DE748468C - Verfahren zur Herstellung von Rohrdraehten mit gefalzten Maenteln aus Aluminiumlegierungen und Rohrdraht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohrdraehten mit gefalzten Maenteln aus Aluminiumlegierungen und Rohrdraht

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DE748468C
DE748468C DEO24221D DEO0024221D DE748468C DE 748468 C DE748468 C DE 748468C DE O24221 D DEO24221 D DE O24221D DE O0024221 D DEO0024221 D DE O0024221D DE 748468 C DE748468 C DE 748468C
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jacket
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/18Protection against damage caused by wear, mechanical force or pressure; Sheaths; Armouring
    • H01B7/20Metal tubes, e.g. lead sheaths
    • H01B7/205Metal tubes, e.g. lead sheaths composed of aluminium

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  • Wire Processing (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rohrdrähten mit gefalzten Mänteln aus Aluminiumlegierungen und Rohrdraht Rohrdrähte sind bekanntlich zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen mit einem gefalzten Metallmäntel versehen. Einen ausreichenden mechanischen Schutz gewährt aber nur ein Metallmantel .mit so hohen Festigkeitswerten, wie sie die im allgemeinen dafür verarbeiteten Eisen-, Kupfer- oder Zinkbänder zeigen. So haben beispielsweise die für die Herstellung von Rohrdrähten verwendeten Eisenbänder oder aluminiumplattierten Eisenbänder Festigkeitswerte von über 30 kg/mm2.
  • Gleich stark bemessene Bänder .aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung ergehen erfahrungsgemäß keinen gleichwertigen mechanischen Schutz; denn die in weichem Zustande für die Rohrdrahtherstellung verfügbaren Bänder aus Aluminium oder seinen Legierungen lassen sich zwar ohne Schwierigkeiten zu gefalzten Mänteln verarbeiten, sie weisen dann aber zu niedrige Zugfestigkeitswerte auf, die im allgemeinen unter z2 kg/mm= liegen. Daher würde ein Rohrdraht mit einem solchen Aluminiummantel eine wesentlich geringereFestigkeit als ein eisenumhüllter Man= tel haben. Andererseits sind Bänder aus Aluminiumlegierungen mit höheren Festigkeitswerten von 30 bis 50 kg/mm= für .die Herstellung von gefalzten Metallmänteln deswegen ungeeignet, weil sie infolge ihrer geringen Dehnung eine einwandfreie Herstellung der Falznaht nicht zulassen. Der Mantel reißt erfahrungsgemäß dabei an der Naht auf.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Rohrdrähten mit gefalzten Metallmänteln aus Aluminiumlegierungen, durch das gefalzte Aluminiummäntel von ;ausreicheudenFestigkeitswerten (etwa 25 kg/rnm= und darüber) erzeugt werden können.
  • Erfincltin-sgemäß wird kurz vor der Herstellung des gefalzten Metallmantels .das Aluminiumband der selbst aushärtenden Gruppe AI-Cu-Mg oder !der Gruppe Al-Mg-Si mit einer Dehnung im abgeschreckten Zustand über ungefähr 15 °/o auf eine unter dem Soliduspunkt der betreffenden Legierung gelegene Temperatur erhitzt, und zwar auf 5ro° C bei Al-Cu-Mg, auf 56o° C bei Al-Mg-Si, also auf e?ne Temperatur, bei der die Komponenten möglichst weitgehend im Grundmetall gelöst s111-;1. Danach wird das Band unin:ttelbar abgeschreckt und anschließend ohne längeres Lagern zutn gefalzten Metallmäntel verformt, bevor der diesen Legierungen eigentümliche auf das Abschrecken folgende, selliattätig eintretende Anstieg der Zugfestiglceit und das damit verbundene Absinken der Dehnung merklich einsetzt. Auf diese Weise lädt sich bei Verwendung von geeignetem Werkstoff eine einwandfreie Falznaht bei der Verformung erzielen, weil dieser unmittelbar nach dein Abschrecken noch eine für die Bildung der Falznaht geeignete Festigkeit bei ausreichender Dehnung besitzt. Der Werkstoff -ist ini allgemeinen dann geeignet, wenn er nach dein Abschrecken noch eine Dehnung über i .i °,l" -zeigt. Es hat sieh nämlich bei Versuchen livrausgestellt, @daß Bänder aus so behandelten Aluminiumlegierungen, deren Dehnung beispielswe'se 15 % oder mehr beträgt, eine einwandfreie Falznaht bilden, während Bänder, deren Dehnung nur noch 12 °/o betrug, eine einwandfreie Falzbildung nicht mehr zuließen. Bei den nach der Erfindung behandelten Rohrdrähten nimmt die Zugfestigkeit des Metallmantels in ;wenigen Tagen nach dessen Herstellung erheblich zti und wächst bei AI-Cu-:fIg von ungefähr 20 bis 25kg/mm= auf 38 bis d.2 Ic.g(1lltn- und bei Al-Mg-Si von ungefähr i i bis 16 kg(mm= auf 25 bis 301:gfinm=.
  • Die gesteigerten Festigkeitswerte des gefalzten Aluininiumniantels lassen sich auch dadurch erreichen, daß der fertige blanke Rohrdraht bei einer Temperatur von ungefähr 125 bis i50'-' C angelassen wird. Dieses Verfahren kann dann besonders vorteilhaft sein, wenn der Rohrdraht eine vulkanisierbare Seele enthält, die erst nach dem Ummanteln vulkanisiert wird, denn dann wird durch die Erhitzung auf die VulkanisationsternperatUr die Kabelseele vulkanisiert und der =`luniiniuinmantel -zugleich verfestigt, oder wenn ,leg, blanke Izolirdraht finit einer bei dieser Temperatur plastischen '.\I:asse unispritzt oder umgeben wird.
  • Die so behandelten Rohrdrähte sind dann in in"chanischer Hinsicht den bisher verwendeten Rohrdrähten mit einem gefalzten Metallmantel aus Eisen- oder Zinkband gleichwertig. Sie gestatten überdies aber noch eine erhebliche Verbesserung in elektrischer Hinsicht, weil ihr :Metallmantel durch eine anodische Oxydation oder Fluorierung miteinem isolierenden und korrosionssicheren Oberzug versehen werden kann.
  • Zu dein Zweck wird die Falziialit vorte:lbaft in bekannter Weise durch eine fetichtigkeitssichere Einlage abgedichtet, falls die in dein Metallmantel angeordnete Kabelseele nicht einen feuchtigkeitssicheren Mantel besitzt, der das Innere des Metallmantels vollständig ausfüllt. Der anodisch oxydierte oder fluorierte Metallmantel kann nach Beendigung der Oxydation oder Fluorierung in bekannter Weise mit einer aus Lack, Paraffin, .Bitumen oder anderen Stoffen hergestellten Schutzsch'cht überzogen werden, um die ini Mantel entstandenen Poren abzudichten. Auf diese Weise lassen sich auch Feuchtraumleitungen finit einem verfestigten Aluminiummantel und einem korrosionssicheren Überzug herstellen, wobei das Innere des Metallmantels durch die Art ider Isolierung i-11 bekannter Weise vollkommen feuchtigkeitssicher auszufüllen ist. Erforderlichenfalls kann der Mantel noch finit einem Bitumen- oder lackgetränkten Geflecht oder einer anderen isolierenden, mechanisch widerstandsfälligen Hülle umgeben werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPROCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Rohrdrähten mit gefalzten 'Mänteln aus Altiininiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Band aus einer selbsttätig aushärtenden Aluminiumlegierung finit einer für eine einwandfreie Falztialitliildung ausreichenden Festigkeit und Dehnung unmittelbar vor .der Verarbeitung, zumMetallmantel auf eine unter dein Soliduspunl:t der betreffenden Legierung gelegene Temperatur wenige Stunden erwärmt und abgeschreckt sowie danach <leg, gefalzte 'Mantel durch L altern bei Raumtemperatur ausgehärtet wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Rohrdrähten mit gefalzten Metallmänteln aus einer selbsttätig härtenden Aluminiumnach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel durch Erwärmen des fertigen Rolirdralites auf Teuiperaturen von 125 bis 15o° C ausgehärtet wird. : 3.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennze:clinet, daß die urivulkanisierte Seele xles Rohrdrahtes während des Ilärtens des Metallmantels bei Temperaturen von 125 bis 15o° C vulkanisiert wird. `d.
  4. Rolirdralit mit einem nach Anspruch i bis 3 gefalzten Mantel aus einer Altintinitinilegierung der Gruppe _@l-Mg-Si, cladurch gekennzeichnet, daß der lTetallmantel Festigkeitswerte über 2; k_;111111= be-.m;itzt.
  5. 5. Rolirdralit in:t einem nach Anspruch i bis 3 gefalzten Mantel aus einer Alu@üniunilegierung der Gruppe _'tl-Cu-:llg, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallmantel Festigkeitswerte Tiber 38 kg(nini' besitzt.
  6. 6. Rohrdraht nach Anspruch ¢ und 5 mit einem vollkommen feuchtigkeitssicher ausgefüllten Metallmantelinnern oder mit einer feuchtigkeitssicher abgedichteten Falznaht, gekennzeichnet durch einen anodisch oxydierten oder fluorierten Überzug.
  7. 7. Rohrdraht nach Anspruch- 6, gekennzeichnet durch einen korrosionssicheren Überzug über dem modisch oxydierten oder fluorierten Metallmantel. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik ist im Er= teilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: deutsche' Patentschrift . . . , . Nr. 652 o92.
DEO24221D 1939-07-06 1939-07-06 Verfahren zur Herstellung von Rohrdraehten mit gefalzten Maenteln aus Aluminiumlegierungen und Rohrdraht Expired DE748468C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931115C (de) * 1949-03-29 1955-08-01 Felten & Guilleaume Carlswerk Elektrisches Kabel mit Aluminiummantel
US3439111A (en) * 1966-01-05 1969-04-15 Belden Mfg Co Shielded cable for high frequency use

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE652092C (de) * 1930-06-25 1937-10-25 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Starkstromkabel

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