DE7225262U - Aus Kunststoff gespritzter Hohlkörper, wie Blumentopf, Becher oder dgl - Google Patents
Aus Kunststoff gespritzter Hohlkörper, wie Blumentopf, Becher oder dglInfo
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Description
A 1755 ' 5.6.1972
vo/ff /
Erich. Blättert
7141 Steinheim/Murr Bahnhofstraße
7141 Steinheim/Murr Bahnhofstraße
Aus Kunststoff gespritzter Hohlkörper, wie Blumentopf, Becher oder dgl.
Die Erfindung betrifft einen aus Kunststoff gespritzten Hohlkörper,
wie Blumentopf, Becher oder dgl., mit vom Anspritzbereich in der Mitte des Bodens ausgehenden und sich über
den Boden und/oder die Seitenwand erstreckenden Fließrippen.
Durch die Fließrippen lassen sich derartige Hohlkörper im
Kunststoff-Spritzgießverfahren schnell und billig herstellen.
Dies hat mehrere Gründe. Einmal verbessern die Fließrippen selbst bei folienstarker Wandung von Boden und Seitenwand
des Hohlkörpers den Materialfluß beim Spritzvorgang. Zum •■anderen verleihen die Fließrippen dem Hohlkörper nach dem
Erkalten des Kunststoffes eine erhöhte Festigkeit. Der Hohlkörper dieser Art läßt sich daher mit wenig Materialaufwand
dennoch schnell spritzen und besitzt trotzdem eine ausreichende Stabilität.
A 1755 - 2 -
Ein Blumentopf dieser Art ist z.B. durch die DT-PS 127o324-bekannt.
Die vom Anspritz"bereich ausgehenden Fließrippen verlaufen auf der Innenseite des Bodens und der Seitenwand.
Da die Fließrippen eine Materialanhäufung darstellen, erkalten sie etwas langsamer als die folienstarken Zwischenbereiche
des Topfes. Die Folge davon ist, daß der Topf stark auf den den Innenraum ausfüllenden Kern der Spritzgußform
aufschrumpft. Beim Entformen des Topfes, was durch Abstreifen des Topfes von diesem Kern erfolgt, kommt es
daher immer einmal wieder vor, daß sich der noch nicht voll erkaltete Topf nicht vom Kern löst und daher zusammengeschoben
wird. Der Arbeitszyklus der Spritzgußmaschine ist gestört und der beschädigte Topf muß von Hand aus der Spritzgußform
entfernt werden, was oft sehr schwierig und zeitraubend ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen aus Kunststoff gespritzten Hohlkörper der eingangs erwähnten Art so zu verbessern,
daß unter Beibehaltung der Fertigungsvorteile des bekannten Hohlkörpers das Entformen des Hohlkörpers erleichtert
wfrd, ohne daß dafür aber die Spritzgußform komplizierter wird.
Dies wird nach der Erfindung bei einem Hohlkörper der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, daß die 'Fließrippen auf der
Außenseite des Bodens und/oder der Seitenwand verlaufen und ohne Hinterschneidung im Bereich der Seitenwand auslaufen.
Beim Erkalten der Fließrippen wird ein Aufschrumpfen des
Hohlkörpers auf den Kern der Spritzgußform dadurch verhindert, daß die Fließrippen die Seitenwand des Hohlkörpers vom Kern
abziehen und so das Abstreifen des Hohlkörpers vom Kern er- ^leichtern. Selbst bei noch nicht voll erkaltetem Hohlkörper
ist ein Zusammenschieben des Hohlkörpers beim Abstreifen vom Kern der Spritzgußform nicht mohr zu befürchten. Durch
die Verlagerung der Fließrippen auf die Außenseite wird zusätzlich,
noch erreicht, daß der Hohlkörper, z.B. als Trink-
A 1755 ' -.3,
becher, "besser gefaßt werden kann und daß die Innenfläche
des Hohlkörpers glatt sein kann, was z.B. "bei einem Yoghurtbe'cher
von Interesse ist.
Bei einem Hohlkörper mit abgesetztem Randbereich lassen sich Hinterschneidungen, die ein Entformen des Hohlkörpers
erschweren wurden, dadurch vermeiden, daß die Fließrippen in dem Absatz zum abgesetzten Rand im Bereich dei'
öffnung des Hohlkörpers enden.
Bej. einem Hohlkörper mit konisch verlaufender Seitenwand
läßt sich dieselbe Wirkung bei einfachster Spritzgußform dadurch erzielen, daß die Enden der Fließrippen parallel
ijur Längsachse des Hohlkörpers in die Seitenwand des Hohlkörpers
übergehen.
Die Wandbereiche zwischen zwei Fließrippen neigen in der Mitte, wo das Material zusammenfließt, infolge von Lufteinschlüssen,
die eine Querschnittsverringerung bewirken, zum Bruch. Diese Bruchgefahr läßt sich nach einer weiteren
Ausgestaltung dadurch vermeiden, daß zwischen jeweils zwei benachbarten Fließrippen eine Verstärkungsrippe angeordnet
ist, die nicht vom Anspritzbereich ausgeht. Die Querschnitt svergrößerung in diesen Wandboreichen durch die
Verstärkungsrippen schaltet don Einfluß der Lufteinschlüsse
aus. Eine gleichmäßige Stabilität des Hohlkörpers wird dabei in einfachster Weise dadurch erzielt, daß sich die
Fließrippen und die Verstärkungsrippen strahlenförmig über den Boden und/oder die Seitenwand des Hohlkörpers
erstrecken. Die Seitenwand im Bereich zwischen den Fließrippen uitL den Verstärkungsrippen kann dann folienstark
ausgelegt und so der Gewichtsaufwand an Kunststoff für Hohlkörper auf einem Minimum gehalten werden.
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ein Materialrückfluß im Randbereich des Hohlkörpers,
der dem Anspritzbereich abgekehrt ist, verhindert wird, ist weiterhin vorgesehen, daß die Fließrippen und die Verstärkungsrippen
in vorgegebenem Abstand zur öffnung des Hohlkörpers enden. Dieser Materialrückfluß würde die Gefahr
des Brechens gerade im Randbereich des Hohlkörpers erhöhen.
Der Platzbedarf ineinander gestapelter Hohlkörper läßt sich dadurch klein halten, daß der abgesetzte Rand des
Hohlkörpers gleiche Neigung aufweist wie d4.e Seitenwand,
wobei zusätzlich vorgesehen sein kann, daß auf der Innenfläche des abgesetzten Randes ein umlaufender Stapelansatz
angeordnet ist. Dadurch wird ein Verklemmen der gestapelten Hohlkörper vermieden.
Bei einem Blumentopf mit maschenartigem Boden lassen sich die Fließrippen und die Verstärkungsrippen, die durch
konzentrisch zum Anspritzbereich verlaufende Querrippen verbunden sind, in den Boden als Maschenteile direkt einbeziehen.
Die Erfindung wird anhand von verschiedenen, in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht einen Becher mit abgesetztem Rand, in den
die auf der Außenseite verlaufenden Fließ- und Verstärkungsrippen einmünden,
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A 1755
Pig. 2 die Ansicht auf den Boden des Bechers nach Fig. 1
und
Fig. 3 in Seitenansicht einen Becher mit abgesetztem
Rand, bei dem die Fließrippen parallel zur Becher-. längsachse in die Seitenwand
des Bechers* auslaiif en.
Der Becher nach Fig. 1 und 2 weist eine konisch verlaufende Seitenwand 1o auf, welche im Bereich der öffnung in
einen im Durchmesser größeren Rand 11 mit dem Absatz übergeht. Im mittleren Teil 15 des Bodens 16 wird der
Becher beim Herstellverfahren im Kunststoff-Spritzgußangespritzt. Von diesem Anspritzbereich 15 aus verlaufen
strahlenförmig auf der Außenseite des Bechers die verdickten* Fließrippen 13, die sich über den Boden 16 und/oder
die Seitenwand 1o erstrecken können. Diese Fließrippen
j- münden in den Absatz 12 des Randes 11 ein und bilden somit
keine Hint er schneidungen. Die die Außenkontur des Bechers bestimmende Hälfte der Spritzgußform kann daher in der
Längsrichtung direkt vom Becher abgezogen werden. Die Spritzgußform bleibt einfach. Die andere Hälfte der
Spritzgußform bildet den Kern, der an die Innenkontur des Bechers angepaßt ist.
Die auf der Außenseite des Bodens 16 und der Seitenwand "des Bechers verlaufenden Fließrippen 13 erkalten langsamer,
so daß das Material nach außen nachgezogen wird, wodurch
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ein Aufschrumpfen auf die den Kern "bildende Hälfte der
Spritzgußform verhindert wird. Der Becher kann daher schon im nicht voll erkalteten Zustand von diesem Kern
abgestreift werden, ohne ein Zusammenschieben des Bechers befürchten zu müssen, was sich in einer Erhöhung der
Spritzgeschwindigkeit auswirkt.
Die Querschnittsvergrößerung der Fließrippen 13 und ihre Anzahl und Verteilung auf der Außenseite des Bechers ·
können auf verschiedene Art gewählt werden. Es wird stets dieselbe Wirkung erzielt und gleichzeitig die Griffigkeit
des Bechers verbessert. Die Innenfläche des Bechers bleibt glatt, was in vielen Anwendungsfällen ein weiterer Vorteil
ist.
Sind die Bereiche des Bodens 16 und der Seitenwand 1o zwischen den Fließrippen 13 nur folienstark ausgebildet,
dann wird der Materialfluß von den Fließrippen 13 ausgehen
und diese Zwischenbereiche schließen sich quer zu den Fließrippen 13« Dabei läßt sich nicht ganz vermeiden,
daß im Bereich des Zusammenflusses Lufteinschlüsse auftreten, welche die Festigkeit des Bechers in diesen
Zonen beeinträchtigen. Um dies auszuschalten, sind die
Verstärkungsrippen 14- vorgesehen, welche jeweils zwischen zwei benachbarten Fließrippen 13 verlaufen, die aber nicht
in den Anspritzbereich 15 einmünden. Dadurch bilden sich
in den Bereichen des Materialzusammenflusses zwischen den Fließrippen 13 jeweils Verdickungen, welche die
Lufteinschlüsse ohne Beeinträchtigung der Stabilität
aufnehmen können.
Der abgesetzte Rand 11 des Bechers weist vorzugsweise dieselbe Neigung auf wie die Seitenwand 1o, um beim
Stapeln solcher Becher den Platzbedarf möglichst klein zu halten.
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Dabei kann der Rand 11 auf der Innenseite einen umlaufenden
Stapelansatz aufweisen, auf welchem der Absatz 12 des anschließenden
Bechers aufliegt. Auf diese Weise wird ein Verklemmon der gestapelten Becher verhindert.
Wie die Fig. 5 zeigt, können die Fließrippen 17 auf der
Außenseite des Bechers auch ohne Hintersc .meidung in
die Seitenwand des Bechers auslaufen. Wie mit dem Bezugszeichen 18 angedeutet ist, verlaufen die Enden der Fließrippen
17 parallel zur Becherlängsachse. Dies ist besonders
bei Bechern ohne Rand von Interesse, da dann auch bei diesen Hinterschneidungen vermieden werden, die das
Entformen des Bechers erschweren wurden. Selbstverständlich
gilt dies auch für die zwischen den Fließrippen 17 liegenden Verstärkungsrippen.
Handelt es sich bei dem aus Kunststoff gespritzten Hohlkörper um einen Blumentopf mit maschenartig durchbrochenem
Boden, dann können diese Fließrippen und Verstärkungsrippen als Maschenteile ausgenützt werden, die dann vorzugsweise
durch konzentrisch zum Anspritzbereich 15 verlaufende
Querrippen miteinander verbunden sind.
Damit im Randbereich der öffnung des Bechers keine Bruchgefahr
auftritt, enden die Fließrippen I3 und 17 sowie die Verstärkungsrxppen 14 in vorgegebenem Abstand von
der öffnung des Bechers. Auf diese Weise wird ein Materialrückfluß
in die Wandbereiche unter Bildung von Lufteinschlüssen
vermieden.
Claims (1)
- A 1755 - 8 - ηAnsprücheAus Kunststoff gespritzter Hohlkörper, wie Blumentopf, Becher oder dgl., mit vom Anspritzbereich in der Mitte des Bodens ausgehenden und sich über den Boden und/oder die Seitenwand erstreckenden Fließrippen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließrippen (13,17) auf der ( · Außenseite des Bodens (16) und/oder dor Seitenwand (1o) verlaufen und ohne Hinterschneidung im Bereich der Seitenwand auslaufen.2. Hohlkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließrippen (13) in dem Absatz (12) zum abgesetzten Eand (11) im Bereich der Öffnung des Hohlkörpers enden (Fig.1).3. Hohlkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (18) der F^ießrippen (17) parallel zur Längsachse des Hohlkörpers in die Seitenwand des Hohlkörpers übergehen (Fig. 3).Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeweils zwei benachbarten Fließrippen (13,17) eine Verstärkungsrippe (14) angeordnet ist, die nicht vom Anspritzbereich (15) ausgeht.-9-A 1755 - 9 -5. Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fließrippen (13»17) und die Verstärkungsrippen (14) strahlenförmig über den Boden (16) und/oder die Seitenwand (1o) des Hohlkörpers erstrecken.6. Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5? dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (^o) im Bereich, zwischen den Fließrippen (13»17) und Verstärkungen rippen (14) folienstark ausgebildet ist.7. Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließrippen (13,17) und die Verstärkungsrippen (14) in vorgegebenem Abstand zur öffnung des Hohlkörpers enden.8. Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß der abgesetzte Rand (11) des Hohlkörpers gleiche Neigung aufweist wie die Seitenwand (1o).9. Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenfläche des abgesetzten Randes (11) ein umlaufender Stapelansatz angeordnet istc- 1o -722S262-t.«.72A 1755 . _ 1o -Ίο. Hohlkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 95 dadurch gekennzeichnet, daß "bei einem Blumentopf mit maschen artigem Boden die Fließrippen (13) und Verstärkungsrippen (14) durch konzentrisch zum Anspritzbereich
(15) verlaufende Querrippen verbunden sind.7225282-2.11.7!
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7225262U true DE7225262U (de) | 1972-11-02 |
Family
ID=1282645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7225262U Expired DE7225262U (de) | Aus Kunststoff gespritzter Hohlkörper, wie Blumentopf, Becher oder dgl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7225262U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2013153142A1 (de) * | 2012-04-11 | 2013-10-17 | Knauer Holding Gmbh & Co. Kg | Aus kunststoff gespritztes behältnis |
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- DE DE7225262U patent/DE7225262U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2013153142A1 (de) * | 2012-04-11 | 2013-10-17 | Knauer Holding Gmbh & Co. Kg | Aus kunststoff gespritztes behältnis |
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