DE737497C - Verfahren und Vorrichtung zum Wiedergewinnen der bei Tiefdruckmaschinen waehrend des Druckvorganges abdunstenden Farbloesungsmittel - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Wiedergewinnen der bei Tiefdruckmaschinen waehrend des Druckvorganges abdunstenden FarbloesungsmittelInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Wiedergewinnen der bei Tiefdruckmaschinen - während des Druckvorganges abdunstenden Farblösungsmittel
Die Erfindung betriff t ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Wiedergewinnen der bei Tiefdruckmaschinen während des Druck- vorganges abdunstenden Farblösungsmittel, bei dein die zum Trocknen des bedruckten Papiers verwendete Luft wiederholt umge- wälzt und ein Teil der mit den Dämpfen des Farblösungsmittels angereicherten Trocken- luft einer Wiedergewinnungsanlage zugeführt wird. Dieses bekannte Verfahren wird bisher mit Hilfe einer Anlage ausgeübt, bei der die zum Trocknen der bedruckten Bahn dienende Ein- lichtung mit einer sie allseitig umschließen- den Einkapselung versehen ist, während das Druckwerk selbst in diese Einkapselung nicht mit einbegriffen ist. Daraus ergibt sich, daß nur ein Teil derFarblösungsmitteldämpfe ab- gefangen und einer Wiedergewinnungsanlage zugeführt werden kann, während ein anderer Tei 1, nämlich das im Druckwerk abdunstende Far'blösungsmittel, in den Arbeitsraurn ent- weicht. Das ist weder zulässig noch er, wünscht. Denn einmaItritt dadurch eine ge- sundheitliche Schädigung der Bedienung ein, und es wird eine besondere Raumbelüftungs- anlage erforderlich, die erfahrungsgemäß den Mangel aber nicht zu beseitigen vermag. Zum anderen geht ein Teil der sehr wertvollen Lösungsmitteldämpfe verloren. Eine all- seitige E inkapselung, sei es auch nur der die Trocknungseinrichtung umfassende Teil der Maschine, ist außerdem teuer, abgesehen davon, daß sie durch den Ein- und Auslauf der Bahn nicht dicht sein kann und folglich die Erzeugung eines Unterdruckes innerhalb des abgeschlossenen Raumes notwendig macht. Diese Mängel in der Hauptsache stellt die Erfindung ab. Sie beruht darin, daß der Trockenluftstrom innerhalb einer oben offenen Ummantelung der gesamten Maschine bis zur Erreichung eines vorausbestimmten Grades der Sättigung der Farblösungsmitteldämpfe umgewälzt und der dann der Wiedergewin- nungsanlage zuzuführende. Teil der Trocken- luft ständig durch frische, aus dem Arbeits- raum. von oben in die Ummantelung der Ma- schine eintretende Raumluft ergänzt wird. Beim Ausüben dieses Verfahrens tritt keinerlei Lösungsmitteldänipfe enthaltende Trockenluft in den Arbeitsraum ein, obwohl die Einkapselung oben offen ist. Die Trocken- Itift vollzieht dann einen ständigen Kreis- latif, währenddessen sie sich in zunehmendem Maße mit Lösungsinitteldämpfen sättigt. Außer dieser zweckmäßig natürlich in die Abwärtsrichtung zu zwingenden Strömung ist aber noch eine weitere Strömung vor- lianden, nämlich von dem Arbeitsraum her durch die Eilikapselung hindurch zur Wieder- gewinnungsanlage. Die wiederholt in der Unikapsel ung umgewälzte Trockenluft weist also innerhalb der Umkapselung eine stetige, natürlich aber regelbare -'#Zei-ung nach unten auf, so daß die Luft des Arbeitsraumes in- folge ihrer ständigen ErneueZung stets frisch bleibt. Es kann daher eine besondere Belüf- ki tungsanlage entfallen. Der Umstand, daß die wiederholte Uni- wälzung. die Abzweigung eines Teilstronies und dessen Ergän7un- durch dem Arbeits- ratim entnommene Frischluft in der gesciiil- derten Weise innerhalb einer oben offenen Einkapselung vor sich geht, gestattet es nun weiterhin erfindun-,s-l-eiiiäß, die als Voirich- tun- ;,uni Ausüben des Verfahrens dienende L' offene Uminantelung nur so hoch auszubilden, daß die zu überwachenden Einrichtun-steile der Druckinaschine von außen her erreichbar sind. Die Arbeit der Maschine, insbesondere der Lauf des bedruckter. Papiers, spielt sich daher trotz der Einkapselung unter unmittel- harer Cberwachung seitens der Bedienung ab. Da13ei kann di2 Wand der Ulilinaiitelung an jeweils gewünschten Stellen mit verschließ- baren üffnungen versehen sein, um beispiels- weise tiefliegende Teile der Maschine (bei Rollenmaschinen sind es die Druckwerke) auch von den Seiten her zugänglich zu halten. Es ist zwar auch schon bekannt, an Tief- druck-maschinen die bedruckte Seite der Bahn mit einem Kasten zu bedecken und in den schmalen Raum zwischen der bedruckten Seite der Bahn und der =liegenden Unterseite des Kastens an einem Ende Luft einzublasen, die dann über dein Kasten an dein anderen Ende durch einen Ventilator wieder abgesaugt wird, uni alsdann von neuem in der gleichen Weise verwendet zu werden. Auch bei diesen r Einrichtungen wird ein Teil des umlaufen- - el den Trockenluftstrornes abgeführt, der dann durch aus dein Arbeitsraum neu liiii7utre- tende Luft ergänzt wird. Abgesehen davon aber, daß der abgezweigte Teilstrom ins Freie geführt werden soll, findet der Luftkreislauf nur über verhältnismäßig kleine Teile der zu trocknenden Bahn statt, so daß die Luft des Arbeitsraumes noch weniger frei von schäd- lichen Lösungstnitteldämpfen gehalten wer- den ka- im wie bei der eingangs er%#,ähilteii ,Linrichtung, bei der eine Abdunstung nur Z> aus dein Druckwerk stattfindet. Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sina auf den Zeichnungen schematisch darge- stellt. Ls zeigen Abb. i bib 3 eine Rotationstiefdruckniaschine init liogeilailla""e in teilweise gesclinittener b Langsansicht, in Seitenansicht ur4#l in der Draufsicht und Abl).-f bis(.)eiiielZotatioii-,;tiefdruclziiiascliiiie für den Druck auf abrollenden l'apiert)aliiie.ii #Rollenmaschine) in Langsansient, yucr- schnitt und Draufsicht. Es bedeutet i das Maschinengestell, 2 die seitlichen Eekleidungen, die in den darge- 23 "tellten Maschinen zwischen den Einzelteilen deb Maschinengestells aiigeorciiiut sind, und 3 die Bekleidungen auf den Stirnseiten der Maschine, ialls, wie das die I#egel ist, diese dort often sind. Die Bekleidurgsteile 2 und 3 sind der Anschaulichkeit halber init sclirat- ilerten -Linien gezeichnet. In beiden darge- stellten Austuhrun-sfällen sind die Maschinen oben gänzlich offen, d. li. sie bleiben dort un- bekleidet. Wie die Abb. 1 bis 3 -es zeigen, ist die Einkapselung so ausgeführt, daß Lauf- e3 23 Z, lyänge 4 und Bedienungshandhabei, 55 0 und 7 von außen her zugänglich bleiben, damit die C Arbeit an der Maschine nicht erschwert wird. In den Abb. -k bis 6 sind entsprechende Telle der Cbersichtlichkeit halber nicht dargestellt worden. Die Bekleidungsteile 2 und 3 sind zweckmäßig als einflügelige oder zweiflüge- li-e Türen ausuebildet -, damit nian bequein an die inneren Teile der \la.seliiiie heran- kommen kann. Zweckmäßigerweise sollen sie aus durchsichtigem, also eine Beobachtungs- ii-löglichkeit bietendem Werkstoff bestehen. Der Lauf des Papierbogens oder der Pa- pierbalin 8 ist in beiden Fällen mit gestrichel- ten Linien eingezeichnet. Bei der Maschine nach A1111). 1 bis 3 läuft der Bogen 8 von dein Anlegebrett 9 zwischen dein in einen Farb- trog 13 eintauchenden Forinzvlinder i i und dein GegendruckzvIiiider 12 hindurch zur Ab- legestelle i o, und zivar vorbei an einer Stelle A, an der der Druck durch Aufblasen von Trok- kenluft unter Verdunsten des Farblösungs- mittels getrocknet wird. Bei dein Beispiel gemäß) Abb. 4 bis 6 rollt die Papierbalin 8 von einer Roller ab, läuft über Leitrollen zwischen dein wiederum in den Farbtrog eintatichenden Forinzylinder i i und dein Ge- -endruckzvIinder 12 hindurch, "elaii-t auf 1 21 l#I einen Trockenzylinder 14, dessen -Mantel sie iiifol#-e der Z,#%-ail,-sfülirting durch eine Leit- rolle15 weitgehend umläuft, uni dann noch über andere Leitrollen aus der Maschine her- aus bzw.- zu einer Ablage-, Schneide- oder Falzvorrichtung 16 zu gelangen. In dein ge- e zn 2# zeichneten Beispiele geschieht das nicht un- mittelbar, sondern die Papierbahn 8 durch- läuft noch zwei weitere gleichartige Tief- druckwerke, um einen mehrfarbigen Auf- druck zu erhalten. Bei dem Lauf durch je- des dieser Tiefdruckwerke wird die Baliii z. B. bei B, C und D, angeblas,en. An den Anblasestellen A i) und B, C, D (Abb.4,) sind z. B. Düsen irgendwelcher Art angeordnet, die an eine vom Ventilator 18 gespeiste Blasluftleitung 17 ang eschlossen sind. Ein fortdauernder Kreislauf dieser Blasluft einerseits durch den Ventilator 18, andererseits durch die eingekapselte Maschine hindurch findet nun statt, weil das Saugrohr 19 des Ventflators 18 in den unteren tieflie- genden Teil des durch die Glieder 2 und 3 sowie das Maschinengestell i eingekapselten Raumes hindurchgeführt ist und die frei ge- wordene Blasluft folglich in der Richtung nach abwärts entweicht, um alsdann wieder in den Kreislauf eingeschaltet zu werden. Dabei findet eine sich ständig steigernde An- reicherung der unigewälzten Luft mit spezi- fisch schweren Lösungsmitteldämpfen statt. Aul. Boden des eingekapselten Raumes bzw. in dem Boden dieses Raumes ist nun ein wei- teres Saugrohr 20 vorgesehen, das an einen Saugventilator2i angeschlossen und mit einer einstellbaren Drosselklappe 22 versehen ist. Der Saugventilator 21 entnimmt durch diese Anordnun- eine regelbare Menge der am Boden der Einkapselung sich ansammelnden, stark mit Lösungsmitteldämpfen angereicher- ten bzw. gesättigten Blasluft aus dem in Um- wälzung befindlichen Luftstrom, der sich nun auf der anderen Seite ergänzen muß. Diese Ergänzung findet nun durch die oben offene Oberseite der Maschine hindurch statt, d. li. also, der aus der Ummantelung durch den Ventilator 21 abgesatigte Luftstrom wird aus der Luft des Arbeitsraumes ergänzt. Det vom Ventilator 21 abgesaugte Strom wird in die Rückgewinnungsanlage für die Lö- stingsmitteldämpfe geleitet und bewirkt also, (laß sich gleichzeitig die Luft des Arbeits- raumes entsprechend fortlaufend erneuert. wobei der Grad-dieser Erneuerung um so größer ist, je größer die Anzahl eingekapsel- ter Maschinen in dem Arbeitsraume ist. Natürlicherweise können alle Ansauglei- tungeIn 20 untereinander gekuppelt sein und über einen gemeinschaftlichen Anschluß in die Rückgewinnungsanlage für die Lösungs- initteldämpfe hineinführen. Die durch die Bekleidungsteile 2, 3 er- reichte Einkapselung der Maschine braucht ii,.ir so hoch geführt zu werden, daß ein seit- liches Ausweichen der in Umwälzung befind- lichen, mit den schweren iösungsiiiitteldäii-ip- fen angereicherten Gebläseluft nicht stattfin- den kann. Denn ein Entweichen nach oben ist deshalb nicht zu befürchten, weil durch den am Boden der Einkapselung befindlichen auganschluß die in Umwälzung befindliche l'roci,zenluft in die Abwärtsrichtung gezwun- gen wird und weil der fortwährend aus dem D Arbeitsrauin langsam nachdrängende Frisch- luitstrom von oben her auf die in Uiiiwä.1- zulig befindliche Luft drückt. t'
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:
i. Verfahren zum #Vieder-eivinnen der bei Tiefdruckinaschinen während des Druck- vorganges abdunstenden Farblösungsmit- tel, bei dem die zum Trocknen des be- druckten Papiers verwendete Luft wie- derliolt uiiigewälzt und ein Teil der mit den Dämpfen des Farblösungsmittels an- gereicherten Trockenluft einer Wiederge- winnungsanlage zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenlüftstrorn innerhalb einer oben offenen Uminante- lung der gesamten Maschine bis zur Er- reichung eines voratisbestimmten Grades der Sättigung mit Farblösungsmitteldänip- feil umgewälzt und der dann der Wieder- gewinnungsanlage zuzuführende Teil der Trockenluft ständig durch frische, aus dem Arbeitsraum von oben in die Um- mantelung der #Jascliine eintretende Raurnluft ergänzt wird. 2. Vorrichtung zum Ausüben des Ver- fahrens nach Anspruch i, dadurch gekenn- zeichnet ' daß die oben offene Ummante- lung der Maschine nur so hoch ist, daß die züi überwachenden Einrichtungsteile der Drucki-naschine von außen her er- reichbar sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, da- durch gekennzeichnet, daß die Wand der oben offenen T-Timnantelung an jeweils ge- wünschten Stellen verschließbare Öffnun- ,gen hat,
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