DE69837752T2 - Topologie- und bewegungsmessinstrument - Google Patents

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Description

  • Erfindungsgebiet
  • Die Erfindung betrifft die Sensortechnologie. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit der Messung von geometrischer Lage und Konfigurationen von Gegenständen im Raum. Die Erfindung ist für Robotertechnikanwendungen sowie zur Ermittlung der geometrischen Lage der Menschen und ihrer Bewegungen geeignet.
  • Eine bevorzugte Anwendung ergibt sich auf dem Gebiet der Animation durch Festhalten von Bewegungen, die den menschlichen Körper betreffen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Verschiedene Technologien wurden bisher zur Messung des Ortes, der Orientierung und der Oberflächenformen von im Raum befindlichen Gegenständen angewendet.
  • Auf dem Gebiet der Robotertechnik ist bekannt, den Ort einer Reihe starrer, verbundener Elemente im Raum durch Messen der Winkelgeschwindigkeit zu bestimmen, die an den verschiedenen Stellen existiert, an denen solche verbundenen Elemente aufeinander stoßen. Hierzu wird beispielsweise das US-Patent 5 576 727 von Rosenberg et al. genannt.
  • Auf dem Gebiet der Grenzflächen zwischen Menschen und Mechanismen werden Gesichtsfeldmesser, die sich auf Drehpotentiometer oder Belastungsmesser stützen, zur Messung der Winkelverhältnisse zwischen Teilen des menschlichen Körpers eingesetzt, wie beispielsweise im US-Patent 5 163 228 von Edwards et al. beschrieben.
  • Das US-Patent 4 988 981 (Thomas Zimmerman et al.) zeigt Mittel zur Abtastung der Körperposition durch Benutzung von flexiblen Sensoren auf. Hierzu gehört auch die Benutzung von von einem Handschuh getragenen flexiblen Sensoren. Derartige Handschuhe werden weit verbreitet verwendet und von ihnen wird auch weit verbreitet berichtet. Zu den berichteten Problemen gehört die Mehrdeutigkeit von Reaktionen aufgrund der Fingerbewegung, die bei vielen Freiheitsgraden auftritt, und aufgrund anderer Ungenauigkeiten infolge des Sitzes des Handschuhs auf der Hand. Ähnliche Verfahren zur Schaffung einer flexiblen Abtastung in einem Handschuh werden in dem US-Patent 5 097 252 (Y. L. Harvill et al.) berichtet.
  • Verschiebbare, flexible Gestängesensoren, die dazu dienen sollen, zwei Freiheitsgrade der Fingerverbindungsbewegung zu ertasten, wurden im US-Patent 5 316 017 (Glenn Edwards et al.) beschrieben. Das verschiebbare Gestänge ermöglicht dem Sensor, sich während der Biegung an den sich ändernden Abstand zwischen Befestigungspunkten anzupassen.
  • Das US-Patent 5 533 531 (Glenn Edwards et al.) befaßt sich mit der Trennung und Identifizierung von Bewegungen mit mehreren Freiheitsgraden (DOFs) bei Benutzung eines Multi-DOF-Kontaktsensors: die DOFs werden bei einem Eichvorgang getrennt überprüft, wobei eine mathematische Beziehung zwischen den Ausgangssignalen der Sensoren hergestellt wird, die auf festgestellte Bewegungen ansprechen, welche zur Erzeugung separater DOF-Signale benutzt werden können. Ein ähnliches Verfahren wird im US-Patent 5 531 257 (Danisch) vorgeschlagen, bei dem drei faseroptische Sensoren, die parallel zu ihren Sensoroberflächen angeordnet sind, welche in getrennten Richtungen auseinander laufen, zur Auflösung von Biegungen in vielfach DOFs in einer biegeelastischen Struktur benutzt werden. Jedoch schlägt keine dieser Druckschriften Verfahren vor, die sich mit Verdrillung befassen, die die Ursache dafür sind, daß die Ergebnisse jedes der patentierten Sensorverfahren mehrdeutig sind oder unerkannt bleiben. Darüber hinaus befaßt sich auch keines der Patente mit dem Problem der Bestimmung der Endposition und Ausrichtung einer sich in Längsrichtung verlängerten Konstruktion, die sich nur auf die Messung der Biegebeanspruchung stützt.
  • Drehbewegungen bei einer Biegebeanspruchung sind mit einer Biegung verbunden, die quer zu der Längserstreckung der Unterlage verläuft, sowie Verdrillbewegungen, die um eine Achse stattfinden, welche mit der Längserstreckung der Unterlage zusammenfällt. Beide Arten des Biegens gelten als "Biegebeanspruchungen".
  • Die Verdrillung ist gewöhnlich in Sensorkonstruktionen, die sich auf Zylinder, Stäbe und andere massive Gegenstände mit erheblichen Querschnittsabmessungen stützen, vernachlässigbar. Es kann jedoch sehr vorteilhaft sein, das Vorhanden sein von Verdrillung in flachen, rippenähnlichen Biegungen zu messen. Solche Biegungen sind als Bestandteil von Gewändern sehr zweckdienlich.
  • Die Firma Virtual Technologies Inc. aus Palo Alto in Kalifornien bringt einen instrumentierten Gewebehandschuh auf den Markt, der an den Fingerverbindungen Biegesensoren enthält sowie andere Sensoren zur Messung der Daumentraverse, des Handflächenbogens, der Handgelenkbeugung und der Handgelenkverbindung. Die Lage des Handschuhs und seiner Sensoren im Raum ist ebenfalls dadurch meßbar, daß das Handschuhhandgelenkband an einen Raumpositionszugmechanismus mit sechs Freiheitsgraden gekoppelt wird.
  • Ein mit Instrumenten versehener Handschuh, der von der General Reality Company aus San Jose, Kalifornien, vermarktet wird, beruht auf faseroptischen Biegesensoren, die die Biegung an verschiedenen Stellen auf dem Handschuh abtasten.
  • Auf dem Gebiet der Animationsbewegung wird zur Aufzeichnung der Positionen und Bewegungen des menschlichen Körpers ein Fangverfahren verwendet. Ein Verfahren macht sich die visuelle Aufnahme der Orte im Raum der "Ziel"-Markierungen zu eigen, die auf den Gliedern und Körpern der menschlichen Akteure getragen werden. Ein anderes Verfahren besteht darin, eine mechanische, "Außerskelett"-Struktur zu schaffen, die als Mechanismus bei der Verfolgung und Erzeugung von Signalen zur Aufzeichnung der Bewegungen und Positionen dient, welche von dem menschlichen Körper eingenommen werden. Die Genauigkeit ist dann durch die Fähigkeit des skelettartigen Gebildes begrenzt, für den Körper eine stabile Lage aufrecht zu erhalten. Der Nachteil derartiger Systeme sind die Einschränkungen und der schwerfällige Aufbau von mechanischen "Exoskeletten". Auch ist es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, Exoskelette zu bauen, die die volle Gliedmaßenbeweglichkeit ermöglichen oder alle Gliedmaßendrehbewegungen zulassen sowie andere subtile Mehrfachfreiheitsgrade der Gliedmaßenbewegungen. Darüber hinaus weisen Exoskelette im allgemeinen von der gemessenen Oberfläche eine erhebliche Entfernung auf, was zu ihrer Ungenauigkeit und größerer Masse führt.
  • Sowohl die Zielmarke als auch die Exoskelettverfahren, die gegenwärtig angepeilt werden, sind kompliziert und ihre Anwendung hat Nachteile zur folge. Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer leichtgewichtigen und unkomplizierten Positions- und Bewegungsabtasteinrichtung, die auf bequeme Weise die Lage und die geometrische Konfiguration von Gegenständen im Raum aufspüren und identifizieren kann. Die Erfindung befaßt sich deshalb mit einem solchen Gegenstand.
  • Insbsondere hat sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe gemacht, eine Biegebezugsplattform zu schaffen, die mit verteilten Sensoren ausgestattet ist, so daß Änderungen in der Form der Plattform durch die Sensoren so festgestellt werden können, daß die vollständige Form der Plattform durch Berechnungen von den Ausgangssignalen der Sensoren gefunden werden kann.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist darin zu sehen, einen mit Instrumenten ausgestatteten, flexiblen Körper zu schaffen, der ausreichend biegsam ist, um der Oberfläche eines gekrümmten Gegenstandes im wesentlichen zu entsprechen und als Sensor zu arbeiten, um elektronisch verarbeitbare Daten bezüglich der Formgebung der Oberfläche zu erzeugen.
  • Frühere Patente und Patentanmeldungen, auf die Bezug genommen wird und die sich mit der Meßtechnik der hier beschriebenen Erfindung befassen, sind:
    • (1) GB-A 2 238 112 für einen mit Instrumenten versehenen Handschuh,
    • (2) DE-C 42 40 531 für ein Verfahren zur Formgebung einer Schale,
    • (3) EP-A 344 322 betreffend die Messung der Verformung bei großen Gegenständen.
  • Es existiert eine große Vielfalt an Technologien zur Messung des Biegezustandes – Biegung und Verdrillung – in einem Gegenstand. Eine passende Technologieklasse, die insbesondere für diese Aufgabe geeignet ist, beruht auf Faseroptiken.
  • Das US-Patent 5 321 257 von Danisch beschreibt eine modifizierte optische Faser, die mit einem lichtabsorbierenden Bereich auf einem Teil der äußeren Faseroberfläche versehen ist, wodurch die Krümmung an einem solchen modifizierten Bereich durch die Veränderung der gesamten Lichtübertragungskapazität der Faser aus der Ferne festgestellt werden kann. Dieses Patent beschreibt die Entwicklung von Clustern aus modifizierten Fasern, die in der Lage sind, eine Biegung in einem dreidimensionalen Raum festzustellen (12).
  • Die PCT-Anmeldung PCT/CA 94/00 314 (veröffentlicht am 22.12.1994 als WO 94/29 671) offenbart die Verwendung von Faserschleifenlichtwellenleitern zur Krümmungsmessung. Die Faser wird so geschlungen, daß sich ausgehende und zurückkehrende Wellenpfade ergeben, die durch ein Schleifenende laufen, welches eine 180°-Biegung bildet. Die Oberfläche der Faser wird neben und in der Krümmung des Schleifenteils behandelt, um sie lichtabsorbierend zu machen. Bei einer Ausführungsform wird die Seite der Faseroberfläche, die sich längs der oberen Ebene des Schleifenendes erstreckt, behandelt. Sobald das Schleifenende auf diese Weise behandelt worden ist, ist es für seinen Krümmungszustand empfindlich, wenn es aus der normalerweise flachen Ebene der Schleife herausgebogen oder durch sie gebogen wird. Eine solche Biegung kann durch Veränderung der Intensität des von der Faser transportierten zurückkehrenden Lichtes aus der Ferne festgestellt werden. Dadurch wird eine Messung der lokalen Krümmung in dem Bereich der Schleife ermöglicht.
  • Ein weiteres Dokument des Erfinders, das sich mit diesem Gegenstand befaßt, ist hier mit "Laminated Beam Loops" betitelt und wurde in SPIE Band 2839, S. 311–322, 1996, veröffentlicht. Der Inhalt dieses Dokuments, die oben angeführten US-Patente und die veröffentlichte PCT-Anmeldung PCT/CA 94/00 314 wird hier insgesamt als Bezugsquelle übernommen.
  • Die schleifenförmig ausgebildeten optischen Fasersensoren können die Biegung messen und gemäß der im folgenden beschriebenen Erfindung die Verdrillung, auf der Grundlage der Anordnung der Schleife sowie der Lage des behandelten, lichtabsorbierenden Bereiches der Faseroberfläche neben oder innerhalb der Schleife. Der empfindliche Bereich am Schleifenende der Faser kann innerhalb einer Länge von etwa 3 mm bis 5 cm enthalten sein, und zwar in Abhängigkeit von der gewünschten Empfindlichkeit und dem Durchmesser der Faser. Dadurch wird eine entsprechende Spannweite für das Erproben des durchschnittlichen Krümmungszustandes des abtastenden Schleifenendes der optischen Faser geschaffen.
  • Die optische Fasertechnologie eignet sich gut zur Anwendung in Sensoren, weil sie robust ist, günstig und preiswert. Es besteht Bedarf für ein faseroptisch basiertes Sensorsystem, das über die Orte der Gegenstände im Raum Ferninformationen liefern kann sowie über die Form von Oberflächen und Änderungen in der Oberflächenform. Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einem derartigen Bedürfnis.
  • Die Erfindung wird zunächst in allgemeiner Form beschrieben und dann ihre Anwendung an speziellen Ausführungsformen unter detailliertem Bezug auf die Zeichnungen erläutert. Diese Ausführungsformen sollen das Prinzip der Erfindung demonstrieren sowie die Art ihrer Durchführung. Daraufhin wird die Erfindung in ihrer breitesten und in spezielleren Formen beschrieben und dann in jedem der einzelnen Ansprüche am Ende dieser Beschreibung definiert.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • In einer breiten Hinsicht ist die Erfindung ein die Form und Konfiguration messendes Werkzeug, das aufweist:
    • (1) eine flexible Unterlage, die in wenigstens zwei Freiheitsgraden biegbar ist;
    • (2) eine beabstandete Biegesensoreinrichtung und eine Verdrillungssensoreinrichtung, die entlang der Unterlage in bekannten entsprechenden Biegesensor- und Verdrillungssensorabstandsintervallen gekoppelt und angeordnet sind, um Signale zu erzeugen, die den lokalen Zustand der Biegung und Verdrillung, der in der Unterlage an entsprechenden Stellen vorhanden ist, anzeigen, wobei die Biegesensoreinrichtung und Verdrillungssensoreinrichtung an der Unterlage angebracht sind; und
    • (3) eine Sensordatenverarbeitungseinrichtung, die mit der Biegesensoreinrichtung und der Verdrillungssensoreinrichtung zum Empfang von Biegesignalen von den genannten Einrichtungen gekoppelt ist und die Daten über die geometrische Konfiguration der Unterlage im dreidimensionalen Raum liefert,
    wobei die Sensordatenverarbeitungseinrichtung durch Bestimmung der geometrischen Konfiguration der Unterlage aus den Biege- und Verdrillungssignalen arbeitet, die von der Biegesensoreinrichtung und der Verdrillungssensoreinrichtung und von den Abstandsintervallen für diese Sensoren geliefert werden.
  • Die Erfindung arbeitet durch Probenbeschaffung hinsichtlich der Krümmung in vielen beabstandeten Intervallen entlang einer tragenden Unterlage, die flexibel ist und vorzugsweise im wesentlichen durchgehend, inkompressibel und nicht dehnbar ist. Diese Unterlage arbeitet als Träger für die Sensoren. Die Erfindung stützt sich darauf, daß die Lage der Biege- und Verdrillungssensoreinrichtungen, die in Intervallen auf der sie tragenden Unterlage angeordnet sind, in Beziehung zu der Lage der benachbarten Sensoren gesetzt wird, so daß die Lage aller Sensoren in Bezug aufeinander bekannt ist. Die Biegesensoren und Verdrillungssensoren können sich unterscheiden. Oder paarweise Sensoren können Signale erzeugen, die ein Maß sowohl für die Biegung als auch für die Verdrillung bilden. In diesem letzteren Fall können die Sensorenpaare wie die sich unterscheidenden Sensoren eine Biegesensoreinrichtung und eine Verdrillungssensoreinrichtung umfassen.
  • Die Krümmungsbedingungen, die zur Bestimmung der geometrischen Konfiguration der Unterlage gemessen werden, beruhen auf der Messung sowohl der Biegung als auch des Zustandes der Verdrillung, der in der Unterlage vorhanden ist.
  • Die Krümmung kann durch Verdrillungssensoren und Biegesensoren gemessen werden, die in bekannten Verdrillungs- und Biegesensorabstandsintervallen längs der Länge der Unterlage angebracht und angeordnet sind. Diese erzeugen Signale, die den lokalen Zustand der Verdrillung und Biegung anzeigen, der in dem Substrat an den Stellen vorhanden ist, wo derartige Sensoren an dem Substrat angebracht sind.
  • Die Biegung kann über jeder oder beiden Achsen gemessen werden, die rechtwinklig zur Längsabmessung der Unterlage verlaufen, und zwar in Abhängigkeit von der Art der Unterlage. So würde ein strangartige Unterlage erfordern, daß die Biegung entweder direkt oder indirekt über zwei Achsen gemessen wird.
  • Indem eine Unterlage vorgesehen wird, die nur in zwei beschränkten Freiheitsgraden verformbar ist, läßt sich die Anzahl der erforderlichen Sensoren verkleinern. Als bevorzugte Konfiguration können Biege- und Verdrillungssensoren an einer Unterlage angebracht werden, die die Form eines Bandes hat. In einem solchen Fall sind Biegesensoren nur für die Messung der Krümmung des Bandes in seiner zulässigen Biegeart erforderlich. Dadurch wird die Anzahl der Biegesensoren, die pro Längeneinheit erforderlich ist, verkleinert.
  • Ein Band ist ein Gegenstand, der im wesentlichen auf die Biegung entlang seiner Länge um Achsen beschränkt ist, die quer zu der Längsabmessung des Bandes verlaufen, während das Band sich frei um diese Längsabmessung verdrillen kann. Somit reicht ein einziger Biegesensor aus, um die Biegung an einer Stelle längs eines Bandes zu messen. Zur Vervollständigung der Definition der geometrischen Konfiguration einer bandähnlichen Unterlage muß auch die Verdrillung durch Verdrillungssensoren gemessen werden, die in bekannten Intervallen entlang der Länge des Bandes angeordnet sind. Derartige Biege- und Verdrillungssensoren können einander abwechselnd verteilt liegen oder entlang des Bandes zusammen angeordnet werden.
  • Wenn die Unterlage eine bandartige Konfiguration aufweist, die sowohl Biege- als auch Verdrillungssensoren benutzt, kann dennoch die geometrische Konfiguration des Bandes im dreidimensionalen Raum frei bewegt und gezogen werden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Fähigkeit eines Bandes zum Verdrillen ermöglicht, daß Teile des Bandes in irgendeiner Richtung im Raum neu ausgerichtet werden.
  • Als alternative Konfiguration lassen sich Biege- und Verdrillungssensoren längs eines biegbaren Kerns oder Substrats verbinden, der oder das zwei Biegefreiheitsgrade aufweist, ähnlich dem Band. Bei solchen Anwendungsfällen können zwei Biegesensoren für jeden Verdrillungssensor vorgesehen werden, um einen ausgeglichenen Abgriff der Biegung und Verdrillung zu schaffen.
  • Diese Konfiguration der Erfindung läßt sich auch äquivalent einsetzen, indem ein mit Instrumenten versehener ebener Streifen bandartigen Formats auf der Außenseite oder Innenseite einer zylindrischen Krümmung, beispielsweise eines Schlauches, angebracht wird. Wenn ein schlauchartiger Träger verwendet wird, dann können die Sensorsignale durch den Kern laufen.
  • Die Erfindung arbeitet mit größerer Präzision, wenn die Biegesensoren entlang der neutralen Achse einer Trägerunterlage angebracht sind. Dies läßt sich im Falle einer Bandunterlage dadurch erreichen, daß zwei Unterlagenteile zu einem Laminat zusammengebaut werden, wobei die Sensoren sich zwischen den Schichten befinden. Durch Verwendung von Bandschichten ähnlicher Flexibilität werden die Sensoren im wesentlichen entlang der neutralen Achse angeordnet.
  • Biegesensoren auf der Grundlage der optischen Fasertechnologie, und insbesondere Fasern mit Schleifenenden, eignen sich zur Entnahme von Krümmungsproben an vielen Orten, wobei die zugehörigen Faserenden alle mit einer Vielfaserlichtquelle, Lichtabtast- und Signalverarbeitungseinheit verbunden sind. Die Biegungs- und Verdrillungssensoren können sich auf optische Fasern stützen, die für ihren Krümmungszustand empfindlich gemacht worden sind, indem geeignete lokale Abschnitte oder Bereiche ihrer äußeren Oberflächen für das durch die Fasern hindurch tretende Licht aufnahmefähig gemacht worden sind.
  • Im Falle einer Bandunterlage können die Sensoren auf optischen Fasern mit krümmungsempfindlichen Teilen beruhen, welche mit der Ebene des Bandes an den Stellen parallel ausgerichtet sind, wo die behandelten Abschnitte an der Unterlage angebracht sind.
  • Zur Messung der Biegung der empfindlich gemachten Abschnitte einer behandelten Faseroptik kann der Sensor im allgemeinen so ausgerichtet werden, daß er quer zur Achse liegt, um die das Biegen stattfindet, d. h. die Achsen, die sich quer zur Länge einer Bandunterlage erstrecken.
  • Wenn schleifenförmige Enden verwendet werden, werden die lichtabsorbierenden Teile der Oberflächen jeder Schleife entweder nur auf der Hälfte der Schleife angeordnet oder, wenn wunschgemäß auf beiden Hälften der Schleife, dann auf derselben Fläche der Schleife, um die Biegung zu messen. Durch Behandlung beider Seiten werden zwei behandelte Abschnitte der Faser das Licht modulieren, das von der Faser auf der Grundlage derselben lokalen Krümmungsbedingungen übertragen wird, die jeder behandelte Abschnitte erfährt. Dadurch wird das Verhältnis von "Signal" zu Hintergrund-"Träger" des Lichtes innerhalb der Faserführung angehoben.
  • Zur Messung der Verdrillung eines mit einer Schleife versehenen Sensors, dessen Schleife sich spreizt, läßt sich zweckmäßigerweise die zentrale Längsmittellinie einer Bandunterlage benutzen: Die Oberfläche der optischen Faser ist auf entgegengesetzten Flächen der Schleife zur Hälfe behandelt, wobei die Behandlung auf entgegengesetzten Seiten der Mittellinie vorgenommen wurde. Die so behandelten und angeordneten Teile der Schleifen reagieren umgekehrt auf Biegen, jedoch kumulativ auf Verdrillen und messen daher ausschließlich die Verdrillung.
  • Für mit Schleifenenden versehene Sensoren ist nicht wesentlich, daß der zentrale, am meisten gekrümmte Teil der Schleife behandelt wird, um ihn für Licht undurchlässig zu machen. Es reicht für den behandelten Teil aus, daß er sich in der Nähe des Schleifenendes befindet, um vom Filtereffekt des Schleifenendes zu profitieren.
  • Zur bequemen Signalbehandlung, wenn eine Bandunterlage benutzt wird, können sowohl die Verdrillung als auch die Biegung an einem einzelnen Ort gemessen werden, und zwar unter Verwendung von zwei Biegesensoren, die mit Schleifenenden versehene optische Fasern sein oder nicht sein können. Die Richtungen der behandelten Teile der entsprechenden Sensoren des Paares sind vorzugsweise in im wesentlichen demselben Winkel von der Längsmittellinie der Bandunterlage weg verlaufend ausgerichtet, und zwar vorzugsweise um 45 ° zur Längserstreckung der Unterlage. Auf diese Weise können zwei Fasern zur Messung sowohl der Biegung als auch der Verdrillung an demselben Ort benutzt werden, indem ihre Ausgangssignale bearbeitet werden, um ihre Summen- und Differenzsignale als Maß für die Biegung und Verdrillung zu erhalten. Die rückbezogenen Winkelausrichtungen vereinfachen die Signalverarbeitung. Bei rechnerischen Einstellungen sind andere Winkel auch in der Lage, sowohl Verdrillungs- als auch Biegewerte von einem auseinander strebenden Sensorenpaar zu erzeugen. Da die Sensoren normalerweise in ihren linearen Bereichen arbeiten, bedeuten die Berechnungen normalerweise Summenbildung und Differenzbildung von linearen Gleichungen, die für automatische Hochgeschwindigkeitsberechnungen sehr geeignet sind.
  • Obgleich diese Beschreibung sich auf nicht dehnbare, bandartige Krümmungen bei in Längsrichtung verteilten Sensoren konzentriert, schließt die Erfindung auch Strukturen ein, die sich auf Krümmungen stützen, welche dehnbar, nicht schmal und nicht eben sind.
  • Durch Zusammenbau von verteilten Reihensensoren können Krümmungsabtastbereiche nicht nur linear gebildet werden, solange ein tragender Strang oder eine bandartige Unterlage vorhanden sind, sondern auch über einen Bereich, der einen flexiblen Trägerbogen als Unterlage verwendet. So kann beispielsweise eine breite, ebene Form ein Laminat in Form eines flexiblen, planaren Trägers sein, wie eine Gummi- und Faserbahn, wobei die Sensorgruppen über ihre Fläche verteilt sind. Die Gruppen können aus Biege- und Verdrillungssensoren bestehen oder Zwei-Richtungs-Biegesensoren, die in der Lage sind, die Form des Bogens vollständig zu beschreiben. Unter Verwendung von Daten betreffend den Zustand der Krümmung in jedem Abtastbereich und mit dem Wissen des Abstandes zwischen den Sensoren kann das Signalermittlungssystem ein Bild der Form des Trägers entwerfen. Mit diesem Trägerbogen, der mit einer geometrischen Oberfläche un bekannter Form in Berührung gebracht wird, läßt sich die Form einer solchen Oberfläche messen, und zwar wenigstens dort, wo der Bogen und die Oberfläche sich berühren.
  • In einem anderen Fall nichtebener Formen weisen herkömmliche Meßbänder (beispielsweise zur Messung gerader Entfernungen in der Zimmerei) eine quasi ebene Form auf, die mit einer durchgehenden Querbiegung versehen ist, wenn sie in axialer Richtung flach ist. Dadurch wird ihnen eine größere Steifigkeit verliehen, und es werden axiale Biegungen an bestimmten axialen Stellen konzentriert, wenn das Band nicht auf einer Spule geführt wird (wenn also das Band wieder auf seinen Halter aufgewickelt wird). Im letzteren Fall werden Querbiegungen beseitigt, die in Biegungen entlang der zentralen Achse des Bandes umgeformt werden. Die quer gebogene herkömmliche Form ist für die Erfindung ebenfalls eine mögliche Form.
  • Einen anderen Fall von nicht planaren Ebenen ist die zylindrische Form der Unterlage oder des Trägers, die Torsion widersteht, weil eingebettete Drähte oder schraubenförmige Rippen benutzt werden können. Eine solche Unterlage wird in zwei Freiheitsgraden gebogen, ohne daß Verdrillung zugelassen wird. Diese Form kann nur zur Bestimmung zwangsläufiger dreidimensionaler Orte und der Ausrichtungsinformation bezüglich zweier Freiheitsgrade verwendet werden.
  • In allen Formen brauchen die Sensoren für Biegung nicht mit den Sensoren für die Verdrillung zusammen zu liegen und Biegesensoren brauchen nicht mit ihren unterschiedlich ausgerichteten Biegeabtastteilen zusammen zu liegen (es sei denn, sowohl Biegung als auch Verdrillung werden gemessen, wie oben beschrieben). Es reicht für sie aus, daß sie auf der Unterlage in bekannten Intervallen verteilt sind, so daß die Gestalt der Unterlage bestimmt werden kann.
  • Obgleich hier viele Bezugnahmen auf nicht dehnbare Krümmungen gemacht worden sind, kann die Dehnbarkeit für die Unterlage zugelassen werden. Somit könnte eine mögliche Form der Erfindung eine streckbare Krümmung sein, bei der nicht nur Biegung und mögliche Torsion gemessen werden, sondern auch Dehnung. Der Grad der Dehnung muß festgestellt werden, damit die Abstände zwischen den Krümmungssensoren mit Sicherheit bekannt sind. Dehnungssensoren könnten leitende Elostomere enthalten, die dehnungsempfindlich sind. Zur Vereinfachung und Verbesserung der Nachgiebigkeit könnte die Dehnung auf eine kleine Vergrößerung der Länge begrenzt werden, über die hinaus die Krümmung funktionell undehnbar wird.
  • Obgleich im obigen auf eine "Unterlage" als Träger für die Krümmungssensoren Bezug genommen wird, ist das Wort "Unterlage" in seiner Bedeutung nicht auf eine strikte Lageabhängigkeit der Sensoren beschränkt. Obgleich die Sensoren auf einer äußeren Oberfläche der Unterlage angeordnet werden können, können sie auch in den Körper der Unterlage eingebettet werden oder in ihm enthalten sein. Es reicht für die Unterlage aus, als Träger für die Sensoren zu dienen, wobei ihre Zwischensensorabstände und ihre Ausrichtungen in Bezug auf den Körper der Unterlage gewahrt bleiben.
  • Dieses Form- oder Profilmessungswerkzeug kann mit seiner gesamten Länge oder einem Teil seiner Länge durch eine Halterungseinrichtung mit einem Teil eines Körpers oder Gegenstandes hinsichtlich Lage, Form oder Ausrichtung im Raum, der zu messen ist, gekoppelt werden. Es können daher Informationen erhalten werden, die die Lage, Form, Ausrichtung und Bewegung des gekoppelten Teils anzeigen. Derartige Informationen werden von allen Teilen des Sensors einschließlich der nicht gekoppelten Teile erhalten, obgleich die Aufgabe darin besteht, Daten nur im Hinblick auf die gekoppelten Teile zu beschaffen.
  • Da die Erfindung lokale Informationen über und für die gesamte Länge der Unterlage bietet, ist es für einen Teil der Unterlage möglich, von dem Körper abgekoppelt zu werden, der über Teilen seiner Länge vermessen wird. Es reicht für wenigstens einen Teil des Sensors aus, an einem Körper angebracht zu werden, um die Lage und Ausrichtung dieses Körperteils in Bezug auf einen Bezugspunkt irgendwo auf dem Sensor zu bestimmen. "Signatur"-Eigenschaften der gekoppelten Teile, so beispielsweise invariante, proportionale Signale zwischen speziellen Sensoren, lassen sich zur Identifizierung und Aufspürung der gekoppelten Teile benutzen.
  • Die Erfindung arbeitet in demselben Sinne, wie eine Schnecke in der Lage ist, kinaästhetisch der Lage ihres Kopfes bewußt zu werden sowie ihres ganzen Körpers in Bezug auf die Lage ihres Schwanzes. Jeder Sensorort und jede Sensorausrichtung läßt sich in Bezug auf die anderen Sensoren durch Interpolierung der Positionen der in Frage kommenden Sensoren bestimmen.
  • Diese Fähigkeit, Teile dieses Position, Ausrichtung und Form messenden Werkzeugs entlang Abschnitten der Körperlänge oder Objektlänge, die gemessen wird, abzukoppeln, ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Erfindung zum Festhalten der Bewegung der menschlichen Form benutzt wird.
  • Wegen der Fähigkeit des Formmessungswerkzeugs der Erfindung, gleichermaßen irgendwo entlang seiner Länge Oberflächensegmente zu verfolgen, benötigt sie keine präzise Lage des instrumentierten Werkzeugs in Bezug auf die Verbindungen, deren Winkelstellungen gemessen werden sollen. So kann also beispielsweise ein lose sitzender Formmeßhandschuh, dessen Position sich während der Bewegung auf einer menschlichen Hand verschiebt, wenn er erfindungsgemäß eingesetzt wird, nichts desto trotz genaue Ausgangssignale bezüglich der Lage und Ausrichtung der verschiedenen Verbindungen der Trägerhand liefern.
  • Eine andere potentielle Anwendung der Erfindung ist die eines "Key Boards" oder einer Einrichtung zur Eingabe von Signalen, die auf Berührung und ausgeübten Druck beruhen. Ein Bandsensor, der auf einer kompressiblen Unterlage angebracht ist, kann Ausgangssignale erzeugen, die die Lage des Kontakts, den Grad des einwirkenden Druckes und ein drittes Signal gemäß der Größe der erzeugten Verdrillung angeben. Eine instrumentierte ebene Reihe, die über einer kompressiblen Unterlage angeordnet ist, kann eine Lageinformation bezüglich des Kontaktpunktes in zwei Dimensionen geben. Die Höhe des Druckes, der an einer Stelle einwirkt, kann eine weitere Dimension für die Abfrage durch einen Benutzer einer derartigen "Tastatur" liefern.
  • Die obigen Ausführungen fassen die grundlegenden Merkmale der Erfindung sowie einige ihrer wahlweisen Aspekte zusammen. Das Verständnis der Erfindung wird durch die folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen in Verbindung mit den Zeichnungen weiter gefördert.
  • Zusammenfassung der Zeichnungsfiguren
  • 1 ist ein Schema eines ebenen Mechanismus, der aus Drehbiegeverbindungen und Gelenken zusammengesetzt ist, die mit Verbindungssensoren versehen sind, wodurch die Lage des Peripherieendes in Bezug auf das Basisende im Raum bestimmt werden kann;
  • 2 stellt den Mechanismus von 1 mit einer zusätzlichen Drehverdrillungsverbindung dar;
  • 3 ist der Mechanismus von 1 mit Drehverdrillungsverbindungen, die jeder Drehbiegeverbindung zugeordnet sind;
  • 4 ist der Mechanismus von 3 mit den Verdrillungs- und Biegeverbindungen, die unabhängig innerhalb des Mechanismus angeordnet sind;
  • 5 ist eine bildhafte Darstellung eines Bandes, das Biege- und Verdrillungssensoren trägt;
  • 6 ist eine Seitenansicht des Bandes von 5, gebogen in eine Krümmung;
  • 7 ist eine Darstellung einer "Strang"-Unterlage, die Biege- und Verdrillungssensoren trägt;
  • 8 ist eine Darstellung eines Bandes im Raum, das Biegung und Verdrillung zeigt;
  • 9 ist eine Seitenansicht einer geraden optischen Faser mit einer oberen Oberfläche, die zur Lichtabsorbierung behandelt ist;
  • 10 ist die Faser von 9 im gebogenen Zustand;
  • 11 ist eine Draufsicht einer eine Schleife bildenden optischen Faser mit einer oberen Oberfläche, die zur Absorbierung von Licht behandelt ist und in einer ebenen Konfiguration;
  • 12 ist eine Seitenansicht von 11;
  • 13 und 14 entsprechen den 11 und 12, wobei das mit einer Schleife versehene Ende eine gekrümmte Konfiguration aufweist;
  • 15 und 16 sind den 11 und 12 ähnlich, wobei jedoch die behandelte Oberfläche nur auf der Hälfte der Schleife vorhanden ist;
  • 17 ist eine rechte Stirnansicht der die Schleife bildenden Faser der 15 und 16;
  • 18, 19 und 21 zeigen die eine Schleife bildende Faser der 15, 16 und 17, wobei die Behandlung der gegenüberliegenden Schleifen auf entgegengesetzten Seiten eben ist;
  • 20 ist die mit einer Schleife versehene Faser der 18, 19 und 21 in einer verdrillten Konfiguration, gesehen von der rechten Stirnseite;
  • 22A zeigt in Seitenansicht ein Band in einer gewählten Form, das auf einem festen Körper ruht;
  • 22B ist der 22A ähnlich, wobei jedoch ein zweiter Körper vorhanden ist, auf den von oben ein Druck einwirkt;
  • 22C ist eine modifizierte Form des in den 22A und 22B gezeigten Bandes, wobei das Band eine zinnenartige Form aufweist;
  • 22D zeigt in Draufsicht einen Bandsensor, der von einem flachen Bogen abgeschnitten ist;
  • 22E zeigt eine Serpentine mit dünneren Gelenkabschnitten;
  • 22F zeigt einen Querschnitt durch einen Gelenkabschnitt, beispielsweise längs der Linien A-A oder B-B in 22E;
  • 22G zeigt ein Sensorband, das in eine flexible Leitung eingebaut ist;
  • 22H ist eine Stirnansicht der Anordnung von 22G;
  • 23 zeigt ein einzelnes Paar mit Schleifen versehener Sensoren, das auf einem Streifen angeordnet ist, der mit Signalverarbeitungsbetriebsverstärkern verbunden ist, um einen Datenverarbeitungscomputer und ein Videodisplay zu versorgen;
  • 24 ist eine quergeschnittene Stirnansicht durch den Streifen von 23 in der unbehandelten Trägerlänge;
  • 25 ist eine quergeschnittene Stirnansicht durch den Streifen von 23 an dem behandelten, mit einer Schleife versehenen Sensorende;
  • 26 ist eine Darstellung des Sensors von 23, der von einer halbsteifen Leitung getragen wird;
  • 27 ist eine Draufsicht eines Sensorbandformats mit sich kreuzenden, reflexartig arbeitenden, gebogenen Sensoren;
  • 28 ist eine quergeschnittene Seitenansicht von 27;
  • 29 und 29A sind Draufsichten von halben Reihen von auf Bandunterlagen verteilten Sensoren, die zur Bildung eines laminierten Sensors übereinander anzuordnen sind;
  • 30 ist eine quergeschnittene Stirnansicht der zu einem laminierten Sensor zusammengebauten Reihen der 29 und 29A;
  • 31 ist eine Draufsicht eines Bandformatsensors aus Paaren eingebauter, mit Schleifen versehener Zwillingssensoren, die eine "Y"-Konfiguration bilden;
  • 32 ist eine Querschnittsansicht von 31;
  • 33 ist eine Draufsicht eines Bandformatsensors mit Paaren eingebauter, mit Schleifen versehener Zwillingssensoren, die eine "X"-Konfiguration bilden;
  • 34 ist eine Draufsicht des Bandformatsensors mit einer linearen Reihe von eingebauten, mit Schleifen versehenen Zwillingssensoren;
  • 35 ist eine Draufsicht eines Aufbaus des Sensors von 34, die eine ebene Anordnung bildet;
  • 36 ist eine Seitenansicht von 35;
  • 37 ist eine Draufsicht eines Aufbaus des Sensors von 33, die eine ebene Anordnung bildet;
  • 38 ist eine bildhafte Darstellung einer Person, die einen Bandtyp-Sensor trägt, um die Bewegung auf einem Videodisplay einzufangen;
  • 39 ist eine bildhafte Darstellung, ähnlich derjenigen von 38, wobei ein flexibles Sensorband um den Arm gewickelt ist; und
  • 40 ist eine Seitenansicht einer Joystick-Anwendung für einen Bandtypsensor.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
  • 1 zeigt einen Mechanismus 1 in Form starrer Glieder 2, die an Verbindungen 3, welche parallele Achsen haben, gekoppelt sind. Dieser Mechanismus 1 kann sich daher frei in einer einzigen Ebene bewegen oder biegen. Er ist an einem Bezugspunkt 4 an dem einen Ende verankert und kann an seinem anderen Ende ein Endgerät 5 aufweisen. Alle Verbindungen 3 sind instrumentiert, indem sie Sensoren (nicht gezeigt) aufweisen, die Informationen bezüglich der Winkelausrichtung der Verbindungen 3 liefern.
  • Es ist möglich, durch Bearbeitung der Signale von den Sensoren und aufgrund der Kenntnis der Längen jedes Glieds 2 rechnerisch den Abstand zu dem Endgerät 5 und die Position des Endgerätes 5 im Raum in Bezug auf den Bezugspunkt 4 zu bestimmen.
  • Tatsächlich lassen sich die Positionen aller Verbindungen 3 und Orte dazwischen auf speziellen Gliedern 2 durch Interpolation berechnen.
  • Bei starren Gliedern und mechanischen Verbindungen war es in der Vergangenheit nicht möglich, derartige Elemente in einer Zahl zu vervielfältigen, die groß ge nug ist, um ein Form- oder Positionsmeßwerkzeug zu erhalten, das eine hohe Anpassungsfähigkeit an eine unregelmäßig gekrümmte Oberfläche aufweist. Darüber hinaus ist der Mechanismus von 1 auf Bewegung in einer einzigen Ebene beschränkt.
  • 2 zeigt einen in Bezug auf 1 modifizierten Mechanismus 22, der eine zusätzliche "Verdrillungs"-Verbindung 6 enthält, die ebenfalls einen Sensor trägt, um ihre Drehstellung anzuzeigen. Diese Verdrillungsverbindung 6 ermöglicht es dem Endgerät 5, sich aus der Ebene heraus zu drehen, auf die der Mechanismus 1 in 1 beschränkt ist, so daß sie Zugang zu einem dreidimensionalen Raum gewährt.
  • 3 zeigt eine generalisierte Ausdehnung des Mechanismus 22 von 2, wobei mehrere Verdrillungsverbindungen 6 vorgesehen sind, die zusammen mit Biegeverbindungen 3 entlang der Länge des modifizierten Mechanismus 23 angeordnet sind. 4 zeigt eine ähnliche generalisierte Erweiterung zur Schaffung eines Mechanismus 24, in dem die Biegeverbindungen 3 und Verdrillungsverbindungen 6 entlang der Länge des Mechanismus verteilt sind, ohne daß sie notwendigerweise zusammenliegen.
  • Die Mechanismen der 3 und 4 haben die mechanische Fähigkeit, sich in einem gewissen Maß an eine Oberfläche anzupassen, die dreidimensional gekrümmt ist. Bei der Verwendung von festen Gliedern und mechanischen Verbindungen konnten derartige Elemente in der Vergangenheit jedoch nicht vervielfacht werden, um ein Meßwerkzeug zu schaffen, das eine große Fähigkeit hat, sich an eine gekrümmte Oberfläche anzupassen.
  • Wie wieder aus 1 ersichtlich, besteht die Möglichkeit, den Ort in zwei Dimensionen des Endgerätes 5 und jede Verbindung 3 in Bezug auf den Bezugspunkt 4 zu berechnen, wenn eine einfache Geometrie auf der Grundlage der Länge jedes Glieds 3 und der Winkeleinstellung 26 jeder Verbindung 3 benutzt wird. In ähnlicher Weise lassen sich solche Parameter im dreidimensionalen Raum für die Mechanismen 22, 23, 24 der 2, 3 und 4 berechnen. Um dies anzuzeigen, sind die Symbole für die x-, y- und z-Koordinaten an dem gegenüberliegenden Endgerät 5 in jeder dieser Figuren vorgesehen.
  • Die Erfindung bringt diese Methodik zur Wirkung, indem eine flexible Unterlage 8, 21 vorgesehen wird, die als Träger für eine Reihe Krümmungsermittlungssensoren 10, 11 dient, welche entlang seiner Länge verteilt sind. Diese Unterlage oder Substrat kann, wie in den 5, 6 gezeigt, eine Bezugsoberfläche 28 haben, die auf der äußeren Oberfläche eines Gegenstandes angebracht werden kann, um von ihr ein Profil zu erhalten, und zwar auf der Grundlage von Signalen, die von den Sensoren, die ihre Winkelausrichtungen anzeigen, empfangen werden.
  • Diese Technik der Formmessung durch Probenahme der Krümmung und Verdrillung unter Verwendung einer flexiblen Unterlage 8 mit einer Bezugsoberfläche 28 kann dann angewendet werden, wenn die Krümmungen und Verdrillungen, die gemessen werden, keine starken Gradienten annehmen können, oder wenn der Sensorabstand ausreichend klein ist, um die Gradienten in adäquater Weise zusammenzufassen. Der Abstand und der individuelle Bereich der Sensoren bestimmt den zulässigen Betriebsbereich für die Sensoranordnung.
  • In 5 ist ein Form- und Positionsmeßwerkzeug 7 gezeigt, das auf einer flexiblen Unterlage beruht, die in Form eines Bandes 8 ausgebildet ist. Ein "Band" beschreibt hier einen Körper aus flexiblem Material, der im wesentlichen undehnbar ist und eine Längsabmessung 12 erheblicher Größe aufweist, und zwar im Vergleich zu seiner Breite 13 und Dicke 14, und dessen Breite 13 so viel größer ist als seine Dicke, daß das Biegen des Körpers im wesentlichen beschränkt ist auf das Biegen um die Achsen 15, 15a, die quer zur Längsabmessung 12 des Bandes verlaufen. Ein Band kann sich jedoch verdrillen. Aus diesem Grund sind die querverlaufenden Biegeachsen 15, 15a nicht notwendigerweise parallel.
  • 8 zeigt ein Band 8 mit Pfeilen, die sowohl das Biegen als auch das Verdrillen anzeigen.
  • In 5 weist eine Bandunterlage verteilt über seine freiliegende Oberfläche 9 und an dieser angebracht, eine Reihe getrennt verteilte Biegesensoren 10 und Verdrillungssensoren 11 auf. Diese sind schematisch als im wesentlichen punktförmige Gegenstände dargestellt. Tatsächlich sind alle diese Sensoren 10, 11 mit einer Signalverarbeitungseinheit (in 5 nicht gezeigt) gekoppelt, die von den Sensoren 10, 11 Signale empfängt.
  • In 6 ist das Band 8 von 5 in einer Seitenansicht gezeigt, und zwar gebogen in einer einzigen Ebene, ohne daß eine Verdrillung vorhanden ist. Die Krümmung zwischen den Punkten 16 und 17 in der Nähe der Biegesensoren 10 kann als Kreisbogen 18 um einen Mittelpunkt 19 angenähert gesehen werden. Diese Annäherung reicht aus, um eine brauchbare Genauigkeit zu liefern, wenn das Band 8 sich in bekannter Weise biegt, d. h. wenn das Band 8 eine relativ konstante Dicke 14 und Biegeeigenschaft besitzt, und wenn die Sensoren 10 in ihrer Verteilung längs der Unterlage 8 ausreichend nahe beieinander liegen.
  • Die Krümmung zwischen den Punkten 16 und 17 läßt sich durch den Zustand der an den Punkten 16, 17 gemessenen Krümmung, die von den Biegesensoren 10, 10 festgestellt wird, welche an diesen Orten liegen, abschätzen. Wenn diese Krümmungen differieren, kann eine durchschnittliche Krümmung oder ein Krümmungswert auf der Grundlage weiterer benachbarter Krümmungsmessungen als Näherung für die Krümmung des Bogens 18 genommen werden.
  • Wenn der Wert der Krümmung des Bogens 18 und die Bogenlänge bekannt sind, die für den Abstand der Sensoren 10, welche längs des Bandes 8 verteilt sind, wesentlich sind, dann läßt sich ein folgender Punkt unter Bezug auf einen benachbarten Punkt 16 berechnen. Diese Art einer rückbezüglichen Berechnung kann von einem Basisende eines Bandes 8 bis zum eigentlichen Bandende verfolgt werden. Eine solche Berechnung erbringt für die Positionen aller Sensoren 10, 11 im Raum und darüber hinaus durch Extrapolation für beliebige Zwischenorte auf dem Band 8 geometrische Werte.
  • Die obigen Erläuterungen sind aus Vereinfachungsgründen nur unter Bezug auf die Biegesensoren 10 gemacht worden. Ähnliche Berechnungen können Daten einschließen, die von den Verdrillungssensoren 11 empfangen werden, um geometrische Daten im dreidimensionalen Raum zu erhalten.
  • Wenn ein flacher, unverdrillter Abschnitt der Unterlage 8 zwei parallele Enden hat, dann wird die Verdrillung als Winkeldifferenz zwischen den Enden definiert, wenn die Enden verdrillt werden. Wenn die Unterlage 8 auch gebogen wird, dann wird die Verdrillung als dieselbe angesehen, wie diejenige, die in einer dünnen, zylindrischen Antriebswelle entlang ihrer Längsachse auftritt, d. h. die Verdrillung bleibt unveränderlich, wenn die Welle gebogen wird. Wenn dies geschieht, befinden sich die Endlinien nicht länger in parallelen Ebenen.
  • Wenn einem geraden Abschnitt der Unterlage 8 eine Verdrillung allein zugefügt wird, dann beeinträchtigt die Verdrillung so lange nicht die Lage der Längsachse 12, bis ein Abschnitt erreicht wird, der eine Biegung aufweist.
  • Ein Modell der Unterlagenform läßt sich in einem Computer konstruieren, und zwar auf der Grundlage der obigen Berechnung. Ein bequemes Mittel, das Modell sichtbar zu machen, besteht darin, die Bögen nacheinander zu ziehen, und zwar unter Verwendung kleiner flacher Bogensegmente, so daß die Verdrillung sogar für gerade Bogensegmente sichtbar wird. Verfeinerungen lassen sich durch Benutzung von Interpolation, Durchschnittsbildung und anderen herkömmlichen Kurvenanpaßtechniken hinzufügen.
  • 6 zeigt die Erfindung zur Vereinfachung durch Bezug auf eine bandförmige Unterlage 8, wie oben erwähnt. 7 zeigt zur visuellen Betonung einen "Strang" 20, der mit Biege- und Verdrillungssensoren 10, 11 versehen ist, welche entlang seiner Länge getrennt verteilt sind. Auch hier kann mit ähnlichen Berechnungen auf der Grundlage der von diesen Sensoren erhaltenen Signale die geometrische Ausrichtung einer derartig vollständig flexiblen Unterlage im Raum berechnet werden. Während ein "Strang" 20 bildhaft dargestellt wird, kann in der Praxis eine vollständig flexible Unterlage 21 eine extrudierte Gummilänge oder eine flexible Polymermateriallänge sein, in die die Sensoren eingebettet sein können. Wenn dieses biegsame Material einen hohlen Kern hat, so läßt sich dieser Kern zur Führung von Signale transportierenden Adern verwenden, die von Krümmungssensoren kommen. Eine andere Alternative besteht darin, eine Unterlage im Bandformat in ein zylindrisches Rohr zu "sperren", beispielsweise ein in Längsrichtung geschlitztes gewelltes Rohr, das zum Schutze elektrischer Drähte Verwendung findet. Dadurch wird die Unterlage in eine handhabbare oder "gut zu händelnde" Form gezwungen, wenn sie um einen Gegenstand gebogen wird.
  • Eine weitere Alternative besteht darin, eine Unterlage mit begrenztem Biegefreiheitsgrad zu benutzen, beispielsweise wenn man einen Stab mit quadratischem Querschnitt verwendet, der mit querverlaufenden Nuten versehen ist, um das Biegen zu ermöglichen, während ein Widerstand gegen Verdrillung aufrechterhalten wird. Bei einer solchen "mechanischen Filterung" der Möglichkeiten, müssen nur Biegesensoren verwendet werden.
  • In 6 sind zwei Biegesensoren 10 für jeden einzelnen Verdrillungssensor 11 dargestellt. Dadurch wird sichergestellt, daß das Biegen in zwei Richtungen und nicht nur in einer Ebene festgestellt werden kann. Obgleich die Biegesensoren 10 zusammenliegend dargestellt sind, ist dies nicht notwendigerweise erforderlich. Es reicht für alle Sensoren 10, 11 aus, daß sie auf dem Substrat 21 so verteilt sind, daß ihre Signalwerte mit den Signalwerten anderer Sensoren kombiniert werden können, um eine Berechnung der geometrischen Anordnung der Unterlage 21 zu ermöglichen.
  • Sensoren, die für Biege- und Verdrillungsmessungen geeignet sind, sind mit faseroptischen Biege- und Spannungssensoren versehen; leitfähige Elastomersensoren für Biegung und Verlängerung werden im allgemeinen als kraftempfindliche Widerstände (FSRs), biegeempfindliche Widerstände (BSRs) und Piezowiderstandssensoren bezeichnet; ferner als elektrische Spannungsmesser einschließlich verklebter Draht- und Halbleiterformen; und beliebige andere Sensoren, die zur Messung von Biegung, Verlängerung und Torsion geeignet sind, wobei kapazitive, magnetische und piezoelektrische Verfahren eingeschlossen sind.
  • Faseroptische Sensoren, wie sie beispielsweise im US-Patent 5 321 257 und der PCT-Veröffentlichung WO 94/29 671 (Anmeldung PCT/94 CA/00 314) beschrieben sind, sind ebenfalls für diese Anwendung geeignet, weil diese Sensoren gegen elektromagnetische Interferenz immun sind und in der neutralen Achse einer Krümmung arbeiten, wo keine Spannung anzutreffen ist. Der Typ der faseroptischen Sensoren, auf den in diesen Veröffentlichungen Bezug genommen wird, läßt sich als "biegeverstärkte Fasern" klassifizieren.
  • Biegeverstärkte Fasersensoren (BEF) gründen sich auf den Verlust an Licht von einer Lichtführung in einer Zone, in der die Kern-/Hülle-Trennfläche so behandelt und modifiziert worden ist, daß das die modifizierte Zone treffende Licht vom Kern verschluckt wird und nicht zurückkehrt. Bei BEF-Sensoren wird auf der einen Seite eine als gerade angesehene Faser so behandelt, daß sich der Lichtverlust verstärkt, wenn sich die Lichtführung biegt, um die gerade, behandelte Zone konvexer zu machen, und abnimmt, sobald sich die Führung in anderer Weise biegt.
  • Gerade BEF-Sensoren 30 und gebogene BEF-Sensoren 31 sind entsprechend in den 9 und 10 dargestellt. Die behandelten Teile 32 auf der oberen Oberfläche sind schwarz dargestellt. Die Geometrie ist so, daß die Modulation der Intensität des durch die Faser 30, 31 laufende Lichts linear zur Krümmung der Faser ist. Der Austritt um die gerade Form ist bipolar. Es wurde gemessen, daß die Modulation durch Krümmung in der behandelten Zone das 3000fache derjenigen ist, die durch Krümmung unbehandelter Lichtführungen erzeugt wird.
  • Bei Schleifensensoren findet die Behandlung auf der einen Fläche der Lichtführungsschleife 33 statt (siehe 11 und 12), und die Modulation erfolgt, sobald die Schleife 33 aus ihrer Ebene 34 (siehe 13 und 14) herausgebogen wird. Die behandelte Oberfläche 32 in den 11 und 13 ist abgeschattet zu sehen. In den 12 und 14 ist eine dunkle Linie zu sehen.
  • Die 15, 16 und 17 zeigen einen Schleifensensor 35, bei dem die behandelte Zone 32 auf demjenigen Teil der Schleife 33 erscheint, der in den Bereich der rückführenden Krümmung 36 führt. Für diesen rückführenden Bereich 36 ist keine Behandlung erforderlich, obgleich diese optional ist. Auch die entgegengesetzte Hälfte der Schleife 33 bleibt unbehandelt.
  • Für Schleifensensoren sind Durchsatzeffizienz und Modulationseffizienz besonders hoch. Die Kombination der behandelten Zonen 32 auf der Lichtführungsoberfläche und den engen Schleifen ist synergistisch. Eine behandelte Zone 32 oben auf der Lichtführung verstärkt den Lichtverlust in einem Maße, das nicht frei durch die nahe gelegene enge Schleife passen würde, wenn die Schleife gerade wäre, so daß die Einführung einer eng gekrümmten (und deshalb verlustreichen) Schleife 33 in die Lichtführung nur einen geringen Nachteil mit sich bringt. Wenn jedoch die Schleife 33 aus ihrer Ebene herausgebogen wird, stoßen sich die Verlustzonen stark an der Art und Weise, in der sonst eine freie Bahn um die Schleife 33 gebildet wird, die zu einer effizienten Modulation führt.
  • Eine weitere Variante von Schleifensensoren ist ein Verdrillungssensor, der in den 18 bis 21 gezeigt ist und der die Form einer Schleife 33 haben kann mit einer in zwei Teile teilenden Mittellinie 46, indem die Schleife 33 nur auf der Hälfte jedes nach außen gewandten Oberflächenteils bearbeitet wird und ebenso auf entgegengesetzten Flächen 47 auf entgegengesetzte Hälften der Schleife 33. Eine so behandelte Schleife 33 ist in den 19 bis 21 dargestellt, wobei der gezeigte Abschnitt 32 aus Klarheitsgründen erhaben ist. In 21 ist die Schleife 33 flach. Wenn sie nach oben oder unten gebogen wird, und zwar quer zur Mittellinie 46, dann haben die behandelten Oberflächen 32 entgegengesetzte Wirkungen, die sich aufheben. Demzufolge wird kein Biegen festgestellt. Wenn jedoch, wie in 20 gezeigt, die Schleife 33 um ihre Mittellinie 46 verdrillt wird, addieren sich die Modulationswirkungen der behandelten Oberflächenteile 32, so daß eine verstärkte Messung der Verdrillung erfolgt.
  • 22A zeigt eine Seitenansicht eines Bandes 8 in "gewellter" Konfiguration. Das Band ist so gemacht, daß es sich in Ruhestellung, in der keine Kräfte einwirken, aus seiner Ebene in einem Freiheitsgrad ausgebogen ist, wobei sich sinusförmige Wellen an vielen Sensorabschnitten wiederholen. In diesem Fall haben die sinusförmigen Wellen dieselbe räumliche Häufigkeit wie die Sensorpaare 50, angezeigt durch Kästchen 51 auf gegenüberliegenden Seiten des Bandes. Das Band ruht auf einem festen Körper 52, so daß sein Hauptort, angezeigt in der Seitenansicht durch die strichpunktierte Linie 53, die Form des festen Körpers annimmt. Das Computerbild des Bandes sieht aus wie die Figur, beispielsweise einer Oberfläche, die sich sinusartig im Raum erstreckt, deren Hauptposition und Ausrichtung mit einem Durchschnittsbildungs- oder räumlichen Filterungsprozeß gefunden werden kann, welcher die Sinuswellen ausschaltet, die die Hauptoberfläche verlassen.
  • 22B zeigt dasselbe gewellte Band 8, nun jedoch mit einem zweiten Körper 54, wobei von oben ein Druck aufgebracht wird. Das Computerbild zeigt nun eine Verkleinerung der Sinusamplitude im Bereich des aufgebrachten Druckes, enthält aber noch Informationen bezüglich der Form der darunterliegenden Oberfläche, und zwar sowohl im Bereich des aufgebrachten Druckes als auch jenseits des Bereiches des aufgebrachten Druckes. Für einen kombinierten Druck- und Formsensor setzt der Sensorabstand eine minimale räumliche Frequenz voraus, so daß jeder Körper mit seinem Druckfeld oder Formfeld keinen Fehler in den gemessenen Form- oder Druckdaten verursacht. Die räumlichen Merkmale der Körper dürfen keine räumliche Frequenzkomponenten aufweisen, deren Frequenz größer ist als die des Sensorabstandes, und die Sinuswellen müssen mit den Sensorabständen in Phase sein. Diese Regel entspricht analog den Grundsätzen der Fotografie, nach denen es unmöglich ist, Merkmale in der Bildebene zu fotografieren, die kleiner sind als die Korngröße der fotografischen Emulsion.
  • Dies zeigt ein Verfahren zur Messung sowohl des Druckes als auch der Form unter Verwendung eines vorher mit Sinuswellen versehenen Sensorbandes. Es leuchtet ein, daß die in der Zeichnung gezeigten Sinuswellenbildung nicht das ein zige Mittel bildet, um gleichzeitig Form- und Druckinformationen zu erhalten. So könnte beispielsweise das Band regelmäßige Abweichungen in der Verdrillung haben oder könnte gezackt sein mit starren 90°-Biegungen 55 zwischen den Sensororten, wie in 22C in einer Seitenansicht mit übertriebener Höhe gezeigt. Im Falle der 22C bewirkt der Druck einen Anstieg des Biegesignals von den beanspruchten Sensoren, wobei jedoch die Hauptform nicht beeinträchtigt wird, wenn der räumlichen Frequenzbeschränkung entsprochen wird.
  • 22D zeigt eine Draufsicht eines Bandsensors 8, der von einem flachen Bogen abgeschnitten ist, so daß er im Ruhezustand in einer Ebene liegt, jedoch von Seite zu Seite "serpentinenartig" ausgebildet ist. Die Kreuze 56 zeigen die Orte der Biegung und Verdrillung abtastenden Paare, die in gemeinsamen, geteilten Abstandsintervallen angeordnet sind. In einigen Fällen reicht es aus, diese Paare nur in der Mitte jedes geraden Schenkels anzuordnen, wodurch die Anzahl der erforderlichen Sensoren verringert wird. Abweichungen von der Serpentinenform schließen Zick-Zack- und 90°-Wendungen ein, die dreieckigen bzw. quadratischen Wellenformen ähnlich sind. Derartige Formen können zu Geweben oder anderen Unterlagen passen, die dann gekrümmt oder gebogen werden, so daß Gewänder, Sitzbezüge oder andere angemessene Oberflächen entstehen. Im verdrillten Zustand erzeugt die Konfiguration der 22D nur Biegesignale. Im entlang ihrer Achse gebogenen Zustand ergeben sich Verdrillungssignale. In dieser Hinsicht wirkt sie wie ein umgekehrter Fall einer geraden Welle.
  • 22E zeigt eine Serpentinenform, die überall steif ist, jedoch an dünneren Gelenkabschnitten 58 nur Biegung zuläßt, keine Verdrillung. Die Gelenkabschnitte werden durch Dünnermachen der Unterlage hergestellt, wie im Querschnitt von 22F gezeigt. An den Gelenkabschnitten sind Biegesensoren angeordnet, wie schematisch durch die Kastenformen 60 angezeigt. Die Serpentinenform der 22E ist eine Sensorreihe, die nur Biegesensoren verwendet, jedoch in der Lage ist, eine komplette dreidimensionale Information an einen Computer zu übermitteln.
  • 22G zeigt eine Seitenansicht einer flexiblen Kunststoffleitung 61, die in ihrer Wand Rippen und an ihrem Kopf einen Schlitz aufweist. Eine Sensoreinrichtung 62 ist so eingebaut, daß sie sich längs der Leitung, in dem Schlitz und aus der Leitung heraus erstreckt. Die Stirnansicht von 22H zeigt das Sensorband 63 auf der linken Seite und ein Versteifungsband 64 aus Federstahl rechts, wobei beide aus dem Schlitz im Kopf der Leitung herausragen. Nicht dargestellt sind "O"-Ringe, die in regelmäßigen Intervallen mit Abstand angeordnet sind, um das Band und das Stahlband daran zu hindern, aus der Leitung heraus zu rutschen, wenn es gebogen wird. Der Vorteil der Hinzfügung der Leitung ist in doppelter Hinsicht gegeben: nämlich sie hilft, die Krümmung zwischen den Sensororten zu verteilen und damit wie eine mechanische Sperrkette zu wirken, die durch scharfes Biegen entstehende Fehler auf ein Mindestmaß beschränkt, während sie alle Freiheitsgrade des Biegens und Verdrillens zuläßt. Außerdem ist sie ein einfaches Mittel zur Vergrößerung oder Verkleinerung der Steifigkeit des Bandes. Das Band und irgendein Versteifungsband werden in dem Schlitz und an der entgegengesetzten inneren Oberfläche der Leitung gehalten. Sie befinden sich somit in der neutralen Achse der Leitung in Bezug auf das Ausbiegen aus der Ebene des Bandes, so daß die Kraft, die erforderlich ist, um sie zu biegen, minimal ist und das Rutschen zwischen dem Band und dem Versteifungsband sowie der Leitung auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
  • Die Leitung bietet auch ein Mittel, mit dem Drähte oder Schläuche der Konstruktion hinzugefügt werden können.
  • Sich auf Empfindlichkeit stützende Sensoren sind für geringe Kosten verursachende Anwendungen vorteilhaft, weil die Signalverarbeitung sehr einfach sein kann. Jedoch kann die Empfindlichkeit in einer Signalführung eine Funktion vieler anderer Faktoren sein als der gemessenen (Krümmung). Unerwünschte Empfindlichkeitsmodulatoren weisen auf:
    • – Abweichungen in optischen Verbindungen,
    • – Biegung von Leitern,
    • – Altern der Lichtquelle,
    • – Altern der Lichtführungen,
    • – Temperaturempfindlichkeit der Lichtquellen und Detektoren.
  • Die eine Technik zur Verringerung der Ausgleichserfordernisse zwischen Fasern besteht in der Bildung einer "Ausfall"-Zone, beispielsweise durch Abschleifen oder Erhitzen einer lokalen Stelle, um den Durchsatz einzelner Leiter einzustellen.
  • Die optische Faserschleifentechnologie überwindet diese Hindernisse dadurch, daß eine optische und elektronische Überbrückungstechnik eingesetzt wird, die zwei entgegengesetzte, terminierte Schleifen beinhaltet. Eine übliche ausgeglichene Fasersensorkonfiguration ist in 23 gezeigt, wo zwei "verschachtelte" Schleifen 37 eingesetzt werden.
  • Die vier Leiter 38 werden parallel und durchgehend in einer Ebene innerhalb der abgedichteten Laminate gehalten, wie aus 24 ersichtlich. Dadurch werden die vorherrschenden Freiheitsgrade für das Biegen des Leiters von zwei auf eins reduziert. Eine LED-Lichtquelle 40 dient zur Beleuchtung beider Schleifen und wird durch einen Integrator 43 gesteuert, um die Summe der Schleifendurchsätze konstant zu halten. Die gesteuerten Durchsätze enthalten optische und elektronische Signale (also LED, Lichtführungen, Photodioden und Verstärker). Die konstante Summentechnik zur Steuerung der LED 40 überwindet gleichzeitig Modulationen gewöhnlicher Art aufgrund von Alterungs- oder Temperaturwirkungen auf optoelektronische Einrichtungen und Lichtführungen sowie das Biegen der Leiter.
  • Die Messung (Krümmung) geschieht jedoch nicht in gewöhnlicher Art, weil die beiden Schleifen 37 auf entgegengesetzten, nach außen gerichteten Flächen 40, 41 behandelt werden, wie aus 25 ersichtlich, so daß eine gegebene Biegung bewirkt, daß der Durchsatz sich in der einen Schleife vergrößert und in der anderen Schleife verringert. Die Signale sind linear, so daß sie in einem betrieblichen Verstärker 42 subtrahiert werden können, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, das zu der Krümmung linear ist und durch übliche Betriebsfehler nicht nachteilig beeinflußt wird. Aufgrund der Subtraktion ist das sich ergebende Signal auch zweimal so groß wie das von einer einzelnen Schleife 33.
  • Das sich ergebende vollständige Abtastsystem führt zu einer optoelektronischen, ausgeglichenen Brücke, die einen einen hohen Pegel aufweisenden elektronischen Ausgang erzeugt, und zwar unter Verwendung eines Vierer-Betriebsverstärkers 42. Die Schaltung arbeitet in der Weise, daß ein hochpegeliges Ausgangssignal erzeugt wird, das übliche Betriebsfehler zurückweist.
  • Ein praktischer preiswerter Sensor kann durch Bildung von rundum zu Stiften von 1 cm Durchmesser verschachtelten Schleifen 37 bei der Behandlung an Ort und Stelle zur Erzeugung von Ausfallzonen hergestellt werden, sowie bei der Verwendung von Laminaten 39, die die Schleifen 37 und Leiter 38 in einer Ebene halten. Die Leiter 38 können in einem leicht sinusförmigen oder "welligen" Muster ausgelegt werden, um sie gegen Zugspannung zu schützen. Die vorliegende Leiterlän genkapazität wurde mit 5,5 m angegeben, kann jedoch größer sein. Übliche Laminate mit äußeren Schichten aus Latexgummi und zweiteiligem Polyuhrethankernfüllung 44 dazwischen sind 1,2 mm dick × 7 mm breit und enthalten Fasern 38 von 0,5 mm Durchmesser mit einem Polymethylmethacrylatkern. Kleinere Laminate sind bei Verwendung einer Faser 38 von 0,2 mm Durchmesser möglich. Die übliche, behandelte, empfindliche Zone 33 ist für 0,5 mm Fasern 12 mm lang und für 0,25 mm Fasern 6 mm lang. Ein typischer Sensor ist in 26 gezeigt.
  • Verdrillungs- und Biegesensoren des Schleifentyps können so verschachtelt sein, daß sie auf der Unterlage eng zusammen liegen.
  • Obgleich Schleifentypen im Detail beschrieben worden sind, werden bestimmte vorteilhafte Sensorausführungsformen auf eine Unterlage unter Verwendung von vereinfachten Symbolen in den 2730 dargestellt. Diese "Hockeyschläger"-Bilder 50 können als behandelte, gebogene, verstärkte Fasersensoren 51 mit reflektierenden Enden 52 betrachtet werden, die in bekannter Weise reflexartig arbeiten. Die "Schaufel"-Teile 53 jedes Bildes 50 sind behandelt und so angeordnet, daß sie auf Biegung um die Achsen 15, die in einem Winkel zur Schaufellänge erfolgen, ansprechen.
  • In 27 sind die Sensoren querformatig angeordnet, wobei die Fühlerabschnitte 53 die Mittellinie 54 der Unterlage unter gespreizten Winkeln überschreiten. Zur Verdeutlichung ist die zeichnerische Darstellung der Leiter 55 unterbrochen, wobei die dazwischen liegenden Trägerabschnitte weggelassen sind. Die von jedem Sensorpaar kommenden Signale können jedoch, wie oben beschrieben, zum Zwecke der Summen- und Differenzbildung zu Betriebsverstärkern geleitet werden. Wenn die sensorischen Teile auf denselben Flächen (nach außen oder nach innen gerichtet) liegen, dann messen die Summen der Signale die Biegung und die Differenzen messen die Verdrillung.
  • Während die 27 und 28 gekreuzte Sensorpaare auf einer einzigen Unterlage 8 darstellen, zeigen die 29 und 30 zwei teilweise mit instrumentierten Unterlagen 8, 8a, die, wenn sie zu einem Laminat 56 mit den Sensoren in der Mitte zusammengebaut werden, eine Sensoranordnung 56 bilden, bei der die Sensoren wirksam in einem kollektiven "Substrat" eingebettet sind, und zwar in geeigneter Weise längs der neutralen Achsen der Anordnung 56.
  • Anstatt die Sensorschleifen 53 paarweise zusammen auf der Unterlage 8 anzubringen, kann die Hälfte jedes Paares anfänglich, wie in 29 gezeigt, abgelegt werden, und eine zweite nahezu identische Unterlage mit Schleifen kann dann auf der ersten Unterlage angeordnet werden, wie in 29a gezeigt. Die behandelten Oberflächen 53 der 29, 29a müssen auf entgegengesetzten Flächen liegen, um dieselbe Konfiguration wie in 27 zu erreichen. Wenn die Bearbeitung auf denselben Flächen in den 29, 29a erfolgt, dann werden die Ausgänge von dem Betriebsverstärker 42 beim Messen der Biegung und Verdrillung vertauscht. Zur Vergrößerung der Steifigkeit und um zu verhindern, daß ein Sensor eines Paares den anderen biegt, kann ein Band aus Gummi, Kunststoff oder Metall zwischen den beiden Unterlagen angeordnet werden.
  • Sobald die Unterlagen zusammengebaut sind, können beide zusammen laminiert werden, um doppelte Sensorreihen zu bilden, bei denen alle Leiter aus demselben Ende austreten. Eine Seitenansicht des sich ergebenden Laminats 56 ist in 30 gezeigt. Als Alternative dazu, daß die optischen Fasern direkt nebeneinander liegen, können die Unterlagen 8, 8a so miteinander verbunden werden, daß die Fasern auf der Außenseite eines gemeinsamen Kernsubstrats liegen.
  • Falls identische Halbunterlagen gebaut werden, so weisen im zusammengebauten Zustand die behandelten Oberflächenteile in entgegengesetzte Richtungen nach außen. Nichtsdestotrotz können dennoch durch Summenbildung und Differenzbildung der Ausgänge entsprechender Körper jedes Sensorpaares Verdrillungs- und Biegewerte geliefert werden.
  • Wenn die beiden äußeren Unterlagen 8 nur an ihren Rändern 57 verklebt werden, wird ein Innenraum 58 geschaffen, in dem die Leiter 55 für jeden Sensor 51 lose geführt werden können. Dadurch entsteht ein Werkzeug, das flexibel ist und unnötige Spannungskräfte auf die Leiter 55 der Sensoren vermeidet.
  • In derselben Weise wie für den flexiblen Fasersensor 51 dargestellt, können Schleifensensoren 33 auf einer Unterlage 8 verteilt werden. Die 31 und 33 zeigen zwei Arten des miteinander Verschachtelns von doppelschleifigen Sensoren zu Paaren, die gleichzeitig Biegung und Verdrillung messen. 32 ist eine Querschnittsansicht von 31, die erhabene Oberflächen 32 zeigt, auf denen die Schleifen 33 behandelte Oberflächenteile 32 tragen.
  • In 31 sind die Schleifen 33 in einer gespreizten "Y"-Konfiguration getrennt. In 33 überlappen sich die Schleifen in einer "X"-Konfiguration, wobei ihre Mittellinien noch gespreizt sich in ihrer Schrägausrichtung befinden. In beiden 31 und 33 sind die Mittellinien 46 der Schleifen 33 von der Mittellinie 54 der Unterlage 8 schräg nach außen verlaufend angeordnet. Dieser Winkel 59 ist vorzugsweise für alle Sensoren 33 auf beiden Seiten der Unterlage 8 gleich. Auf diese Weise können sowohl Biege- als auch Verdrillungswerte erhalten werden, indem die Ausgänge summiert und addiert werden. Wenn der Winkel 59 maximal 45 ° beträgt, so werden direkte Signalstärken entsprechend der Biegung und Verdrillung erhalten.
  • In 34 ist ein Strang verschachtelter Schleifensensoren 37 gezeigt, die auf einer Bandunterlage 8 linear verteilt sind. Jede der verschachtelten Schleifen kann zwischen Biege- und Verdrillungssensoren wechseln, oder in jedem verschachtelten Paar kann ein Sensor die Biegung und der andere die Verdrillung messen.
  • Ebene Reihen 60 von Sensoren lassen sich dadurch zusammenbauen, daß die Ränder des Unterlagebandes 8 miteinander verklebt werden, so daß ein Trägerbogen 8a entsteht. Dies ist in zwei unterschiedlichen Formaten entsprechend den vorherigen 34 und 33 in den ebenen Reihen 60 der 35 und 37 dargestellt. Alternativ dazu können Sensoren analog zu der Darstellung in den 29 und 30 mit zwei flexiblen Bögen verklebt werden, die als Träger dienen, und diese Bögen können übereinander gelegt und zur Bildung eines instrumentierten Sensorwerkzeugs ebener Form verklebt werden.
  • Dieser Erfindungsgegenstand wurde aufgebaut und in ebener Bandform mit acht Sensorpaaren dargestellt, von denen jedes Paar gemeinsam Biegung und Verdrillung mißt. Schleifen in Fasern von 0,25 mm Durchmesser wurden so geformt und behandelt, daß sie den Verfahren des US-Patents 5 531 257, der PCT-Anmeldung PCT/CA 94/00 314 und dem SPIE-Artikel SPIE-Band 2839, S. 311–322, 1996 entsprechen. Diese Schleifen wurden paarweise alle 5 cm unter 45 ° zur Längsachse einer Latexunterlage von 0,32 mm Dicke und 12 mm Breite angebracht. Der Lichtverlust betrifft Teile der Fasern, die von der Unterlage abgewendet, d. h. nach außen gerichtet waren; die Spitzen der Schleifen lagen annähernd 1 mm innerhalb des Randes der Unterlage. Die Sensoren waren paarweise in gekreuzter Form angeordnet, wobei Lichtverlustzonen so lagen, daß der sensorische Teil jeder Schleife die axiale Mitte der Unterlage kreuzte. Die Leiter der Schleifen waren ge bogen und axial über das Ende jeder Unterlage hinausgeführt, wobei die Leiter nicht näher als 1 mm zum Rande angeordnet waren.
  • Während des Prozesses wurden Faserleiter (38 in 25) auf Organisatorkarten paarweise gehalten. Eine Faser jedes Paares war mit einer lichtemittierenden Diode (LED) 40 verbunden. Im allgemeinen können acht oder mehr Fasern 38 durch dieselbe LED belichtet werden. Die andere Faser jedes Paares war mit einer Fotodiode 61 verbunden, also eine Faser pro Fotodiode. Herkömmliche Transimpedanzverstärker 62 verwandelten den Fotodiodenstrom in Spannung. Diese Spannungen wurden auf Summen- und Differenzverstärker 42 gegeben (oder können sofort digitalisiert werden). Analoge Summen und Differenzen wurden digitalisiert und zur weiteren Verarbeitung einem Computer 61 zugeführt.
  • Eichverfahren
  • Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht aus Paaren faseroptischer Sensoren, die in Bereichen arbeiten, bei denen sich der Lichtintensitätsdurchsatz jedes einzelnen Sensors linear mit der Krümmung ändert. Wenn die Erfindung flach ist (keine Krümmungen vorliegen), sollten möglicherweise alle Intensitäten gleich sein, so daß dann, wenn paarweise Summenbildung und Differenzbildung stattfindet, alle Differenzen Null sind und alle Summen denselben positiven Wert haben. Dadurch reduziert sich der Rechenaufwand, und es wird ein minimales Zusammenwirken zwischen Biege- und Verdrillungsausgängen sichergestellt.
  • Wie bei einem herkömmlichen Verfahren zur Einstellung der Lichtintensitäten kann von optischen Mikrofaser-"Widerständen" Gebrauch gemacht werden, indem unbehandelte Abschnitte der Fasern zwischen Schichten aus Metall und schwarzem Kunststoff gepackt werden, die elastisch, jedoch steif genug sind, um eine aufgebrachte Biegung zu behalten. So wird beispielsweise eine Sandwich-Packung aus den folgenden 4 × 20 mm Schichten hergestellt: schwarzes Vinylband, schwarzes, doppelseitiges Klebeband, Faser entlang der 20 mm Abmessung in der Mitte, schwarzes Vinylband, 0,010'' Messing. Optische Signale lassen sich durch Fasern hindurchleiten, die in diesen Sandwiches enthalten sind, und biegen, um die Signale auf alle Werte einzustellen, beginnend mit dem niedrigsten Wert, so daß gleich sind. Dieses Einstellverfahren ermöglicht wiederholte Verringerung und Wiederherstellung innerhalb breiter Grenzen, so daß Einstellungen sehr genau sein können und ursprüngliche Fehler verzeihen.
  • Sobald die individuellen Sensorwerte gleich sind, können die digitalisierten Ausgänge von den Lichtsensoren an einen Computer übertragen werden. Eine Alternative besteht darin, zunächst die Summen und Differenzen in analoger Form zu bilden und diese dann an einen Computer zu schicken. Für jeden Fall kann dann die Eichung der Werte, die Biegungen und Verdrillungen darstellen (oder Biegungen, Biegungen und Verdrillung) in dem Computer ausgeführt werden.
  • Da bei der bevorzugten Ausführungsform die Sensoren linear sind, sind auch die Summen und Differenzen linear. Um die Erfindung zu eichen, braucht die Eichung nur an zwei Punkten jedes Biege- und Verdrillungsbereiches stattzufinden. Ein bevorzugtes Eichverfahren der Erfindung für Biegung in ihrem Strang- oder Bandformat besteht darin, das Band zunächst flach zu legen und alle Biegewerte im Computer auf Null zu setzen. Dann kann die Erfindung zu einem Band auf einem zylindrischen Dorn ausgebildet werden, und Verstärkungen (multiplikative positive oder negative Zahlen) lassen sich jedem Biegewert zufügen, bis alle Computerbiegewerte gleich einer Konstanten sind, die der einheitlichen Krümmung, gesehen am Umfang des Dorns, entspricht. Da keine Abweichungen (hinzugefügte oder abgezogene Werte) verwendet worden sind, enthält das Computer-"Bild" des Bandes alle Nullwerte, sobald das Band wieder flach liegt.
  • In ähnlicher Weise können zunächst die Verdrillungswerte bei dem flachliegenden Band auf Null gesetzt werden, daraufhin können Verstärkungen angewendet werden, sobald das Band gerade gehalten wird, jedoch eine gleichförmige Verdrillung über seine volle Länge mit Hilfe einer Befestigungseinrichtung erfährt, die die Enden in unterschiedlichen Drehwinkeln um die Längsachse festhält. Ein Beispiel bildet die Befestigung des Bandes in axialer Richtung in einer Drehbank und das Drehen des Drehbankkopfes um eine bekannte Strecke.
  • Eine bevorzugte Eichmethode für das gleichzeitige Verdrillen und Biegen besteht darin, daß zunächst die Biege- und Verdrillungswerte auf Null gesetzt werden, während das Band flach gehalten, und dann dem Band eine gleichförmig spiralförmige Form rund um einen zylindrischen Dorn gegeben wird. Da eine Spirale eine konstante Krümmung und eine konstante verteilte Verdrillung hat, können alle Biegungen verstärkt werden, und zwar separat zu allen Verdrillungen, um ein Computerbild der Spirale zu erhalten.
  • Die obigen sich auf einen Dorn gründenden Eichmethoden lassen sich im Computer automatisieren, weil alle gewünschten Biege- und Verdrillungswerte von Haus aus von der Dorninformation bekannt sind und nicht zusammenwirken. Die Prozedur ist einfach, indem eine Nachschlagtabelle für Verstärkungen geschaffen wird, derart, daß für jedes Biegesignal das Biegesignal mal seiner zugeordneten Verstärkung gleich einer Konstanten ist, und eine ähnliche Prozedur für Verdrillungen stattfindet.
  • Für Sensoren, die nicht linear sind, kann eine ähnliche Prozedur Anwendung finden, jedoch müssen mehr als zwei Punkte geeicht werden, was mehr Dorne und mehr Schritte erfordert.
  • Genauigkeit und Präzision
  • Präzision (Auflösung) ist definiert als das, was über ein Geräusch hinaus gehört werden kann, wobei keine Langzeitabweichungen zählen.
  • Genauigkeit ist definiert als das, was auf einer absoluten Skala gemessen werden kann, und zwar selbst bei Langzeitabweichung.
  • Präzision, die aus empirischer Messung auf der Grundlage von Prototypversionen der Erfindung bestimmt wurde, wurde festgelegt zu etwa 1–3 mm pro Meter Bandunterlagenlänge. Eine Präzisionsberechnung auf der Grundlage von 0,02 Grad Auflösung für jeden Biegesensor und unter Verwendung von 20 Sensorpaaren bei einem Abstand von 5 cm auf 1 Meter Band bietet im schlechtesten Fall den Wert von 0,35 mm, rms = 0,09 mm pro Meter Band.
  • Absolute Genauigkeit, hauptsächlich beeinflußt durch Langzeitabweichung, wurde auf der Grundlage einer Annahme von 1 % Abweichung über zwei Monate eines Standardsensors berechnet. Für 1 Meter Band mit 20 Sensorpaaren wurde im schlechtesten Fall ein Fehler von 0,5 cm/Monat und ein rms-Wert von 1,1 mm/Monat erhalten. Im allgemeinen addieren sich die Fehler nicht. Der Fehlerbeitrag zur Endpunktposition ist größer für Segmente des Bandes, die näher an dem fixen Bezugspunkt liegen.
  • Die Erfindung wird beim Einfangen einer menschlichen Bewegung, wie in den 38 und 39 gezeigt, benutzt. In 38 ist längs des Oberarms 63, Unterarms 64 und der Hand 65 eines Trägers eine bandartige Unterlage befestigt. Die Sensorleiter 66 enden in einer Endbox 67, die bequem auf der äußeren Kleidung angebracht ist und die Signale 68 an einen Computer 69 übermitteln. Das instrumentierte Band ist an den gewünschten Körperteilen durch Klebeband 70 angeheftet. Für das Band werden keine kritischen Befestigungspunkte verlangt, obgleich die Effizienz des Rechners mit bevorzugten Lagen verbunden sein kann.
  • Während das Band in der Lage ist, die Form der Oberfläche, an der es angepaßt ist, beispielsweise den Unterarm 64, tatsächlich zu messen, kann es ausreichen, nur die Ausrichtungen der Glieder für gewisse Segmente des Bandverlaufs zu ermitteln. An den Händen 65 können Daten bezüglich der Form sowie der Ausrichtung abgegriffen werden. Schleifen 61 lassen sich bequem am Ellbogen und den Handgelenken ausbilden, von denen keine Daten gesammelt werden müssen mit Ausnahme der Orte der begrenzenden Enden der Form sowie der Ausrichtung der Meßabschnitte. Diese abgetrennten Segmente 71 können sich frei in den Raum erstrecken, also vollständig ungezwungen. Vorteilhafterweise schaffen sie für den Träger Bequemlichkeit und Mobilität.
  • 39 zeigt ein Sensorband in einer Leitung, die am Arm einer Person befestigt ist. Die Konfiguration und der Zweck sind die gleichen wie in 38 mit Ausnahme der Tatsache, daß das Band und die Leitung schraubenförmig rund um den Arm angeordnet sind. Das Sensorband 8 ist flexibel, um den Arm gewickelt und auch mit einem Sensorabschnitt 73 versehen, der an wenigstens einem Finger angebracht ist. Der Sensorabschnitt 73 ermittelt die Fingerbewegung und mißt sie, beispielsweise dann, wenn ein Schalter betätigt wird. Dadurch wird ein Computerbild erzeugt, das der Oberfläche des Arms folgt, so daß das Bild einige der Elemente eines geschlossenen Raumes hat. Die Leitung ist bei dieser Konfiguration nicht notwendig, kann jedoch die Anzahl der erforderlichen Sensoren dadurch verringern, daß sie die Kurven glättet. Von dem Bild können nicht nur eine zentrale Oberfläche oder Linie abgeleitet werden, die angelenkte Glieder darstellen, um eine "Klebefigur" des Arms zu modellieren, sondern das Bild kann auch dazu benutzt werden, sich ausbeulende Muskeln oder andere Änderungen, die mit dem Volumen und der Form der Oberfläche verbunden sind, zu modellieren. In einer ähnlichen Weise könnte die Spiralform oder andere sinusartige oder serpentinenartige Formen zur Erzeugung eines volumetrischen Modells anderer Teile des Menschen oder Tieres oder irgendeines anderen physikalischen Körpers verwen det werden. Beispielsweise können Sensorbänder während der Atmung für Bildänderungen des Torsovolumens oder der Torsoform benutzt werden.
  • Während die Anschlußdose 67 als Bezugspunkt für die Definition der Lage, Ausrichtung und Form der gemessenen Oberflächen im Raum dienen kann, kann jeder beliebige Punkt auf dem Band gleichermaßen als Bezugspunkt benutzt werden. Dies kann einen Knochenvorsprung auf dem Halswirbel oder Nacken des Genicks einschließen, über den das Band läuft. Dadurch werden besonders gute Bedingungen für die Bewegungseinfangtechnologie geschaffen, weil das Band dann als Bezugsmittel für einen begrenzten Ort auf dem menschlichen Skelett dient.
  • Der Ausgang des Computers 69, wie bei allen Anwendungsfällen der Erfindung, kann zu einem Videodisplay 72 des die geometrische Konfiguration des Formmeßwerkzeugs im Raum führen sowie der Oberfläche, auf der es angebracht ist.
  • Als weiteres Beispiel für die Verwendung der Erfindung ist in 40 eine ebene, axiale Krümmung 78 in einer Bogen- oder Sinusform gezeigt, die von einer Bezugsoberfläche 74 an dem einen Ende getragen wird und an dem freien Ende an einem Körper 75 endet, der in der Lage ist, die kartesische Positionierung und Ausrichtung der x-, y-, z-Lage zu schaffen, sowie Ausrichtungen bezüglich Abrollen, Neigen und Klemmen. Der Abschlußkörper 75 kann ein Knopf mit einem Schalter oder Stecker sein, der als Betätigungsjoystick dient, um Positionssignale 76 in sechs Freiheitsgraden an ein gesteuertes System zu schicken, beispielsweise einen Roboter.
  • Zusammenfassung
  • Die obigen Ausführungen bilden eine Beschreibung spezieller Ausführungsformen, die zeigen, wie die Erfindung angewendet und in Benutzung genommen werden kann. Diese Ausführungsformen sind nur Beispiele. Die Erfindung ist in ihren breitesten und spezielleren Aspekten in den folgenden Ansprüchen weiter beschrieben und definiert.
  • Diese Ansprüche und die in ihnen benutzten Ausdrücke sollen als Begriffe für Varianten der Erfindung verstanden werden, die beschrieben worden ist. Die Ansprüche sind jedoch nicht auf diese Varianten beschränkt, sondern sollen so verstan den werden, daß sie den vollen Schutzbereich der Erfindung abdecken, der die Erfindung und ihre hier dargestellte Offenbarung beinhaltet.

Claims (20)

  1. Meßwerkzeug zur Bereitstellung von Daten, die einer geometrischen Konfiguration im Raum entsprechen, umfassend: (1) eine flexible Unterlage, die wenigstens in zwei Freiheitsgraden biegbar ist; (2) beabstandete Biegesensoren und Verdrillungssensoren, die in bekannten entsprechenden Biegesensor- und Verdrillungssensorabstandsintervallen auf der Unterlage gekoppelt sind, um Krümmungssignale zu erzeugen, die den entsprechenden örtlichen Biegezustand und die Verdrillung anzeigen, welche in der Unterlage an den entsprechenden Stellen herrschen, wobei die Biegesensoren und Verdrillungssensoren mit der Unterlage verbunden sind; und (3) eine Sensordatenverarbeitungseinrichtung, die mit den Biegesensoren und den Verdrillungssensoren zum Empfang von Krümmungssignalen von diesen Sensoren verbunden ist und die Daten bezüglich der geometrischen Konfiguration der Unterlage im dreidimensionalen Raum liefert, wobei die Sensordatenverarbeitungseinrichtung so arbeitet, daß sie die geometrische Konfiguration der Unterlage aus den Biege- und Verdrillungssignalen bestimmt, welche von den Krümmungssignalen abgeleitet werden, die von den Biegesensoren und den Verdrillungssensoren sowie durch die Abstandsintervalle für diese Sensoren geliefert werden.
  2. Meßwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesensoren und Verdrillungssensoren in gemeinsamen, geteilten Biege- und Verdrillungssensorabstandsintervallen entlang der Länge der Unterlage angeordnet sind.
  3. Meßwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestalt der Unterlage die Form eines langen Bandes hat und die Unterlage im wesentlichen auf Biegen entlang ihrer Länge um Achsen beschränkt ist, die quer zur Längsabmessung der Unterlage verlaufen, sich jedoch um diese Längsabmessung frei verdrillen können.
  4. Meßwerkzeug nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesensoren und Verdrillungssensoren als Biegesensorpaare ausgebildet sind, die längs der Unterlage an Orten zusammenliegen und entsprechend positioniert sind, um die Biegung, die um die entsprechenden, auseinander strebenden, sich schneidenden Biegeachsen stattfindet, zu messen, wobei die Biege- und Verdrillungssignale durch additives Kombinieren des Ausgangs der beiden zusammenliegenden Biegesensoren und durch Bildung einer Differenz aus dem Ausgang der beiden zusammenliegenden Biegesensoren erzeugt werden.
  5. Meßwerkzeug nach den Ansprüchen 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß (1) die Biegesensoren und Verdrillungssensoren optische Fasern aufweisen, die bezüglich ihres Krümmungszustandes empfindlich gemacht sind, indem die behandelten Oberflächenteile ihrer äußeren Oberflächen Licht absorbieren können, das durch diese Fasern geleitet wird; (2) daß die Fasern umkehrende Schleifen aufweisen und die behandelten Oberflächenteile im Bereich der Schleifen liegen; (3) daß die umkehrenden Schleifen Mittellinien bilden; (4) daß die Schleifen paarweise auf der Unterlage gelagert sind, um in jedem Paar einen kombinierten Biege- und Verdrillungssensor auszubilden, wobei die Unterlage eine Oberfläche bildet; und daß (5) die Ebenen der Schleifen parallel zu der Oberfläche der Unterlage verlaufen und (6) die Mittellinien der Schleifen in Bezug aufeinander in gespreizten Winkeln ausgerichtet sind, wodurch die Biege- und Verdrillungssignale dadurch erhalten werden, daß die Ausgänge der Schleifen in jedem Paar additiv kombiniert werden und ein Differenzwert aus den Ausgängen der Schleifen in jedem Paar gebildet wird.
  6. Meßwerkzeug nach den Ansprüchen 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesensoren und Verdrillungssensoren optische Fasern aufweisen, die bezüglich ihres Krümmungszustandes dadurch empfindlich gemacht worden sind, daß die behandelten Oberflächenteile ihrer äußeren Oberflächen durch diese Fasern hindurch leitendes Licht absorbieren.
  7. Meßwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Fasern umkehrende Schleifen aufweisen und die Fasern für ihren Krümmungszustand im Bereich der Schleifen empfindlich gemacht worden sind, um dadurch die Biegesensoren und Verdrillungssensoren zu schaffen.
  8. Meßwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage ein langes Band ist, die umkehrenden Schleifen der Verdrillungssensoren sich schneidende Mittellinien bilden und die Mittellinien der Schleifen mit der Längsabmessung des Bandes parallel verlaufen, die Schleifen Oberflächen aufweisen, die parallel zur Ebene der Unterlage liegen und von den Schleifen nach außen gerichtet sind und daß die behandelten Oberflächenteile jeder Schleife auf den nach außen gerichteten Oberflächen der Faser nur auf den entgegengesetzten Hälften und entgegengesetzt zu den nach außen gerichteten Oberflächen jeder Schleife angeordnet sind.
  9. Meßwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifen der Biegesensoren in verschachtelten Paaren angebracht sind, daß die behandelten Oberflächenteile der Fasern in den beiden Schleifen jedes Paares an komplementären, entgegengesetzten, nach außen gerichteten Oberflächenteilen in jeder Schleife liegen, wodurch dann, wenn die verschachtelten Schleifen eine gemeinsame Änderung der Biegekrümmung erfahren, die Intensität des Lichtes, das durch die entsprechenden Schleifen in jedem Paar fällt, sich im Wert in entgegengesetzten Richtungen ändert.
  10. Meßwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz der Ausgänge der Schleifen in dem verschachtelten Paar für die Sensordatenverarbeitungseinrichtung als Maß der Biegekrümmung dient.
  11. Überwachungswerkzeug für eine geometrische Konfiguration mit einer Konfigurationsüberwachungsbezugsoberfläche zur Messung der relativen Lage und Ausrichtung einer zu messenden Oberfläche im dreidimensionalen Raum in Bezug auf eine Bezugslage, umfassend: (1) eine flexible Unterlage, die sich im dreidimensionalen Raum krümmen kann und die Konfigurationsbezugsoberfläche trägt sowie einen Bezugsort und (2) mehrere Biegesensoren und Verdrillungssensoren, die als Winkelverschiebungssensoren dienen und auf der Unterlage in bekannten Intervallen entsprechend beabstandet sind, wodurch die Lage und Ausrichtung der Konfigurationsüberwachungsbezugsoberfläche im dreidimensionalen Raum in Bezug auf die Bezugslage geometrisch aus den Werten der Winkelverschiebung bestimmbar ist, die von den genannten Winkelverschiebungssensoren an ihren entsprechenden Orten auf der Unterlage geliefert werden, und zwar in Verbindung mit den Werten für die Intervalle, die diese Sensoren trennen.
  12. Werkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesensoren und Verdrillungssensoren untereinander verteilt sind.
  13. Werkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesensoren und Verdrillungssensoren miteinander zusammen liegen.
  14. Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Biegesensoren und Verdrillungssensoren zwei Biegesensoren gehören, die so angeordnet sind, daß sie die Biegung in auseinanderstrebenden Richtungen messen, um aus der Summe und der Differenz der Ausgangssignale der Biegesensoren Biege- und Verdrillungssignale zu bilden.
  15. Werkzeug nach den Ansprüchen 11, 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage eine bandartige Konfiguration mit einer Längserstreckung hat, wobei die bandartige Struktur sich entlang ihrer Länge frei um Achsen biegen kann, die quer zu ihrer Längserstreckung verlaufen, jedoch einer Biegung Widerstand entgegensetzt um Achsen, die parallel zur Längserstreckung des Bandes verlaufen.
  16. Werkzeug nach den Ansprüchen 11, 12, 13 14 oder 15 zur Messung der relativen Lage und Ausrichtung von ersten und zweiten Oberflächen im Raum, die in Bezug aufeinander gemessen werden sollen, wobei das Werkzeug aufweist: (1) einen ersten Teil der Formüberwachungsbezugsoberfläche, welcher neben einer ersten Oberfläche liegt, die zu messen ist, und (2) einen zweiten Teil der Formüberwachungsbezugsoberfläche, die neben einer zweiten Oberfläche liegt, die zu messen ist, wobei die ersten und zweiten Teile der Formüberwachungsbezugsoberfläche mit einem mittleren Teil des Überwachungswerkzeugs verbunden sind, der im Raum nicht behindert wird, ausgenommen an seiner Verbindung mit den ersten und zweiten Teilen der Formüberwachungsbezugsoberfläche.
  17. Werkzeug nach den Ansprüchen 11, 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage in Form eines Bogens vorliegt, der die Bezugsoberfläche trägt und auf dem die Biegesensoren und Verdrillungssensoren angebracht sind.
  18. Verfahren zur Lieferung von Daten, die die räumliche Konfiguration eines sich im dreidimensionalen Raum erstreckenden Weges definieren, umfassend die Bildung einer Unterlage in Form eines flexiblen Bogens in einer räumlichen Konfiguration längs des zu definierenden Weges, Schaffung von mehreren Biegesensoren und mehreren Verdrillungssensoren, die an der Unterlage in bestimmten Intervallen entlang des und in der Nähe des zu definierenden Weges angebracht sind, Sammeln von Biegesignalen und Verdrillungssignalen von den entsprechenden Sensoren und Verarbeiten dieser Signale zur Erzeugung von Daten bezüglich der räumlichen Konfiguration des Weges längs seiner Erstreckung im dreidimensionalen Raum, wobei die Verarbeitung der Signale dadurch stattfindet, daß Biegesignale und Verdrillungssignale von den Biegesensoren und Verdrillungssensoren zusammen mit zwischen ihnen vorhandenen Abstandsintervallen zur Schaffung solcher Daten kombiniert werden.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage die Form eines langen Bandes hat, dessen Biegung entlang seiner Länge auf Achsen quer zu seiner Längsabmessung beschränkt ist und dessen Verdrillung um seine Längsabmessung erfolgt.
  20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren optische Fasern aufweisen, deren Krümmungszustand empfindlich gemacht wird, indem die behandelten Oberflächenteile ihrer äußeren Oberflächen lichtabsorbierend gemacht werden für Licht, das durch die Fasern hindurch tritt.
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