DE69818428T2 - Zylinderschlosssystem - Google Patents
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Description
- Hintergrund der Erfindung
- (1) Gebiet der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen an Sicherheitsvorrichtungen und insbesondere das Erhöhen der Schwierigkeit des Außerkraftsetzens mechanischer Schließsysteme. Insbesondere betrifft diese Erfindung verbesserte Schließsysteme und speziell verbesserte Zylinderschließeinrichtungen und damit zusammenwirkende Schlüssel. Dementsprechend besteht die allgemeine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, neuartige und verbesserte Verfahren und Gegenstände dieser Art bereitzustellen.
- (2) Beschreibung des Stands der Technik
- Mechanische Schließeinrichtungen, bei denen eine oder mehrere lineare Anordnungen von Stiftzuhaltungen verwendet werden, sind natürlich auf dem Fachgebiet wohlbekannt. Die Stiftzuhaltungen, d. h. die Stapel zusammenwirkender Zuhaltungsstifte dieser Schließeinrichtungen, sind linear, typischerweise radial zu der Drehachse eines Zylinders oder Kerns, ansprechend auf das Einführen eines Schlüssels in eine im Kern bereitgestellte Schlüsselbahn bzw. Keilnut, verschiebbar. Die Stiftzuhaltungen bestehen aus wenigstens einem oberen Stift oder Antriebsstift, der zu der Achse der Kerndrehung federvorgespannt ist, und einem angetriebenen Stift oder Bodenstift, der axial mit dem Antriebsstift ausgerichtet ist, wenn sich die Schließeinrichtung im Schließzustand befindet. Die Stiftzuhaltungen sind in Kammern aufgenommen, die in dem Kern und in dem Gehäuse der Schließeinrichtung bereitgestellt sind, wobei die Stiftkammern in dem Kern in Verbindung mit der Schlüsselbahn der Schließeinrichtung und dem äußeren Umfang des Kerns stehen. Die Stiftzuhaltungs-Aufnahmekammern des Kerns und des Gehäuses sind auch axial ausgerichtet, wenn sich die Schließeinrichtung im Schließzustand befindet. Ein geeignet konturierter Schlüssel erzeugt durch das Zusammenwirken mit Bodenstiften in den Stiftkammern in dem Kern eine Stiftzuhaltungsverschiebung, die bewirkt, daß eine Grenzfläche zwischen den Stiften von jeder der Stiftzuhaltungen mit einer Scherlinie übereinstimmt, die durch den äußeren Umfang des Kerns definiert ist. Demgemäß ermöglicht ein geeignet konturierter Schlüssel, daß sich der Kern mit den Bodenstiften innerhalb des Gehäuses dreht. Eine Drehung des Kerns bewirkt durch die Tätigkeit eines damit gekoppelten Nocken- oder Schwanzstücks das Betätigen einer Klinke oder eines anderen ähnlichen Schließmechanismus.
- Schließeinrichtungen des vorstehend allgemein erörterten Typs sind auf dem Fachgebiet als "Zylinderschließeinrichtungen" bekannt. Beispiele früher Zylinderschließeinrichtungen aus dem Stand der Technik können den Patenten
US 456 917 undUS 1 953 535 entnommen werden. Die üblichste Art des Außerkraftsetzens einer Zylinderschließeinrichtung besteht in der "Herstellung" eines nicht genehmigten Schlüssels. Es wird angenommen, daß mit Recht behauptet werden kann, daß es nicht möglich ist, sich gegen das Außerkraftsetzen einer Schließeinrichtung zu versichern, in dem einfach eine ausgeklügelte Schlüsselbahn, d. h. eine Schlüsselbahn mit einem komplexen Profil, entwickelt wird, und/oder indem verschiedene Anordnungen von Stiftzuhaltungen verwendet werden. Vielmehr schreibt ein hohes Sicherheitsniveau vor, daß der Schloßhersteller die Fähigkeit zum Ausüben der Schlüsselkontrolle hat, indem er die einzige berechtigte Quelle von Schlüsselrohlingen ist, die als ein Schlüsselabschnitt des Systems verwendet werden können. - In der Druckschrift DE-A-3 225 952 ist eine Zylinderschließeinrichtung beschrieben, die ein Gehäuse
1 , ein Paar drehbarer Kerne2 und3 , Stiftzuhaltungen mit einem Kernstift8 und einem Gehäusestift9 , einen zusätzlichen Kernstift14 mit einem Kopf20 , der sich in die Schlüsselbahn7 erstreckt, eine Feder21 zum Vorspannen des zusätzlichen Stifts14 in Richtung des Gehäuses1 und eine Rille18 in dem Gehäuse zum Aufnehmen des nach außen hin angeordneten Endes des zusätzlichen Stifts14 aufweist. Die Längsachse des sich nach außen hin angeordneten Endes des Stifts14 schneidet die Drehachse der Kerne. Der Kopf20 des zusätzlichen Stifts14 ist durch die Wände eines schwalbenschwanzförmigen Kanals23 in einer Seite des Bartabschnitts des zusammenwirkenden Schlüssels12 in Eingriff gebracht. Die Betätigungsfunktion, d. h. das Nach-Innen-Ziehen des zusätzlichen Stifts14 , wird an dem offenen Ende des Kanals im Schlüsselbartabschnitt, d. h. an der Spitze22 des Schlüssels, verwirklicht. Der Stift14 wird stetig außer Eingriff mit der Rille18 in dem Gehäuse1 bewegt, wenn der Schlüssel in die Schlüsselbahn eingeführt wird. Demgemäß beginnt das Zurückziehen des Stifts14 unmittelbar nach seinem Eingriff mit dem Kanal23 , und der Ort des Stifts14 entlang der Schlüsselbahn7 ist nicht unter Änderung der Kombination der Schließeinrichtung veränderlich. Weiterhin muß das Zusammenwirken zwischen dem Kanal23 und dem Stift14 dazu führen, daß der Stift vollständig aus der Rille18 zurückgezogen wird. - Zusammenfassung der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung überwindet die vorstehend kurz erörterten und andere Mängel und Nachteile des Stands der Technik durch ein Zylinderschließsystem nach Anspruch 1, eine Zylinderschließeinrichtung nach Anspruch 10 und einen Schlüsselrohling nach Anspruch 15. Hier bezeichnet der Begriff Zylinderschließsystem eine Zylinderschließeinrichtung und einen damit zusammenwirkenden Schlüssel. Bei der Erfindung des Anmelders wird der Schlüssel aus einem Schlüsselrohling mit einem Bartabschnitt gebildet, der einzigartige physikalische Eigenschaften aufweist. Diese einzigartigen Eigenschaften des Bartabschnitts wirken mit einem oder mehreren zusätzlichen Sperrstiften zusammen, die in dem drehbaren Kern der Zylinderschließeinrichtung bereitgestellt sind.
- Ein Schließsystem gemäß der Erfindung weist demgemäß eine Zylinderschließeinrichtung mit einem drehbaren Kern auf, der wenigstens einen sich hin- und herbewegenden zusätzlichen Sperrstift trägt. Hier soll der Begriff "Stift" ein einziges Element oder eine Anzahl, d. h. einen Stapel, von Stiftsegmenten beschreiben. Im Schließzustand des Systems ist der zusätzliche Sperrstift elastisch von der Schlüsselbahn fort und über die Scherlinie der Schließeinrichtung vorgespannt, so daß er in das Gehäuse eingreift, wobei ein solcher Eingriff typischerweise durch das Einführen des äußeren Endes des zusätzlichen Stifts in eine Kammer, d. h. eine zusammenwirkende Aussparung, die in dem Gehäuse bereitgestellt ist, hergestellt wird. Der zusätzliche Sperrstift unterstützt daher das Unterbinden einer Relativbewegung zwischen dem Kern und dem Gehäuse. Der zusätzliche Sperrstift kann entlang einer Achse hin- und herbewegt werden, die in einer bevorzugten Ausführungsform ununterbrochen, linear und im wesentlichen quer zu einer durch die Schlüsselbahn definierten Ebene verläuft. Die Bewegungsachse des zusätzlichen Sperrstifts schneidet vorzugsweise nicht die Drehachse des Kerns, so daß die Längsachse des zusätzlichen Sperrstifts gegenüber einer Linie verschoben ist, die durch das Zentrum der Zylinderschließeinrichtung verläuft. An seinem entgegengesetzten inneren Ende ist der zusätzliche Sperrstift mit einem geformten Kopf versehen, der sich stets von einer Seite in die Schlüsselbahn erstreckt. Dieser geformte Kopf weist eine Reaktionsfläche auf, auf die eine axial zum zusätzlichen Sperrstift gerichtete Kraft ausgeübt werden kann.
- Das erfindungsgemäße Schließsystem weist weiterhin einen Schlüssel auf, der in der Seite des Bartabschnitts bereitgestellt ist, die in Richtung des zusätzlichen Sperrstifts weist, wobei ein Längsschlitz so bemessen und geformt ist, daß er mit dem Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstifts zusammenwirken kann. In einem ersten Bereich, der sich von der Spitze des Bartabschnitts in Längsrichtung zu dem Bügelabschnitt erstreckt, weisen Wände des Längsschlitzes, die im wesentlichen komplementär geformt sind und der Reaktionsfläche des zusätzlichen Sperrstifts gegenüberliegend angeordnet sind, eine erste durchschnittliche Verschiebung gegenüber der Seite der Schlüsselbahn auf, durch die sich der zusätzliche Sperrstift erstreckt. Diese erste durchschnittliche Verschiebung ist so ausgewählt, daß der ge formte Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstifts an der Spitze des Schlüsselbarts lose in dem Schlitz aufgenommen wird. Die Wände des Schlüsselbartschlitzes, die der Reaktionsfläche des zusätzlichen Sperrstifts zugewandt sind, haben in einem zweiten Längsbereich, der gegenüber der Spitze des Bartabschnitts verschoben ist, eine zweite größere durchschnittliche Verschiebung gegenüber der Seite der Schlüsselbahn. Diese zweite Verschiebung entspricht dem Eingriff des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstifts und dem Anwenden einer axialen Kraft darauf, die die elastische Vorspannung übersteigt und entgegengesetzt zu dieser gerichtet ist. Die maximale Verschiebung der komplementär geformten Wände des zweiten Abschnitts des Längsschlitzes ist in einer bevorzugten Ausführungsform nicht ausreichend, um den zusätzlichen Sperrstift vollständig aus der zusammenwirkenden Aussparung in dem Gehäuse herauszuziehen. Das Zusammenwirken zwischen den Schlitzwänden im zweiten Längsabschnitt des Schlitzes und der Reaktionsfläche des zusätzlichen Sperrstifts erzeugt eine ausreichende Verschiebung des zusätzlichen Sperrstifts, um zu ermöglichen, daß eine Drehung des Kerns in bezug auf das Gehäuse zumindest eingeleitet wird. In der bevorzugten Ausführungsform wird der zusätzliche Sperrstift jedoch durch das Zusammenwirken zwischen dem zweiten Abschnitt des Schlüsselschlitzes und der Reaktionsfläche des Stifts nur teilweise aus der Gehäuseaussparung herausgezogen. Dementsprechend wird eine ausreichende relative Drehung zwischen dem Kern und dem Gehäuse zum Versetzen der Schließeinrichtung aus dem Schließzustand in den nicht verschlossenen Zustand noch nicht zugelassen.
- In der bevorzugten Ausführungsform ist das zweite Ende des zusätzlichen Sperrstifts so geformt, daß es mit einer ge formten Wand an einer Seite der Gehäuseaussparung in der Art eines Nockenfolgers und eines Nockens zusammenwirken kann. Die anfängliche Drehung des Kerns in bezug auf das Gehäuse erzeugt dementsprechend, wenn sie durch das teilweise Herausziehen des Stifts ermöglicht wird, durch Nokkenwirkung eine weitere axiale Verschiebung des zusätzlichen Sperrstifts in eine Richtung, wodurch gewöhnlich bewirkt wird, daß der zusätzliche Sperrstift vollständig außer Eingriff mit der Gehäuseaussparung bewegt wird. Eine solche weitere axiale Bewegung des zusätzlichen Sperrstifts erfordert, daß der Schlüssel so konturiert oder codiert ist, daß die Bewegung des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstifts seitlich zum zweiten Abschnitt des Längsschlitzes ermöglicht wird. Ein solches Ermöglichen wird dadurch erreicht, daß der Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstifts mit einer Erweiterung versehen wird, die normalerweise an die Basis des Längsschlitzes im Schlüsselbartabschnitt anstößt. Diese Erweiterung ist so bemessen und geformt, daß sie in einer Öffnung, vorzugsweise einem Öffnungsloch, aufgenommen werden kann, die oder das in der Basis des Schlitzes des Schlüsselbartabschnitts in dem zweiten Bereich davon bereitgestellt ist. Wenn diese weitere Hauptbedingung erfüllt ist, d. h. wenn die Erweiterung des Kopfs des zusätzlichen Sperrstifts in eine geeignet angeordnete und komplementär geformte Öffnung eindringen kann, kann der zusätzliche Sperrstift nach dem teilweisen Herausziehen von ihm und auch nach dem Verschieben der Stiftzuhaltungsstapel der Schließeinrichtung in den unverschlossenen Zustand durch die andere, d. h. herkömmliche, Konturierung an dem Schlüsselbart, über die Nocken aus dem schließenden Eingriff mit der Gehäuseaussparung gebracht werden.
- Ein Schlüssel eines Schließsystems gemäß der vorliegenden Erfindung muß dementsprechend mit einem geeignet geformten Längsschlitz oder einer geeignet geformten Längsrille versehen sein, der oder die mit dem Kopf eines Sperrstifts zusammenwirkt, um eine Zugkraft auf den Stift auszuüben, und dieser Längsschlitz muß wenigstens zwei lineare Abschnitte aufweisen, in denen die durchschnittliche Verschiebung von einer Schlüsselbahnseite einer Fläche, die bereitgestellt ist, um in eine Reaktionsfläche des zusätzlichen Sperrstifts einzugreifen und mit dieser zusammenzuwirken, verschieden ist. In der bevorzugten Ausführungsform hat der Bartabschnitt zusätzlich zum Längsschlitz ein Profil, das der Schlüsselbahn der Schließeinrichtung entspricht, und der Bartabschnitt ist an der geeigneten Fläche bzw. den geeigneten Flächen so konturiert, daß er mit den primären Stiftzuhaltungen der Schließeinrichtung zusammenwirken kann. Weiterhin ist in der bevorzugten Ausführungsform der Bartabschnitt mit einer geeignet geformten und angeordneten Aussparung oder Öffnung in diesem Abschnitt des Schlitzes versehen, wo axiale Kräfte auf den zusätzlichen Sperrstift ausgeübt werden.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bilden der Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstifts und der zusammenwirkende Schlitz in der Seite des Schlüsselbartabschnitts einen Zapfen bzw. eine Nut.
- Kurzbeschreibung der Zeichnung
- Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezug auf die anliegende Zeichnung beschrieben, in der gleiche Bezugszahlen in den verschiedenen Figuren gleiche Elemente bezeichnen.
-
1 zeigt einen zum Darstellen von Einzelheiten teilweise aufgebrochenen Seitenriß einer bevorzugten Ausführungsform eines Schließsystems gemäß der vorliegenden Erfindung. -
2A zeigt einen Seitenriß einer bevorzugten Ausführungsform eines Schlüsselrohlings, aus dem der Schlüssel des Schließsystems aus1 durch Erzeugen der die Kontur definierenden Einschnitte gebildet werden kann. -
2B zeigt eine Draufsicht im Querschnitt entlang einer Linie 2-2 aus2 des Bartabschnitts des Schlüsselrohlings aus2A . -
3 zeigt einen schematischen Querschnitts-Seitenriß der Schließeinrichtung aus1 , ohne daß in der Schlüsselbahn ein Schlüssel vorhanden wäre. -
4A zeigt eine ähnliche Ansicht wie in3 , wobei jedoch ein genehmigter Schlüssel teilweise in die Schlüsselbahn eingeführt ist. -
4B zeigt eine Ansicht entlang einer Linie 4-4 aus4A . -
5A und5B zeigen Ansichten, die mit den4A bzw.4B identisch sind, wobei der Schlüssel jedoch vollständig in die Schlüsselbahn eingeführt ist. -
6A und6B zeigen Ansichten, die mit den5A bzw.5B identisch sind, wobei der Kern der Schließeinrichtung jedoch in bezug auf das Gehäuse gedreht ist. -
7 zeigt einen vergrößerten Seitenriß des zusätzlichen Sperrstifts der Schließeinrichtung aus den1 und3 –6 . - Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
- Die offenbarte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben. Es sei bemerkt, daß herkömmliche Elemente der Schließeinrichtung in der Zeichnung fortgelassen wurden, um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, und daß die verschiedenen Schnittansichten der Schließeinrichtung schematische Darstellungen und keine Konstruktionszeichnungen sind.
- Ein Schließsystem gemäß der Erfindung ist allgemein bei
10 in1 dargestellt. Das Schließsystem besteht aus einer allgemein bei12 dargestellten Zylinderschließeinrichtung und einem damit zusammenwirkenden Schlüssel14 . Die Zylinderschließeinrichtung12 weist, wie es herkömmlich ist, einen Kern16 auf, der um seine Längsachse innerhalb eines Gehäuses18 und in bezug auf dieses drehbar ist, wobei auch auf die3 –6 verwiesen sein. Die zylindrische Be grenzung, d. h. die Grenzfläche zwischen dem Kern16 und dem Gehäuse18 , definiert die Scherlinie oder Ebene der Schließeinrichtung. Der Kern16 ist mit einer Keilnut bzw. Schlüsselbahn20 mit einem Profil, d. h. einer Querschnittsform, versehen, das für die Schließeinrichtung einzigartig ist. - Mit Bezug auf
2A sei bemerkt, daß ein teilweise fertiggestellter Schlüssel14 , also ein Schlüsselrohling, einen Bügelabschnitt22 und einen Bartabschnitt24 aufweist, der sich in Längsrichtung von dem Bügelabschnitt aus erstreckt und an einer Spitze endet. Der Bartabschnitt24 wird so geformt, daß das Profil des Bartabschnitts24 mit der Querschnittsform der Schlüsselbahn20 übereinstimmt, wobei die zunächst flachen Seitenflächen des Gegenstands, aus dem der Schlüsselrohling aus2A gebildet wird, gefräst werden. Dementsprechend kann der Schlüsselbartabschnitt24 in die Schlüsselbahn eingeführt werden. - Wie ebenfalls herkömmlich ist, wird die Zylinderschließeinrichtung
12 mit einer oder mehreren Anordnungen sich hin- und herbewegbarer primärer Stiftzuhaltungen versehen, die manchmal auch als Stiftzuhaltungsstapel bezeichnet werden. In der offenbarten Ausführungsform weist die Schließeinrichtung eine einzige lineare Anordnung von Stiftzuhaltungen auf. Mit Bezug auf3 sei bemerkt, daß jede Stiftzuhaltung wenigstens einen oberen Stift oder Antriebsstift26 und einen Boden- oder angetriebenen Stift28 aufweist. Die Stifte, die die Stiftzuhaltungen ausmachen, sind in Stiftzuhaltungskammern untergebracht, die in dem Kern16 und im Gehäuse18 bereitgestellt sind. Die Kammern in dem Kern und in dem Gehäuse, die einen gegebenen Stiftzuhaltungsstapel aufnehmen, sind axial ausgerichtet, wenn sich die Schließeinrichtung im Schließzustand befindet. In der offenbarten Ausführungsform sind die Achsen der Stiftzuhaltungskammern in bezug auf die Drehachse des Kerns16 radial orientiert. Die Stiftzuhaltungskammern in dem Kern stehen mit der Schlüsselbahn in Verbindung, und die Bodenstifte28 jeder Stiftzuhaltung erstrecken sich in die Schlüsselbahn, wie in3 dargestellt ist. In der offenbarten Ausführungsform der Erfindung sind die Stiftzuhaltungen teilweise in einer Erweiterung30 des Gehäuses18 untergebracht, die auf dem Fachgebiet als "Bibel" bekannt ist. Es sei bemerkt, daß im Schließzustand die Stiftzuhaltungen in Richtung der Drehachse des Kerns16 durch nicht dargestellte Federn vorgespannt sind. Weiterhin erstreckt sich ebenfalls im Schließzustand der Zylinderschließeinrichtung einer der Stifte jeder Stiftzuhaltung über die Scherlinie, d. h. er befindet sich teilweise in einer Kammer sowohl in dem Gehäuse als auch in dem Kern und verhindert auf diese Weise eine Drehung des Kerns in bezug auf das Gehäuse. Eine Drehung des Kerns in bezug auf das Gehäuse wird herkömmlicherweise ermöglicht, indem der Schlüsselbartabschnitt mit Konturen, d. h. Oberflächenunregelmäßigkeiten, versehen wird, die an die Bodenstifte angreifen und bewirken, daß die Stiftzuhaltungen verschoben werden, so daß sich eine Grenzfläche zwischen einem Paar axial ausgerichteter Stifte an der Scherlinie befindet. In der offenbarten Ausführungsform liegen die Schlüsselkonturen, wie in1 ersichtlich ist, in Form von Sägeprofilen mit einem flachen Boden vor, die in der Kante32 des Schlüsselbartabschnitts24 ausgebildet sind. Die Zylinderschließeinrichtung12 kann eine oder eine Mehrzahl von Anordnungen von Stiftzuhaltungen aufweisen, und die mit diesen Stiftzuhaltungen zusammenwirkende Schlüsselkontur kann sich an einer Kante und/oder an Seitenflächen des Schlüsselbartabschnitts befinden und/oder verschiedene Formen annehmen, und die Achsen, entlang derer sich die Stifte bewegen, müssen nicht radial in bezug auf die Kerndrehachse orientiert sein. - Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Zylinderschließeinrichtung
12 mit wenigstens einem zusätzlichen Sperrstift40 versehen, wie am besten in den3 –6 ersichtlich ist. Der Stift40 ist für eine Hin- und Herbewegung in einer Stiftkammer42 in dem Kern16 untergebracht. Die Kammer42 erstreckt sich zwischen einer Seite der Schlüsselbahn20 und dem äußeren Umfang des Kerns. Die Stiftkammer42 ist mit einem sich nach innen erstreckenden Ansatz oder einer nach innen erstreckenden Schulter versehen, der oder die als ein Sitz für das erste Ende einer Vorspannungsfeder44 wirkt. Das entgegengesetzte Ende der Vorspannungsfeder44 wirkt mit einer Schulter45 an dem Stift40 zusammen (siehe7 ), so daß die Feder44 zusammengedrückt ist und einen Zwischenabschnitt verringerten Durchmessers des Stifts40 umgibt. Die Feder44 spannt den Stift40 auf diese Weise nach außen vor, also in eine Richtung im wesentlichen quer zu einer Ebene, die durch das Zentrum der Schlüsselbahn definiert ist und sich dadurch erstreckt. Die Achsen der vorstehend beschriebenen primären Stiftzuhaltungen liegen in der offenbarten Ausführungsform in dieser Ebene. Im Gegensatz zu den primären Stiftzuhaltungen schneidet die Achse, entlang derer sich der zusätzliche Sperrstift40 bewegt, in der offenbarten Ausführungsform nicht die Drehachse des Kerns16 . Der zusätzliche Sperrstift40 ist dementsprechend in bezug auf eine Mittellinie des Kerns versetzt. - Mit Bezug auf
7 , die eine vergrößerte Ansicht des zusätzlichen Sperrstifts40 ist, sei bemerkt, daß der Stift an einem ersten oder inneren Ende einen geformten Kopf46 aufweist. Der Kopf46 hat bei Betrachtung im Querschnitt in einer zur Schlüsselbahn senkrechten Ebene im wesentlichen die Form eines Zapfens, der sich in Richtung der Seite der Schlüsselbahn entgegengesetzt zu derjenigen, durch die sich der Stift40 erstreckt, aufweitet, d. h. vergrößert. Demgemäß verjüngt sich der Kopf46 des zusätzlichen Sperrstifts40 von seinem Zwischenabschnitt verringerten Durchmessers aus nach außen hin. Dieser sich verjüngende, also kegelstumpfförmige Abschnitt des Kopfs46 definiert, wie nachstehend beschrieben wird, eine erste Reaktionsfläche, auf die eine axiale Kraft ausgeübt wird. Das erste Ende des zusätzlichen Sperrstifts40 ist in der bevorzugten Ausführungsform weiterhin durch eine Erweiterung48 mit einer vorgegebenen Länge, Querschnittsgröße und Form gekennzeichnet. In der offenbarten Ausführungsform ist die Erweiterung48 zylinderförmig und mit dem Stift40 koaxial. - Das zweite entgegengesetzte Ende des zusätzlichen Sperrstifts
40 , also der Abschnitt des Stifts40 , der sich auf der Gehäuseseite des Zwischenabschnitts verringerten Durchmessers befindet, greift lösbar in das Gehäuse18 ein. Dieser Eingriff kann erreicht werden, indem in der Innenwand des Gehäuses18 eine Öffnung50 , d. h. eine Aussparung, bereitgestellt wird. Gemeinsam auf die4B ,5B ,6B und7 Bezug nehmend sei bemerkt, daß das zweite Ende des Stifts40 einen Vorsprung52 aufweist, der so bemessen und geformt ist, daß er in die Aussparung50 eingreift. Die nach außen weisende Seite des Vorsprungs52 , d. h. das Ende des Stifts40 , das der Erweiterung48 entgegengesetzt angeordnet ist, definiert eine zweite Stiftreaktionsfläche54 (6A und7 ). In der bevorzugten Ausführungsform ermöglicht das Bereitstellen der Reaktionsfläche54 in der nachstehend beschriebenen Weise, daß der zusätzliche Sperrstift40 als ein Nockenfolger wirkt. Anders ausgedrückt, kann durch Anwenden mechanischer Kraft auf die gewinkelte Fläche54 eine axiale Bewegung auf den Stift40 ausgeübt werden. Wenn sich die Schließeinrichtung im Schließzustand befindet, wie in3 dargestellt ist, greift der Vorsprung52 in die Aussparung50 ein, und der zusätzliche Sperrstift40 überbrückt auf diese Weise die Scherlinie der Schließeinrichtung und wirkt mit den primären Stiftzuhaltungen zusammen, um eine relative Drehung zwischen dem Kern und dem Gehäuse zu verhindern. In diesem Zustand wirken zwei gepaarte aneinanderstoßende Wände80 und82 , die in der offenbarten Ausführungsform im wesentlichen parallel zu der Achse des Stifts40 an dem Vorsprung52 und in der Aussparung50 orientiert sind, so zusammen, daß die Drehung des Kerns16 in bezug auf das Gehäuse18 verhindert wird. - Wiederum mit Bezug auf die
2A und2B und auch auf die4 –6 sei bemerkt, daß die Seite59 des Bartabschnitts24 des Schlüssels14 , die der Seite der Schlüsselbahn gegenübersteht, durch die sich der zusätzliche Sperrstift40 erstreckt, mit einem Längsschlitz60 versehen ist. Der Schlitz60 hat eine Form, die im wesentlichen zu derjenigen des Kopfs46 des Stifts40 komplementär ist. Demgemäß weist der Bartabschnitt24 in Längsrichtung zu seiner Spitze verlaufend einen Schlitz60 auf, der als eine Nut wirkt, die den Zapfen aufnimmt, der durch den Kopf46 des zusätzlichen Sperrstifts40 definiert ist, und mit diesem zusammenwirkt. Die Wände des Schlitzes60 des Schlüsselbartabschnitts, die wirkungsmäßig an den Kopf des Stifts40 an greifen, haben eine durchschnittliche Verschiebung gegenüber der Seite der Schlüsselbahn, und diese Verschiebung wird nachstehend als die betriebswirksame Schlitztiefe bezeichnet. Der Schlitz60 hat auch eine zwischen der Basis61 des Schlitzes60 und der durch die Seite59 des Bartabschnitts24 definierten äußersten Ebene gemessene Gesamttiefe. Der Schlitz60 hat eine erste Gesamttiefe und eine erste betriebswirksame Tiefe in seinem ersten linearen Abschnitt62 , der sich von der Spitze des Bartabschnitts nach innen erstreckt. Der Schlitz60 weist in der offenbarten Ausführungsform auch eine Rampe64 auf, bei der sowohl die Gesamttiefe als auch die betriebswirksame Tiefe von ersten oder anfänglichen Tiefen zu zweiten Tiefen übergehen. Der Schlitz60 weist weiterhin wenigstens einen dritten linearen Abschnitt66 auf, der die zweiten Gesamttiefen und betriebswirksamen Tiefen aufweist. In der bevorzugten Ausführungsform, wobei der Stift40 eine Erweiterung48 des geformten Kopfs aufweist, ist in der Basis61 des Schlitzes des Schlüsselbartabschnitts im linearen Abschnitt66 eine Öffnung68 bereitgestellt. Die Größe und die Form der Öffnung68 sind zur Querschnittsgröße und zur Form der Erweiterung48 des Kopfs46 des Stifts40 komplementär. -
3 zeigt die offenbarte Ausführungsform einer Schließeinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung im Schließzustand, d. h. ohne daß ein geeignet konfigurierter und konturierter Schlüssel in die Schlüsselbahn20 eingeführt ist. Unter dieser Bedingung bewirkt die elastische Vorspannung der primären Stiftzuhaltungen, daß sich die Bodenstifte28 der primären Stiftzuhaltungen in die Schlüsselbahn erstrekken. Der Kopf46 des zusätzlichen Sperrstifts40 erstreckt sich auch in die Schlüsselbahn. In dem in3 dargestellten Schließzustand greift das zweite Ende des Stifts40 , nämlich der Vorsprung52 , vollständig in die Aussparung50 in der Wand des Gehäuses18 ein. Demgemäß wird im Zustand aus3 eine Drehung des Kerns16 in bezug auf das Gehäuse18 dadurch, daß sich ein Stift von jeder der primären Stiftzuhaltungen über die Scherlinie erstreckt, und durch den zusätzlichen Sperrstift40 verhindert. Der Kopf46 des zusätzlichen Sperrstifts40 erstreckt sich in der bevorzugten Ausführungsform normalerweise in die Schlüsselbahn zu einer Position, wo er die Mittelebene der Schlüsselbahn nicht kreuzt. - Wenn ein genehmigter Schlüssel in die Schlüsselbahn
20 eingeführt wird, wie in den4A und4B dargestellt ist, wird der Kopfabschnitt46 des Stifts40 in dem ersten Abschnitt62 des Schlitzes60 des Schlüsselbartabschnitts aufgenommen. Die ersten Gesamt- und betriebswirksamen Tiefen des Schlitzes60 werden so ausgewählt, daß der Schlüsselschlitz den Kopf des Stifts40 aufnimmt und zunächst in bezug auf den zusätzlichen Sperrstift gleitet, ohne daß durch die komplementär geformten nach innen weisenden Flächen der Rille60 , d. h. der Nut, eine erhebliche Kraft auf die Stiftreaktionsfläche, d. h. den Zapfen, übertragen wird. Anders ausgedrückt, ist die anfängliche Verschiebung der die Nut definierenden Wände von der Schlüsselbahnseite, die mit der betriebswirksamen Tiefe des ersten Schlitzes vergleichbar ist, unzureichend, um den Stift40 nach innen zu ziehen. - Wenn der Schlüsselbartabschnitt
44 vollständig in die Schlüsselbahn20 eingeführt ist, d. h. wenn der in den5A und5B dargestellte Zustand erreicht ist, wirkt ein Rampenabschnitt des Schlitzes60 , nämlich der Abschnitt64 in der offenbarten Ausführungsform, mit dem Kopf46 des Stifts40 zusammen, um den Stift40 gegen die Vorspannung der Feder44 nach außen zu ziehen. Anders ausgedrückt, bewirkt der Übergang des Längsschlitzes60 von dem linearen Abschnitt mit der ersten betriebswirksamen Tiefe zu dem tieferen Abschnitt mit der zweiten betriebswirksamen Tiefe, das durch die komplementäre Fläche, die teilweise den Schlitz60 definiert, eine axiale Kraft auf die Reaktionsfläche am Kopf46 des Stifts40 ausgeübt wird. Diese ausgeübte axiale Kraft führt dazu, daß der zusätzliche Sperrstift40 wenigstens teilweise aus der Aussparung50 im Gehäuse18 herausgezogen wird. In der offenbarten Ausführungsform führt das Zusammenwirken zwischen dem Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstifts und dem Schlitzabschnitt64 zu einem teilweisen Herausziehen des Stifts40 aus der Aussparung50 , wie in5A dargestellt ist. In dieser teilweise herausgezogenen Position stößt die Wand80 am Stift nicht mehr an die die Aussparung definierende Wand82 an, und die stromabwärts gelegene Kante der Nockenfläche54 des Stifts40 ist demgemäß auf der Kernseite der Seitenwandfläche82 der Aussparung angeordnet. Anders ausgedrückt, wird dem Stift40 durch das Zusammenwirken zwischen dem Schlitz im Schlüsselbartabschnitt und dem Kopf des zusätzlichen Sperrstifts eine ausreichende axiale Bewegung gegen die Vorspannung der Feder44 verliehen, um das eine Drehung blockierende Zusammenwirken zwischen dem Stift40 und der Aussparung50 zu unterbrechen und dadurch die Kerndrehung zu ermöglichen. Wenn der Kopf46 des Stifts40 jedoch einen geformten Vorsprung48 aufweist, wird eine Drehung des Kerns16 in bezug auf das Gehäuse18 bis zu dem Punkt, an dem die mit dem Kern16 gekoppelte Klinke betätigt werden könnte, verhindert, falls keine Vorkehrungen getroffen sind, um eine weitere axiale Bewegung des Stifts40 vom Gehäuse18 fort zu ermöglichen. Demgemäß ermöglicht in der offenbarten Ausführungsform das teilweise Herausziehen des zusätzlichen Sperrstifts40 aus dem Eingriff in der Aussparung50 , wie in den5A und5B dargestellt ist, nicht die Betätigung der Schließeinrichtung, weil die vollständige Drehung des Kerns16 noch durch die Wechselwirkung zwischen einer Nockenfläche70 , die an der Innenwand des Gehäuses unmittelbar neben der Wand82 der Aussparung50 bereitgestellt ist, und einem axial unbeweglich gemachten zusätzlichen Sperrstift, d. h. einem Sperrstift, der sich nicht weiter in axialer Richtung in die Schlüsselbahn bewegen kann, weil die Stifterweiterung48 die Basis61 des Schlüsselschlitzes60 berührt, verhindert wird. - Wie in den
6A und6B dargestellt ist, kann die Nokkenfläche70 am Gehäuse18 durch Bereitstellen der Öffnung68 in dem Schlüsselbartabschnitt mit der Fläche54 an dem Vorsprung52 des zusätzlichen Sperrstifts40 zusammenwirken, um eine axiale Kraft zu erzeugen, die die Erweiterung48 an dem Kopf46 des Stifts40 ansprechend auf das Ausüben von Drehmoment auf den Bügelabschnitt22 des Schlüssels20 in die Öffnung68 treibt. In der bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich in dem in6 dargestellten unverschlossenen Zustand wenigstens ein Abschnitt des Kopfs46 des zusätzlichen Sperrstifts40 über die Mittelebene der Schlüsselbahn. - Bei einer Schließeinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Form der sich am weitesten außen befindenden Fläche des vorstehenden zweiten Endes
52 des zusätzlichen Sperrstifts, d. h. der Nockenfläche54 in der offenbarten Ausführungsform, vorzugsweise, jedoch nicht unbedingt, im wesentlichen zu derjenigen des Innendurchmessers des Gehäuses18 komplementär. Weiterhin setzt sich, wie in2A dargestellt ist, der Längsschlitz60 in dem Schlüsselbartabschnitt vorzugsweise über den Ort des zusätzlichen Sperrstifts fort und kehrt vorzugsweise zumindest zu seiner anfänglichen Tiefe zurück. Diese Erweiterung des Schlitzes60 liegt im Interesse des Erleichterns seiner Reinigung. Wie Fachleuten offensichtlich sein wird, kann eine Anzahl zusätzlicher Sperrstifte40 verwendet werden. Wenn eine Anzahl zusätzlicher Sperrstifte eingesetzt wird, könnten sie von entgegengesetzten Seiten in die Schlüsselbahn eindringen.
Claims (19)
- Zylinderschließsystem, mit einer Schließeinrichtung und einem damit zusammenwirkenden Schlüssel, bei dem die Schließeinrichtung aufweist: ein Gehäuse (
18 ), das eine Mehrzahl von Aufnahmekammern für Stiftzuhaltungen (26 ,28 ) definiert, wobei das Gehäuse ferner eine zylindrische Innenfläche aufweist, die eine Aufnahmekammer für einen drehbaren Kern (16 ) definiert, die Aufnahmekammer für den Kern eine Längsachse aufweist, um die herum sich der Kern dreht, die Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern jeweils eine Achse aufweisen und sich zu der Innenfläche des Gehäuses erstrecken, und das Gehäuse im Gebrauch des Schließsystems mit einer festgelegten Orientierung montiert ist, wobei der Kern eine Außenfläche aufweist und die Scherlinie für die Schließeinrichtung des Systems durch die Grenzfläche zwischen der Innenfläche des Gehäuses und der Außenfläche des Kerns definiert ist, wobei der Kern eine sich längs erstreckende Keilnut (20 ), die einander gegenüberliegend angeordnete Seiten aufweist und eine zwischen den Seiten der Keilnut befindliche Ebene definiert, in der die Längsachse der Drehung des Kerns liegt, und auch eine Mehrzahl von Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern aufweist, wobei die in dem Kern vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern jeweils eine Achse aufweisen, welche Kammern so positioniert sind, daß sie mit zugeordneten Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses axial ausrichtbar sind, wobei sich die in dem Kern vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern zwischen der Keilnut und der Außenfläche des Kerns erstrecken, wodurch über die in dem Kern vorgesehenen Stiftzuhaltung- Aufnahmekammern gleichzeitig eine Verbindung zwischen der Keilnut und den in dem Gehäuse vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern herstellbar ist, wobei die Stiftzuhaltungen in den Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern angeordnet sind und jeweils zumindest einen Bodenstift (28 ) und einen Antriebsstift (26 ) aufweisen, wobei eine axiale Ausrichtung des Kerns und der Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses eine Hin- und Herbewegung der Stiftzuhaltungen ermöglicht, wobei sich zumindest einer der Stifte der jeweiligen Stiftzuhaltungen quer zu der Scherlinie erstreckt, um für den Fall, daß in die Keilnut kein passender Schlüsselbart eingeführt ist, teilweise in einer ausgerichteten Stiftzuhaltung-Aufnahmekammer des Gehäuses und in einer Stiftzuhaltung-Aufnahmekammer des Kerns angeordnet zu sein, wobei die Stiftzuhaltungen durch einzelne Federeinrichtungen in Richtung des Kerns federnd vorgespannt sind, und bei welchem Schließsystem der Schlüssel (14 ) einen Bügelabschnitt (22 ) und einen Bartabschnitt (24 ) aufweist, der sich längs von dem Bügelabschnitt zu einem freien Ende des Bartabschnitts erstreckt, wobei der Bartabschnitt in seiner Abmessung und Form so ausgebildet ist, um in die Keilnut (20 ) aufgenommen zu werden, und ein Paar zueinander beabstandet angeordneter Seitenflächen aufweist, die zumindest teilweise im wesentlichen parallel sind, wobei die Innenfläche des Gehäuses (18 ) mit zumindest einer ersten Aussparung (50 ) versehen ist, der Kern (16 ) zumindest eine erste Aufnahmekammer (42 ) für den zusätzlichen Sperrstift aufweist, die sich zwischen einer ersten Seite der Keilnut (20 ) und der Außenfläche des Kerns erstreckt und eine Achse aufweist, die, wenn die Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses und des Kerns axial ausgerichtet sind, mit der ersten Aussparung (50 ) des Gehäuses genau zusammenpaßt, wobei ein zusätzlicher Sperrstift (40 ) in der Aufnahmekammer des Kerns für den zusätzlichen Sperrstift hin- und herbewegbar angeordnet ist, welcher zusätzliche Sperrstift eine lineare Achse definiert und an einem ersten Ende davon einen geformten Kopfabschnitt (46 ) aufweist, wobei zumindest ein Teil des geformten Kopfabschnitts (46 ) jederzeit in die Keilnut (20 ) von einer Seite davon hineinragt, das zweite entgegengesetzte Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) in seiner Abmessung und Form so ausgestaltet ist, daß es in die in der Innenfläche des Gehäuses vorgesehene erste Aussparung (50 ) eingreift, wobei der Kopfabschnitt (46 ) des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) eine Reaktionsfläche aufweist, gegen die eine bezüglich des zusätzlichen Sperrstifts axial gerichtete Kraft aufbringbar ist, welche Reaktionsfläche im allgemeinen dem zweiten Ende des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) gegenüberliegt, wobei der zusätzliche Sperrstift (40 ) durch eine Federeinrichtung (44 ) weg von der Keilnut und in Richtung der Innenfläche des Gehäuses federnd vorgespannt ist, wodurch sich das zweite Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstifts quer zu der Scherlinie und in die erste Aussparung (50 ) des Gehäuses hinein erstreckt, um für den Fall, daß keine Axialkraft auf die Reaktionsfläche des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstifts wirkt, welche Axialkraft in einer Richtung entgegengesetzt zu der elastischen Vorspannkraft der Federeinrichtung (44 ) des zusätzlichen Sperrstifts ist und diese Vorspannkraft übersteigt, eine Drehung des Kerns relativ zu dem Gehäuse zu verhindern, wobei zumindest eine der Seitenflächen (59 ) des Schlüssels (14 ) mit einem sich von dem freien Ende des Schlüsselbarts in Richtung des Bügelabschnitts erstreckenden Längsschlitz (60 ) versehen ist, der eine Form aufweist, die zumindest teilweise komplementär zu der Form der Reaktionsfläche des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstifts ist, wobei die Abmessung des Längsschlitzes (60 ) auch derart gewählt ist, um an dem freien Ende des Bartabschnitts in den Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstifts lose einzugreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz in einem ersten linearen Abschnitt (62 ), der sich von dem freien Ende des Schlüsselbartabschnitts (24 ) in Richtung des Bügelabschnitts (22 ) erstreckt, eine im wesentlichen konstante Tiefe und in einem von dem freien Ende des Barts beabstandeten weiteren Abschnitt (66 ) des Schlitzes (60 ) eine zweite im wesentlichen konstante Tiefe aufweist, wobei der Schlitzabschnitt (66 ) mit der zweiten Tiefe bei vollständig in die Keilnut (20 ) eingesetztem Schlüsselbartabschnitt (24 ) mit dem zusätzlichen Sperrstift (40 ) genau zusammenpaßt, wobei die Tiefe des Schlitzes (60 ) in einem Bereich (64 ), der von dem freien Ende des Bartabschnitts um die Länge des ersten Abschnitts (62 ) beabstandet ist, von der Tiefe des ersten Abschnitts (62 ) sanft bis zur Tiefe des zweiten Abschnitts (66 ) übergeht, und wobei ein Einführen des Schlüsselbartabschnitts in die Keilnut, wenn der Kopf des zusätzlichen Sperrstifts in den Schlitz (60 ) hinter der Stelle eingreift, wo in dem Schlitz der Übergang zur zweiten Tiefe einsetzt, dazu führt, daß in dem komplementär geformten Teil des Schlitzes eine Axialkraft erzeugt wird und diese Kraft auf die Reaktionsfläche des Kopfes des zusätzlichen Sperrstiftes wirkt, welche Kraft ausreichend groß ist, um die Federvorspannung der Federeinrichtung des zusätzlichen Sperrstifts zu überwinden. - Zylinderschließsystem nach Anspruch 1, bei dem der Längsschlitz (
60 ) teilweise eine Nut definiert, deren Form im allgemeinen komplementär zu der Reaktionsfläche an dem Kopf (46 ) des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) ist, wobei ein Zusammenwirken der Reaktionsfläche und der Nut eine Verschiebung des zusätzlichen Sperrstifts bewirkt, wenn der Kopf in dem Schlitzabschnitt (66 ) mit der zweiten Tiefe angeordnet ist. - Zylinderschließsystem nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die lineare Achse des zusätzlichen Sperrstifts (
40 ) im all gemeinen bezüglich der durch die Keilnut (20 ) definierten Ebene schräg orientiert ist und die Ebene an einem Punkt schneidet, der von der Längsachse der Kerndrehung versetzt ist. - Zylinderschließsystem nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, bei dem das zweite Ende (
52 ) des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) zumindest teilweise eine Form aufweist, die im allgemeinen komplementär zu der Form der in dem Gehäuse (18 ) vorgesehenen ersten Aussparung (50 ) ist, und bei dem die erste Aussparung des Gehäuses und das zweite Ende des zusätzlichen Sperrstiftes jeweils mit Wandflächen (80 ,82 ) versehen sind, die zusammenwirken, um eine Drehung des Kerns (16 ) relativ zu dem Gehäuse (18 ) zu verhindern, wenn das zweite Ende des zusätzlichen Sperrstifts vollständig in die erste Aussparung des Gehäuses eingreift. - Zylinderschließsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das zweite Ende (
52 ) des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) an einer Fläche (54 ) endet, die in Drehrichtung des Kerns von der durch die Keilnut definierte Ebene um einen Abstand versetzt ist, der an einer ersten Seite der Achse des zusätzlichen Sperrstifts größer ist als an einer zweiten Seite der Achse des zusätzlichen Sperrstifts. - Zylinderschließsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das zweite Ende (
52 ) des zusätzlichen Sperrstifts (40 ) eine Nockenfläche (54 ) aufweist, und die in dem Gehäuse (18 ) vorgesehene erste Aussparung (50 ) eine Nockenfläche (70 ) aufweist, deren Form im allgemeinen komplementär zu der Nockenfläche ist, wobei sich die Nockenfläche des Gehäuses von der zylindrischen Innenfläche des Gehäuses nach Außen erstreckt, und die erste Aussparung (50 ) des Gehäuses und das zweite Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstifts ferner jeweils mit Drehverhinderungswänden (80 ,82 ) versehen sind, die aneinanderstoßen, wenn das zweite Ende des zusätzlichen Sperrstifts vollständig in die erste Aussparung des Gehäuses eingreift, wobei der zusätzliche Sperrstift und die Drehverhinderungswände (80 ,82 ) der in dem Gehäuse vorgesehenen ersten Aussparung zusammenwirken, um eine Drehung des Kerns (16 ) relativ zu dem Gehäuse (18 ) zu verhindern, wenn das zweite Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstifts vollständig in die erste Aussparung (50 ) des Gehäuses eingreift, wobei die Nockenfläche (70 ) des Gehäuses und die Nockenfläche (54 ) des zusätzlichen Sperrstifts zusammenwirken, um dem zusätzlichen Sperrstift ansprechend auf eine Relativdrehung zwischen dem Gehäuse und dem Kern im Anschluß an eine Unterbrechung des Zusammenwirkens zwischen dem Drehverhinderungswänden (80 ,82 ) zu verleihen, die von einer Axialbewegung des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) ansprechend darauf resultiert, daß der Kopfabschnitt (46 ) des Sperrstiftes in dem in dem Schlüsselbartabschnitt (24 ) vorgesehenen Schlitzabschnitt (66 ) mit der zweiten Tiefe positioniert ist. - Zylinderschließsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der zusätzliche Sperrstift (
40 ) ferner eine Erstreckung (48 ) des Kopfabschnitts (46 ) aufweist, die im allgemeinen in Richtung der zweiten Seite der Keilnut vorspringt und an den Boden (61 ) des Schlitzes (60 ) des Schlüsselbartabschnitts angrenzt, um dadurch die Axialbewegung des zusätzlichen Sperrstiftes zu begrenzen, und bei dem der Schlüsselbartabschnitt (24 ) in dem Schlitzabschnitt (66 ) mit der zweiten Tiefe ferner eine Öffnung (68 ) aufweist, die sich von dem Boden (61 ) des Schlitzes bis zu der entgegengesetzten Seite des Bartabschnitts erstreckt, wobei die relative Größe und Form der Öffnung (68 ) und die Erstreckung (48 ) des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstiftes es der Erstreckung ermöglichen, in die Öffnung auf genommen zu werden, wodurch die Erstreckung die Axialbewegung des zusätzlichen Sperrstifts nicht beschränkt. - Schließsystem nach Anspruch 7, bei dem die Öffnung (
68 ) und die Erstreckung (48 ) des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstifts in ihrer Form komplementär zueinander sind. - Schließsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Reaktionsfläche des Kopfabschnitts (
46 ) des zusätzlichen Sperrstifts teilweise einen kegeligen Zapfen definiert. - Zylinderschloß, mit einem Gehäuse (
18 ), das eine zylindrische Innenfläche aufweist, die eine Aufnahmekammer für einen drehbaren Kern (16 ) definiert, welche Aufnahmekammer für den Kern eine Längsachse aufweist, um die sich der Kern dreht, und das Gehäuse auch eine Mehrzahl von Aufnahmekammern für Stiftzuhaltungen (26 ,28 ) definiert, welche Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern jeweils eine Achse aufweisen und sich bis zu der Innenfläche des Gehäuses erstrecken, wobei das Gehäuse im Gebrauch des Schlosses in einer festgelegten Orientierung montiert ist, und der Kern eine Außenfläche aufweist und die Scherlinie für das Schloß durch die Grenzfläche zwischen der Innenfläche des Gehäuses und der Außenfläche des Kern definiert ist, wobei der Kern eine sich längs erstreckende Keilnut (20 ), die einander gegenüberliegend angeordnete Seiten aufweist und eine zwischen den Seiten der Keilnut befindliche Ebene definiert, in der die Längsachse der Drehung des Kerns liegt, und auch eine Mehrzahl von Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern aufweist, wobei die in dem Kern vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern jeweils eine Achse aufweisen und so positioniert sind, daß sie mit zugeordneten Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses axial ausrichtbar sind, wobei sich die in dem Kern vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern zwischen der Keilnut und der Außenfläche des Kern erstrecken, wodurch über die in dem Kern vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern gleichzeitig eine Verbindung zwischen der Keilnut und den in dem Gehäuse vorgesehenen Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern herstellbar ist, wobei die Stiftzuhaltungen in den Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern angeordnet sind und jeweils zumindest einen Bodenstift (28 ) und einen Antriebsstift (26 ) aufweisen, wobei eine axiale Ausrichtung des Kerns und der Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses eine Hin- und Herbewegung der Stiftzuhaltungen gestattet, wobei sich zumindest einer der Stifte von den jeweiligen Stiftzuhaltungen quer zu der Scherlinie erstreckt, um für den Fall, daß in die Keilnut kein passender Schlüsselbart eingeführt ist, teilweise in einer Stiftzuhaltung-Aufnahmekammer des Gehäuses und in einer axial ausgerichteten Stiftzuhaltung-Aufnahmekammer des Kerns angeordnet zu sein, wobei die Stiftzuhaltungen durch einzelne Federeinrichtungen in Richtung des Kerns federnd vorgespannt sind, und bei welchem Zylinderschloß die Innenfläche des Gehäuses (18 ) mit zumindest einer ersten Aussparung (50 ) versehen ist, der Kern (16 ) zumindest eine erste Aufnahmekammer (42 ) für einen zusätzlichen Sperrstift aufweist, welche Kammer sich zwischen einer ersten Seite der Keilnut (20 ) und der Außenfläche des Kerns erstreckt und eine lineare Achse aufweist, die, wenn die Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses und des Kerns axial ausgerichtet sind, mit der ersten Aussparung (50 ) des Gehäuses genau zusammenpaßt, wobei ein zusätzlicher Sperrstift (40 ) in der Aufnahmekammer (42 ) des Kerns für den zusätzlichen Sperrstift hin- und herbewegbar angeordnet ist, welcher zusätzlicher Sperrstift eine ununterbrochene lineare Achse und an seinem ersten Ende einen geformten Kopfabschnitt (46 ) aufweist, wobei zumindest ein Teil des geformten Kopfabschnittes (46 ) jederzeit in die Keilnut (20 ) von einer ersten Seite davon hineinragt, das zweite entgegengesetzte Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) in seiner Abmessung und Form so ausgestaltet ist, daß es in die in der Innenfläche des Gehäuses vorgesehene erste Aussparung (50 ) eingreift, wobei der Kopfabschnitt (46 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) eine Reaktionsfläche aufweist, gegen die eine bezüglich des zusätzlichen Sperrstiftes axial gerichtete Kraft aufbringbar ist, welche Reaktionsfläche im allgemeinen dem zweiten Ende des zusätzlichen Sperrstiftes gegenüberliegt, wobei der zusätzliche Sperrstift (40 ) durch eine Federeinrichtung (44 ) weg von der Keilnut und in Richtung der Innenfläche des Gehäuses federnd vorgespannt ist, wodurch sich das zweite Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) quer zu der Scherlinie und in die erste Aussparung (50 ) des Gehäuses hinein erstreckt, um für den Fall, daß keine Axialkraft auf die Reaktionsfläche des Kopfabschnitts des zusätzlichen Sperrstiftes wirkt, welche Axialkraft in einer Richtung entgegengesetzt zu der elastischen Vorspannkraft der Federeinrichtung (44 ) des zusätzlichen Sperrstiftes ist und diese Vorspannkraft übersteigt, eine Drehung des Kerns relativ zu dem Gehäuse zu verhindern, wobei das zweite Ende (52 ) des zusätzlichen Sperrstiftes an einer Fläche (54 ) endet, die im allgemeinen weg von der Keilnut (20 ) gerichtet ist, wobei die lineare Achse des zusätzlichen Sperrstiftes in einer zweiten Ebene liegt, die im wesentlichen schräg zu der durch die Keilnut definierten Ebene liegt, wenn die Stiftzuhaltung-Aufnahmekammern des Gehäuses und des Kerns axial ausgerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des ersten zusätzlichen Sperrstiftes die durch die Keilnut definierte Ebene an einem Punkt versetzt von der Längsachse der Drehung des Kerns schneidet, wobei die zweite Endfläche (54 ) des Sperrstiftes die Achse des zusätzlichen Sperrstiftes in einem Winkel schneidet, wodurch besagte Fläche von der durch die Keilnut definierten Ebene um einen Abstand entfernt ist, der an einer ersten Seite der zweiten Ebene größer ist als an der zweiten entgegengesetzten Seite der zweiten Ebene, und wobei die erste Aussparung (50 ) des Gehäuses teilweise durch eine Nockenfläche (70 ) definiert ist, und die Fläche (54 ) an dem zweiten Ende (52 ) an der Seite des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) eine Nockenfolgefläche (54 ) definiert, wobei die Nockenfläche des Gehäuses in die zylindrische Innenfläche des Gehäuses übergeht und sich davon nach außen erstreckt, wobei die Nockenfläche (70 ) des Gehäuses und die Nockenfolgefläche (54 ) des zusätzlichen Sperrstiftes zusammenwirken, um dem zusätzlichen Sperrstift (40 ) ansprechend auf eine Relativdrehung zwischen dem Gehäuse und dem Kern eine Axialbewegung zu verleihen. - Zylinderschloß nach Anspruch 10, bei dem die erste Aussparung (
50 ) des Gehäuses und das zweite Ende (52 ) des Sperrstiftes jeweils mit Drehverhinderungswänden (82 ,80 ) versehen sind, die aneinanderstoßen und im allgemeinen parallel bezüglich der Achse des zusätzlichen Sperrstiftes orientiert sind, wenn die Federeinrichtung (44 ) des zusätzlichen Sperrstiftes den zusätzlichen Sperrstift (40 ) dazu bringt, vollständig in die erste Aussparung (50 ) des Gehäuses einzugreifen, wobei die Länge der Drehverhinderungswand (82 ) der in dem Gehäuse vorgesehenen ersten Aussparung gemessen von dem durch die Innenfläche des Gehäuses definierten Zylinder kleiner ist als die Durchschnittstiefe der in dem Gehäuse vorgesehenen ersten Aussparung, wobei die aneinanderstoßenden Drehverhinderungswände (80 ,82 ) zusammenwirken, um eine Drehung des Kerns (16 ) relativ zu dem Gehäuse (18 ) zu verhindern, wenn das zweite Ende des zusätzlichen Sperrstiftes vollständig in die in dem Gehäuse vorgesehenen ersten Aussparung eingreift. - Zylinderschloß nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, bei dem der Kopfabschnitt (
46 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) teilweise einen kegeligen Zapfen definiert. - Zylinderschloß nach Anspruch 10, 11 oder 12, bei dem die Nockenfläche (
70 ) des Gehäuses und die Drehverhinderungswand (82 ) der ersten in dem Gehäuse vorgesehenen Aussparung (50 ) zusammenwirken, um eine Seite der ersten in dem Gehäuse vorgesehenen Aussparung zu definieren, und wobei die Nockenfolgefläche (54 ) des zusätzlichen Sperrstiftes sich von der Drehverhinderungswand (82 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) in einem Winkel erstreckt. - Zylinderschloß nach einem der Ansprüche 10 bis 13, bei dem der zusätzliche Sperrstift (
40 ) ferner eine Erstreckung (48 ) des Kopfabschnittes (46 ) aufweist, die im allgemeinen in Richtung der zweiten Seite der Keilnut vorspringt. - Schlüsselrohling zur Verwendung mit einem Zylinderschloß, mit einer Keilnut (
20 ), die eine Ebene definiert, welche Keilnut ein Paar gegenüberliegender Seiten aufweist, wobei das Schloß zumindest einen ersten federnd vorgespannten zusätzlichen Sperrstift (40 ) aufweist, der eine lineare Achse aufweist und entlang der Achse hin- und herbewegbar ist, und der Sperrstift (40 ) auch einen geformten Kopfabschnitt (46 ) aufweist, der von einer ersten Seite der Keilnut in die Schloßkeilnut (20 ) hineinreicht, wobei der geformte Kopfabschnitt (46 ) an einem ersten Ende des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) vorgesehen ist und eine Reaktionsfläche aufweist, die im allgemeinen der ersten Seite der Keilnut gegenüberliegt, wobei der Schlüsselrohling einen Bügelabschnitt (22 ) und einen Bartabschnitt (24 ) aufweist, der sich längs von dem Bügelabschnitt erstreckt und an einem freien Ende endet, welcher Bartabschnitt eine erste Seite (59 ) und eine räumlich beabstandete zweite Seite auf weist, und welcher Bartabschnitt auch ein Paar gegenüberliegend angeordneter und beabstandeter Kanten aufweist, die die Seiten des Bartabschnitts verbinden, wobei die ersten und zweiten Seiten des Bartabschnitts (24 ) zumindest teilweise im wesentlichen parallel zueinander sind, und welcher Schlüsselrohling einen Schlitz (60 ) aufweist, der sich von dem freien Ende des Bartabschnitts in Richtung des Bügelabschnitts (22 ) längs entlang der zumindest ersten Seite (59 ) des Bartabschnitts (24 ) erstreckt, welcher Schlitz (60 ) zumindest teilweise eine Nut definiert, deren Form komplementär zu zumindest einem Abschnitt der Reaktionsfläche des geformten Kopfes (46 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) ist, welche komplementäre Schlitzform eine Reaktionsfläche aufweist, die im allgemeinen in der Richtung der zweiten Seite des Bartabschnitts (24 ) ausgerichtet ist, und wobei die Reaktionsfläche des zusätzlichen Sperrstiftes dem zweiten Ende des zusätzlichen Sperrstiftes gegenüberliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (60 ) einen ersten linearen Abschnitt (62 ) mit einer ersten Tiefe aufweist, um den Kopfabschnitt (46 ) des zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) aufzunehmen, wobei die Tiefe des ersten Schlitzabschnitts (62 ) im allgemeinen gleich groß wie der axiale Abstand gewählt ist, wobei der zusätzliche Sperrstift (40 ) sich in die Schloßkeilnut (20 ) hinein erstreckt, wodurch der Kopfabschnitt des zusätzlichen Sperrstiftes mit dem ersten linearen Bereich (62 ) des Schlitzes (60 ) lose in Eingriff bringbar ist, wobei der erste lineare Abschnitt des Schlitzes sich von dem freien Ende des Bartabschnitts erstreckt und sanft in einen zweiten linearen Schlitzabschnitt (66 ) mit einer zweiten Tiefe übergeht, die die erste Tiefe übersteigt, welcher zweite lineare Schlitzabschnitt (66 ) von dem freien Ende des Bartabschnitts versetzt ist, wobei der Bartabschnitt (24 ) bei in dem ersten Schlitzabschnitt (62 ) angeordnetem Kopfab schnitt (46 ) des Stiftes relativ zu dem zusätzlichen Sperrstift (40 ) beweglich ist, ohne daß die Reaktionsfläche des zusätzlichen Sperrstiftes mit einer Kraft beaufschlagt wird, bis die Tiefe des Schlitzes (60 ) beginnt, von der ersten Tiefe bis zu der zweiten Tiefe in einen dritten Schlitzabschnitt (64 ) überzugehen, der von dem freien Ende des Bartabschnitts um die Länge des ersten linearen Schlitzabschnitts (62 ) beabstandet ist. - Schlüsselrohling nach Anspruch 15, bei dem die Tiefe des ersten linearen Abschnitts (
62 ) des Schlitzes (60 ) weniger als die Hälfte der Dicke des Bartabschnitts (24 ) beträgt, und bei dem die Tiefe des zweiten linearen Abschnitts (66 ) des Schlitzes die Hälfte der Dicke des Bartabschnitts übersteigt. - Schlüsselrohling nach Anspruch 15 oder 16, der weiterhin eine Öffnung (
68 ) in dem Boden (61 ) des Schlitzes (60 ) aufweist, die sich in dem linearen Schlitzabschnitt (66 ) mit der zweiten Tiefe befindet und sich von dem Boden (61 ) des Schlitzes bis zu der zweiten Seite der Seiten des Bartabschnitts erstreckt. - Schlüsselrohling nach Anspruch 17, bei dem die Öffnung (
68 ) dimensioniert ist, um eine geformte Erstreckung (48 ) des Kopfabschnitts (46 ) eines zusätzlichen Sperrstiftes (40 ) aufzunehmen. - Schlüsselrohling nach Anspruch 17 oder 18, bei dem der Querschnitt der Öffnung (
68 ) teilweise den Schlüsselbart definiert, der aus dem Schlüsselrohling auszubilden ist.
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