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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Drahtglas Gegenstand
des Patents 6961q6 ist ein Verfahren zum Herstellen von Drahtglas, d. h. Platten
oder Gegenständen aus Glas, in welche ein Gitter aus Metall eingebettet wird, dessen
Schußfäden vor der Einführung des Gitters in das Glas planmäßig zwischen ihren Verschwei
ßungspunkten mit der anderen Reihe von Fäden oder Drähten, den Kettenfäden, nach
einer gebrochenen oder gekrümmten Linie verformt worden sind.
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Die Erfindung betrifft eine Weiterausbildung des Verfahrens nach dem
Hauptpatent, die im wesentlichen darin besteht, daß die gewünschte Verformung der
Schußdrähte des Gitters unmittelbar während der Herstellung des Drahtglases erfolgt.
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Die Verformung-des Gitters während seiner Verwendung bietet zahlreiche
Vorteile. Insbesondere erlaubt sie es, die Form oder die Verteilung der Verformungen
zu ändern, ohne die Erzeugung unterbrechen zu müssen, so däß das erzeugte Drahtglasband
ununterbrochen fortschreitet. Ferner kann das Ausmaß der Verformung den Erfordernissen
der Glasstärke, der Vorwärtsbewegung des Glasbandes, der Temperatur oder der Zusammensetzung
des Glases beliebig angepaßt werden. Man kann also die Verformung auf das jeweils
erforderliche Mindestmaß
beschränken. Ein weiterer Vorteil ist
der, daß die Notwendigkeit einer Lagerhaltung von Metallgittern, welche schon mit
verschiedenen Verformungen versehen sind, vermieden wird.
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Für die` Herstellung der gewünschten Verformung der Gitter kann jedes
geeignete Gerät verwendet werden. Vorzugsweise wird diese Arbeit derart ausgeführt,
daß die Verformung auf einmal für jeden Schußdraht erzielt wird und daß die hierdurch
entstehende Vergrö4erung der Drahtlänge durch eine bleibende Verlängerung des Schußdrahtes
selbst ausgeglichen wird. Auf diese Weise wird eine nennenswerte Verschmälerung
des ganzen Gitters vermieden.
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Die Erfindung sieht ferner die Verformung an sich für Drahtglas. bekannter
Gitter vor, die aus Doppel- oder Mehrfachdraht als Kette oder Schuß gebildet sind.
Die Verformung der Drähte kann in diesem Falle so erfolgen, daß Muster gebildet
werden, welche das Aussehen des erzeugten Drahtglases verbessern.
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Nachstehend wird die Erfindung im einzelnen an Hand der Abbildungen
beispielsweise beschrieben.
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Von den Abbildungen zeigt Abb. i eine Darstellung der Maschine zur
Behandlung der Gitter, Abb.2 eine Einzeldarstellung der Verformungswalzen in vergrößertem
Maßstab, Abb. 3 eine Walze mit Zäckchen zum Führen und Halten des metallischen Gewebes.
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Die Abb. q., 5 und 6 zeigen verschiedene Arten von Drahtverformungen
und die Abb. 7 ein Gitter, bei dem beispielsweise der Schußdraht aus mehreren verformten
Drähten besteht.
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Wie aus Abb. i ersichtlich, läuft das Drahtgewebe i, von einer Rolle
2 kommend, über eine mit Zäckchen q. versehene Walze 3 und erfindungsgemäß weiter
zwischen zwei Verformungswalzen 5 und 6 hindurch und von dort aus weiter über eine
ebenfalls mit Zäckchen q. versehene Walze 7. Beim Austritt aus der Verformungsmaschine
läuft das Drahtgewebe sofort in die Drahtglaserzeugungsmaschine, welche ebenfalls
andeutungsweise dargestellt und in Abb. i mit 8 bezeichnet ist.
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Die Verformungswalzen 5 und 6 sind mit dünnen Ringen o. dgl. g versehen,
deren Kante abgerundet sein kann. Diese sind in regelmäßigen Abständen auf den beiden
Walzen verteilt, und zwar mit einer Entfernung voneinander, die der zu erzielenden
Wellung entspricht.
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Die Stellung der Walzen 5 und 6 zueinander wird derart geregelt, daß
die Ringe der einen Walze sich in den durch diese Ringe auf der anderen Walze abgegrenzten
Abschnitten befinden.
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Die eine der Verformungswalzen, beispielsweise die untere Walze 6,
ist auf einem festen Gestell ii gelagert, welches gleichzeitig die Zäckchenwalzen
3 und 7 tragen kann. Auf diesem Gestell sind ebenfalls Stützen 12 und 13 befestigt.
An der Stütze 12 ist «ein um den Zapfen 14 bewegliches Gestell 15, in welchem
sich die obere Verformungswalze 5 dreht, angeordnet. Auf der Stütze 13 sind Schrauben
16 befestigt, welche zur Regelung des Abstandes zwischen den Achsen der Verformungswalzen
dienen.
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Es sind ferner Schrauben 17 vorgesehen, die auf das `Wellenende der
Walze 5 einwirken und dazu dienen, durch axiale Verschiebung derselben die gegenseitige
Stellung der beiden Verformungswalzen zueinander ändern zu können.
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Durch diese doppelte Einstellmöglichkeit kann man die Schußdrähte
je nach der gewünschten Form und Größe verformen, wobei der Abstand der Wellen demjenigen
der Ringe auf den Walzen entspricht.
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Wie oben erwähnt, sind die Walzen 3 und -7 mit Zäckchen ¢ versehen.
Diese Zäckchen greifen in die Maschen des Gitters in derselben Weise ein wie die
Zähne eines Zahnrades in die Glieder der Kette. Die vordere Walze 3 dient zur sicheren
Führung des Gewebes vor den Verformungswalzen 5 und 6, und zwar sowohl in der Längs-
als auch in der Querrichtung, während die hintere Walze 7 dazu dient, die Länge
der kürzesten Schußdrähte unmittelbar bei ihrer Einbettung in das heiße Glas und
vor der Erzeugungswalze zu regeln.
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Durch diese Anordnung wird erreicht, daß das Gitter genau rechtwinklig
in den Spalt zwischen die beiden Verformungswalzen 8 eintritt und sich zwischen
ihnen nicht in der Querrichtung verschiebt. Ebenso bleiben die Schußdrähte rechtwinklig
zu den Kettendrähten, welche sich nicht selbst verschieben und auch nicht in seitlicher
Richtung in das Drahtglasband wandern können.
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Der Anpreßdruck der beiden Verformungswalzen aneinander, welcher für
die Erzielung der gewollten Verformung der Schußdrähte erforderlich ist, kann durch
das Gewicht der Walze 5 ausgeübt werden, welches zu diesem Zweck absichtlich hoch
gewählt werden kann. Die Wirkung dieses Gewichtes kann man durch Verwendung einer
äußeren, vorzugsweise regelbaren Kraft, die ebenfalls auf die Walze 5 einwirkt,
noch erhöhen.
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Andererseits kann die Drehung der Walzen ganz oder teilweise durch
den Zug des Drahtgewebes bewirkt werden, welches selbst durch die Maschine zur Herstellung
des Drahtglases gezogen wird. Falls das Gewebebei a eine geringere Spannung als
bei b haben muß, kann der Unterschied b-a durch die Anwendung einer zusätzlichen
äußeren Kraft, welche beispielsweise auf die Walze 7 mit Zäckchen wirkt, ausgeglichen
werden.
Diese Walze kann dann die beiden Verformungswalzen 5 und 6 sowie die Rolle 3 in
Bewegung setzen, welche -ihrerseits die Drahtrolle 2 antreibt. Die Rolle 3 kann
zwecks Erzielung einer für die Bearbeitung des Drahtgewebes geeigneten Spannung,
wie beim Walzen von Drahtglas bekannt, in jeder beliebigen -Weise gebremst werden.
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Man kann auch jede beliebige andere Arbeitsweise anwenden, soweit
sie zur Erzielung einer Verformung des Drahtgitters unmittelbar vor seiner Verwendung
zur Herstellung des Drahtglases geeignet ist.
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So kann z. B. die Einrichtung auf die wesentlichen Bestandteile der
Verformungswalzen beschränkt, also einfacher gehalten werden.
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Man kann auch statt mittels der Verformungswalzen zur Bearbeitung
der Schußdrähte dieselbe Wirkung erzielen, indem man das Drahtgitter zwischen zwei
Backen o. dgl. hindurchführt, welche mit Zähnen versehen sind und welche sich abwechselnd
einander nähern und wieder voneinander entfernen, wobei diese @ Bewegungen mit der
Vorwärtsbewegung des Drahtgewebes in Übereinstimmung gebracht sind. Die Zähne dieser
Backen kommen dabei mit den Schußdrähten in Berührung und verformen die letzteren
in derselben Weise wie die oben beschriebenen Verformungswalzen. Auch kann der Abstand
der Backen sowie deren Querstellung geregelt werden.
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Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß man eine Verformungswalze
mit Ringen mit einer der erwähnten beweglichen Backen, zusammenarbeiten läßt.
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Die Abb. q., 5 und 6 veranschaulichen Schnitte in senkrechten Ebenen
durch die Kettendrähte 18 und einige Ausführungsbeispiele von Verformungen i9 der
Schußdrähte vor der Einführung des Gitters in die Glasmasse. Diese Verformungen
i9 können entweder in der Nähe der Kettendrähte 18 vorgenommen werden oder in der
Mitte des Abstandes zwischen zwei Kettendrähten (Abb. q., Abb. 6). Abb. 5 veranschaulicht
mehrere zwischen j e zwei Kettendrähten angebrachte Verformungen.
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Bei der auf Abb.7 veranschaulichten Ausführungsform besteht jeder
Schußdraht wie bei Drahtglas an sich bekannt aus zwei Drähten 2oa und tob, die beide
erfindungsgemäß eine Verformung aufweisen. Diese Verformungen iga und igb sind zweckmäßig
einander gegenüberliegend angeordnet.
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Die Verformung gemäß der Erfindung ist nicht auf die Schuß- oder Kettendrähte
beschränkt, sondern es können auch die Drähte beider Richtungen gemeinsam der Verformung
unterworfen werden.