DE743377C - Verfahren zum Erschmelzen von fuer die Kokillenherstellung geeignetem Gusseisen im Giessereischachtofen - Google Patents

Verfahren zum Erschmelzen von fuer die Kokillenherstellung geeignetem Gusseisen im Giessereischachtofen

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DE743377C
DE743377C DEK156730D DEK0156730D DE743377C DE 743377 C DE743377 C DE 743377C DE K156730 D DEK156730 D DE K156730D DE K0156730 D DEK0156730 D DE K0156730D DE 743377 C DE743377 C DE 743377C
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DE
Germany
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cast iron
foundry
shaft furnace
hematite
coke
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Expired
Application number
DEK156730D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Norbert Berndt
Dr-Ing Karl Knehans
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Krupp Stahl AG
Original Assignee
Krupp Stahl AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B11/00Making pig-iron other than in blast furnaces
    • C21B11/02Making pig-iron other than in blast furnaces in low shaft furnaces or shaft furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Erschmelzen von für die Kokillenherstellung geeignetem Gußeisen im Gießereischachtofen Es ist bekannt, die aufkohlende Wirkung von Pechkoks, der bekanntlich aus Schwarzpech, einem Derivat des Steinkohlenteers gewonnen wird, dazu zu benutzen, um hochgekohltes Sondereisen bei der Hartgußherst:ellung einzusparen und durch Gießereiroheisen, z. B. Hämatit, oder aber auch durch gewöhnlichen Hartgußbruch zu ersetzen. Dadurch war es aber nicht nahegelegt, Pechkoks auch beim Erschmelzen von Gußeisen für die Kokillenherstellung zu verwenden und dabei den Hämatit durch Gußbruch oder Stahlschrott zu ersetzen. Während nämlich bei Hartguß der Kohlenstoff in gebundener Form vorliegen soll, -wird bei Kokilleneis,en ein Gefüge angestrebt, das weitgehend frei von gebundenem Kohlenstoff ist. Aus diesem Grunde hat man bisher beim Erschmelzen von Kokilleneisen einen weich machenden H.ämatit verwendet. Es ist ferner bekannt, beim Erschmelzen von Nichteisenmetallen P£chkoks wegen seines geringen Aschegehaltes und der dadurch bedingten geringen Verunreinigung der Nichteisenmetalle zu verwenden. Ferner ist auch schon die Möglichkeit, Bruchstücke von Stahlwerkskokillen, die vorwiegend aus Hämatitroheisen hergestellt worden sind, an Stelle von Hämatit beim Erschmelzen von Gußeisen zu gattieren, ins Auge gefaßt worden. Stahlwerkskokillen, bei deren Herstellung wesentliche Mengen des Hämatits durch Kokillenbruch oder Stahlschrott ersetzt worden sind, weisen aber, wenn sie mit Gießereikoks im Gießereischachtofen erschmolzen werden, eine unbefriedigende Haltbarkeit auf, die derjenigen der vorwiegend aus Hämatit hergestellten Kokillen erheblich nachsteht. .
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Erschmelzen von Gußeisen, das für die Kokillenherstellung geeignet ist, im Gießereischachtofen. fiei diesem Verfahren wird der übliche Gießereikoks ganz oder teilweise durch Pechkoks und in den bisher für Kokillen üblichen Gattierungen der Härnatit ganz oder so weit durch Kokillenbruch oder Stahlschrott oder beide ersetzt, daß der Anteil des Hämatits an der Gattierung weniger als ; 5 0'o beträgt.
  • Es hat sich nämlich gezeigt, daß auch bei ganzem oder teilweisem Ersatz des Hämatits durch Kokillenbruch oder Stahlschrott die Kokillenhaltbarkeit pratisch unverändert bleibt, wenn man gleichzeitig den Gießereikoks- ganz oder teilweise durch Pechkoks ersetzt. So wurde z. B. eine nur aus Kokillenbruch bestehende Gattierung mit Pechkoks niedergeschmolzen mit dem Ziel, ein hitzebeständiges Eisen zur Herstellung von Stahlwerkskokillen u. d'-I., also sog. Kokilleneisen, zu erhalten. Bekanntlich mul.'v solches Eisen aus Gründen der Haltbarkeit der aus ihm hergestellten Stahlwerkskokillen einen Kohlenstoffgehalt von mindestens 3,50'o bei einem Schwefelgehalt von _ höchstens o, i oo o'o besitzen. Das erschmolzene Eisen fiel mit einem Kohlenstoffgehalt von 3,50'o und einem Schwefelgehalt von o,o97 0'o aus, erfüllte also die gestellten Bedingungen und ergab eine gute Haltbarkeit der daraus hergestellten Kokillen. Diegleiche Gattierung, mit gewöhnlichem Giel.ereikoks erschmolzen, ergab ein Eisen, dessen Kohlenstoffgehalt 3,30'o und dessen Schwefelgehalt o, i 23 0-o betrug, -wobei zu bemerken ist, daß ein solcher Kohlenstoffgehalt, wie oben bereits angedeutet wurde, für den in Frage stehenden Zweck zu niedrig und ein solcher Schwefelgehalt viel zu hoch ist.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß das Verfahren gemäß der Erfindung mit einer erheblichen Kostenersparnis verbunden ist. Während eine ein Gußaeisen mit ;,60'o Kohlenstoff und o,og bis o, i oo 0'o Schwefelergebende übliche Gattierung aus 150'ö Hämatit, 2o0'o Kokillenbruch und 5 0 ö Stahlschrott bei Zusatz von i i 0b Gießereikoks etwa ,)?,f[69,-je Tonne kostet, betragen die Kosten einer gemäß der Erfindung aus ioo0`o Kokillenbruch bestehenden Gattierung bei einem Zusatz von 4.0`o Gießereikoks und 70'o Pechkoks nur etwa :?,.1(62.,4o je Tonne, -wobei zu berücksichtigen ist, daß das erzeugte Gußeisen die gleichen Gehalte an Kohlenstoff und Schwefel aufweist. Es ergibt sich somit außer der Einsparung des wertvollen Hämatits auch noch eine Verbilligung des Einsitzes um etwa 9.:3G 6,6o je Tonne.
  • Man kann erfindungsgemäß aber auch ohne weiteres den Anteil an hokillenbruch zubUnsten von Stahl oder Maschinenschrott verringern und dadurch noch mehr preisliche Vorteile erzielen. Der Gußbruch hieraus hergestellter Stahlwerkskokillen kann wiederum im Kupolofen mit Pechkoks zur Erzeugung von Kokillen öder anderer Gußwaren eingeschmolzen werden, Zoobei sich infolge der Verwendung von Pechkoks die bereits erwähnte Wirkung wiederholt.
  • Beachtenswert ist, daß auch bei gänzlichem Fortfall von Roheisen der Schwefelgehalt in erträglichen Grenzen gehalten werden kann. Wenn man diesen jedoch niedriger zu halten wünscht, so kann man in bekannter Weise mit Soda entschwefeln, ohne die verbilligten Einsatzkosten -wesentlich heraufzusetzen.
  • Die Aufkohlung der jeweiligen Gattierungen durch den Pechkoks läßt sich durch eine ganz bestimmte Gesetzmäßigkeit festlegen. So kann z. B. bei gleichbleibender Gattierung durch wechselnden Anteil des Pechkokses am Satz- oder Füllkoks der Kohlenstoffgehalt, der gewöhnlich 2 bis q.0'o beträgt, genau geregelt -werde... Allerdings wird die häufig verschiedene Betriebsweise des Gießereischachtofens auch einen bestimmten l--iniluß ausüben. Dieser kann sich jedoch nur so auswirken, daß sich dann alle Werte gleichzeitig in einer Richtung mehr oder -weniger verschieben.

Claims (1)

  1. PATEN T A\ SPRL#CII Verfahren zum Erschmelzen von für die Kokillenherstellung geeignetem Gußeisen im Gießereischachtofen, dadurch gekennzeichnet, daß der bisher übliche Gießereikoks ganz oder teilweise durch Pechkoks und in der bisher üblichen Gattierung der Hämatit ganz oder so weit durch Kokillen-Z> oder Stahlschrott oder beide ersetzt wird, daß der Anteil des Hämatits an der Gattierung -weniger als ,^50'o beträgt.
DEK156730D 1940-02-13 1940-02-13 Verfahren zum Erschmelzen von fuer die Kokillenherstellung geeignetem Gusseisen im Giessereischachtofen Expired DE743377C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149371B (de) * 1956-07-04 1963-05-30 Huetten Und Bergwerke Rheinhau Verfahren zum Betrieb von Hochoefen
DE1153396B (de) * 1956-07-13 1963-08-29 Steinkohlenbergwerk Hannover H Verfahren zum Betrieb von Giessereischachtoefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149371B (de) * 1956-07-04 1963-05-30 Huetten Und Bergwerke Rheinhau Verfahren zum Betrieb von Hochoefen
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