer neuen Folge von Werten für Σ(ΔM)CALC und Σ(ΔM)DES beginnen. Nach dem Rückstellsignal wird der alte Ausgangswert aus dem Speicher der ersten Summiervorrichtung 81 gelöscht und der von der Gewichtsmeßeinheit 23 ermittelte aktuelle Gewichtswert in den Speicher eingegeben; so wird im Zahlenbeispiel zum Zeitpunkt t = 3 der Wert 982 in den Speicher eingegeben, während 1000 aus dem Speicher gelöscht wird (siehe Spalte 1), worauf das oben beschriebene Verfahren wieder von vorn beginnt.
  • Die Arbeitsweise der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung ist im folgenden anhand der Fig. 6 bis 9 näher erläutert.
  • Wie oben bereits beschrieben, kann durch Verwendung des Zwischen-Anbaubockes 11 zumindest das Gewicht des im Vorratsbehälter 2 befindlichen Gutes ermittelt werden. Zu diesem Zweck wird die Gewichtsmeßeinheit 23 durch den äußeren Anbaubock 18 mit einer vertikal gerichteten konzentrierten Last beaufschlagt, die sich aus dem Gewicht des äußeren Anbaubockes 18 und dem Gewicht der an die Anschlüsse 10 und 12 angeschlossenen Vorrichtung ergibt. Eine Grenzbedingung für eine exakte Messung einer solchen konzentrierten Last besteht darin, daß sich die Gewichtsmeßeinheit 23 während des Meßvorganges in einer horizontalen Lage befinden muß. Wenn die Gewichtsmeßeinheit 23 die horizontale Lage verläßt, beispielsweise wenn sich die Einheit in Aufwärts- oder Querrichtung eines Hanges bewegt, so wird das tatsächliche Gewicht der Vorrichtung, das in den Fig. 6 bis 8 durch die Komponente Fz bezeichnet ist, von der Gewichtsmeßeinheit 23 nicht gemessen, sondern die Gewichtsmeßeinheit 23 ermittelt die Komponente Fy, da die Gewichtsmeßeinheit 23 in diesem Fall in einem Neigungswinkel (α) angeordnet ist und nur die sich senkrecht zur Oberfläche erstreckende Komponente Fy messen kann. Zur Ermittlung des tatsächlichen Gewichtes des Vorratsbehälters sollte aus der Komponente Fy die Komponente Fz ermittelt werden. Die Komponente Fz wird daher mit Hilfe des Rechners 75 aus dem von dem Winkelmesser gemessenen Neigungswinkel (α) und der gemessenen Komponente Fy berechnet:
  • Fz = Fy/cos α
  • Sobald die Komponente Fz berechnet ist, kann auf der Basis dieses Wertes in der oben beschriebenen Weise festgestellt werden, ob eine Nachjustierung des gewünschten Gutstromes erforderlich ist.

Claims (7)

1. Vorrichtung zum Streuen von Gut mit einem Rahmen (1) und einem daran angebrachten Vorratsbehälter (2), wobei die Vorrichtung eine elektronische Meßvorrichtung (80) mit einem Klinometer und einer Anzeigevorrichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung den Landwirt über den Winkel informiert, in dem die Vorrichtung relativ zu einer Bezugsebene befindlich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung ein Gerät mit einer optischen Anzeige enthält, die den Winkel anzeigt, in dem die Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene befindlich ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung einen Lautsprecher enthält, mittels dessen ein akustisches Signal gegeben wird, das maßgebend für den Winkel ist, in dem die Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene befindlich ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Meßvorrichtung eine Rückstellvorrichtung enthält, um den Winkel der Vorrichtung relativ zu der Bezugsebene auf einen bestimmten Wert einzustellen und diesen Winkelwert in einem Speicher aufzuzeichnen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung den Winkel anzeigt, in dem die Vorrichtung relativ zu der Arbeitsrichtung (V) der Vorrichtung befindlich ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung den Winkel anzeigt, in dem die Vorrichtung quer zur Arbeitsrichtung (V) der Vorrichtung betrachtet befindlich ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein Düngerstreuer ist.
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