DE717285C - Verwendung bituminoeser Emulsionen als Befestigungsmasse von Belaegen und Verkleidungen aus keramischen Werkstoffen - Google Patents

Verwendung bituminoeser Emulsionen als Befestigungsmasse von Belaegen und Verkleidungen aus keramischen Werkstoffen

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DE717285C
DE717285C DEL94481D DEL0094481D DE717285C DE 717285 C DE717285 C DE 717285C DE L94481 D DEL94481 D DE L94481D DE L0094481 D DEL0094481 D DE L0094481D DE 717285 C DE717285 C DE 717285C
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bituminous emulsions
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Karl Brecht
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

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Description

  • Verwendung bituminöser Emulsionen als Befestigungsmasse von Belägen und Verkleidungen aus keramischen Werkstoffen Die Erfindung betrifft die Verwendung stabiler bituminöser Emulsionen, welche eine äußere wässerige Phase -und desinfizierende Zusätze antibakterieller, insektizider und antiirifektiöser- Art enthalten, als 'Befestigungsmasse von Belägen und Verkleidungen aus keramischen Werkstoffen, wie Fliesen, Steingut und sonstigen Baustoffen, wie Leichtbauplatten, Hartpapier, Linoleum u. dg1., -an-Mauerwerk.
  • Das Wesen der Erfindung liegt somit darin, daß zum Befestigen von Belägen und Verkleidungen Bitumenemulsionen zu verwenden sind, welche eine äußere wässerige Phase enthalten, wodurch es möglich ist, in dieser wässerigen Phase Stoffe ., aufzulösen und von diesen dann späterhin Nutzanwendungen zu ziehen. >;s können hierbei naturgemäß solche Bitumenemulsionen verwandt werden, welche nach an sich bekannten Verfahren z. B. mit Hilfe von Ton, Huminsäuren, Eiweißstoffen u. dgl. stabilisiert und mit den Zusatzstoffen insofern verträglich sind, als diese beim -Vermischen mit der Emulsion keine Abscheidüng des Bitumens bewirken. Werden derartige Bitumenemulsionen für Platten- und Fliesenverlegung im Bau verwendet, so wandert der größte Teil der hinzugefügten desinfizierenden Stoffe mit dem Emulsi.onswasser beim Brechen der Emulsion in den zu schützenden Untergrund und verhindert dort die Entwicklung von Bakterienherden und Ungeziefernestern. Ausführungsbeispiele i. ioo Teile einer stabilen Bitumenemulsion (Gehalt von y8o%o Bitrunen) werden mit i Teil \atriumfluorid vermischt und verwendet. 2. IooTeile einer unter i. gekennzeichneten Bitum.enemulsion. werden mit 1,5 Teilen Natriumfluorid und 1,5 Teilen Natriumsilicolluorid vermischt und verwendet.
  • 3. Zu der Bitumenemulsion unter den 2% Quecksilberchlorid hinzugefügt.
  • .. Der Bitumenemulsion unter i. ii-erde>> 3@'o Kupfersulfat zugesetzt.
  • 5. Der Bitumenemulsion unter i. werden 40;o Natriumarseniat beigefügt.
  • Die Zusätze können nach der Zweckmäßigkeit und dem zu erzielenden Wirkungsgrad in an sich bekannter Weise auch gemischt werden; auch ist es möglich, die Zusatzgifte in Wasser gelöst zu verwenden.
  • Zum Stande der Technik wird bemerkt, daß die Verwendung von Bitumen als Bindemittel für Wände und Wandfliesen und auch der Zusatz bakterientötender Stoffe allgemein bekannt ist. Bekannt war es auch, Emulsionen fungizide Zusätze mit Kreosotöl beizugeben. Auch hat man Pechemulsionen mit Fettsäure, Phenol oder Nikotin versetzt. Plastische :Rassen, welche mit Emulsionen von Bitumen oder öl gebunden sind, sind ebenfalls bekannt.
  • Es war aber bisher nicht bekannt, daß :es notwendig ist, für diesen Zweck nur solches Bitumen zu verwenden, welches eine äußere wässerige Phase enthält, wodurch es möglich ist, iil. dieser wässerigen Phase z. B. die bakterientötende Phase aufzulösen. Nur dadurch lassen sich die z. B. bakterientötenden Stoffe der Emulsion einverleiben, ohne daß sie später Au.sblühungen zeigen oder sich sonst aus-bzw. abscheiden und so zu Gesundheitsstörungen führen könnten.
  • Zusammenfassend ergibt sich also, daß aus der Technik heraus erkannt worden ist, Bakterien und Ungezieferherde hinter Plattenverkleidungen zu vermeiden. Das ist wichtig für Molkereien, Küchen u. dgl., wo die Bildung dieser Bakterienherde bei dem heute in der Technik meist angewandten Zementmörtelansetzverfahren und den dabei entstehenden Hohlräumen praktisch nicht zu vermeiden ist.
  • Diese Nachteile werden vermieden. durch Verwenclitng von Bitumeiiemulsionen mit wässeriger Phase, deren Eignung als Klebmittel an sich bekannt sein kann, die aber mit bakterien- und ungeziefertötenden Stoffen versetzt sind und somit praktisch sowohl die Klebschicht als auch den Untergrund immunisieren. Hierbei müssen erfindungsgemäß diese Stoffe in der äußeren wässerigen Phase eingebracht sein, damit keine unerwünschten Ausblühungen oder Abscheidungen entstehen.
  • Diese stabilen, mit Desinfektionsstoffen versehenen Bitumenemulsionen besitzen eine steife Konsistenz und weisen nach dem Ankitten von Wandplatten eine hohe Haftfestigkeit auf, was besonders bei Ausbesserungsarbeiten von Bedeutung ist. Würde man z. ,B. derartige Platten in Zemexltmörtel verlegen oder mit normalen Emulsionen anzukleben versuchen, so würde deren Klebkraft, besonders bei senkrechten Wänden, nicht genügen, weil die Klebfuge weich bleibt. In diesem Falle müssen die Platten zusätzlich bis zur Erhärtung des Kittmittels gestützt werden. Eine solche Stützung ist bei der erfindungsgemüßen Verwendung der beschriebenen Emulsionen nicht notwendig.
  • Während es nun bereits bekannt ist, mit pastosen, stabilen Bitumenemulsionen Platten direkt anzukleben, war es überraschend, festzustellen, daß die Klebkraft der Emulsionen keineswegs verringert wird, wenn desinfizierende Stoffe der äußeren wässerigen Phase zugesetzt werden, was notwendig ist, weil dadurch das Ausblühen, wie bereits früher ausgeführt, vermieden wird.

Claims (1)

  1. P_1TENTAN5PRUCII: Verwendung stabiler bituminöser Emulsionen, welche eine äußere wässerige Phase und desinfizierende Zusätze antibakterieller, insektizider und antiinfektiöser Art enthalten, als Befestigungsmasse von, Belägen und Verkleidungen aus keramischen Werkstoffen, wie Fliesen, Steingut und sonstigen Baustoffen, wie, Leichtbauplatten, Hartpapier, Linoleum u. dgl., an :Mauerwerk.
DEL94481D 1937-11-19 1937-11-19 Verwendung bituminoeser Emulsionen als Befestigungsmasse von Belaegen und Verkleidungen aus keramischen Werkstoffen Expired DE717285C (de)

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