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BEREICH DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Biegen von Metallblechen
durch eine Biegepresse mit einer wechselseitigen Biegeform und bezieht sich
insbesondere auf ein Verfahren einer Vorrichtung zum automatischen
Biegen von Metallblechen entsprechend den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 4 bzw.
5, die vielseitige Anwendungsformen haben, insbesondere zum automatischen
Biegen von dünnen
Metallblechen, wobei es möglich
ist, eine Anzahl von Biegungen auf das gleiche Blech in extrem kurzen
Zeitintervallen auszuführen;
Totzeiten, die bei herkömmlichen
Biegepressen durch das Aufnehmen eines Metallbleches und das Abgeben
des Bleches nach dem Biegen auftreten, werden hierdurch vermieden.
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STAND DER
TECHNIK
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Vorrichtungen
zum automatischen, durch einen Roboter ausgeführten Biegen von Metallblechmaterial,
d. h. Biegepressen, werden in mehreren Ausführungen verwendet und sind
in früheren
Dokumenten vorgeschlagen worden, z. B. in der US-A-4,594,870, EP-A-0
555 908 und EP-A-0 742 054.
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Alle
diese automatischen Biegevorrichtungen sehen generell die Verwendung
eines einzelnen Roboters oder einer Automatikvorrichtung vor, um das
jeweilige Aufnehmen eines Bleches, das Biegen und das Abgeben des
gleichen gebogenen Stückes auszuführen, wobei
alle Biegearbeiten während
eines Arbeitszyklus in einer einzelnen Phase mit Hilfe eines einzelnen
Roboters oder Manipulators ausgeführt werden.
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Z.
B. wird in der EP-A-0 472 054 des Anmelders die Verwendung eines
kartesischen Roboters angeregt, der mehrere angetriebene Achsen
aufweist, um eine Biegepresse zu steuern; mit Hilfe eines speziellen
Rechenalgorithmus kann das Greifelement des Roboters dem Blech während der
Biegearbeiten folgen, wobei kontinuierlich die Position von Greifelementen
als Funktion der Bewegung eines Formelements der gleichen Biegepresse
gesteuert wird, die kontinuierlich durch einen entsprechenden Sensor
detektiert wird.
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Jedoch
können
mit den Robotern bzw. Vorrichtungen gemäss dem Stand der Technik nur
Bleche mit entsprechend hohem Gewicht und großen Ausmaßen bearbeitet werden, wobei
eine Grenze für kleine
Bleche, z. B. mit Dimensionen einiger hundert Millimeter oder wenig
größer, bis
zu Werkstücken,
die eine Greifkante von etwa 50 mm haben, erreicht wird.
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Daher
werden beim Biegen von Blechmaterial kleiner Größe üblicherweise manuelle Arbeiten
erforderlich, sodass die Verwendung eines konventionellen Roboters
oder einer automatischen Biegevorrichtung im Hinblick auf den gesamten
Arbeitszyklus nicht von Vorteil ist. Tatsächlich benötigten die Arbeiten zum Handhaben
des Werkstückes,
insbesondere zum Aufnehmen des Metallbleches und zum Freigeben dieses
gebogenen Werkstückes,
eine vergleichsweise längere
Zeit als die, die zum Ausführen der
Biegearbeiten benötigt
wird, mit der Folge langer Totzei ten für die Presse bei dem Aufnehmen
eines neuen Metallbleches und dem Abgeben des gebogenen Werkstückes.
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Die
US-A-5,345,806 stellt den nächsten Stand
der Technik entsprechend dem unabhängigen Anspruch 5 dar; in der
US-A-5,345,806 werden zwei verschiedene Manipulatoren verwendet,
die unterschiedliche Niveaus in ihrer Funktion aufweisen. Alle Biegearbeiten
werden durch den Hauptmanipulator ausgeführt; es sind keine separaten
und integrierten Biegearbeiten durch die Haupt- und Hilfsmanipulatoren
entsprechend der US-A-5,345,806
möglich.
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AUFGABEN DER
ERFINDUNG
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Spezielle
Recherchen zeigten, dass es notwendig ist, eine sehr breitbandige
Marktanforderung bei dem Biegen von Werkstücken mit kleinen Dimensionen
zu erfüllen,
was früher
nur wenig berücksichtigt
wurde, und automatische Biegevorrichtungen anzugeben, die eine starke ökonomische
Alternative zu der manuellen Arbeit bei einer Biegepresse und einem
konventionellen Roboter darstellen.
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Daher
ist es eine generelle Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
zum automatischen Biegen von Metallblechen oder ganz generell Blechmaterial
anzugeben, mit der die oben genannten Anforderungen erfüllt werden
können.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zum automatischen Biegen von Blechmaterial mit Hilfe einer Vorrichtung
anzugeben, mit der jeder Typ einer Presse leicht gesteuert werden kann,
sodass die Handhabungsarbeiten der Werkstücke in überdeckender Weise und ohne
Totarbeitszeiten für
die Presse vorgenommen werden können,
sodass die Arbeiten zum Aufnehmen eines zu biegenden Werkstückes und
zum Abgeben des gebogenen Werkstückes
in dem gleichen Biegezyklus erfolgen können, bei dem die Presse arbeitet.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
obigen Aufgaben können
mit Hilfe eines Verfahrens zum automatischen Biegen eines Blechmaterials
entsprechend dem Anspruch 1 und 4 bzw. für eine automatische Vorrichtung
entsprechend dem Anspruch 5 gelöst
werden.
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Gemäss der Erfindung
weist die Vorrichtung erste und zweite unabhängige Manipulatoren auf, z. B.
anthropomorphische Roboter, die längs eines linearen Weges bewegbar
sind, wobei jeder Roboter einen gelenkigen Arm mit einem Greifelement
aufweist, der eine Anzahl von Drehachsen und Steuereinrichtungen
definiert, die esjedem der beiden Manipulatoren ermöglichen,
sich unabhängig
voneinander längs
des Bewegungsweges parallel zu der Vorderseite der Biegepresse zu
bewegen und den unterschiedlichen Bewegungen eines Metallbleches
während
der Biegearbeiten zu folgen, anschließend die Schritte des gesamten
Arbeitszyklus auszuführen, der
zwischen den beiden Manipulatoren aufgeteilt und nacheinander ausgeführt wird.
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Wie
oben erwähnt,
ist beim Biegen von Paneelen oder Metallblechen mit kleinen Dimensionen die
Zeit zum Aufnehmen eines Metallbleches und zum Abgeben des gebogenen
Werkstückes
im Wesentliche gleich der Zeit des effektiven Arbeitszyklus für die klein-dimensionierten
Bleche, wobei die Zeit zum Aufnehmen eines Bleches und zum Freigeben des
gebogenen Werkstückes
im Wesentlichen gleich dem effektiven Arbeitszyklus der Presse ist,
und zwar ebenso angesichts der Tatsache, dass nur einige Biegearbeiten üblicherweise
auf Bleche mit kleinen Dimensionen ausgeführt werden.
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Dank
der Verwendung von zwei unabhängigen
und selektiv zu betreibenden Manipulatoren mit integrierten Arbeitszyk-len,
die geeignet über
eine einzelne Biegepresse gesteuert werden, wird die Zeit zum Aufnehmen
und zum Abgeben eines Werkstückes
ausgeblendet, sodass die Biegepresse immer in einer Biegebereitschaft
gehalten wird; Totzeiten werden dadurch vermieden.
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Gemäss einem
Merkmal der vorliegenden Erfindung wird der Zyklus zum Biegen eines
Bleches als einzelne Arbeit ausgeführt, die zwischen zwei Manipulatoren
aufgeteilt oder durch die Manipulatoren sequentiell ausgeführt wird,
sodass dann, wenn der erste Manipulator ein Blech aufnimmt und eine
Biegearbeit ausführt,
z. B. eine erste von zwei Biegearbeiten, der zweite Manipulator
das bereits gebogene Werkstück
freigibt und eine stand-by-Bedingung einnimmt; danach gibt der erste
Manipulator das teilweise gebogene Blech frei, das zwischen die
Formen der Presse eingeklemmt ist, wonach der zweite Manipulator
das Werkstück übernimmt
und die Biegearbeit vollendet.
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Sobald
die Biegearbeit beendet ist und der zweite Manipulator das gebogene
Werkstück
entlädt, hat
der erste Manipulator bereits ein neues Metallblech aufgenommen,
um einen neuen Biegezyklus zu starten. Kurz gesagt nimmt nach einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Manipulator ein neues zu biegendes
Metallblech auf oder entlädt
ein bereits gebogenes Werkstück,
während
der andere Manipulator bereits gleiche Biegearbeiten ausführt.
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Der
Vorteil gemäss
der vorliegenden Erfindung liegt in der Tatsache, dass es ermöglicht wird,
in dem Arbeitszyk-lus der Presse die Handhabungsschritte zum Aufnehmen
und Freigeben der Werkstücke
zu maskieren, und zwar Dank der alternierenden kombinierten Verwendung
der zwei Manipulatoren, die mit dem Arbeitszyklus der Biegepresse
abgestimmt sind.
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Die
Vorrichtung gemäss
der Erfindung ist völlig
unabhängig
von der Art der Maschine, die für
die Biegearbeiten verwendet werden soll, und die entweder von einem
manuellen oder automatischen Typ sein kann, sodass eine hohe Flexibilität im Betrieb
erreicht werden kann.
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Gemäss einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist es möglich,
zwei Roboterarme zu verwenden, sodass zwei getrennte Metallbleche
gleichzeitig gebogen werden können
und symmetrische Werkstücke
perfekt hergestellt werden können.
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Dieses
kann dadurch erreicht werden, dass beim Start des ersten Manipulators
dieser ein Metallblech aufnimmt und die erste Hälfte der Biegearbeiten übernimmt.
An diesem Punkt gibt der erste Manipulator, ähnlich wie dieses oben erwähnt wurde,
das teilweise gebogene Werkstück
frei, das zwischen den Formen der Presse eingeklemmt war, um ein
neues Metallblech aufzunehmen, während
der zweite Manipulator das erste Blech, das schon teilweise gebogen ist,
eingeklemmt zwischen den zwei Formen der Presse aufnimmt. Die Biegearbeit
des ersten Bleches durch den zweiten Manipulator kann daher gleichzeitig
mit dem Beginn der Biegearbeiten für das neue Blech durch den
ersten Manipulator vollendet werden. In der Praxis führen die
Manipulatoren die gleichen Biegearbeiten durch, und zwar gleichzeitig an
zwei unterschiedlichen Blechen in unterschiedlichen Arbeitspositionen
der gleichen Presse.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Diese
und weitere Merkmale der Erfindung werden durch die folgende Beschreibung
von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnung verständlicher,
in der:
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1 eine
Ansicht einer Vorrichtung zum automatischen Biegen von Metallblechen
gemäss
der Erfindung ist;
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2 eine
Aufsicht der Vorrichtung gemäss 1 ist;
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3 eine
Seitenansicht der Vorrichtung gemäss 1 ist;
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4 ein
Blockdiagramm ist, das die Steuerschaltung für die Vorrichtung gemäss 1 zeigt;
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5 bis 10 schematisch
die Arbeitsschritte eines Biegezyklus darstellen, die durch das Verfahren
und durch die Vorrichtung zum automatischen Biegen entsprechend
der Erfindung ausgeführt
werden.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Wie
in den 1 bis 3 dargestellt, weist die Vorrichtung
eine Biegepresse 10 und eine Robotervorrichtung 11 auf,
um Metallbleche aufzunehmen und zu manipulieren, die entsprechend
einem programmierten Biegeschema gebogen werden sollen.
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Die
Biegepresse 10 kann von beliebigem herkömmlichen Typ sein und z. B.
eine hydraulische Presse aufweisen, die eine Rahmenstruktur 12 aufweist,
die ein unteres Formelement 13 und ein oberes Formelement 14 abstützt, das
vertikal in bezug zu dem festen Formelement 13 z. B. mit
Hilfe eines Paares von hydraulischen Zylindern 15 bewegbar
ist.
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In
dem dargestellten Fall weist die Presse 10 ein oberes bewegliches
Formelement auf; jedoch ist es möglich,
dass die Presse ein unteres bewegliches Formelement aufweist, oder
dass beide Formelemente relativ zueinander beweglich sind.
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Das
Bezugszeichen 16 in 3 bezeichnet einen
vorderen Sensor für
die Positionierung eines Metallbleches zwischen den Formelementen
der Presse, der gemeinsam mit Seitensensoren Steuersignale liefert,
die die Präsenz
und die korrekte Positionierung des Metallbleches zwischen den Formelementen 13 und 14 angeben.
Auf diese Weise wird ein Steuersignal zum Starten einer jeden Biegeoperation vorgesehen,
wie unten erklärt.
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Das
Bezugszeichen 17 in 3 bezeichnet schließlich einen
Signalgenerator vom linearen und absoluten Typ, der direkt oder
indirekt mit dem beweglichen Formelement 14 gekoppelt ist,
um Referenzsignale zu liefern, die die erreichten Positionen durch
das nämliche
bewegbare Formelement 14 während seiner Vorwärtsbewegung
in Richtung auf das untere Formelement 13 anggeben, um
eine korrekte Ausführung
einer jeden Biegeoperation eines Bleches zu erlauben.
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Gemäss der Erfindung
weist die Robotereinrichtung 11 zum Aufnehmen und Manipulieren
von zu in einer Biegepresse zu biegenden Metallblechen einen Basisrahmen 18 zum
Abstützen
eines ersten Manipulatorsoder Roboterarmes 19 sowie eines zweiten
Manipulators 20 auf, der als Zwilling, d. h. insgesamt
identisch zu dem vorhergehenden ausgebildet ist.
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Die
Manipulatoren 19 und 20 können parallel zu der Vorderseite
der Biegepresse 10 auf einem Paar von Schienen oder Führungen 21 gleiten
oder sich bewegen, welche sich parallel oberhalb der Längsseiten
der Stützbasis 18 erstrecken.
Die Stützbasis 18 ist
mit Schwenk- oder Gleiträdern 22 versehen,
die eine Bewegung und eine korrekte Positionierung in bezug zu der
Presse 10 erlauben.
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Ein
Brückenrahmen 23 erstreckt
sich von der Basis 18 nach oben und stützt eine elektronische Ausrüstung zum
Steuern der beiden Manipulatoren 19 und 20 ab,
deren Betrieb an die Presse 10 in der unten beschriebenen
Weise weitergeleitet wird.
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Jeder
Manipulator, z. B. der Manipulator 19, weist jeweils einen
Basiskörper 24 auf,
der mit Rädern
oder Rollen 25 versehen ist, die sich entlang der Führungen 21 bewegen.
Die seitliche Bewegung jedes Manipu lators 19 und 20 kann
durch geeignete Antriebseinrichtungen erreicht werden, z. B. durch
einen hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Antrieb. Im
vorliegenden Falle ist ein elektrischer Motor 26 für ein Paar
von Zahnrädern 27 vorgesehen, die
jeweils in einen Zahnriemen 28 eingreifen, der zwischen
zwei Querelementen 29 an den Enden der Stützbasis 18 gespannt
ist.
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Jeder
Manipulator 19 und 20 weist jeweils einen Gelenkarm 30 auf,
der mit einem Greifelement 31 versehen ist, das in vier
polaren Rotationsachsen bewegt werden kann. Insbesondere weist der Schwenkarm 30 einen
ersten Armteil 30A auf, der um eine horizontale Achse 32,
gesteuert durch einen ersten Antriebsmotor 33, drehen kann.
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Der
Gelenkarm 30 weist einen zweiten Armteil 30B auf,
der um eine zweite horizontale Achse 34 parallel zu der
vorherigen ersten unter Steuerung eines zweiten Antriebsmotors 35 drehen
kann.
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Das
Greifelement 31 ist seinerseits mit zwei Antriebsmotoren 31' und 31'' versehen und kann um zwei zueinander
orthogonale Achsen drehen, von denen eine parallel zu den Achsen 32 bis 34 und
die andere longitudinal zu dem nämlichen
Greifelement 31 verläuft.
Die verschiedenen Motoren zum Antrieb der beiden Manipulatoren sind
mit entsprechenden Encodern oder Signalgeneratoren ausgerüstet, die Referenzsignale
liefern, die zu jeder Zeit Informationen über die exakte Positionierung
des Greifelements 31 im Raum geben.
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Schließlich bezeichnet
das Bezugszeichen 36 in 2 die Position
zum Laden oder Aufnehmen der zu biegenden Metallbleche, wohingegen 37 die Ablade-
oder Auslaßposition
für die
gebogenen Stücke
bezeichnet.
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Der
Arbeitsbereich der beiden Manipulatoren 19 und 20 kann
längs einer
Seite und auf beiden Seiten der Stützbasis 18 liegen,
sodass physisch der Gelenkarm 30 jedes Manipulators die
Metallbleche längs
der Presse aufnehmen und abgeben kann, oder er kann einen Bereich
auf der Rückseite
der Basis 18 durch einfache Drehung in einer vertikalen Ebene
des Gelenkarmes verwenden. Die Manipulatoren 19 und 20 können daher
leicht auf der Vorderseite und auf der Rückseite entsprechend dem zur Verfügung stehenden
Platz arbeiten.
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4 der
beiliegenden Zeichnung zeigt schematisch die Elektronikeinrichtung
für die
Steuerung und Nachführung
der beiden Manipulatoren 19 und 20 im Hinblick
auf die Biegepresse 10.
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Wie
schematisch in 4 angegeben, weist die elektronische
Steuereinheit einen Mikroprozessor 40 mit einem flüchtigen
Speicher auf, z. B. ein RAM, wobei ein Programm zum Steuern und
Nachführen der
beiden Manipulatoren 19 und 20 im Hinblick auf die
Bewegungen der bewegbaren Formelemente gespeichert ist. Die Steuerung
erfolgt mit Hilfe der Positionssignale, die dem Mikroprozessor 40 durch
den Sensor 17 durch einen Digital/Analog-Wandler 41 zugeführt werden.
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Programm-
und Recheneinrichtungen sind ebenso vorgesehen, die einen geeigneten
Algorithmus oder mathematische Formeln zum Berechnen der Koordinaten
der translatorischen und rotatorischen Bewegungen des Greifelements 31 eines
jeden Manipulators in Übereinstimmung
mit der Bewegung des Metallbleches während des Biegens in der Presse
berechnen. Der Algorithmus ist in einem permanenten Speicher 42,
z. B. einem EPROM gespeichert, der mit dem Mikroprozessor 40 über den
Bus 43 verbunden ist. Das Bezugszeichen 44 bezeichnet einen
weiteren programmierbaren und löschbaren Speicher,
z. B. ein EEPROM, in dem verschiedene Berechnungsdaten programmiert
und/oder gespeichert sind, so z. B. die maximale Weite des Biegehohlraums
des Form-elements 13 und der Nullpunkt auf der Z-Achse
des beweglichen Formelements 14, auf deren Basis der Mikroprozessor
die Bewegungskoordinaten des Greifelements 31 für die zu biegenden
Metallbleche berechnet. All dieses ist bekannt und detailliert in
der oben erwähnten
Anmeldung EP-A-0 742 054.
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Schließlich bezeichnen 45 und 46 in 4 die
interne CPU, die selektiv die Bewegungen jedes der beiden Manipulatoren 19 und 20 steuert.
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Anhand
der 5 bis 10 werden jetzt der Arbeitsmodus
der gesamten Vorrichtung und die fundamentalen Schritte des Prozesses
zum automatischen Biegen von Metallblechen gemäss der Erfindung beschrieben.
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Wie
vorher erwähnt,
weist die Vorrichtung eine Biegepresse 10 und eine Robotereinrichtung 11 zum
Aufnehmen und Manipulieren von zu biegenden Metallblechen auf, die
zu der Presse geführt
werden.
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Die
Robotereinrichtung wird, wie vorher erwähnt, durch zwei unabhängige Manipulatoren
oder Roboter 19 und 20 gebildet, zwischen denen
der gesamte Biegezyklus eines Bleches so aufgeteilt ist, dass der
erste Manipulator 19 ein Metallblech 50 von einem
Stapel in der Ladeposition 36 an einem Ende der Stütz- und
Führungsstruktur 18 aufnimmt,
wohingegen der andere Manipulator 20 stillsteht und gegen die
Presse in einer Warte- oder
stand-by-Stellung ausgerichtet ist (5).
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Sobald
der erste Manipulator 19 ein Metallblech aufgenommen hat,
wird sein Gelenkarm 30 nach vorne gegen die Presse 10 gedreht
und steht in einer Arbeitsposition gemäss 6, in der
er einen ersten Teil des Arbeitszyklus zum Biegen des vorher aufgenommenen
und korrekt zwischen den Formelementen der Presse 10 des
Metallbleches 5 mit Steuerung des Mikroprozessors 40 als
Funktion der Kontrollsignale ausführt, die durch den Positionssensor oder
die Sensoren 16 und 17 geliefert wurden. Während dieses
Schrittes bleibt der zweite Manipulator in der vorher erwähnten Wartestellung
stehen.
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Nach
Beendigung der ersten Biegeschritte für das Blech 50 mit
Hilfe des ersten Manipulators 19 gibt dieser das teilweise
gebogene Blech 50 frei, welches zwischen den geschlossenen
Formelementen 13 und 14 der Presse geklemmt verbleibt.
Jetzt bewegt sich der zweite Manipulator 20 in Richtung
auf das gebogene und zwischen den Biegeformelementen eingeklemmte
Metallblech, und in dem kurzen Moment, in dem das teilweise gebogene
Blech durch den zweiten Manipulator geklemmt wird, bewegt sich der
erste Manipulator 19 wiederum nach links (7) in
die Aufnahmeposition, um ein neues Metallblech 51 aufzunehmen,
während
der zweite Manipulator 20, der schon in Bereitschaft stand,
zur Presse 10 geführt
wird und seinen Schwenkarm gegen das bereits teilweise gebogene
Metallblech 15 bewegt, es mit seinem Greifelement in der
korrekten Position aufnimmt, wonach dieser Manipulator 20 in
die vorherige Arbeitsposition zurückkehrt (8),
in der er den Biegezyklus des Metallbleches 50 als Funktion
des programmierten Arbeitsprogramms vollendet.
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In
der Zwischenzeit hat der erste Manipulator 19 bereits von
dem Stapel das neue zu biegende Metallblech 21 aufgenommen
und nimmt eine Warte- oder stand-by-Stellung ein.
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Nach
Beendigung des Biegezyklus des ersten Bleches 50 bewegt
sich der Manipulator 20 vollständig nach rechts in 9,
wo er rückseitig
seinen Biegearm 30 dreht, um das gebogene Metallblech oder
Teil 50 freizugeben und in der Abladezone 37 zu deponieren.
In der Zwischenzeit wird der erste Manipulator 19 wiederum
zu der Presse 10 geführt,
um das neue Metallblech 51 zwischen den Formelementen 13 und 14 der
Presse zu positionieren und wiederum einen ersten Teil des Arbeitszyklus
für das neue
Blech auszuführen,
während
das vorher zu Ende bearbeitete Teil durch den zweiten Manipulator in
der Abladezone 37 abgelegt wird.
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Der
Arbeitszyklus der gesamten Vorrichtung kann sodannzyklisch wiederholt
und in der oben beschriebenen Weise fortgesetzt werden. Der große Vorteil
der Vorrichtung und des Verfahrens gemäss der Erfindung ist daher
mit der alternativen Anwendung der zwei Manipulatoren 19 und 20 verbunden, indem
sequentiell zwei verschiedene Biegezyklen auf das gleiche Metallblech
ausgeführt
werden und indem das Aufnehmen und Freigeben eines Metallblechs
oder gebogenen Teiles durch einen der zwei Manipulatoren ausgeführt wird,
während
der andere arbeitet; dies erlaubt eine Überdeckung der sogenannten
Handlungsschritte auf das Blech, d. h., das Aufnehmen eines zu biegenden
Bleches und das Freigeben und Ablegen eines gebogenen Stückes, wodurch
die Arbeitszeiten insbesondere für
kleine Metallbleche drastisch reduziert werden.
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Was
das Programmieren, wie oben erwähnt, betrifft,
ist das Verfahren das gleiche wie das für die Vorrichtung in der oben
erwähnten
europäischen
Patentanmeldung EP-A-0 742 054 beschriebene, auf die Bezug genommen
wird, mit dem einzigen Unterschied, dass jetzt das Biegeprogramm
aufgeteilt ist in zwei separate Teile, die jeweils einem der beiden
Manipulatoren 19 bzw. 20 zugeteilt werden.
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Die
hier beschriebene Vorrichtung kann für das Biegen sowohl von asymmetrischen
als auch symmetrischen Teilen verwendet werden.
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In
dem letzteren Falle können
die beiden Manipulatoren simultan eingesetzt werden, um gemeinsam
die beiden separaten Teile des Biegezyklus auf separate Bleche auszuführen.
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In
dieser Hinsicht nimmt beim Start eines jeden Zyklus der erste Manipulator 19 ein
Metallblech von dem Stapel in der Zone 36 auf und führt die
erste Hälfte
der Biegungen am Blech aus. Anschließend gibt, wie bei dem vorherigen
Biegezyklus, der Manipulator das teilweise gebogene und in der Presse eingeklemmte
Blech frei, um ein neues Blech aufzunehmen. In der Zwischenzeit
bewegt sich der zweite Manipulator in Position, nimmt das erste
teilweise gebogene Blech, das noch zwischen den Formelementen der
Presse eingeklemmt ist, auf, und vollendet die Biegearbeit. Wenn
Symmetrie des zu bearbeitenden Teils gegeben ist, kann diese letztere
Operation gleichzeitig mit dem Biegen des neuen diese letztere Operation
gleichzeitig mit dem Biegen des neuen Metallblechs erfolgen, das
von dem ersten Manipulator aufgenommen wurde.
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In
der Praxis führen
die beiden Manipulatoren 19 und 20 simultan die
gleichen Biegearbeiten auf zwei Bleche in zwei unterschiedlichen
Arbeitspositionen der gleichen Presse aus.
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Aus
dem Gesagten und in den anliegenden Zeichnungen Dargestellten ist
es daher klar, dass die Vorrichtung für das automatische Biegen von
Metallblechen es ermöglicht,
einen gesamten Biegezyklus sequentiell an einem gleichen Blech auszuführen, wobei
die Totzeiten der Presse, die normalerweise für die Arbeiten, ein Blech aufzunehmen
und ein gebogenes Blech freizugeben und abzulegen, total eliminiert
sind, was jetzt ausgeführt
wird, während
einer der beiden Manipulatoren arbeitet und einen Teil des Biegezyklus
auf ein Blech ausführt.
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Es
ist jedoch klar, dass das Gesagte und in den anliegenden Figuren
Gezeigte lediglich ein Beispiel für die generellen Merkmale der
Vorrichtung und des Verfahrens gemäss der Erfindung ist; daher
sind Änderungen
oder Varianten möglich,
ohne dass damit die vorliegende Erfindung, wie sie in den anhängenden
Ansprüchen
definiert ist, verlassen wird.