DE77405C - Innere Kolben-Schiebersteuerung im Cylinderdeckel - Google Patents

Innere Kolben-Schiebersteuerung im Cylinderdeckel

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DE77405C
DE77405C DENDAT77405D DE77405DA DE77405C DE 77405 C DE77405 C DE 77405C DE NDAT77405 D DENDAT77405 D DE NDAT77405D DE 77405D A DE77405D A DE 77405DA DE 77405 C DE77405 C DE 77405C
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Germany
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steam
piston
cylinder cover
exhaust steam
inner piston
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Expired - Lifetime
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DENDAT77405D
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A. lavaud, Berlin, Prinz Albrechtstr. 2
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/08Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped valves; Such main valves combined with auxiliary valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. August 1893 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende innere Schiebersteuerung im Cylinderdeckel bezweckt die Vereinigung des Dampf-Ein- und Austrittes in einem Organ zur sofortigen gleichmäfsigen Ausnutzung des Dampfdruckes auf den Hauptheil der Kolbenfläche unter thunlichster Verringerung der schädlichen Räume und wesentlicher Verkürzung des Schieberweges. Dies wird dadurch erreicht, dafs entgegen den durch die Patentschriften Nr. 35673 und 38656 bekannt gewordenen Einrichtungen, bei welchen die die Dampfeinströmung vermittelnden Organe an bezw. im Cylinderdeckel liegen, die in die Cylinderdeckel verlegten Organe nicht nur dem Dampfeintritt, sondern jeweilig bezw. wechselweise auch dem Dampfaustritt dienen, und zwar unter Anwendung einer im Cylinderdeckel liegenden unterbrochenen oder durchweg freien ringförmigen, jeweilig dem Dampfeintritt und Dampfaustritt dienenden Oeffnung, deren Durchmesser ungefähr dem mittleren Kolbendurchmesser entspricht. Der gegen die Kolbenfläche strömende Dampf vertheilt sich bei seinem Eintritt in den Dampfcylinder sofort central nach allen Seiten, d. h. nach innen und aufsen gegen die Kolbenfläche, während er bei seinem Austritt durch dieselben Oeffnungen in zwangloser Weise seinen WTeg durch den hohlen Kolbenschieber ins Freie nimmt.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die in den Cylinderdeckeln angeordnete innere Steuerung im Querschnitt, während die Fig. 2 und 3 Schnitte nach Linie x-x und y-y der Fig. ι darstellen; Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt durch die Mitte des Dampfcylinders und veranschaulicht die Verbindung der in den Cylinderdeckel verlegten Steuerung mit der Excenterstange.
Der bei a, Fig. 1, eintretende Dampf umspült zweckmäfsig sowohl die Seitenwandungen als auch die Deckelwandungen des Dampfcylinders A und gelangt in die Kammer b des Deckels B. Wird nun der rings vom Dampf umspülte, im Cylinderdeckel B in der Längsrichtung verschiebbare Kolbenschieber c mehr nach links bewegt, so wird die durch die Kolbenfeder/verschlossene Durchgangsöffnungi geöffnet und der Dampf tritt durch diese ringförmige Oeffnung d in den Cylinder A gegen den Kolben C, sich bei seinem Eintritt in den Dampfcylinder sofort central nach allen Seiten, d. h. über die Kolbenfläche vertheilend, wodurch eine sofortige gleichmäfsige Ausnutzung des Dampfdruckes auf den Hauptheil der Kolbenfläche unter möglichster Verringerung der schädlichen Räume und wesentlicher Verkürzung des Schieberweges erreicht ist.
Wird der Kolbenschieber c nach rechts bewegt, so ist die ringförmige Durchgangsöffnung d für den Dampfaustritt freigegeben. Der durch die Oeffnung d hindurchtretende Dampf gelangt durch den als Hohlcylinder ausgebildeten Kolbenschieber c in die Kammer e und tritt von hier ins Freie.
Die Bewegung des in den Cylinderdeckel B verlegten Kolbenschiebers c wird durch ein auf der Hauptwelle der Dampfmaschine sitzendes, in der Zeichnung nicht dargestelltes Excenter bewirkt, welches unter Zuhülfenahme einer Steuerstange in solcher Weise mit der Schwinge m in Verbindung gebracht ist, dafs dieser eine
hin- und hergehende Bewegung ertheilt wird. Die beiden Gabelarme der Schwinge m sind mit den Augen ο des Kolbenschiebers c scharnierartig so verbunden, dafs die länglichen Schlitzew', Fig. 2, in den Armen der Schwinge m dieser einen gewissen Ausschlag um ihre Achse gestatten, ohne ein Klemmen hervorzurufen.
Wie ersichtlich, ist bei der vorliegenden, in den Cylinderdeckeln angeordneten Kolbenschiebersteuerung erreicht, dafs
1. die im Kreise angeordneten Durchlässe oder freien oder unterbrochenen Oeffnungen wechselweise für den Durchgang des Frisch- und Abdampfes dienen und
2. weiterhin die Anwendung hohler Kolbenschieber für den Abschlufs -des Frischdampfes und den Durchgang bezw. Austritt des Abdampfes oder umgekehrt, also die Anwendung nur eines Organes für diese beiden Zwecke ermöglicht ist, und endlich
3. ein sofortiger centraler zwangloser und gleichmäfsiger Dampf-Ein- und Austritt unter Verringerung der schädlichen Räume und Verkürzung der Schieberwege in bisher noch nicht erreichtem Mafse erzielt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Eine im Cylinderdeckel angeordnete Kolbenschiebersteuerung, gekennzeichnet durch im Kreise angeordnete Durchlässe oder freie oder unterbrochene, wechselweise für den Durchgang des Frisch- und Abdampfes dienende Oeffnungen (d) in dem gleichgerichtet zur Kolbenstange angeordneten cylindrischen Theile der Cylinderdeckel (D) derart, dafs die Verwendung hohler, in diesem cylindrischen Theile der ■ Cylinderdeckel gleitender Kolbenschieber für den Abschlufs des Frisch- und Abdampfes und den Durchgang bezw. Austritt des Abdampfes oder umgekehrt ermöglicht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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