DE802755C - Vorrichtung zum Reinhalten der Oberflaeche von geschmolzenem Glas oder Email - Google Patents

Vorrichtung zum Reinhalten der Oberflaeche von geschmolzenem Glas oder Email

Info

Publication number
DE802755C
DE802755C DEP41102D DEP0041102D DE802755C DE 802755 C DE802755 C DE 802755C DE P41102 D DEP41102 D DE P41102D DE P0041102 D DEP0041102 D DE P0041102D DE 802755 C DE802755 C DE 802755C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
glass mirror
keeping
metal tube
molten glass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP41102D
Other languages
English (en)
Inventor
Julius Dipl-Ing Widtmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WIENER RADIOWERKE AKT GES
Original Assignee
WIENER RADIOWERKE AKT GES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WIENER RADIOWERKE AKT GES filed Critical WIENER RADIOWERKE AKT GES
Application granted granted Critical
Publication of DE802755C publication Critical patent/DE802755C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/16Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
    • C03B5/20Bridges, shoes, throats, or other devices for withholding dirt, foam, or batch
    • C03B5/205Mechanical means for skimming or scraping the melt surface
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B7/00Distributors for the molten glass; Means for taking-off charges of molten glass; Producing the gob, e.g. controlling the gob shape, weight or delivery tact
    • C03B7/01Means for taking-off charges of molten glass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

Es ist bekannt, an jenen Stellen der Arbeitswanne, des Glashafens oder sonstigen Behälters von geschmolzenem Glas, Email o. dgl., wo das flüssige Schmelzgut entnommen wird, Schamotteringe, Schiffchen oder Schwimmer aus Schamotte anzubringen, um die oberflächlichen Verunreinigungen fernzuhalten. Ein solcher Schamottekörper schwimmt auf dem Glasspiegel und bildet eine Barriere gegen den Zustrom von Oberflächenverunreinigungen zur
ίο Entnahmestelle, aber er bringt den Nachteil mit sich, daß bei der hohen Temperatur des Schmelzgutes Teile von seiner Oberfläche in Lösung gehen und Schlieren verursachen, so daß die Schutzwirkung um den Preis der Schaffung einer neuen Störungsquelle erkauft wird.
Es ist auch schon bekanntgeworden, das Glas in einer Zone zu schöpfen, deren Temperatur durch ein diese Zone ganz oder teilweise umgebendes Kühlorgan gegenüber dem Hauptteil der Schmelze vermindert wird. Zu diesem Zwecke benutzte man eine wasserdurchströmte schachtförmige Kühlschlange, die unterhalb des Glasspiegels angeordnet war. Diese Einrichtung diente nicht zur Reinhaltung der Oberfläche des geschmolzenen Glases, sondern sollte es ermöglichen, verhältnismäßig reines Glas mit einem gekühlten Schöpforgan, das auch in Form einer Rohrschlange ausgebildet war, aus der Tiefe herauszuholen.
Demgegenüber wird gemäß der Erfindung ein kühlmitteldurchflossenes Metallrohr in den Glas-
spiegel so eingesenkt, daß es aus ihm teilweise herausragt und den Teil der Oberfläche, wo das flüssige Schmelzgut entnommen wird, begrenzt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Taucht man ein kühlmitteldurchströmtes Metallrohr, beispielsweise ein mit Zuleitung und Ableitung versehenes ringförmig gebogenes Eisen- oder Nickelrohr, das von Wasser durchflossen ist, in die Glasschmelze ein, so bildet sich sehr rasch ein Überzug aus erstarrtem Glas, der die 'Berührung des Rohres mit dem flüssigen Glas verhindert und zusammen mit der ihn umgebenden, aus zähflüssigem Gut bestehenden Rinde die Schmelze vor allzu großen Wärmeverlusten schützt. Wenn das Rohr im Glasspiegel nicht vollständig untergetaucht ist, sondern teilweise aus ihm herausragt, z. B. so, daß die Achse des durch die Rohrschleife gebildeten Toroides auf dem Glasspiegel senkrecht steht, so daß ein kreisförmiger Teil der Spiegeloberfläche abgegrenzt wird, so wird der Oberflächenschmutz von der Entnahmestelle in idealer Weise ferngehalten, ohne daß die Gefahr bestünde, daß der Schutzring Verunreinigungen an die Schmelze abgeben würde.
Bei der Erprobung hat es sich ergeben, daß die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung nicht nur den Oberflächenschmutz von der Entnahmestelle fernhält, sondern daß auch außerhalb der Schutzvorrichtung eine_ Säuberung des Glasspiegels eintritt. Dies läßt sich vielleicht dadurch erklären (ohne daß die Erfindung aber an diese Erklärung gebunden wäre), daß das kühlmitteldurchflossene Rohr eine Strömung in der Glasmasse hervorruft, die an der Glasoberfläche zum gekühlten Rohr hin gerichtet ist; der Oberflächenschmutz schwimmt daher zum Kühlrohr und friert dort fest, während das reine Glas, das durch die Abkühlung dichter wird, zu Boden sinkt. Auch diese Wirkung setzt voraus, daß das Kühlrohr teilweise aus dem Glasspiegel herausragt ; zwar würde eine Glasströmung sich auch dann ausbilden, wenn das Kühlrohr völlig untergetaucht wäre, der Schmutz könnte aber nicht gebunden werden, sondern würde an der Oberfläche weiter zirkulieren, da er spezifisch leichter ist als das Glas.
Es ist nicht unbedingt notwendig, daß das kühlmitteldurchflossene Metallrohr die Entnahmestelle allseitig begrenzt, wohl aber, daß es nicht zu tief in das Glas eingetaucht wird. Um dies trotz der dauernden Schwankungen in der Höhe des Glasspiegels zu sichern, kann entweder eine Vorrichtung vorgesehen sein, die das Metallrohr in seiner Höhenlage verstellbar macht, oder man kann dafür sorgen, daß es auf der Glasschmelze schwimmt. Im letzteren Falle muß das Volumen des beispielsweise ringförmigen Metallrohres und sein Gewicht einschließlich des Gewichtes des Kühlmittels so bemessen sein, daß das mittlere spezifische Gewicht kleiner ist als das des Glases. Man kann auch den Kühlrohrring nach oben zu durch eine Abschir- | mung nach Art eines Entnahmestiefels fortsetzen, um die Ofengase von der Arbeitsöffnung fernzuhalten.
Versuche haben ergeben, daß der Wärmeentzug, den das erfindungsgemäße Verfahren mit sich bringt, innerhalb tragbarer Grenzen bleibt, insbesondere dann, wenn die vom Kühlmittel aufgenommene Wärme nicht nutzlos abgeführt wird, sondern zu Heizzwecken verwendet wird. Beispielsweise entzog ein wasserdurchströmtes eisernes Rohr von 26 mm Durchmesser, das toroidförmig gebogen war und mit einer Gesamtlänge von 134 cm etwa bis zur Hälfte des Querschnittes in den Glasspiegel eintauchte, der Schmelze bei einer Temperatur von 11500 C pro Stunde 25 600 Kalorien. Hierbei war die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers so eingestellt, daß es mit einer Temperatur von 400 C abfloß.
Obgleich Eisen die gefürchtetste Verunreinigung bei der Glasherstellung ist, kann man doch unbedenklich die erfindungsgemäßen Kühlvorrichtungen aus Eisenrohren herstellen, weil jener Teil der Glasmasse, der mit dem Eisen in Berührung kommt, augenblicklich erstarrt und daher von dem Schmelzgut ferngehalten wird. Eine Gefährdung des Betriebes würde nur stattfinden, wenn unvorhergesehenerweise der Wasserzustrom ausbleibt. Es empfiehlt sich daher, die kühlmitteldurchströmten Metallgefäße herausnehmbar anzubringen, so daß sie beispielsweise während der Betriebspausen sich oberhalb des Glasspiegels befinden, wodurch auch vermieden wird, daß unnötig Kalorien verlorengehen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Reinhalten der Oberfläche von geschmolzenem Glas oder Email, insbesondere an der Entnahmestelle, gekennzeichnet durch ein kühlmitteldurchflossenes Metallrohr, das in den Glasspiegel so eingesenkt ist, daß es aus ihm teilweise herausragt und den Teil der Oberfläche, wo das flüssige Schmelzgut entnommen wird, begrenzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallrohr die Form eines mit Zu- und Abflußleitung versehenen Toroides hat, dessen Achse auf dem Glasspiegel senkrecht steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallrohr in seiner Höhenlage verstellbar ist, um den no Schwankungen des Glasspiegels folgen zu können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Glasspiegel eingesenkte Kühlrohr den unteren Rand eines Entnahmestiefels bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das kühlmitteldurchströmte Metallrohr herausschwenkbar angeordnet ist, so daß es während der Entnahme- iao pausen aus dem Glasspiegel herausgehoben werden kann.
Q 3475 2.51
DEP41102D 1948-06-29 1949-04-29 Vorrichtung zum Reinhalten der Oberflaeche von geschmolzenem Glas oder Email Expired DE802755C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT989908X 1948-06-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE802755C true DE802755C (de) 1951-02-22

Family

ID=3683855

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP41102D Expired DE802755C (de) 1948-06-29 1949-04-29 Vorrichtung zum Reinhalten der Oberflaeche von geschmolzenem Glas oder Email

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE802755C (de)
FR (1) FR989908A (de)
NL (1) NL146808C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL146808C (de)
FR989908A (fr) 1951-09-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1596586C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Floatglas und Vorrichtung zu seiner Durchführung
DE1240535B (de) Erhitzer fuer kalte Fluide
EP0053848B2 (de) Verfahren zum Einblasen von hochsauerstoffhaltigen Gasen in ein NE-Metall-Schmelzbad
DE802755C (de) Vorrichtung zum Reinhalten der Oberflaeche von geschmolzenem Glas oder Email
AT163850B (de) Vorrichtung zum Reinhalten der Oberfläche von geschmolzenem Glas oder Email
DE2313974C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beheizen von offenen Materialschmelzbädern wie Verzinkungs-, Emaillier-, Glas- od. dgl. -bäder in Wannen oder Becken
DE801846C (de) Verfahren zum Laeutern von Glas
DE1219637B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flachglas
DE531315C (de) Zufuehrung von gasfoermigen, dampffoermigen oder fluessigen Stoffen in Schmelzbaeder hoher Temperatur
ATE62849T1 (de) Verfahren und vorrichtung zum befestigen eines metallklotzes auf einer oberflaeche einer ophthalmischen linse durch aufformen von geschmolzenem metall.
CN111957917A (zh) 一种获取连铸保护渣凝固渣膜的装置及其方法
DE2023830A1 (de) Glasschmelzbehälter
DE749834C (de) Vorrichtung zum Dialysieren von Milchsaft
DE721546C (de) Vorrichtung zum Abkuehlen von das Gluehgut enthaltenden Gluehgefaessen
AT139967B (de) Vorrichtung zur Herstellung von Glasröhren u. dgl.
DE824107C (de) Verfahren zur Kondensation von Zink
DE885994C (de) Fluessiges Salzbad, insbesondere Warmbad, fuer die Waermebehandlung von Staehlen und Metallen
AT123972B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Homogenisierung des Glasflusses.
AT144497B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ziehen von Glastafeln.
ES370742A1 (es) Aparato para fundir vidrio.
DE1008453B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verminderung der Blasen bei der Glasherstellung
US2585165A (en) Composition for removing corrosion reaction products from metals
DE829360C (de) Vorrichtung zum Erhitzen von Stoffen in einem Fluessigkeitsbad, insbesondere fuer Laboratoriumszwecke
SU364371A1 (ru) Способ очистки поверхности металла, например
DE2643755A1 (de) Verfahren zum schuetzen von mit kunststoff beschichteten metallwaenden in chemischen anlagen, insbesondere von tauchbrennerverdampfern, vor heissen, chemisch aggressiven fluiden