DE69901229T2 - Kraftfahrzeugtürschloss - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung betrifft Verriegelungsvorrichtungen für Fahrzeugtüren, insbesondere für leichte Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge, die eine Kraftbetätigung zum Verriegeln und/oder Entriegeln beinhalten.
- Kraftbetätigtes Verschließen und Verriegeln von Türen wird immer bevorzugter, sowohl als Teil von Zentralverriegelungssystemen als auch zum Ermöglichen einer wirksameren Abdichtung von Türen und einer größeren Freiheit im Styling und Design. Eine kraftbetätigte Entriegelung hat die Vorteile des Verzichts auf viele der mechanischen Kopplung und Komponenten, die für herkömmliche Innen- und Außenhandtürgriffe erforderlich sind, und der Bereitstellung von einheitlichen Schloß- und Riegelmodulen mit Standardform, die rasch in Türen einer breiten Palette von Fahrzeugmodellen und -typen ohne spezielle Anpassung eingebaut werden können.
- Ein kraftbetätigter Fahrzeugtürriegel ist beispielsweise aus DE-A-195 01 493 bekannt.
- Die Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung von Verbesserungen in Fahrzeugtür-Verriegelungsvorrichtungen, insbesondere die Bereitstellung von Riegeln mit einer Kraftentriegelungseinrichtung in einer wirtschaftlichen, wirksamen und zuverlässigen Form.
- Gemäß der Erfindung wird eine Fahrzeugtür-Verriegelungsvorrichtung bereitgestellt mit einem drehbar montierten oder anderen Riegel, der wirkungsmäßig mit einer Schließplatte zusammenarbeitet, wenn sich die Tür ihrer geschlossenen Position nähert, einer Sperrklinke, die mit dem Riegel selbständig in Eingriff kommt, um ihn im verriegelten Zustand und die Tür zu halten, und einer Entriegelungseinrichtung, die wahlweise betätigt werden kann, um die Sperrklinke zum Öffnen der Tür auszuklinken, wobei die Entriegelungseinrichtung einen Klinkenheber, der aus einer Ruhestellung beweglich ist, um die Sperrklinke mit dem Riegel außer Eingriff zu bringen, und ein kraftbetriebenes Abgabeelement, das wahlweise beweglich ist, um am Klinkenheber anzugreifen und diesen aus der Ruhestellung zu verschieben, umfaßt; dadurch gekennzeichnet, daß das Abgabeelement ein Stößel ist, der durch einen Antriebsmotor vorgeschoben und zurückgezogen wird und auch seitlich in eine inaktive Winkelposition verschiebbar ist, in der er mit dem Klinkenheber nicht in Eingriff steht, und daß die Entriegelungseinrichtung ferner eine Führungseinrichtung umfaßt, die den Bewegungsweg des Stößels steuert, mit einem Führungsbahngebilde an entweder dem Stößel oder einem stationären Teil der Vorrichtung, das mit einem Abtaster am anderen des Stößels und des Teils zusammenwirkt, um zu bewirken, daß der Stößel während des Rückzugs von seiner vorgeschobenen Position in die inaktive Position verschoben wird, wodurch, wenn die Kraft während des Rückzugs ausbleiben sollte, eine manuelle Betätigung des Klinkenhebers zum Entriegeln durch den Stößel nicht behindert wird.
- Vorzugsweise umfaßt die Vorrichtung ferner ein Übersteuerungsgebilde, das durch manuelles Verschieben des Klinkenhebers unabhängig vom Stößel betätigt wird, um den Stößel in die inaktive Position zu verschieben, wenn die Kraft während des Vorschubs oder in der vorgeschobenen Position ausbleiben sollte, so daß die manuelle Verschiebung durch den Stößel nicht blockiert wird, wenn er nicht durch den Abtaster und das Führungsbahngebilde verschoben wird.
- Ein Beispiel der Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen genauer beschrieben, in denen:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Fahrzeugtür-Verriegelungsvorrichtung ist, wobei einige Teile, die für die Erfindung nicht relevant sind, der Deutlichkeit halber entfernt sind,
- Fig. 2 eine Vorderansicht davon ist, mit einem Entriegelungsmechanismus in einem Ruhezustand,
- Fig. 3 eine ähnliche Vorderansicht mit dem Mechanismus in einer anderen Position ist, und
- Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der Stößelführungseinrichtung des Mechanismus ist.
- Unter Bezugnahme zuerst auf Fig. 1 umfaßt die Verriegelungsvorrichtung, die wirkungsmäßig in einer Tür (nicht dargestellt) in bekannter Weise montiert ist, eine herkömmliche Drehverriegelungsklaue 10 mit einer Öffnung 12 zum Zusammenwirken mit einer Schließplatte (nicht dargestellt), die wirkungsmäßig am zugehörigen Türholm montiert ist. Eine Sperrklinke 16 kommt mit der Klaue in bekannter Weise selbständig in Eingriff, um sie und daher die Tür in einer ersten Sicherungsposition, in der die Tür fast geschlossen ist, und einer inneren Position, die in Fig. 2 dargestellt ist, in der die Tür vollständig geschlossen ist, lösbar festzuhalten.
- Die Vorrichtung kann eine Vorrichtung zum angetriebenen Verschließen/Verriegeln der Tür und/oder zum ferngesteuerten, kraftbetätigten Verriegeln und Entriegeln umfassen.
- Die Entriegelungseinrichtung umfaßt einen Klinkenheber 20 in Form eines zweiarmigen Hebels, der koaxial mit der Klinke 16 drehbar gelagert ist, welcher an der letzteren angreift, wenn er aus seiner Ruhelage, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, winkelmäßig verschoben wird, was somit das Ausklinken der Klinke 16 aus der Klaue 10 bewirkt, um die Tür zum Öffnen freizugeben. Eine manuell betätigbare Löseeinrichtung umfaßt einen Handlösehebel 21, der ebenfalls koaxial mit der Klinke 16 längsseits des Hebers 20 drehbar gelagert ist. Der Hebel 21 ist mit dem Heber 20 zur Bewegung des letzteren, wenn sich ein Schloßverbindungsstück (nicht dargestellt) im entriegelten Zustand befindet, gekoppelt. Ein Handlöseelement der Tür (nicht dargestellt), z. B. ein Türgriff, ist mit dem Hebel 21 gekoppelt.
- Eine kraftbetätigte Entriegelungseinrichtung der Vorrichtung umfaßt einen Elektromotor 22, der in beiden Drehrichtungen betrieben werden kann. Eine Schnecke 24 an der Abtriebswelle des Motors steht mit einer Mutter 26 in Eingriff, um die letztere in einer vertikalen Bahn zu verschieben, wie in den Zeichnungen zu sehen ist.
- Ein Abgabeelement in Form eines Lösestößels 28 ist an seinem unteren Ende drehbar an der Mutter 26 angebracht, so daß er durch diese nach oben und unten getrieben wird.
- Wenn der Stößel 28 geradlinig mit der Schnecke 24 ausgerichtet ist, steht sein oberes Ende mit einem Arm des Klinkenhebers 20 in Eingriff und verschiebt diesen, wie in Fig. 2 gezeigt, wenn der Stößel durch den Betrieb des Motors 22 vertikal aus seiner untersten Ruhelage verschoben wird, was bewirkt, daß der Heber 20 die Klinke 16 löst, was die Klaue 10 zum Öffnen der Tür freigibt.
- Wegen seiner Drehbefestigung kann der Stößel 28 auch winkelmäßig in eine inaktive Position, die in Fig. 3 gezeigt ist, verschoben werden, in welcher sein oberes Ende selbst in seiner obersten vorgeschobenen Position nicht mit dem Heber 20 in Eingriff steht.
- Die Bewegungsbahn des Stößels 28 wird durch eine Führungseinrichtung mit einem Führungsbahngebilde 30 gesteuert, das in Fig. 4 im einzelnen gezeigt ist und das auf einer Grundplatte oder einem anderen stationären Teil der Vorrichtung getragen wird und mit einem Abtaster 32 an einem mittleren Teil des Stößels 28 zusammenwirkt. Der Abtaster 32 umfaßt ein röhrenförmiges Gehäuse, das einen Abtasterstift (nicht dargestellt) positioniert, der durch eine Feder mit dem Führungsbahngebilde 30 auf einer Achse, die zur Drehachse des Stößels 28 parallel, aber von dieser beabstandet ist, elastisch in Eingriff gedrückt wird.
- Mit Bezug auf Fig. 4 weist das Führungsbahngebilde 30 eine Umfangsführungswand 34 und innerhalb der hohlen Aussparung, die von dieser Wand umrahmt ist, eine Steuerkurvenrampe 36 auf halber Strecke entlang des linken Wandabschnitts, wie in der Zeichnung zu sehen ist, auf Die untere Fläche der Rampe 36 ist nach oben aus der Aussparung heraus abgeschrägt und ihre obere Fläche ist nach unten und nach rechts abgeschrägt. Die restliche rechte Fläche der Rampe ist vertikal.
- Der Bodenabschnitt 34a der Führungswand ist so abgeschrägt, daß er nach unten und links abfällt.
- Wenn sich der Stößel 28 in seiner untersten Ruhelage (Fig. 1) befindet, befindet sich der Stift des Abtasters 32 in der untersten Ecke der Fühmngsbahnaussparung an Position A in Fig. 4. Wenn der Stößel 28 nach oben getrieben wird, läuft der unter Federspannung stehende Abtasterstift die untere abgeschrägte Fläche der Rampe 36 hoch und über diese, bis er in die Aussparung an Position B der oberen linken Ecke zurückschnappt.
- Beim Rückkehrhub durch Umkehr des Motors 22 wirkt die abgeschrägte obere Fläche der Rampe 36 mit dem Abtasterstift zusammen, um den Stößel 28 über den Hauptteil seines Rückkehrhubs winkelmäßig nach rechts zu verschieben, wobei er erst dann in eine geradlinige Ausrichtung zurückgeführt wird, so daß er in die Position A zurückkehrt, wenn der Stift mit dem abgeschrägten unteren Wandabschnitt 34a zusammenwirkt.
- Die Verschiebung des Stößels 28 in diesen inaktiven Zustand während des Rückkehrhubs stellt sicher, daß der Stößel die freie Bewegung des Klinkenhebers 20 nicht blockieren kann, wenn die Kraft während des Rückzugs des Stößels ausbleiben sollte, was den Heber 20 zur manuellen Betätigung durch den Lösehebel 21 frei beläßt, so daß das Verriegeln und Entriegeln der Tür nicht verhindert wird.
- Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Kraft während des Vorwärts/Aufwärtshubs des Stößels 28, oder während er sich in seiner obersten Position befindet, ausbleiben könnte, was wiederum das manuelle Verriegeln und Entriegeln behindern würde. Für das Übersteuern der Kraftbetätigung ist mit einem Übersteuerungshebel 40, der drehbar links vom Stößel 28 montiert ist, eine weitere Maßnahme getroffen, wobei ein sich nach links erstreckender Arm des Hebels 40 mit einem Gebilde des Lösehebels 21 in Eingriff steht, so daß ein zweiter Arm des Hebels 40 an der Seite des Stößels 28 anliegt, um ihn winkelmäßig nach rechts frei vom Klinkenheber 20 weg zu bewegen. Es ist zu sehen, daß das Führungsbahngebilde 30 so geformt ist, daß keine Behinderung für diese Winkelverschiebung an irgendeinem Teil der vertikalen Bewegungsbahn des Stifts des Abtasters 32 von A nach B besteht.
- Die beschriebene Anordnung schafft eine kraftbetätigte Entriegelung in einer einfachen und zuverlässigen Weise mit wenigen zusätzlichen Komponenten und einer kompakten Konstruktion, die ihre Integration in Standard-Riegel- und Verriegelungsvorrichtungen erleichtert, und mit einer ausfallsicheren Betätigung, indem ein manuelles Übersteuern des Kraftbetätigungsmechanismus unter allen Bedingungen möglich und sicher ist, und wenn die Kraft zu irgendeinem Zeitpunkt während des Betätigungszyklus ausbleiben sollte, beispielsweise wenn die Batterie des Fahrzeugs leer werden sollte, eine Sicherung durchgebrannt sein sollte, oder aufgrund irgendeines anderen elektrischen Ausfalls.
- Es ist selbstverständlich, daß Veränderungen in der vorher beschriebenen Ausführungsform vorgenommen werden können, beispielsweise könnten für einige Anwendungen andere Formen eines Kraftantriebs verwendet werden, z. B. eine Zahnstangenanordnung anstelle der beschriebenen Schnecke und Mutter. Die Anordnung der Führungseinrichtung kann auch verändert werden, beispielsweise könnte ein Führungsbahngebilde am Lösestößel 28 vorgesehen werden, das mit einem unter elastischer Beanspruchung stehenden oder anderen Abtaster an einer ortsfesten Stelle zusammenwirkt.
Claims (5)
1. Fahrzeugtür-Verriegelungsvorrichtung mit einem Riegel, der
wirkungsmäßig mit einer Schließplatte zusammenarbeitet, wenn sich die Tür ihrer
geschlossenen Position nähert, einer Sperrklinke (16), die mit dem Riegel
selbständig in Eingriff kommt, um ihn im verriegelten Zustand und die Tür zu halten, und
einer Entriegelungseinrichtung, die wahlweise betätigt werden kann, um die
Sperrklinke zum Öffnen der Tür auszuklinken, wobei die
Entriegelungseinrichtung einen Klinkenheber (20), der aus einer Ruhestellung beweglich ist, um die
Sperrklinke mit dem Riegel außer Eingriff zu bringen, und ein kraftbetriebenes
Abgabeelement, das wahlweise beweglich ist, um am Klinkenheber anzugreifen
und diesen aus der Ruhestellung zu verschieben, umfaßt; dadurch gekennzeichnet,
daß das Abgabeelement ein Stößel (28) ist, der durch einen Antriebsmotor (22)
vorgeschoben und zurückgezogen wird und auch seitlich in eine inaktive
Winkelposition verschiebbar ist, in der er mit dem Klinkenheber nicht in Eingriff steht,
und daß die Entriegelungseinrichtung ferner eine Führungseinrichtung umfaßt, die
den Bewegungsweg des Stößels steuert, mit einem Führungsbahngebilde (30) an
entweder dem Stößel oder einem stationären Teil der Vorrichtung, das mit einem
Abtaster (32) am anderen des Stößels und des Teils zusammenwirkt, um zu
bewirken, daß der Stößel während des Rückzugs von seiner vorgeschobenen
Position in die inaktive Position verschoben wird, wodurch, wenn die Kraft während
des Rückzugs ausbleiben sollte, eine manuelle Betätigung des Klinkenhebers zum
Entriegeln durch den Stößel nicht behindert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner ein
Übersteuerungsgebilde umfaßt, das durch manuelles Verschieben des
Klinkenhebers unabhängig vom Stößel betätigt wird, um den Stößel in die inaktive Position
zu verschieben, wenn die Kraft während des Vorschubs oder in der
vorgeschobenen Position ausbleiben sollte, so daß die manuelle Verschiebung durch den
Stößel nicht blockiert wird, wenn er nicht durch den Abtaster und das
Führungsbahngebilde verschoben wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Motor eine Schnecke, die mit einer Mutter in Eingriff steht, zum Vorschub und
Rückzug antreibt, wobei der Stößel für eine seitliche Verschiebung drehbar mit
der Mutter verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abtaster einen Stift umfaßt, der elastisch mit der Führungsbahn in Eingriff
gedrückt wird, wobei die Führungsbahn eine Steuerkurvenrampe aufweist, die so
geformt ist, daß der Stift über diese hinwegläuft, wenn der Stößel vorgeschoben
wird, um an dem Klinkenheber anzugreifen, aber längsseits der Rampe geführt
wird, um den Stößel beim Rückzug seitlich zu verschieben.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungsbahn einen Abschnitt umfaßt, der mit dem Stift in Eingriff steht, um den Stößel
aus der inaktiven Position zurückführen, wenn er den vollständigen Rückzug
erreicht.
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