DE697970C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Drahtglas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Drahtglas

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DE697970C
DE697970C DE1938S0131595 DES0131595D DE697970C DE 697970 C DE697970 C DE 697970C DE 1938S0131595 DE1938S0131595 DE 1938S0131595 DE S0131595 D DES0131595 D DE S0131595D DE 697970 C DE697970 C DE 697970C
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DE
Germany
Prior art keywords
deformation
wire
rollers
glass
weft
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Expired
Application number
DE1938S0131595
Other languages
English (en)
Inventor
Jules Albert Jafflin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint Gobain SA
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Filing date
Publication date
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Publication of DE697970C publication Critical patent/DE697970C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B13/00Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
    • C03B13/12Rolling glass with enclosures, e.g. wire, bubbles, fibres, particles or asbestos

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Drahtglas Gegenstand des Patents 6961q6 ist ein Verfahren zum Herstellen von Drahtglas, d. h. Platten oder Gegenständen aus Glas, in welche ein Gitter aus Metall eingebettet wird, dessen Schußfäden vor der Einführung des Gitters in das Glas planmäßig zwischen ihren Verschwei ßungspunkten mit der anderen Reihe von Fäden oder Drähten, den Kettenfäden, nach einer gebrochenen oder gekrümmten Linie verformt worden sind.
  • Die Erfindung betrifft eine Weiterausbildung des Verfahrens nach dem Hauptpatent, die im wesentlichen darin besteht, daß die gewünschte Verformung der Schußdrähte des Gitters unmittelbar während der Herstellung des Drahtglases erfolgt.
  • Die Verformung-des Gitters während seiner Verwendung bietet zahlreiche Vorteile. Insbesondere erlaubt sie es, die Form oder die Verteilung der Verformungen zu ändern, ohne die Erzeugung unterbrechen zu müssen, so däß das erzeugte Drahtglasband ununterbrochen fortschreitet. Ferner kann das Ausmaß der Verformung den Erfordernissen der Glasstärke, der Vorwärtsbewegung des Glasbandes, der Temperatur oder der Zusammensetzung des Glases beliebig angepaßt werden. Man kann also die Verformung auf das jeweils erforderliche Mindestmaß beschränken. Ein weiterer Vorteil ist der, daß die Notwendigkeit einer Lagerhaltung von Metallgittern, welche schon mit verschiedenen Verformungen versehen sind, vermieden wird.
  • Für die` Herstellung der gewünschten Verformung der Gitter kann jedes geeignete Gerät verwendet werden. Vorzugsweise wird diese Arbeit derart ausgeführt, daß die Verformung auf einmal für jeden Schußdraht erzielt wird und daß die hierdurch entstehende Vergrö4erung der Drahtlänge durch eine bleibende Verlängerung des Schußdrahtes selbst ausgeglichen wird. Auf diese Weise wird eine nennenswerte Verschmälerung des ganzen Gitters vermieden.
  • Die Erfindung sieht ferner die Verformung an sich für Drahtglas. bekannter Gitter vor, die aus Doppel- oder Mehrfachdraht als Kette oder Schuß gebildet sind. Die Verformung der Drähte kann in diesem Falle so erfolgen, daß Muster gebildet werden, welche das Aussehen des erzeugten Drahtglases verbessern.
  • Nachstehend wird die Erfindung im einzelnen an Hand der Abbildungen beispielsweise beschrieben.
  • Von den Abbildungen zeigt Abb. i eine Darstellung der Maschine zur Behandlung der Gitter, Abb.2 eine Einzeldarstellung der Verformungswalzen in vergrößertem Maßstab, Abb. 3 eine Walze mit Zäckchen zum Führen und Halten des metallischen Gewebes.
  • Die Abb. q., 5 und 6 zeigen verschiedene Arten von Drahtverformungen und die Abb. 7 ein Gitter, bei dem beispielsweise der Schußdraht aus mehreren verformten Drähten besteht.
  • Wie aus Abb. i ersichtlich, läuft das Drahtgewebe i, von einer Rolle 2 kommend, über eine mit Zäckchen q. versehene Walze 3 und erfindungsgemäß weiter zwischen zwei Verformungswalzen 5 und 6 hindurch und von dort aus weiter über eine ebenfalls mit Zäckchen q. versehene Walze 7. Beim Austritt aus der Verformungsmaschine läuft das Drahtgewebe sofort in die Drahtglaserzeugungsmaschine, welche ebenfalls andeutungsweise dargestellt und in Abb. i mit 8 bezeichnet ist.
  • Die Verformungswalzen 5 und 6 sind mit dünnen Ringen o. dgl. g versehen, deren Kante abgerundet sein kann. Diese sind in regelmäßigen Abständen auf den beiden Walzen verteilt, und zwar mit einer Entfernung voneinander, die der zu erzielenden Wellung entspricht.
  • Die Stellung der Walzen 5 und 6 zueinander wird derart geregelt, daß die Ringe der einen Walze sich in den durch diese Ringe auf der anderen Walze abgegrenzten Abschnitten befinden.
  • Die eine der Verformungswalzen, beispielsweise die untere Walze 6, ist auf einem festen Gestell ii gelagert, welches gleichzeitig die Zäckchenwalzen 3 und 7 tragen kann. Auf diesem Gestell sind ebenfalls Stützen 12 und 13 befestigt. An der Stütze 12 ist «ein um den Zapfen 14 bewegliches Gestell 15, in welchem sich die obere Verformungswalze 5 dreht, angeordnet. Auf der Stütze 13 sind Schrauben 16 befestigt, welche zur Regelung des Abstandes zwischen den Achsen der Verformungswalzen dienen.
  • Es sind ferner Schrauben 17 vorgesehen, die auf das `Wellenende der Walze 5 einwirken und dazu dienen, durch axiale Verschiebung derselben die gegenseitige Stellung der beiden Verformungswalzen zueinander ändern zu können.
  • Durch diese doppelte Einstellmöglichkeit kann man die Schußdrähte je nach der gewünschten Form und Größe verformen, wobei der Abstand der Wellen demjenigen der Ringe auf den Walzen entspricht.
  • Wie oben erwähnt, sind die Walzen 3 und -7 mit Zäckchen ¢ versehen. Diese Zäckchen greifen in die Maschen des Gitters in derselben Weise ein wie die Zähne eines Zahnrades in die Glieder der Kette. Die vordere Walze 3 dient zur sicheren Führung des Gewebes vor den Verformungswalzen 5 und 6, und zwar sowohl in der Längs- als auch in der Querrichtung, während die hintere Walze 7 dazu dient, die Länge der kürzesten Schußdrähte unmittelbar bei ihrer Einbettung in das heiße Glas und vor der Erzeugungswalze zu regeln.
  • Durch diese Anordnung wird erreicht, daß das Gitter genau rechtwinklig in den Spalt zwischen die beiden Verformungswalzen 8 eintritt und sich zwischen ihnen nicht in der Querrichtung verschiebt. Ebenso bleiben die Schußdrähte rechtwinklig zu den Kettendrähten, welche sich nicht selbst verschieben und auch nicht in seitlicher Richtung in das Drahtglasband wandern können.
  • Der Anpreßdruck der beiden Verformungswalzen aneinander, welcher für die Erzielung der gewollten Verformung der Schußdrähte erforderlich ist, kann durch das Gewicht der Walze 5 ausgeübt werden, welches zu diesem Zweck absichtlich hoch gewählt werden kann. Die Wirkung dieses Gewichtes kann man durch Verwendung einer äußeren, vorzugsweise regelbaren Kraft, die ebenfalls auf die Walze 5 einwirkt, noch erhöhen.
  • Andererseits kann die Drehung der Walzen ganz oder teilweise durch den Zug des Drahtgewebes bewirkt werden, welches selbst durch die Maschine zur Herstellung des Drahtglases gezogen wird. Falls das Gewebebei a eine geringere Spannung als bei b haben muß, kann der Unterschied b-a durch die Anwendung einer zusätzlichen äußeren Kraft, welche beispielsweise auf die Walze 7 mit Zäckchen wirkt, ausgeglichen werden. Diese Walze kann dann die beiden Verformungswalzen 5 und 6 sowie die Rolle 3 in Bewegung setzen, welche -ihrerseits die Drahtrolle 2 antreibt. Die Rolle 3 kann zwecks Erzielung einer für die Bearbeitung des Drahtgewebes geeigneten Spannung, wie beim Walzen von Drahtglas bekannt, in jeder beliebigen -Weise gebremst werden.
  • Man kann auch jede beliebige andere Arbeitsweise anwenden, soweit sie zur Erzielung einer Verformung des Drahtgitters unmittelbar vor seiner Verwendung zur Herstellung des Drahtglases geeignet ist.
  • So kann z. B. die Einrichtung auf die wesentlichen Bestandteile der Verformungswalzen beschränkt, also einfacher gehalten werden.
  • Man kann auch statt mittels der Verformungswalzen zur Bearbeitung der Schußdrähte dieselbe Wirkung erzielen, indem man das Drahtgitter zwischen zwei Backen o. dgl. hindurchführt, welche mit Zähnen versehen sind und welche sich abwechselnd einander nähern und wieder voneinander entfernen, wobei diese @ Bewegungen mit der Vorwärtsbewegung des Drahtgewebes in Übereinstimmung gebracht sind. Die Zähne dieser Backen kommen dabei mit den Schußdrähten in Berührung und verformen die letzteren in derselben Weise wie die oben beschriebenen Verformungswalzen. Auch kann der Abstand der Backen sowie deren Querstellung geregelt werden.
  • Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß man eine Verformungswalze mit Ringen mit einer der erwähnten beweglichen Backen, zusammenarbeiten läßt.
  • Die Abb. q., 5 und 6 veranschaulichen Schnitte in senkrechten Ebenen durch die Kettendrähte 18 und einige Ausführungsbeispiele von Verformungen i9 der Schußdrähte vor der Einführung des Gitters in die Glasmasse. Diese Verformungen i9 können entweder in der Nähe der Kettendrähte 18 vorgenommen werden oder in der Mitte des Abstandes zwischen zwei Kettendrähten (Abb. q., Abb. 6). Abb. 5 veranschaulicht mehrere zwischen j e zwei Kettendrähten angebrachte Verformungen.
  • Bei der auf Abb.7 veranschaulichten Ausführungsform besteht jeder Schußdraht wie bei Drahtglas an sich bekannt aus zwei Drähten 2oa und tob, die beide erfindungsgemäß eine Verformung aufweisen. Diese Verformungen iga und igb sind zweckmäßig einander gegenüberliegend angeordnet.
  • Die Verformung gemäß der Erfindung ist nicht auf die Schuß- oder Kettendrähte beschränkt, sondern es können auch die Drähte beider Richtungen gemeinsam der Verformung unterworfen werden.

Claims (6)

  1. PATENT ANSYRÜCFIE: i. Verfahren zum Herstellen von Drahtglas, bei dem die Drähte des einzubettenden Gitters eine planmäßige Verformung aufweisen, nach Patent 696 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung der Schußdrähte des Drahtgitters im Zuge der Herstellung des Drahtglases selbst erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung für jeden Schußdraht auf einmal erfolgt und durch die hierdurch bleibend entstehende Ausdehnung bzw. Vergrößerung der ursprünglichen Schüßdrahtlänge die ursprüng-, liche Breite des Gitters erhalten bleibt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch zwei den Glaswalzen (8) vorgeschaltete Verformungswalzen (5, 6), deren Mäntel mit Ringen oder sonstigen Vorsprüngen (9) ausgerüstet sind, denen Führungs- und Regelungswalzen- (3, 7), deren Mäntel mit Zäckchen (q.) versehen sind, vor-und nachgeschaltet sind. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der Walzen (5, 6) gegenüber der anderen in axialer Richtung verschieblich ist.
  5. 5.- Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformungseinrichtung aus nur einer Verformungswalze (5 oder 6) und einer mit dieser zusammenwirkenden, mit Zäckchen versehenen beweglichen Backe besteht.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, , gekennzeichnet durch die Ausbildung der Verformungseinrichtung als zwei mit Zäckchen versehene, zueinander bewegliche Backen, deren Bewegungen mit der Vorwärtsbewegung des Drahtgewebes in Übereinstimmung gebracht sind.
DE1938S0131595 1937-06-01 1938-04-08 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Drahtglas Expired DE697970C (de)

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