DE763884C - Erschuetterungsverfahren zum Abscheiden von Beimengungen aus schmelzfluessigen Metallbaedern - Google Patents
Erschuetterungsverfahren zum Abscheiden von Beimengungen aus schmelzfluessigen MetallbaedernInfo
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- DE763884C DE763884C DEH158619D DEH0158619D DE763884C DE 763884 C DE763884 C DE 763884C DE H158619 D DEH158619 D DE H158619D DE H0158619 D DEH0158619 D DE H0158619D DE 763884 C DE763884 C DE 763884C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B9/00—General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
- C22B9/02—Refining by liquating, filtering, centrifuging, distilling, or supersonic wave action including acoustic waves
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B14/00—Crucible or pot furnaces
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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Description
Es ist bekannt, daß der Sohwefelgehalt des flüssigem Roheisen«' beim Transport durch die
'hierbei entstellenden Erschütterungen vermindert wird und daß man den Schwefel-S
gehalt durch Übertragung von heftigen Er-• schütteirungen auf den gefüllten Roheieenbehälter
weiter vermindern kann. Diese Übertragung der Erschütterungen durch und
auf dien1 Behälter ist jedoch unwirtschaftlich
ίο und auf die Dauer schädigend für den Behälter
und seine" Auskleidung.
Man hat auch schon erwogen, die mechanischem
Erschütterungen dadurch altein auf die Metallschmelze einwirken zu lassen, daß man
diese Schmelze über einen treppenförmigen Kanal geführt hat. Hierdurch entsteht jedoch
eine weitgehende Abkühlung der Schmelze, die meist eine Wiederaufwärmung erforderlich
macht.
Schließlich hat man auch an die Anwendung von Schall- bzw. Ultraschallwellen gedacht,
um mit deren Hilfe die mechanischen Baderschütterungen
hervorzurufen. Diese-Wellen eignen sich jedoch nur für die Entgasung der
Schmelzen, höchstens' noch für die Austreibung des sich aus dem Silicium- und Graphitgehailt der Schmelze eines Gießereiei'sens
bildenden Garschaumes. Bei diesen
Erschütterungsverfahren mit Hilfe des Ultraschalls hat man zur Erleichterung der Einführung
der Schallwellen in das Bad auch Übertragungskörper angewandt, die aber durchweg, um eine ausreichende Wirkung zu
erzielen, in das Bad abgesenkt wurden.
Zum Stand der Technik gehört schließlich noch die Einbringung von Reinigungssubstanzen
in die Metallschmelzen mit Hilfe der Aufundabbewegung eines kappenartigen metallischen
Kolbens, der in das Bad. eingeführt wird. Man erhält auf diese Weise eine Art Rührwirkung, die die Reinigungsmittel in
engere Verbindung mit den Schmelzbestandteilen bringen, soll. Die Anwendung solcher
Einrichtungen ruft ebenfalls eine beträchtliche Abkühlung des Bades und zugleich, ein
Abschmelzen des Rüh-rkolbens hervor.
Die Erfindung sucht allen diesen Schwierigkeiten dadurch zu begegnen, daß die Erschütterungen
durch Ausübung scharfer Stöße oder -Schläge auf eine auf der Badoberfläche liegen de
Platte od. dgl. erzeugt und dadurch nur von der Oberfläche der Bäder aus unmittelbar auf
die flüssigen Metallschmelzen übertragen werden.
Die scharfen Schläge oder Stöße verursachen plötzliche Erschütterungsübergänge,
die die Ausscheidung begünstigen und nicht mit den im wesentlichen sinusförmigen
Schwingungsvorgängen der Schall- und Ultraschallwellen zu vergleichen sind.
Es wäre auch möglich, die Stöße oder Schläge durch eine stoßende oder schlagende
Platte der Oberfläche des Bades zu erteilen, doch würde dies ein unerwünschtes Umherspritzen
oder Überplanschen des Bades mit sich bringen.
Zweckmäßig wird die Stoßplatte gegen Abbrand und. Abschmelzen durch Abdecken des
Bades mit geeigneten, für das Abdecken von Metallschmelzen an sich bekannten, körnigen;,
pulverigen oder flüssigen Stollen geschützt. Als solche Schutzmittel können bekannte
Bindemittel für die ausgeschiedenen Beimengungen oder Wärmeschutzmittel Verwendung
finden, so daß diese Mittel noch weitere Zwecke als den Abbrandschutzerfüllen
können.
Die Ausübung der Stöße kann: durch l>eliebige
Schlagvorricbtungen erfolgen, die mechanisch, pneumatisch, hydraulisch, elektrisch
usw. betrieben werden können. Gedacht wird z. B. an die Anwendung eines schweren
Preßlufthammers, der unmittelbar auf die verwendete Stoßplatte einwirkt.
In der Zeichnung ist eine Möglichkeit zum Herbeiführen der Baderschütterungen veranschaulicht.
Auf das in dem Behälter α befindliche Metallbad
6 wird die Stoßplattec bis auf die Badoberfläche
d gesenkt. Die Stoßplatte c ist so gestaltet, daß sie entweder frei auf dem Bade
schwimmt oder, wie in der Zeichnung dargestellt, federnd aufgehängt wird.
Um die Erschütterungen zu erzeugen, läßt man der Stoßplatte c durch eine beliebig (z. B.
mechanisch, pneumatisch, hydraulisch, elektrisch usw.) angetriebene Schlagvorrichtung,
die in der Zeichnung durch einen Pfeil e angedeutet ist, in schneller Folge Schläge erteilen,
die unmittelbar auf das Bad b wirken, ohne irgendwelche schädliche Einwirkung auf
den Behälter α und seine Auskleidung/ auszuüben.
Zweckmäßig wird die Badoberfläche d vor dem Auflegen der Stoßplatte c mit geeigneten
körnigen, pulverigen oder flüssigen Stoffen (z.B. gebranntem Kalk, Soda, Holzkohle,
Koksasche, Schlacke usw. oder deren Gemischen) abgedeckt. Diese Abdeckung dient dazu, um erforderlichenfalls die Ausscheidungen
zu binden oder unschädlich, zu machen, ferner dazu, die Stoßplatte vor dem flüssigen
Metall zu schützen und hat schließlich die Wirkung, eine Abkühlung des Bades zu vermeiden.
Claims (2)
1. Erschütterungsverfahren zum Abscheiden von Beimengungen aus schmelzflüssigen
Metallbädern, dadurch gekennzeichnet, daß die Erschütterungen durch Ausüben scharfer Stöße oder Schläge auf
eine auf der Badoberfläche liegende Platte od. dgl. erzeugt und dadurch nur von der
Oberfläche der Bäder aus unmittelbar auf die flüssigen Metallmassen übertragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßplatte gegen
Abbrand und Abschmelzen durch Abdecken des Bades mit geeigneten, für das Abdecken von Metallschmelzen an sich
bekannten körnigen, pulverigen oder flüssigen Stoffen geschützt wird.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren
folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
Deutsche Patentschriften Nr. 231 271,
604 486, 689 8γγ:
604 486, 689 8γγ:
britische Patentschriften Xr. 4358 v. J. 1897, 435 104, 456657;
österreichische Patentschrift Xr. 142 886; USA.-Patentschrift Xr. 1 876 732.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 5519 11.52
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH158619D DE763884C (de) | 1939-02-12 | 1939-02-12 | Erschuetterungsverfahren zum Abscheiden von Beimengungen aus schmelzfluessigen Metallbaedern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH158619D DE763884C (de) | 1939-02-12 | 1939-02-12 | Erschuetterungsverfahren zum Abscheiden von Beimengungen aus schmelzfluessigen Metallbaedern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE763884C true DE763884C (de) | 1952-11-17 |
Family
ID=7182852
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH158619D Expired DE763884C (de) | 1939-02-12 | 1939-02-12 | Erschuetterungsverfahren zum Abscheiden von Beimengungen aus schmelzfluessigen Metallbaedern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE763884C (de) |
Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE231271C (de) * | ||||
| GB189704358A (en) * | 1897-02-18 | 1898-03-18 | Arthur Phillips | A Plunger for the Purifyng or Mixing of Molten Metals, or other Bodies Liquid at High Temperatures. |
| US1876732A (en) * | 1928-10-17 | 1932-09-13 | Guilliam H Clamer | Metallurgical apparatus |
| DE604486C (de) * | 1931-04-15 | 1934-10-22 | Friedrich Krueger Dr | Verfahren zum Entgasen von Schmelzen |
| GB435104A (en) * | 1933-12-15 | 1935-09-16 | British Non Ferrous Metals Res | Improvements relating to the casting of aluminium and its alloys |
| AT142886B (de) * | 1934-05-07 | 1935-09-25 | Victor Hertl | Verfahren zur reinigenden Behandlung von Metallbädern. |
| GB456657A (en) * | 1934-05-07 | 1936-11-09 | Rudolf Jahn | Process of producing uniformly fine-grained castings from metals and metal alloys |
| DE689877C (de) * | 1938-08-16 | 1940-04-05 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Vorrichtung zur Behandlung beliebigen Gutes mittels mechanischer Schwingbewegungen |
-
1939
- 1939-02-12 DE DEH158619D patent/DE763884C/de not_active Expired
Patent Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE231271C (de) * | ||||
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