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1. Erfindungsumfeld:
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Vorliegende
Erfindung betrifft ein Gerät
zum Herstellen eines Lochs oder einer Vertiefung in einem Werkstück, das
flache oder gekrümmte
Schichten aus faserverstärktem
Verbundmaterial, Metall oder Kombinationen davon umfasst. Insbesondere,
bezieht sich die Erfindung auf ein Gerät gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
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2. Beschreibung des zugehörigen Stands
der Technik:
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Konstruktionen
für die
Luft- und Raumfahrt und für
anderen Anwendungen sind oft aus dünnen gekrümmten Schalen verschiedener
Materialien, wie Aluminium, Titan, rostfreiem Stahl und faserverstärkten Verbundwerkstoffmaterialen,
gefertigt. Bei diesen Konstruktionsanwendungen werden die verschiedenen
Komponenten oft mit Hilfe von Bolzenverbindungen befestigt. Die
Bolzenlöcher
für die
Luft- und Raumfahrtkonstruktionen weisen typischerweise einen Durchmesser
von 4 – 20
mm auf und genügen hohen
Qualitätsanforderungen,
um die Integrität
der Konstruktionen sicherzustellen.
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Die
Lochanforderungen beziehen sich auf Abmessung und Schaden. Die Abmessungsanforderungen
beinhalten, beispielsweise, den zylindrischen Lochdurchmesser, die
Höhe des
zylinderförmigen Teils
des Lochs, den Durchmesser und den Winkel von Ausfräsungen,
die Rundung, und die Ausrichtung in die Normalenrichtung der Fläche. Schadensbezogene
Anforderungen beinhalten unter anderem die zulässige Bohrgrathöhe, die
Oberflächenbeschaffenheit
und, im Bezug auf die faserverstärkten Verbundwerkstoffmaterialien,
die zulässigen
Delaminationen.
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Besondere
Probleme entstehen, wenn Löcher
in faserverstärkte
Materialien gebohrt werden. Polymerverbundwerkstoffmaterialien sind
im allgemeinen seit den 50er Jahren bekannt. Diese Materialien sind
aus einem üblicherweise
als Matrix bezeichneten Schutz- und Bindungspolymer, entweder einem
Thermoplast oder einem aushärtbaren
Plastikmaterial (Duroplast), und aus Fasern (beispielsweise Glas-,
Kohle-, oder Amidfasern), die als verstärkendes Material gelten, zusammengesetzt.
Die Fasern können
kontinuierlich und in bestimmten Richtungen angeordnet sein, oder
sie sind relativ kurz und zufällig
in der Matrix verteilt. Verbundwerkstoffe mit kontinuierlichen und
ausgerichteten Fasern ergeben Produkte, deren mechanische Eigenschaften,
insbesondere im Bezug auf ihre gewichtsabhängige Festigkeit und Steifheit,
denen herkömmlicher
Polymer- und Metallmaterialien überlegen
sind. Verbundwerkstoffe mit kurzen Fasern finden dort ihre Anwendung,
wo eher weniger anspruchsvolle Eigenschaften benötigt werden. Der eine Faktor,
der eine breite Verwendung der Verbundwerkstoffmaterialien erschwert,
besteht darin, dass ein effektives Verfahren zum maschinellen Schneiden
fehlt. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Verbundwerkstoffmaterialien
führen
dazu, dass die bekannten maschinellen Bearbeitungsverfahren im allgemeinen
nicht mit zufriedenstellenden Resultaten angewandt werden können.
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Produkte
aus Verbundwerkstoffmaterialien weisen oft Löcher für unterschiedliche Zwecke auf. Diese
Löcher
sind beispielsweise nötig,
um das Legen von Versorgungsleitungen, eine Anordnung oder eine
Inspektion zu ermöglichen.
Die Bolzenlöcher sind
eine besonders wichtige Lochkategorie. Konstruktionen für praktische
Anwendungen werden oft aus miteinander verbundenen Komponenten gebildet,
um das Endprodukt herzustellen. Der Sinn der Verbindung ist es,
die Belastung eines Konstruktionselements auf ein anderes zu übertragen.
Eine übliche Form
der Verbindung ist die Bolzenverbindung, bei welcher die Belastung
entweder durch Scher- oder Zugbelastung in dem Bolzen übertragen
wird. Die Stärke
der Bolzenverbindung wird zu einem beträchtlichen Grad von der Qualität und der
Genauigkeit des Lochs beeinflusst. Im Folgenden wird auf drei besondere
Problembereiche beim Herstellen von Löchern in polymerbasierten faserverstärkten Verbundwerkstoffmaterialien
Bezug genommen:
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1. Niedrige interlaminare
Festigkeit:
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Wenn
laminierte Verbundwerkstoffmaterialien maschinell bearbeitet werden,
besteht das Risiko, dass sich die Schichten aufgrund ihrer geringen
interlaminaren Festigkeit trennen (Delamination). Übermäßige Delaminationsschäden können die
Festigkeit des Laminats beeinträchtigen.
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2. Geringer Widerstand
gegen Hitze und Kälte
bei bestimmten Duroplasten:
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Die
während
der maschinellen Bearbeitung erzeugte Hitze kann dazu führen, dass
die Matrix aufweicht und das Werkzeug blockiert, so dass ein weiteres
maschinelles Bearbeiten unmöglich
wird. Um eine gute Lochqualität
zu erreichen, ist es deshalb nötig,
eine effektive Kühlung
der Werkzeug-/Lochkanten vorzusehen, und es ist nötig, das
durch das Schneiden entfernte Material (Schnitzel, Splitter, und Schleifstaub)
kontinuierlich von dem Loch zu entfernen.
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3. Hoher Verschleißwiderstand
der Fasern:
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Das
maschinelle Schneiden der Faserverbundwerkstoffe verursacht aufgrund
der guten Verschleißeigenschaften
der Fasermaterialien einen starken Verschleiß des Werkzeugs. Dies führt insbesondere
bei der Herstellung von Löchern
mit hohen Anforderungen an die Genauigkeit zu hohen Verschleißkosten.
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Die
zum Herstellen von Löchern
in Verbundwerkstoffe verwendeten Verfahren sind herkömmliches
Bohren, Ausbohren, Fräsen,
Sägen und
Schleifen. Das mit diesen so wie bisher verwendeten Lochformverfahren
einhergehende Problem besteht darin, dass aus verschiedenen Gründen die
Verfahren, von einem technischen/ökonomischen Gesichtspunkt aus,
nicht ausreichend effektiv sind.
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Hohe
Verschleißkosten
sind ein allgemeines Problem beim maschinellen Schneiden, wenn eine hohe
Präzision
gefordert ist. Große
Vorsicht muss angewandt werden, wenn gebohrt oder ausgebohrt wird,
um sicherzustellen, dass weder auf der Eintritts- noch auf der Austrittsseite
ein Delaminationsschaden entsteht. Spezielle Bohrer sind nötig, um
die geforderte Lochqualität
zu erreichen und spezielle Abläufe müssen formuliert
werden. Um übermäßige Delaminationsschäden auf
der Austrittsseite des Laminats zu verhindern, muss ein lokaler
laterale Druck um den Lochrand herum ausgeübt werden. Ein anderes früher offenbartes
Verfahren zum Schutz der Lochaustrittsseite vor Schäden sieht
vor, dass das Laminat mit einer zusätzlichen Schutzschicht ausgestattet
ist.
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Sägen ist
ein eindeutig ungeeignetes Verfahren Löcher mit einer hohen Anforderung
an die Genauigkeit herzustellen. Wenn Löcher durch Schleifen mittels
eines zylinderförmigen
röhrenartigen
Körpers hergestellt
werden, ist dessen bearbeitendes Ende mit einer verschleißresistenten
Oberflächenschicht beschichtet.
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Die
Löcher
werden dadurch hergestellt, dass das Oberflächenmaterial transversal abgeschleift wird,
wobei zuerst der Schleifkörper
zum Rotieren gebracht wird. Dieses Verfahren ist langsam und resultiert
in einer geringer Genauigkeit.
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In
diesem Zusammenhang sollte bemerkt werden, dass die Löcher herstellenden
Verfahren, bei denen ein um eine Rotationsachse drehend angetriebener
Körper,
auch dazu gebracht wird, eine orbitale Bewegung auszuführen (d.
h. die Rotationsachse ist derart verschoben, dass die Seite sich
relativ zu dem Lochrand bewegen kann), allgemein bekannt sind. SE
173 899 offenbart ein Bearbeitungswerkzeug mit einem Werkzeughalter,
der exzentrisch um eine Hauptachse rotiert, wobei der Abstand zwischen
Werkzeughalter und Hauptachse durch ein Führelement festgelegt ist, das
zusammen mit dem Werkzeughalter um die Hauptachse rotiert. Das zusammen
mit dem Werkzeughalter rotierende Führelement ist senkrecht zu
der Hauptachse angeordnet und als Nocken ausgebildet, der dazu fähig ist,
in Verbindung mit dem Werkzeughalter um sie zu rotieren, wobei der
Werkzeughalter mit dem Nocken des Führprofils in direktem Eingriff
ist. Die Vorteile dieser Erfindung bestehen unter anderem im Fehlen
eines Freilaufs und in der Platz sparenden Ausführung des Führelements. Trotzdem ist der
Versatz zwischen der Rotationsachse des Werkzeughalters und der
exzentrischen Rotationsachse fixiert und durch die Größe des Nockengetriebes
festgelegt. Demnach kann der Versatz, ohne das Nockengetriebe innerhalb
des Kopfes zu ersetzen, nicht einfach angepasst werden. SE 382 506
offenbart ein rotierend angetriebenes Kombinationsschneidwerkzeug
zum Herstellen von Löchern
in festen Werkstücken,
wobei die Löcher
mit einer konischen Anfangsabfasung ausgestattet sind.
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In
dem US-Patent No. 5,641,252 (Eriksson et al.) ist ein Verfahren
zum maschinellen Herstellen von Löchern in einem faserverstärkten Verbundwerkstoffmaterial
offenbart, das einen signifikanten technischen Fortschritt darstellt.
Die Mittelachse des Lochs verläuft
durch einen vorgegebenen Punkt auf der Oberfläche des Werkstücks und
ist bezüglich
der longitudinalen Faserrichtung in der unmittelbaren Umgebung des
Punkts in eine bestimmte Richtung ausgerichtet. Das Material wird
simultan in sowohl axialer als auch radialer Richtung dadurch bearbeitet,
dass das Werkzeug dazu gebracht wird, eine axiale Bewegung auszuführen und
nicht nur um seine eigene Achse, sondern auch exzentrisch um die
Mittelachse zu rotieren. Dieses Verfahren ermöglicht es, ohne eine Delamination
zu verursachen, maschinell in dem Verbundwerkstoffmaterial Löcher herzustellen.
Luft- und Raumfahrtkonstruktionen
und ähnliche Konstruktionen
werden typischerweise aus verschiedenen geschichteten Materialien
gefertigt. Besondere Probleme entstehen, wenn die Konstruktionen,
die mehreren Schichten verschiedener Materialien (Materialstapel)
umfassen, zusammen gebohrt werden. Diese Probleme umfassen Bohrgrate
zwischen den Schichten, sich wieder schließende Löcher, und Schäden in den
Füllmaterialien
zwischen den Schichten (liquid shims). Das Bohren von Löchern mit
herkömmlichen
Verfahren erzeugt eine Hitze, die einen schnellen Verschleiß des Werkzeugs
verursachen kann. Dieses Problem äußert sich insbesondere, wenn
Löcher
in Titan gebohrt werden.
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Außerdem ist
bekannt, eine herkömmliche Spindel
an einem Roboterarm zu befestigen und das Steuersystem des Roboterarms
dazu zu nutzen, die Bewegungen des Schneidwerkzeugs zu steuern.
Ein Problem besteht darin, dass die Genauigkeit und Qualität des resultierenden
Lochs durch die Robotermechanik und sein zughöriges Steuersystem, die für die Bewegung
und das Positionieren eines schweren Roboterarms konstruiert sind,
begrenzt sind. Demnach ist die Genauigkeit und Ausführung der
Robotermechanik und des Steuersystems nicht ausreichend, um beispielsweise
mit hoher Geschwindigkeit ein hochpräzises Befestigungsloch mit
der erforderlichen Bewegung maschinell herzustellen.
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WO
94/17944 offenbart ein im Oberbegriff von Anspruch 1 definiertes
Gerät.
Sein Radialversatzmechanismus wird durch den dritten Aktuator betrieben
und umfasst exzentrisch und axial verschobene Differentialschäfte und
einen weiteren exzentrischen, radial versetzten Schaft zum Anpassen
des radialen Abstands zwischen der Schneidwerkzeugachse und der
Hauptachse.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung eliminiert die Unzulänglichkeiten und Beschränkungen,
die mit den vorstehend offenbarten Verfahren einhergehen, und erlaubt
die vernünftige
und kosteneffektive Herstellung von Löchern, die frei von festigkeitsreduzierenden
Schäden
und Bohrgraten sind, und garantiert dadurch eine wiederholbar gute
Lochqualität.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Gerät gemäß dem hier beigelegten Anspruch
1 bereit.
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Die
exzentrische Rotationsbewegung ist eine strenge Rotationsbewegung,
d. h. sie wird mit einem konstanten oder einem sich kontinuierlich
veränderten
Abstand zwischen der Mittelachse und der Rotationsachse des Werkzeugs
ausgeführt.
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Das
Gerät weist
im Vergleich mit allgemein bekannten Geräten eine Zahl wesentlicher
Vorteile auf:
- 1. Das Gerät ermöglicht es, ohne irgendwelche Teile
ersetzen zu müssen,
den radialen Versatz zwischen der Rotationsachse des Schneidwerkzeugs
und der exzentrischen Rotationsachse einfach anzupassen.
- 2. Das Gerät
ermöglicht
die Herstellung von Löchern
höherer
Genauigkeit und Qualität
als durch die Verwendung des Roboterarmsteuersystems erreicht werden
kann.
- 3. Es erlaubte die Herstellung von Löchern in einem engen Toleranzbereich.
Die dimensionale Genauigkeit des Lochs wird im wesentlichen durch
die genaue Positionierung des Werkzeugs relativ zu einer Mittelachse
festgelegt. Die Anforderungen, die an die Geometrie des Lochs gestellt
werden, sind andererseits nicht besonders hoch; da jedes einzelne
Werkzeugs einfach vor dem Benutzen kalibriert wird.
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Kurze Figurenbeschreibung
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Die
oben genannten und andere Eigenschaften und Vorteile dieser Erfindung
und die Art ihrer Erlangung werden deutlicher, und die Erfindung
ist besser zu verstehen, wenn die folgende Beschreibung der erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
in Verbindung mit den zugehörigen
Zeichnungen gesetzt wird, wobei:
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1 eine
Vorder- und teilweise Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Spindeleinheit
ist;
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2 eine
Seiten – und
teilweise Schnittansicht der Spindeleinheit von 1 ist,
die so ausgerichtet ist, dass die Werkzeugachse und die Hauptachse
zusammenfallen;
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3 eine
vergrößerte Teilseitenansicht
des Radialversatzmechanismus der Spindeleinheit von 1 ist,
die so ausgerichtet ist, dass die Werkzeugachse und die Hauptachse
zusammenfallen;
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4 eine
Aufsicht auf die Spindeleinheit von 1 ist;
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5 eine
Seiten – und
teilweise Schnittansicht der Spindeleinheit von 1 ist,
die so ausgerichtet ist, dass die Werkzeugachse und die Hauptachse
versetzt sind;
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6 eine
Seiten – und
teilweise Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Spindeleinheit
ist, die so ausgerichtet ist, dass die Werkzeugachse und die Hauptachse
zusammenfallen;
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7 eine
vergrößerte Teilseitenansicht
des Radialversatzmechanismus der Spindeleinheit von 6 ist,
die so ausgerichtet ist, dass die Werkzeugachse und die Hauptachse
zusammenfallen;
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8 eine
Seiten- und teilweise Schnittansicht der Spindeleinheit von 6 ist,
die so ausgerichtet ist, dass die Werkzeugachse und die Hauptachse
versetzt sind; und
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9 ein
Querschnitt durch einen Werkstoff ist, der aus zwei verschiedenen
Materialien gefertigt ist, und ein Verfahren zeigt, um das Loch
nach einem anfänglichen
maschinellen Bearbeitungsschritt (Schritt 1) zu vergrößern, um
ein Führungsloch
herzustellen.
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Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen die gleichen entsprechenden Teile in allen
Ansichten. Die hier angegebenen Beispiele illustrieren ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer möglichen
Ausgestaltung, und diese Beispiele sollten nicht so ausgelegt werden,
dass sie den Schutzbereich der Erfindung in irgendeiner Hinsicht
einschränken.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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In
den Figuren und insbesondere in 1 ist eine
Spindeleinheit 10 mit einem Spindelmotor 12, einem
Radialversatzmechanismus 14, einem axialen Vorschubmechanismus 16 und
einem exzentrischen Rotationsmechanismus 18 dargestellt.
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Der
Spindelmotor 12 beinhaltet ein Gehäuse 20 und einen drehbaren
Werkzeughalter 22, der dazu ausgelegt ist, ein Schneidwerkzeug 24 während einer
Rotation zu halten. Das Schneidwerkzeug 24, das eine Werkzeugachse 26 festlegt,
kann dazu ausgelegt sein, ein Loch (nicht dargestellt) in einem Werkstück derart
herzustellen, dass der Durchmesser des Lochs größer als der Durchmesser des Schneidwerkzeugs 24 ist.
Das Loch kann maschinell, beispielsweise mit Hilfe des in US Pat.
Nr. 5,641,252 (Eriksson et al.) offenbarten Verfahren, hergestellt werden.
Der Spindelmotor 12 umfasst außerdem eine Leitung 28,
durch welche der Spindelmotor 12 mit elektrischer, pneumatischer
oder hydraulischer Energie versorgt werden kann.
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Das
obere Ende des Spindelmotors 12 ist mit einem Haltestift 32 (2)
fest an einer ringförmigen Befestigung 30 befestigt,
wobei sich der Haltestift 32 radial von der Rückseite
der Befestigung 30 erstreckt. Der Haltestift 32 wird
gleitbar innerhalb eines Schlitzes 34 in einem Träger 36 der
Spindeleinheit 10 gehalten. Der Haltestift 32 hat
einen begrenzten Freiheitsgrad, um sich innerhalb des Schlitzes 34 in
einer zur Werkzeugachse 26 im wesentlichen senkrechten Richtung
zu bewegen. Gerade während
des Gleitens innerhalb des Schlitzes 34, erstreckt sich
trotzdem eine longitudinale Achse 38 des Haltestifts 32 invariabel
in eine rückwärtige Richtung,
wodurch die Ausrichtung des Spindelmotorgehäuses 20 fixiert gehalten
wird, so dass das Gehäuse 20 immer
in der gleichen Richtung liegt. Dieses Fixiert-Halten der Ausrichtung
des Spindelmotorgehäuses 20 erleichtert die
Energieversorgung des Spindelmotors 12.
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Der
Radialversatzmechanismus 14, der am besten in der vergrößerten Ansicht
von 3 dargestellt ist, umfasst einen Gleitblock 40 mit
einer sich innen verjüngenden
hohlen Röhre 42,
die in der ringförmigen
Befestigung 30 verläuft.
Zwei ringförmige
Lager 44 sind eng dazwischen eingepasst und verbinden die
Röhre 42 und
die Befestigung 30 miteinander, wobei eine Verschlussvorrichtung 46 an
dem distalen Ende der Röhre 42 die
Lager 44 an Ort und Stelle hält. Die Lager 44 ermöglichen
eine Rotation der Röhre 42,
während
die Rotationsausrichtung der ringförmigen Befestigung 30 im
wesentlichen fixiert bleibt. Eine Achse 48 weist ein hohles
Inneres 50 mit einer eine Hauptachse 54 festlegenden
Radialversatznadel 52 auf. Die Radialversatznadel 52 hat
ein konusförmiges
Ende 56 mit einer distalen Spitze 57, das sich
in das sich verjüngende
Innere 58 der Röhre 42 erstreckt.
Das Ende 56 ist angewinkelt, um sich dem Winkel der angeschrägten Fläche 60 des
sich verjüngenden
Inneren 58 derart anzupassen, dass die gesamte Länge des
konusförmigen
Endes 56 die Fläche 60 kontaktieren
kann. Die angeschrägte
innere Fläche 60 des
Gleitblocks 40 bildet eine Öffnung 61 mit einem
inneren Durchmesser, der im wesentlichen gleich dem äußeren Durchmesser
der distalen Spitze 57 ist.
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Die
Achse 48 weist einen sich radial erstreckenden Teil 62 mit
einem ringförmigen
Rand 64 auf. Eine Feder 66 ist in sich gegenüberliegenden Aussparungen 68 und 70 in
dem Gleitblock 40 beziehungsweise dem Rand 64 angeordnet.
Die Feder 66 versetzt den Gleitblock 40 gegen
die Radialversatznadel 52. Genauer gesagt, versetzt die
Feder 66 die Fläche 60 des
sich verjüngenden
Inneren 58 des Gleitblocks 40 gegen das konusförmige Ende 56 der Nadel 52.
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Die
Radialversatznadel 52 ist in einer axialen Vorschubrichtung,
die durch den Doppelpfeil 76 angezeigt ist, bewegbar, wie
durch einen Vergleich der 2 und 5 offensichtlich
ist. Eine außen
gewindete Hülse 78 umgibt
die Versatznadel 52 und ist mit ihr konzentrisch, so dass
die Nadel 52 innerhalb der Hülse 78 eine durch
die Lager 79 ermöglichte
freie Rotation ausführen
kann. Eine ring- und scheibenförmige
Schraube 80 weist ein innen gewindetes Mittelloch 82 auf,
das das Außengewinde
der Hülse 78 aufnimmt
und mit ihm verbunden ist. Die scheibenförmige Schraube 80 wird
durch einen Radialversatzriemen 84 angetrieben, der wiederum
durch einen Radialversatzmotor 86 angetrieben ist.
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Ein
oberer Teil der Hülse 78 ist
in einer Buchse 87 aufgenommen. Die Hülse 78 ist in Schrägrichtung
durch einen innerhalb der Buchse 87 angeordneten Keil 91 fixiert.
Eine unterlegscheibenartige Feder 89, die in der axialer
Vorschubrichtung, die durch den Doppelpfeil 76 angezeigt
ist, zusammengedrückt werden
kann, ist unmittelbar oberhalb der Buchse 87 um die Nadel 78 angeordnet
und mit ihr verbunden. Die Feder 89 weist einen äußeren Durchmesser
auf, der größer als
der innere Durchmesser der Hülse 78 ist,
um zu ermöglichen,
dass die Feder 89 gegen die Hülse 78 gedrückt wird,
und um die Feder 89 davor zu bewahren, in den Innenbereich
der Hülse 78 gedrückt zu werden.
D. h. innerhalb der Buchse 87 ist die Hülse 78; und innerhalb
der Hülse 78 ist
wiederum die Nadel 52. Die unterlegscheibenartige Feder 89 ist
dazu ausgelegt, der axialen Bewegung der Nadel 52 in Richtung
der Öffnung 61 des
Gleitblocks 40 entgegenzustehen, wenn sich die distale
Endspitze 57 der Nadel 52 in einem vorgegebenen
Abstand von der Öffnung 61 befindet.
Der vorgegebene Abstand ist ungefähr gleich der axialen Strecke,
um welche die Feder 89 zusammengedrückt werden kann.
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Der
Axialvorschubmechanismus 16 beinhaltet einen stationären Axialvorschubmotor 88,
der fest an einer fixierten Befestigungsplatte 90 angebracht ist.
Der Motor 88 dreht eine gewindete Antriebswelle 92,
die im Innern einer innen gewindeten Kugellagerschraube 94 aufgenommen
ist, mit ihr verbunden ist und sie trägt. Die Kugellagerschraube 94 ist
fest an einem Arm 96 des Trägers 36 angebracht,
wobei der Trägerarm 96 mittels
Schrauben 98 an dem ringförmigen die Achse 48 umgebenden
Gehäuse 100 befestigt
ist. Lager 102 verbinden das Gehäuse 100 und die Achse 48 miteinander,
um zu ermöglichen,
dass sich nur die Achse 48 bezüglich des Gehäuses 100 dreht.
Ein Paar Gleitblöcke 104 (4)
verbinden die Befestigungsplatte 90 und den Träger 36 miteinander und
ermöglichen
eine relative Gleitbewegung zwischen ihnen.
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Der
exzentrische Rotationsmechanismus 18 umfasst einen Exzentrik-Rotationsmotor 106,
der einen mit der Achse 48 zusammenwirkenden Exzentrik-Rotationsriemen 108 antreibt.
Der Riemen 108 dreht die Achse 48 um die Hauptachse 54,
und stellte dadurch, abhängig
von dem durch den Radialversatzmechanismus 14 erzeugten
Versatz der Werkzeugachse 26 von der Hauptachse 54,
eine entsprechende exzentrische Rotation des Schneidwerkzeugs 24 um
die Hauptachse 54 bereit.
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Im
Betrieb bringt der Spindelmotor 12, der seine Energie durch
die Leitung 28 erhält,
den Werkzeughalter 22 und dementsprechend auch das Schneidwerkzeug 24 zum
Rotieren. Der Axialvorschubmotor 88 des Axialvorschubmechanismus 16 bringt
die Antriebswelle 92 zum Rotieren, wodurch wiederum die
Kugellagerschraube 94 dazu gebracht wird, sich, abhängig von
der Rotationsrichtung der Antriebswelle 92, nach oben oder
unten zu bewegen. Die Kugellagerschraube 94 ist durch den
Trägerarm 96 und
den Rest des Trägers 36 fest
mit dem Spindelmotor 12, dem Radialversatzmechanismus 14 und
dem exzentrischen Rotationsmechanismus 18, samt den zugehörigen Motoren 86 und 106,
verbunden. Demnach verursacht die axiale Bewegung der Kugellagerschraube 94 eine
entsprechende axiale Bewegung der im wesentlichen gesamten Spindeleinheit 10 mit
Ausnahme des Axialvorschubmechanismus 16 selbst. Die Teile
des Axialvorschubmechanismus 16, die relativ zu der axialen
Richtung stationär
bleiben, umfassen den Axialvorschubmotor 88, die Antriebswelle 92 und
die Befestigungsplatte 90. Durch den oben beschriebenen
Betrieb des Axialvorschubmechanismus 16 kann ein Schneidwerkzeug 24 in
ein Werkstück
(nicht dargestellt) vorangetrieben werden, um maschinell ein Loch
in dem Werkstück herzustellen.
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Der
Radialversatzmechanismus 14 kann dazu verwendet werden,
einen radialen Versatz zwischen der durch das Schneidwerkzeugs 24 festgelegten
Werkzeugachse 26 und der durch die Achse 48 und
die Radialversatznadel 52 festgelegten Hauptachse 54,
wie in 5 gezeigt, zu erzeugen. Der Radialversatzmotor 86 treibt
den Radialversatzriemen 84 an, der wiederum die scheibenförmige Schraube 80 dreht.
Die Hülse 78,
die über
ein Gewinde Gewinde in einem Mittelloch 82 der Schraube 80 aufgenommen
ist, bewegt sich, abhängig
von der Drehrichtung der Schraube 80, in axialer Richtung
relativ zu der Schraube 80 nach oben oder unten. Die Hülse 78 ist
axial derart mit der Radialversatznadel 52 verbunden, dass
die Nadel einer axialen Bewegung der Hülse 78 folgt. Dennoch
kann die Nadel 52 noch innerhalb der Hülse 78 rotieren. Wenn
die Schraube 80 in Rotation versetzt wird, bewegt sich die
Hülse 78 in
axiale Richtung. Die Hülse
78 wiederum überträgt diese
Bewegung auf die Nadel 52. Die Nadel 52 ist demnach
frei mit der exzentrischen Rotation zu rotieren. Diese Anordnung
ermöglicht
es außerdem,
den Versatz während
der Bearbeitung zu ändern,
was nützlich
ist, um konische Löcher
oder komplex geformte achsensymmetrische Löcher maschinell herzustellen.
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Der
Gleitblock 40 bewegt sich in Reaktion auf die axiale Bewegung
der Radialversatznadel 52 radial. Die Feder 66 versetzt
die Fläche 60 des
sich verjüngenden
Inneren 58 des Gleitblocks 40 gegen das konusförmige Ende 56 der
Nadel 52. Abhängig von
den übereinstimmenden
Winkeln des konusförmigen
Endes 56 und der Fläche 60,
die physisch aneinander angrenzen, resultiert die Bewegung der Nadel 52 von
dem Spindelmotor 12 weg in einer Gleitbewegung des Gleitblocks 40 in
Richtung der Befestigungsplatte 90, wie in 5 dargestellt.
Der Gleitblock 40 gleitet relativ zu der Achse 48,
während
er gleichzeitig die Fähigkeit,
der Rotation der Achse 48 zu folgen, behält. Während der
Gleitblock 40 gleitet, drückt er die ringförmige Befestigung 30 und
das Spindelmotorgehäuse 20 mit
sich. Demnach wird die Werkzeugachse 26 des Schneidwerkzeugs 24 von der
Hauptachse 54 verschoben oder versetzt.
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Während sich
die Radialversatznadel 52 in Richtung der in der 2 gezeigten
Position, in der die Werkzeugachse 26 und die Hauptachse 54 zusammenfallen,
bewegt, beginnt das konusförmige Ende 56 physisch
an die Fläche 60 des
sich verjüngenden
Inneren 58 entlang der gesamten 360° ihres Umfangs anzugrenzen.
Wenn das konusförmige Ende 56 zu
schnell in diese Position gebracht wird, besteht die Gefahr, dass
sich das Ende 56 in dem sich verjüngenden Inneren 58 verkeilt
oder verklemmt, was auch mit "clamping" bezeichnet wird. Wenn
die distale Spitze 57 des Endes 56 sich der Öffnung 61 nähert, würde, wenn
es in dem System keine Elastizität
gäbe, die
axiale Kraft für
kleine axiale Verschiebungen dramatisch ansteigen. Diese Elastizität ist durch
die unterlegscheibenartige Feder 89 gegeben. Wenn die Spitze 57 die Öffnung 61 erreicht,
geht die unterlegscheibenartige Feder in Kontakt mit der Oberseite
der Buchse 87 und wird gegen diese gequetscht. Die Feder 89 beginnt
zu kontrahieren und behindert so ein weiteres Vordringen der Nadel 52 und
ihres Endes 57 auf die Öffnung 61 zu.
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Deswegen
wird das Risiko des "clamping" wesentlich reduziert.
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Der
Betrieb des exzentrischen Rotationsmechanismus 18 bringt
das Schneidwerkzeug 24 dazu, kreisförmig um die Hauptachse 54 zu
oszillieren bzw. eine orbitale Bewegung auszuführen, während sich das Werkzeug 24 selbst
simultan um seine eigene Achse 26 dreht. Der Radius der
kreisförmigen
Oszillation ist im wesentlichen gleich dem radialen Versatz zwischen
der Werkzeugachse 26 und der Hauptachse 54. Da
sich der Gleitblock 40 zusammen mit der Achse 48 dreht,
dreht sich die Feder 66 ebenso. Wenn sich die Rotationsposition
der Feder 66 ändert, ändert sich
die Richtung des Versatzes des Gleitblocks 40, und demnach
auch der Versatz des Schneidwerkzeugs 24 von der Hauptachse 54,
dementsprechend. Wenn das Schneidwerkzeug 24 von der Hauptachse 54 versetzt
ist, vollzieht es für
jede Rotation der Feder 66 um die Hauptachse 54 eine volle
Rotation um die Hauptachse 54.
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Der
Haltestift 32 hält
die Ausrichtung der Befestigung 30 und des Spindelmotorgehäuses 20 fixiert,
so dass das Spindelmotorgehäuse 20 immer
in der gleichen vorgegebenen Richtung liegt und sich nicht um die
Werkzeugachse 26 drehen kann. Trotzdem ermöglichen
die Lager 44, dass sich der Gleitblock 40 frei
um die Werkzeugachse 26 dreht, auch wenn die Befestigung 30 dies
nicht kann. Der radiale Versatz und die Rotation des Gleitblocks 40 bringen die
Befestigung 30 dazu, kreisförmig um die Hauptachse 54 zu
oszillieren. Wenn nötig,
gleitet der Haltestift 32 innerhalb des Schlitzes 34 in
eine zu den Achsen 26 und 54 senkrechte Richtung
um der Oszillation der Befestigung 30 zu folgen. Der Haltestift 32 zeigt
innerhalb des Schlitzes 34 immer in die gleiche Richtung,
das heißt,
er ist, wie gezeigt, immer in die gleiche Richtung ausgerichtet,
um die Ausrichtung des Spindelmotorgehäuses 20 zu fixieren.
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Bei
der Verwendung der Spindeleinheit 10 kann das Schneidwerkzeug 24 simultan
in axiale Richtung vorangeschoben, um seine eigene Achse 26 gedreht,
und exzentrisch um eine Hauptachse 54 oszilliert werden,
um ein Loch herzustellen, dessen Durchmesser größer als der Durchmesser des Schneidwerkzeugs 24 ist.
Zusätzlich
ist es möglich, konische
Löcher
oder andere Arten von achsensymmetrischen komplex geformten Löchern herzustellen, indem
der Radialversatzmechanismus 14 verwendet wird, um den
radialen Versatz des Schneidwerkzeugs 24 während des
maschinellen Herstellungsprozesses anzupassen.
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Die
aneinander angrenzenden Kontaktflächen des Nadelendes 56 und
des sich verjüngenden Inneren 58 des
Gleitblocks 40 sind konusförmig dargestellt. Trotzdem
sollte es klar sein, dass die aneinander angrenzenden Kontaktflächen eine
andere als die konusförmige
Form aufweisen können.
Es ist möglich,
für das
Nadelende und/oder die Innenfläche des
Gleitblocks eine abgerundete Form zu wählen, d. h. eine Form, die
einer nichtlinearen oder parabolischen Funktion der Axialposition
folgt. Bei einer solchen nichtlinear geformten Nadel oder einer
nichtlinear geformten Innenfläche
kontaktiert das Nadelende die Innenfläche des Gleitblocks nicht entlang
der gesamten axialen Länge
des Nadelendes, sondern nur in dem speziellen Fall, wenn das Nadelende
und die Innenseite des Gleitblock identische oder komplementäre Formen
aufweisen und die Nadel vollständig
in den Gleitblock eingeführt
ist. Sonst kontaktiert die Nadel die Innenfläche des Gleitblock nur an einem
diskreten Punkt entlang der gesamten axialen Länge des Nadelendes, wobei der
diskrete Punkt eine Funktion der Axialposition der distalen Spitze der
Nadel ist. Es ist außerdem
möglich,
dass das abgerundete Innere des Gleitblocks wesentlich breiter als
das abgerundete Nadelende ist.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der Spindeleinheit ist in 6 dargestellt.
Dieses Ausführungsbeispiel
ist, bis auf den Radialversatzmechanismus, der am besten in der
vergrößerten Ansicht
von 7 dargestellt ist, im wesentlichen das gleiche, wie
das in den 1 bis 5 beschrieben
Ausführungsbeispiel.
Ein Schaft 112 ist entlang der axialen Vorschubrichtung,
die durch in den Doppelpfeil 76 angezeigt ist, ausgerichtet
und weist ein Ende 115 mit einem sich radial davon weg
erstreckenden Stift 116 auf. Das Ende 114 des
Schafts 112 ist in einer Hülse 118 mit einem
angeschrägten
den Stift 116 haltenden Schlitz 120 aufgenommen.
Die Hülse 118 ist eng
innerhalb des Gleitblocks 122 gehalten, so dass die Hülse 118 an
die Innenfläche 124 des
Gleitblocks 122 stößt und an
sie angrenzt. Eine Bewegung des Schafts 112 in axialer
Vorschubrichtung, wie in 8 gezeigt, resultiert darin,
dass, da die Hülse 118 in
axialer Richtung relativ zu dem Gleitblock 122 fixiert
ist, der Stift 116 entlang des angeschrägte Schlitz 120 bewegt
wird. Die nach oben gerichtete Bewegung des Stifts 116 verschiebt
die Hülse 118 und
damit auch den Gleitblock 122 von der Befestigungsplatte 126 weg,
wodurch das Schneidwerkzeugs 128 und seine Achse 130 radial
von der Hauptachse 132 verschoben werden. Die Hülse 118,
die Nadel 116 und der angeschrägte Schlitz 120 rotieren
um den Gleitblock 122, um die Richtung des Versatzes um
die Hauptachse 132 zu drehen, wodurch das Schneidwerkzeug 128 eine
orbitale Bewegung um die Hauptachse 132 ausführt.
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Wenn
maschinell Löcher
in Konstruktionen aus unähnlichen
Materialien mittels des beschriebenen Geräts hergestellt werden, kann
ein kleiner Durchmesserunterschied in den unterschiedlichen Materialien
entstehen. Dies ist von den unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften
der Materialien in dem Materialstapel abhängig, die zu unterschiedlichen
Schneidstärken
und Werkzeugablenkungen führen.
Auf der Austrittsseite des Materialstapels können Bohrgrate oder andere
Arten von Schäden entstehen.
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Diese
Durchmesserunterschiede und/oder Bohrgrate/Schäden können dadurch eliminiert werden,
dass ein zweiter Bearbeitungsschritt, der dem ersten Bearbeitungsschritt
(Schritt 1) folgt, um ein Anfangsloch mit oder ohne Exzentrikversatz
herzustellen, durchgeführt
wird, und dadurch, dass das Werkzeug simultan um seine eigene Achse
und um die Mittelachse des Lochs gedreht wird, und das Werkzeug
in axialer Richtung vorangetrieben wird, siehe 9.
Der zweite Bearbeitungsschritt (Schritt 2) kann dadurch durchgeführt werden,
dass wieder von der Eintrittsseite oder von der Austrittsseite des Materialstapels
begonnen wird.
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Der
gleiche Ablauf kann verwendet werden, um die Oberflächenbeschaffenheit
des ersten Lochs zu verbessern, indem die Bearbeitungsdaten (Spindelgeschwindigkeit
und Vorschubraten) in dem zweiten Schritt geändert werden.
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Das
Gerät kann
auch dazu verwendet werden, maschinell relativ große Löcher mit
relativ kleinen Werkzeugsdurchmessern herzustellen, indem das Loch
in mehreren wie oben beschriebenen Schritten maschinell bearbeitet
wird. Nachdem das Führungsloch
hergestellt ist, kann der Versatz vergrößert werden, und ein darauf
folgender Bearbeitungsschritt kann durchgeführt werden, um das Führungsloch
zu vergrößern. Indem
dieses Verfahren wiederholt wird, können Löcher mit großem Durchmesser
maschinell hergestellt werden, ohne dass schwere Maschinenträger, die
die hohen Schneidkräfte
aufnehmen können,
erforderlich sind.