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Fernmelde- und Fernsteuerungseinrichtung bzw. Fernmeß-oder Fernanzeigevorrichtung
Es ist für Telephonanlagen mit Maschinenwählern bekannt, die Wähler zur Auswahl
der einzelnen Teilnehmer auch dann zu benutzen, wenn nicht von einem beliebigen
Teilnehmer des Telephonnetzes, sondern vom Telephonamt aus der Teilnehmer angerufen
wird, beispielsweise um den Leitungszustand der Leitung eines Teilnehmers zu überprüfen.
Bei dieser bekannten Anordnung werden also die Auswahlvorrichtungen stets dazu gebraucht,
um von einer oder mehreren Stellen aus einen bestimmten Teilnehmer des Telephonnetzes
auszuwählen bzw. anzurufen. Beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung handelt es
sich dagegen darum, wie Fernmelde- und Fernsteuerungsvorgänge bzw. Fernmeg- oder
Fernanzeigevorgänge unter Verwendung impulsgesteuerter Auswahlmittel in den beteiligten
Stationen zur Überwachung beweglicher Organe elektrischer Kraftnetze durchgeführt
werden. Nun sind bereits Fernsteuerungseinrichtungen bekanntgeworden, bei welchen
die Auswahl der einzelnen Schalter mit den Steuer- und Vberwachungsstationen unter
Zuhilfenahme von Drehwählern erfolgt, die denjenigen, die in der automatischen
Telephonie
verwendet "werden, ähnlich sind. Die bekannten Einrichtungen dieser Art ermöglichen
aber nur die Übertragung eine einzigen Telephongespräches über die zwischen den
beteiligten Stationen befindlichen Leitungen. Die L'bertragung der Telephongespräche
wird bei diesen Einrichtungen dadurch ermöglicht, daß die Sprech- und Hörapparate
sowie die )Jecker kapazitiv an die Fernleitung angekoppelt werden. Andererseits
sind noch Einrichtungen bekanntgeworden, bei welchen in den beteiligten Stationen
der Fernsteuerungs- und Fernanzeigevorrichtungen an einen Kontakt der Wähler der
Fernsprecheinrichtung angeschlossen ist, so daß es hierbei wenigstens möglich ist,
von einer Station aus nach einigen wenigenTeilnehmerstellen fernzusprechen.
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Die Erfindung betrifft eine Fertinielde- und Fernsteuerungseinrichtung
bziv. Fernmeß-oder Fernanzeigevorrichtung unter Verwendung impulsgesteuerter Auswahlmittel
in den beteiligten Stationen zur Überwachung beweglicher Organe elektrischer Kraftnetze,
bei der Steuer- und Meldekennzeichen über Telephonleitungen übertragen werden. Die
-Nachteile bekannter Einrichtungen werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß
die Cberwachungseinrichtungen bzw. die überwachten Organe unter Zwischenschaltung
eines Prüfwählers zur Feststellung des geänderten Schalters mit den Wählern einer
für das elektrische Kraftnetz ohnehin benötigten Fernsprechanlage in der Weise in
Verbindung stehen, daß bei selbsttätigem Auslösen eines Cbertragungsvorganges von
einer Außenstelle aus v orzugsweise durch Umkehrung der Polarität der Zentralbatterie
der Fernsprechanlage eine selbsttätige Umschaltung von Fernsprech- auf Fernsteuerbetrieb
veranlaßt wird, so daß die Wähler der Fernsprechanlage gleichzeitig dazu benutzt
werden. die einzelnen Organe der Fernbedienungsanlage auszuwählen und hierüber auch
die 1Meldestromzeichen fortzuleiten.
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Zweckmäßig wirddieAnordnung, die sonst vorzugsweise einem der bekannten
Telephonautomaten in ihrem Aufbau angepaßt wird, so getroffen. daß die einzelnen
-Meldungen gespeichert werden, falls mehrere Schalter oder Mei)vorgänge in einer
Station gleichzeitig eine Übertragung veranlassen würden. Die L hertragung erfolgt
dann durch die Speichereinrichtung zeitlich nacheinander. Treten dagegen in mehreren
Stationen im selben Augenblick mehrere abzuwickelnde Cljertragutigsvorgänge auf,
so erfolgt, soweit die _Anzahl der verwendeten Auswahlmittel ausreicht, die L"bertragung
der -Meldungen eicii7eiti". Durch Betätigung einer Kontr«lltaste kamt Jede Station
willkürlich angereizt werden. wodurch sämtliche Schalterstellungen selbsttätig nacheinander
angezeigt werden.
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Die Fernmeldung der Schalterstellungen erfolgt über die Einrichtungen
der automatischen Telephonie in der Weise, daß bei Auslösung oder Einschaltung eines
Schalters automatisch eine Verbindung zu dem entsprechenden Anzeigerelais in der
Warte hergestellt wird, wobei die Einschaltung der zugeordneten Anzeigelampe im
Blindschaltbild erfolgt. Die Aussendung der erforderlichen Impulsreihen übernimmt
ein automatischer Zahlengeber. welcher selbsttätig alle Operationen ausführt, welche
beim l' ernsprechen von Hand durch den Teilnehmer zur Herstellung einer Verbindung
durchgeführt «-erden.
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Löst z. B. ein Schalter durch Überstrom aus. so fällt zunächst ein
ihm zugeordnetes Halterelais mit zwei differentialgeschalteten Wicklungen ab und
setzt einen Prüfwähler in Betrieb, welcher sich selbsttätig auf den ausgelösten
Schalter einstellt. Unter der Voraussetzung. daß der Hakenumschalter am Telephonapparat
sich in der Ruhestellung befindet, wird nach Beendigung dieses Einstellvorganges
durch ein Prüfrelais P der Teilnehmerapparat von den beiden Fernleitungen abgeschaltet,
welche gleichzeitig kurzgeschlossen werden. Nach einer Zeitverzögerung von etwa
o,6 Sekunden. in welcher der Vorwähler im Fernsprechautomaten einen freien Gruppenwähler
belegen kann, wird der eigentliche Zahlengeber Di in Betrieb gesetzt, welcher zunächst
die Impulsserie zur Atiswalil der iooer Gruppe aussendet. Diese erste Ziffer lebt
den Gruppenwähler (Hebdrehwähler) in die gewünschte Dekade, welcher sich hiernach
in freier Wahl einen freien Leitungswähler aussucht. Diese für die Belegung des
Leitungswählers erforderliche Zeit wird von dein Zahlengeber eingehalten. welcher
hiernach die zweite Ziffer (Zehner) aussendet. Die Höhe des Zehners wird durch die
Stellung des obenerwähnten Priifwälilers bestimmt. Die zweite Impulsserie bringt
den I-eittnigswähler in die dem Fernmeldesignal zugeordnete Hebstufe. In der gleichen
Weise erfolgt die Aussendung des Einers, welcher ebenfalls durch die Stellung des
Prüfwählers bestimmt wird. Hierbei wird der Leitungswähler auf den Kontakt geschaltet,
an welchem das Anzeigerelais des ausgelösten Schalters angeschlossen ist.
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ach vollständiger Cbertragung der Inipulsserien wird das abgefallene
Halterelais des ausgelösten Schalters «-feder erregt, «-elches sich über seinen
eigenen Arbeitskontakt hält. Zalilenge')er und i'rüfw:ililer laufen in (He Rulestellun-.
das 1'riifrelais I' schaltet
den Teilnehmerapparat wieder an, so
daß die Teilnehmerschleife wieder unterbrochen ist und dadurch die Verbindung ausgelöst
wird. Hiernach ist der Zahlengeber für eine neue Meldung wieder. frei.
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Bei Abwicklung eines automatischen Kontrollvorganges schaltet der
Schaltbeamte in der Warte durch einen Umschalter die jeweiligen Stationsteilnehmerleitungen
von der Fernsprechzentrale ab und speist sie mit 5oo-Perioden-Strom. Hierdurch spricht
in der Außenstation ein 5oo-Perioden-Relais K an, welches die Halterelais sämtlicher
Schalter abwirft. Der Zahlengeber wird somit veranlaßt, sämtliche Schalterstellungen
nacheinander zu übertragen.
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Die Fernmessung der Stationsspannungen erfolgt nach dem Kompensationsverfahren,
dessen Wirkungsweise in speziellen Beschreibungen erläutert ist. Sie wird wahlweise
über dieselben Teilnehmerleitungen durchgeführt. Das Kriterium für dieEinschaltung
des Fernmeßgebers besteht darin, daß durch einen Umschalter in der Warte die Polarität
der abgehenden Teilnehmerleitungen vertauscht wird. Während also bei Anschaltungen
der Teilnehmerleitungen an den Fernsprechautomaten die a-Leitung Minusspannung und
die b-Leitung Plusspannung über Relaiswicklungen aufweist, erhält bei Einleitung
der Fernmessung die a-Leitung - Plusspannung und die b-Leitung Minusspannung. In
der Betriebsstelle, in der sich der Telephonapparat befindet, ist der Fernmeßgeber
über einen Trockengleichrichter an die Teilnehmerleitungen angeschlossen, welcher
ihm nur Strom zuführt, wenn die obengenannte Polarität vorhanden ist. Der Gleichrichter
verhindert gleichzeitig Schleifenschluß über den F'ernmeßgeber, wenn die Teilnehmerleitungen
an den Fernsprechautomaten angeschlossen sind. Für die Zeit der Fernmessung wird
der Fernsprechautomat abgeschaltet und ein generelles F@ernmeßempfangsinstrument
an die Teilnehmerleitung angeschaltet.
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In der Betriebsstelle ist in Serie zu dem Fernmeßgeber ein polarisiertes
Relais N eingeschaltet, welches während der Fernmessung anspricht und denZahlengeber
blockiert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt Abb. I die Schaltungsanordnung in der Betriebsstelle,
Abb. 2 eine Schaltungseinrichtung der Überwachungsstelle, Abb.3 die Anzeigevorrichtung
in der Cberwachungsstelle.
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In- den Abbildungen sind die Relaiswicklungen mit großen Buchstaben,
die zugehörigen Kontakte mit kleinen Buchstaben bezeichnet. Ruhekontakte sind in
geschlossnem Zustand und Arbeitskontakte in offenem Zustand dargestellt. Besitzt
ein Relais mehrere Kontakte, so sind diese durch hochgestellte römische Ziffern
voneinander unterschieden. Die Anzahl und die Wicklungsart der Relaiswicklungen
sind am Anfang und Ende der Wicklung durch die entsprechenden Lötstiftziffern unterschiedlich
gelcennzeicbnet. Beispielsweise besitzt das Relais An die beiden Wicklungen
An I-2 und An 4-5 sowie den Wechselkontakt an' und den Ruhekontakt
anIII. Besitzt ein Relais Wicklungen mit entgegengesetztem `'Wicklungssinn, so geht
dies aus der Reihenfolge der Lötstiftziffern in bezug auf die Minusspannung hervor.
Das Relais Hx besitzt z. B. die entgegengeschalteten Wicklungen Hx I-2 und
Hx 5-4: Wäre die zweiter Wicklung gleichsinnig gewickelt, so läge der Lötstift
4 an Minusspannung und der Lötstift 5 an Plusspannung.
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Die Antriebsspule und die Kontaktbank eines Drehwählers tragen die
gleiche Bezeichnung.
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Besitzt ein Drehwähler mehrere parallel übereinander angeordnete Kontaktreihen,
so sind diese durch römische Ziffern besonders gekennzeichnet. jeder Drehwähler
hat außerdem sog. Wellenkontakte, Anker und Selbstunterbrecherkontakte. Der Wellenarbeitskontakt
dpwo des Drehwählers Dp z. B. ist in der Ruhestellung des Wählers geöffnet
und in allen übrigen Stellungen geschlossen. Ankerkontakte, z. B. dia, werden bei
jedem Schritt des Drehwählers betätigt. Dasselbe gilt von dem Selbstunterbrecherkontakt,
z. B. dias.
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Der Hebmagnet eines Hebdrehwählers ist mit H, sein Drehmagnet
mit D und sein Auslösemagnet mit M bezeichnet. Er besitzt einen oder mehrere
Kopfkontakte k, welche in der Ruhestellung betätigt werden. Ein Kopfarbeitskontakt
z. B. ist in der Ruhestellung des Wählers geöffnet und in allen übrigen Stellungen
geschlossen. Der Kontakt d wird geschlossen, sobald sich die Schaltarme des Hebdrehwählers
auf den ersten Schritt eingedreht haben.
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Es sei angenommen, daß der Ülschalter Sx auf Grund von Überstrom auslöst
und seinen »Aus«-Kontakt schließt. Dadurch wird das Halterelais Hx stromlos. welches
sich über seine Wicklung I-Ix I-2 und seinen Arbeitskontakt hxI° sowie den
»Ein«-Kontakt des Ölschalters Sx gehalten hatte. Da die zweite Wicklung Hx 5-4 des
Halterelais entgegengesetzten Wicklungssinn aufweist, erfolgt auch eine Aberregung
des Halterelais dann, wenn die Olschalterwelle sich in unendlich kleiner Zeit drehen
würde. Durch Schließen des Ruhekontaktes hxll erhält die Antriebsspule
Dp
des Prüf-,vählers über den SeIbstunterbrecherkontakt dptt Strom, so daß dieser seine
Isontal;tarme Dp I. Dp Il. Dp III und Dp IV schrittweise mit einer Geschwindigkeit
von ungefähr 30 Schritten pro Sekunde weitersclialtet. Sobald der Schaltarm
Pp I den Kontakt 6 erreicht hat, spricht über den » Aus-.:-Kontakt Sx und
den Ruhekontakt h_t'lill: das Prüfrelais P an, «-elches mit seinem Ruhekontakt p1
den Stromkreis der 1lagnetwicklung Dp auftrennt und mit seinem Wechselkontakt pII
den Telephonapparat abschaltet sowie die Fernleitung a und _b kurzschließt.
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Gleichzeitig wird durch den Ruhekontakt pnI das Anlaßrelais AH
1-a aberregt. welches infolge des Kondensators. den es sich über seinen eigenen
Wechselkontakt a-111 selbst parallel geschaltet hatte, mit einer Verzögerung von
o,ti bis i Sekunde abfällt. Mit seinem Ruhelkontalzt aitIII setzt es das Impulsrelais
T 1-2 unter Strom, das seinerseits finit seinem Arbeitskontakt tI die 11agnetspule
Di des Impulswählers erregt. Sobald der Schaltarm 1?i des Impulswählers den ersten
Kontakt seiner Kontaktbank erreicht hat, wird durch den Selbstunterbrecherkontakt
diu das InipuIsrelais T i-2 wieder abgeschaltet. so daß der Wählermagnet
Di stromlos wird. Hierbei wird aber der Selbstunterbrecherkontakt diu wieder geschlossen,
so daß das Impulsrelais T 1-z von neuem Strom erhält. Durch diesen periodischen
Vorgang wird der IinpuIs«-äliler sukzessive von Kontakt zu Kontakt geschaltet. Da
beim Anziehen des Relais T die Fernleitung durch den Ruhekontakt tIII jedesmal unterbrochen
wird, überträgt der Zahlengeber bei jedem Schritt des Impulswählers einen Impuls
nach der Zentrale. Die iinpulsfrequenz, die mittels des an die zweite Wicklung .I-5
des Impulsrelais T angeschlossenen Widerstandes geregelt «-erden kann, beträgt etwa
io Impulse pro Sekunde und entspricht somit der Ablaufgeschwindigkeit der Nummernscheibe.
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Es sei nun angenommen, daß sämtliche Schalterstellungsnieldungen der
achten iooer-Gruppe zugeordnet sind. d.li. als erste Ziffer die Zahl ; aufweisen.
Sobald der Impulswähler den siebenten Schritt erreicht hat, wird ihrer scikien Ankerruhekontakt
d-ia das Relais C' erregt, «-elches mit seinem Ruhekontakt itil das T-Relais von
der Pulsspannung abtrennt und damit den Zahlengeber s tills: tzt. Gleichzeitig erregt
der Arbeitskontakt itlil das Relais B 1-2, das sich über seinen Kontakt b1 selbst
hält .und andererseits das Relais ' finit seinem Ruhekontakt bIllt unterbricht.
Das Relais l' hatte sich mit seinem Wechselkontakt ui einen Kondensator großer Kapazität
parallel geschaltet, so daß es hierbei mit : iner Verzögerung von etwa o,g Sekunden
abfällt und seinen Ruhekontakt itIl wieder schließt. Das Impulsrelais T kann also
nunmehr wieder erregt werden und den Iml:udswähler Di schrittweise wieder weiterschalten.
Bei dieser Weiterschaltung wird zu-ar der Ruhekontakt t111 periodisch geöffnet.
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iiie Unterbrechung der Fernleitungen tritt 'üerl@ei aber nicht auf,
weil der Kontakt t111 oitir#7li den Arbeitskontakt bIl° des sich noch haltenden
Relais 13 kurzgeschlossen ist.
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Dieser Kurzschluß wird erst vor der Aussendung der zweiten Ziffer
wieder aufgehoben. An dein Kontakt i i des Impulswählers Di nämlich wird über den
Ankerruhekontakt dira und den Arbeitskontakt b111 des noch angezogenen Relais B
die zweite Wicklung 5-.I desselben unter Strom gesetzt. Da nun diese Wicklung entgegengesetzten
Wicklungssinn besitzt wie die Haltewicklung B 1-z. wird das resultierende Feld Null,
und das Relais B kommt zum Abfallen. Vom Kontakt i i des Impulswählers Di. an ist
also der Kurzschluß durch den Arbeitskontakt b11,> aufgehoben, die Schleifenunte
rbrechungen durch t111 «-erden wieder wirksam, und die Aussendung des Zehners beginnt.
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\iinnit man an, daß in der Station insgesamt zehn Meldungen. die sämtlich
der vierten Dekade zugeordnet sind, übertragen werden müssen. so ist der Kontakt
3 der ioer-Kontaktgruppe des Impulswählers Di fest mit dem Kontakt; der iooer-Kontaktgruppe
verbunden, so daß in der gleichen Weise nach Aussendung von drei Impulsen das Relais
I" bzw. B erregt wird. Ist die Gesamtzahl der Schaltermeldungen größer als io, dann
wird durch eine vierte Bahn Dp IV des Prüfwählers Dp. der dann 3öschrittig ausgeführt
ist. die richtige ioer-Gruppe je nach der Stellung des Prüfwälilers angeschaltet.
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ach der Aussendung von drei Impulsen wird in der bereits oben beschriebenen
@@-eise durch den Kontakt Kilo die weitere Aussendung von Impulsen beim Weiterlauf
des Iin-,>tils%v:ihIers Di verhindert. bis letzterer den Kontakt 22 erreicht hat.
auf welchem wiederum die Aberregung des Relais 13 erfolgt.
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Voni Kontakt 22 ab wird die letzte Ziffer (der Einer) übertragen.
Da oben angenommen wurde, daß der Prüfwähler Dp sich auf den sechsten Schritt eingestellt
hatte, wird das Relais L' bzw. B nach Augendung von sechs Impulsen an dem sechsten
Kontakt der ier-Kontaktreilie des Impulsw:ihlers Di unter Strom gesetzt.
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Der Impulswähler Di läuft nunmehr «-eiter. ohne da!3 weitere Impulse
ausgesandt «-erden, und gelangt so zu dem Kontakt 3+. an welchem das Relais Sp .I-5
erregt wird.
Dieses schaltet mit seinem Ruhekontakt spIll das Prüfrelais
P ab; welches mit dem Ruhekontakt pIII das Anlaßrelais An wieder unter Strom
setzt. Am Kontakt 35 des Impulswählers erfolgt nach Aussendung aller Impulsserien
die Quittierung der Meldung, indem über die Kontaktbahn DplI (Kbntakt 6) das Halterelais
I-Ix 5-q. über den »Aus«-Kontakt Sx des Ölschalters unter Strom gesetzt wird, so
daß es sich wieder über seinen eigenen Arbeitskontakt hxllIo halten kann.
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Das Relais Sp, welches sich beim Ansprechen durch seinen Wechselkontakt
spII einen Kondensator hoher Kapazität parallel schaltet und dadurch eine Abfallverzögerung
von etwa o,8 Sekunden erhält, dient zur Blockierung des Zahlengebers. Wie ersichtlich,
trennt es nämlich beim Ansprechen mit seinem Kontakt spI den Einstellstromkreis
des Prüfwählers und mit seinem Kontakt spIII das Prüfrelais P ab-. Es tritt unter
verschiedenen Betriebsbedingungen in Wirksamkeit. Einmal soll es bei Auslösung mehrerer
Schalter verhindern, daß das Prüfrelais P nach Aussendung eines Kommandos sofort
wieder anspricht und die Teilnehmerschleife schließt, ehe die vorherige Verbindung
ausgelöst ist und die Wähler in der Überwachungsstelle sich in' der Ruhestellung
befinden. Andererseits blockiert es den Zahlengeber dann, wenn ferngesprochen, ferngemessen,
kontrolliert oder ferngesteuert wird. In dem ersten Fall wird nämlich das Relais
Sp I-2 durch den Hakenumschaltkontakt huIl, im zweiten Fall durch den Wechselkontakt
n, des polarisierten Relais N und im dritten Fall durch den Arbeitskontakt klII
des Kontroll= bzw. Fernsteuerrelais. K erregt.
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Das Kontrollrelais K wird über einen Rersonanzkondensator Ck an den
Weckerkreis des Telephanapparates angeschlossen. Der Telephonapparat selbst bleibt
hierbei ungeändert; es .wird lediglich der Anschlußpunkt zwischen Signalwecker W
und Weckerkondensato,r Cw herausgeführt. Wird das Relais K
durch einen 5oo-Perioden-Stromstoß
kurzzeitig zum Anzug gebracht, so werden durch seinen Ruhekontakt kI die Halterelais
Hx sämtlicher Schalter zum Abfallen gebracht, so daß der Zahlengeber sämtlicher
Schalterstellungen automatisch nacheinander meldet.
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Der Fernmeßgeber MS ist über einen Gleichrichter G, die Wicklung des
polarisierten Relais N und die Niederfrequenzdrossel Dy an die Teilnehmerschleife
angeschlossen. Letztere sperrt die 25 periodischen Rufströme und die 5oo periodischen
Kontrollströme ab. Der Gleichrichter G verhindert, daß bei angeschlossenen Fernsprechautomaten,
wenn, also die a-Leitungen Plusspannung und die b-Leitung- Minusspannung aufweist,
Schleifenschluß über den Fernmeßgeber zustande kommt. Wird durch Betätigung des
Fernmeßumschalters in der Überwachungsstelle die Polarität der Teilnehmerleitungen
vertauscht, so wird der Gleichrichter G durchlässig, und der Fernmeßgeber MS fängt
an zu arbeiten, wobei gleichzeitig durch den Meßstrom das polarisierte Relais N
erregt und durch letztere der Zahlengeber über das Relais Sp in der bereits beschriebenen
Weise blockiert wird.
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Die Teilnehmerleitungen werden an den Fernsprechautomaten zweckmäßig
über einen mehrpoligen Kippschalter angeschlossen, wodurch die Teilnehmerschleife
entweder an den Fernsprechautomaten, an die 5oo-Perioden-Stromquelle oder über symmetrisch
angeordnete und aufgebaute Drosseln an das Fernmeßempfangsinstrument angeschlossen
werden. Hierbei kann der Fernsprechautomat ungeändert bleiben. Ist die . Teilnehmerschleife
bei Einleitung eines Meldevorganges oder eines Ferngespräches in der Außenstation
geschlossen, so kommt ein Relais, das mit seinen beiden Wicklungen in der Teilnehmerschleife
eine Spannung gibt, zum Ansprechen und veranlaßt den Vorwähler, einen freien Gruppenwähler
in freier Wahl zu belegen. Durch die erste ankommende Impulsserie wird der Gruppenwähler
in die gewünschte Dekade gehoben, wonach er ebenfalls in freier Wahl einen freien
Leitungswähler belegt. Hierauf werden die a- und b-Adern nach dem Leitungswähler
durchgeschaltet. Da die Verbindung zwischen Leitungswähler und Gruppenwähler auf
die Sprechader na und b und die Prüfader c beschränkt ist, wird der Leitungswähler
in das Fernmelderelaisgestell der Warte verlegt, um an Verbindungsleitungen zu sparen.
Andererseits ist ersichtlich, daß an der Ausgangsstelle zum Leitungswähler ebenfalls
'keine Änderung im Fernsprechautomaten erforderlich ist, da ja sämtliche Dekaden
der Grüppenwähler (a-, b- und c-Bänke) bis zum Lötösenverteiler bereits verdrahtet
sind.
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Der 5oo-Perioden-Strom wird durch ein, besonderes in der .Fernsprechzentrale
untergebrachtes Aggregat erzeugt. Dieses wird durch einen 22o-Volt-Wechselstrommotor
angetrieben und nur für die Zeit der Übertragung des Kontrollsignals angelassen.
Wird nämlich der vorerwähnte Kippschalter in die andere Stellung bewegt, so wird
einmal durch dessen ansprechende Kontakte die 5oo-Perioden-Stromquelle an die Teilnehmerschleife
geschaltet und andererseits durch dessen weitere Kontakte Einschaltschütz in der
Fernsprechzentrale unter Spannung gesetzt, welches die Einschaltung des 5oo-Perioden-Umformers
bewirkt.
Der Leitungswähler der Überwachungsstelle für Fernmeldunz,
welcher in der Abb. = dargestellt ist. hat mit dem Fernsprechleitungswähler lediglich
das gemeinsam. daß er mit dem Gruppenwähler über die Sprechadern a und
h sowie über die Prüfader c verbunden ist. Im übrigen ist sein schalttechnischer
Aufbau wesentlich einfacher, da seine Funktionen gegenüber dem Fernsprechleitungswähler
wesentlich beschränkt sind. Auf den Einbau eines besonderen Steuerschalters. der
beim Fernsprechen für die Verteilung der Impulsreihen und für die Übertragung der
einzelnen Rufzeichen (Freizeichen, Besetztzeichen usw.) sorgt, wird vollkommen verzichtet.
Der Leitungswähler für Fernmeldung hat ja lediglich die Aufgabe, die beiden letzten
Impulsreiben richtig zu verteilen, das entsprechende Anzeigerelais nach erfolgter
Einstellung kurzzeitig unter Strom zu setzen und nach Verschwinden des Teilnehmerschleifenschlusses
die Verbindung auszulösen. Die Ausgänge an den Leitungswählern führen ausschließlich
zu den Anzeigerelais. Vorwähle( sind überflüssig, da die Anzeigerelais nur angerufen
werden, aber selbst nicht rufen sollen.
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Es sei angenommen, daß der Gruppenwähler die erste vom automatischen
Zahlengeber ausgesandte Impulsreihe bereits aufgenontinen hat. Er befindet sich
also in der siebenten Hehstufe und dreht nun seine Schaltarme so lange schrittweise
weiter, bis er einen freien Leitungswähler findet. Das Kriterium hierfür besteht
darin, daß die c-Ader iin Leitungswähler über einen Widerstand L'2. dessen Größe
den Betriebsbedingungen der Gruppeinvählerschaltung angepaßt ist, und den Ruhekontakt
irIIIe.. an Plusspannung liegt. Ist die: der Fall, so spricht im Gruppen «ähler
ein Prüfrelais an, welches die Sprechadern a und
b durchschaltet, so daß
unt°r der Wirkung des noch bestehenden Schleifenschlusses das Relais A über seine
beiden Wicklungen anspricht. Letzteres schaltet über seinen @Verltsell:ontakt a111
das Verzögerungsrelais. 1', und über seinen Arbeitskontakt a1 sowie den Kopfwechselkontakt
k1 des noch in Ruhe befindlichen Leitungswählers LIl- das Verzögerungsrelais 1'I
(W ichlung@-3) ein. Die von dem automatischen Zahlengeber während der Aussendung
der zweiten Impulsreihe ( Zehner) erzeugten Schleifenunterbrechungen bringen über
die Sprechadern
a und
b das Relais .-1 impulsmäßig zum Abfallen. welches
über aIll, v,111, 1t=111 und 1(1111I den Hehmagneten
H des Leitungswählers
intermittierend erregt. wobei dieser in die entsprechende Hebstufe gesteuert wird.
Während der hnpulsiilihertragung können die Verzögerungsrelais 1-I lind 1'.=
| nicht abfallen, da ihre Verzögerung größer |
| i:t als das Impulsintervall. Sobald jedoch die |
| zweite Impulsserie beendigt ist und dauern- |
| der Schleifenstrom flieht, fällt das Relais G"1 |
| all) und schaltet über den umgelegten Kopf- |
| kontakt kl, vil das Umschaltrelais ("I 1-z ein, |
| «-elches sich über v,111- und seinen eigenen |
| Arbeitskontakt 111I mittels seiner zweiten |
| R-icklung .@-3 selbst hält, wobei es sich mit |
| seinem Wechselkontakt r(1111 einen Konden- |
| sator großer Kapazität parallel schaltet. |
| Durch u11111 wird der Hebmagnet H des Lei- |
| tungswählers abgeschaltet und der Dreh- |
| niagnet D zugeschaltet. Die nächsten bei der |
| Aassendung der letzten hnpuIsserie des Zah- |
| lengehers erzeugten Schleifenunterbrechun- |
| gen betätigen also impulsinäbig Tiber 01, |
| v`Iu ri`III lind -rrIII"t (Arbeitsstellung) den |
| Drehmagneten D, welcher den Schaltarm LIh |
| des Leitungswählers auf das entsprechende |
| Anzeigerelais einstellt. Fließt nach der |
| letzten InipuIsserie wieder Dauerstrom in |
| der Teilnehmerschleife. so fällt das Ver- |
| zögerungsrelais 1-I von neuem ab und schaltet |
| über @,`IIIrr und vIIII (las Anzeigerelais ein, |
| dessen Schaltung später erläutert wird. Sobald |
| der Drehmagnet F1 die Schaltarme des Lei- |
| tungs«-ä hlers tiln einen Schritt eingedreht |
| hat. wird der Kontakt d geschlossen. Beim |
| Abfallen von 1-I wird also durch Schließen |
| \-o11 .Z#,11 gleichzeitig das Umschaltrelais |
| (--" I-3 eingeschaltet, welches sich Tiber seinen |
| eigenen Arl)eitskoritakt r1_,1 selbst hält. Das |
| Umschaltrelais L'.= trennt mit seinem Ruhe- |
| kontakt r(=111 den Heb- und Drehmagneten |
| des Leitungswählers von dem Impulskon- |
| takt aIll ab. |
| Beim Verlassen der Ruhestellung hatte der |
| Kopfkontakt k11 Plusspannung parallel zu |
| dem Kontakt r(111,. an die c-Ader gelegt, so |
| daß dessen Offfnung keine Spannungsunter- |
| brechung der Prüfader c zur Folge hat. |
| Nachdem der Zahlengeber die Ruhestellung |
| erreicht hat, wird die Teilnehmerschleife |
| uitterl>roclten, so daß 1'., mit Verzögerung ab- |
| fällt. über k1 und z.,11 wird hierbei der Aus- |
| lösetnagnet .11 des Leitungswählers unter |
| Strom gesetzt. welcher den letzteren in die |
| Nullstellung bewegt. Gleichzeitig «-erden |
| durch Unterbrechung von @=111r und von d die |
| Umschaltrelais UI und l-, zum Abfallen ge- |
| bracht. Sobald der Leittnigswähler die -Null- |
| stellung erreicht hat. wird der Kopfkon- |
| takt kll #-eöitnet. Da aber andererseits UI in- |
| folge der parallel geschalteten Kapazität |
| seinen Ruhekontakt r(111-, mit einer Verzöge- |
| rung von etwa o.@ Sekunden schließt. wird |
| die c-Ader für diese Zeit spannungslos. Die |
| Unterbrechung der cAder ist das Kriterium |
| für die Auslösung des Gruppenwählers im |
| l'erusprechautomat. So da!.; nuinnehr die ge- |
samte Verbindung wieder gelöst ist und die Wahleinrichtungen für
die Herstellung einer neuen Verbindung bereit sind.
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Sowie der Leitungswähler belegt ist und das Verzögerungsrelais V2
angesprochen hat, wird von dem Kontakt v21o die Einschaltung der automatischen Ladeeinrichtung
in der Fernsprechzentrale aufrechterhalten, wie dies auch im Fernsprechleitungswähler
der Fall ist.
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In der Beschreibung des Leitungswählers wurde bereits gezeigt, daß
nach endgültiger Einstellung des Leitungswählers ein kurzer Stromimpuls über v2111«
und v1111 nach der Anzeigevorrichtung fließt. Dieser Stromimpuls läuft, wenn es
sich um ein Ausschaltkommando. handelt, durch die Magnetspule Kax eines mechanischen
Kipprelais, das Änderungsrelais A" 1-a und das Hupenrelais Z_la I-2 (Abb.
3). Das letztere ist für alle Schalter gemeinsam, während jeder Schalter ein besonderes
Kipprelais und Änderungsrelais besitzt. Das mechanische Kipprelais öffnet bei Erregung
seiner Wicklung Kax den Kontakt keI und schließt den Kontakt kaI, wobei das »Aus«-Lampenpaar
La" angeschaltet wird. Infolge seiner mechanischen Verriegelung hält das Kipprelais
auch beim Verschwinden des Impulses seine Kontakte in der jeweiligen Lage. Das Änderungsrelais
A,; hält sich über seine zweite Wicklung A,. d-5 und seinen eigenen Arbeitskontakt
a"I; desgleichen schaltet sich das Hupenrelais über seinen Kontakt zlaII und seine
zweite Wicklung 4-5 in einen Haltestromkreis, wobei gleichzeitig die Hupe
Hu unter Strom gesetzt wird. Durch Betätigung des Druckknopfes AT kann das
Relais Zh und damit die Hupe abgeschaltet werden.
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Es sei angenommen, da.B sich der generelle Lampenschalter LS in der
gezeichneten Lage befindet, so daß durch den Wechselkontakt LSII sämtlicheLampen
abgeschaltet sind, das Blindschaltbild also dunkel ist. Sowie bei Ankunft einer
Meldung ein Kipprelais umlegt und dabei das zugehörige Änderungsrelais A, erregt
wird, kommt das entsprechende Signallampenpaar des geänderten Schalters über LSII
(Ruhelage), axIII, kaI allein zum Leuchten. Wird nun der Lampenschalter LS umgelegt,
so werden durch LSI die Blinkrelais Bll und B12 angeschaltet, welche den Kontakt
bl1IAI intermittierend schließen und öffnen. Dadurch erhält das entsprechende Lampenpaar
des geänderten Ölschalters Blinklicht über den umgelegten Kontakt axIH während alle
übrigen Lampen über LSII und azIII (Ruhelage) ruhig brennen. Auch bei hellem Schaltbild
wird also der geänderte Schalter durch Blinklicht deutlich markiert.
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Die Quittierung der Meldungen erfolgt durch kurzzeitige Betätigung
des Quittungsdruckknopfes 0T, welcher das Relais Z_q unter Strom setzt. Letzteres
bringt durch öfi-nung der Ruhekontakte zqI, zqllI die Änderungsrelais Ax der geänderten
Schalter zum Abfallen, so daß ihre Signallampen wieder ruhig brennen. Nunmehr kann
durch Betätigung des' Lampenschalters LS das Blindschaltbild wieder dunkel geschaltet
werden.
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Die Blinkeinrichtung wird, wie bereits erwähnt, durch LSI eingeschaltet,
wobei zunächst das Blinkrelais Bll über den Ruhekontakt .bl21 unter Strom gesetzt
wird. Durch den Arbeitskontakt b11111 erhält das Relais B12 Strom, welches seinerseits
Bll mittels b1.21 abtrennt. Dieser -Vorgang wiederholt sich periodisch, und zwar
mit einer Frequenz, die durch die Größe der den Relaiswicklungen Bll und B12 parallel
geschalteten Kondensatoren bestimmt ist.
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Die Anzeigelampen werden zweckmäßig mit Wechselstrom vom Netz gespeist,
um die Hilfsbatterie zu entlasten.